Kanzler bestätigt Ende des deutsch-französischen Kampfjets; Industrie sucht (europäische) Möglichkeiten
Bereits seit dem vergangenen Montag war klar, dass das deutsch-französisch-spanische Luftkampfprojekt FCAS vor dem Aus steht. Dass in einem zentralen Teil des Projekts, der Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs, Deutschland und Frankreich nicht mehr gemeinsam weitermachen wollen, bestätigte Bundeskanzler Friedrich Merz offiziell erst am (heutigen) Mittwoch auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. Und natürlich kursieren längst Gedanken, wie es weitergehen könnte mit den deutschen und europäischen Luftkampffähigkeiten.
Die offizielle Absage an den wesentlichen FCAS-Teil in der Rede des Kanzlers*:
Präsident Macron und ich haben es uns in dieser Frage eines deutsch-französischen Kampfflugzeuges wirklich nicht leicht gemacht. Über Monate haben wir zusammen mehrere Anläufe unternommen, um die beteiligten Unternehmen zu einer Einigung zu bewegen, und nach einem Mediationsverfahren, das wir angestrengt haben und das durchgeführt worden ist, haben Präsident Macron und ich uns schließlich geeinigt. Wir sind zu der geteilten Einschätzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zueinander finden. Diese Realität erkennen wir an. Präsident Macron und ich haben deshalb am vergangenen Freitag vereinbart, den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht weiter zu verfolgen. Damit, meine Damen und Herren, lösen wir eine langjährige Blockade auf, wir eröffnen der Industrie neue Möglichkeiten, beim Bau moderner Kampfflugzeuge auf anderen Wegen weiter voranzukommen. Den eigentlichen Kern von FCAS werden wir als europäisches System der Systeme, als „System of Systems“, weiterführen, und hierin liegt eine große Chance eines zentralen deutsch-französischen verteidigungsindustriellen Zukunftsprojekts, das wir gemeinsam verwirklichen wollen. Wie sich das umsetzen lässt, werden jetzt unsere Verteidigungsminister bis zum nächsten deutsch-französischen Regierungstreffen in Deutschland, das wir im Juli abhalten werden, erarbeiten.
Interessant ist der Ansatz, den eigentlichen Kern von FCAS neu zu definieren – bislang war ja immer der Kampfjet der 6. Generation als der eigentliche Kern verstanden worden. Und erstaunlich ist auch, dass die Bundesregierung am vergangenen Montag, als sie die Nachricht vom Scheitern gezielt bei einigen Medien streute, genau diese Erzählweise nicht wählte. Sondern die vom Scheitern.
Aber egal, es geht weiter. Die deutsche Industrie hat natürlich längst Pläne, wie sie beim Bau moderner Kampfflugzeuge auf anderen Wegen weiter vorankommen könnte. Der Kern des Ansatzes dafür ist die gemeinsame Erklärung von acht deutschen Unternehmen, die sich zum Team Gen6, für die 6. Kampfflugzeuggeneration, zusammengefunden haben. Am (morgigen) Donnerstag wollen sie auf der ILA diese gemeinsame Absicht auch schriftlich fixieren.
Dabei zeichnet sich aber auch ab, dass es nicht bei einem allein deutschen Ansatz bleiben soll. Denkbar scheint unter anderem, dass sich die FCAS-Partner Deutschland und Spanien auf die Grundzüge eines geplanten neuen Kampfjets verständigen – die Interessen der beiden Länder liegen für ein solches Flugzeug enger beieinander als die gemeinsamen Interessen mit Frankreich. So wird es um Reichweite, aber auch um die Fähigkeit zum Mitführen von ausreichend Raketen bei gleichzeitiger Stealth-Komponente, also Tarnung vor Entdeckung gehen. All das beeinflusst unter anderem die Größe des Jets – was wiederum Auswirkungen hat auf die Entscheidungen über den Antrieb.
Auf der Basis eines deutsch-spanischen Entwurfs könnten beide Länder, vor allem aber die Industrie dann nach anderen europäischen Partnern suchen. Dass könnte Schweden sein, das mit dem Gripen Erfahrung in der Entwicklung solcher Flugzeuge hat. Das könnten aber auch andere europäische Länder sein, die derzeit noch in anderen Konstellationen an ähnlichen Plänen arbeiten. Wo die Reise genau hingeht, wollen bislang weder Politik noch Industrie allzu genau sagen.
*Fürs Archiv die Rede als Sicherungskopie:
20260610_Merz_ILA
Nachtrag: Das von den beteiligten deutschen Unternehmen am 12. Juni unterzeichnete Positionspapier zum Team Gen6:
Team_Gen6_Strategisches_Positionspapier_12jun2026
Es kommt am Ende darauf an, was die Prioritäten sind.
Wenn es die schnelle, auf die Anforderungen der Bundeswehr ausgerichtete Verfügbarkeit eines Waffensystems geht, muss eine Neuentwicklung weitgehend national sein, zumindest eindeutig DEU geführt sein.
Wenn der Hauptzweck Europapolitik ist, muss man viel mehr Geld und Zeit zur Verfügung stellen und muss auch noch deutlich mehr F35 bestellen.
Spanien halte ich für einen denkbar schlechten Partner, da im Kampfflugzeugbereich nicht auf dem notwendigen Stand.
Spannend wird sein die Anforderungen an das Flugzeug nicht höher zu schrauben als beispielsweise mit einer realistischen Triebwerksentwicklung zu erreichen ist.
Nur so: neu ausgelieferte F35 sind bis auf Weiteres Block 4 Maschinen, auch die bereits von der Lw georderten Maschinen gehören angeblich dazu. Wenn man der Fachpresse glauben darf, dann werden die Block 4 wegen Problemen mit dem AN/APG-85 bis ca. 2028 ohne Radar, dafür mit Ballastgewichten ausgeliefert werden.
Nach dem Anschauen auch vom aktuellen „Welt“-Interview von Ulrike Franke zum Thema FCAS :
Das dt./franz. Kampfjet-Projekt ist endgültig tot.
Bedeutet aber nicht das es mit anderen Partnern nicht weitergehen könnte.
Ich würde vor allem Schweden mit dem Saab-know-how empfehlen.
Und aufgrund der vollmundigen Aussage “ grösste konventionelle Streitmacht in Europa“ sollte da was machbar sein.
Sprich Deutschland ist atomar raus, Flugzeugträger gibts auch nicht, aber dann könnte man ja federführend den neuen „Sänger“-Kampfjet in gossen Teilen hierzulande entwickeln…
( Namensvetter:
https://en.wikipedia.org/wiki/Saenger_(spacecraft)
– extrem ambitiert, hatte nichts mit Kampfjets zu tun, aber den Namen könnte man übernehmen ;-)
Zum Kern von FCAS:
Ja – der Fighter war und ist die technologisch größte Herausforderung.
Das Thema Combat Cloud mit der gemeinsamen Steuerung der Daten und Einbeziehung der Drohnen kann man aber durchaus auch als Kernansatz auffassen. Ob das Deutsch-Französische Verhältnis stark angeknackst ist, wird man genau daran sehen, ob die anderen Aspekte von FCAS überleben oder eben auch nicht.
zu Schorsch 52: Für die Luftwaffe ist m. W. „nur“ das AN/APG-81 vorgesehen.
Hallo zusammen,
Frankreich sollte nun ebenfalls Saab hofieren, um ein neues SCAF-Projekt auf den Weg zu bringen – die EU-Förderprogramme lassen grüßen:
https://www.latribune.fr/article/defense-aerospatiale/defense/81017313216632/apres-lechec-du-scaf-le-suedois-saab-est-devenu-le-numero-a-appeler-pour-l-avion-de-combat-europeen
Vom Außenseiter nach seinem Austritt aus dem GCAP zum heiß begehrten Partner: Saab scheint nun alle Karten in der Hand zu haben – ideal, um an den Verhandlungstisch zu kommen…
Frankreich hat eine solide Beziehung zu Schweden. Es hat vor Kurzem zwei GlobalEye-Systeme gekauft, während Schweden vier Fregatten bei Naval Group sowie Radare bei Thales bestellt hat. Stockholm ist zudem die erste Hauptstadt, die auf den französischen Vorschlag einer erweiterten nuklearen Abschreckung reagiert hat, was die französische nukleare Luftkomponente umso attraktiver machen könnte.
Hinzu kommt, dass Saab – genau wie Dassault – auf einer stabilen Eigentümerstruktur in Familienhand basiert, mit einer ähnlichen Betriebskultur und einer starken Ausrichtung auf die Kontrolle von geistigem Eigentum. Beide Unternehmen vertreten eine ähnliche Exportpolitik und setzen auf einen Mehrzweckkampfflugzeug-Ansatz statt auf einen reinen Luftüberlegenheitsjäger, wie es sich Deutschland wünscht. Frankreich wäre mit Safran und seinen Triebwerken außerdem in der Lage, Saab unabhängiger von den USA zu machen und somit endlich ITAR-frei zu werden. MTU ist hier leider noch nicht so weit.
Nichtsdestotrotz hat auch Deutschland eine sehr gute Ausgangsposition, denn beide Länder sind eng vernetzt und kooperieren bereits in verschiedenen Bereichen (Luftabwehr, Fahrzeuge usw.). Airbus Deutschland hat bereits erste Annäherungen mit Saab unternommen und scheint, Stand heute, die Nase vorn zu haben.
Bei genauerem Hinsehen scheint es jedoch, als habe Deutschland Dassault verlassen, um letztlich mit einem „Dassault 2.0“ weiterzuarbeiten. Denn ebenso wie Dassault wird Saab sein Backward geistiges Eigentum schützen wollen, Exportrestriktionen sehr kritisch sehen und weiterhin auf ein eher leichteres Kampfflugzeug bestehen, das – wie der Gripen heute – auch auf rudimentären Pisten landen kann.
Dennoch halte ich die Saab-Option für Deutschland derzeit für die beste. Sollte sie nicht zustande kommen, wird es schwierig, denn eine Teilnahme am GCAP wäre für Deutschland enttäuschend, und ein Alleingang mit der üblichen deutschen „Goldrandlösung“ wäre teuer und würde sehr viel Zeit kosten, um beispielsweise die technologische Lücke in der Triebwerksentwicklung zu schließen. Hinzu kommt, dass ein Alleingang Deutschland dazu zwingen würde, seine Exportpolitik zu lockern, um ein finanzielles Desaster zu vermeiden, und sich damit Schweden oder Frankreich anzunähern – was bislang nicht gewollt war und zum Scheitern von FCAS beigetragen hat.
Sollte Frankreich Saab nicht überzeugen können, wäre das zwar ein Rückschlag, aber bei Weitem nicht so gravierend, da Indien bereits an der Tür klopft. Für mich ist Indien einer der besten Partner, die sich Frankreich wünschen kann, da beide ähnliche militärische Doktrinen und Bedürfnisse haben: nukleare Komponenten, Flugzeugträger und die Vision eines Multi Role Jet. Beide Länder nutzen bereits den Rafale, kooperieren eng miteinander, und der Bedarf an Kampfflugzeugen in Indien ist sehr hoch.
Man sollte sich nicht von der selbstsicheren Äußerung von Herrn Merz täuschen lassen, denn Deutschland befindet sich derzeit an einem Scheideweg. Saab wird sich eine Zusammenarbeit mit Airbus (sehr) teuer bezahlen lassen. Ich kann nur hoffen, dass Deutschland aus dem FCAS-Desaster bei den Verhandlungen etwas gelernt hat. Frankreich könnte aber hoch pockern um die Suppe zu vermiesen.
Meiner Meinung nach ist es angesichts der Existenz des Eurofighters und der F-35 unklug, Dutzende oder Hunderte von Milliarden Euro in eine Entwicklung zu investieren, die erst Mitte des Jahrhunderts ihre volle Reife erreichen und dann (vielleicht sogar viel früher) veraltet sein wird. Dieses Geld könnte wesentlich effektiver eingesetzt werden, sowohl eigenständig als auch in Zusammenarbeit mit Verbündeten. Hier ist nur eine Möglichkeit: https://x.com/clashreport/status/1847904302842433638?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1847904302842433638%7Ctwgr%5Eb52edca9e071ee9ccc88230feba935ba4b5f83f3%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.twz.com%2Fair%2Fthe-existence-of-israels-secret-stealth-drone-should-come-as-no-surprise Regards…
note: ILA Berlin! https://www.twz.com/air/boeings-new-larger-ghost-bat-can-carry-aim-120-amraams-internally
Also ich frage mich schon lange warum Deutschland so eine Sonderlocke mit Frankreich gedreht hat und sich nicht gleich dem Global Combat Air Programme anschloß. Mit Großbritanien und Italien sind zwei Länder dabei mit denen schon in der Vergangenheit erfolgreich Kampflugzeuge entwickelt wurden (Tornado & Eurofighter). Hinzu kommt Japan, dass in einigen wichtigen Bereichen technologisches Know-How beisteuern kann. Auch Schweden hat mit seiner Unterschrift unter ein Memorandum of understanding Interesse bekundet und schließlich will sich wohl auch Kanada noch diesen Monat anschließen.
Apollo 11 sagt:
11.06.2026 um 1:21 Uhr
… aber dann könnte man ja federführend den neuen „Sänger“-Kampfjet in gossen Teilen hierzulande entwickeln.
Tut man doch (Aurora-Projekt): https://de.wikipedia.org/wiki/Aurora_(Raumflugzeug)
@Jean-Pierre
SAAB/SWE hat die Nase voll von FR/Dassault. Sie waren bei Neuron dabei und diese Erfahrung reicht ihnen, sonst wären sie ja schon Teil von FCAS gewesen.
DEU wird keine weitere Zusammenarbeit wie in FCAS oder auch EF suchen oder akzeptieren, eher machen sie es alleine.
Ich glaube, dass man eher ein Programm aufziehen wird, wo DEU die klare Führung (>50%) hat und sich kleinere Partner suchen – Bsp- das Iris-T Programm. Da gibt es viele Möglichkeiten und dabei nicht nur SWE/SAAB. Ich glaube an kein DEU-SWE Kampfflugzeugsprogramm (der Bedarf ist zu unterschiedlich), aber an DEU-SWE Technologieansätze schon.
Noch ein Zusatz bzgl. dem geforderten Luftüberlegenheitsjäger und dem reininterpretierten Konflikt zum Mehrzweckkampfflugzeug:
Jedes Kampfflugzeug ist heute ein Mehrzweckkampfflugzeug. Es geht aber um die Primärrolle. Aus einem Luftüberlegenheitsjäger kann man einen Jagdbomber machen (siehe EF, F-15, F-16) aber nicht umgekehrt (siehe Tornado).
Allen Kommentaren gemeinsam ist doch, dass es nicht darum geht, dass die Bw das bestmögliche „Arbeitsgerät“ für die Aufgabe bekommt.
Hier spielen u.a. Wirtschaftspolitik, Europapolitik, die Lobbyisten und natürlich die Bundesländer u.v.m. eine ganz wichtige Rolle.
Der eigentliche Zweck ist halt nur EIN Kriterium.
Ich bin froh, dass FCAS bzw. der NGF gescheitert ist. Deutschland sollte in Ruhe eruieren, was wir wirklich in zwanzig/dreissig Jahre brauchen werden und dies dann konsequent mit einem Anteil grösser 50% selber entwickeln. M. Meinung nach ist nicht ausgemacht, dass dies unbedingt ein Highend-Steahlth-Jagdbomber mit menschlicher Besatzung sein muss. Bei der rasenden Entwicklung der Radar-/ und Satelittentechnik (Qualität und Quantität) kann es gut sein, dass das unerkannte, tiefe Eindringen in den feindlichen Luftraumnicht schlicht nicht mehr möglich ist.
@ Jean-Pierre
Niemand wird aktuell auf die Idee kommen, mit Dassault kooperieren zu wollen. Auch nicht Schweden.
Und die Exportpolitik der beiden Länder ist gänzlich unterschiedlich.
In Deutschland und Spanien hat sich bereits eine Gruppe von Unternehmen zusammengeschlossen, die das neue Kampfflugzeug entwickeln möchten.
Saab wird sich anschließen, so wie es momentan aussieht.
Dassault ist leider völlig unfähig, sich in einem Gemeinschaftsprojekt, einzubringen.
Als Beispiele gerne FCAS, das Maps-Programm oder die EuroDrone genannt.
Schweden darf man auch nicht isoliert betrachten, da sie in einer Allianz die nordischen Luftwaffen sehr eng betreiben.
Generell wünsche ich mir aber, dass wir GCAP beitreten inklusive Spanien und Schweden.
Ich stelle hier mal den Link auf das Interview des Hausherrn vorgestern im DLF ein https://www.deutschlandfunk.de/fcas-nachfolge-und-industriepolitik-interview-thomas-wiegold-augengeradeaus-100.html. Dort wird ein m.E. wichtiger Punkt benannt: Die Rolle des bemannten Flugzeugs (das eben zunächst auch ein entsprechend ertüchtigter EF sein kann) als Lenk-Leit/Steuerungsmittel für Drhnen (loyal Eingänge) die unterschiedliche Rollen wahrnehmen können. Siehe auch den Kommentar vo @Oleg Olkha oben. Das wäre ein vernünftiger Einstieg in ein FCAS ohne Frankreich.
Ich finde es bemerkenswert, dass nach 50 Jahren immer noch die F-16 gebaut wird, obwohl der Nachfolger F-35 schon seit Jahren in Dienst ist. In der aktuellsten Variante F-16V (Block70/72) scheint die F-16 immer noch ein modernes, durchsetzungsstarkes und vor allem zuverlässiges Mehrzweckkampflug zu sein, obwohl das Muster bereits ein halbes Jahrhundert alt ist. Die Amerikaner sind gut darin, alte und bewährte Muster (CH-47, CH-53, C-130, F-15, F-16…) immer weiter zu entwickeln und auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten.
Warum sollte dies nicht auch mit dem Eurofighter möglich sein?
Wäre es eine realistische Option, alle zur Zeit im Dienst befindlichen Eurofighter der Tranchen 1, 2 und 3 bis zum Jahr 2040 durch 150 komplett neu zu bauende Eurofighter der Tranchen 4 und 5 zu ersetzen? Dann hätte die Luftwaffe bis mindestens ins Jahr 2060 einen relativ großen Bestand an neuen, modernen Mehrzweckkampflugzeugen, die auch über Fähigkeiten im Bereich EK und MUM-T verfügen würden.
Und alle Maschinen inklusive der Technik wären in Europa/Deutschland gebaut, und würden hier technologische Kompetenzen und Arbeitsplätze sichern.
Das wichtigste wurde hier doch noch gar nicht erwähnt:
Durch das FCAS-Aus ist sichergestellt, dass der Sicherheitshalber Podcast auf ewig weiterlaufen wird.
Wenn das keine gute Nachricht für deutsche Sicherheits-Community ist, dann weiß ich es auch nicht.
SCNR
Wenigstens ist es politisch weniger komplex, unter den französischen nuklearen Schutzschirm zu schlüpfen, als ein Flugzeug zu bauen. /SCNR
@ Jean-Pierre
Wer hat in Europa denn ernsthaft Interesse daran, sich von Monsieur Trappier permanent belehren und als zweitrangiger Juniorpartner abkanzeln zu lassen? Diesbezüglich wird man bei Saab auch mitbekommen haben, was wann und vor allem wie gesagt wurde… Ketzerisch formuliert: FRA sucht einen Geldgeber, keinen Partner.
@Lehrer
Die Produktion der F-16 findet aber nur noch für den Export statt und beschränkt sich primär auf Kunden denen entweder das nötige Kleingeld fehlt, oder denen man keine F-35 verkaufen möchte. Die AF hat ihre letzte Maschine vor über 20 Jahren erhalten und der Bestand schmilzt langsam aber stetig ab.
Den EF soweit zu Ertüchtigung, dass sich sein Leistungsspektrum dem eines Flugzeugs der 5. Generation annähert, wäre ein aufwendiges und kostspieliges Projekt. Der Weg zu einer Neuentwicklung ist dann auch nicht mehr ganz weit.
Hallo Fox1,
Ob Frankreich und Schweden am Ende gemeinsam einen neuen SCAF durchführen werden oder nicht, kann ich beim besten Willen nicht voraussagen (offensichtlich besitzen Sie Informationen, die ich nicht habe). Das war ja auch nicht Sinn und Zweck meines Kommentars. Es ist jedoch interessant zu erfahren, dass Frankreich möglicherweise Schweden für einen neuen SCAF sondiert. Falls dem so ist: Was könnte das für den deutschen Annäherungsversuch mit Saab bedeuten? Denn ob man es gutheißt oder nicht – derzeit verhandeln Deutschland und Schweden über eine Airbus/Saab-Kooperation.
Dass das Interesse Frankreichs Saab am Verhandlungstisch mit Airbus verstärken könnte, halte ich durchaus für relevant – insbesondere, wenn man einen Partner sucht, mit dem man auf „Augenhöhe“ arbeiten will. Diese Konstellation erschwert die Verhandlungen um dies zu erreichen.
Jetzt kann man natürlich auch spekulieren, ob Frankreich tatsächlich Interesse an einer Kooperation mit Saab hat, oder ob Frankreich Deutschland lediglich hochpokern lassen möchte, damit Deutschland einen weniger attraktiven Deal mit Saab erreicht. Das wäre ebenfalls ein denkbares Szenario. Es wird sich alles noch zeigen.
Einen Alleingang halte ich für utopisch. Selbst wenn Deutschland technologisch nach einer gewissen Zeit mithalten könnte, ließen sich die finanziellen Risiken (bis hin zu möglichen Insolvenzwellen) nur vermeiden, wenn Deutschland seine Exportrestriktionen – ähnlich wie Frankreich und Schweden – lockert. Zudem wird Deutschland seine bisherigen Eurofighter-Kunden künftig mit den GCAP-Partnern teilen müssen. Das klingt vielleicht trivial, aber die Kundentreue in dieser Industrie sollte man nicht unterschätzen: Rund 70 % der Mirage-Kunden sind später Rafale-Kunden geworden.
Ob Deutschland andere Partner für sich gewinnen kann, wird sich zeigen. Spanien wird sehr wahrscheinlich mitziehen. Belgien hat Interesse am FCAS gezeigt. Möglicherweise könnte sogar Saudi-Arabien anklopfen, nachdem es beim FCAS abgelehnt wurde und beim GCAP nur mit Widerstand in eine Wartestellung gelangt ist. Allerdings bleibt die deutsche Exportrestriktionspolitik ein Klotz am Bein (der Eurofighter in der Türkei lässt grüßen).
Und doch deuten ein Luftüberlegenheitsjäger und ein Multirole-Jet sehr wohl auf Unterschiede in der Konzeption hin. Beim Eurofighter sind die Canard-Flügel im Vergleich zu Rafale oder Gripen deutlich weiter vorne positioniert, was die direkte Sicht nach unten für den Pilot bei Bodenangriffen beeinträchtigt. Die Triebwerkseinläufe beim Eurofighter liegen zudem sehr dicht nebeneinander. Das ist bei Einsätzen in großer Höhe unproblematisch, kann jedoch im Tiefflug kritisch werden, wenn etwa ein Vogel eingesaugt wird und dadurch beide Triebwerke gleichzeitig beschädigt werden könnten, da die Einläufe nicht durch den Rumpf voneinander getrennt sind.
Außerdem wird man sich bei einem Flugzeug der 6. Generation je nach Missionsprofil für oder gegen ein Seitenruder entscheiden müssen. 😉
Nicht nur FCAS, auch noch das MGCS?
Nach jüngsten Informationen, u.a. im Handelsblatt, FR und weiteren steht auch das
Rüstungsvorhaben „Main Ground Combat System (MGCS)“ nach Differenzen um den Rüstungskonzern KNDS auf der Kippe. Angeblich ist Berlin auf einen Abbruch beim MGCS aber vorbereitet.
„Der Panzerbauer KNDS, der durch das MGCS-Projekt stark gestützt werden sollte, steht vor einem schwierigen Börsengang. Durch die Krise und den drohenden Verlust des MGCS-Auftrags ist die Unternehmensbewertung von einst angestrebten 25 Milliarden Euro auf Schätzungen von 12 bis 15 Milliarden Euro gesunken“ (FR).
In der Folge könnte auch der beabsichtigte deutsche 40% Anteil an KNDS gefährdet sein.
FCAS, obendrein offenbar auch noch das MGCS? Auf Kassandra hat bekanntlich niemand gehört. Nicht nur politisch würde fast paralleles Scheitern zweier militärischer Großprojekte schwerlich zu schultern sein.
@Lehrer:
Genaus so sehe ich das auch. Rein flugtechnisch ist der Eurofighter der F22 mindestens gleichwertig, der F35 im Dogfight überlegen. Der Rest ist Sensortechnik, Waffentechnik und Software, das schaffen wir alleine. Bessere Radartechnik als von Hensoldt gibt’s auf dieser Welt eh nicht.
Drohnen anzubinden ist sicherlich nicht von der Entwicklung eines ganz neuen Flugzeugs abhängig.
google: Die israelische Luftwaffe hat seit langem ein Axiom: Ein Flugzeug mag zwar der vorherigen Generation angehören, seine Waffen aber der nächsten. Aeroballistische Raketen mit einer Reichweite von 300 bis 2.000 Kilometern benötigen keine „gute Sicht auf die untere Hemisphäre“ aus dem EF-Cockpit… Schönes Wochenende und Schabbat Schalom!
Hm es tut mir leid aber das ist hanebüchen kurzsichtig.
In das 6th Gen Projekt würde ich nicht so extrem viel Zeit / Geld / Energie / politisches Gewicht stecken. Gegen wen soll der denn eingesetzt werden? RUS ist mit 5th Gen schon heillos überfordert (ebenso China, siehe „Performance“ der iranischen Luftabwehr gegen F35) und ich bezweifle dass es gegen unsere besseren 4th Gen (EF, Gripen) überlegen ist. Für Weiterentwicklung usw. Fehlt denen das Geld und die Technologie.
Viel wichtiger, geradezu lebenswichtig ist ein Atomschirm. Der ist realistischerweise nur von Frankreich zu bekommen. Besser gesagt: war. Das wird wohl jetzt nichts mehr. Sehr clever.
Und am besten setzt man das MGCS ebenfalls in den Sand.
Natürlich können wir das ohne FRA. Aber wäre das schlau? Den Atomschirm können wir vergessen, Lobby-Airbus sei Dank.
Und wenn man genauer drüber nachdenkt: die Kommunikation von Dassault war wirklich unverschämt. Aber wir hätten bei einem Unterordnen immerhin noch die Führung bei den Drohnen und der Battle Cloud gehabt, was ohnehin die zukunftsträchtigeren Bereiche sind. Und beim MGCS haben wir eh die Führung. Es hätte uns keinen Zacken aus der Krone gebrochen wenn wir uns in diesem einen Bereich untergeordnet hätten. Es geht wie so oft eben nicht „um die Sache“, sondern „ums Große Ganze“. Das Scheitern von FCAS ist das Paradebeispiel eines Pyrrhussieges. Einfach nur sinnlos,
DEU und ESP beim Team Gen 6 ? Das ginge dann ja schnell:
https://www.twz.com/air/germany-and-spain-launch-team-gen-6-after-europes-next-gen-fighter-effort-collapses
[Die Aussage gibt allerdings auch diese Geschichte – noch – nicht her. T.W.]
MGCS
https://www.deutschlandfunk.de/rheinmetall-chef-haelt-franzoesischen-ausstieg-aus-dem-gemeinsamen-panzer-projekt-mgcs-fuer-moeglich-100.html
Nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeug FCAS schließt Rheinmetall-Chef Papperger einen Ausstieg Frankreichs aus dem gemeinsamen Panzer-Projekt MGCS nicht aus.
Bisher seien lediglich 25 Mio € in die Entwicklung geflossen, was weitaus zu wenig ist. Papperger in der ”Welt am Sonntag*: Frankreich wolle das Budget kürzen.
Bevor Frankreich den Stecker zieht (nicht etwa in Vergeltung fur FCAS – oder?) wird Berlin sich vorbeugend äußern?
Frankreich hat jetzt das größere Problem als Deutschland es hat.
Die Rafale hat ~25 Milliarden Euro an Entwicklungskosten verursacht. Das NGWS war mit 80-100 Milliarden Euro veranschlagt. Eine Summe die Frankreich in der aktuellen Haushaltslage mit gleichzeitigen Aufwuchs der gesamten Streitkräfte und der Erwartung die Nuklear Streitkräfte auszubauen nicht stemmen kann.
Deutschland hat die finanziellen Spielräume und kann mit einem Partner wie Saab auch deutlich günstiger entwickeln da Träger Landefähigkeit und die Zertifizierung für Nuklearwaffen nicht benötigt werden. Und Frankreich wird auf dem Exportmarkt gegen GCAP und F-47 bestehen muss.
Mal schauen wer lacht wenn Dassault merkt das national ein viel kleineres Budget zur Verfügung steht.
. Von „Hofieren“ zu sprechen, ist bereits hanebüchen; Saab selbst spricht von Erpressung. Ich halte es für ausgeschlossen, dass Schweden auf derartige Avancen eingehen wird. Spätestens seit dem Neuron-Programm ist diese Verbindung nachhaltig beschädigt. Die schwedischen Vorstellungen hinsichtlich zukünftiger Luftkampfsysteme decken sich bedauerlicherweise nicht mit den deutschen. Gleiches gilt für die U760 Ravenstorm – auch dieses Vorhaben wird kaum auf einer gemeinsamen industriellen Basis entstehen.
Ich bin vielmehr überzeugt, dass sich um Airbus Defence and Space ein neues Dreierbündnis formieren wird.
Der Eurofighter verfügt bereits heute über die Voraussetzungen, um als Command Aircraft für MUM-T-Operationen mit CCA zu dienen; entsprechende Fähigkeiten sind als Pod-Lösung integrierbar beziehungsweise teilweise bereits angelegt. Für einen „Fight Tomorrow“-Ansatz ließe sich dies vergleichsweise rasch realisieren.
Ein „Super Eurofighter“, also eine tiefgreifend weiterentwickelte und hochskalierte Variante der bestehenden Plattform, wäre technisch durchaus denkbar. Gemessen am wahrscheinlichen Benchmark künftiger Bedrohungen bliebe er jedoch eine zweitbeste Lösung. Glaubwürdige Abschreckung beruht nicht auf Parität, sondern auf einer überzeugenden Siegoption. Aus diesem Grund kann das künftige System weder ein NGF in seiner derzeit diskutierten Ausprägung noch ein Super Eurofighter sein. Es muss konsequent aus den Anforderungen des deutschen Verantwortungsraums und den dort absehbaren Bedrohungsszenarien heraus entwickelt werden.
Auch die F-35 stellt in dieser Hinsicht keine tragfähige Langfristlösung dar. Ihre grundlegende Konzeption bewegt sich in vielen Aspekten in einem ähnlichen technologischen und operativen Denkmuster wie das NGF. Die Herausforderung besteht daher nicht darin, bestehende Konzepte zu verfeinern, sondern ein System zu entwickeln, das die zukünftige Bedrohungslage antizipiert und ihr einen qualitativen Vorsprung entgegensetzt.
@Küstengang01
Indien war als großer Kunde für die RAFALE ja gesetzt, hat aber von Rußland ein Angebot bekommen, was man schwerlich ablehnen kann – zumindest ist es sehr verlockend:
https://www.telepolis.de/article/Su-57-fuer-Indien-Warum-Russland-ploetzlich-alles-verschenkt-11321198.html
Wichtig hier: der Technologietransfer aber auch die lokale Fertigung.
Ich denke mal, wenn sich FRA aus dem MGCS verabschiedet, hat FRA angesichts seines qualitativ und quantitativ katastrophalen Bestands an Landfahrzeugen das ungleich größere Problem als DEU, das mit KF-51 und Leo-Nachfolger zwei praktisch serienreife Panzer in der Röhre hat, das mittelschwere und leichte Segment sind sowieso schon abgedeckt, auch ohne FRA. Zudem stattet Hensoldt die Landfahrzeuge mit dem weltbesten Radar aus.
Wer reitet denn in FRA diesen Wahnsinn? Sie tun mir Leid.
Nachtrag: ob Indien nun tatsächlich die Rafale kauft (114 EA), zumindest als Übergangslösung ? Der Vertrag hing ja in der Schwebe, soll aber jetzt unterschrieben werden. Mit dabei ist auch Israel, das Elektronik (Radar) liefert, dazu gibt es wohl bereits eine Vereinbarung.
Es bleibt spannend.
Ich denke, dass Frankreich ihr eigenes Kampfflugzeug-Programm finanzieren kann, WEIL es durch die Teilnahme anderer Länder am französischen Nuklear-Programm querfinanziert wird…
;-)
@sven
„ebenso China, siehe „Performance“ der iranischen Luftabwehr gegen F35“
Hat denn China überhaupt moderne Flugabwehrraketen an den Iran geliefert? Ich habe es nicht verfolgt, aber ich meine nein. Das war ja eine der Drohungen im Hintergrund, warum Trump besser Chinesische Schiffe in Ruhe lassen soll.
Wo Chinas Flugabwehrraketen gut funktioniert haben, war jedenfalls von Pakistan aus gegen Indien letztes Jahr, wenn auch nicht gegen Stealthflugzeuge.
Wäre es denkbar (um einen früheren Gedanken noch mal aufzunehmen) anstatt eines Teams 6 Gen ein Baukastensystem aufzusetzen, also Team Stealth, Team EK, Team Radar (wenn nicht Teil von EK), Team Triebwerk, Team usw ….. alle möglichst als gemischte europäsche Teams.
Der Gedanke ist, dass dann zum Beispiel Schweden das Treibwerk nimmt und darum einen leichten Flieger Eurodraken 1 entwickelt (inkl FCS) und Deutschland, mit wem auch immer, halt 2 Triebwerke für den gewünschten schweren Abfangjäger Eurodraken 2, aber viele teure Doppelentwicklungen vermieden werden.
@lukan
Was das angeht muss ich eventuell zurückrudern. Es gab einen Forbes Bericht darüber:
https://www.forbes.com/sites/pauliddon/2025/07/08/chinas-hq-9b-challenges-russias-middle-east-air-defense-market-share/
(Sind solche externen Links erlaubt? Falls nein gerne löschen…)
Aber dieser wurde wohl kritisiert weil schwammig und unklare Quellenlage,
Habe es mir gerade nochmal angeschaut.
Mein Hauptargument halte ich allerdings aufrecht: dass es nicht klug ist, die Franzosen derart vor den Kopf zu stoßen.
@Q
Es kommt halt darauf, was man unter einem Super EF versteht. Es braucht 2 Dinge, die eine neue (größere) Zelle bedingen: Stealth und Reichweite,
Wenn man von einem Super EF spricht, wäre das wohl weiter ein Delta Canard, weil Airbus die Konfiguration kennt und für die Luftüberlegenheit sehr gut .(Die F47 könnte tatsächlich Canards haben).
Daran ist auch nichts Verwerfliches, die F22 ist auch die gleiche Konfiguration, nur halt Stealth.
Dass man den Leichnam FCAS endlich beerdigt hat – DANKE!
Aber die Diskussionen hier verstehe ich nicht. M.E. sind die Jäger der 5. Generation nur eine Übergangslösung.
Es erscheint mir hier sinnvoller, weil günstiger und variabler, eher einen EF als Zweisitzer zu „pimpen“, der dann als fliegende Kommandozentrale „vor Ort“ den Drohnenkampf oder die Mission im Allgemeinen leitet, als weiter auf Tarnung und Sensoren zu setzen und da Milliarden für obsolete Systeme rauszuhauen.
Wir sehen es immer mehr: Quantität ist die neue Qualität!
Wenn ich den Luftraum mit meinen Missionsdrohnen soweit sättigen kann, dass die Abwehr überfordert ist, dann ist es egal, ob die Radare die Drohnen sehen oder nicht, denn sie können NICHTS machen.
Je kleiner und schneller die Systeme werden, desto schwerer ist dann noch die Detektion.
Ungeachtet des Zwists zwischen Dassault und Airbus war das Produkt seit zwei Jahren obsolet.
Nebenschauplatz MGCS:
Auch hier war seit zwei Jahren der Drops gelutscht.
Wer sich JETZT einen K2, einen RM Panther, einen Leo2 X auf den Hof stellt, der kauft in 20 Jahren nichts Neues.
Bis auf den Leo2 sind das alles „neue“ Panzer, die auf den „Datenkrieg“ bereits ausgelegt sind und ihre Rolle im Gefecht als „AGV-Mutterschiff/-Führungsfahrzeug“ schon im Design verankert haben.
Der Leo hat leider hier nur noch bedingt Kapazitäten, aber auch dem Leo-Konsortium traue ich zu, hier zu entrümpeln und einen „Leo3“ als Evo aus Leo2 und „Panther“ auf die Kette zu stellen.
Die Lethalität eines Panzers wird – durch die Unterstützung von AGV – demnächst den eines kompletten Zuges haben. Da brauche ich nicht mehr die „Panzerheere“ des Kalten Krieges.
Ja, Krieg ist billiger geworden. Es gibt mehr „Bang for the Bug“, als wir das vor 5 Jahren je gedacht haben.
Mal sehen, wie’s da noch weiter geht….
DGA hat nunmehr die Entwicklung des nuklear bewaffneten hypersonischen Marschflugkörper ASN4G bei MBDA Frankreich beauftragt. EIS ist für 2035 vorgesehen. Dieses Mach 5 RAM Jet HCM ist die Bewaffnung, die das Design des NGF getrieben hat. Ca 4to bei 7m Länge ist halt schon ein Trumm.
https://www.defense.gouv.fr/dga/actualites/dga-commande-developpement-du-missile-hypersonique-asn4g-mbda
Gen 6 und Stealth-Fähigkeit: letztere könnte bei Indienststellung des Fliegers obsolet sein. Denn man arbeitet an Quantenradaren:
„Wettlauf um das Quantenradar
Mithilfe der Stealth-Technologie sind Flugzeuge für das Radar praktisch unsichtbar. Doch dieses Prinzip könnte künftig ins Wanken geraten. Gelingt alsbald ein Durchbruch mit dieser Technologie, würde sich die militärische Balance verändern und selbst Tarnkappenflugzeuge sichtbar machen.“
Das Ende der Tarnkappe? – Hardthöhenkurier, frei verfügbar
In wie weit das HENSOLDT System solch ein Quantenradar ist weiß ich allerdings nicht, das Unternehmen arbeitet aber an einem entsprechenden Projekt (im Artikel wird aber quanten-computing und quanten-sensing vermischt):
„Hensoldt forscht zu Quanten-befähigten Radaren“
https://www.behoerden-spiegel.de/2025/01/17/hensoldt-forscht-zu-quanten-befaehigten-radaren/