Bundesregierung sieht Russland hinter Drohnen-Angriff, offizielle Reaktionen
Hinter dem Drohnen-Angriff auf ein ukrainisches Flugzeug auf dem Leipziger Flughafen Anfang August steht nach Ansicht der Bundesregierung Russland. Als Reaktion wird unter anderem das russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen. Russische Staatsbürger sollen bei der Einreise schärfer kontrolliert, die russische Schattenflotte stärker überprüft werden.
Diese Aussagen machten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johannes Wadephul am (heutigen) Dienstag in Berlin. Was die deutschen Reaktionen konkret bedeuten, insbesondere was die Schattenflotte angeht, blieben die Details allerdings offen.
Aus Zeitgründen hier erstmal nur der Mitschnitt ihres Statements, nach dem keine Fragen zugelassen wurden:
Dobrindt_Wadephul_01sep2026
„Alle Russen ausweisen oder sicherheitsüberprüfen“….ein klares NEIN! Meine Lebensgefährtin ist russische Staatsbürgerin, die in Deutschland ihren Lebensunterhalt verdient, sich für unsere Gesellschaft einsetzt und ihr Land deshalb verlassen hat, weil sie dort keine Zukunft mehr für sich und ihre Tochter sah. Aber sie nur aufgrund ihrer Staatsbürgerschaft unter Generalverdacht stellen?! NEIN! Ich kenne viele Russen hier in Deutschland, vom Studium oder über meinen Freundes- und Bekanntenkreis. Bevor das Geschrei beginnt, nein, ich bin kein Putinfreund oder gar -unterstützer. Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen, in ihrem und unsere Interesse! Aber wir müssen endlich einen Weg finden, wie wir zukünftig mit Russland und den dortigen Bewohnern leben wollen. Russland wird auch in Zukunft existieren.
@ Closius
„Den Skagerrak hätten wir schon seit 2022 für Russland schließen können. Wir sehen doch wie leicht dies geht beim Iran. Da müssen sich doch nur ein paar Minen „verirren“.
Das Skagerrak hat mit der Strasse von Hormuz nur eine Gemensamkeit: Es ist eine Wasseroberflaeche. Tiefe, Breite, Ausdehnung, Anrainerstaaten ect haben ganz andere Eigenheiten und Dimensionen. Auch befindet sich im Skagerrak niemand im Kriegszustand.
Ich habe im Kalten Krieg, wo es sehr oft ganz kurz vor Toten auf beiden Seiten gestanden hat( zB Vorfall Gaeth vor Fehmarn), mit Politikern und Vorgesetzten diskutiert: Werden Sie mit mir kommen, wenn ich den Eltern oder der Ehefrau uebermitteln muss, dass ihr Sohn oder Ehemann in einem nicht-erklaerten Krieg im Einsatz fuer die Bundesrepublik Deutschland erschossen wurde/gefallen ist?
Mit der erfolgten Attribuierung der Schadaktion in Leipzig an einen fremden Staat bzw. an dessen steuernde Veranlassung hat sich die sicherheitspolitische und verfassungsrechtliche Lage grundlegend verändert.
Damit ist die bisherige Betrachtung als ausschließlich „innere Sicherheitslage“ überholt.
Die Bundesrepublik Deutschland ist angegriffen worden.:
Die hybride Form des Angriffs nimmt dem Angriff nicht seine staatliche Qualität.
#Darius Finke:
„Nur kurz zur Einordnung im Thema Polizei oder Bundeswehr aus technischer Sicht: egal welcher Hubschrauber, ob militärisch oder zivil ist bei Beschuss schon durch Maschinengewehre schwer Absturzgefährdet.“
Der letzte Teil ist uneingeschränkt richtig.
Beim ersten Teil würde ich das vom Hubschraubertyp abhängig machen.
Ich vermute mal die Bundeswehr hat einen gegen schweres Maschinengewehrfeuer gehärteten Heli nicht im Arsenal.
Bspw. der Black Hawk der USA ist incl. Rotorkopf und Rotorblätter aber so ausgelegt.
Beispiel: Evakuierung von BW-Soldaten beim Karfreitagsgefecht unter Feuer.
Aber richtig, beim Einsatz von manpads wirds echt schwierig…
Bei jeglicher Boarding-Operation möglich…
Ja, okay. Dass Deutschland mittels hybrider Kriegsführung angegriffen wird, wissen wir jetzt seit langer Zeit. Die Frage ist was machen wir jetzt. Die Flughäfen sind weiterhin nicht ausreichend gesichert. Kritische Infrastruktur ist weiterhin nicht ausreichend gesichert. Nur, weil man das russische Konsulat in Bonn dicht macht und weitere „Sanktionen“ auf den Weg bringt, ist das Problem nicht gelöst. Im Gegenteil, solange die Ukraine weiter unterstützt wird, steht Deutschland im Fokus. Ich prophezeie düstere Zeiten für Deutschland, weil wir überhaupt nicht vorbereitet sind , weder Polizei noch Bundeswehr, und uns in den nächsten Wochen und Monaten ein noch böseres Erwachen droht, als es bisher schon eingetreten ist. Gegen Angriffe auf kritische Infrastruktur, Eisenbahn und Flughäfen kann man nichts machen. Der nächste Schritt beim bösen Erwachen ist also wie geht man damit um wenn wirklich was passiert und eine Drohne ein Flugzeug vom Himmel holt oder es Tote bei einem Bahn-Anschlag gibt. Dieser Punkt wird kommen, und dann ist man nicht vorbereitet, das ist das größte Problem, was ich als sehe. Und wenn dann etwas passiert ist, geht das Kalkül der hybriden Kriegsführung Russlands weiter auf.
Wittkoff und Kushner sind heute nach Moskau geflogen
„Oberbefehlshaber Präsident Wladimir Putin hat den Befehl gegeben, Kiew drei Tage lang, beginnend heute um Mitternacht, nicht anzugreifen“, …..
Die Feuerpause soll bis 08.09.26 einschließlich gelten.
(RND, Berliner Zeitung u.a.)
War der letztwöchige CIA Besuch also eine vorbereitende Maßnahme, da die beiden Herren den strategisch- militärischen Rahmen nicht fähig sind darzustellen?
Sollte das zutreffen, hätte White House also tatsächlich mal nicht nur ad hoc reagiert?
Im Anschluss an das Treffen mit Putin reisen beide zu Selenskyj.
@Commander Z:
Volle Zustimmung und folgende Ergänzung: Ich habe vor kurzem eine Hafenrundfahrt in Hamburg gemacht. Die beiden dort bei Blohm&Voss/NVL/Rheinmetall im Bau befindlichen Korvetten Augsburg und Lübeck liegen völlig ungeschützt im offenen Hafenbecken. Das Fahrgastschiff ist 10 Meter an den Korvetten vorbeigefahren. Tolle Fotos möglich! In der Nacht kann jedes Schlauchboot unbemerkt an die Schiffe ranfahren und was auch immer machen. Unfassbar, dass solche teuren Waffensysteme frei zugänglich im Hafenbecken liegen. Und das, nachdem es bereits Sabotagefälle bei eben diesen Korvetten gab.
@Lehrer
Ja, das militärisches Equipment so nachlässig positioniert ist, ist unfassbar naiv; man hat wohl aus dem USS Cole Anschlag nichts gelernt. Wahrscheinlich wissen viele Stabsoffizier bei der Bundeswehr nicht mal, was der USS Cole Anschlag ist.
Wie gesagt, die böse Überraschung wird in naher Zukunft über Deutschland kommen, weil man einfach nicht vorbereitet ist. Ich würde fast schon soweit gehen und sagen man möchte gar nicht vorbereitet sein.. Und dann will wieder niemand was gewusst haben. Das militärische Führungspersonal der Bundeswehr und die Politiker sind derart ignorant. Anders kann man das nicht mehr sagen.