Realitätscheck in Finnland
Einige aktuelle Dinge bleiben derzeit liegen, aus diesmal positivem Grund: Ich schaue mir mal in der Realität an, wie es zum Beispiel an der finnisch-russischen Grenze aussieht (Foto oben).
Und lerne dabei auch eine Menge über finnische Resilienz, Verteidigungswillen und -organisation. Mehr dazu in den nächsten Tagen.
(Foto: der von Finnland 2023 geschlossene Grenzübergang nach Russland bei Vaalimaa)
Finnland wird jetzt auch als Feindstaat aufgebaut:
https://www.milwaukeeindependent.com/editorial/russias-disinformation-campaign-toward-finland-mirrors-buildup-brutal-invasion-ukraine/
mit einem ähnlichen Narrativ wie ggü. der UKR. In wie weit hier auf den Sowjetisch-Finnische Winterkrieg abgehoben wird sollte untersucht werden, ggf. gilt der für RUS als „unfinished business“.
https://odessa-journal.com/public/russian-propaganda-targets-finland
https://mid.ru/en/foreign_policy/historical_materials/2034551/
Gibt es denn Programme in der EU/Nato in der gezielt russische Minderheiten angesprochen und an Europa gebunden/migriert werden?
Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Putin die NATO jetzt mit konventionellen Mitteln attackiert. Der Mann ist nicht dumm. Testen, drohen, die NATO zu falschen Reaktionen zu verleiten, hybride Kriegsführung, ja. D.h. so schnell wie möglich eine glaubhafte Abschreckung durch die NATO wieder herstellen. Mit Geld allein ist es nicht getan. Besonders Deutschland muss seine Bürokratie im Verteidigungsbereich deutlich reduzieren. Bisher fehlt es dazu am politischen Willen und der Unterstützung durch die militärische Führung.
@ Christian Bühring sagt: 24.09.2025 um 16:58 Uhr
Fast korrekt. Jedoch Unterstuetzung durch die militaerische Fuehrung ist, bei der jahrelangen Aufweichung in Richtung Buerokratie, zur Zeit sinnlos. Die Bw braucht einen neue, einsatzorientierte General/Admiralitaet.
@Mike Molto
Wie man sich selbst lächerlich macht. Was ist an Generalen wie Freuding, Sembritzki, Arlt, etc. nicht einsatzorientiert?
So ein pauschales Bashing ist einfach nur peinlich.
pi
@pi @Mike Molto
Auch GL MAIS hat ja das Heer auf „Kampf“ eingestimmt, ich fürchte nur, daß das noch nicht überall angekommen ist. Allerdings sieht man bei den Übungen durchaus, daß es da deutlich in Richtung „übe wie Du kämpfst“ geht.
Das Problem ist halt, daß wir – eigentlich zum Glück – keine Erfahrung im hochintensiven Gefecht haben. Wenn man es richtig machen wollte müßte man Kameraden / Ausbilder an der InfS „embedded“ in die UKR entsenden.
@ politisch inkorrekt sagt: 25.09.2025 um 12:28 Uhr
Zu Ihrer Frage:
Die Logistikdefizite in Sache Luftabwehr, „Munition“, Schiffspark und Personal sind Ihrer Meinung nach „gottgewollt“ ?
Vielleicht einmal ein Recherche-Vorschlag für den Hausherrn Thomas Wiegold:
Die finnische Grenze ist ja seeehr lang.
Gibt es da schon Planungen für eine Drohnenüberwachung ?
Bei den aktuellen Vorfällen in Dänemark ist im Grunde fast alles unklar. Vor allem das keine der Drohnen nach den Flughafen-Störaktionen gefunden werden konnte.
Die Gleichzeitigkeit bei vier Flughäfen spricht für einen „professionellen Akteur“ wie es so schön heisst.
In einem TV-Beitrag wurde ein PKW mit Drohnenfunk-Störsender gezeigt. Das wird nichts bringen, ich vermute mal einprogrammierte GPS-Flugrouten. Das GPS wird man wohl nicht stören wollen…
Und dummerweise könnte heute jeder fähige Modellbauer solche Drohnen bauen, sei es Benzin-Starrflügler oder Akku-Propeller…
Gottgewollt ist es, den Unterschied zwischen „Flugabwehr“ und „Luftabwehr“ zu kennen. Der Rest beruht auf politischer Rahmenlage aka Friedensdividende, Haushaltsrecht, „Umgeben von Freunden“ etc. Da kann man als Militär seinen militärischen Ratschlag geben und wenn die Politik anders entscheidet dann wird eben etwas anders umgesetzt. Egal ob da mal einer zurücktritt oder nicht. Primat der Politik gilt auch bei nachträglich unsinnigen Entscheidungen.
pi
@politisch inkorrekt
Was ich unter „einsatzorientierte Generalität“ verstehe, sind andere Generäle als die, die mindestens 10 Jahre lang in die Kamera erzählt haben, dass in Afghanisten alles super läuft und dann noch mindestens 5 Jahre lang, dass es zwar nicht super ist, aber immer besser wird und wir die beste Einsatzarmee der Welt „bald haben würden“, während sie den Ausverkauf der Bundeswehr mitgetragen haben. Bis alles offensichtlich wurde und „plötzlich“ das Heer blank da stand.
Wenn ich Freuding u.a. bei „Nachgefragt“ sehe, spüre ich dieselben „Afghanistan vibes“ – „Wir können uns auf die Bundeswehr verlassen, wir können uns auf unsere Bündnispartner verlassen und wir werden einsatzbereit sein“ Probleme gibt es nicht, zu diskutieren gibt es nichts. So wird man InspH.
https://www.youtube.com/shorts/hwCmiJcI6s0
@politisch inkorrekt
Was ich unter „einsatzorientierte Generalität“ verstehe, sind andere Generäle als die, die Karrierre gemacht haben, indem sie die Freidensdividende mitgetragen haben (Afghanistan und „in ein paar Jahren haben wir die beste Einsatzarmee der Welt“ lassen grüßen). Bis „plötzlich“ das Heer blank da stand.
Wenn ich Freuding u.a. bei „Nachgefragt“ sehe, spüre ich dieselben „Afghanistan vibes“ – „Wir können uns auf die Bundeswehr verlassen, wir können uns auf unsere Bündnispartner verlassen und wir werden einsatzbereit sein…“
So abwegig finde ich da die Bedenken von @Mike Molto nicht.
Zum Thema REALITÄTS-CHECK in Finnland:
Aktuellste Probleme gibt es ja bei Luftraumverletzungen ( Drohnen & Kampfflugzeuge ).
Wo eigentlich alle übereinstimmen ( Militär, Politiker, Polizei und Medien ) das sind Drohnenprobleme. Teils völlige Hilflosigkeit. Über Flughäfen, Militäranlagen, kritischer Infrastruktur und sogar über Schiffen.
Auftauchen, massive Störungen über Flughäfen in Dänemark und wieder spurloses (!) Verschwinden.
Gab es denn Drohnensichtungen in finnischer Grenznähe, und wenn nein wie dicht ist denn da die Überwachung ?