Blick nach Finnland: Die Perspektive des Verteidigungsministers

Meine Reise nach Finnland in der vergangenen Woche arbeite ich mal langsam auf – und fange an mit Aussagen des finnischen Verteidigungsministers. Im Gespräch mit deutschen Journalisten* machte Antti Häkkänen sehr klar, dass für Finnland die Landesverteidigung ohne Abstriche im Mittelpunkt steht – inzwischen in der NATO, wenn nötig aber auch alleine.

Weil es einen Einblick in die finnische Haltung gibt, die offensichtlich unabhängig von parteipolitischen Ansichten sehr grundlegend die Denkweise in dem nordeuropäischen Land bestimmt, hier zum Nachhören das Statement, mit dem der Minister das Gespräch eröffnete:

Haekkaenen_FIN_VM_Statemtn_25sep2025     

 

Im späteren Gespräch ging Häkkänen auch auf die Frage ein, wie Finnland den geplanten Aufwuchs auf eine Million  Reservisten umsetzen will (bei einer Bevölkerungszahl von gut 5,5 Millionen): Durch die Heraufsetzung des Höchstalters von bislang 60 auf dann 65 Jahre. Und das sei in der Bevölkerung nicht umstritten – oder besser gesagt: wenn umstritten, dann weil zu niedrig. Sein eigener 70-jähriger Vater, schilderte der Verteidigungsminister, habe ihn gefragt: Was hast du gegen mich? 

(Weitere Beiträge aus dieser Reise folgen)

*Offenlegung: An der Reise nahm ich auf Einladung der EU-Vertretung in Deutschland teil, die die Reisekosten übernahm.

(Foto: Finnische Grenzzone zu Russland bei Vaalimaa)