Erstmals KSK-Soldat im Gefecht in Afghanistan gefallen (mehr Einzelheiten; O-Ton de Maizière, Fritz)

In einem Gefecht mit Aufständischen in Nordafghanistan ist erstmals ein Soldat des deutschen Kommandos Spezialkräfte (KSK) gefallen. Die Bundeswehrsoldaten hatten seit dem vergangenen Freitag eine Spezialeinheit der afghanischen Polizei, eine so genannte Crisis Response Unit (CRU, siehe Archivfoto oben) begleitet. Am (gestrigen) Samstag sei es an einer Flussquerung 26 Kilometer nördlich des Observation Point (OP) North in der Provinz Baghlan zu einem ersten Angriff von Aufständischen gekommen, zu dessen Abwehr Luftunterstützung angefordert wurde. Bei der anschließenden Wirkungsaufnahme, der Beurteilung der Folgen, seien bei einem erneuten Angriff der Aufständischen zwei deutsche Soldaten verwundet worden. Einer sei vor Ort an den Verwundungen gestorben, der zweite Verwundete sei evakuiert worden und außer Lebensgefahr, teilten Verteidigungsminister Thomas de Maizière und Generalleutnant Hans-Werner Fritz, der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, am Sonntag in Berlin mit.

Bei dem Gefallenen handelt es sich um einen 32-jährigen Hauptfeldwebel der Spezialkräfte in Calw. Er ist – nach den bisher bekannten Informationen – nicht nur der erste Gefallene des KSK überhaupt, sondern auch der erste gefallene Bundeswehrsoldat in Afghanistan seit fast 2 Jahren: zuletzt war am 2. Juni 2011 der Fahrer eines Marder-Schützenpanzers bei einem Sprengstoffanschlag ums Leben gekommen.

Bei der Begleitung der CRU-Einheit habe es sich um einen routinemäßigen Einsatz gehandelt, betonte der Verteidigungsminister. Generalleutnant Fritz wies darauf hin, dass diese Spezialeinheiten der afghanischen Armee deutlich besser ausgebildet und ausgerüstet seien als die normalen Polizisten und nur auf Befehl des jeweiligen Provinzpolizeichefs eingesetzt werden dürften.

Zuletzt war am 21. Februar ein deutscher KSK-Soldat bei einem Feuergefecht mit Aufständischen verwundet worden; ebenfalls bei Begleitung eines Einsatz einer CRU-Einheit.

De Maizière erinnerte daran, dass außer dem deutschen Soldaten am Samstag weitere sieben US-Soldaten in Afghanistan gefallen sind; es war damit der blutigste Tag für die internationale ISAF-Truppe in diesem Jahr – eine Woche, nachdem die Taliban ihre Frühjahrsoffensive am Hindukusch angekündigt hatten. Das war ein bitterer, ein blutiger Tag in Afghanistan, wir werden ihn nicht vergessen, sagte der Minister. Die Ankündigung der Taliban bedeute allerdings keine neue Qualität: Das tun sie jedes Jahr.

Der Verteidigungsminister ließ offen, ob die gefährliche Begleitung afghanischer Einheiten durch deutsche Soldaten auch nach Auslaufen der ISAF-Mission Ende 2014 fortgesetzt werde. Für die ab 2015 geplanten neuen NATO-Mission zur Unterstützung Afghanistans, genannt Resolute Support, ist zwar ebenfalls Ausbildung, Training und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte vorgesehen. Ob dazu auch solche Begleitung gehören werde, entnehmen wir dem Operationsplan.

Der O-Ton des Pressestatements von de Maizière und Fritz zum Nachhören:

 

 

(Foto oben: Afghan National Police Crisis Response Unit members provide security after clearing a room during training conducted by International Security Assistance Force Special Operations Forces in Surobi, Afghanistan, Dec. 09, 2010. During the training scenario the CRU performed an air assault and then raided a compound that had been taken over by insurgents – ISAF photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Joseph Swafford via ISAFmedia auf Flickr unter CC-BY-Lizenz;
Foto unten: de Maizière (r.) und Fritz beim Pressestatement – Thomas Wiegold/augengeradeaus.net)

46 Kommentare zu „Erstmals KSK-Soldat im Gefecht in Afghanistan gefallen (mehr Einzelheiten; O-Ton de Maizière, Fritz)“

  • Memoria   |   05. Mai 2013 - 13:18

    @T.W::
    Danke für die Nachfrage zu Resolute Support.
    Klare politische Linie ist anders – man entnimmt dies also dann dem OPLAN.
    Die aktuellen Ereignisse zeigen eben wie gefährlich Military Assistance ist, wenn diese auch advise and assist umfasst. Die politische Bereitschaft dies nach 2014 auf gleichem Niveau wie heute fortzusetzen ist sicher (noch weiter) gesunken.
    Irgendwann muss man aber auch den Stecker ziehen.

    Auch die Weigerung zu sagen, wann und wie der Minister von den Vorgängen erfahren hat, find ich sehr merkwürdig.

  • GermanObserver   |   05. Mai 2013 - 13:28

    Ich möchte hier in aller Deutlichkeit feststellen, dass mit Schöießungen von Kommentarseiten zu allererst den Opfern Unrecht geschieht, dann wie immer der Wahrheit. Natürlich war nicht jeder selbst vor Ort und auch viele der Ensatzteilnehmer haben keine Aning, wie es draußen aussieht oder aussah. Aber viele Kommentare hier und andernorts enthalten wichtige Infos, die es von der Propagandagruppe im BMVg nicht gibt oder geben soll. OPSEC und PERSEC sind gut, aber die Details fehlen: Geschlecht, Alter, Dienstgrad, Funktion? Irgendwann müssen sie damit raus, oder soll im Ehrenmal “Nobody” eingeblendet werden?
    Das Rumgeeiere um die Frage von TW, ob es denn insgesamt der erste KSK-Gefallene ist, hätte ein Franz Josef Jung unwürdiger auch nicht hinbekommen. Der ehrenwerte Kapitän zur See Dienst hat doch bestimmt auch dafür einen geheimen Sprechzettel oder es gibt eine Glatzsche Aktennotiz?
    So werden Gerüchte und Legenden am Leben erhalten – jede Lüge erfordert viele weitere Lügen.
    Auch aufschlussreich der Nicht-Kommentar zum eintägigen Verzug und zum Weg, über den der Minister das erfuhr. War da Tolonews wieder schneller? Oder wollte man das ganz unter dem Deckel halten? Gibt ja auch Ärger mit Mutti Merkel, die den ganzen blöden Einsatz doch ins Land des Schweigens befohlen hatte. Und nun hat ihr TdM auch das nicht geschafft.

    Und in die Zukunft schauend: wird es eine Trauerfeier im Hangar in Köln-Bonn geben, oder wird das auch PERSEC? Welche Politiker werden sich dort zeigen (wollen), es ist ja Wahlkampf!

  • LTC007   |   05. Mai 2013 - 13:36

    Natürlich musste T.W. diesen schrecklichen Todesfall melden. Als ich noch jung war, hat man mit Kommentaren oder Gesprächen wenigstens gewartet, bis der Betroffene beerdigt war, also mindestens drei Tage. Ist schon altmodisch, zugegeben, aber für die Diskussion hier und zuvor habe ich nur ein Wort: pietätlos

  • klabautermann   |   05. Mai 2013 - 13:37

    kanonenfutter2.0

    Hallo, Frau Merkel……

  • T.Wiegold   |   05. Mai 2013 - 13:42

    So weit ich erfahren konnte, wurden Angehörige erst heute morgen erreicht. Deshalb auch die Zeitverzögerung von gestern mittag bis heute morgen.

    Aber mindestens drei Tage mit der Nachricht zu warten, ist heutzutage (nicht nur in Deutschland) eine Illusion.

  • Memoria   |   05. Mai 2013 - 13:46

    @T.W.:
    Wenigstens konnten die Angehörigen informiert werden, bevor es ein Leck im System gab bzw. ein Medienvertreter seinen Wissensvorsprung nutzt.
    Professionell und verantwortungsvoll von allen Beteiligten.

  • Newton_McMarv   |   05. Mai 2013 - 13:51

    @German Observer

    Totally agree…..

  • KaLeu   |   05. Mai 2013 - 13:52

    Eine souveräne und offene (transparente) Beantwortung der Fragen sieht sicher anders aus. Das lässt leider Raum für Spekulationen.

    @T.W.: Danke fürs Nachhaken.

  • Vtg-Amtmann   |   05. Mai 2013 - 13:53

    Das Statement und das Herumgeiere war ein stilloses Armutszeugnis, die Kanzlerin möge bitte endgültig die Notbremse ziehen!

  • T.Wiegold   |   05. Mai 2013 - 13:55

    @PzVorlegeKeil et al

    Nein, davon war nicht die Rede. Bemühe mich um mehr Details nd mache weiteren Thread auf.

  • LTC007   |   05. Mai 2013 - 13:56

    T.W. die drei tage bezogen sich nicht auf die nachricht an sich, sondern auf mindestens teile der kommentare hier. vielleicht ist manchem einfach entgangen, was pietät meint. auch tote menschen haben rechte aus art. 1 gg, besonders die, die diese rechte verteidigen.

  • LTC007   |   05. Mai 2013 - 13:59

    da ihr ja so gerne bei den militärbischöfen tagt, redet doch mal mit denen, was geht und was nicht, und nicht nur übers bloggen an sich.

  • Tom   |   05. Mai 2013 - 14:05

    Das waren wirklich mal gute Nachfragen, nicht nur die von T.W.!

    Ich gehe jedoch davon aus, dass der Minister bzw das Ministerium bei nächstbester Gelegenheit die Informationen nachreichen wird, die es auf die Schnelle seit Samstag Abend nicht recherchieren konnte. Oder?

  • Huey   |   05. Mai 2013 - 14:08

    Wer spricht hier etwas GEGEN den Gefallenen aus?

    Ich kann an der “Verzögerung” der Bundesregierung zunächst keine Mutwilligkeit feststellen…..

    Wie läut es denn normalerweise ab?

    Eine Einheit steht im Gefecht, Soldaten werden verwundet.
    Bis diese Meldung SICHER in der OPZ ist, vergeht eine Zeit-dies können Minuten, aber auch Stunden sein; schließlich will man gerade eine solche Meldung nicht fälschlich absetzen.

    Je nach Zusammensetzung eines Trupps kann vor Ort niemand “den Tot” erklären-damit muss gewartet werden, bis der Betreffende zumindest im nächsten Einsatzlazarett ist; und auch dies dauert seine Zeit (Hubschrauber sind eben nicht immer verfügbar-und ein Landtransport kann Tage dauern).

    In dieser Zeit besteht also eine Unsicherheit….was soll man melden, welche Info ist “verlässlich”?
    Dann muss die Heimat benachrichtigt werden; nicht nur BMVg, sondern auch die Familie soll es nicht aus der Presse erfahren.

    In diesem Zusammenhang finde ich 24 Stunden keineswegs als “langsam”-selbst 2-3 Tage sollten “normal” sein…alles darüber hinaus würde ich persönlich als “zu langsam” empfinden..

  • Tom Weinreich   |   05. Mai 2013 - 14:39

    IJC hatte schon gestern Abend von KIA im RC-North an die Presse berichtet. Man kann in der Tat nur denjenigen danken, die so lange die Infos für sich behalten haben. Komisch nur, dass die PK und die Antworten auf die antizipierbaren Nachfragen so dünn ausfallen. Man hatte ja reichlich Zeit die eigene Informationslage zu verdichten. Es verwundert mich auch, dass man den CH-53-Vorfall auf der PK nicht anspricht.

  • Hans   |   05. Mai 2013 - 14:42

    @GermanObserver
    Welches Unrecht? Welche Insider?
    Ich habe noch nie Kommentare in Threads gesehn die geschlossen werden (SPON, WeltOnline etc.) wo wirklich Leute mit Ahnung / Erfahrung / Insiderkenntnis waren. Und selbst eher Bundeswehraffine sind die kleine Minderheit und die Einzigen die ein gewisses Niveau halten.
    Dass die Kommentarfunktion geschlossen wird ist mMn sinnvoll FÜR die Würde des Opfers und ein weiterer Nachteil ist nicht erkennbar. Über Dauer der Meldung etc gab es über mir andere Beiträge die ich hier unterschreibe. Genaueres wird sicher folgen.

    Das einzig Auffällige ist die Nichtaussage ob der KSK-Soldat nur der erst in AFG oder überhaupt war der gefallen ist.

  • Maggus   |   05. Mai 2013 - 15:27

    Sehr bedauerlich und traurig.

    Hat man für diesen Fall nicht Tiger und NH90 Forward Air Medic da unten stationiert? Wurden die erstmals eingesetzt?

    Wobei ich mich schon frage, warum man für einen “routinemäßigen Einsatz” das KSK benötigt.

  • Daniel S.   |   05. Mai 2013 - 15:41

    “Aktualisierung: Stand 15 Uhr

    Bei dem gefallenen Soldaten handelt es sich um einen 32-jährigen Hauptfeldwebel aus dem Kommando Spezialkräfte aus dem Standort Calw.”

    -Presseinformationszentrum Einsatzführungskommando der Bundeswehr

  • M.S.   |   05. Mai 2013 - 15:49

    über Tatsachen zu diskutieren in solchen Fällen ist nichtig.
    Einmal in sich zu kehren und zu schweigen wäre klüger.

  • bonk   |   05. Mai 2013 - 15:57

    Bei aller Kritik an der Kommunikation des Ministers und des Ministeriums (die ich sonst gerne bereit bin zu teilen), würde mich gerne mal interessieren, wie die Kritiker hier es besser gemacht hätten.

    Auch in Twitter-Zeiten muss nicht alles binnen Sekunden auf dem silbernen Tablett serviert werden. Der Minister hat die nötige Pietät dem Gefallenen uns seinen Angehörigen (und Kameraden, die evtl. immer noch in der Operation hängen!) gegenüber gewahrt.

  • -MK20-   |   05. Mai 2013 - 17:16

    Manche Kommentare strotzen mal wieder vor Arroganz. Kanonenfutter? Propaganda? Sowas kann man sich – mit Verlaub – für den heimischen Stammtisch aufheben. Entscheidend ist, dass ein deutscher Soldat gefallen ist und ein weiterer verwundet wurde. Deren Alter, Dienstgrad, Einheitszugehörigkeit, Heimatadresse oder Länge des Bartwuchses kann uns doch vollkommen schnuppe sein! Hauptsache die Angehörigen wurden vor der Öffentlichkeit informiert.

  • GermanObserver   |   05. Mai 2013 - 17:38

    Es ist absolut unstrittig, dass der gefallene Kamerad hier und überall Ehre und Respekt verdient. Nur, weil man aber das Händeln der oberen Chargen kritisch in Frage stellt und denen ggf. auch nicht mehr traut, wird dieses traurige Schicksal mit allen seinen Folgen aber nicht in Frage gestellt oder gar gemindert.
    Den Hinweis mit dem IJC hatte ich mir allerdings gespart, nur hat es hier ja auch jemand geschrieben. Was dort als gesichert vermeldet wird, das wird in Deutschland in gleicher Weise belastbare Erkenntnis sein. Praktisch nichts geschieht heute mehr auf einer einsamen Insel und deshalb kommt es auch umso mehr darauf an, authentisch und wahrhaft aufzutreten und zu kommunizieren. Salamitaktik endet gerne mal im nächsten Pferdefleischskandal, um dieses Schräge Bild mal zu bemühen.
    Es ist nun einmal so, dass ich den oberen US obersten Ebenen einfach nicht mehr glaube und schon bei einem “Guten Morgen” ihnen Kontrollblick aus dem Fenster werfe, um da ein eigenes Bild zu bekommen.

    Und übrigens: dass die Kirchen in diesem Lande und in dieser Gesellschaft noch irgend etwas zu Sitte und Anstand zu melden haben, das stelle ich auch ernsthaft in Abrede. Dann lieber ein würdiges letztes Ehrengeleit durch die Kameraden.

  • Hugo803   |   05. Mai 2013 - 19:13

    Letztendlich muss man aber ganz nüchtern feststellen das das Jahr 2013 (Jan. – Apr.) für ISAF Gesamt am wenigsten Gefallene seit 2006 hervorbrachte. Diese Tatsache, aus welchen Gründen auch immer, kann man nur positiv bewerten.
    Einige Medienberichten (blutiger Frühling etc.) kann man nur mit Skepsis begegnen.

  • Alarich   |   05. Mai 2013 - 20:03

    Der Serval hat auch Kaum Schutz

  • Fred   |   05. Mai 2013 - 20:05

    @Alarich
    Können wir uns die Diskussion zumindest in diesem Themenbereich schenken.

  • Voodoo   |   05. Mai 2013 - 21:52

    Ich bitte darum.

  • Memoria   |   05. Mai 2013 - 22:05

    Ich bitte ebenfalls darum.

    Uli Gack gab soeben im heute-journal einen düsteren Ausblick.
    Die Spannungen zwischen NDS, ANP, ANBP, ANA und damit verbundene OK-Interessen tragen erheblich zum Gewaltniveau bei. Taliban sieht er eher geschwächt.

    Im Bericht werden auch Luftlandeoperationen mit deutschen Fallschirmjäger in Kunduz gezeigt.

    Hier ein vorheriger Bericht, der u.a. die LLOp zeigt:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1888094/Afghanistan-Bundeswehr-raeumt-Stuetzpunkt?setTime=14.056

    Der Tenor ist jedoch weiterhin skeptisch.

    Man kann nur hoffen; dass man vor lauter Abzug in der Führung die Zeichen der Zeit erkennt.

  • Memoria   |   05. Mai 2013 - 22:48

    Passend zum traurigen Anlass sendet Pro7: 300.

  • wacaffe   |   05. Mai 2013 - 23:27

    @ memoria

    andererseits könnte man auch argumentieren das die präsenz erheblicher ok akteure deutlich zur verhältnismäßig ruhigen lage im norden beigetragen hat.
    King Atta ist Ihnen sicherlich ein begriff

  • Memoria   |   05. Mai 2013 - 23:45

    @wacaffe
    Der werte Gouverneur Atta und OK?
    Also bitte…

    Es geht eben nach dem Archimedes-Prinzip:
    Störe meine Kreise nicht.

    Ebenfalls interessant, dass Gack die These stützt, es gebe eine Art Wettlauf zwischen Gruppierungen, wer uns die empfindlichsten Schläge bereiten kann.
    All dies scheint die Führung in MeS, Potsdam und Berlin weitgehend auszublenden. Anders kann ich mir den Ansatz unserer Rückverlegung nicht erklären (Sicherung Highway Triangle nach Auflösung OP North?).
    Oder mir fehlt der Gesamtüberblick.

    Ein weiterer Kamerad ist gefallen – aber ein Ende dieses Alptraumes ist weiter nicht nahe.
    TdM wollte heute ja auch nichts zu den Aufgaben 2015ff sagen, leider. Wir stolpern einfach weiter.

  • Stefan   |   06. Mai 2013 - 0:50

    Der Todesfall ist sehr zu bedauern. Aber weltweit sterben hunderte Menschen durch Krieg. Auch diesen Opfern sollten wir gedenken. Gestern wurden erst 7 US-Soldaten getötet. Und es gab noch viel mehr Tote. Krieg ist der schwerste Verstoß gegen die Menschenrechte.

    “Syrien: etwa 300 Menschen durch israelischen Luftangriff getötet”
    http://german.ruvr.ru/2013_05_05/Syrien-Etwa-300-Militars-durch-israelischen-Luftangriff-getotet/

  • mat the rat   |   06. Mai 2013 - 6:48

    MOURIR POUR KABOUL

    ..weil ” deutschlands sicherheit auch am hindukusch veteidigt wird” ist gelogen und

    TRAURIG

    r.i.p. – semper fo

  • Elahan   |   06. Mai 2013 - 9:28

    Bei der anschließenden Wirkungsaufnahme, der Beurteilung der Folgen…..

    Wo waren die UAVs bei der Wirkungsaufnahme?
    Hatten sie den Einsatz begleitet?
    Wenn nein, warum?
    Welche Plattform hat den CAS geleistet?

  • Prediger   |   06. Mai 2013 - 15:19

    Es gibt doch durchaus noch schamlose Menschen, die ihre politischen Ziel angesichts dieses Vorfalles verwirklichen möchten:

    “Arnold fordert mehr Transparenz bei KSK-Einsatz
    06.05.2013 · Nach dem Tod eines Soldaten des „Kommando Spezialkräfte“ (KSK) haben sich Politiker besorgt über die Sicherheit der Truppe in Afghanistan geäußert. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Arnold, kritisierte die Geheimhaltung des KSK-Einsatzes”

    vgl. FAZ

  • Hans   |   06. Mai 2013 - 15:31

    Glaubt Arnold wirklich dass Transparenz im BT mehr Sicherheit bringt?

  • Prediger   |   06. Mai 2013 - 15:36

    @Hans

    Lediglich für die Zielpersonen des geplanten Zugriffs!

    „Ich bin der Auffassung, dass die Geheimhaltung bei KSK weit überzogen ist“, sagte er dem Sender.”

    Noch Fragen?

  • Hans   |   06. Mai 2013 - 15:46

    @Prediger

    War ohnehin rhetorisch gemeint. Manche Politiker verstehen eben worüber sie entscheiden und andere nicht.
    Zudem: Mikromanagement hat noch nie geholfen. Man kann nicht alles durch Parlamentsbeschluss absegnen lassen, solche Sachen sollte doch auch unter AFG Zuständigkeit fallen wenn wir nur beraten.

  • Prediger   |   06. Mai 2013 - 16:00

    “Also ich bin der Auffassung, dass die Geheimhaltung bei KSK weit überzogen ist. Ich glaube schon, dass der gesamte Verteidigungsausschuss eigentlich das Anrecht darauf haben müsste, über den KSK besser informiert zu werden. Ich halte es für einen unglücklichen Zustand, ich glaube sogar, dass das eher zur Mythenbildung geradezu einlädt, wenn das Parlament und auch die Öffentlichkeit nichts über KSK erfährt. Klar ist, dass KSK-Einsätze, wenn es um die Vorbereitung zu Geiselbefreiungen zum Beispiel geht, das ist eine der wichtigsten Aufgaben, dass man das nicht auf dem offenen Markt vorher austragen kann. Aber ich wünsche mir mehr Transparenz bei KSK. Es würde nichts schaden, ich glaube, es würde eher helfen.

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2097576/

  • Prediger   |   06. Mai 2013 - 16:12

    P.S.: “über den KSK ”

    Den Kommando Spezialkräfte?

    Da sind die Kameraden ja in besten Händen…

  • -MK20-   |   06. Mai 2013 - 16:26

    Hat sich Herr Arnold nicht schonmal hier zu Wort gemeldet? Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn er uns erklären könnte, was er unter Transparenz beim KSK versteht, wie das von Statten gehen soll und in welcher Form es helfen würde.

    Gerade in Bezug auf Mythenbildung und die dadurch mögliche Wirkung auf den Feind kann das KSK von Vorteil sein, und zwar noch bevor die Soldaten überhaupt einen Fuß in die Kampfzone setzen.

  • Tom   |   06. Mai 2013 - 16:35

    Ich finde nicht, dass Herr Arnold so falsch liegt – solange man seine eigene Anti-Arnold-Brille mal abnimmt und sachlich liest:

    “Ich kann mir schon vorstellen, dass im Verteidigungsausschuss auch über die KSK-Einsätze gesprochen werden kann, und nicht nur in diesem kleinen Kreis der Obleute aller Fraktionen.” und
    “Klar ist, dass KSK-Einsätze, wenn es um die Vorbereitung zu Geiselbefreiungen zum Beispiel geht, das ist eine der wichtigsten Aufgaben, dass man das nicht auf dem offenen Markt vorher austragen kann.”

  • Prediger   |   06. Mai 2013 - 16:39

    @Tom
    “Klar ist, dass KSK-Einsätze, wenn es um die Vorbereitung zu Geiselbefreiungen zum Beispiel geht, das ist eine der wichtigsten Aufgaben, dass man das nicht auf dem offenen Markt vorher austragen kann.”

    Die übrigen Aufgaben können also getrost unter Twitter #KSK-Einsatz von Herrn Arnold online gestellt werden?

  • chickenhawk   |   06. Mai 2013 - 16:46

    -MK20-
    Gerade in Bezug auf Mythenbildung und die dadurch mögliche Wirkung auf den Feind kann das KSK von Vorteil sein, und zwar noch bevor die Soldaten überhaupt einen Fuß in die Kampfzone setzen.

    So etwas funktioniert tatsächlich. Vor Jahren kam es mal zu einer Geiselnahme in einer Botschaft bzw. in einem Konsulat in Bonn. Die Sache ging schnell zu Ende. Es stellt sich hinterher heraus, dass die Geiselnehmer die Radionachrichten verfolgt hatten. Dort wurde über die Geiselnahme berichtet und es wurde gemeldet, die GSG 9 sei alarmiert worden (was bei so einem Vorfall im Bonner Raum ja naheliegend ist).

    Alleine die Information, dass sich die GSG 9 in Marsch setzt, soll seinerzeit die Geiselnehmer zur Aufgabe bewegt haben.

  • TZG90   |   06. Mai 2013 - 16:59

    @ chickenhawk:

    In diesem Fall mag das funktioniert haben. Aber die Geiselnehmer hätten in derselben Situation auch mal zur Abschreckung eine tote Geisel aus dem Fenster fallen lassen können.

    Gerade in unübersichtlichen Geisellagen scheinen mir gewollte oder ungewollte Einschüchterungsversuche nicht zielführend, besonders wenn die Geiselnehmer nichts zu verlieren haben bzw. es gar nicht erst drauf anlegen, lebendig rauszukommen. Auch wenn man noch nichts über die Geiselnehmer weiß, scheint mir verdecktes Heranführen der Kräfte erstmal zweckmäßiger.

  • Memoria   |   08. Mai 2013 - 19:01

    Der beste Beweis für das Reden ist das Tun:
    http://diekommandos.de/index.php?id=8

    Jeder Beitrag hilft.