USA starten Arbeiten für Minenräumung und Minen-Passage in der Straße von Hormus (m. Nachtrag)
Während die USA mit Iran über ein Ende des amerikanischen Angriffskrieges gegen Iran verhandeln, haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben damit begonnen, die Straße von Hormus als wichtigen Schifffahrtsweg wieder zu öffnen. Zwei Zerstörer der U.S. Navy hätten die Straße passiert, zudem seien Vorbereitungen für eine Minenräumung angelaufen, teilte das U.S. Central Command (CENTCOM) mit.
Die Mitteilung des Kommandos vom (heutigen) Samstag:
U.S. Central Command (CENTCOM) forces began setting conditions for clearing mines in the Strait of Hormuz, April 11, as two U.S. Navy guided-missile destroyers conducted operations.
USS Frank E. Peterson (DDG 121) and USS Michael Murphy (DDG 112) transited the Strait of Hormuz and operated in the Arabian Gulf as part of a broader mission to ensure the strait is fully clear of sea mines previously laid by Iran’s Islamic Revolutionary Guards Corps.
“Today, we began the process of establishing a new passage and we will share this safe pathway with the maritime industry soon to encourage the free flow of commerce,” said Adm. Brad Cooper, commander of CENTCOM.
The Strait of Hormuz is an international sea passage and an essential trade corridor that supports regional and global economic prosperity. Additional U.S. forces, including underwater drones, will join the clearance effort in the coming days.
Bislang ist unklar, ob und in welchem Umfang Iran die Straße von Hormus tatsächlich vermint hat. Das Land erhebt weiterhin den Anspruch, den Schiffsverkehr durch diese Region, der vor allem für den weltweiten Öltransport eine wichtige Rolle spielt, zu kontrollieren. Inzwischen deuten aber auch Meldungen darauf hin, dass von iranischer Seite tatsächlich Minen gelegt wurden, deren Ort aber nicht präsise dokumentiert wurde und damit auch eine iranische Kontrolle darüber unmöglich scheint.
Auffällig an der US-Mitteilung ist, dass CENTCOM zunächst von einer sicheren Passage durch das Seegebiet spricht, die Schiffen ermöglicht werden soll. Das eigentliche Minenräumen soll dagegen erst später beginnen.
Ob die USA sich dabei auf Verbündete stützen wollen oder auch die Räumung möglicher Minen alleine beabsichtigen, bleibt vorerst unklar. Mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland, hatten eine Unterstützung bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt, wenn die Kampfhandlungen beendet seien.
Nachtrag: Iran dementierte die US-Angaben, unter anderem über die staatliche Nachrichtenagentur IRNA:
(Screenshot des IRNA-Accounts auf X; die Webseite der Agentur ist derzeit nicht erreichbar)
(Foto: U.S. Central Command (CENTCOM) forces began setting conditions for clearing mines in the Strait of Hormuz, April 11, as two U.S. Navy guided-missile destroyers conducted operations – U.S. Central Command Photo)

Am Golf haben die Saudis und Oman Minenjäger. Was sagen die?
Und was macht eigentlich Trumps Friedensrat?
Nabend,
die gespräche verlaufen ja hinter geschlossenen Türen. Die USA könnten Teheran deshalb vielleicht versprochen haben, dass es sein eingefrorenes Auslandsgutzurückbekommen wird, wenn es gleichzetig als Gegenleistung die Garantier abgibt, dass US-Kriegsschiffe unbehelligt die Seestraße passieren dürfen, Ein Deal sozusagen. Die USA wahren so ihr Gesicht und gleichzetig darf dies als Symbol einer möglichen Entspannung gewertet werden. Schließlich, und das sollte bitte nicht vergessen werden, begegnen sich hier zwei Parteien auf Augenhöhe.
Mfg:
Wandersmann
Guten Abend @Martin Schröder,
die USA können sich jederzeit aus dieser Region zurückziehen, was auf Riad und Oman jedoch nicht zutrifft. Die zurückhaltende Art des KSA dürfte mMn mit dem Umstand zusammenhängen. das dieses Land als einer der weltweit führenden Ölexpöteure angesehen werden darf und das durch die bisher erfolgten Angriffe auf Energiesektor, zur deren Abwehr dieses Land, falls ich die bisherigen Nachrichten richtig interpretiert haben sollte, nicht in der Lage gewesen ist. das Geschäft mit dem schwarzen Gold empfindlich gestört haben dürfte. Da werden schließlich, wenn man den allegemein zugänglichen Infos trauen darf, durch die Verarbeitung und den Verkauf dieses Rohstoffs Gewinne im dreistelligen Milliardenbereich erwirtschaftet und das jährlich. Das ist schon eine Hausnummer. Jede direkte Intervention würde da die Gefahr weiterer gezielter Angriffe sowie Gewinneinbrüche nur noch weiter vergrößern.
Zum Friedensrat sei nur festgehalten, dass dieser bisher noch nicht einmal auf dem Papier existiert. Zumal Trump ja selbst gesagt hat, dass er so eine überstaatliche Rechtsordnung nicht brauchen würde. Die Schaffung solch eines Gremiums würde deshalb auch gar keinen Sinn ergeben…..nach seiner Auffassung. Alles ein wenig konfus zurzeit.
Mfg und schönen Abend noch:
Wandersmann
Spannend.
Der Iran bestätigt, dass es gestern in 7 Verhandlungsrunden nicht gelungen sei, eine Einigung zu erzielen.
Vance erklärt, er habe während der Verhandlungen ein halbes Dutzend Mal mit Trump telefoniert.
Nun ist mir allerdings unklar, warum Sie Vance einen Bevollmächtigten nennen.
* Beide Zitate aus dem Newsticker der Tagesschau.
@TW
Ich verstehe nichts.
a) Wie können zwei US-Zerstörer die Passage machen, wenn die USA davon ausgehen, dass Minen gelegt worden sind? Das wäre doch selbstzerstörerisch riskant?
b) Was sind „Arbeiten für eine Minen-Passage“ (Überschrift)?
[Tja. Ich habe doch nur den Text der Mitteilung referiert:
“Today, we began the process of establishing a new passage and we will share this safe pathway with the maritime industry soon to encourage the free flow of commerce,” said Adm. Brad Cooper, commander of CENTCOM.
T.W.]
Die Energiepreise bleiben erstmal hoch und die Iraner haben ihr Maut System wohl erfolgreich etabliert.
Die USA sind nach knapp einem Jahr DJT Unfähigkeit auf der Weltbühne isoliert und verlieren rasend schnell ihre Einflussmöglichkeiten….
Die Ukraine nimmt Russland mit ihren Fernkampfdrohnen in den Schwitzkasten und die USA können sie davon nicht mehr abhalten, weil sie in Kiew kein Druckmittel mehr haben… Waffen kommen von den Europäern genauso gut wie mittlerweile fast alle Nachrichtendienstlichen Informationen. Da sind die USA draußen, dem zufolge nimmt in Kiew auch keiner mehr das Telefon ab wenn D.C. anruft.
Die Mullahs haben etwas geschafft was in den letzten 250 Jahren bisher nur die Vietnamesen vollbracht hatten… sie haben einen Krieg gegen die USA überstanden und sind immernoch an der Macht. China kann sie jetzt in aller Seelenruhe wieder aufrüsten für Runde Zwo, die wahrscheinlich nie kommt weil DJT sonst seine Mehrheit bei den Midterms riskiert und das würde für ihn persönlich wohl Knast und Amtsenthebung bedeuten und Knast für seinen Oligarchen Klan.
Also sitzen die Mullahs jetzt fester im Sattel denn je… und können richtig gute Geschäfte machen.
China… die sitzen wie die Spinne unterm Stein. Sehen die schwäche der USA, sehen wie die USA unter DJT nahezu jeden Alliierten vergraulen und immer schwächer werden.
Da sind die Araber die jetzt wohl sehr genau überlegen ob all die Bestechungsgelder in D.C. richtig angelegt sind oder ob man die Amis in den Wind schlägt… das Öl und Gas nicht mehr in Dollar verkauft und sich andere Allianzen sucht… China, Indien und Pakistan stehen da schon bereit…. sind ja eh schon die besten Kunden, haben also intrinsische Motive die Arabischen Öl Lieferanten zu schützen.
NATO… die war böse und iloyal gegenüber seiner durchlauchtesten Exzellenz König DJT… Verträge sind egal die dummen Europäer haben zu spuren wenn die USA illegale Angriffskriege führen.
Tja, in Brüssel hat man die Zeichen der Zeit erkannt und arbeitet an Lösungen wenn Tag X gekommen ist… Die USA haben keine Lust mehr auf die NATO… das wird zwar teuer aber Geld ausgeben war ja noch nie ein Problem der EU. Da bekommt Frankreich einen Schuldenschnitt und dann gibt’s Atombomben für alle… wir nennen das dann Atom-Soli.
Japan, Südkorea, Taiwan… die müssen sich dann wohl mit China Verständigen… geht vielleicht wenn sie Rüsten als gäbe es kein Morgen. Zusammen können sie stark genug werden um mit China auf Augenhöhe zu verhandeln. Japan wird dann eben wieder Pazifische Führungsmacht.
In den nächsten 20 Jahren werden wir einmal mehr den Untergang einer Weltmacht erleben… das muss nicht schlimm sein. Die Britten hatten das auch durch bis Mitte der 60’er Jahre.
Achja und was wird jetzt mit der Staße von Hormuz? Tja der Preis ist bekannt 1$ pro Barrel. Das wird bleiben vielleicht kann DJT einen Rabatt für US geflaggte Schiffe verhandeln… aber eigentlich auch egal das macht an der Zapfsäule 1-2 ct pro Liter aus.
@Wandersmann
Das passt doch aber nicht zusammen mit der Meldung, dass sie ihn blockiert haben und der Zerstörer umkehren musste.
Die USA werden wohl räumen müssen, Die Vrrandlungen in Islamabad sind ohne Einigung beendet worden, die US.-Delegation ist wieder abgereist, so berichtet Die Zeit Online. Kurzes Zitat:
„Die iranische Seite hätte sich entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance.“
Als nix mit deal. Komischr Auffassung von Verhandlungen haben die USA. Man legt Forderungen auf den Tisch, und wenn die Gegenseite die nicht akzeptiert, reist man ergebnislos wieder ab.
Vielleicht sollte die US-Regierung es mal mit Glasperlen und Whisky probieren, wie bei den Indianern.
@Ökonom sagt:
12.04.2026 um 7:43 Uhr
…a) Wie können zwei US-Zerstörer die Passage machen, wenn die USA davon ausgehen, dass Minen gelegt worden sind? Das wäre doch selbstzerstörerisch riskant?
b) Was sind „Arbeiten für eine Minen-Passage“ (Überschrift)?…
a) die gehen ja nicht davon aus das da Minen gelegt wurden… das wollen sie damit demonstrieren. Schickt man also 2 Milliarden $ teure Zerstörer durch das Fahrwasser beweist das den Reedereien das es sicher ist.
Nur leider vergessen die USA dabei das Moderne Seeminen heutzutage sogar auf die Signatur eines einzigen speziellen Schiffes programmiert werden können, also muss da schon regelmäßig ein MJ Verband durch und checken ob die Minenfreiheit weiterhin gegeben ist. Eine fähigkeit die die USA eigentlich gar nicht mehr besitzen.
b) Das ist dann das herstellen und überwachen eines geräumten sicheren Fahrwassers. Dafür braucht man Minenjagdboote die dann ein Minenfreies Fahrwasser schaffen das sicher befahren werden kann. Da ja ein Gegner (Iran) jederzeit in dieses Fahrwasser wieder Minen verbringen könnte ist das dann quasi eine Endlos Aufgabe… Da Minen auch von jedem Handelsschiff oder Fischkutter gelegt werden können oder auch per U-Boot oder Drohne… auch der Abwurf aus der Luft ist möglich… gibt auch Torpedominen die von weit wech abgeschossen werden und dann auf ihr Ziel lauern.
Also heißt es für die MJ Boote in so einem Fall… und täglich grüßt das Murmeltier. Dazu kommt wenn sowas unter Luftbedrohung stattfindet muss man die Minenjäger schützen da braucht es dann einen guten Schirm von Fregatten oder Zastörern die ihren Schirm aufspannen. Sowas unter permanenten Gefechtsbedingungen halten die Besatzungen nicht lange durch… also braucht man genug Einheiten die sich regelmäßig ablösen.
Es gab einen guten Grund warum die US Navy als der Krieg heiß war nicht ein einziges Schiff durch die Straße geschickt hat…
Willkommen in der neuen Realität wo die Behauptung es liegen Minen ausreicht um den Seeweg effektiv zu blockieren.
Der größte Schaden, den DT für die USA anrichtet, ist der komplette Verlust an Vertrauens- und Glaubwürdigkeit. Das betrifft nicht nur die US-Administration, sondern die USA als Ganzes. Das wird ihnen noch sehr lange anhängen. Bei ihren weltweiten Verbündeten aber auch bei ihren Feinden. Da haben die USA mittlerweile das Niveau Russlands erreicht. Das erschwert natürlich auch – neben dem großkotzigen Auftreten von JD Vance – die Fähigkeit, Verhandlungen erfolgreich zu gestalten.
Der Vertrauensverlust fing mit den Zöllen an und setzt sich bei den zunächst gescheiterten Verhandlungen mit dem Iran fort. Selbst, wenn DT abgewählt werden sollte, hat keiner mehr die Gewähr, dass die amerikanischen Wähler nicht beim nächsten Mal wieder Extremisten wählen.
Und die Straße von Hormus bleibt zu. Mit allen Folgen für die Weltwirtschaft. Ich habe wirklich keine Idee, wie das US-Regime dieses Thema lösen will. Die Forderungen beider Parteien sind so weit auseinander.
@ lukan, 12.04.2026, 9:12 Uhr:
„…Das passt doch aber nicht zusammen mit der Meldung, dass sie ihn blockiert haben und der Zerstörer umkehren musste.“
Gerade vor dem Hintergrund der mittlerweile beendeten Verhandlungen in Pakistan muss man -glaube ich- mit dem Wahrheitsgehalt der Aussagen beider Seiten sehr sehr vorsichtig sein.
Die Fähigkeiten der USA sind sehr eingeschränkt. Die Avenger Klasse wurde auf Anweisung von Trump vorschnell auß dem aktiven Dienst genommen. Die verbliebenen LCS von denen wohl einige Einheiten für den Minenkampf ausgelegt sind wurde verlegt und in Sicherheit gebracht so das die USA über keine Minenabwehr vor Ort verfügen.
Ungefragt sind Deutschland , Belgien und die Niederlande die führenden nationen im Minenkampf. Aber alle drei Länder werden mit Sicherheit keine Einheitheiten in die Straße von Hormus verlegen solange es keinen tragbaren Friedensvertrag zwischen USA dem Iran und Israel gibt.
@Küstengang01
„Die Mullahs haben etwas geschafft was in den letzten 250 Jahren bisher nur die Vietnamesen vollbracht hatten… sie haben einen Krieg gegen die USA überstanden und sind immernoch an der Macht.“
Und die Taliban in Afghanistan? Zugegeben, sie waren zeitweise aus Kabul vertrieben, aber jetzt sind sie auch wieder da. Aber ohne den OT fortführen zu wollen, mich interessiert tatsächlich mehr, was mit Hormus passiert. Verhandlungen scheinen ja abgebrochen ohne Ergebnis.
Man unterschätze die VSA nicht. Die ganze Strategie ist m.E. konsistent und langfristig angelegt durch Raum- und Energiekontrolle CN/RU einzuhegen.
Nach Lybien, Syrien und dem Yemen (wo es vermutlich eine Art Stillhaltevertrag mit den Houthis gibt) sowie der Neutralisierung von Gaza und Dezimierung der Hisbollah erfolgte der Angriff auf den Iran wie nach Uhrwerk. Der Blitzkrieg ist gescheitert, auch weil man Fehler im Timing gemacht hat. Aber realistisch hatte der Blitzkrieg eh nur eine geringe Erfolgswahrscheinlichkeit.
Was angefangen hat, ist der lange Krieg. 10 Jahre, 20 Jahre. In Syrien hat es 14 Jahre (!) gedauert, bis man Assad los war.
Für Deutschland ist das alles absolut furchtbar. Nach der UA und Syrien dürfen wir dann als treuer Vasall am Golf mitmachen, finanziell, militärisch, evt. Flüchtlinge. Das Syrien-Programm halt. Plus UA wohlbemerkt, wo der Krieg weitergehen muss um RU zu binden. Zugleich werden wir von RU/CN/ der multipolaren Welt und damit von Wachstumschancen / -märkten abgeschnitten. Dazu noch die ganzen Fehler im Inneren. Schwarz als Farbe der Zukunft Deutschlands scheint mir noch optimistisch.
PS: Die Aussage von DJT, dass ihm die Verhandlungen eh nicht wichtig waren, passen dazu. Auch die furchtbare Vernichtungsdrohung binnen eines Tages ist konsistent.
@Küstengang01: Danke für das Wort zum Sonntag und die treffende Zusammenfassung. @Pio-Fritz: Die Europäer haben den Kolonialismus hinter sich gelassen und die USA erfinden, beginnend mit „Glasperlen und Whiskey“ das Rad neu. Die ganze Schoße nochmal bis zum bitteren Ende von algerischen und syrischem Befreiungskrieg, GHANDI?
Unter dem Stein sitzt neben der chinesischen nun auch eine russische, eine indische und ggf. europäische Spinne.
P.S: Völlig aus den Augen verloren hat die Weltöffentlichkeit die narratologischen Dynamiken im islamistisch-sunnitischen Extremismus. Mir wirds ungut in der Magengrube …
Mahlzeit @Küstengang01,
Kriege können ein Land auch in den Staatsbankrott führen, weil diese immer ein Verlustgeschäft sind. Die Gesamtverschuldung der USA beläuft sich aktuell als Beispiel auf über 38 Billionen Dollar. Da ist irgendwann die Grenze erreicht. Die Macht der USA fußt deshalb nicht auf dessen militärische Stärke sondern auf dem „Petrodollar“, also die Währung, mit der im Energiesektor gehandelt wird. Sollte sich das ändern, könnte sich das für „The US“ irgendwann als sehr ungünstig erweisen.
Zur militärischen Situation vor Ort, oder wie von Ihnen angeschnitten auf anderen Schauplätzen, sei bitte angemerkt, dass dies als eine wirklich beunruhigende Entwicklung angesehen werden sollte. Kein Land ist mehr sicher. Im Iran hat der Einsatz von UAVs für einen Patt gesorgt.
Mfg:
Wandersmann
Mahlzeit @lukan,
jede Seite versucht da halt ihre Grenzen auszuloten. Von meiner Seite her war es ja auch nur eine Interpretation.Medlungen sollte man indes wirklich mit Vorsicht genießen., besondern bezogen auf so einen Spannungsfall.
MfG:
Wandersmann
Man kommt ja nicht mehr hinterher angesichts des Blödsinns, den die US Regierung absondert, aber nun droht Trump offenbar selber damit die Straße dicht zu machen und Schiffe, die den Iran bezahlen auch in internationalen Gewässern aufzubringen. Ich bin gespannt, ob diejenigen, die eine (gewaltsame) Öffnung gegenüber dem Iran forderten und die Freiheit der Seemeere gefährdet sehen, solches auch gegenüber den USA zum Ausdruck bringen. Meine Prognose: da wird die Doppelmoral ganz gewaltig deutlich werden.
Das läuft ja alles super. Nachdem die beiden Navyschiffe umdrehten, als sie von einer Überwachungsdrohne entdeckt worden waren, beteiligt sich die USA sich nun an der Blockade der Meerenge und wird ihrerseits Schiffe stoppen, die eine Maut bezahlt haben. Erstreckt sich wohl über die ganze Welt.
Ob sie die auch versenken, wenn sie ignoriert werden?
Effective immediately, the United States Navy, the Finest in the World, will begin the process of BLOCKADING any and all Ships trying to enter, or leave, the Strait of Hormuz.
[…]
I have also instructed our Navy to seek and interdict every vessel in International Waters that has paid a toll to Iran. No one who pays an illegal toll will have safe passage on the high seas.
https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116391828823240211
Von wegen „Minensuche“. Nach dem Scheitern der Verhandlungen hat Donald Trump erklärt, das die USA die Strasse von Hormuz für alle Schiffe blockieren werden. Ausdrücklich bezieht er sich auch auf jene Schiffe, die der Iran nach Zahlung des Wegezolls hat passieren lassen.
Nach dem die USA die Kriegsverbrechen „Starten eines Angriffskrieges“ und „Zerstörung ziviler Infrastruktur“ begangen haben, kommt nun also noch Piraterie dazu. Denn es wäre nichts anderes, wenn die US Navy Schiffe in Internationalen Gewässern aufbringt.
Dubios ist noch die Ankündigung, das andere Nationen sich an der Minenräumung beteiligen werden. Das könnten natürlich die Golf-Emirate sein, oder er wird wieder Druck auf uns (sprich: die NATO Mitglieder) ausüben.
Es könnte aber natürlich sein, das nichts davon eintritt, weil Trump am Ende wieder den Schwanz einzieht.
Es bleibt spannend.
Funfact am Rande: Inzwischen werden in den USA die Stimmen lauter, die darüber spekulieren, ob Netanjahu über kompromitierendes Material gegen Trump verfügt, mit dem er den US Präsidenten gefügig macht.
Schaut man sich an wie oft Trump den „Bitten“ der israelischen Folge leistet, fällt mir dazu ein Satz von Ian Flemming (aus Golfinger) ein.
“Once is happenstance. Twice is coincidence. Three times is enemy action”
Unmöglich ist das, angesichts der in den Epstein Files dokumentierten Nähe zwischen Epstein und der israelischen Regierung, nicht. Das wäre auch nicht ohne Beispiel. Bekanntlich wurde schon Bill Clinton von Netanjahu mit Material über seine Affaire mit Monica Levinsky erpresst.
Küstengang01 sagt: 12.04.2026 um 8:57 Uhr // nichts hinzuzufügen / der perfekte Rant
Moin,
die moderneren Seeminen koennen auf ausgesuchte Frequenzen der in der Naehe befindlichen Fahrzeuge programmiert, und im Flachwasserbereich auch umprogrammiert werden.
Die Frequenzen koennen auf nicht-abschaltbare Aggregate (E-Diesel oder Pumpen) gesetzt werden. (Die baulichen Gegebenheiten der US-Flotte sind in Fachkreisen allgemein bekannt.)
Ich bin mir nicht sicher, dass die USofA zwei teuere Zerstoerer zum Test benutzt haben, auch in der USN wird „klar gezeigt“
Besatzung ist Verbrauchsmaterial, aber ein Schiffsneubau zieht Blasen….
Cheers
Zwei Überraschungen sind den USA gelungen, kann man mögen oder nicht, aber Denkverbote scheinen dort keine zu herrschen: Die Einfahrt/Durchfahrt durch zwei Zerstörer kam unerwartet und demonstrativ. „Zu gefährlich“, „militärisch nicht darzustellen“, „beteiligen uns an Sicherung, wenn Krieg vorbei“, bis zu „mehr Fregatten helfen nicht“ deutscher und europäischer Politiker wirken da wie das übliche Mimimi. Die USA machen halt mit Kriegsschiffen wofür sie gemacht sind. Und das Konzept, der iranischen (selektiven) Blockade eine eigene entgegen zu stellen, ist vordergründig brilliant. Keiner der einschlägigen Experten hatte mW. bisher diese Option auf dem Schirm. Ob kein Denkverbot auch dieses Mal kein völliges Durchdenken einschließt, bleibt abzuwarten und wird hoffentlich nicht durch einen chinesisch-russischen Blockadebrecherverband getestet, der Schiffe eigener Flagge durch die SoH geleiten möchte.
Auch wenn die neueste Volte der USA „Wie sperren sie Straße von Hormus immer einmal mehr als ihr!!1“ nach allerfeinstem Slapstick klingt – China verfügt über die größte staatliche Handelsflotte weltweit. Chinesische Tanker fahren auch durch Hormus.
Legen sich die USA also tatsächlich mit einer anderen Weltmacht an? Oder war der Donald da so gewitzt, seiner Navy einen passenden caveat mitzugeben … Es bleibt ungewollt spannend.
Mahlzeit @Sakrileg ,
Kriegsrhetorik gehört nun einmal auch zu solchen Konflikten dazu. Auch in diesem Fall gilt aber das alte Sprichwort, nichts wird so heiß´gegessen wie es gekocht wird….
Beide Seiten haben direkt miteinander kommuniziert und wie es bei solchen Verhandlungen nun einmal Sitte ist, werden nach solchen ersten Sondierungsgesprächendie eigenen Standpunkte und Foderungen überarbeitet. So läuft es schließlich ja bei allen Verhandlungen, egal in welchem Bereich, ab.
MfG:
Wandersmann
Hatte irgendjemand einen Krieg zwischen China und den USA um die freie Passage durch die Straße von Hormus auf der Bingokarte für 2026?
@FriedFisch, welche Ein-/Durchfahrt meinen Sie? Außer der Ankündigung der USA „wir fahren durch“ und der Antwort des Iran „lasst es“ hab ich nix weiter dazu gelesen. Vor allem keine Meldung das eines oder beide US Schiffe irgendwo in einem Hafen im persischen Golf angekommen sind.
@FriedFisch
„Brilliant“? Na ja, erstens war es ja offenbar nicht erfolgreich, zweitens gilt es allgemein als wenig „brilliant“ sehr teure Schiffe einer starken Gefährdung auszusetzen, für die sie nicht gemacht sind.
Und ob es so Brilliant ist, wenn die USA die letzten Reste der Welt gegen sich aufbringen, weil sie sich offen an Piraterie beteiligen, dann wage ich auch das zu bezweifeln. Mit welchem Recht will die US Navy einen chinesischen Tanker stoppen?
Ach so ja, „Recht“ gibt es ja gar nicht mehr, nur noch rohe militärische Stärke. Wirklich Brilliant. Das hilft der Supermacht sicher sehr.
@Martin Schröder
Ich jedenfalls nicht, allenfalls ein überraschungsschlag gen Taiwan. Aber Denkverbote gibt es nicht mehr, alles ist möglich, hurra.
Der Elefant im Raum bleibt die Tatsache, dass man den Mullahs Atomwaffen verwehren will. Jeder Deal hat das als Grundvoraussetzung und da gibt es auch keinen Weg zurück. Deswegen war doch das Ganze. Das wird auch in der Diskussion hier immer wieder vergessen. Was ist denn die Alternative ?
Ich denke, die USA sorgen jetzt für eine freie Schiffspassage und verwehren ihrerseits dem Iran den Ölverkauf. Zusammen mit dem eingefrorenen Auslandsvermögen des Iran schießt man jetzt das Regime jetzt auch finanziell sturmreif. Evtl. führt das dann zum Regime-Change …
@Flo
cpm
https://defence-network.com/sichere-fahrrinne-statt-vollstaendige-raeumung/
basierend wohl auf
US Centcom
https://www.centcom.mil/MEDIA/PRESS-RELEASES/Press-Release-View/Article/4457220/us-forces-start-mine-clearance-mission-in-strait-of-hormuz/
Nicht persönlich überprüft, eigener Satellit ist gerade zur Inspektion ;)
(@TW: Keine absichtlich bösartigen Links, hoffentlich!)
[Kurz ein paar Hinweise: Eine deutsche Quelle hier zu verlinken, nur weil die referiert, was oben im Text schon dargestellt, zitiert und verlinkt ist, ist nicht bösartig, nur ziemlich dumm. Oder musste alles noch mal gesagt, gezeigt, verlinkt werden, diesmal nur von jemand anderem? Und: eckige Klammern bleiben hier das Privileg des Moderators. T.W.]
@Lukan
Ich verstehe, dass „brilliant“ ein wenig provokativ war, wäre aber trotzdem gut, die paar Zeilen komplett zu lesen, wenn Sie sie denn kommentieren.
Ihr „erstens“ verstehe ich im Übrigen nicht; die Ankündigung der US-Blockade ist doch erst wenige Stunden alt? Ihr „zweitens“ übersieht vermutlich, dass die zwei Zerstörer da sicher nicht wie Dummies reingefahren sind. Die werden auch Minenmeidesonar, Minenjagddrohnen, Helikopter u.a. nutzen, auch wenn sie nicht für Minenjagd gemacht sind. Die US-Risikoabwägung ist halt offensichtlich eine andere/eigene.
@Fox1, sicher das die USA JETZT für eine freie Durchfaht sorgen?
Blockade klingt eher nach dem Gegenteil. Zwar mag der Iran jetzt auch nix mehr einnehmen mit Ölverkauf und Maut. Aber die übrigen Anrainer auch nicht.
Und die Folgen für den Ölpreis und die Weltwirschaft sind absehbar. Meine Prognose, der Iran hält das länger aus.
Mal abwarten wie die Kunden aus Asien so reagieren. Würde mich nicht wundern wenn da Marineschiffe potenzieller Abnehmer auftauchen um für freie Seewege zu sorgen.
Man bleibt absolut fassungslos zurück.
Das ist einfach nur dilletantisch.
Noch nicht mal der ganze Aktionismus.
Sondern einfach nur die Annahme mit Militäraktionen würde IM KRIEG irgendetwas besser werden mit der Passage der Meerenge.
Das weiß nun jeder im Miliär, jeder Zivilberater und auch alle sonstigen Experten.
Von denen sich keiner traut dem „Kleinkind“ im oval Office die Wahrheit zu sagen… Und selbst wenn… ;-)
@Fox1
„Der Elefant im Raum bleibt die Tatsache, dass man den Mullahs Atomwaffen verwehren will. … Was ist denn die Alternative ?“
Die IAEA stärken? Zugang der Inspektoren als Vorausetzung für Sanktionsaufhebung machen? Nix Neues und da gab es übrigens schon Einigungen, die einseitig gekündigt wurden..
Auch China und Russland haben übrigens kein Interesse an Iranischen Atomwaffen, sonst wäre es ihnen ein leichtes, ihnen dabei zu helfen.
(Bzw was kann man allgemeiner machen, nun vielleicht nicht ständig Angriffskriege führen, die jeden Diktator auf der Welt die Motivation gibt, sich A-Versichern zu lassen?)
„Ich denke, die USA sorgen jetzt für eine freie Schiffspassage und verwehren ihrerseits dem Iran den Ölverkauf. “
Na klar. Und außerdem kümmern sie sich noch um Weltfrieden, Klimaschutz und Einhaltung des Völkerrechts. Und den Osterhasen natürlich. Mal im Ernst, wie genau sorgen die USA jetzt dafür? Alles was sie gerade machen, ist den Konflikt weiter eskalieren.
@Wandersman: Klar, abwarten und Tee trinken geht auch. iM Falle Trump steht die Chance, dass er seinen Kopf durchsetzt vmtl. auch nur 50-50. Aber pures Gerede wird es vmt nicht sein. Insofern kann man den Rücken mal gerademachen wie das Singapur zB tut und deutlich daraufhin weisen, dass UNCLOS und Völkerrecht klar darlegen, dass es sich um internationale Gewässer handelt, in denen weder USA noch Iran oder Oman irgendeine Maut zu erheben haben.
Wenn ein Minister Pistorius 2024 mit den Worten „Wir werden die internationale Sicherheit und die Freiheit der Navigation schützen.“ eine Fregatte ins Rote Meer entsendet, dann ist die Akzeptanz irgendwelcher Mautzahlungen an die USA oder auch nur deren verbaler Forderung 2026 halt nix anderes als Doppelmoral.
@FriedFisch, und wo ist jetzt bitte eine neutrale Dritte Quelle die sich nicht auf die Aussage der Amis „wir sind durchgefahren“ bezieht?
Als stirbt in einem Krieg die Wahrheit, warum sollte das hier anders sein? Oder warum ist Donald so scharf darauf die Quelle zu finden zur Rettung der Besatzung der F15?
P.S. neueste Drehung, die Blockade gilt nur Schiffe mit Start / Ziel Iran. Alle anderen sollen passieren können. Dürfte aber nix ändern, dann steigt entweder die Maut oder der Iran lässt einfach keinen durch.
Trump hat jetzt die Blockade für alle Schiffe angeordnet. Vermutlich kurzfristig eine Reaktion auf die selektive Durchlässigkeit der Iranischen Blockade gegen Geld.
Und vor allem eine Maßnahme zur Kontrolle des iranischen Ölexports nach Asien, v.a. nach China. Das ist m.E. ohnehin einer der wesentlichen Gründe für diesen Krieg, neben der Verteuerung des Öls für den restlichen Westen, damit der nach Trumps und Putins Pfeife tanzt. Es geht nach meiner Einschätzung angesichts der bereits verkündeten Erfolge bei der Zerstörung iranischer Atomanlagen sicherlich nicht mehr primär um die Frage von Atomwaffen…
Und ja, Putin steht da oben durchaus bewusst. Ich glaube, dass Trump bewusst Putin und andere europäische Autokraten (in)direkt durch seine Politik stützen will, damit Russland nicht plötzlich in sich zusammenfällt und die EU weiterhin mit der Ukraine beschäftigt und damit ein Stück weit erpressbar bleibt. Die Wahlhilfe für Orbán fiel m.E. auch unmittelbar darunter.
@TW
Ich bin von einem Mitkommentator, trotz ihres Artikels, um Belege gebeten worden, dass die US-Schiffe durch SoH gefahren sind. Also habe ich eine zweite Sekundärquelle verlinkt, die das auch aufgreift, verlinkt sowie nochmal die Originalquelle. Ich hätte „siehe auch oben“ hinzufügen können, ja. Wg. „eckige Klammern“, ok. „Dumm“, hmmm …
@Metallkopf sagt: 13.04.2026 um 8:39 Uhr
„Das ist m.E. ohnehin einer der wesentlichen Gründe für diesen Krieg, neben der Verteuerung des Öls für den restlichen Westen, damit der nach Trumps und Putins Pfeife tanzt.“
Kontrolle ist eben alles. Und statt jetzt als Europa in einen verbrecherischen Krieg einzusteigen, sollten wir uns um unsere Unabhängigkeit von den USA und fossilen Energieträgern kümmern. Leider tut unsere Regierung genau das Gegenteil und schafft Verunsicherung, um hier einen wirtschaftlichen Vorteil zu generieren, der uns gerade vor die Füße fällt.
Guten Morgen @sakrileg,
ist es nicht der US-Präsident gewesen der behauptet hat, dass das Völkerrecht für ihn keinerlei Bedeutung hätte?
Dieses bezieht sich nicht auf das Verhalten des Sicherheitsrates, es regelt alle Bereiche zwischenstaatlicher Beziehungen einschließlich der Hoheit über die Handelswege, da stimme ich Ihnen zu. Nur sind es die USA gewesen die den Iran angegriffen und , wie schon Anfangs erwähnt, die Behauptung aufgestellt haben, dass diese Regeln für sie keine Gültigkeit mehr besitzen würden. Dieser Standpunkt darf und da bin ich auch bei Ihnen als moralisch verwerflich angesehen werden. Momentan regiert aber das Recht des Stärkeren, was noch zu ganz problematischen Verwerfungen führen wird. Denn ein Krieg, ausgefochten zwischen zwei Armeen, ist dieser Konflikt schon lange nicht mehr. Dem Standpunkt Singapurs werden sich deshalb wahrscheinlich mit der Zeit immer mehr Staaten anschließen, weil die wirtschaftlich schlicht gesehen nicht unter die Räder geraten wollen…….
MfG:
Wandersmann
@Metallkopf: viele Aktionen der USA kann man inzwischen unter dem Sammelbegriff „Kleptokratie“ zusammenfassen. Viele der Taten der USA haben nur noch das Ziel, durch Insiderhandel o.ä. eine kleine Clique rund um Trump mit viel Geld zu versorgen. Teil des Machtmittels ist die Kontrolle des Ölhandels, direkt oder indirekt (siehe Beispiel Venezuela).
Da helfen nur wenig Mittel. Primär: asap Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und damit den USA. Bei uns fährt inzwischen ein E-Auto (lädt primär vom Dach) und hat einen Diesel ersetzt. Knapp 1.000 Liter Diesel weniger, die pro Jahr importiert werden müssen. Und die Wärmepumpe kommt in einigen Wochen. Sind dann ca. 25 MWh Gasbedarf weniger pro Jahr.
Wir sollten staatlich endlich erkennen (und umsetzen), dass wir über solche Stöckchen nur springen müssen, wenn sie uns tatsächlich schaden können. Weniger Import von fossilen Energien führt definitiv dazu, dass wir alle ruhiger schlafen können. Dann sitzen wir eben in einer Situation wie jetzt an der Seitenlinie und machen mal gar nichts.
Die US Navy fordert alle Schiffe, die in den Golf passieren wollen, auf: Kontaktaufnahme VHF Ch 16 vor Beginn der Passage.
Das gibt dem Iran hervorragende Plot-Unterlagen….
@Flo
Ich hatte in meinem Kommentar durch den flapsigen Hinweis auf meinen wartungsbedürftigen Satelliten bereits versucht anzuerkennen, dass die Meldung zz. nicht objektivierbar ist. Es bleibt Ihnen überlassen, Meldungen des CentCom als reine Propaganda einzustufen. Aber klar, Nebel des Krieges, und so …
Im Übrigen ist ein Explorieren der SoH durch die US Navy auch deswegen plausibel, weil eine Minen-freie Passage Voraussetzung ist für einen etwaigen Einsatz der beiden Amphibischen Angriffsgruppen, die auf Position bzw. im Anmarsch sind. Wenn Trump glaubhaft mit z.B. einer Besetzung Khargs drohen will, müssen die auch glaubhaft da durch können. Insofern besteht auch eine militärische Notwendigkeit aus Sicht der USA.
@FriedFisch, ich bin nun Mal skeptisch was den Wahrheitsgehalt der Meldungen der USA angeht.
Ja die werden nicht alles unter der Decke gehalten bekommen, aber wenn sich so die Jubelmeldungen anguckt was militärische Erfolge der USA gegen den Iran angeht dürfte da auch viel Wunschdenken und „das sieht auf dem Satellitenbild kaputt aus“ bei sein.
Jemand der nach 5 Wochen militärisch so am Boden liegen soll wie der Iran nach Darstellung der USA, kann für mich keine F15 mehr vom Himmel holen.
Guten Abend @Flying-Tiger,
die pharmazeutische Industrie benötigt Erdöl als Basis zur Herstellung von Medikamenten und so sieht es auch in fast allen anderen Branchen aus. Eine Reduzierung der Abhängigkeit oder gar einen kommpletten Verzicht auf fossile Brennstoffe durchsetzen zu wollen, darf somit als illusorisch angesehen werden. Zur Herstellung von Batterien für E-Autos als Beispiel werden ja auch kritische Rohstoffe (kein Erdöl natürlich) verwertet.
Solche Rohstoffkonflikte werden uns deshalb immer betreffen.
MfG:
Wandersmann
Guten Abend @FriedFisch,
eine Landung und Besetzung der Öl-Insel Kharg würde den USA wenig helfen. Dort stationierte Truppen wären nicht nur einem permanenten Dauerbeschuss ausgesetzt, jedes Schiff, welches unter US-Flagge oder eines Reeders, welcher für die USA arbeitet von dort losfahren will würde Ziel von Angriffen werden und das wahrscheinlich weltweit sogar, Eine Wiederaufnahme der Abwicklung der Exporte über diesen Port, wäre somit nicht mehr möglich…..
MfG:
Wandersmann
Guten Abend @Wandersmann
Nicht mißverstehen, ich rede dem nicht das Wort, aber die Besetzung Khargs gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den Szenarien/Optionen, die das US Militär Trump anbietet. Dabei ginge es wohl eher nicht darum, Kontrolle über Ölexporte zu erlangen, sondern um ein strategisches Pfand. Dass es für die eingesetzten Einheiten ungemütlich würde, sehr gut möglich; aber die US Risikoabwägung ist, wie gesagt, vermutlich „anders“. Die Marine Expeditionary Unit um die USS Tripoli ist aus Japan anmarschiert, die um die USS Boxer unterwegs aus San Diego. Das sind bummelig 4500 Marines und 2000 Sailors auf zehn Schiffen; zuzüglich zu den 2-3 CSGs die da ohnehin stehen; nur die seegestützten Kräfte. Macht man so wohl kaum, wenn amphibische Operationen keine Option sind, wobei es natürlich auch andere Ziele geben kann. Würde Kharg eingenommen werden, wird Iran anschließend wohl kaum sinnlos die Insel beschießen, und dabei seine wichtigste Ölinfrastruktur selbst zerstören solange es die Chance gibt, sie durch Verhandlungen wieder zu erlangen; nur so’n Gedanke. Nichts ist zz. vorhersehbar, etwas auszuschließen naiv.
@FriedFisch, gibt es denn eine Chance das es eine Verhandlungslösung geben wird?
Aktuell sehe ich da eher keine Chance für, zumal aktuell mit der angekündigten Blockade von Schiffen nach / von Iran ich auch keine Notwendigkeit sehe Kharg zu besetzen. Der gewünschte Effekt “ Iran verkauft kein Öl“ dürfte auch mit der Blockade erreichbar sein.
@Flo
Nur kurz und abschließend: : Mit Kharg muss man keine Seeblockade mehr durchsetzen, ggf. auch gg. chinesische oder russische Blockadebrecher; die dürfen dann wieder rein, kriegen halt kein iranisches Öl mehr verladen, blöd. Kein Verstoß mehr gegen See(-völker)recht Dritte betreffend, kein Risiko direkter Eskalation (mit China). Einfach ein frisches Blatt in Trumps Hand, Momentum erzeugen, Initiative gewinnen, so wie jetzt mit der Blockade auch. Verhandlung: Ja, geht ja niedrigschwellig weiter zz., Chancen??
@FriedFisch, richtig mit einer Besetzung von Kharg wäre das Thema Blockade durch die USA vom Tisch.
Frage wäre aber wie der Iran reagiert. Meine Prognose, die übrigen Anrainer werden dann auch keinen Tropfen mehr verkaufen bis die USA die alleinige und vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus haben.