Neuer Präsident des Reservistenverbandes: CDU-Abgeordneter, Hauptgefreiter d.R., Rüstungsmanager
Der Verband der Reservisten der Bundeswehr wird wieder von einem Bundestagsabgeordneten geführt. Die Bundesdelegiertenversammlung des Verbandes wählte den 39-jährigen CDU-Parlamentarier Bastian Ernst aus Niedersachsen zum neuen Präsidenten, wie der Verband am (heutigen) Samstag mitteilte. Ernst löst den bisherigen Präsidenten Patrick Sensburg ab, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut angetreten war.
Sensburg war allerdings bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr nicht wieder ins Parlament gewählt worden – und nicht offiziell festgelegt, aber faktisch steht an der Spitze des Reservistenverbandes in der Regel ein Parlamentsmitglied.
Der neue Vorsitzende Ernst war im vergangenen Jahr neu in den Bundestag eingezogen. Der Hauptgefreite der Reserve hatte von Januar 2006 bis Juli 2007 freiwillig verlängerten Wehrdienst geleistet. Beruflich war er vor der Wahl als Manager in der Rüstungsindustrie tätig, unter anderem mehr als 13 Jahre bei Rheinmetall. Im Bundestag gehört er unter anderem dem Verteidigungsausschuss an.
Ich möchte Vorbild sein für andere junge Leute, die sich jetzt mit der Wehrdienst-Thematik beschäftigen. Das, was für mich selbstverständlich war, diesem Land zu dienen, ist für die neue Generation nicht mehr selbstverständlich, sagte Ernst nach Angaben des Reservistenverbandes bei seiner Vorstellung vor der Bundesdelegiertenversammlung in Fulda. Die Aussetzung der Wehrpflicht bezeichnete er als politischen und gesellschaftlichen Fehler.
(Archivbild August 2025 – Mozamaniac, Bastian Alfons Ernst (2025), CC0 1.0)
Soweit ich es mitbekommen habe war es sogar eine außerordentliche Delegiertenversammlung, hat Kamerad Sensburg hat sein Mandat vorzeitig zurückgegeben ?
[Aus der Mitteilung des Verbandes:
Bei ihrer letzten Versammlung im November 2025 hatten die Bundesdelegierten beschlossen, im Rahmen einer außerordentlichen BDV ein neues Präsidium zu wählen. Um keine zusätzlichen Kosten zu verursachen, wurde die Wahl, die eigentlich 2027 fällig gewesen wäre, auf dieses Frühjahr vorgezogen.
T.W.]
Wenn man die „Loyal“ in den letzten Monaten so verfolgt bzw. mitliest, fällt mir auf, dass erst in einigen Vorständen von Landesverbänden und jetzt auch auf der Bundesebene im Reservistenverband sehr viel „Bewegung“ in den Vorstandsposten herrscht. Einige zuvor engagierte Mitglieder geben relativ schnell ihre Ämter wieder auf.
Das mit der außerordentlichen Delegiertenversammlung auf Bundesebene ist mir eben auch aufgefallen.
Irgendwas scheint da hinter den Kulissen abseits der offiziellen Verlautbarungen nicht ganz so rund zu laufen.
Frau Dr. Schilling und Prof. Dr. Sensburg konnten nicht miteinander. Dem vernehmen nach hat Schilling eine Zusammenarbeit mit Sensburg abgelehnt. Hinzu kommt, dass der VdRBw mangels MdB nicht mehr im Bundestag vertreten waren. Somit war der Präsident zum zahnlosen Tiger geworden.
@T. Wiegold:
„Sensburg war allerdings bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr nicht wieder ins Parlament gewählt worden – und nicht offiziell festgelegt, aber faktisch steht an der Spitze des Reservistenverbandes in der Regel ein Parlamentsmitglied.“
Wobei Sensburg 2023 als Präsident wiedergewählt wurde, obwohl er seit 2021 schon nicht mehr im Bundestag saß.
Ergänzung zu @zulu1975 für die, die sich im Reservistenwesen nicht so gut auskennen:
die Stellvertreter der Dienststellen, also z.B. Btl, Brig, Div aber auch OFK und natürlich die stv. GI sind für die Reservisten in ihrem Bereich verantwortlich, zunächst konkret für die dort beorderten, auf Ebene der stv. Inspekteure grundsätzlich für alle, auch die (noch) Nicht-Beorderten.
Nun, Herr Professor Dr. Sensburg war Nachfolger und Vorgänger unseres Bundeskanzlers als WK-Abgeordneter in meinem BT-Heimatwahlkreis HSK; als Abgeordneter und ehem.CDU-Kreisvorsitzender war er zunehmend in politische Kritik innerhalb (!) des Wahlkreises geraten, da er sich zu sehr auf seine Verbandsvorsitzenden-Tätigkeit konzentriert hat und nicht primär die Interessen seines WK „im Auge hatte“; Deshalb hatte Friedich Merz in 2021 relativ einfaches Spiel seinen sicheren BT-WK zurückzubekommen.
Trotzdem war Herr Sensburg auch über 4 Jahre weiterhin ein m.M.n. guter Verbandspräsident – gerade weil er sich auf die Vertretung der Reservisten und damit auch der Sicherheitspolitik verschrieben hatte; dass die Union keine sicheren Listenplätze für die „führenden“ Sicherheitspolitiker bei BT-Wahlen vorhält ist sicherlich kritisch zu beurteilen.
Ich hoffe nur dass uns Herr Sensburg in den Bereichen der SiPo irgendwie erhalten bleibt.
@DE80: Mein Eindruck ist, dass nach Ende des Kalten Krieges seitens der Bundeswehr noch immer kein stimmiges und realistisches Verhältnis zum VdRBw – wie der ganzen ResArb – gefunden worden ist. Der VdRBw ist innerhalb der westlichen Welt ein einzigartiges Konstrukt und seine finanzielle Ausstattung durch den Bund steht und fällt mit dem sicherheitspolitischen und militärischen Auftrag, den seit Jahrzehnten der Verteidigungsausschuss – eigentlich gegen den Willen des BMVg – aufrecht erhält. Und auch vier Jahre nach der Zeitenwende eiert man da immer noch rum. Neben vielen kleinen Friktionen drei Beispiele für fehlendes „Zusammenkommen“: A) Erhebliche Qualitätsschwankungen: Der VdRBw erhebt den Anspruch, militärische Ausbildung anbieten zu können – schafft aber immer wieder nicht die Gewinnung der nötigen Ausbilder aus seinen eigenen Reihen. Dann macht halt der Obergefreite d.R., Lebensalter 61, die Pistolenausbildung auf Basis seiner Erinnerung aus den 1980ern. Anderer Formate, wie die bundesweiten Taktikseminare, sind hingegegen eine echt gute Sache! B) Die Bundeswehr als „Behörde“ tut sich halt schwer, mit einem „echten Verein“ zusammenzuarbeiten, wo man mit Befehl und Gehorsam nicht sehr weit kommt. Seit fast vielen, vielen Jahren höre ich das Jammern aktiver Offiziere über die „Vereinsmeierei“ und die Aussage, Personal und Haushaltsmittel des VdRBw doch einfach in die Bw zu überführen… Und aus eigener Beobachtung in meinen „Berliner Jahren“: Ohne permanente Präsenz der Verbandsspitze im Bundestag kann der VdRBw seinen o.g. Auftrag und die Haushaltsmittel nicht dauerhaft absichern… C) Die fehlende jüngere Generation. Nur ein Bruchteil der Mitglieder des VdRBw ist beordert und wehrdienstverwendungsfähig, kaum Mitglieder aus der „Generation Einsatz“, keine ehemaligen Wehrpflichtigen seit 2011. Das Erreichen der jüngeren Generation wird natürlich nicht einfacher, wenn attraktive militärische Ausbildungen immer wieder abgesagt werden müssen, weil die Bundeswehr notwendige Unterstützung (z.B. Transport Munition u. Waffen) kurzfristig absagen muss… Also: Alles in Allem ein bunter Blumenstrauß an Faktoren, welche die Sache nicht vergnügungssteuerpflichtig machen….
Der VdRBw hat sich überlebt; die Organisation staatlicher Sicherheitsaufgaben in der heutigen Zeit lässt sich mit Vereinsstrukturen nicht (mehr) abbilden. Es ist an der Zeit den Beispielen aus anderen Staaten zu folgen, die eine breite, leichtgewichtige Organisation von Verteidigungsfähigkeiten – besonders im heimatschutz – in Form von leichtgewichtigen, staatlich mandatierten Miliz-Strukturen wie der estnischen Kaitseliit organisiert haben. Dies erscheint auch angesichts der – vornehme ausgedrückt – begrenzten Fähigkeiten der Bundeswehr angebracht, den Heimatschutz zu organisieren. Die allfälligen Klagen vieler Engagement-Williger, die an den überbürokratisierten Strukturen und Verfahren der Streitkräfte scheitern, sind Legion. wie man auf Plattformen wie LinkedIn und sogar in Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten immer wieder lesen kann.
In Schutz nehmen will in ich diesem Zusammenhang die hier wieder einmal abschätzig kritisierten „Evocati“, 65+ Engagierte, die ihre Zeit in der Ausbildung und Organisation dort einsetzen, wo die Zeit der Jüngeren, die sich neben Zivilberuf und Familie engagieren sollen, begrenzt ist. In Zeiten alternder Gesellschaften gilt es auch hier das Miteinander der Generationen vorurteilsfrei neu zu organisieren statt sich – typisch deutsch – in unproduktiven Debatten über die schicksalhafte Unlösbarkeit von Problemen zu „suhlen“.
Im Übrigen habe ich viel Respekt von promoviertem Bundeswehr-Fachpersonal aus dem Bereich der Allgemeinmedizin. Ob es allerdings geschickt ist, solche Personal nach seiner sehr teuren fachlichen Ausbildung fast reinrassig im Personalbereich der Bundeswehr zu fördern und wir dann im Ergebnis erstmals in der Geschichte der Bundeswehr zwei stellvertretende Generalinspekteure benötigen, darf hinterfragt werden. Insofern sollte die kritische Auseinandersetzung der Repräsentanten der Reserve mit der stv. Generalinspekteurin auch nach der Wahl keine Tabuzone darstellen. Angesichts von Gender-Befindlichkeiten wäre es hier übrigens geschickt gewesen, auch weitere, qualifizierte weibliche Kandidaten bei der Vorstandswahl zu berücksichtigen.
Windlicht sagt…. C) Die fehlende jüngere Generation. Nur ein Bruchteil der Mitglieder des VdRBw ist beordert und wehrdienstverwendungsfähig
Tja, da ist der Verband selbst schuld. Ich habe als Reservist manchmal den Eindruck man interessiert sich von Seiten des Verbandes nicht für mich. Außer ne Email mit Verbandstätigkeiten ab und an kommt da nix. Es wäre doch schonmal gut, wenn man mal nen Fragebogen rausschickt um eine Aktualisierung der vorhandenen Daten zu forcieren. Nichts! Ein gezielter Nachruf an Reservisten (mir als Könnender & Wollender) wenn man mal wieder keine Aufsichten bei Schießen hat – Nichts! Ich zahle nur noch für das ehrenamtliche Engagement meiner Kameraden bei den DVag`s (und das gerne). Vom Verband als Ganzes kommt recht wenig.
Der 61 jährige Obergefreite der die Ausbildung leitet, ist ein sehr böswilliges Klischee. Ein Obergefreiter der Reserve kann nur dann „Pistolenausbildung“ durchführen wenn:
1. Er Reservistendienst leistet (RD oder in dienstlicher Veranstaltung), denn der Umgang mit Kriegswaffen erfordert den Status Soldat,
2. ebenso den Status Soldat bei den Auszubildenden,
3. alle sicherheitsüberprüft sind und deshalb des Extremismus unverdächtig.
4. Darüber hinaus stellt die Bw die Waffen und einen Feldwebel Dienstgrad als Aufsicht über Anwendung der Vorschriften und zur Einhaltung der Anzugsordnung (nein kein Witz!).
Diese Feldwebel für Reservistenangelegenheiten sind in der Regel lebensältere, sehr desillusionierte Kameraden am Ende einer „Karriere“, mit allen typischen körperlichen und psychosozialen Einschränkungen, die >30 Jahre Dienstzeit mit sich bringen.
Die Feststellung der Verband wäre nicht in der Lage die Reserve zu organisieren ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass die Bundeswehr als Organisation und das BMVg als Ministerium unwillig sind, die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen bzw. zu erhalten, weil sie Konkurrenz nicht duldet.
Die jetzigen Heimatschutzregimenter sind alle aus der Keimzelle Regionale Initiativen Reserve (RegIniRes) entstanden.
Ich habe bewusst unwillig geschrieben, denn wenn die Bw den ungeliebten „älteren“ Bruder Reserve als Organisation wirklich wollte, würde Sie Aus- und Weiterbildung der Reserve fördern statt behindern. Stichwort Heimatschutz und Ausbildung Ungedienter.
Was die Bw sicher braucht ist dagegen Personalverstärkung und Personalersatz. Dafür ist die Organisation aber zur Zeit nicht aufgestellt und versucht nun mühsam und deutlich zu langsam die Wehrersatzstrukturen wieder aufzubauen. Der Mangel wird nur auf der Zeitachse verschoben.
Eine selbständige und selbstbewusste(!) Reserve-Organisation, geführt von Menschen die „wollen“ statt „müssen“ würde da nur den Verwaltungsvollzug stören.
@ Windlicht Das hängt aber auch sehr von dem Engagement der Leute in den Reservistenkameradschaften ab. Singen, Saufen und Schlauchbootfahren ist halt nicht mehr zeitgemäß. Hier im Osten ist das Durchschnittsalter auch niedriger. Hier fehlen die Wehrmumien. Ich hatte immer einen guten Vergleich bei Wehrübungen mit Heimatschutzkompanien aus dem Westen.
Meine RK arbeitet mit verschieden Behörden und Organisationen z.B. bei der Taktischen Verwundetenversorgung zusammen. Da kommen auch gerne Aktive, weil bei uns was los ist und die Ausbildung durchdacht ist. Dazu sind einige Mitglieder noch im Heimatschutz engagiert oder Langzeitwehrübende. Wir tun was für Deutschland. Und besser aufzutreten als mancher Aktiver fällt heute nicht schwer. Die zivile Qualifikation ist im Durchschnitt eh höher als in vielen aktiven Kompanien. Da gibt es teilweise Zuammenballungen von Ingenieure und Doktoren.
@cato: Meiner Einschätzung nach ist bei den jüngsten Strukturänderungen die große Chance vertan worden, eine sehr starke Territorialorganisation unter Führung der Landeskommandos zu schaffen, dabei alle Aufgaben, Personal und Haushaltsmittel des VdRBw direkt den Landeskommandos zuzuordnen und alle weiteren Aufgaben (Heimatschutz, NachwGew, FamBetrZ, JugOffz, etc.etc.) auch den LKdo zu unterstellen. Führung, Verantwortung und Mittel zur Auftragserfüllung in einer starken Hand und nur die Fachaufsicht zentral leisten.
@Karl Mohr: Der OG61/P8 ist persönliches Erleben 2024, als drei Kameraden und ich aus aberwitzigen bürokratischen Gründen kurzfristig eine Handwaffenausbildung Pistole, nicht älter zwölf Monate, nachweisen sollten, um an einem Handwaffenschießen mit dienstlichen Gästen mitschießen zu dürfen. Vier sehr erfahrene Pistolenschützen mit Jahrzehnten Routine an der Dienstpistole landen in einer Fremdschäm-Show mit zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Wir standen kurz davor, die Ausbildung zu kapern und zu übernehmen, weil uns die frischen Heimatschützer neben uns leid taten. Bei allem anerkennenswerten Engagement der Ehrenamtlichen im VdRBw, die sich in DVag/RDL sich einbringen: Das Ziel muss die Kriegstüchtigkeit sein und da können solche immer wieder auftretenden Mängel eigentlich nicht geduldet werden. Dann vielleicht doch den VdRBw vom Delta zwischen Ansprund und Wirklichkeit „erlösen“…aber dann muss auch die Bundeswehr endlich ihre Hausaufgaben machen…
Unbenommen irgendwelcher Irritationen im VdRBw und ungeachtet der schwierigen Aufgabe der Bundeswehr, (nicht nur) den Heimatschutz mit Reservisten zu befüllen und die politisch proklamierte Zielgröße von 200.000 Reservisten zu erreichen, wie ebenso ungeachtet der Annahme, die Stellvertreterin des Generalinspekteurs der Bundeswehr könne nicht mit dem gerade abgetreten Verbandspräsidenten, ist folgendes festzuhalten:
Die Bundeswehr hat sich 2019 eine Strategie der Reserve gegeben, die sie vollumfänglich als nachrangig behandelt und keine erkennbaren Anstalten unternimmt, nicht nur die aktive Truppe, sondern auch die Reserve aufzufüllen. Vor einem Jahr hieß es noch, die Reserve soll bis 2035 „vollausgestattet“ sein. Denn: GI und BND reden davon, dass Russland ab 2029 imstande sein könnte, die NATO zu ärgern (oder mehr). Den mitunter in Presseberichten genannten mehreren Hunderttausenden Reservisten aller Altersklassen und Verwendungsmöglichkeiten begegnet das BAPersBw (trotzdem oder deswegen?) mit Ignoranz, unfähigen Methoden und einem eklatanten Mangel an Willen, die Reserve zu befüllen! (Siehe „Antreten.jetzt!“ Und „ungedient.de“)
In den vier Jahren seit der „Zeitenwende“ hat sich das BMVg dreimal neu geschüttelt, ohne einen Mehrwert zu erzielen. Unnötige OrgBereiche (SKB! Nicht San.) wurden einfach neu geschüttelt, mit dem anderen zusammengelegt und umbenannt. Muss reichen. Die Heimatschutzregimenter wurden zentral unter einer Division zusammengefasst und dem Heer untergeschoben. Damit wurden nicht nur die Landeskommandos ihrer möglicherweise wichtigsten Ressourcen beraubt, sondern auch eine B7-Stelle geschaffen. Der Stelleninhaber, seit 2003 durchgängig in Berlin tätig, soll umzugstechnisch nicht mehr ganz mobil sein. Aha. Ob aber sein Stab die in der Republik verstreute Truppe im Krieg führen kann, ist fraglich. Vielleicht sieht das Heer die Aufgaben dieser Division gar ganz woanders als in der Heimat …
Zahllose Freiwillige, die sich im Heimatschutz engagieren wollen, werden durch Formulare, überforderte Karrierecenter und eine bis heute nicht bestehende Aufnahmeorganisation beim BAPersBw verprellt. – Das Personalamt des Heeres der Wehrmacht hatte wenige Hundert Mitarbeitende im 2. Weltkrieg. Das BAPersBw mehr als 6.000 – finde den Fehler: Genau! Die Wehrmacht hatte keine PC‘s. (Sarc off.)
Wenn es einer Stellvertreterin des GI, vormals stv. AL Personal im BMVg, davor stv. Chefin BAPersBw, „vor allem darum [geht], die Streitkräfte dem Grunde nach so aufzustellen, dass sie möglichst einsatzbereit sind“, dann muss man sich nicht wundern, dass es nicht läuft [O-Ton im Interview im Hardthöhenkurier].
Der VdRBw und sein ehemaliger Präsident (mit oder ohne MdB) können nichts dafür, dass das Ministerium so herumeiert. Man muss im Gegenteil auch um die 61jährigen Obergefreiten froh sein, dass sie sich überhaupt noch engagieren. Und im Ernstfall stehen die eher bereit, als viele andere in unserem Land.
Der Bundeswehr stünde es gut zu Gesicht, wenn sie endlich die Reserve als Potenzial erkennt, sich engagiert um sie kümmert, sie ausstattet und ausreichende Strukturen gibt. Der VdRBw muss sich neu aufstellen und mit dem neuen Bundesvorsitzenden Druck in die richtige Richtung machen. Es wird Zeit.
Es gibt viel gutes Engagement im VdRBw, das Problem ist die weit verbreitete ziemlich ignorante Haltung von Bw/BMVg dass Reservistenarbeit ja der VdRBw macht und man sich daher nicht wirklich kümmern braucht.