Keine Frauen beim KSK – dafür sorgt die Bundeswehr schon selbst

Archivbild 2009: Soldaten des Kommandos Spezialkräfte sichern die Hubschrauberlandezone. (Foto: Bundeswehr/PIZ Heer via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

Sie sind die geheime Einheit der Bundeswehr: Das Kommando Spezialkräfte (KSK) aus Calw steht weltweit für die schwierigsten Einsätze bereit. Geiseln befreien, hinter den feindlichen Linien Informationen sammeln, Terroristen jagen. Nur einen Mangel hat Deutschlands Spezialtruppe: Ihr fehlen die Frauen!

Seit Jahren bemüht sich die Truppe immer wieder, Frauen für bestimmte Einsatzmöglichkeiten zu gewinnen. Gar nicht so einfach – denn sie müssen wie ihre männlichen Kameraden Anforderung an Psyche und Fitness erfüllen, Stärke und Ausdauer beweisen. Bislang fand sich, so schien es, keine Frau, die diesen Anforderungen genügte.

Jetzt kommt heraus: Doch, es gab solche Soldatinnen – doch die Bundeswehr verhinderte intern, dass sie beim KSK anfangen durften! Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, in seinem Jahresbericht (liegt Augen geradeaus! vor): Eine Soldatin aus einem Batallion für elektronische Kampfführung bewarb sich bei den Spezialkräften, absolvierte mit Erfolg ein halbes Jahr lang das körperliche und psychische Auswahlverfahren.

Erst danach erklärte die Streitkräftebasis (ist für Unterstützungstruppen zuständig), die Soldatin dürfe nicht wechseln: Sie sei in einer Mangel-Ausbildungs- und Verwendungsreihe eingesetzt, werde auf ihrem bisherigen Dienstposten gebraucht und sei unabkömmlich.

Ein besonders gravierender Fall von Vertrauensverlust, sagt der Wehrbeauftragte. Jetzt will Vizeadmiral Manfred Nielson, Chef der Streitkräftebasis (Werbeslogan: Ich war’s!), noch mal mit der enttäuschten Soldatin reden.

 

 

 

50 Kommentare zu „Keine Frauen beim KSK – dafür sorgt die Bundeswehr schon selbst“

  • zog   |   29. Januar 2013 - 12:48

    Wenn es denn so war, muss man sich wirklich fragen, wieso niemand früher realisiert hat, dass die Dame auf ihrem Posten unabkömmlich war. Dann hätte sie es gar nicht versuchen müssen.
    Das (erfolgreiche) Absolvieren des Auswahlverfahrens ist allerdings eine wirklich beeindruckende Leistung.

  • LTC007   |   29. Januar 2013 - 12:51

    Ist eine Riesen-Sauerei. Aber warum wundert mich das nicht? Hut ab vor der Soldatin…

  • Günter von der Bundeswehr   |   29. Januar 2013 - 12:54

    Guckst Du: http://www.bundestag.de/bundestag/wehrbeauftragter/1712050_jahresbericht_2012.pdf
    Seite 10 f.
    „Da lese ich in Blogs oder wie die Dinger heißen…“ ;-)

  • T.Wiegold   |   29. Januar 2013 - 12:57

    @Günter

    Ausführlicherer Bericht zum Wehrbeauftragten ist in Arbeit, incl. Mitschnitt der gesamten Pressekonferenz.

    Und, äh, ja, ich habe für dieses Beispiel mal eine etwas andere Form gewählt ;-)

  • JCR   |   29. Januar 2013 - 12:59

    Lustig ist, wie die Presse jedes Jahr das „Modethema“ aus dem Wehrbeauftragtenbericht herauspickt (nicht hier, sondern eher in SPON und Welt usw)
    2010 war es (ausnahmsweise) mal die mangelnde Ausrüstung, da wurde ja auch mal gekämpft und die Öffentlichkeit nahm das auch wahr.
    2011 war es der Rechtsradikalismus, wegen NSU und so…
    2012 sind es die Frauen, dank dem Rainer aus der Pfalz ;)

  • Huey   |   29. Januar 2013 - 13:00

    Erst mal abwarten, was dahinter steckt.

    Ich habe auch schon eine Frau kennengelernt, die (nach ihrer eigenen Aussage) die Eignungsfeststellung und ihren EK1&EK2 erfolgreich hinter sich hatte…

    Allerdings war diese nicht einmal in der Lage, einen 3000m-Lauf zu überstehen (sie hat es nicht bis ins Ziel geschafft), und auch den 30Km-Marsch, den sie mit uns Männern absolvieren wollte, hat sie abgebrochen.

    Wenn diese Dame es durch den Test geschafft hat-Bravo!

    Allerdings muss man sich die Frage gefallen lassen, wo sie besser aufgehoben wäre-in der Position, für die sie ausgebildet wurde, oder in einer Position, für die sie erst noch einmal mehrere Jahre ausgebildet werden müsste?

  • Fred G   |   29. Januar 2013 - 13:01

    Unglaublich! Es muss das erklärte Ziel sein einen Frauenanteil von mindestens 50% beim KSK zu erreichen, was im Sanitätsdienst Doktrin ist darf doch beim KSK nicht anders sein!

  • T.Wiegold   |   29. Januar 2013 - 13:02

    @Huey

    Die Frage, ob jemand auf seiner bisherigen Position besser aufgehoben wäre als beim KSK, gilt dann natürlich für alle Soldaten, die sich beim KSK bewerben… Aber vielleicht kann man das jemandem – egal ob Mann oder Frau – vorher sagen, ehe er diese Strapazen auf sich nimmt?

  • Anna Nym   |   29. Januar 2013 - 13:10

    Huey | 29. Januar 2013 – 13:00:

    Allerdings muss man sich die Frage gefallen lassen, wo sie besser aufgehoben wäre-in der Position, für die sie ausgebildet wurde, oder in einer Position, für die sie erst noch einmal mehrere Jahre ausgebildet werden müsste?

    Warum gehen Männer zum KSK? Könnte es nicht sein, dass diese Frau aus dem gleichen Grund zum KSK (bzw. zur unterstützenden Einheit) will? Nur mal so gefragt. Und vermutlich ist es leichter, einen Nachrücker für die ursprüngliche Position zu finden, als einen für die Position im KSK, oder? Und das mit der Ausbildungsdauer kann ja nun wahrlich kein Argument sein, wenn die Frau für die Position qualifiziert und geeignet ist. Ist es bei Männern ja auch nicht.

  • Christian   |   29. Januar 2013 - 13:51

    Welches Auswahlverfahren hat die Soldatenin denn bestanden? Reden wir hier über das EFV 1 oder 2? Das Auswahlverfahren für unterstützende Einheiten oder die der Kommando-Soldaten?

  • Mojo   |   29. Januar 2013 - 13:52

    Wie „unabkömmlich“ kann die Soldatin auf ihrem Dienstposten denn tatsächlich gewesen sein, wenn es ihr möglich war, an einem 6-monatiges Auswahlverfahren (+ evtl. Vorbereitungszeit) teilzunehmen?

    Wenn sie tatsächlich geeignet ist, müssten aus meiner Sicht ihre EloKa-Kenntnisse doch auch im KSK durchaus Verwendung finden.

  • Voodoo   |   29. Januar 2013 - 13:54

    Wenn sich jemand bei den Spezialkräften bewirbt, dann weiß er oder sie im Regelfall auch ziemlich genau, auf was man sich einlässt. Wie kann die Frau also so lange an allen Vorentscheidungen und Ausbildungen teilnehmen, wenn ihre Mangelverwendung IMMER und von Anfang an bekannt war?? Da sollte Herr Admiral lieber mal mit seinen unfähigen und unflexiblen Personalplanern und -bearbeitern reden und nicht mir der „enttäuschten Soldatin“. Gott, ist das peinlich.

  • Gramm   |   29. Januar 2013 - 13:54

    Der Beitrag klingt tatsächlich so, als wäre er frisch aus dem Schmierblatt mit den vier Buchstaben rauskopiert. Nette Parodie, Herr Wiegold.

    @JCR: ist nicht eher die Belastung bisher das diesjährige Hauptthema?

  • BausC   |   29. Januar 2013 - 13:54

    Wenn, wie hier angedeutet, die KSK ein Problem mit Frauen in ihren Reihen hat dann ist es vor allem eines, ein Problem. Genau das kann man, vor allen, bei der Art Einsätzen, wie die KSK oder auch Kampfschwimmer durchführen nicht gebrauchen. Der Grund spielt überhaupt keine Rolle. Wenn ein Problem abzustellen ist dann muss es eben so gemacht werden. Speziell bei diesen Spezialkräften zeigt sich besonders gut, wie bescheuert eine Quote ist. Egal ob Mann oder Frau, wer mitkämpft kann nur die Entscheidung der Vorgesetzten vor Ort sein und da fallen eben auch Männer durchs Raster. Wenn die Entscheidung falsch war, müssen sie es auch verantworten. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, wird ggf. mit dem Leben bezahlt und der Tod kennt keine Quote.

  • Voodoo   |   29. Januar 2013 - 13:59

    Leute, es geht doch überhaupt nicht um Ausbildung oder gar irgendeiner (Frauen-) Quote! Sondern nur darum, das ein Bewerber für die SpezKr buchstäblich (t´schuldigung) verarscht wird – Mangelverwendung ist vor Ausbildung bekannt, ergo: „Sie gehen nicht, weil…“ Das hier klingt aber verdächtig nach: „Lass sie mal, die besteht eh nicht (und so kann sie sich nicht beschweren)…,“ gefolgt von „Verdammt, sie kommt durch, aber sie kann ja gar nicht gehen, weil…“

  • step21   |   29. Januar 2013 - 14:06

    @BausC Es geht nur in diesem Fall in keinster Weise um eine Quote, davon haben lediglich sie gesprochen.

  • BausC   |   29. Januar 2013 - 14:15

    @Step21,
    da muss ich ihnen Recht geben.

  • Orontes   |   29. Januar 2013 - 14:29

    @BausC, step21:
    Es ist in der Tat zu befürchten, dass das reale Problem (das im S1-Bereich zu liegen scheint) modebedingt hinter einem angeblichen Frauenproblem verdeckt wird. Herr Wiegold hat den Vorfall ja schon in einen entsprechenden Rahmen gestellt.

  • bonk   |   29. Januar 2013 - 14:29

    Unabkömmlich? Lächerlich!

    Wie ich es schon meinen Männern(!) immer gesagt habe. Niemand ist unabkömmlich!

    Jeder ist ersetzbar! Und wenn der GenInsp fällt (oder weniger dramatisch ausgedrückt: krank wird), dann folgt eben ein Neuer – und das System würde trotzdem nicht zusammenbrechen. Ich wiederhole mich gern nochmal. Jeder ist ersetzbar! Wann wird das endlich in die (allermeisten) Köpfe, der Ebene A16 aufwärts reingehen.

    Diese Streitkräfte haben immer mehr ein „Kopf“problem und das in jedweder Hinsicht.

  • tom_weinreich   |   29. Januar 2013 - 14:52

    Es ist doch so, dass die Soldatin zum KSK möchte und das KSK sie auch will. Das KSK sucht händeringend Soldatinnen, die geeignet sind. Es ist der SKB und der SDBw halt ein bißchen spät eingefallen, dass sie unabkömmlich ist. Das ist im Hinblick darauf, dass sie über ein halbes Jahr abkömmlich war, schon verwunderlich. Der Fall hat im BMVg hohe Wellen geschlagen. Hier spielt weniger die S 1-Schiene eine Rolle als Befindlichkeiten zwischen Staatsekretären, Abteilungsleitern, Inspekteuren und dem KSK. Der Mensch steht halt im Mittelpunkt ;-)

  • BausC   |   29. Januar 2013 - 15:33

    @tom-weinreich
    „Der Mensch steht halt im Mittelpunkt ;-)“…

    … und somit allen im Weg.

  • Someone   |   29. Januar 2013 - 16:48

    Das Personal der EloKa gehörte schon immer einer Mangel-AVR an und kann deshalb i.d.R. nicht wechseln. Das verhält sich bei deren Bewerbungen für MAD und AMK doch nicht anders.
    Wo ist nun also der Aufreger?!

  • JCR   |   29. Januar 2013 - 16:57

    Ich nehme mal an der Aufreger ist daß man ihr nicht gleich gesagt hat daß sie nicht wechseln kann, sondern abgewartet hat bis die Frage tatsächlich im Raum stand.
    Man (in diesem Fall wohl Mann;)) hat eben aus Feigheit, um eben Schlagzeilen zu vermeiden, versucht das Problem durch die Biologie lösen zu lassen.
    Dummerweise hat die Biologie nicht mitgespielt und die Frau war härter als alle dachten…

  • klabautermann   |   29. Januar 2013 - 17:19

    Wir sollten hier mal die wirklich wichtigen Themen ansprechen: „Er hat buchstäblich einen Bock geschossen und sich damit ins Visier der CDU gebracht: Nordrhein-Westfalens oberster Jagdaufseher – noch dazu ein Grüner – erlegte in der Schonzeit einen Rehbock.“

    ;-)

  • buche   |   29. Januar 2013 - 17:20

    Mir stellen sich hier mehrere Fragen in dieser Sache.
    1. Welches 6-monatige Auswahlverfahren?
    2. Auf welchen Posten hat sich die Dame beworben?
    3. Und in wie fern sind ihr angeblich Laufbahnnachteile daraus gewachsen, oder gab es gar keine?

  • T.Wiegold   |   29. Januar 2013 - 17:22

    @klabautermann

    ??? Falsches Forum erwischt?

  • klabautermann   |   29. Januar 2013 - 17:23

    @JCR

    …oder die Frau war gar nicht wirklich so hart und „KSK-Mann“ wollte endlich eine Amazone präsentieren können……….the possibilities are endless…

  • klabautermann   |   29. Januar 2013 - 17:28

    @T.W.

    ……mein Humor ist eben etwas ‚älter‘ ;-)

  • Jesus Messerschmidt   |   29. Januar 2013 - 20:12

    Der über o.a. Link „Ihr fehlen die Frauen“ zu findende SPON- Artikel vom November 2011 beschreibt doch ziemlich präzise, um welches Auswahlverfahren es bei der Frau geht.

    Anscheinend redet man in Calw nicht nur über Fähigkeitslücken, sondern schließt sie auch. Das ist in der Bundeswehr schon bemerkenswert…

  • Sachlicher   |   29. Januar 2013 - 23:07

    Es erscheint sehr logisch, dass eine Soldatin der EloKa nicht so einfach wechseln kann, ganz gleich wohin. Zu intensiv und teuer die Ausbildung, zu rar dann das entsprechende Personal um hier die Soldatin frei zu geben.
    Es erscheint aber auch wie eine Musterblaupause dessen, was der Wehrbeauftragte so dringend anmahnt.
    Und ja: Wie kann es sein, dass man der Soldatin aus welchen Gründen auch immer erst eine Perspektive im KSK (vorausgesetzt sie sei geeignet) aufzeigt, ja als möglich skizziert und dann plötzlich diesen Weg verbaut mit Argumenten, die vorher (!) bekannt gewesen sein müssen (!). Hier muss der VAdm ansetzen und zwar mit Mann und Maus, sachlich analysieren und ganz sachlich sanktionieren, das wäre mE ein Zeichen.

    Allgemein: Ich meine das KSK benötigt Personal, welches geeignet und befähigt ist, Das Geschlecht, usw. spielt überhaupt keine Rolle und darf es ja auch nicht. Wenn das KSK Frauen für speziell ja immer wieder definierte Aufgaben benötigt, dann mss es eben Frauen aus anderen Bereichen/ AVR`s/ usw. temporär dazu nehmen und damit leben lernen. Niemand besetzt Stellen an den Realitäten vorbei.

  • Memoria   |   29. Januar 2013 - 23:15

    Der Gipfel an der Sache ist wirklich, dass der Insp SKB nicht eine Rücknahme der Entscheidung herbeiführen will, sondern mit der Soldaten reden will.

    Reden hilft??

  • Koffer   |   29. Januar 2013 - 23:46

    @all
    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der weibliche Kamerad wirklich das Auswahlverfahren (genau gesagt „Eignungsfeststellungsverfahren“) für einen KdoFw bestanden hat. Denn das dauert nicht 6 Monate…, sondern (je nachdem welchen „Wegpunkt“ man betrachtet) weniger oder mehr!

    Kann es sein, dass es sich hierbei um einen der ersten Durchgänge des auch in diesem Forums ja schon als „KdoFw-light“ beschriebenen Personenkreises handelt?!?!

    Ich hatte davon gehört, dass so etwas angedacht war, habe aber noch nicht wahrgenommen, dass es auch tatsächlich umgesetzt wurde…

    @Someone | 29. Januar 2013 – 16:48
    Das Personal der EloKa gehörte schon immer einer Mangel-AVR an und kann deshalb i.d.R. nicht wechseln. Das verhält sich bei deren Bewerbungen für MAD und AMK doch nicht anders. Wo ist nun also der Aufreger?!

    Der Aufreger liegt im Zeitpunkt der Feststellung der Unabkömmlichkeit! Das ist weder effektive Personalführung noch gute Menschenführung :(

  • tt.kreischwurst   |   30. Januar 2013 - 0:11

    Also wenn sich das so zugetragen hat (und ich habe jetzt keinen Grund zu zweifeln) dann ist das schon ein dicker Hund.

    Selbst wenn das eine abgespeckte Version des Auswahlverfahrens war dann würde ich immer noch davon ausgehen dass man es wohl zu den härtesten zählen kann – in diesem Sinne erst einmal Hut ab.

    Und da geht es natürlich nicht das man dort Möglichkeiten aufzeigt wo keine sind. So ein Auswahlverfahren zu bestehen und hinterher gesagt zu bekommen ellebätsch geht gar nicht ist schon ziemlich daneben. Koffer trifft es hier sehr treffend wenn er sagt das es weder effektive Personalführung noch gute Menschenführung sei.

    Eigentlich sollte sie wechseln dürfen und wer auch immer dafür verantwortlich war dass ihre Unabkömmlichkeit nicht vorher kommuniziert wurde sollte die Suppe weniger Personal zu haben selber ausbaden

  • BausC   |   30. Januar 2013 - 14:35

    @tom_weinreich
    Eine beeindruckende Vita hat die Frau. (keine Ironie) Als Juristin und Fachanwältin für Familienrecht erschließt sich mir nicht auf Anhieb woher sie weiß was gut ist für die KSK und was nicht. Ich gebe zu das Auswahlverfahren ist keine Kleinigkeit. Aber auch in anderen Berufen bewirbt man sich, besteht sogar ein Auswahlverfahren und wird dennoch nicht genommen. Und nu?

  • flawed   |   30. Januar 2013 - 14:45

    @BausC,
    es wurde zwar schon mehrfach wiederholt…

    Das Problem ist nicht, dass sie nicht genommen worden wäre, denn nach dem was ich lese, wurde sie genommen.

    Das Problem ist, dass ihre alte Einheit sie nicht gehen lässt.
    Und dass man DAS der Bewerberin auch vor dem Auswahlverfahren hätte sagen können und sollen.

  • Heiko Kamann   |   30. Januar 2013 - 14:52

    BausC | 30. Januar 2013 – 14:35
    Bei den Grünen, wie auch bei den meisten anderen Parteiengibt es offizielle und inoffizielle Beratergruppen. Für die Themen Streitkräfte, NATO, Bundeswehr etc. sind in den meisten Fällen aktive und ehemalige Offiziere und Unteroffiziere als Ansprechpartner greifbar … Was sie im Tenor schreibt, ist ja auch in ähnlicher Weise hier so formuliert worden. Vielleicht hat sie ja noch besser Informationen zu dem konkreten Fall; hier im Blogg wird ja nur vermutet!
    Und Sie sollten beachten das sie schreibt: „Das KSK braucht dringend mehr weibliche Kompetenz und möchte die Soldatin daher gern in seine Reihen aufnehmen.“

  • O. Punkt   |   30. Januar 2013 - 15:42

    @BausC:
    Katja Keul hat – seltsamerweise trotz – ihreres politischen Backgroundes mehr sinnvolle Argumente in zur SiPo/VtdgPo herausgebracht als die meisten anderen Mitglieder des Verteidigungsauschusses. Meine Meinung!

  • BausC   |   30. Januar 2013 - 15:45

    @O.Punkt
    dann scheint sie im Sinne @Heiko Kamann gut beraten zu sein.

  • Herr Sipol   |   30. Januar 2013 - 16:24

    Nicht die/der erste Grüne mit fundierten Grundlagen der Sicherheitspolitik. So sollte das dann laufen, abseits vom polemischen Schaumschlagen in der Zeitung mit den 4 Buchstaben oder der Antikriegsdemo vor der Kaserne.

  • Someone   |   30. Januar 2013 - 23:18

    Mittlerweile stellt sich eh die Frage, ob durch die Veröffentlichung der Beschwerde nicht viel zu viele Personen auf die Soldatin schließen können und eine Versetzung dieser zum KSK aus Gründen der Sicherheit der Soldatin nicht eh obsolet geworden ist.

  • zog   |   30. Januar 2013 - 23:28

    @Someone: Wie meinen? IdR wissen doch mindestens die Leute aus der alten Einheit der Soldatin, wo sie hingegangen ist. Wer weiß denn jetzt mehr?

  • Sascha Stoltenow   |   30. Januar 2013 - 23:39

    Was nutzt es der SKB wenn die Soldatin nun frustriert ist und sich nach einer zivilen Stelle umschaut?

  • Someone   |   30. Januar 2013 - 23:58

    @ zog | 30. Januar 2013 – 23:28

    Soviele EloKa-Einheiten gibt es ja nun nicht, da wird der kasernenübergreifende „Flurfunk“ schon starten. Außerdem warte ich auf die ersten Journalisten, die sich jetzt um ein Interview oder zumindest um Fotos bemühen werden.

  • zog   |   31. Januar 2013 - 0:21

    @Someone: Wäre es nicht genau so Aufmerksamkeitsfördernd gewesen, wenn die Soldatin (als Erste Soldatin?) zum KSK gegangen wäre?

  • BausC   |   31. Januar 2013 - 7:13

    @zog, ich glaube die KSK möchte vieles aber sicher nicht in die Schlagzeilen kommen.

  • Bonk   |   31. Januar 2013 - 7:57

    @BausC
    Naja. Vielleicht der neue Kdr. Der alte/noch aktuelle hat das KSK schon ganz schön ins Licht der Öffentlichkeit getragen.
    So viele Schlagzeilen wie in den letzten 2 Jahren gab es im gesamten Zeitraum davor nicht.

  • zog   |   31. Januar 2013 - 8:03

    @BausC: Hat doch auch niemand behauptet?

  • BausC   |   31. Januar 2013 - 11:35

    @zog, stimmt. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. mea culpa.

  • Someone   |   31. Januar 2013 - 17:23

    @ zog | 31. Januar 2013 – 0:21

    Denke eher nicht. Jetzt könnts a Gschmäckle haben à la „War Sie wohl doch zu schlecht und beschwert sich nun rein, typisch Frau.“
    Möglich wäre es, wie es sonst gewesen wäre, werden wir aber nie erfahren.