Deutschland will „Military Schengen“ für die NATO organisieren (m. Nachtrag)

Fürs Archiv: Erwartungsgemäß hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen heute der NATO angeboten, ein Logistik-Kommando für die Allianz in Deutschland aufzustellen. Das neue Kommando, bei dem Deutschland als Rahmennation auftritt, soll die Bewegung von Truppen und Material in ganz Europa für die Allianz organisieren.

Die Ministerin erläuterte das am (heutigen) Mittwoch am Rande des NATO-Verteidigungsministertreffens in Brüssel und gebrauchte dabei auch den Begriff Military Schengen, den der frühere Kommandeur der US-Armee in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, geprägt hatte (auch wenn Hodges später diesen Begriff nicht mehr verwendete, weil Schengen als Bewegungsraum ohne Grenzen eine EU-Einrichtung ist…)

Aus dem Audio-Statement der Ministerin, das das Verteidigungsministerium in Berlin veröffentlichte (Die Tonqualität bitte ich zu entschuldigen):

vdL_NATO-Logistik_14jan2018     

 

 

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Faktische Bestätigung: Nuklearfähige russische Kurzstreckenraketen in Kaliningrad (Nachtrag))

Russland hat praktisch bestätigt, dass Kurzstreckenraketen des Systems Iskander-M, die auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden können, in der russischen Exklave Kaliningrad an der Ostsee stationiert sind. Das Land habe das Recht, seine Waffen überall auf seinem Territorium zu stationieren, sagte ein Kreml-Sprecher in Moskau. Zuvor hatte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im russischen Parlament die Stationierung in Kaliningrad bestätigt.

Kremlin spokesman Dmitry Peskov has said that Russia has the right to decide where it deploys its military resources on its own territory, following reports that Russia had deployed nuclear-capable Iskander missiles in its Baltic Sea exclave of Kaliningrad. (…)
Vladimir Shamanov, the head of the Russian State Duma’s Defense Committee, confirmed the deployment of the missiles in remarks carried by Russian news agencies on February 5.

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Ein Jahr NATO-„Stolperdraht“ in Litauen

Die – von der Bundeswehr geführte – Battlegroup der NATO in Litauen hat am (heutigen) Montag ihr einjähriges Bestehen begangen. Im Februar vergangenen Jahres hatte die so genannte enhanced Forward Presence (eFP), die verstärkte vorgeschobene Präsenz des Bündnisses in dem baltischen Land begonnen. Zusammen mit dem einjährigen Bestehen wechselte das Kommando des eFP-Bataillons von Oberstleutnant Thorsten Gensler, dem Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 371, auf den Kommandeur des Jägerbataillons 292, Oberstleutnant Wolf Rüdiger Otto.

Die vier eFP-Battlegroups – je eines in Estland, Lettland und Litauen sowie Polen – sollen die osteuropäischen NATO-Staaten unterstützen und bilden faktisch einen Stolperdraht zur Abschreckung gegen Russland. weiterlesen

Britische Armee will (wieder) Logistikbasis und Übungsplätze in Deutschland (m. Transkript))

Zur Verstärkung der Abschreckungsfähigkeit der NATO in Europa erwägen die britischen Streitkräfte, mit einer logistischen Basis und Trainingsmöglichkeiten in Deutschland ihre Einsatzmöglichkeiten an der Ostflanke der Allianz zu verbessern. Entsprechende Überlegungen nannte der Stabschef der britischen Armee, General Nicholas Carter, bei einem Vortrag in London am (gestrigen) Montagabend. Die Entscheidungen darüber sind allerdings noch nicht gefallen.

Mit einer Stationierung von Gerät in der Bundesrepublik und der Beibehaltung von Übungsplätzen wären britische Truppen für einen Einsatz an der NATO-Ostflanke besser gerüstet, begründete Carter die veränderte Einschätzung, die die derzeitigen Pläne für einen Abzug der Briten aus Deutschland zum Teil umkehren könnten. weiterlesen

Neue Stryker mit 30mm-Kanone für die U.S. Army: „Unboxing“ in Bayern

Die US-Armee in Europa rüstet ihre Radpanzer vom Typ Stryker auf: Das 2nd Cavalry Regiment erhielt als erste Einheit die neuen Fahrzeuge mit einer 30-Millimeter-Bordkanone. Und vom Unboxing in den Rose Barracks in Vilseck in Bayern veröffentlichte das Pentagon ein Video, ganz im Stil der Auspack-Videos neuer technischer Geräte.

Mehr zu der Aufrüstung der Rad/Schützenpanzer mit der neuen Kanone, die erst 2015 in einem Sofortprogramm angesichts eines gewandelten Verhältnisses zu Russland für die europäischen Einheiten der US-Armee beschlossen wurde, gab es zur Vorstellung der Prototypen im Oktober 2016: weiterlesen

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