Deutsche Tiger in Afghanistan „uneingeschränkt einsatzbereit“


Ein deutscher Kampfhubschrauber Tiger über Afghanistan, Mitte Januar (Foto: Bundeswehr/ISAF RC North PAO via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

Deutlich schneller als angekündigt sind die ersten deutschen Tiger-Kampfhubschrauber in Afghanistan einsatzbereit. Der Kommodore des Einsatzgeschwaders Masar-i-Scharif habe am 30. Januar dem (deutschen) Regionalkommandeur des ISAF-Regionalkommandos Nord die Einsatzbereitschaft gemeldet, teilte die Bundeswehr am (heutigen) Donnerstag mit. Bislang war die Einsatzbereitschaft der Helikopter, offiziell Unterstützungshubschrauber genannt, für Ende Februar avisiert worden.

Nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sind die Tiger uneingeschränkt einsatzbereit und können im Regionalkommando Nord zu Missionen herangezogen werden – wie bislang nur die Apache-Kampfhubschrauber der US-Truppen, die seit einigen Jahren diese Air Weapon Teams (AWT) zur Verfügung stellen. Zwei der deutschen Kampfhubschrauber sind für Einsätze vorgesehen, zwei weitere stehen in Reserve.

Die offizielle Aussage Damit steht dem Regionalkommando Nord ab sofort ein zusätzliches Air Weapon Team (AWT) …  für den Einsatz zur Verfügung legt nahe, dass sich das Einsatzspektrum der Tiger nicht von dem der Apache unterscheiden wird und keine Vorbehalte für den deutschen Kampfhubschrauber-Einsatz gelten.

 

63 Kommentare zu „Deutsche Tiger in Afghanistan „uneingeschränkt einsatzbereit““

  • Flame   |   02. Februar 2013 - 17:48

    @ Bang50

    dann werden aber 2 + 2 UHT mit nur 3 Crew’s nicht ausreichen!

  • Bang50   |   02. Februar 2013 - 17:56

    @Flame – Das ist die BW – wann war da jemals etwas in ausreichender Anzahl/Qualität vorhanden? ;-)

  • Georg   |   02. Februar 2013 - 18:07

    @ Bang50

    Nach der Integration der NVA in die Bundeswehr war die ABC-Schutzplane (Einmalartikel) SBU-67 in mehr als ausreichenden Maße vorhanden.

  • Bang50   |   02. Februar 2013 - 18:10

    @Georg – *lach* – der war gut!

  • Voodoo   |   02. Februar 2013 - 18:16

    Es sind auch noch genügend alte [sprich: olive] Dienstgradabzeichen da… :D

  • wacaffe   |   02. Februar 2013 - 18:20

    Aus den überzähligen Stabsoffizieren ließen sich auch noch ein paar Bewährungsregimenter bilden.

  • -MK20-   |   02. Februar 2013 - 19:59

    @Bang50
    „Abwarten – da gibt es immer viele Gerüchte – auch wenn die Gerüchte bzgl. Tiger und NH90 sich in den letzten 10 Jahren oft bewahrheitet haben.“

    So? Welche denn, wenn man fragen darf?

  • Bang50   |   02. Februar 2013 - 20:49

    Gerüchte die sich besätigt haben?

    Am Beispiel Tiger:

    – Auf Rand genähte Getriebauslegung mit einer anschließenden Diskussion ob man den Besatzungen die Dienstwaffen abnehmen soll um Gewicht einzusparen (ca. 1996-98)

    -Enttäuschende Leistung des Triebwerkes –> Hat zur Entwicklung des MTR-390 E geführt

    -Kabelprobleme beim deutschen UHT –> Gerücht –> später die Bestätigung inkl. Bilder

    -Misserable Trefferergebnisse mit GUN POD und ungelenkten Raketen –> Gerücht –> von vielen nicht geglaubt –> leider besätigt – anscheinend inzwischen gelöst.

    Dazu kommt eine große Anzahl von kleineren Problemen die man aber anscheinend in den Griff bekommen hat wie z.B Probleme mit Vibrationen im Osiris, Probleme bei der Kühlung von Pars 3 usw…

  • Memoria   |   06. Februar 2013 - 19:36

    Laut Handelsblatt ist ECD bereit die Stückzahlreduzierungen bei Tiger und NH-90 zu akzeptieren, zudem ist ECD zuversichtlich beim LUH.

  • Schorsch52   |   06. Februar 2013 - 19:55

    Handelsblatt: 40 statt 80 Tiger, 80 NH statt 122.

  • Bang50   |   06. Februar 2013 - 21:18

    Für mich der interessanteste Aspekt – die Beschaffung des LUH ist nicht als Kompensation für die Minderbestellung vorgesehen –> Das macht Hoffnung

  • wacaffe   |   06. Februar 2013 - 21:22

    Heißt das, dass man jetzt für grob 2,8 Mrd. aus dem Portfolio von EADS neubestellen
    kann /muss, oder wie soll man sich diese Kompensation vertraglich vorstellen.

  • Memoria   |   07. Februar 2013 - 16:14

    „Sein Einsatz erfolgt auf der Grundlage der im Einsatz gültigen Weisungs- und Befehlslage. Die Verantwortung für den Waffeneinsatz ergibt sich aus dem jeweiligen Einzelfall.“

    Man hört schon wieder das Mikromanagement durch MeS heraus. Soviel zur uneingeschränkten Einsatzbereitschaft.

    Quelle:
    http://www.y-punkt.de/portal/a/ypunkt/!ut/p/c4/LYvBCsIwEAX_aLdBUerN0ouIFz1ovEjaLCU0TcKysQh-vAn4BuYyPHxiIZi3m4y4GIzHB-rRHYYVhtXS65NymAXMLJm8B-GcEuG9vizBGANJtVAQVzyxkciQIouvJTOXAs6iblTfqY1q_lPfdns53_Su3fen7oppWY4_uu22Og!!/