Mechaniker-Fehler führte zu Tiger-Absturz in Mali (m. Statements BMVg, Airbus, Update: Staatsanwaltschaft)

Ein Fehler von Mechanikern der Firma Airbus Helicopters war die entscheidende Ursache für den Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali, bei dem im vergangenen Jahr beide Piloten ums Leben kamen. Das geht aus dem abschließenden Unfallbericht der Flugsicherheitsbehörde der Bundeswehr hervor, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am (heutigen) Mittwoch bestätigte:

Die allein unmittelbare und direkt wirkende Ursache des Flugunfalls war eine fehlerhafte Einstellung der Flugsteuerung des Hubschraubers durch die betreuende Industrie.
Die fehlerhafte Einstellung war ein Einzelfall. Die restliche Tiger-Flotte wurde durchweg sicher betrieben.

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Tiger-Hubschrauber dürfen wieder fliegen – Absturzursache weiter ungeklärt (Neufassung)

Fast zwei Monate nach dem tödlichen Unfall eines Tiger-Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali am 26. Juli dürfen die Helikopter wieder starten. Der Flugsicherheitsausschuss beim Luftfahrtamt der Bundeswehr gab die Nutzung der Maschinen unter Auflagen wieder frei, wie die Bundeswehr am (heutigen) Freitag den Abgeordneten des Verteidigungsausschusses und  auf ihrer Webseite mitteilte*. Die Ursache für den Absturz, bei dem zwei deutsche Soldaten ums Leben kamen, bleibt allerdings weiter ungeklärt. weiterlesen

Vorerst kein scharfer Schuss mit dem Tiger

Für die Pannenliste des Bundeswehr-Großgeräts eine kleine Ergänzung: Ein Tiger-Kampfhubschrauber des Heeres hat einen Waffenträger für seine HOT-Raketen verloren. Bereits am 8. September auf dem vor allem von US-Truppen genutzten Übungsplatz Grafenwöhr in Bayern. Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage von Augen geradeaus!. Die Untersuchungen der zuständigen Flugsicherheitsstelle der Bundeswehr liefen noch.

Nachdem die Kampfhubschrauber aus dem Afghanistan-Einsatz zurück sind (und für sie derzeit kein Einsatz in Sicht ist), dürfte die nach außen auffälligste Konsequenz sein: Bilder wie das oben bei der Informations- und Lehrübung (ILÜ) 2011 mit dem Tiger im scharfen Schuss wird es bei der ILÜ in diesem Jahr wohl nicht geben.

Letzte Tiger-Hubschrauber in Afghanistan-Konfiguration übergeben

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Jetzt sind alle Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr, die für den Afghanistan-Einsatz vorgesehen sind, auch ausgeliefert: In Donauwörth übergab die Airbus Helicopters (gebürtige EuroCopter) am heutigen Donnerstag den letzten der zwölf Tiger in der ASGARD-Konfiguration (Afghanistan Stabilization German Army Rapid Deployment) an die Bundeswehr.  Aus der Airbus HC-Pressemitteilung:

Heute nahm die Bundeswehr den letzten von zwölf Unterstützungshubschraubern Tiger (UH Tiger) in Empfang, die Airbus Helicopters für den Afghanistan-Einsatz umgerüstet hatte. Der Hubschrauber wurde am Produktionsstandort Donauwörth von Airbus Helicopters dem Kampfhubschrauberregiment 36 aus Fritzlar übergeben. Der UH Tiger wird in Afghanistan für die Unterstützung von Bodentruppen, den Schutz von Konvois und Aufklärungsmissionen herangezogen.
Das Programm zur Umrüstung von drei Tranchen zu je vier UH Tiger auf ASGARD-Konfiguration (Afghanistan Stabilization German Army Rapid Deployment) wurde Ende 2011 von Airbus Helicopters und dem Bundesverteidigungsministerium vereinbart und ist nun abgeschlossen. Die Modifizierung umfasste neben dem Einbau eines Missionsdatenrekorders und verbesserter Kommunikationssysteme für multinationale Einsätze auch die Installation von Sandfiltern für die Triebwerke sowie verbesserten ballistischen Schutz.

Ein bisschen drängt sich auf: Besser spät als nie – und da sehe ich die Probleme nicht (nur) auf Seiten der Industrie. Wenn ich mich recht erinnere, hakte diese Umrüstung eine ganze Weile daran, dass die Bundeswehr zwar an einen Einsatz dieser Kampfhubschrauber am Hindukusch dachte – sich aber lange nicht entschließen konnte, die dafür nötigen Sandfilter auch zu bestellen…

(Ja, endlich wieder ein Hubschrauberthread. Darf ich gleich von vorherein zur Zurückhaltung aufrufen?)

(Foto: Airbus Helicopters/Charles Abarr)

Train as you fight?

Die große Leistungsschau des Deutschen Heeres, die Informationslehrübung (ILÜ, jährlich wechselnd zwischen Munster/Bergen – Nord – und Hammelburg – Süd) läuft derzeit auf den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen. Zum Ablauf gibt es Sonderseiten bei deutschesheer.de. (am kommenden Donnerstag wird sich Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Lehrübung (teilweise) anschauen Auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatte einen Besuch geplant, den aber aus Termingründen abgesagt.)

Augen geradeaus! war am (gestrigen) Montag in Munster und vor allem auch beim (interessanteren) zweiten Teil der ILÜ Nord 2010, der Gefechtsübung mit scharfem Schuss in Bergen. Neben den Fotos die Dinge, die mir aufgefallen sind:

20100906_ILUe_Nord-020

Die Panzerhaubitze 2000 im – wie die rote Flagge anzeigt – scharfen Schuss weiterlesen