Personalstärke April 2026: Leichter Anstieg, aber unter 186.000
Die Zahl der aktiven Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr ist im April um ziemlich genau 500 im Vergleich zum Vormonat gestiegen, blieb aber unter den in diesem Jahr schon mal erreichten 186.000. Wie sich saisonale Schwankungen auswirkten, zeigte sich da über alle Statusgruppen – die Zahl der Berufssoldaten nahm aufgrund altersgemäßen Ausscheidens ab, die Zahl der Zeitsoldaten zu. Vom leichten Zuwachs insgesamt profitierte vor allem das Heer mit mehr als 600 Soldat*innen plus.
Die Statistik für April 2026, am (heutigen) Montag wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht (hier bleibt es der Vergleichbarkeit wegen weiterhin bei dem seit Jahren verwendeten Schema):
Insgesamt leisten 185.919 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr
Bundesministerium der Verteidigung 1.071
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 3.922
Heer 64.684
Luftwaffe 28.620
Marine 15.876
Cyber- und Informationsraum 13.715
Unterstützungsbereich 47.586
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 1.111
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 1.924
Bereich Personal 7.410
davon bis zu 5.400 Studierende an Bundeswehr-Universitäten
Berufssoldat*innen 59.717
Soldat*innen auf Zeit lang (ab 2 Jahren Dienstzeit) 113.095
Soldat*innen auf Zeit kurz (12 bis 23 Monate) 4.020
Freiwillig Wehrdienstleistende (6 bis 11 Monate) 9.087
Dienstgradgruppen (gerundet)
Generale/Admirale 220
Stabsoffiziere 15.630
Offiziere 23.490
Unteroffiziere mit Portepee 62.690
Unteroffiziere ohne Portepee 27.830
Mannschaften 56.060
Die Zahl der Frauen in den Streitkräften:
25.384 Soldatinnen sind aktuell bei der Bundeswehr; mehr als 13 Prozent (beträgt der) Anteil der Soldatinnen bei der Bundeswehr
Verteidigungsministerium 72
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 472
Heer 5.029
Luftwaffe 3.017
Marine 1.800
Cyber- und Informationsraum 1.412
Unterstützungsbereich 11.740
Personal 1.569
Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen 141
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung 132
Laufbahngruppe/Laufbahnen (auch Anwärterinnen)
Offizierinnen 7.208
Unteroffizierinnen mit Portepee 9.067
Unteroffizierinnen ohne Portepee 3.403
Mannschaften 5.706
Status
Berufssoldatin 6.048
Zeitsoldatin lang 17.228
Zeitsoldatin kurz 616
Freiwilligen Wehrdienstleistende 1.492
Die gesonderte Statistik zu den Zivilbeschäftigten – analog zu den Soldat*innen nach Teilstreitkräften und Organisationsbereichen aufgeschlüsselt; zusätzlich werden Militärseelsorge und Rechtspflege ausgewiesen.
Beschäftigt sind 81.248 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bundesministerium der Verteidigung 1.856
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 1.594
Heer 2.467
Luftwaffe 4.752
Marine 1.816
Cyber- und Informationsraum 1.859
Unterstützungsbereich 11.194
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 32.793
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 11.605
Bereich Personal 10.732
Militärseelsorge 488
Rechtspflege 92
Der Anteil von Frauen am zivilen Personal wird nur nach Statusgruppen ausgewiesen:
Von den insgesamt 81.248 zivilen Beschäftigten sind 32.081Frauen (rund 39 Prozent), die in allen Bereichen der Bundeswehr tätig sind.
Beamtinnen insgesamt 11.024
im höheren Dienst 2.281
im gehobenen Dienst 4.649
im mittleren Dienst 4.077
im einfachen Dienst 17
Arbeitnehmerinnen 19.096
im Vorbereitungsdienst, in einem Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnis 1.961
(Stand 30. April 2026)
Die frühere ausführliche Statistik der Personalstärke in den Auslandseinsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen wurde durch die Gesamtzahl nur in den Auslandseinsätzen ersetzt. Der Stand vom 11. Mai 2026:
Insgesamt sind 693 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.
Darüber hinaus gibt es noch die Anerkannten Missionen.
(Die diversen Anerkannten Missionen wie z.B. die NATO-Battlegroup oder auch die neue Panzerbrigade 45 Litauen sind eben damit nicht erfasst.)
Den Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen, gibt es auf einer gesonderten Übersichtsseite.
(Archivbild April 2026: Soldatin im Turm des U-Boots U34 der Deutschen Marine in Kiel – Nico Theska/Bundeswehr)
Bedeutet, dass wir bei den SaZ/BS nach den Kriterien aus dem letzten Jahr nur bei insgesamt 172.812 Soldaten und Soldatinnen liegen. Das, obwohl die Bundeswehr nahezu alle Register zieht (Anschreiben des Ministers, Prämien zur Weiterverpflichtung, Motivation zum Verbleib ausscheidender und lebensälterer Kameraden etc.). Daraus schließe ich, dass wir nicht wirklich qualitativ wachsen und es bei der Personalgewinnung längerdienender SaZ/BS keinen Grund für Optimismus gibt. Das, wo doch alle gem. NATO Planungszielen wachsen sollen. Problem: die Truppe überaltert weiter bei längerdienenden SaZ/BS. #Hoffnung
Was mich in dem Zusammenhang interessieren würde: wie viele offene Planstellen stehen diesen rund 186.000 Soldaten gegenüber?
Es wird zwar immer von Aufwuchs geredet, mir ist aber nicht so recht klar, wo dieser stattfinden soll.
Die Bundeswehr verwaltet mehr oder minder den gleichen Truppenkörper wie vor 5 Jahren – wo würden die 20.000+ Soldaten die man derzeit sucht unterkommen?
Man spricht immer von Aufwuchs, aber an den bestehenden Personalkörper wird nicht gedacht. Ich habe jetzt 6 BS-Anträge eingereicht und stets die selbe Floskel mit Eignung, Leistung und Befähigung, da Beurteilungen immer noch subjektiv gehalten werden. Ich habe meinen Zugführerlehrgang gemacht, werde es aber nie sein. Nach der letzten Ablehnung habe ich eine Mail bekommen für den Aufbau etlicher Züge für neue Rekruten, auf die man sich bewerben kann. Es werden viele Zugführer und Gruppenführer gesucht.
HR kann die Bundeswehr nicht.
Was seit je her fehlt ist Perspektive. Wer möchte denn als Mannschafter lange dienen? 4 Jahre, 8 Jahre? Dann heißt es auch Tschüss und der BfD hat für viele Soldaten eine Wirkung wie ein Arbeitsamt/Jobcenter.
Der Beförderungsstop ist auch sehr attraktiv. Immerhin hat sich an der Materiallage einiges getan.
Die Bundeswehr muss mit ihrem Werbe-Image Mal aufräumen und keine Plakate in einer Kaffee-Runde entwerfen, dann klappt es auch.