Warten auf Regierungs-Reaktion nach Drohnen-Angriff in Leizpzig, versuchter Anschlag auf Kraftwerk in Brandenburg

Das wird noch ein interessanter Tag. Wie seit einigen Tagen erwartet, dürfte sich die Bundesregierung am (heutigen) Dienstag zu dem möglichen Urheber des Drohnen-Angriffs auf ein ukrainisches Flugzeug in Leipzig äußern – nach Medienberichten soll die Verantwortung eines russischen Geheimdienstes feststehen. Und ganz aktuell gibt es Meldungen von einem Angriff mit – vermutlich selbstgebauten – Raketen auf ein Kraftwerk in Brandenburg.

Über eine bevorstehende offizielle Regierungsaussage zum Drohnen-Angriff in Leipzig berichtet unter anderem der Spiegel:

Die Bundesregierung sieht einen russischen Geheimdienst als Urheber des versuchten Sprengstoffanschlags Anfang August auf den Leipziger Flughafen.
Nach SPIEGEL-Informationen haben sich die Erkenntnisse über eine oder mehrere mutmaßlich an der Tat beteiligte Personen im Zuge der Ermittlungen so weit verdichtet, dass die Bundesregierung beabsichtigt, diese Details noch am Dienstag öffentlich zu verkünden und den Anschlagsversuch einem russischen Geheimdienst zuzuordnen.

Nach Medieninformationen soll es gegen 17.30 eine gemeinsame Aussage dazu von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johannes Wadephul geben. Bedeutsam wird dabei dann nicht nur die Benennung von Verantwortlichen für den Angriff – sondern auch die Frage, was die Bundesregierung als Konsequenzen ankündigt.

Völlig offen ist bislang, ob ein weiterer, aktueller Vorfall damit in Verbindung steht: Auf das Kraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs soll es einen Anschlag gegeben haben, wie die Märkische Allgemeine (MAZ)* berichtet:

Beschuss mit Raketen: Versuchter Anschlag auf Umspannwerk Jänschwalde
Das Kraftwerk Jänschwalde war am Dienstag mit seinem vorgelagerten Umspannwerk Ziel eines mutmaßlichen Anschlags.
Nach MAZ-Informationen wurde eine wichtige Anlage nahe des Kohlekraftwerks mehrfach beschossen. Einsatzkräfte sollen vor Ort weitere Raketen entschärft haben. Zu einem Stromausfall kam es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Insofern: weiter nach Entwicklung, was auch immer heute noch passieren mag.

1. Ergänzung: In Deutschland weitgehend unbeachtet blieb ein Anschlag auf ein polnisches Rüstungsunternehmen, das die Ukraine beliefert – aus der Mitteilung der polnischen Nationalen Staatsanwaltschaft vom (gestrigen) Montag:

31.08.2026
Brand in Skarżysko-Kamienna
Ein Staatsanwalt der Außenstelle für Kleinpolen der Abteilung für organisierte Kriminalität und Korruption der Nationalen Staatsanwaltschaft in Krakau hat heute ein Ermittlungsverfahren wegen Beteiligung an Aktivitäten eines ausländischen Geheimdienstes gegen die Republik Polen und wegen Begehung einer terroristischen Straftat eingeleitet, die darin bestand, am 31. August 2026 auf dem Gelände des Unternehmens WB ELECTRONICS S.A. in Skarżysko-Kamienna durch das Anbringen einer Ladung mit brennbaren Materialien vorsätzlich einen Brand zu verursachen. Infolge des Brandes wurden Lagerräume zerstört, und der entstandene Schaden beläuft sich auf mindestens 15 Millionen Złoty.

*Links zu deutschen Verlagswebseiten finden hier i.d.R. nicht statt; dieser Vorfall rechtfertigt eine Ausnahme