Einsatzbereitschaft der Bundeswehr: FDP-Opposition beantragt Unterausschuss

Nachdem der Verteidigungsausschuss des Bundestages etabliert ist und seine Arbeit aufgenommen hat, rücken die aktuellen Meldungen über Mängel bei der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr in den Blickpunkt der parlamentarischen Arbeit. Die FDP-Vertreter im Ausschuss haben für die nächste Sitzung am Mittwoch kommender Woche die Einsetzung eines Unterausschusses beantragt:

Tagesordnungspunkt 18
Antrag der FDP-Fraktion auf Einsetzung eines Unterausschusses des Verteidigungsausschusses nach § 55 GO-BT zur „Einsatzbereitschaft der Bundeswehr“

Das geht aus der aktuellen Fassung der Tagesordnung des Ausschusses vom (heutigen) Freitag hervor, die Augen geradeaus! vorliegt.

Ich muss gestehen, dass ich mit dem Verfahren bei der Einsetzung von Unterausschüssen nur begrenzt vertraut bin. Aber wie ich Paragraph 55 der Geschäftsordnung des Bundestages verstehe, reicht fehlender Widerspruch der übrigen Mitglieder für die Einsetzung?

Low Ops trotz Sicherheitskonferenz

Heute beginnt die Münchner Sicherheitskonferenz, und wie schon im vergangenen Jahr bleibe ich dafür gerne in Berlin: Der Livestream im heimischen Arbeitszimmer ist besser und komfortabler, als in München im Nachbargebäude des Bayerischen Hofs im überfüllten, lauten Pressezentrum zu sitzen. Und weiterhin bliebe ich als akkreditierter Journalist ja vom direkten Kontakt mit den Konferenzteilnehmern fast komplett abgeschottet.

Nun kommt in diesem Jahr noch etwas hinzu: Aus dringenden familiären Gründen kann ich auch den Livestream und die Meldungen nicht so intensiv verfolgen wie eigentlich nötig. Ich bitte um Verständnis, dass es deshalb hier nur sehr knappe Infos geben wird, und vielleicht auch den einen oder anderen Wortlaut zur Dokumentation.

Aber in anderen Medien gibt es ja genug dazu.

Schießen wie die Profis – aber Schießstand gesperrt

Sieben Jahre nach Einführung eines neuen Konzeptes für die Schießausbildung, bei dem auch das Schießen auf kurze Entfernungen trainiert werden soll, hat die Bundeswehr einen Großteil der Schießstände an ihren Standorten für einen wesentlichen Teil dieser Ausbildung vorerst gesperrt. 255 so genannte A-Stände (s. unten) seien für das Schießen im Nah- und Nächstbereich bis 50 Metern nicht mehr freigegeben, bestätigte das Verteidigungsministerium Informationen von Augen geradeaus!. Die Schießausbildung der Truppe sei aber nicht beeinträchtigt, weil sowohl Schießstände anderen Typs als auch die Schießbahnen auf Truppenübungsplätzen zur Verfügung stünden. weiterlesen

Das geht zu weit…

Natürlich bekommt auch die Mailadresse von Augen geradeaus! den üblichen dümmlichen Spam, von Werbung für rezeptfreies Viagra bis zu sexy Damen. Aber was gerade einlief, geht doch einen Schritt zu weit:

Guten Tag,
Ihre Seite behandelt das Thema „Voodoo Zauber“.
Da ich meine Domain „voodoozauber.de“ derzeit nicht nutze, wäre Sie vielleicht eine gute Ergänzung für Ihre Homepage.
Besonders für Landingpages sind beschreibende Domainnamen gut geeignet.
Hätten Sie Interesse die Domain voodoozauber.de günstig zu übernehmen?

Nun gibt’s hier immer wieder Hinweise auf Probleme bei der Bundeswehr. Aber das mit Voodoo angehen zu wollen? Das ist ja fast schon nicht nur Wehrkraftzersetzung, sondern geplante Sabotage gegen die Streitkräfte…  ;-)

Zustand der Bundeswehr: Neuer Lesestoff

Zur materiellen Lage der Bundeswehr am (heutigen) Donnerstagmorgen zwei Lesehinweise – und es wird kaum überraschen, dass es nicht um positive Nachrichten geht.

Der Welt-Kollege Thorsten Jungholt hat einen internen Bericht zu dieser Materiallage in die Hand bekommen – vermutlich den Bericht, den das Ministerium dem Parlament im vergangenen Jahr mit der Begründung nicht weitergeben wollte, es gebe noch keinen Verteidigungsausschuss. ** Vielleicht hat es ja auch mit dem Inhalt zu tun:

Aus einem vertraulichen Papier des Verteidigungsministeriums geht hervor, dass der für die Aufgabe [der NATO-Speerspitze, T.W.] vorgesehenen Panzerlehrbrigade 9 in Munster derzeit nur neun von 44 vorgesehenen Leopard-2-Kampfpanzern zur Verfügung stehen. Von den 14 benötigten Marder-Schützenpanzern sind nur drei einsatzfähig. Gründe sind die mangelnde Ersatzteilversorgung und hoher Wartungsaufwand. Es fehlen auch Nachtsichtgeräte, Granatmaschinenwaffen, Unterstützungsfahrzeuge, Winterbekleidung und Schutzwesten.

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