Fürs Protokoll: Breuer als künftiger Vorsitzender NATO-Militärausschuss nominiert

Die Bundesregierung hat Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer offiziell als künftigen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses nominiert. In Abstimmung mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johannes Wadephul habe er den Vier-Sterne-General für die Wahl im September vorgeschlagen, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Rande eines Treffens mit seinen NATO-Kollegen in Brüssel.

Die Ankündigung des Ministers am (heutigen) Donnerstag:

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Breuer ist seit März 2023 als Nachfolger von Eberhard Zorn Generalinspekteur der Bundeswehr und damit höchster Soldat der Bundeswehr. An der Spitze des NATO-Militärausschusses – im Bündnis-Jargon: CMC, Chairman Military Committee – soll er den italienischen Admiral Giuseppe Cavo Dragone ablösen. Dragone hatte sein dreijähriges Amt im Januar 2025 angetreten, die Amtszeit Breuers beginnt damit also 2028.

Formal ist das Military Committee die höchste militärische Autorität im Bündnis und setzt sich aus den jeweiligen nationalen militärischen Befehshabern zusammen (im NATO-Jargon: Chiefs of Defense, CHOD). An der Spitze steht in der Regel ein Europäer, der zuvor als CHOD in seinem Land eingesetzt war. Der letzte Deutsche als Vorsitzender war von 2002 bis 2005 der Luftwaffengeneral Harald Kujat.

(Foto: Pistorius, l., und Breuer bei einem Empfang auf dem Hof des Bendlerblocks in Berlin am 28.01.2026 – Neele Janssen/photothek.de)