Personalstärke Februar 2026: Leichter Rückgang, Ministerium betont „saisonale Schwankungen“

Die Zahl der aktiven Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr ist im Februar im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangen. Mit 186.221 liegt sie um rund 200 unter der Personalstärke im Januar, insbesondere wegen der geringeren Zahl der Kurzdiener bis zu 23 Monaten. Weiterhin liegt die Gesamtzahl ebenso wie die der Kurzdiener aber deutlich über der des Vorjahres. Das Verteidigungsministerium flankierte die Veröffentlichung der Statistik denn auch mit einer Pressemitteilung, in der die saisonale Schwankung hervorgehoben wurde – so habe es im Februar 20 Prozent mehr Bewerbungen als im Vorjahr gegeben.

Die Statistik für Februar 2026, am (heutigen) Dienstag wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht. Im Vergleich zur bisherigen Statistik gibt es kleinere Änderungen: Die Zahl der so genannten Kurzdiener, sechs bis 23 Monate Dienstzeit, wird nunmehr in Freiwillig Wehrdienstleistende (FWDL) mit bis zu zwölf Monaten sowie Soldatinnen und Soldaten auf Zeit kurz (SaZ kurz) mit bis zu 23 Monaten Dienstzeit aufgeteilt. Neu ist zudem die Übersicht über die Dienstgradgruppen, von den Mannschaften bis zur Generalität. Und außerdem eine Gesamtzahl für Ministerium und Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche, in der jeweils Soldaten und zivile Mitarbeiter zusammengerechnet werden (auf die Aufnahme dieser Zahlen verzichte ich hier der Übersichtlichkeit halber).

Die Zahlen des Ministeriums:

Insgesamt leisten 186.221 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr

Bundesministerium der Verteidigung 1.078
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 3.921
Heer 64.607
Luftwaffe 28.765
Marine 15.989
Cyber- und Informationsraum 13.818
Unterstützungsbereich 47.603
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 1.093
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 1.927
Bereich Personal 7.420
davon bis zu 5.400 Studierende an Bundeswehr-Universitäten

Berufssoldat*innen 60.220
Soldat*innen auf Zeit lang (ab 2 Jahren Dienstzeit) 112.615
Soldat*innen auf Zeit  kurz (12 bis 23 Monate) 2.081
Freiwillig Freiwillig Wehrdienstleistende (6 bis 11 Monate) 11.305

Dienstgradgruppen (gerundet)
Generale/Admirale 220
Stabsoffiziere 15.750
Offiziere 23.730
Unteroffiziere mit Portepee 61.840
Unteroffiziere ohne Portepee 28.880
Mannschaften 55.800 

Die Zahl der Frauen in den Streitkräften:

25.417 Soldatinnen sind aktuell bei der Bundeswehr; mehr als 13 Prozent (beträgt der) Anteil der Soldatinnen bei der Bundeswehr

Verteidigungsministerium 70
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 461
Heer 5.065
Luftwaffe 3.021
Marine 1.798
Cyber- und Informationsraum 1.415
Unterstützungsbereich 11.770
Personal 1.550
Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen 136
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung 131

Laufbahngruppe/Laufbahnen (auch Anwärterinnen)
Offizierinnen 7.248
Unteroffizierinnen mit Portepee 9.007
Unteroffizierinnen ohne Portepee 3.394
Mannschaften 5.768

Status
Berufssoldatin 6.014
Zeitsoldatin lang 17.220
Zeitsoldatin kurz 377

Freiwilligen Wehrdienstleistende 1.806

Die gesonderte Statistik zu den Zivilbeschäftigten – analog zu den Soldat*innen nach Teilstreitkräften und Organisationsbereichen aufgeschlüsselt; zusätzlich werden Militärseelsorge und Rechtspflege ausgewiesen.

Beschäftigt sind 81.205 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bundesministerium der Verteidigung 1.846
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 1.608
Heer 2.501
Luftwaffe 4.774
Marine 1.820
Cyber- und Informationsraum 1.824
Unterstützungsbereich 11.288
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 32.720
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 11.641
Bereich Personal 10.604
Militärseelsorge 485
Rechtspflege 94

Der Anteil von Frauen am zivilen Personal wird nur nach Statusgruppen ausgewiesen:

Von den insgesamt 81.205 zivilen Beschäftigten sind 31.994 Frauen (rund 39 Prozent), die in allen Bereichen der Bundeswehr tätig sind.

Beamtinnen insgesamt 10.893
im höheren Dienst 2.261
im gehobenen Dienst 4.575
im mittleren Dienst 4.039
im einfachen Dienst 18
Arbeitnehmerinnen 19.122
im Vorbereitungsdienst, in einem Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnis 1.979

(Stand 28. Februar 2026)

Die frühere ausführliche Statistik der Personalstärke in den Auslandseinsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen wurde durch die Gesamtzahl nur in den Auslandseinsätzen ersetzt. Der Stand vom 9. März 2026:

Insgesamt sind 938 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.
Darüber hinaus gibt es noch die Anerkannten Missionen.

(Die diversen Anerkannten Missionen wie z.B. die NATO-Battlegroup oder auch die neue Panzerbrigade 45 Litauen sind eben damit nicht erfasst.)

Der Vollständigkeit halber die gesonderte Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums dazu:

Positiver Personaltrend der Bundeswehr hält im Jahresvergleich an – Gesamtpersonalbestand mit saisonalen Schwankungen
Die Bundeswehr verzeichnet auch im Februar 2026 eine positive Personalentwicklung und setzt ihr personelles Wachstum fort. Bis zum Ende des Monats haben sich rund 16.100 Menschen auf die Einstellung in eine militärische Laufbahn beworben – ein Plus von 20% im Vergleich zum Vorjahr. Diese Tendenz spiegelt sich auch in den Neueinstellungen wider: Mit mehr als 5.300 Einstellungen wurde 14% mehr Personal gewonnen als zur selben Zeit im Vorjahr.
Insbesondere bei Mannschaftssoldatinnen und -soldaten im Rahmen des Neuen Wehrdienstes ist es gelungen, den Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr signifikant zu erhöhen. Derzeit sind rund 13.400 Personen als Freiwillig Wehrdienstleistende (6-11 Monate) und kurzdienende Zeitsoldaten („SaZ kurz“, 12-23 Monate) in der Bundeswehr tätig – ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die aktive Personalstärke der Bundeswehr beträgt aktuell rund 186.200 Soldatinnen und Soldaten, was einem Zuwachs von rund 3.600 Personen im Vergleich zum Februar 2025 entspricht. Die Gesamtpersonalstärke wird im Jahresverlauf weiterhin saisonalen Schwankungen unterliegen. Im Frühjahr scheiden erfahrungsgemäß überproportional viele Soldatinnen und Soldaten zu ihrem Dienstzeitende planmäßig aus, um den persönlichen Lebensweg im zivilen Arbeitsumfeld fortzusetzen und z.B. ein Studium oder eine Ausbildung im Sommerhalbjahr zu beginnen. Außerdem ist die Nachfrage nach Grund- und Basisausbildungen nicht so stark wie beispielsweise im April und der zweiten Jahreshälfte.
Das Interesse an einer Karriere bei der Bundeswehr ist zusammenfassend weiterhin sehr groß, die saisonalen Schwankungen im Bereich der Mannschaften fallen erwartungsgemäß aus.

Den Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen, gibt es auf einer gesonderten Übersichtsseite.

(Foto: A German service member poses for a photo in Setermoen, Norway, March 12, 2026. The service member was present during a capability demonstration between Norway, the United States, France, and Germany for exercise Cold Response 26 – U.S. Marine Corps photo by Cpl. Garrett Gillespie)