RC N Watch: Blackhawk-Hubschrauber für die Schweden

Trotz des teilweisen Abzuges von US-Truppen aus Afghanistan werden, so scheint es derzeit sicher, wichtige Unterstützungskräfte der Amerikaner vorerst im Norden Afghanistans bleiben. Vor allem die 15 MedEvac-Rettungshubschrauber, ohne die die Operationen der Verbündeten, nicht zuletzt Deutschlands, im Bereich des Regionalkommandos Nord massiv eingeschränkt werden müssten.

Aber noch weiß niemand, ob die USA diese Helikopter – neben MedEvac auch Transport- und Kampfhubschrauber – nicht doch im kommenden Jahr abziehen. Da trifft es sich doch gut, wenn andere große Verbündete die Lücke schließen. In diesem Fall die Schweden: Die haben 15 Blackhawk-Hubschrauber bestellt, die bis Herbst kommenden Jahres geliefert werden sollen. Und es ist ausdrücklich von einem Einsatz in Afghanistan die Rede, ausdrücklich auch von MedEvac, im Jahr 2013. (Hier die Originalmitteilung vom Hersteller Sikorsky – da wird präzisiert, dass im Frühjahr 2013 drei Blackhawk in Afghanistan im Einsatz sein sollen.)

Das ist ungefähr zeitgleich mit der geplanten Stationierung von zwei deutschen NH90 als Rettungshubschrauber am Hindukusch.

UH-60 Black Hawk Hubschrauber in Shindand (Foto: ISAFmedia via flickr unter CC-Lizenz)

70 Gedanken zu „RC N Watch: Blackhawk-Hubschrauber für die Schweden

  1. Für welches Einsatzgebiet mit welchen Spezifikationen?

    Grundsätzlich hat man den EC725 als CSAR Hubschrauber mal ins Auge gefasst gehabt aber diese Lösung schnell wieder fallen lassen, da er die doch hohen Anforderungen nicht erfüllen konnte.
    Alternativmuster für die CSAR Auswahl waren CH148 Cyclone, CH47F Chinook, EH101 Merlin und NH90 (CSAR).

    Als normaler taktischer Transporthubschrauber hat der EC725 nie eine Rolle gespielt. Da NH90 Entwicklung schon weit voran geschritten und sich die Verträge nicht einfach in Luft auflösen lassen. Die Truppe bekommt NH90, Tiger. basta und aus.
    Das ist jetzt die Rechnung für Jahrzehnte Misswirtschaft. Zumindest besteht beim NH90 die Hoffnung doch irgendwann einen funktionierenden Hubschrauber raus zu bekommen.

    Das es zuwenige Hubschrauber werden, kann sich die BW und Politik auf die Fahnen schreiben. Hätte man vor über 20 Jahren die Sache in nationaler Verantwortung mit einer Version durchgezogen, würden heute über 120 NH90 und 80 Tiger voll einsatzfähig die Truppen in Afg. unterstützen.

    Aber Europa, Europa über alles!! In 24 Monaten auch noch die Fiskalunion um den Marsch in die Planwirtschaft vollständig zu gestalten. Dann hat sich das mit der BW wieso erledigt.

  2. Da wir ja in den letzten Tagen so Hubschrauberfixiert sind, gibt es jetzt die Neuigkeiten aus dem Verteidigungsausschuss:

    Der Verteidigungsausschuss fordert das Bundesministerium der Verteidigung auf, geeignete Lufttransportmittel für die Aufgaben ‚Combat Search and Rescue‘ (CSAR) und ‚Special Operations Force Air‘ (SOF Air) zeitnah zu beschaffen.

    Begründung:
    In den Verteidigungspolitischen Richtlinien (VPR) 2011 wird als Aufgabe der Bundeswehr der Schutz Deutschlands und seiner Bevölkerung sowie die Rettung und Evakuierung von Staatsbürgerinnen und Staatsbürger benannt. Zur Durchführung dieser Aufgabe sind spezielle Lufttransportmittel zur Suche und Rettung von abgeschossenen oder notgelandeten Luftfahrzeugbesatzungen, Passagieren und versprengten Personen notwendig. Diese speziellen Lufttransportmittel werden auch zum Verbringen von Spezialkräften oder zur Rettungs- und Evakuierungsoperationen von deutschen Staatsbürgern und Soldaten benötigt. Die aktuellen Lufttransportmittel der Bundeswehr sind nicht für die Aufgaben SOF Air und CSAR ausreichend geeignet. Diese Fähigkeitslücke muss umgehend geschlossen werden.“

    Der Antrag wurde mit den Stimmen der Fraktion der SPD gegen die Stimmen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktionen CDU/CSU, FDP und DIE LINKE. angenommen.

    Anm: Also Luftwaffe scheint ihre Lobby bei der SPD zu haben. CSAR und SOF war schon immer deren Traum und auch der Grund warum sie die CH53 bekommen haben. Das ist ein teures Projekt mit großen Hubschraubern.

    Und tata:

    Der Verteidigungsausschuss fordert den Bundesminister der Verteidigung auf, entsprechende Haushaltsmittel für eine Beschaffung oder eine Leasinglösung eines Hubschraubersystems auf Grundlage der Umsetzung des Konzeptes ‚Leichter Mehrzweckhubschrauber zur Verbringung von Spezialkräften bei Nacht und unter Bedrohung (Light Utility Helicopter – LUH)‘ bereitzustellen.
    [..]
    Daher werden an Hubschrauber besondere Anforderungen gestellt: ein „Light Utility Helicopter“ muss vielseitig z. B. im Rahmen der Aufklärung, der Feuerunterstützung, im Transport von Innen- und Außenlasten und im Truppentransport einsetzbar sein. Mit einer kleinen Silhouette, einer hohen Agilität sowie geringer Geräuschentwicklung muss er über eine sehr gute Navigationsanlage verfügen und voll nachtkampf- und nachttiefflugfähig sein. Geringe Ausmaße und eine hervorragende Landeübersicht befähigen ihn zum Einsatz auch in urbanem Gelände.
    Eine hohe Verfügbarkeit und eine Befähigung zum Einsatz in Regionen mit besonderen geografischen und klimatischen Bedingungen runden das Profil des LUH ab.
    [..]
    Der Antrag wurde mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU und FDP gegen die Stimmen der Fraktionen SPD, DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN angenommen.

    Ein SWOPPER für das KSK und damit die Heeresflieger. Wie es scheint hat das Heer seine Lobby bei der CDU. Dabei geht es um relativ wenige und kleine Hubschrauber. Die Ausrüstung und Bewaffnung dürfte hingegen recht teuer sein da das KSK hohe Anforderungen hat.

  3. Hier ist das komplette pdf.
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/071/1707125.pdf

    Ups…man verzeihe aber es muss SWOOPER lauten.

    Ein SWOOPER ist ein sehr kleiner und wendiger Hubschrauber, der dazu gedacht ist Spezialkräfte schnell abzusetzen. Danach unterstützt er diese im Bodenkampf durch seine Bordwaffen (bei den Amerikanern M134(D) und Hydra 70)
    Er ist also eine spezielle Angriffsplatform für Spezialkräfte und erhöht die Kampfkraft und Bewegungsgeschwindigkeit von Spezialkräften dramatisch.
    Nachteil ist der oft sehr geringe Einsatzradius und das ein kleiner Hubschrauber aus Gewichtsgründen nicht immer mit einem Selbstschutzsystem ausgestattet werden kann.

    Die Amerikaner verweden in dieser Rolle den MH-6 und AH-6

  4. @Bang50

    Danke für’s Verlinken dieses Berichts.

    (Ja, wäre eigentlich meine journalistische Aufgabe gewesen ;-) Aber ich komme nicht zu Allem…)

  5. Stcihwort PUMA und BOXER:

    […]Ein Verzicht auf IdZ 2 würde die
    Vorteile dieser neuen Fahrzeuggeneration unnötig herabsetzen[…]

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Ich habe aus der Truppe deutliche Zweifel vernommen, das der vollbepackte Elektronikrücken wirklich so toll und sinnvoll ist, wie er angepriesen wird. Des weiteren ist das Gewicht der ganzen Ausrüstung gelinde gesagt eine Farce…

    Da Bedarf es nun wohl der mahnenden Worte aus der Politik „man möge das Zeug trotzdem einführen“ – ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  6. Naja IDZ 2 (ehemalig IDZ-ES) sagt ja schon aus das es da in Zukunft noch was geben wird (IDZ 3,4,5 etc..) womit man natürlich zugibt das IDZ 2 nicht der Weisheit letzter Schluß ist. Daran ist erstmal nichts auszusetzen, da Infanterieentwicklung ein ständiger Prozess ist. Gerade dieser Prozess wurde jedoch noch nicht als zentraler Gedanke aufgenommen.
    Eigentlich müsste diese Entwicklung wie folgt laufen: Infanterie im Einsatz beschreibt die Erfahrungen und den Mangel von bestimmten Fähigkeiten. Man fängt an etwas zu entwickeln. Schickt es in die kleine Truppenerprobung an die Front. Es kommen wieder feedbacks zurück und der Ausrüstungsgegenstand wird entweder überarbeitet und eingeführt oder wieder eingestampft.

    Bei der BW funktioniert das wie folgt. Ein General schreibt die neuen Anforderungen im typischen „Stabssprech“. Es müssen vorkommen „hochintegriert“, „elektronisches Gefechtsfeld“ etc… Es wird irgendwas entwickelt und der Infanterist bekommt Tränen in die Augen wenn er das Teil sieht. So viel Kritik wie er auch äußern mag. Der elektronische Rücken kommt weil generals darling.

    Bei IDZ 2 ist man wiedermal nicht auf der Höhe der Zeit. Der Trend geht in der Infanterie zu extremen „go light“ Ansätzen. Die Ausrüstung ist so individuell wie es nur geht. Deswegen haben die Amerikaner sehr umfangreiche Bekleidungskonzepte, Optikkonzepte, Ausrüstungsbaukästen etc… Der Focus liegt also ganz klar darauf möglichst viel low tech Ausrüstung zu optimieren/feintunen und die Baukästen zu erweitern. Man hat sich von der übertechnisierung (Land Warrior) verabschiedet. Das war eigentlich die zentrale Lehre aus Afg. leider hat die BW nicht gelernt.

    Was von IDZ 2 vielleicht ganz nützlich sein wird, ist das neue G36 mit Zeiss Optik 4x.
    Der Helm wird vielleicht der revision batleskin und damit Schutz gegen Ak47 bieten.

    Aber wir waren bei den Hubschraubern. Ich finde es interessant wie jede Partei ihr Spielzeug hat. Ich würde zu gerne wissen welche Spiele da hinten rum laufen.

    Letztlich dürfen wir froh sein wenn die 80 NH90 und 40 Tiger irgendwann fliegen und funktionieren. Da wird kein großer Spielraum mehr sein für teure CSAR und SOF Hubschrauber. Zumal die Luftwaffe jetzt die CH53 bekommt und mit erweiterter Grundbefähigung damit die meisten Fähigkeiten abbilden kann.

    Der LUH könnte kommen. Da Gi Volker Wieker den „Hubschrauber für Spezialkräfte“ indirekt andeutete und die CDU diesen Vorschlag eingebracht hat. Bei dem jetzigen Verteidigungsminister hab ich keine Sorge das eine solche Aktion nicht abgesprochen war. Dazu ist dieses Projekt recht überschaubar. Es werden vielleicht 8-10 dieser kleinen Hubschrauber sein, die nicht so teuer in der Anschaffung sind. Die Spezialausrüstung dürfte hingegen teurer sein, da die Integration des Feuerleitsystemes, Nachtkampffähigkeit, Nachtiefflug, Selbstschutz etc… ziemlich „special“ ist für so eine kleine Kiste. Deswegen gehe ich davon aus, das man dieses Risiko nicht eingehen wird und in den USA bestellt, wo Erfahrungen mit solcher Ausrüstung für kleine Hubschrauber vorliegen. Wahrscheinlich wird das KSK den Wunschzettel schon recht deutlich in Richtung AH-6, MH-6 getrimmt haben.

    Ein Gedanke wäre da noch. Irgendwie wird es recht peinlich wenn das KSK in naher Zukunft mit Hubschraubern rumdüst die genauso schwer bewaffnet sind wie der Tiger und auch in der Optronik etc.. in nichts nachstehen. Aber einen Bruchteil vom Tiger gekostet haben. Göttlich wäre es, wenn man in den USA bestellt und mit den ersten LUH`s in Afg. rumdüst bevor der erste Tiger kommt. *hehe*

  7. @TBR

    Ich glaube, diese Kiste ist schon etwas zu groß für den o.a. Ansatz… Das ist ja eher KIOWA Größe und der fliegt als Scout, nicht als Transporter.

  8. Ups…habe TBR`s Beitrag übersehen. Da wurde die Website ja schon verlinkt.

    Die Forderungen des Verteidigungsausschusses decken sich tatsächlich ziemlich genau mit dem AAS72X da ja auch Zitat:“Transport von Innen- und Außenlasten und im Truppentransport einsetzbar sein“

    Ich bin nur gespannt wie man die ganze Verbringungsausrüstung wie fast roping und außen liegende Bänke zum schnellen Absitzen mit der Bewaffnung kombiniert.

  9. Das mit dem Super Puma-Derivat war nur so ein Gedanke, weil ich den zufällig gesehen hatte und mich gefragt habe, was denn eigentlich damit ist. ^^

    Zum SWOOPER für die schnelle Truppe: Hatten die nicht schon lange einige BO’s dafür umgerüstet??? Wir sprechen doch vom guten alten „ich setz dich mal schnell aufs Dach“.

  10. AAS-72X Armed Aerial Scout helicopter EADS North America Lockheed martin Air Recognition

    http://www.youtube.com/watch?v=umu27Wu71o4&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=b4Vwciji6sY

    EC 145 würde uns auch die Lücke schließen die sich im Personentransport nach der Außerdienststellung der Bo auf tut.
    EC 145 ist verfügbar, optimal für die Bergrettung, erprobt, bewährt, bezahlbar, deutsches Produkt und wie alles auf dieser Welt nicht perfekt.

    http://www.youtube.com/watch?v=VlkBcLdP-9M&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=vkF0JOp2dqs&feature=results_main&playnext=1&list=PLA8B622CED19F471E

    Noch besser mit Fan und mehr Power: Eurocopter Tests New ATE Weapon

    http://www.youtube.com/watch?v=vXgLIkWiMRE&feature=fvwrel

  11. Das letzte Video mit der Nexter 20mm und dem EC635 hat mich auf dieses Video gebracht. Man achte auf die Deutschland Kennung hinten am Heckausleger.

    http://www.youtube.com/watch?v=kdwSlNgz3-c&feature=related

    Wie es scheint wird der EC 635 gerade für den IRAK fit gemacht. Dort wird er mit Nexter 20mm und einer südafrikanischen Lenkrakete ausgestattet.

    Wenn mich nicht alles täuscht hat die BW die zivile Version des EC635 als Schulungshubschrauber?

    Worin liegen die Unterschiede zwischen EC635 und EC645?

    Der EC635 ist ein etwas modernerer Entwurf und die Kabine ist etwas kleiner als die des EC645. Zu den Triebwerksleistungen gibt wiedersprüchliche Angaben im Internet.

  12. So langsam wird die Diskussion eher ein Fall für´s Flugzeugforum. ;-)

    Interessant ist an dem ganzen Herumgefordere bezüglich CSAR und LUH doch folgendes:

    Sobald es um die Beschaffung neuer Spielzeuge geht, sind alle Seiten schnell dabei. Hier ein paar Hubschrauber mehr, da noch ein paar Panzer obendrauf, und am Ende das Ganze bitte als Geschenk verpacken – ja ist denn heut schon Weihnachten?

    Waffensysteme als Symbole (oder gar als Ikonen?) nationaler Souveränität – gern auch hergenommen als Leistungsbeweis der heimischen Rüstungsindustrie.
    Daran erfreuen sich die Parlamentarier offensichtlich wie kleine Kinder (und Generäle).
    [Eine exponentielle Bedeutsamkeit erlangt das Spielzeug vor allem im Zusammenhang mit diesen ominösen „Special Forces“, die mit schwarzen Masken böse umherlaufen.]

    Das wäre ja an sich nichts schlimmes, nur setzt es mMn einen absolut falschen Schwerpunkt.
    Mit den überarbeiteten CH-53 GS/GE/GA haben wir (z.T. in naher Zukunft) wirklich leistungsfähige Hubschrauber. Es fehlt einfach nur das Geld (d.h. Flugstunden), damit diese ihr Potential überhaupt entfalten können (im Übungsbetrieb wie im Einsatz).
    Tiefe vor Breite hieße in diesem Fall ganz klar:
    Wir verzichten auf LUH und sonstiges, dafür stecken wir das Geld in die Einsatzfähigkeit dessen, was wir haben. Und der Schwerpunkt liegt dann einfach bei der Ausbildung der Soldaten.

    Teilweise hat man das Gefühl, „da oben“ sitzen Kinder beim Quartettspielen. Da werden Leistungsdaten von Hubschraubern verglichen und tolle Bilder angeschaut. Wie viele CR(Combat Ready)-Piloten man hat und wie sicher diese die einzelnen Einsatzszenarios beherrschen, ist dann völlig unerheblich.

    Damit arbeiten wir uns langsam zu den wirklichen Problemen vor:

    1. Haben wir überhaupt die Nachtsichtmittel, um in AFG (genau wie in Afrika) nachts fliegen zu können?
    Das heißt, haben wir (endlich) BiV-Brillen (Bildverstärker), die dem Stand der Technik entsprechen?
    Ende 2008 hat sich die US-Regierung noch geweigert, mehr als abgespeckte 3. Generation zu liefern.
    Da könnte sich der Bundestag, insbesondere die „Parlamentariergruppe USA“, doch beim US-Senat für eine Exportgenehmigung stark machen. Stellvertretende Vorsitzende dieser Gruppe sind übrigens Rainer Stinner (FDP) und Omid Nouripour (Grüne).

    2. Haben wir überhaupt Hubschrauber, um fliegerische Grundlagen ökonomisch ausbilden zu können?
    D.h. haben wir (endlich) einen Basisschulungshubschrauber (BSHS), der die z.T. ungeeigneten und teuren EC-135 und Bo-105 ersetzt?
    Immerhin wird dieser schon seit Jahren vom Bundesrechnungshof gefordert.

    Aber ich sehe gerade, zu Punkt Nr. 2 gibt schon einen Thread im Flugzeugforum. ;-)

  13. @ K.B.:
    Ich teile ihre Ansicht, daß Ausbildung in höheren Ebenen offenbar vernachlässigt wird.
    Dies würde ich jedoch eher der Generalität und weitaus weniger dem Verteidigungsausschuss vorwerfen.

    In der Ausbildung fehlt – es immer mehr an Grundlagen. Durch die Neuordnung der Offizier- und Feldwebelausbildung des Heeres kommt es zu dramatischem Wissensverlust militärischer Führer und Unterführer.
    Anstatt Wissen und Erfahrung zu vermitteln werden Pflichttore durchlaufen. Die neue Struktur zementiert dies (OA-, FA/UA-Btl, Rekr-Kp). Ein Rückschritt hinter 1813 – und das nach 200 Jahren. Zudem wird durch die neue Material-Systematik (Verzicht auf Vollausstattung gem. STAN, sondern abgestuft verteilte Halbgenerationen) die Mangelwirtschaft zum Anspruch! Dies wird weitere Defizite in der Ausbildung bewirken.
    Breite statt Tiefe eben.

    Ähnliches ist bei der Marine zu beobachten: Modulausbildung durch Vorjahrescrew an der MSM, statt AGA an MUS durch MSK.

    Ihre Ablehnung von SOF Air-Mitteln möchte ich jedoch widersprechen. Diese Kernaufgabe soll der allerletzte Bereich sein in dem gespart wird. So verstehe ich auch die politischen Initiativen: Rettung und Evakuierung ist nunmal hochpolitisch. Zumal man ja bereits sehr gut ausgebildete SWOOPER-Piloten hat – nur die dazugehörige Struktur war ja im Heer umstritten.

    Es gibt abseits von mehr CH-53-Flugstunden noch mehr Potential, um zu sparen.
    Allein unsere FüInfoSys erfüllen nicht einmal die gesetzten Mindeststandards (joint and combined) werden aber trotzdem mit Mrd-Aufwand beschafft.

    Hauptsache viele bunte Kästchen…

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