Mali und Sahel (noch) jenseits von MINUSMA: Erster Einsatz der G5 (Nachtrag)

Der Einsatz der Bundeswehr in der UN-Blauhelmtruppe MINUSMA in Mali ist – nach dem Bundestagsmandat – auf Mali beschränkt. In der Region gibt es aber zunehmend Bestrebungen, die Streitkräfte mehrerer Länder – Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien and Niger, kurz G5 genannt- zusammen mit der Operation Barkhane der französischen Streitkräfte in der Anti-Terror-Bekämpfung zu koordinieren – und langfristig auch MINUSMA in diese Zusammenarbeit einzubeziehen.

Angesichts dieser Entwicklung, und natürlich auch mit Blick auf die Sicherheitslage in der Region, ist es deshalb mittelbar auch für die Bundeswehr bedeutsam, dass die so genannte G5 Joint Military Force in dieser Woche erstmals militärisch aktiv geworden ist, wie der französische Sender France24 berichtet:

A multinational military force in Mali dubbed the G5 Sahel kicked off its first regional operation this week near the border with Niger and Burkina Faso.
Five west African nations are taking part in the operation to flush out militants known to hide in the area.

The poorly equipped Malian army has little air capability so it relies heavily on the hundreds of French forces still stationed in the region as part of Opération Barkhane, which provides logistical and aerial support.

Das Video dazu:

Langfristig wird interessant, wie die Einsätze dieser afrikanischen Truppe nicht nur mit den französischen Truppen, sondern auch mit MINUSMA verzahnt werden – und wenn die UN das beschließen sollte, ob und wie das Auswirkungen auf die Bundeswehr und ihre Einsätze hat. Konkret also: Ob zum Beispiel deutsche Tiger-Kampfhubschrauber dann auch zu deren Unterstützung eingesetzt werden sollen und können.

Am Rande: Nach einer Meldung des Spiegels soll es inzwischen ein Angebot für die Ablösung der deutschen Helikopter im MINUSMA-Einsatz geben. Jordanien und Belgien hätten bei internen Verhandlungen der Vereinten Nationen signalisiert, dass sie mit Cobra-Kampfhubschraubern und Chinook-Transporthelikoptern die Tiger und NH90 der Bundeswehr im Frühjahr 2018 ablösen würden.

Nachtrag: Die genannte Spiegel-Meldung wirft, wie auch in den Kommentaren erwähnt, einige Fragen auf: Nach allen bekannten Informationen verfügen weder Belgien noch Jordanien über Chinook-Hubschrauber. Die Meldung ist ja nicht von mir; klären kann ich das derzeit nicht.

Zur Ergänzung noch die Aussagen von UN-Generalsekretär António Guterres zu G5 Sahel von Anfang der Woche:

UN chief urges Security Council to ‚be ambitious‘ in supporting Sahel anti-terror force

Nachtrag 2: Zu dem in den Kommentaren erwähnten Probe-Einsatz belgischer NH90 in Afrika im September, der auch von den belgischen Streitkräften selbst als Vorbereitung für einen möglichen Mali-Einsatz bezeichnet wird, gibt es ein Video:

Cet exercice est également important pour la Composante Air. La 18e escadrille engage ses NH90 sur le continent africain pour la première fois. Ceci peut être considéré comme un test final majeur en vue d’un éventuel déploiement opérationnel d’hélicoptères au Mali au cours de l’année 2018.

Nachtrag 6. November:

 

(Archivbild: Französische Soldaten im Niger bei Fort de Madama im November 2014 – Thomas Goisque via Wikimedia Commons unter GNU Free Documentation-Lizenz)

34 Kommentare zu „Mali und Sahel (noch) jenseits von MINUSMA: Erster Einsatz der G5 (Nachtrag)“

  • politisch inkorrekt   |   04. November 2017 - 18:16

    Gab es nicht bereits Meldungen, dass Deutschland sich an dieser G5 Truppe beteiligen will? Wenn das Ganze ein UN-Mandat erhalten würde und die Franzosen ihre Op Barkhane darin aufgehen lassen, dann sollte sich Deutschland schleunigst da einbringen und MINUSMA anderen überlassen.

    pi

  • Thomas Melber   |   04. November 2017 - 18:40

    @pi
    Glauben Sie, der BT stimmt einem Mandat zu, das im entferntesten die Befugnisse / ROE von BARKHANE hat?

  • politisch inkorrekt   |   04. November 2017 - 19:00

    @Thomas Melber

    1. Hat er bereits früher mit OEF getan.
    2. Überschrift UN
    – regionale Zusammenarbeit,
    – Fluchtursachenbekämpfung,
    – Ertüchtigung,
    – Ausbildungsunterstützung
    3. Warum nicht gleich noch die EUTM einbinden?

    Wir müssen nicht in der ersten Reihe stehen aber besser als MINUSMA ist es allemal.

    pi

  • 0815   |   04. November 2017 - 19:05

    Schlittern wir da gerade in irgendein „Abenteuer“ rein? Sind wir nicht ohnehin schon mit dem am „Limit“ was uns politisch bisher aufgezwungen wurde?
    Wir bekommen es ja nicht mal gesch*ssen unsere Einsatzgleichen Verpflichtungen und andere Kleinigkeiten vernünftig zu befüllen.
    Am besten gleich vergessen bevor wir da in irgendetwas reinschlittern was wir nicht in letzter Konsequenz absehen können.
    Und wenn etwas wie Barkhane dann nur mit den entsprechenden „spezialisten“.

  • Memoria   |   04. November 2017 - 19:11

    Hat Belgien Chinook oder Cobra?
    Ich dachte bisher waren NH90 im Gespräch.

    Aber mit Jordanien hat man ja einen Partner, der hier entlasten.

  • closius   |   04. November 2017 - 19:24

    Jetzt muss also schon Jordanien die Bundeswehr retten, wie peinlich!!!

    @pi: Deutschland ist nicht bereit Terroristen effektiv zu bekämpfen. Unter einer Jamaika Koalition schon gar nicht.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   04. November 2017 - 19:30

    Einige deutliche Aussagen enthält https://www.un.org/press/en/2017/sc12881.doc.htm
    vom 21. Juni 2017
    – der UN-SR „begrüßt“ den Einsatz Group of Five Sahel joint force (FC-G5S)
    – der UN-SR „drängt“ die 5.000 Mann starke Truppe zur ausreichenden Koordination mit MINUSMA und BARKHANE
    – EU zahlt 50 Mio €; Im Sommer gab S. Gabriel die monetäre Hilfe für die G5 bekannt, leidxer habe ich dazu keine Einzelheiten (Summen) gefunden. Nur gilt festzuhalten, Bw ist mit Tr im NIGER präsent, dort liefen auf jeden Fall Hilfsleistungen bei RadKfZ und FmMittel
    – Francois Delattre, Permanent Representative of France to the United Nations, rief zu internationaler Geberkonferenz zur Unterstützung der G5 auf
    – während der FRA Präsidentschaft im Oktober führte Delattre weiter aus: “ … The joint force would complement MINUSMA, enabling that Mission to focus on its priority tasks. …“
    Die zugherörige UN Resolution ist unter „resolution 2359 (2017)“ zu finden und in obigen Link.
    Dennoch kurz zwei Auszüge, die DEU und die Bw berühren (werden)
    – Underlining that FC-G5S efforts to counter the activities of terrorist groups and other organized criminal groups will contribute to create a more secure environment in the Sahel region, and thus facilitate the fulfilment by MINUSMA of its mandate to stabilize Mali, und
    – Commending the role of the European Union (EU) Missions to provide training and strategic advice to national security forces in the Sahel region, including
    + the EU Training Mission in Mali (EUTM Mali),
    + the EU Capacity Building Mission in Mali (EUCAP Sahel Mali) and
    + the EU Capacity Building Mission in Niger (EUCAP Sahel Niger), and also commending the contribution of bilateral and other multilateral partners to strengthen security capacities in the Sahel region .

    Ich denke, noch deutlicher wird nicht hervorgehoben können, was seitens UN von den G5 und deren Zusammenarbeit mit der EU und deren Sahel-Missionen erwartet wird.
    Ein deutsches sich zurückziehen auf eine Position die da lauten könnte: „wir machen MINUSMA“ und „FRA macht BARKHANE“ und „G5-Sahel bekommt € und Mat“ passt nicht zu Idee und Geist der UN-Resolution.

    Wesentlicher Beitrag zur Einsatzbefähigung der „G5 – Joint Force to Combat Terrorism Threat, Transnational Crime in Sahel“ wird, wie kaum anders erwartbar seitens der U.S. Services geleistet und zwar bislang im NIGER. Dabei handelt es sich weniger um Kampftruppe, sondern in erster Linie nach AFG Muster um Truppe, die mi TAA befasst ist.
    Anwesende Marines sind mit RECCE und Communications beauftragt, in einer – offiziellen – Stärke von 800 Soldaten. Nach einem Hinterhalt am 03.1017 gegen eine Patrouille der Green Berets, bei dem Marines und 5 NIGER SOF fielen, kam das U.S. deployment ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
    https://www.defensenews.com/flashpoints/2017/10/25/us-suspects-niger-villager-betrayed-us-army-troops/

    Die neue Regierung wird spätestens am 18. Januar Farbe bekennen müssen: der Tag an dem die „Kurz-Verlängerung“ der Einsätze des alten Kabinetts aus seiner letzten Sitzung ausläuft.

  • Pirat77   |   04. November 2017 - 19:55

    Fliegt Belgien nicht NH90? Woher kommen die CH47?

  • T.Wiegold   |   04. November 2017 - 20:11

    Tja, in der (englischen) Wikipedia sind weder Belgien noch Jordanien als Nutzerstaaten der Chinook aufgeführt…

    https://en.wikipedia.org/wiki/Boeing_CH-47_Chinook#Operators

    Ich weiß es doch auch nicht. Die Meldung ist ja nicht von mir.

    [Bis zu einer Klärung könnten wir vielleicht zurückstellen, dass jeder in einem Kommentar darauf hinweist, dass Belgien und Jordanien keine Chinook fliegen… T.W.]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   04. November 2017 - 22:00

    NIGER als Teil der G5:
    Einige Kongressabgeordnete stellten nach dem Vorfall vom 03. Oktober mit dem Tod von vier Green Berets in Niger Fragen,
    – was die amerikanischen Soldaten eigentlich genau in dem Land machen,
    – auf welcher rechtlichen Grundlage sie operieren,
    – ob ihr Einsatz amerikanischen Interessen dient und
    – ob sie dabei so gut es geht geschützt sind.

    Die Amerikaner sind mit rund 800 Soldaten auf einer Unterstützungs- und Beratungsmission in Niger. Sie trainieren die dortigen Sicherheitskräfte und unterstützen 4000 (3.500?) dort stationierte Franzosen logistisch und im Bereich der Aufklärung helfen.
    Die U.S. Kräfte im NIGER verfügen über keinerlei eigene LuftUstg, sondern sind auf BARKHANE angewiesen. FRA nutzt dazu 17 – 20 TIGER bzw. COUGAR und vier – sechs MIRAGE 2000 sowie drei UAS. (Alle Angaben finden sich auf diversen Seiten zu BARKHANE, variieren aber geringfügig.)

    Wie dem eingelagerten Bild zu entnehmen ist https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=Pr0oMH5o&id=8B9C992D644D9AF52574DDE2AB50B7FB4A869A43&thid=OIP.Pr0oMH5oHcdeMQGiWDuhhQEsC6&q=operation+barkhane&simid=607988408283696822&selectedIndex=7&ajaxhist=0 verteilen sich die FRA Kräfte von 3.500 (4.000) Soldaten über gesamt Westafrika, was eine „quick reaction“ auch der „Armée de l’air“ erschwert.
    Der Ansatz der UN, – jetzt mit meinen Worten -, die FC-G5S aZa mit MINUSMA, „EUCAP Sahel Mali“ sowie „EUCAP Sahel Niger“ zu stellen (siehe: 04. November 2017 – 19:30), erleichterte die Lage einerseits für die U.S. Kräfte im NIGER selbst, als auch für MINUSMA. Es kann dann nämlich wechselseitig auf LuftUstg der jeweils anderen Operation, VORGEPLANT, zurückgegriffen werden.

    Die U.S. Regierung beruft sich bei ihrem NIGER-Engagement auf eine Autorisierung, die als Antwort auf den 11. September 2001 militärische Einsätze auch ohne die Zustimmung des Kongresses erlaubt. Laut WaPO qualifizieren einige Kongress-Abgeordnete solche Einsätze inzwischen jedoch als „Schattenkriege“ der Geheimdienste.

  • Georg   |   05. November 2017 - 14:02

    Die jetzt verlangte stärkere Einbindung der UN in die Aufstandsbekämpfung in Mali fühlt sich an wie ein Deja-vu.

    Wie war das nochmal in AFG 2003?

    Keine einzelne Nation wollte die Lead-Funktion in dem Einsatz mehr machen und dann hat man gemeinsam beschlossen die Nato damit zu beauftragen.

    Jetzt soll also die französische Operation Barkhane und die G5 Mission in die UN-Mission stärker integriert werden. Wenn die Sicherheitslage dann schlechter wird, was vorhersehbar ist, weil alle Nationen ihren Beitrag auf Kosten der UN-Mission reduzieren wollen, dann wird der UN-Einsatz hochgefahren, vielleicht wird dann aus einem friedensstabilisierenden Einsatz ein friedenserzwingender Einsatz nach Kapitel VII.

    Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee mit dem Kosten des Einsatzes direkt die Bevölkerung der Nordprovinzen in Mali zu unterstützen und somit das Aufstandsproblem zu eliminieren ?

    Schmuggel mit den Tuaregs auf der klassischen Sahara – Route gibt es schon seit Generation und ist das Geschäftsmodell der Tuaregs ? Was bietet man dieser Volksgruppe als Ersatzeinnahmequelle an ?
    Drogenanbau und Handel wie bei den Taliban in AFG funktioniert in der Halbwüste von Mali nicht !

    Warum will keiner der Sicherheitsexperten hier in dem Forum die von mir gestellte Frage beantworten, was aus den ca. 1000 – 1500 bewaffneten und mit Fahrzeugen (Pickups) ausgestatteten ehemaligen malischen Sölnern in Libyen, die in den Norden von Mali zurückgekommen sind, werden soll ?

    Solange man für diese bewaffnete Macht keine Aufgabe und Einnahmequelle gefunden hat, wird es keine Ruhe im Norden geben. Alternativ alle killen, was aber bei den kampferfahrenen malischen Söldnern schwierig werden wird und noch mehr Abneigung der einheimischen Bevölkerung gegen die Regierungstruppen aus Bamako und den internationalen Truppen bringen wird.

    Es ist wie bei vielen anderen Problemen dieser Welt. Solange man keine vernünftige Ursache – Wirkung Analyse betreibt, hilft löst auch ein mehr von der falschen Medizin absolut nichts gegen das Problem !

  • SER   |   05. November 2017 - 16:55

    Die Belgier planen sich mit NH90 zu beteiligen und es läuft grade eine erste gemeinsame DEU / BEL Übung fliegerisch beim Leitverband in Deutschland.

    Jordanien hatte Mitte dieses Jahres in GAO erkundet und hatte Cobra als abwegig beurteilt aufgrund der hohen Temperaturen, aber man hat COUGAR in Aussicht gestellt.

    Auf Basis einer MD 500 will sich Salvador einbringen mit einem kleinen bewaffneten Hubschrauber.

    [Hinweis: El Salvador ist ja schon mit MD500 in MINUSMA präsent:

    http://augengeradeaus.net/2017/10/sicherheit-in-mali-schlechte-noten-von-den-un/

    T.W.]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   05. November 2017 - 18:49

    Ich hatte zu BEL NH 90 schon einmal Informationen eingestellt, leider unberücksichtigt geblieben, hier aber erneut aus obigem Anlass.
    Vorsicht bei dem, was BEL an NH 90 stellen kann, nachhaltig (!) stellen kann.
    In BEL Lw (1) sind ganze acht HubSchr verfügbar, davon je vier Tactical Transport Helicopter (TTH) / NATO Frigate Helicopter (NFH).
    https://de.wikipedia.org/wiki/Belgische_Luftstreitkr%C3%A4fte#Aktuelle_Ausr.C3.BCstung
    Da die Marineversion sicherlich auf den Fregatten unabkömmlich bleibt, bedarf die Verfügbarkeitsquote der TTH gebauer Beobachung. Von Backup bleibt da nichts, unterstellt Ablösung 1:1 DEU – BEL.
    (1) Wie in den NLD „gehört“ in BEL alles was fliegt der Luftwaffe.

    Auf die verfügbaren 10 Super Puma / Cougar wird MINUSMA sich verlassen können, zumal JOR Lw und deren genutzte Lfz mit den klimatischen Bedingungen vertraut sein werden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Jordanische_Luftstreitkr%C3%A4fte

    Sofern es bei der JOR Beurteilung von „Cobra als abwegig“ bliebe, fehlte im kommenden März mit Stand jetzt ein TIGER-Ersatz. Gem. obiger Tabelle nutzt JOR 24 Cobra/leichter Kampfhubschrauber.
    Die Komponente Schutz: Überwachung, Beobachtung, Sicherung – aus der Luft – muss also weiterhin als ungelöst bewertet werden. Abwarten, ob FC-G5S hierzu Abhilfe stellen kann.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   05. November 2017 - 19:38

    Einiges an Hintergrund zu U.S. und auch FRA Truppen im NIGER.
    http://www.africom.mil/media-room/article/30023/why-the-u-s-military-is-in-niger
    Mit Stand 20. Oktober 2017:
    The U.S. military does not have an active, direct combat mission in Niger.
    Wie das zu „G5 Joint Military Force“ passt, und er U.N. „Erwartung“ von „Koordination mit MINUSMA und BARKHANE“, wird sich erweisen müssen.

    Die Stellungnahme zur operativen Absicht in AFRIKA seitens ARFICOM findet sich hier, Op BARKHANE ist genannt.
    Mit Blick auf den AOR von MINUSMA steht zu lesen:
    Al-Qaeda in the Lands of the Islamic Maghreb (AQIM)
    „Along with the threat posed by ISIS, AQIM remains a significant threat to U.S. interests
    and the security of our African partners. AQIM in Mali continues to exploit ethnic resentments in central Mali and spread their influence rendering large areas of the country ungovernable. With Operation BARKHANE, France continues to lead the fight to counter violent extremists throughout the Sahel region. However, Mali’s path toward greater stability and security remains unclear. …“
    http://www.africom.mil/media-room/document/28720/africom-2017-posture-satement

  • Elahan   |   05. November 2017 - 20:19

    @Georg

    „Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee mit dem Kosten des Einsatzes direkt die Bevölkerung der Nordprovinzen in Mali zu unterstützen und somit das Aufstandsproblem zu eliminieren ?“

    Ja, gute Frage und warum kommt eigentlich niemand auf die Idee die Bevölkerung der Nordprovinzen in Mali zu unterstützen und sie ihre Regierung selbst wählen zu lassen?

  • Memoria   |   05. November 2017 - 21:24

    @KPK:
    „Abwarten, ob FC-G5S hierzu Abhilfe stellen kann.“

    G5 Sahel hat genau diese Mittel eben nicht und stützt sich bisher auf Barkhane ab (siehe Video-Bericht oben). Künftig eventuell auch auf MINUSMA (vermutlich zunächst in Extremfällen mit Feuerunterstützung und MedEvac).

    Zudem hat MINUSMA einen eigenen Auftrag und entsprechende Forderungen an Fähigkeiten (vergleichbar mit CJSOR bei der NATO).

    Sollte Belgien NH90 stellen, dann lediglich 2.
    Aktuelle Übungen sind angeblich schon eine Vorbereitung eines Einsatzes, der zum Jahresende politisch entschieden werden soll:
    http://www.janes.com/article/74721/belgium-considers-deploying-nh90s-to-mali

    Somit ergäbe sich weiterhin eine Lücke.
    Zeitweise gab es ja auch Überlegungen eines deutsch-belgischen Einsatzes.
    Aber da können hier andere sicher mehr zu sagen.

  • Klauspeterkaikowsky   |   05. November 2017 - 22:18

    @Memoria
    Schon klar.
    Nur haben die UN ganz andere Absichten, siehe meinen Eintrag vom 04. November 2017 – 19:30, daher mein rückbezüglicher Hinweis auf FC-G5S.
    Da wird ein strategisches Gesamtpaket geschnürt: G5 Joint Military Force + MINUSMA + BARKHANE + EUCAP Sahel Mali + EUCAP Sahel Niger.
    Denn, alle fünf Operationen folgen weitgehend identischen Interessen, Zerschlagung des Sahel-Terrorismus. Was liegt also näher als ohnehin knappe Fähigkeiten zusammenzufassen?
    Finanzierung von USA, EU und separat DEU und FRA. Wenn diese seitens UN gewollte gegenseitige Unterstützung wirkt, steht erforderliche LuftUstg zur Verfügung.

  • Klauspeterkaikowsky   |   05. November 2017 - 22:45

    @Elahan @Georg
    Sie haben sich mal mit vorkolonialer, kolonialer, nachkolonialer und Geschichte Malis seit der Unabhängigkeit im September 1960 beschäftigt? Nicht zu vergessen Nordafrika und der Sahel, samt jeweiliger Clan- und Stammeshistorie?

    Die staatlichen Strukturen in Nordafrika funktionieren so halbwegs seit Errichtung derzeitig bestehender staatlicher Konstrukte.
    Jedes Zugeständnis an eigene staatliche Entitäten über Wahlen ließe die existente Staatenwelt in Nordafrika im Stil einer Balkanisierung kollabieren. Niemand mit Verantwortung kann das wollen, kulturelle Autonomie einmal ausgenommen.

  • Elahan   |   05. November 2017 - 22:59

    „Denn, alle fünf Operationen folgen weitgehend identischen Interessen, Zerschlagung des Sahel-Terrorismus“

    Ist das so? Haben die USA, EU, FR, DEU und UN dieses weitesgehend identische Interesse oder ist dies nur ein gemeinsamen Interesse von vielen.

    DEU will verhindern, dass noch mehr Flüchtlinge nach DEU kommen, mit oder ohne Hilfe durch Kriminelle, Milizen, Warlords uvm.
    Die UN versucht das Land zu stabilisieren.
    Frankreich hat einen anderen Plan und den USA sind die Flüchtlinge ziemlich egal.

  • jongspond   |   05. November 2017 - 23:21

    https://www.bmvg.de/de/aktuelles/einsaetze-kontinuierlicher-kommunizieren-19236
    Erste Erkenntnisse was den Einsatz in Mali und anderweitig betrifft

  • Elahan   |   05. November 2017 - 23:53

    @jongspond

    Was sind da die neuen Erkenntnisse?

    Was sind denn die Fluchtursachen? Warum ist die Situation in Afrika wie sie ist?
    Warum zerfallen Staaten und entstehen repressive Regierungen?

    Sind die Minen in Mali nicht die dritt größten in Afrika?
    Wo sind die Mrd der Rohstofffirmen? Was läuft da?
    Bekämpfen wir wirklich die Fluchtursachen?

  • Holzi   |   06. November 2017 - 1:48

    Gut, dass Sie, Herr Wiegold, erst recherchieren und dann das blog bedienen – im Vergleich zu anderen Medien. Danke dafür (das Magazin bestelle ich jetzt endgültig ab! Auch aufgrund der anderen alten Story aus dem Planungsamt).
    Seit längerem wird im Hintergrund der VN über die Ablösung der Hubschrauber gesprochen. Nun sollen die NH 90 Ende April und die Tiger Ende Juli abgelöst werden. Jordanien, Belgien und evtl. auch Kanada sind in der näheren Prüfung / Erkundung. Somit müssen die Deu Hubschrauber doch länger als die vom Heer geplanten max. 12 Monate bleiben – mit all den negativen Auswirkungen (Flugbetrieb/Ausbildung etc.). Sicherlich bekommt das Heer dann wieder eine passende Sprachregelung aus dem BMVg: „Das Heer wird bei der Lösungsfindung eingebunden“ ;-)

  • SER   |   06. November 2017 - 11:26

    @ T.W.
    Ja, die MD500 stehen und fliegen von Timbuktu aus, haben aber noch keine Bewaffnung gegenwärtig und die soll kommen. Das sind die Absichtserklärungen zumindest …

    @ Holzi

    NH90 Flugbetrieb soll in gemischter Rotte mit BEL NH90 durchgeführt werden beginnend ab März und für die DEU NH90 bis Ende Juni 2018.
    Mit allen konkret prognostizierten Auswirkungen entgegen aller Ratschläge …
    Kanada könnte der genannte Provider für eine Option CH-47 Chinook sein …
    Eine Option JOR AH-1 Cobra wird es nicht geben, das kann der Hubschrauber dort bei den Temperaturen nicht leisten …

  • Georg   |   06. November 2017 - 17:34

    @ KPK

    Zitat: „Die staatlichen Strukturen in Nordafrika funktionieren so halbwegs seit Errichtung derzeitig bestehender staatlicher Konstrukte.
    Jedes Zugeständnis an eigene staatliche Entitäten über Wahlen ließe die existente Staatenwelt in Nordafrika im Stil einer Balkanisierung kollabieren. Niemand mit Verantwortung kann das wollen, kulturelle Autonomie einmal ausgenommen.“

    Ich habe nicht einen eigenen Staat für die Völker im Norden Malis gefordert, sondern mehr Föderalismus und eine gerechtere Verteilung des Volkseinkommens unter den Bevölderungsgruppen (Mali ist drittgrößter Gold-Exporteur in Afrika).
    Außerdem muss das Patronagesystem der jeweiligen Regierung ausschließlich für die eigene Volksgruppe aufhören.

    Bezeichnend ist auch das Verhalten der westlichen Staaten. Da gibt es einen Militärputsch 2012, der die bestehende staatlicher Struktur wieder herstellen will und schon vergißt der Westen seine demokratischen Spielregeln und akzeptiert die Putschisten. Und dieser Militärputsch ist ganz ohne westliches Anstacheln erfolgt ? Gleichzeitig wechselt ein Teil der von den Amerikanern ausgebildeten malischen Armee zu den Aufständischen und dies bringt keinen westlichen Politiker zum Nachdenken ?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Putsch_in_Mali_2012

    Um was es in Mali eigentlich geht, ist der Schutz der Gewinne der ausländischen Investoren, dessen Geschäftsmodell hier beispielhaft beschrieben ist:

    https://www.brandeins.de/archiv/2013/grenzen/gute-mine/

    P.S. @ TW
    Ich denke die verlinkte Seite ist keine deutsche Verlagsseite (und 4 Jahre alt), ansonsten bitte entfernen. Ich habe zwei zentrale Textpassagen eingefügt, damit die Aussagen auf einen Blick für den Leser erfassbar sind. Falls dies zu viel ist, bitte ebenfalls streichen.
    Danke !

    [Es ist natürlich eine deutsche Verlagswebseite, aber der verlinkte Text ist älter als ein Jahr, also geht das in Ordnung. Was nicht geht: Umfangreiche Textteile hier rüberkopieren – den Ärger wg. Verletzung des Urheberrechts habe dann ich. Deshalb die Zitate gelöscht; der Link dürfte reichen. T.W.]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   06. November 2017 - 18:53

    Dass der NIGER (aus U.S. Sicht) vermehrt in der Presse präsent ist, hat keine sich mehr zufällig entwickelnden Ursachen.
    Die Trump Administration legt offenbar vermehrt Wert auf eine Beherrschung der SiPo-Lage in Afrika, einhergehend mit der Präsens von Truppen, derzeit aber ohne Kampfauftrag.
    https://worldview.stratfor.com/article/us-ignores-sub-saharan-africa-its-own-peril?utm_campaign=B2C_LL_Push&utm_source=hs_email&utm_medium=email&utm_content=58087596&_hsenc=p2ANqtz-81s217q_e5YkyfAKE6x6Mjyi14Ju58Ke9ONJWHrey7INW5QjB7IOhespUlaoKzuF8Mtl6dRy0xRtIzRpwp74Ve79bx5Q&_hsmi=58093190
    Auszug:
    (And) on Oct. 20, U.S. Defense Secretary James Mattis reportedly told senior members of the Senate Armed Services Committee that the military would increase its counterterrorism activities in sub-Saharan Africa, loosen rules of engagement and give commanders in the field more decision-making power.
    Das United States Africa Command als sechstes und jüngste Regionalkommando (unified combatant command) der US-Streitkräfte, im Oktober 2007 aufgestellt, beging also soeben sein Zehnjähriges. Die Auftragslage in Stuttgart dürfte beständig zunehmen. Dass dabei angesichts des Sahel-Krisenbogens vom Mauretanien im Westen bis Äthiopien im Osten und der Präsenz von EU-Truppen und Polizeiverbänden Überlegungen einer strategischen Kooperation entfallen, glaubt niemand wirklich.
    Die Tendenz dazu nochmals hier: https://www.un.org/press/en/2017/sc12881.doc.htm

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   06. November 2017 - 20:40

    @Georg
    Dann bitte erklären, wie Folgendes zu verstehen ist:
    „Ja, gute Frage und warum kommt eigentlich niemand auf die Idee die Bevölkerung der Nordprovinzen in Mali zu unterstützen und sie ihre Regierung selbst wählen zu lassen„?
    Für mich ist selbst gewählte Regierung = Unabhängigkeit.
    Föderalismus, kulturelle Eigenständigkeit, plus Anteil am Kuchen, d’accord.
    Ansonsten, die Stämme des Nordens, haben ihre „Regierung“, den Clan- oder Stammeschef. Nur hat das mit Wahl nichts zu tun. Unser Demokratieverständnis als Exportgut ist auch dort nicht willkommen, nation building, lassen wir es.

    Die politische Integration der Stämme des Nordens scheiterte wesentlich aufgrund selektiver Beteiligung der Tuareg, die tatsächlich aber nicht mehr als ca 5% der Gesamt-Bevölkerung stellen und selbst im Norden in keiner Region in der Majorität stehen. Macht und Einfluss übten (üben) die Tuareg aber durch ihre traditionelle Militanz aus, d.h. besser nicht mit ihnen anlegen. Die übrige Bevölkerung, dabei nicht allein die schwarz-afrikanischen Stämme des Südens, sondern selbst die Wüstenbewohner sahen sich übervorteilt.
    Die unterschiedlichen islamistischen Gruppen aus dem Norden, die sich ethnische und ökonomische Auseinandersetzungen zunutze machten, führten schließlich im März 2012 zum Putsch, angeführt durch einen Hptm [(!) Amadou Haya Sanogo] der Armee; er hatte allerdings die ehrenvolle Absicht, gegen die nördlichen Rebellen vorzugehen. Gegen DIESEN MILITÄRPUTSCH trat die IC unter FRA Führung auf und stellte die Rückgabe der Macht an eine zivile Regierung sicher. Von einem Wiederherstellen bestehender staatlicher Strukturen seitens der Putschisten kann keine Rede sein, im Gegenteil.

    Um kurz zu bleiben, der malische Konflikt weist wesentlich mehr Facetten auf, als dem DEU Publikum verkauft wird. Die Akteursvielfalt, Interessengruppen und Konfliktlinien sind m.E. komplexer als die Lage in AFG. Dennoch zeichnet sich für mich eine wachsende Interessenkongruenz bei EU, UN, USA, DEU und FRA ab, die in erster Linie SiPo-Aspekte im Auge hat.

  • Georg   |   07. November 2017 - 17:03

    @ KPK

    Das war meine Aussage zu den Nordprovinzen in Mali in dem Beitrag vom 05.11. um 14:02

    „Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee mit dem Kosten des Einsatzes direkt die Bevölkerung der Nordprovinzen in Mali zu unterstützen und somit das Aufstandsproblem zu eliminieren ? “

    @ Elahan hat dann die Frage mit der eigenen Wahl in Nordmali hinzugefügt.

    Wie bei jeder ausländischen Intervention stellt sich doch die Frage der Interessen der beteiligten Parteien. Also welches Interesse hat Frankreich ?

    Doch in erster Linie, dass die Förderung von Bodenschätzen inkl. dem Uran im Niger ungestört weitergeht und eine frankreichfreundliche Regierung im Amt ist. Dazu müssen die Islamisten im Norden der Sahel-Zone klein gehalten werden.

    Welches Interessen hat die amtierende, durch Putsch eingesetzte Regierung in Bamako ? Das die Ausbeutung der malischen Goldminen im Süden weiterläuft und damit der Staatshaushalt von Mali finanziert wird.

    Welches Interesse hat DEU in der Region ?

    Kein spezifisches Interesse sondern nur die Solidarität mit Frankreich.

    Für die Heimatfront wird dann der Menschenschmuggel der Tuareg aufgebauscht um eine Verbindung mit der Immigration aus Afrika herstellen zu können.

    Zitat: „Von einem Wiederherstellen bestehender staatlicher Strukturen seitens der Putschisten kann keine Rede sein, im Gegenteil.“

    Die Putschisten wollten den Aufstand im Norden Mali bekämpfen, die damalige Regierung in Mali nicht. Warum auch, die verdiente ihre Pründe an den Goldminen im Süden des Landes, aber dass die Putschisten und die von ihnen eingesetzte Regierung die Auständischen im Norden bekämpfen wollten, das kam Frankreich gerade recht gelegen. Welch ein Zufall in der Weltgeschichte ?

    Bleibt noch die Frage, warum sind Teile der malischen Armee, von den USA ausgebildet, zum gegenerischen Lager übergelaufen und was Sie für einen Lösungsvorschlag für oder gegen die Ex-malische Söldnertruppe aus Libyen haben, die wohl auch im Norden Malis ihr Unwesen treibt ?

  • Klauspeterkaikowsky   |   08. November 2017 - 14:28

    http://mobile.reuters.com/article/amp/idUSKBN1D810A
    Hintergrund zur G5 Interventionstruppe.

  • Georg   |   08. November 2017 - 17:58

    Der von @KPK verlinkte Reutersbericht über die G5-Saheltruppe liest sich für mich wie eine Bestätigung meiner oben getroffenen Aussagen.

  • T.Wiegold   |   13. November 2017 - 19:27

    Die Belgier machen kräftig Werbung für ihren geplanten NH90-Einsatz in Mali…

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2017 - 20:00

    Sehr erfreuliche Entwicklung, denn mit Datum vom 03.10.2017 hieß es noch:
    Dit najaar spreekt de regering zich immers uit over de operaties 2018.
    (In diesem Herbst entscheidet die Regierung noch über Operationen 2018).
    https://www.mil.be/nl/artikel/nh90s-voor-het-eerst-afrika
    Diese offiziell zurückhaltende Äußerung, obwohl der obige Link die Übung „Tropical Storm“ in Gabun behandelt, bei der bis zum 16. Oktober zwei C-130, zwei Agusta A-109 und zwei NH-90 gemeinsam übten und obendrein die Überschrift lautet: NH90’s voor het eerst in Afrika (NH90 ist zum ersten Mal in Afrika).
    Übungsinhalte waren
    – die strategische Verbringung mit C-130 von BEL aus und
    – die Zusammenarbeit mit der „Lichte Brigade“, die eine LLBrig mit einem Btl SOF umfasst (Was nicht bedeutet, dass BEL in Mali seine Infanterie einsetzt).

    BEL Heer ist allerdings schon länger in Mali präsent, bei der EUTM Mali mit insgesamt 175 Soldaten in BAMAKO (HQ) und in KOULIKORO als force protection.
    BEL führt derzeit bei EUTM Mali.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2017 - 21:22

    Gerade erst gefunden, U.S. SOF seit Spätsommer in Mali. „U.S. special operators are coordinating and sharing information “with international counterparts as they continue to counter Al-Qaida in the Islamic Maghreb (AQIM) …“. Auf Einladung der malischen Regierung also eine weitere von mehreren Ops unter Führung U.S. Africa Command/Stuttgart, wie auch in NIGER, was inzwischen zu Fragen in Washington führte.
    https://www.defensenews.com/flashpoints/2017/09/18/american-commandos-face-complicated-mission-in-mali/

    Fliegen eigentlich A-29 Super Tucano für malische Streitkräfte?
    Zumindest wurde auf der Paris air show 2015 ein Vertrag über die Auslieferung von sechs Maschinen geschlossen und Dezember 2016 von anstehender Auslieferung gesprochen. Sollte dies inzwischen vollzogen sein, wer hat die Ausbildung der JTAC durchgeführt?
    http://www.defenceweb.co.za/index.php?option=com_content&view=article&id=46282:malian-super-tucano-deliveries-moving-forward&catid=35:Aerospace&Itemid=107

  • SER   |   15. November 2017 - 20:08

    Auch wenn grade nicht direkt an der Übung beteiligt erreichen mich einige Informationen zu der geplanten Zusammenarbeit zwischen belgischen und deutschen NH90 …

    So toll wie genannt ist die Sache nicht und es gibt erhebliche Unterschiede in den Besatzungskonzepten und der Integration des medizinischen Personals.
    Schlichtweg wird es wohl nicht gehen in einem Mix zwischen den Nationen und die Rollen werden streng national aufgeteilt werden müssen.

    Weder gibt es derzeit ein belastbares commitment der Belgier was sie wann und wie genau machen wollen, ebenso ist es kritisch die deutschen medizinischen Crews auf und mit belgischem Equipment zu trainieren weil somit automatisch ein „Delta“ enstünde für den Einsatz und Qualifikation auf den deutschen FAE-Hubis …

    Der Tiegel kocht mit Ausgang ungewiß … Eines ist nur ganz gewiß, es ist mehr BElastung als ENTlastung !!!

  • Klauspeterkaikowsky   |   15. November 2017 - 20:54

    @SER
    Ganz prima.
    Aber andererseits, pardon: Ich lach mich weg!
    Und bei diesen Tatsachen wird offenbar BMVg-seitig (Nachbarfaden BEL) von „GEMISCHTEN NH-90 ROTTEN“ geträumt.
    Gut, dass Wahrheiten wie von SER geschildert zutage treten, bevor es „scharf“ wird.
    Die Gutmenschen, die in PESCO das mil Paradies sehen möchten, sollten sich das genau ansehen. Genannte Probleme nur auf kleinster taktischer Ebene, da warten viele Dicke Bretter!