TV-Hinweis – Morgen im ARD-Presseclub: Wie umgehen mit dem hybriden Krieg?
Am (morgigen) Sonntag geht es im ARD-Presseclub um das Thema Putins hybrider Krieg: Wie bedroht sind wir? Ich diskutiere mit und stelle bei der Vorbereitung auf die Sendung fest, dass ich angesichts der aktuellen Meldungen zu diesem Thema kaum noch hinterherkomme.
Die vorerst letzte Meldung stammt vom britischen Guardian – laut dem Blatt warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi vor einem russischen Angriff auf einen NATO-Staat:
Vladimir Putin will expand his war in Ukraine by attacking another European country, Volodymyr Zelenskyy has predicted, and accused Russia of recent drone incursions that he said were an attempt to test Nato’s defences. (…)
Ukraine’s president said the Kremlin was deliberately checking Europe’s capacity to protect its skies, after drone sightings in Denmark, Poland and Romania and the violation of Estonian airspace by Russian fighter jets. More drones were spotted on Friday night above a Danish military base, and over a Norwegian base on Saturday.
Mal sehen was bis zum Beginn der Sendung noch an Entwicklungen dazukommt.
Ach ja, und sicherlich wird auch die Frage eine Rolle spielen, wie sich Deutschland darauf einstellt und zum Beispiel die Abwehr von Drohnen organisiert. Dazu hat sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt am (heutigen) Samstag zu Wort gemeldet – allerdings: er müsste gar nichts grundlegend Neues erfinden. Sondern nur fortführen, was die Vorgängerregierung Mitte Januar dieses Jahres schon auf den Weg gebracht hatte:
Bundeswehr soll bei Gefahr Drohnen in Amtshilfe abschießen dürfen
Also, gerne einschalten morgen Mittag.
Mir geht das alles zu langsam und dann kaufen wir wieder irgendwas im Ausland und das ist dann teuer und kann nix. Es geht ja nicht nur um Drohnen, sondern auch um Hypersonics gegen die wir auch nix haben. Und da ist Laser die erste Wahl gegen beide. Aber wenn ich so rum schaue in Deutschland, dann gibt es zwar schon Anbieter von solchen Systemen, aber da ist kein Dampf dahinter. Was willste denn mit 10-40KW? Etwa noch ne Dose Bier aufmachen bis der Laser die Drohne geschafft hat? Und bei einem kleinen Schwarm holste dir ne Palette Hansa? Oder was? Der Laser muss da drauf und dann muss das in 2-3 Sekunden vorbei sein mit der Drohne. Und dafür brauchts mindestens 100KW, besser 200KW als Laser im Nahbereich bis 10 Km. Und jetzt denk das mal hoch auf Hypersonics. Naggisch san ma!
Ein ehemaliger Welt Redakteur, ein Welt Korrespondent, Spiegel stellvertretende Leiterin Hauptstadtbüro und Sie.
Spiegel hat einen lesenswerten Artikel über den Drohnenhype von Rike Franke und einen lesenswerten Artikel zum Digitalfunk in der Bw.
Fähige Leute und die meisten benötigten Ressourcen sind vorhanden. Leider verliert man sich im KleinKlein, produziert Papier, alle verdienen prächtig und wir kommen wegen(trotz)dem nicht weiter.
Mal in der taz nach“Es wird maximal rumgeeiert“ suchen. Ein IT Experte vom ccc zu Kritis.
Viel Erfolg morgen!
Sorry, der Drohnenartikel im Spiegel ist natürlich von Claudia Major und Christian Mölling.
Schönen Sonntag!
Für Bundeswehrliegenschaften ist das Thema ja rechtlich durch und in Handlungsanweisungen für den Drohnenabwehrtrupp niedergelegt worden (basierend auf der letzten Version zur Ausübung des unmittelbaren Zwangs).
Jetzt muss nur noch das Material zulaufen …
Guter Auftritt Herr Wiegold, Ihnen und Frau Kormbaki habe ich gerne zugehört, wenn Sie denn mal zu Wort gekommen sind. Die Vorstellungen zum „Drohnenwall“ des Welt-Redakteurs und die Idee zur verplichtenden Installation von „Batterien“ durch (!) KRITIS-Betreiber vom WDR-Redakteur fand ich hingegen einigermaßen erschütternd. Der Boarding-Dienstleister den Sie ansprachen (er sei nicht KRITIS) wäre aber wahrscheinlich nach NIS2UmsuCG erfasst (welches auf Verabschiedung wartet und dessen Folgekosten völlig unterschätzt werden…) und damit zu vergleichbaren Schutzmaßnahmen verpflichtet.
@Teetrinker:
Wasn das? Ich nehme an, es ist keine neue Teesorte.
Ah jetzt, ja: „Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie und zur Regelung wesentlicher Grundzüge des Informationssicherheitsmanagements in der Bundesverwaltung“