ExerciseWatch: Mobiler Luftraum-Gefechtsstand im Baltikum

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Im Rahmen der Persistent Presence, der ständigen Präsenz zur Unterstützung der NATO-Verbündeten im Nordosten des Bündnisgebiets an der russischen Grenze, ist die Luftwaffe derzeit mit einem mobilen Gefechtstand beteiligt. Das Deployable Control and Reporting Centre (DCRC) war eigentlich für diese Reassurance der baltischen Länder in der Allianz nicht vorgesehen. Aber die ursprünglich eingeplanten Objektschützer der Luftwaffe wurden in Mali gebraucht…

Die NATO hat einen Blick in diesen deutschen Gefechtsstand geworfen, der demonstrativ die Kontrolle des Luftraums über dem Baltikum sicherstellen soll:


(Direktlink: https://youtu.be/q2yaGHrsn3o)

(Foto: Screenshot aus dem Video)

 

Will die Bundesregierung wirklich Rückkehr zur Wehrpflicht?

Rekruten bei der Bundeswehr | Recruits at the Bundeswehr

Am (morgigen) Mittwoch will Bundesinnenminister Thomas de Maizière das neue Konzept für die Zivile Verteidigung zunächst vom Bundeskabinett absegnen lassen und dann veröffentlichen. Die neue Konzeption machte in den vergangenen Tagen mit den angeblich neuen Aufrufen zu Hamsterkäufen Schlagzeilen (die sich dann als nicht ganz zutreffend erwiesen). Am heutigen Dienstag kam eine in der derzeitigen weltpolitischen Lage brisante Aussage hinzu: Die Deutsche Presse-Agentur meldete, die Bundesregierung prüfe die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Berlin (dpa) – The German government is considering bringing back compulsory military service as part of a new set of strategies to deal with possible security threats, according to a confidential document seen by dpa.
The Interior Ministry‘s civil defence plan includes a subsection titled “Support of the Armed Forces,” which suggests the reintroduction of military conscription – abolished five years ago – as a way to prepare the country for potential NATO deployments.

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Ausbildungshilfe für Küstenwache: EU & Libyen unterzeichnen Vereinbarung

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Die geplante Ausbildung der Küstenwache Libyens durch EU-Streitkräfte, darunter auch die Deutsche Marine, rückt näher. Die EU-Seestreitkräfte im Mittelmeer (EUNAVFOR MED) und die Küstenwache des nordafrikanischen Landes unterzeichneten am (heutigen) Dienstag eine entsprechende Vereinbarung, wie das maritime EU-Hauptquartier in Rom mitteilte:

“The Memorandum Of Understanding signed today, is another key step towards the beginning of the cooperation with the Libyan Coast Guard and Navy”.
With these words Rear Admiral (Upper Half) Enrico Credendino , EUNAVFOR MED Operation Commander, welcomed today 23 August 2016, the Memorandum of Understanding on the training of the Libyan Coast Guard and Navy with the Libyan representative.
The agreement was signed this morning by the Operation Commander and Commodore Abdalh Toumia, Commander of Libyan Coastguard and Port Security in the EUNAVFOR MED Headquarters in Rome.

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DroneWatch: Bundeswehr soll bewaffnete Drohnen ab 2019 bekommen

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Die Bundeswehr soll ab Anfang 2019 über Drohnen des israelischen Typs Heron TP verfügen, die wenig später auch bewaffnet nutzbar sind. Diesen Zeitplan nannte das Verteidigungsministerium in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei zu den Drohnenplänen der Truppe. Die Antwort war bereits am vergangenen Wochenende im Wesentlichen bekannt geworden; inzwischen veröffentlichte der Abgeordnete Andrej Hunko den – vom Bundestag noch nicht publizierten – Antwort-Text auf seiner Webseite (zusammen natürlich mit seiner Positionierung dazu).

Überraschend ist nicht, dass die die Heron TP-Drohnen am Herstellungsort Israel auch stationiert werden sollen – das hatte das Verteidigungsministerium bereits im Januar bei der Entscheidung für dieses unbemannte Flugsystem angekündigt. Überraschender ist schon eher der Umgang mit der geplanten Bewaffnung:

Die Informationen zur Bewaffnung sind von israelischer Seite ohne Ausnahme als „GEHEIM“ eingestuft. Die Weitergabe jeglicher Informationen unterliegt den Geheimschutzregelungen und während der vorvertraglichen Klärungsphase den Freigabebeschränkungen des Staates Israel.

Nun ist gerade die Bewaffnungsfähigkeit der Drohnen ein in Deutschland sehr kontrovers diskutierter Punkt. weiterlesen

Die Personalstärke der Bundeswehr: Es geht wieder leicht nach oben

 

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Nachdem das Verteidigungsministerium für den Juni 2016 die kleinste Bundeswehr aller Zeiten melden musste, gingen im Juli die Zahlen wieder leicht nach oben. Insgesamt betrug die militärische Stärke der deutschen Streitkräfte Ende Juli, so die am (heutigen) 22. August aktualisierte Information unter dem ewig gleichen Link, insgesamt 176.841 Soldatinnen und Soldaten – im Vergleich zu 176.015 im Monat zuvor.

Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nach Jahren des Schrumpfens die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten erstmals wieder leicht gestiegen ist: von 166.523 im Juni auf 167.462 im Juli (zur Erinnerung: Die für dieses Jahr nach wie vor gültigen Personalziele sehen 170.000 Berufs- und Zeitsoldaten vor). Bedenklich ist dagegen, dass die Zahl der Freiwillig Wehrdienst Leistenden von 9.492 im Juni auf 9.379 im Juli sogar leicht gesunken ist – bedenklich deshalb, weil der 1. Juli ein traditioneller Einstellungsmonat für Kurzdiener ist; die Zahlen also eigentlich hätten steigen müssen.

Die aktuellen Zahlen mit Stand Ende Juli 2016: weiterlesen

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