Globale Militarisierung: Aufrüstung in Osteuropa – und keine direkte Verbindung zwischen Waffen und Hunger

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Das Forschungsinstitut Bonn International Center for Conversion (BICC) hat am (heutigen) Donnerstag die aktuelle Ausgabe seines Globalen Militarisierungsindex‘ vorgelegt: In diesem umfangreichen Zahlenwerk stellen die Bonner Wissenschaftler die militärischen Ausgaben eines Landes ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, also zum nationalen Wohlstand – und, als Index für die Lebensqualität, zu den staatlichen Ausgaben für die medizinische Versorgung.

Das gibt recht interessante Ergebnisse, die vermutlich manche nicht unbedingt erwartet hätten. Länder wie die USA mit ihren massiven militärischen Ausgaben kommen mit Platz 31 weiter hinten als wahrscheinlich angenommen (Deutschland liegt auf Rang 100). Die Top 10 der Länder mit dem höchsten Militarisierungsindex sind Israel, Singapur, Armenien, Jordanien, Russland, Südkorea (allerdings gibt es für Nordkorea keine Daten), Zypern, Griechenland, Aserbeidschan und Brunei.

Den Bericht komplett (auf Deutsch) gibt es hier; eine frei sortierbare Tabelle hier und eine Landkarte hier.

Die aktuellen Entwicklungen in Europa haben sich auf die Militarisierung natürlich ausgewirkt: weiterlesen

DroneWatch – Der Sammler Dezember 2016/I

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Unbemannte Systeme, vor allem in der Luft, sind unverändert ein Top-Thema – deshalb dazu auch wieder der neue Sammler für den Dezember.

Als Nachtrag ein Hinweis, der (technisch) in den Kommentaren nicht so gut sichtbar wäre: Interessantes Werk zu Drones in Humanitarian Actiondie Studie hier, und ein Video:


(Direktlink: https://youtu.be/ZouG8waDlyA)

Der Drehflügler, Dezember 2016/I

Das Interesse an jeglichen Hubschrauberthemen ist hier riesig – leider auch meine Arbeit, hier Kommentare im Auge zu behalten. Dennoch ein neuer Versuch mit dem neuen Drehflüglerthread.

Wie im Koalitionsvertrag vereinbart: Dauerhaft Wahl zwischen Umzugskosten und Trennungsgeld

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Vor mehr als drei Jahren hatte die Große Koalition in ihrem Vertrag für die neue Legislaturperiode vereinbart, ein Herzensanliegen der Pendlerarmee Bundeswehr zu verwirklichen: Ein dauerhaftes Wahlrecht zwischen Umzugskostenvergütung und Trennungsgeld. Das war vor allem eine Klatsche für den früheren Verteidigungs- und heutigen Bundesinnenminister Thomas de Maiziére, der so was aus grundsätzlichen Erwägungen ablehnte – und deshalb nur für eine Übergangszeit während der Neuausrichtung der Bundeswehr zulassen wollte.

Als Innenminister ist de Maizière natürlich weiterhin für solche grundsätzlichen Fragen des Dienstrechts der Beamten (und eben auch Soldaten) zuständig, vielleicht hat es deshalb so lange gedauert: Am (heutigen) Donnerstag beschloss der Bundestag, ganz unauffällig, ohne Aussprache und in einem anderen Gesetz versteckt, auf Dauer das Wahlrecht zwischen diesen beiden Formen der Entschädigung (auch wenn es für den Einzelnen jeweils zeitlich begrenzt ist). weiterlesen

Neue Personalstrategie der Bundeswehr: Hoffen auf neue Zielgruppen (Nachtrag: Links)

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Dass die Bundeswehr seit Aussetzung der Wehrpflicht darauf angewiesen ist, verstärkt um ihren Nachwuchs zu werben, ist ebenso offensichtlich wie das Problem, dass das bislang nur eingeschränkte Wirkung hat. Der Apparat aus Verteidigungsministerium und Bundeswehr nimmt nun einen neuen Anlauf, die Bemühungen um neue Soldaten, die auch länger und besser qualifiziert dabei bleiben, zu bündeln – dazu hat Ministerin Ursula von der Leyen am (heutigen) 1. Dezember die Personalstrategie der Bundeswehr erlassen.

Eine der wesentlichen Aussagen:

Die bisherigen Ansätze der Personalgewinnung sind um neue Wege zu ergänzen, damit der Personalbedarf einer Freiwilligenarmee auch zukünftig erfolgreich gedeckt werden kann. Menschen entscheiden sich aus vielfältigen Gründen für einen Arbeitgeber. Das individuelle Potenzial der Menschen mit Freude am Dienst für die Gesellschaft steht dabei im Mittelpunkt, nicht ihre Herkunft, ihr Lebensalter oder ihr Bildungsstand. weiterlesen

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