Vorläufige Personalstärke Januar 2026: 2.200 mehr als Ende 2025 – überwiegend Wehrdienstleistende
Das Verteidigungsministerium hat eine vorläufige Übersicht über die Personalstärke Ende Januar veröffentlicht: Mit rund 186.400 aktiven Soldaten und Soldatinnen waren es etwa 2.200 mehr als Ende Dezember 2025 und rund 3.500 mehr als Ende Januar 2025 – zudem die höchste Gesamtzahl seit dem Jahr 2013. Die übliche detaillierte Übersicht unter dem immer gleichen Link zeigt derzeit allerdings noch die Dezember-Zahlen . Außer der Gesamtstärke und der Zahl der Kurzdiener, inzwischen Neuen Wehrdienst Leistende, sind deshalb Detail-Vergleiche noch nicht möglich.
Die neuen Zahlen nannte das Verteidigungsministerium am (heutigen) Dienstag in einer Mitteilung:
Die Bundeswehr verzeichnet auch zum Jahresbeginn 2026 weiter sehr positive Entwicklung der Personalzahlen. Die betrifft neben der Gesamtstärke der Bundeswehr auch die Bewerbungen und Neueinstellungen für das militärische und zivile Personal der Streitkräfte. Hier verzeichnen wir erneut ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch bei den Freiwillig Wehrdienstleistenden und den kurzdienenden Zeitsoldatinnen und -soldaten im Rahmen des zum 1. Januar gestarteten Neuen Wehrdienstes erreichen wir einen neuen Höchststand.
Im Detail:
Zum Stichtag 31. Januar umfasst das aktive Personal der Bundeswehr rund 186.400 Soldatinnen und Soldaten. Damit wachsen die aktiven Streitkräfte im Vergleich zum Stichtag 2025 um rund 3.600 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten. Dies ist nach dem erfolgreichen Jahresabschluss 2025 erneut ein Höchststand.
Mit insgesamt rund 4.400 militärischen Neueinstellungen im Januar wurden die Vergleichszahlen aus dem vergangenen Jahr um 17 Prozent übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen wir mit über 10.000 Bewerbungen auch in diesem Bereich ein deutliches Plus von 23 Prozent. Das zeigt, dass das Interesse an der Bundeswehr anhaltend sehr groß ist.
Zum 1. Januar 2026 startete der Neue Wehrdienst. In diesem werden die Freiwillig Wehrdienstleistenden (bis einschließlich elf Monate) und kurz-dienenden Zeitsoldatinnen und -soldaten (12-23 Monate) zusammengefasst. Zum Stichtag leisteten insgesamt mehr als 13.500 Menschen Dienst im Rahmen des Neuen Wehrdienstes (Freiwillig Wehrdienstleistende/Soldat auf Zeit kurz). Dies ist im Vergleich zu den Freiwillig Wehrdienstleistenden im Vorjahresmonat ein neuer Höchststand. Erfahrungsgemäß wird es im Frühjahr saisonale Schwankungen geben, da Freiwillige aus dem Vorjahr planmäßig ausscheiden, um z.B. im Sommer eine Lehre oder ein Studium aufzunehmen.
Neben dem militärischen Personalkörper wächst auch der zivile Bereich der Bundeswehr weiter auf. Zum Stichtag 31. Januar konnten wir mit über 26.000 Bewerbungen einen Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielen. Mit insgesamt rund 600 Einstellungen liegen wir bereits jetzt 12 Prozent über dem Einstellungsniveau des vergangenen Jahres.
Diese positiven Personalzahlen zeigen, dass die Bundeswehr mit interessanten Angeboten, sinnstiftenden Tätigkeiten und über 1000 Berufsbildern für junge Menschen eine attraktive Arbeitgeberin ist. Unser Ziel und Anspruch ist es, diesen Trend zu verstätigen und den personellen Aufwuchs der Bundeswehr angelehnt an die sicherheitspolitischen Notwendigkeiten konsequent fortzuführen.
Da sind noch gewisse Unschärfen drin – so bedeutet die Steigerung von 182.857 Soldaten und Soldatinnen Ende Januar 2025 auf nunmehr rund 186.400 nach meiner Berechnung eine Steigerung um rund 3.500 und nicht 3.600, aber das wird in der endgültigen Statistik sicherlich bereinigt.
Offen bleibt vorerst auch, ob die Steigerung beim Neuen Wehrdienst auf 13.500 Männer und Frauen tatsächlich eine Zunahme bedeutet: in der bisherigen Statistik wurden die Freiwillig Wehrdienst Leistenden bis zu elf Monaten Dienstzeit zu Ende Dezember 2025 mit 12.169 angegeben. Ob die neue Zahl aufgrund der anderen Zählung nicht nur bedeutet, dass bisher bereits zwölf bis 23 Monate Dienende jetzt in eine andere Kategorie umgruppiert wurden, kann erst die vollständige Statistik zeigen.
Es scheint jedoch klar, dass es Ministerium und Bundeswehr erstmals seit rund 13 Jahren gelungen ist, den Trend zur Verkleinerung der Streitkräfte zu beenden. Ende Januar 2013 zählte die Truppe noch 191.838 aktive Soldaten und Soldatinnen, im Juni des selben Jahres war die Stärke bereits auf 185.498 geschrumpft.
Eine saubere Bewertung ist allerdings erst möglich, wenn alle Zahlen vorliegen – zum Beispiel das aktuelle Verhältnis von Zeit- zu Berufssoldaten.
(Archivbild November 2025: Die Crew des Mehrzweckhubschraubers NH-90 landet auf einer Bergkuppe bei der Gebirgsflugausbildung des Transporthubschrauberregiments 30 in den französischen Pyrenäen – Jana Neumann/Bundeswehr)
Die B@ wächst, mit mehr als 186.000 Soldaten und auch mehr als 13.500 FWDL bzw Zeitsoldaten kurz gab es noch nicht. Aber schon durch die Aufteilung in SaZ kurz und FWDL ist der Vergleich zum Vormonat schwierig. Auch fehlt die Aussage, wie viele Soldaten denn durch die Fragebögen gewonnen werden könnten oder ob die mehr Soldaten einen anderen Grund haben, wie zB der höhere Sold?
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass noch niemals zuvor ungelernte, ungediente Menschen soviel Geld bekommen haben.
Ob das Interesse groß ist aufgrund der „sinnstiftenden Tätigkeiten und über 1000 Berufsbildern für junge Menschen“ oder aufgrund der interessanten (finanziellen) Angebote, bleibt abzuwarten.
Sich jetzt schon selbst zu loben halte ich für deutlich verfrüht.
Aber es zeigt, dass man jede sich bietende positive Publicity nutzt, warum nur?
Ablenkung von negativen Fakten und Schlagzeilen?
Zu dem „neuen Nachwuchs“ aus aktueller Erzählung:
Die sehr langjährig bei einer Bank arbeitende Verwandtschaft erwähnte am Wochendene die im Gegensatz zu früher dtl. erhöhte Durchfallquote bei der Bankprüfung zum Bankkaufmann/frau.
Einer von den drei durchgefallenen Prüflingen ging nicht mehr in die Nachprüfung. Sondern direkt zur BW. Gab es so noch nie.
Das liegt recht sicher an der angepassten Besoldung….
Nun eine saubere Bewertung beginnt wenn Sollzahlen danebenstehen?
Closius sagt:
17.02.2026 um 18:08 Uhr
„Auch fehlt die Aussage, wie viele Soldaten denn durch die Fragebögen gewonnen werden könnten oder ob die mehr Soldaten einen anderen Grund haben, wie zB der höhere Sold?“
Nichts von dem. Aus Gesprächen mit an Basisgrundausbildung beteiligten Personal lässt sich schließen, daß wohl bei allen Laufbahnen die Einstellungskriterien erneut abgesenkt wurden.
Es bleibt abzuwarten, ob sich das verstetigt. Wenn sich erst in der Fläche herumgesprochen hat, dass ab dem 01.10.2026 die Wehrpflichtigen im Rahmen des Sonderinfrastrukturprogrammes Personalgewinnungsorganisation (SIPGO) in Containerdörfern untergebracht werden, dann gibt es den ersten Stresstest für die Personalzahlen.
@Apollo 11, 19:16
„…Einer von den drei durchgefallenen Prüflingen ging nicht mehr in die Nachprüfung. Sondern direkt zur BW. Gab es so noch nie…“
If you can´t reach the standards, lower them!
Die klügsten Köpfe und geschicktesten Hände waren gestern, heute wird Masse gesucht, da muss man bei der Klasse u.U. schon mal Abstriche machen.