Wehrbeauftragter legt erneuten Mangelbericht vor – und fordert „Trendwende Mentalität“

Der Wehrbeauftragte des Bundestages hat erneut einen Mängelbericht vorgelegt: Wie in den Vorjahren beklagte Hans-Peter Bartels bei der Vorstellung seines Jahresberichts für 2019 viele Defizite, die er bereits in den Vorjahren moniert hatte. Bei Truppenbesuchen, egal ob er, Vertreter des Ministeriums oder die Inspekteure kämen, tragen Soldatinnen und Soldaten immer wieder die gleichen Sorgen vor: zu wenig Material, zu wenig Personal, zu viel Bürokratie. Das wirke sich auch auf die Einsatzbereitschaft aus: Die Bundeswehr als Ganzes wäre heute nicht ausgerüstet und aufgestellt für kollektive Verteidigung.

 

Die Probleme, vor denen die Bundeswehr stehe, seien lange bekannt, beschrieben, analysiert und konzeptionell irgendwie eingepreist, klagte Bartels bei der Erläuterung des Berichts vor der Bundespressekonferenz am (heutigen) Dienstag. Nach den ausgerufenen Trendwenden für Personal, Material und Finanzen sei aber eine Trendwende Mentalität nötig, damit die Truppe vorankomme. Ohne eine innere Reform, die ebenso nötig sei wie zusätzliches Geld im Haushalt, drohten die Trendwenden zu scheitern.

In der Pressekonferenz wie auch in seinem 118 Seiten umfassenden Bericht listete der Wehrbeauftragte zahlreiche Beispiele für strukturelle Probleme der überorganisierten, aber wenig praktisch ausgerichteten Streitkräfte auf. Ein grundsätzliches Problem sei das teilweise dysfunktional gewordene Beschaffungswesen: Für das meiste, was an Ausrüstung benötigt werde, gebe es den umständlichen Prozes von funktionalen Fähigkeits-Forderungen, europaweiten Ausschreibungen, Vergabe, Tests, Zertifizierung – obwohl man vieles wie Rucksäcke oder Kampfstiefel einfach kaufen könnte. Eine Design-Lösung sei nur bei komplexen Systemen wie einen neuen Kampfpanzer oder ein Raketenabwehrsystem nötig: Ein entsprechender dualer Beschaffungsweg könnte Zeit, Geld und Personal sparen, die Vollausstattung beschleunigen und die Nerven der Soldatinnen und Soldaten schonen. Derzeit gebe es die gleiche Organisation für alles, und das ist falsch.

Als Beispiel für den zähen Veränderungsprozess in den Streitkräften verwies Bartels auf das Programm Innere Führung – heute, dass die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bereits im Mai 2017 begonnen hatte. Dabei seien in vielen Workshops quer durch alle Dienstgradgruppen Hinweise auf nötige und mögliche Veränderungen erarbeitet worden – das Ergebnis bleibe aber bis jetzt unter Verschluss. In seinem Jahresbericht zitierte der Wehrbeauftragte umfangreich aus dem Entwurf des Ergebnisberichts und kommt zu der Einschätzung, dass  Schluss sein müsse mit dem ministeriellen Klein-Klein: Erforderlich ist Mut zur Entscheidung.

Ausführlich setzt sich der Wehrbeauftragte mit der Trendwende Personal auseinander und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Mit der verbliebenen Stärke kann die Bundeswehr jedoch die fortdauernden Verpflichtungen in den Auslandseinsätzen und den wieder auflebenden Auftrag zur Teilhabe an der kollektiven Verteidigung in Europa personell nicht bewältigen. Bedenklich sei vor allem, dass die zunehmende Personalstärke der vergangenen Jahre vor allem auf eine Verlängerung der Dienstzeit von Zeit- und Berufssoldaten zurückzuführen sei. Die Zahl der Bewerber sei dagegen auf dem zweitschlechtesten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht. Und dabei seien Seiteneinsteiger schon mitgerechnet.

Auch hier gilt: Ohne eine „Trendwende Mentalität“ wird der Aufwuchs nicht gelingen, mahnte Bartels. Das Ministerium bezeichne dagegen das Ergebnis der  Personalgewinnung 2019 als sehr gut  – angesichts der immer noch schwierigen Bewerberlage, auch wenn 2019 ein minimales Plus bei der Personalgewinnung zu verzeichnen war, überrascht diese Bewertung, kommentierte der Wehrbeauftragte lakonisch.

Im vergangenen Jahr entließ die Bundeswehr 45 Soldaten wegen extremistischer Verfehlungen vorzeitig aus dem Dienst – nach Angaben von Bartels ausschließlich Fälle von Rechtsextremismus. Nach seinem Eindruck sei die Bundeswehr sensibel für das Thema, sagte der Wehrbeauftragte. Extremisten könnten sich nicht darauf verlassen, dass ihre Kameraden wegschauten: In Fälle von Nazi-Propaganda, Antisemitismus, Rassismus und diskriminierendem Verhalten ist es eine Frage der Ehre, das zu thematisieren und gegebenenfalls zu melden. 

Die Gefahr, dass damit Gesinnungsschnüffelei oder Denunziantentum in die Truppe einzögen, sehe er nicht, betonte Bartels. Schließlich werde jeder gemeldete Fall untersucht. Zudem führe nicht gleich jede rechtsextreme Äußerung zur Entfernung aus der Truppe. In dem Zusammenhang wandte sich der Wehrbeauftragte gegen Pläne aus dem Ministerium, die Dienstzeit, in der Soldaten einfacher aus der Bundeswehr entlassen werden können, von derzeit vier auf acht Jahre anzuheben. Wie die Verbände warne er davor, mit einer solchen Regelung die ohnehin nur befristet eingestellten Zeitsoldaten zu benachteiligen – zumal eine einfache Entfernung aus der Truppe ja nicht nur für Extremismus-Fälle, sondern ebenso für andere disziplinare Angelegenheiten gelte.

Die komplette Pressekonferenz mit dem Wehrbeauftragten, sein Statement ebenso wie Fragen und Antworten, zum Nachhören:

Wehrbeauftragter_Bartels_BPK_28jan2020     

 

 

Das Eingangsstatement zum Nachlesen hier. Ich kann nicht alle Beispiel aus dem Bericht hier aufgreifen; den gesamten Jahresbericht gibt es  als Bundestagsdrucksache hier.

(Foto: Übergabe des Jahresberichts des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble – Christian Thiel)

87 Gedanken zu „Wehrbeauftragter legt erneuten Mangelbericht vor – und fordert „Trendwende Mentalität“

  1. Suther75 sagt:
    29.01.2020 um 20:52 Uhr

    „Solange „Schriftlichkeit der Stabsarbeit“/„Revisionssicheres Entscheiden“ verbunden mit Unsicherheit in Prozessen und deren Möglichkeiten einhergeht, notwendige Handlungssicherheit und Kompetenz durch kurze Rotationszyklen (Verwendungsbreite) systemisch verhindert wird ….“

    Da stellt sich die Frage, ob die verantwortlichen Damen und Herren in einem Metier, das durch Ungewissheiten und Risiken bestimmt ist, richtig aufgehoben sind.

    Escrimador sagt:
    29.01.2020 um 23:01 Uhr
    „Dann reichen ja 70% Einsatzfähigkeit – nach 1 h Gefecht sind nämlich auch nicht mehr da.“

    Mit der Begründung könnten wir die Bundeswehr gleich ganz abschaffen. War das Ihre Intention?

    „Nicht nur für die Ausbildung gilt:
    Wer nicht kann was er will muss wollen was er kann. (Um auch einen Spruch zu zitieren.)“ Korrekt lautet das: ;-)

    Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss. Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll, und dann kann ich auch wenn ich muss. Denn schliesslich: Die können sollen, müssen wollen dürfen.

  2. Wenn PzGren (ich bin selbst einer) nicht immer einen Marder/Puma zur Hand haben, macht das den Kohl nicht fett. Auch wenn Absitzen aus dem VW Bus natuerlich absolut laecherlich ist. Der Ausbilder sollte ermittelt und bestraft werden….oder erklaeren was da genau simuliert werden sollte! Das eigentliche Problem ist aber, dass auf die Dauer der Soldat keine Vertrauen in sein Material und am Endes des Tages in die Fuehrung hat. Ob Flachbildschirme und Minikuehlschraenke das dann wieder rausreissen moechte ich mal in Frage stellen.

  3. @JohSte

    Genau das trifft den Kern! Es besteht eine bedenkliche Dysbalance zwischen großen Sonntagsreden/Trendwenden und der Realität. Selbst wenn man nur die Amtszeit von UvDL betrachtet, hat die Truppe nur im Promillebereich etwas „Abbekommen“.

    Was ist stattdessen passiert ?

    Die Lage wird immer prekärer, weil die BW es nicht mal mehr schafft einfachste Ersatzteile zu bevorraten und die HIL mit all den Reparaturen nicht mal annähernd hinterherkommt.

    Dafür müssen mittlerweile tausend Leute ihre Unterschrift unter einen einfachen Befehl setzen (irgendwann unterschreibt noch das Krümelmonster höchstpersönlich) und nebenbei wird der ohnehin viel zu große Wasserkopf noch mehr aufgebohrt.

    Welcher Soldat in der Froschperspektive soll da der oberen „Führung“ vollstes Vertrauen schenken können?

    Solange der Weg der Besserung nicht verständlich moderiert wird (ohne Sonntagsreden von Generälen) wird die Vertrauensbasis weiter zerrüttet bleiben und somit das Interesse an der BW schwinden. Stichworte „Mundpropaganda“ und BS-Anträge.

  4. @Jan Hoffmann:

    Die Logik, die eine Diskussion über Extremisten für unnütz/unmöglich erklärt, weil es massiv Materialmangel gibt, erklärt sich mir persönlich ja nicht. Ist es denn nicht möglich, über zwei Themen zu sprechen? Oder war das einfach der Versuch, die Diskussion über das eine mit dem Verweis auf das andere zu beenden (oder böse ausgedrückt ‚abzuwürgen‘)? So stellt sich das mir jedenfalls dar, so ganz ohne Erklärung, warum nicht beides diskutiert werden kann.

  5. @ Ha-Wa sagt: 30.01.2020 um 16:50 Uhr

    „Solange der Weg der Besserung nicht verständlich moderiert wird (ohne Sonntagsreden von Generälen) wird die Vertrauensbasis weiter zerrüttet bleiben und somit das Interesse an der BW schwinden. Stichworte „Mundpropaganda“ und BS-Anträge.“

    Bei den BS verhält es sich so wie bei den Erst- und Weiterverpflichtungen.
    Wir nehmen die die wir noch bekommen können und müssen mit diesen so gut es geht auskommen.
    Für Sonntagsreden reicht es bei vielen, bei einzelnen für mehr.

  6. Bundesbürger, 29.01.2020 um 23:48 Uhr:
    Wollen Sie damit etwas über die Komplexität des Seins aussagen?

    Etwas Einordnung zum Zitat wäre hilfreich gewesen.

    Fakt ist: Wenn mehr Westen gekauft werden sollen, dann können sie geliefert werden.

    Gilt übrigens auch für das im Bericht des WB und des ZDF aufgeworfenen Thema Ersatzteile. Man müsste halt mal in richtigen Umfängen bestellen und nicht weiter davon reden, dass vor fast 10 Jahren (!!!) keine mehr bestellt wurden.

  7. @ Trevor Faith 30.01.2020 um 13:39 Uhr

    >„Dann reichen ja 70% Einsatzfähigkeit – nach 1 h Gefecht sind nämlich auch nicht mehr da.“
    Mit der Begründung könnten wir die Bundeswehr gleich ganz abschaffen. War das Ihre Intention?<

    Nein, Abschaffen ist nicht meine Intention.
    Was meinen Sie wie lange es im Gefecht dauert, bis die Einsatzfähigkeit auf 0% runtergeht?
    Aber an 60-80% in einem ernst zu nehmenden Krieg dürfen Sie sich gewöhnen.

    Und ansonsten: Vielleicht hilfts wenn Sie wollen was Sie sollen.

  8. @ 0815 30.01.2020 um 11:30 Uhr
    „Train as you fight“

    Fehlt Ihnen wirklich die Phantasie dafür, dass man Ausbildung unterschiedlich durchführen kann? Natürlich muss man auch am SPz ausbilden, aber nur am SPz?
    Na, dann können auch Sandkastenausbildung, Rahmenübungen, Simulatoren weg. Sport wird durch grüne Ausbildung ersetzt und am besten wird auch im Manöver scharf geschossen-wer braucht AGDUS? Da stellen wir auch sicher, dass nur die mit ausreichend Soldatenglück in den Einsatz kommen.

  9. Das wir marktverfügbare Ausrüstungsgegenstände wie Schuhe, T-Shirts, Hosen etc. möglicherweise zukünftig selber kaufen könnten, ist ja schön, lenkt aber von den wirklichen Problemen in der Beschaffung von komplexen Projekten ab.
    Zum einen gehört der CPM (Verfahrensvorschrift zur Bedarfsermittlung und Bedarfsdeckung) komplett überarbeitet und vereinfacht, zum anderen ist das BAIINBw personell in vielen Bereichen einfach zu schlecht aufgestellt oder möglicherweise auch falsch organisiert.
    Bei der Beschaffung von IT müssen völlig neue Verfahren her. Mit dem aktuellen Beschaffungswesen kann man das Tempo der Produkt- und Entwicklungszyklen in der Industrie nicht mithalten. Bis dort die Papierlage fertig ist, gibt es das Gerät was man ursprünglich haben wollte, bereits gar nicht mehr.
    Und was mich am meisten stört, man hat als Amt oder Kommandobehörde überhaupt keine Möglichkeit, dem BAIINBw hier und da mal plakativ gesagt, in den Hintern zu treten. Wenn dort ein Projektmanager nicht vernünftig arbeitet, hat man faktisch keine Möglichkeit diesen Mangel abzustellen.
    Das Problem der ständig wechselnden Player in einem Rüstungsprojekt wurde hier auch schon angesprochen. So hat niemand wirklich Verantwortung. Dieses Problem zieht sich aber durch die gesamte Bundeswehr. Fachleute sind wegen der heiligen „Verwendungsbreite“ zumindest bei den Offizieren nicht wirklich gewollt.

  10. @Escrimador
    Ihre Argumentation könnte man eventuell in einigen Ansätzen verstehen, WENN die Truppe eine Alternative zwischen SPz oder VW-Bus gehabt hätte. Hatte sie aber nicht. Deswegen eine flexible und fantasiereiche Abhilfe per VW-Bus durch die Truppe (war bestimmt ein FPS-Kfz – durfte das dazu überhaupt verwendet werden?! — jetzt muss bestimmt wieder jemand eine Stellungnahme an das Bundeswehr“dienstleistungs“zentrum schreiben ;-))
    In so weit stellt die dazugehörige Passage des WB-Berichtes plakativ das Versagenspotential unserer Rüstungsbeschaffer dar. Vielleicht ist im BAAIN stellenweise zu wenig Personal, aber sicherlich auch -stellenweise – das falsche. Zudem erfolgt die jeweilige militärische Beratung/Entscheidung in letzter Konsequenz vorwiegend durch GenStOffz. Vielleicht liegt auch in deren Auswahl und Ausbildung das ein oder andere im argen.

  11. @Escrimador

    @ 0815 30.01.2020 um 11:30 Uhr
    „Train as you fight“

    „Fehlt Ihnen wirklich die Phantasie dafür, dass man Ausbildung unterschiedlich durchführen kann? Natürlich muss man auch am SPz ausbilden, aber nur am SPz?
    Na, dann können auch Sandkastenausbildung, Rahmenübungen, Simulatoren weg. Sport wird durch grüne Ausbildung ersetzt und am besten wird auch im Manöver scharf geschossen-wer braucht AGDUS? Da stellen wir auch sicher, dass nur die mit ausreichend Soldatenglück in den Einsatz kommen.“

    Ich glaube nicht das hier irgend jemand alternative Ausbildungsformen in Frage stellt….im Gegenteil. Aber Sandkasten und Simulator koennen halt nur sehr eingeschraenkt die Realitaet wiederspiegeln. At the end of the day ist es ein erheblicher Unterschied ein abgesessenes Gefechtsschiessen durchzufuehren (und zwar fuer alle beteiligten) oder im AGDUS bestimmte Procedures zu drillen. Von daher ist „train as you fight“ genau das was die Truppe braucht (und wahrscheinlich auch noch in Teilen bekommt). Bei der NSAK Ausbildung ist ja auch immer ein Tag AGDUS auf dem Plan…aber das wird niemals die echte Schiessausbildung ersetzen koennen.

  12. @ Insider sagt: 30.01.2020 um 23:26 Uhr

    Sehr zutreffend und doch zurückhaltend formuliert.

    Auf der anderen Seite gibt es auch unter den Uniformträgern genügend, an denen die Zeit vorbeigezogen ist, die schon lange nicht mehr auf dem Stand der Dinge sind und notwendige Beschaffungen mit sinnfreien Forderungen verzögern.

    Ein mir ehemals unterstellter Offizier hat mir vor etwas mehr als einem Jahr einen Fall geschildert, der zu einer fast einjährigen Verzögerung bei der Beschaffung eines wichtigen Gerät geführt hat. Wenn man glaubt, dass die „andere Seite“ (Amt) nach monatelangem Schriftverkehr unter Einbeziehung von Fachleuten aus dem Bereich Weiterentwicklung daraus gelernt hätte, den kann ich „beruhigen“. Ca ein 3/4 Jahr nachdem man der Auffassung war die „andere Seite“ habe den Sachverhalt verstanden, fing der Spaß erneut an. Hintergrund war, schlicht und ergreifend, dass „die andere Seite“ glaubte die zuvor beteiligten seien inzwischen versetzt oder aus dem Dienst ausgeschieden.

    Leider kann ich hier nicht auf das zu einem „Leuchturmprojekt“ gehörende Material eingehen. Man wird eher den Offizier „abstrafen“, der den Vorgang aufgezeigt hat, als den „altehrwürdigen“ irgendwohin zu versetzen, wo er keinen Schaden anrichten kann.

  13. @ Escrimador 30.01.2020 um 21:40 Uhr
    „Fehlt Ihnen wirklich die Phantasie dafür, dass man Ausbildung unterschiedlich durchführen kann? “

    Nee, die fehlt mir nicht. Genug Berufserfahrung (>3 Jahrzehnte) im In/Ausland… nicht im Stab übrigens.
    Irgendwo/Irgendwann ist aber auch mal Schluß mit „heute wird wieder improvisiert!“

    „Natürlich muss man auch am SPz ausbilden, aber nur am SPz?“

    Habe ich das so geschrieben? Nein, denn ein sinnvoller Ansatz mit Simulation vorab macht durchaus Sinn. Nur wenn aus „vorab“, dann ständig wird, oder Albernheiten auf Fahrzeugen der BwFuhrPark zur Regel werden steigt die Motivation nicht unbedingt. Zudem ist das besagte Nutzen von VW Bus o.Ä abseits der befestigten Wege (und Schotterpisten sind schon unbefestigt!) ohnehin nicht zulässig. Die Freude der Mitarbeiter bei der Rücknahme, wegen zerkratzten Innenverkleidungen, bis hin zu verdreckten Sitzen und Kratzern am Lack hält sich immer in Grenzen. Wer zahlt? Wer macht die Schadbearbeitung ?

    „Na, dann können auch Sandkastenausbildung, Rahmenübungen, Simulatoren weg.“
    Hab ich so nicht geschrieben und erachte dies als durchaus Zweckmässig. Ein „Geländesandkasten“ mit Blick ins Gelände ist m.E.n immer noch 1.Wahl

    „Sport wird durch grüne Ausbildung ersetzt und am besten wird auch im Manöver scharf geschossen-wer braucht AGDUS? Da stellen wir auch sicher, dass nur die mit ausreichend Soldatenglück in den Einsatz kommen.“

    Sie versuchen mir hier etwas zu unterstellen. Fehlanzeige!
    Am Ende, dient auch die Sportausbildung zur direkten Vorbereitung des Geländedienstes. Körperlich zumindest…
    AGDUS u.ä. ist schön. Am scharfen Schuß wird keiner vorbei kommen. Aber das brauche ich wohl nicht weiter auszudehnen. Es sei denn er sitzt im Cyberraum.
    PS: Fragen Sie einmal nach (wenn möglich) wie viel „Schuß“ den ihr Umfeld und Sie selbst (sofern Sie Soldat sind oder waren) in den letzten 30 Tagen hat brechen lassen?

  14. Es dreht sich die Diskussion ja ziemlich um das „Substitut“ VW-Bus.

    Die dahinter liegenden Probleme (Nullfehler-Kultur, Verantwortungsdiffussion, Bürokratie, Unterfinanzierung, etc) werden im Jahresbericht sehr gut beschrieben.

    Ich kann nur nicht erkennen, dass es wirklich konstruktive Vorschläge gibt diese Probleme wirklich zu beseitigen.

    Die Ministerin hat in der Regierungsbefragung diese Woche erneut angekündigt die Einsatzbereitschaft bis zum Jahresende (!) zu verbessern.

    Am Montag hält die Ministerin eine (erneute) Grundsatzrede bei der Bundeswehrtagung.
    Auch dort soll die Einsatzbereitschaft im Mittelpunkt stehen.

    Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft liegen längst auf dem Tisch bzw. wurden teilweise schon angegangen.
    Oftmals jedoch als Stückwerk. Trotz – oder gerade wegen (?) – all der Berater.

    Die Verbesserung der Einsatzbereitschaft erfordert Personal, Ersatzteile und Infrastruktur.

    Darüber geredet wurde nunmehr mehr als genug.

  15. Ich möchte den Hinweis von @ MA aufgreifen

    „Auf der anderen Seite gibt es auch unter den Uniformträgern genügend, an denen die Zeit vorbeigezogen ist, die schon lange nicht mehr auf dem Stand der Dinge sind und notwendige Beschaffungen mit sinnfreien Forderungen verzögern.“

    Ich würde das aber nicht auf die eine Statusgruppe beschränken und auch nicht behaupten wollen, dass diese nicht “ auf dem Stand der Dinge sind“, denn genau hier liegt auch ein kleiner aber wichtiger Teil im Mindset (so schön neudeutsch), also zur grundsätzlichen eigenen Einstellung zur Arbeit, geprägt von einer Organisation, bei der es 25 Jahre darum ging zu schrumpfen und alles was noch neu gerüstet wurde, durfte ruhig 10 Jahre länger dauern, weil das notwendige Geld auf der Zeitachse Richtung Unendlichkeit gestreckt wurde.

    Nun Zeitsprung, Trendwende seit 2016/17. Aufgrund der Prozesse, die zwingend zu durchlaufen sind, finden nun kontinuierlich immer mehr Sitzungen der Projektgruppen (der sogenannten integrierten Projektteams als IPT) unter diesem neuen Mindset statt. Es braucht seine Zeit bis das allen im Kern so klar ist und vor allem Kontinuität!! Kontinuität in den Verantwortlichkeiten, Prozessen und Strukturen. Es muss nun auch intern eine gewisse Vertrauenskultur in die neuen Wege entstehen, denn all zu oft wurde bislang alle drei bis 4 Jahre alles immer wieder geändert.

    Daher Geduld! Auch wenn es schwer fällt. Was sind 3 oder 4 Jahre im Vergleich zu den regelmäßig 5 jährigen mittelfristigen Planungsprozessen, zu 25 Jahren Abbau zwischen 1990 und 2015, zu 64 Jahren Bundeswehr-Geschichte? Lasst uns 2025, 2030 und 2035 zurückblicken und endgültig Fazit ziehen. Aktuell kann niemand seriös ein Scheitern der eingeleiteten Trendwende feststellen! Die Gegenfrage ist, was wären die ernsthaften und realistischen alternativen?

    So ordne ich auch den gesamten Bericht des WB ein. Erkannte Mängel im Prozess abstellen. Durchführung, wegtreten 👍

  16. @Grashüpfer:
    „Lasst uns 2025, 2030 und 2035 zurückblicken und endgültig Fazit ziehen. Aktuell kann niemand seriös ein Scheitern der eingeleiteten Trendwende feststellen!“

    Bei der Beibehaltung der bisherigen Finanzlinie wäre ein Scheitern der Trendwenden vorprogrammiert.
    Das wird mittlerweile ja auch vom BMVg so gesagt. Also durchaus seriös.

    Sollte sich die Ministerin bei den Grundsatzentscheidungen zum Finanzplan bis 2024 in den nächsten Wochen nicht durchsetzen, dann muss man nicht bis 2025 warten, um festzustellen, dass die Trendwenden nicht wie geplant erfolgen können.

  17. @BG:
    Schnelle Verbesserungen sind von außen nicht sofort erkennbar. Es ging ja erstmal darum noch Schlimmeres zu verhindern.
    In der Diskussion zu ihrem Link sehr gut dargestellt:
    https://augengeradeaus.net/2019/09/dokumentation-akk-bei-der-mitarbeiterversammlung-des-baainbw/#comment-320373

    Weitere politisch gebilligte Maßnahmen der Task Force Beschaffungsorganisation (BeschO) – nicht nur auf das BAAINBw begrenzt – werden von einem engagierten Sonderbeauftragten BeschO im BMVg (BrigGen mit eigenem Stab) koordiniert und vorangetrieben.

    Mal abwarten, ob die Ministerin am Montag erklärt wie (!) die Einsatzbereitschaft bis zum Jahresende verbessert werden soll.
    Im laufenden Haushaltsjahr eine schwierige Aufgabe.

  18. @ Memoria ; 31.01.2020 um 21:19 Uhr
    „„Substitut“ VW-Bus. “ Ja richtig, aber es lässt sich beliebig weiter mit „Substitut MoTaKo“ weiter spinnen. Demnächst wird dem Führer und Ausbilder vor Ort noch vorgehalten er hätte keine Phantasie, weil er ja anstelle von Funkgeräten auch Joghurtbecher mit Schnur hätte nehmen können. Zum erlernen der Betriebssprache hatte ja früher auch ein „Fkb-Ringkreis“ mit Feldfernsprecher gereicht.

    „Die Ministerin hat in der Regierungsbefragung diese Woche erneut angekündigt die Einsatzbereitschaft bis zum Jahresende (!) zu verbessern.“
    Aha, bisher ist mir die Ministerin eher als Aushilfsaussenminister oder Parteichefin aufgefallen. Sympatische Dame. Ich hoffe Sie fährt nicht die Schiene der ehemaligen Ankündigungsministerin. Ich bleibe auch, in Bezug auf die seit JAHREN aufgezeichneten Mängel und Misstände (nicht nur im Bericht des Wehrbeauftragten) daher sehr sehr skeptisch.

    Mir wäre zudem auch viel lwichtiger wenn beim Untersuchungsauschuß endlich mal richtig durchgegriffen werden würde und entsprechende Verantwortliche im In- und Ausland zur Rechenschaft gezogen würden. Irgendwer muss ja die Verantwortung „für diesen Zustand“ ja tragen… Ständiges Gebetsmühlenartiges Anprangern der Tatsachen ohne das darauf Konsequenzen für die Verursacher folgen haben die gleiche Wirkung wie Befehle, deren Umsetzung nicht kontrolliert werden!

  19. @BG

    Aber da besteht die Möglichkeit das Idol der Einheitlichen Uniformität würde gefährdet und das geht doch nicht

    @JohSte

    Das käme auf die Gründe an, vielleicht versuchten besagte Vorgesetzte mit dem Mangel zu machen was geht und sie improvisieren konnten, was jetzt prinzipiell gut wäre oder versuchten so den Mangel zu Bewusstsein zu bringen.

    In der Hinsicht die Frage würde es Sinn machen Panzergrenadiere mit der Boxer zu schulen, leichte Panzergrenadiere?

    @0815

    <<< nutzen aber nagelneue Stiefel am Tag X),<<< been there done that, worked fine in Norwegen und den Saarschleifen,

    Das Geld für die Reinigung der VW Busse könnte aus dem Simulatortitel für den neuen Spz bedient werden

  20. @0815:
    Die Substitute sind natürlich Quatsch und haben teilweise erhebliche Konsequenzen auf die Trendwende Personal (Personalbindung und -gewinnung).
    Solange die Haushaltsmittel zur Erreichung der Vollaustattung und Einsatzbereitschaft nicht bereit stehen, wird es noch viele Jahresberichte geben in denen allerlei Aushilfslösungen (mit sicher wechselnden Bezeichnungen) beschrieben werden.

  21. @ MA 31.01.2020 um 17:46 Uhr
    „Auf der anderen Seite gibt es auch unter den Uniformträgern genügend, an denen die Zeit vorbeigezogen ist, die schon lange nicht mehr auf dem Stand der Dinge sind und notwendige Beschaffungen mit sinnfreien Forderungen verzögern.“

    Sind Ihnen auch mal die „modernen“ Offiziere aufgefallen, die unsinnige Beschaffungen vorantreiben?

  22. @Thomas Melber Fängt in meinem Umkreis schon beim Selbstverständnis an. Weder Selbstverteidigungsgedanken noch das Selbstverständnis als Deutsche ist dort oft vertreten. Ich habs aufgegeben, sowas wie die prinzipielle Notwendigkeit der LV/BV erklären zu wollen. Das sehe ich in erster Instanz auch als Aufgabe der politischen Führung und der Medien (kenne diesen Schlag Mensch. S.o.)
    @Escrimador Fight as you train. Train as you fight. Man ersetzt doch auch nicht in der Einsatzvorausbildung das MG5 mit G36, weil das praktischer ist! Noch konkreter? Schon mal versucht, mit einem Achtsitzer zu nebeln? Oder über die Bordwand zu kämpfen? Mit einem WBG durch Sicherheitsglas beobachten? Eigenheiten und technische Schwachstellen der SPz im „safe space“ statt im Einsatz kennenlernen? Wenn man immer so tut als sei zwischen Kaserne und Übungsraum nie mit Bedrohungen zu rechnet bildet man entgegen der Einsatzrealität aus. Dieser falsche Sinn für Pragmatismus ist die Ursache für die oft katastrophale Unfähigkeit von diversen Truppenteilen. Dies selbst am Ende der EVA oder Laufbahnlehrgängen. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern auch vom Personal der zuständigen Übungszentren.
    Dieser ganze Leichtathletikkram gehört mMn ebenso abgeschafft wie Formaldienst zugunsten von grüner Ausbildung und dieses ewige Rumgestehe. In der Antike wusste man das vielleicht schon besser. Stichwort Schwerathletik. AGDUS ist ein schlechtes Beispiel. Das System ist so schlecht und abgenutzt, dass wir es als Feinddarsteller immer ausgeschaltet gelassen haben. All dieses Rumgestehe, geistlose Überbetonung und Nicht-Kontextualisierung von Simulatoren und Ähnlichem bildet an der Realität völlig vorbei. Die Ergebnisse sieht man wie gesagt eindrucksvoll als Feinddarsteller. Abgründe öffnen sich da. War schon früher so und ist heute auch nicht anders. Lernresistenz kostet Leben.

    Zum Thema Schutzwestenmangel hatte ich im Hinterkopf, dass die Industrie mit der Kevlarproduktion weltweit nicht hinterherkommt. Ähnliches hab ich zu den Dingos im Hinterkopf.

  23. @ThoDan
    „Das Geld für die Reinigung der VW Busse könnte aus dem Simulatortitel für den neuen Spz bedient werden“
    Erstens ersetzt ein VW T5 oder 6 keinen SPz, zweitens ist es vollkommener Blödsinn Geld aus einem Titel zum Betrieb und Instandhaltung eines SimSys zweckzuentfremden. BwFP kassiert schon genug Kohle (€) für die Flotte.
    Ein VW oder Opel,Ford,Renault Bus gehört nicht in die taktische Ausbildung -Ende-

    Zudem haben Sie es immer noch nicht verstanden was der Unterschied zwischen Soldaten im Einsatz, in der LV/BV und ihren „exkursionen“ in NOR oder der Saarschleife ist!

  24. @Klab:
    „Zum Thema Schutzwestenmangel hatte ich im Hinterkopf, dass die Industrie mit der Kevlarproduktion weltweit nicht hinterherkommt. Ähnliches hab ich zu den Dingos im Hinterkopf.“

    Wie weiter oben hier schon diskutiert:
    Im Bericht steht, dass es die Kapazitätsprobleme bei der Westenherstellung nicht mehr gibt.

    Was haben sie da beim Dingo im Hinterkopf?
    Wenn man Substitute reduzieren will (Vollausstattung?!), dann sollte man beschaffen.
    Industrielle Kapazitäten gibt es – das zeigen die nationalen und internationalen Aufträge der letzten Jahre (auch beim Dingo).

    Die immer wieder aufkommende These, selbst wenn es mehr Geld gebe, könne die Industrie nicht liefern ist vorallem eine bequeme Ausrede. Wenn alle wollen kann man Haushaltsmittel und Fertigubgskapazitäten sauber synchronisieren.

  25. @Memoria Gut, das mit den nichtexistenten Kapazitätsproblemen hab ich wohl übersehen.

    Ich schließe mich dem letzten Satz vollumfänglich an.

  26. @0815

    Ehrlich gesagt meinen Füssen war und ist der Unterschied absolut egal, BW Kampfstiefel nach 3 Monaten Wunden und Schmerzen drinnen, 2 Wochen NOR mit Bergen ich erinnere mich nicht mal an Hot Spots.

    Ansonsten, wenn die BW weder für neue Schiffe noch Panzer Simulatoren zu beschaffen in der Lage ist bzw das einfach verschlampte, könnte sie das Geld ja für was „Sinnvolles“ verwenden

    @Memoria

    Lohnt sich eine Serie von 5000 Westen o.ä. für einen Hersteller, verliert er ggf zivile Märkte oder Marktbereiche usw
    E.g. die BW kommt mit ner Kleinserie zu uns, dann gucken wir erstmal ob mit Vor – Nachbereitung, Personal etc. ob es sich lohnt und ob das für uns Sinn macht.
    Mehr Zeit in die Vor und Nachbereitung der Anlagen zu stecken, als die Produktion – ggf mit Anlaufschwierigkeiten dürfte sich nicht lohnen oder eher gesagt da lohnt sich anderes mehr

  27. @ThoDan:
    Ich habe aktuell eher den Eindruck, daß sich verschiedene Hersteller um MOBAST streiten (inkl. Nachprüngsverfahren).
    Natürlich sind Kleinserien immer problematisch, aber noch (!) gibt es offenbar genug Interessenten.

    Selbstverständlich wäre es sinnvoll größere Volumen zu beschaffen. Der Wehrbeauftragte scheint da ja so viel aufgebaut zu haben, dass die kurzfristige Beschaffung auf 10.000 Westen angehoben wurde.

    Es wäre deutlich schneller deutlich mehr möglich, wenn nicht andauernd Ausreden gesucht würden.

    Trendwende Mentalität.

  28. @Memoria

    Mag sein, das mit den 5000 Westen war auch ein Beispiel – 15000 oder 30.000 Westen/Stiefel etc. wären halt eher interessant und ggf. hat der Stiefel etc. Hersteller auch durch seine Produktion für die BW zu befürchten im zivilen Markt boykottiert zu werden

  29. Och nö …

    und ggf. hat der Stiefel etc. Hersteller auch durch seine Produktion für die BW zu befürchten im zivilen Markt boykottiert zu werden

    Meindl, Haix und andere produzieren seit Jahren auch für Streitkräfte, ohne dass deswegen die Wanderer in den deutschen Alpen zum Boykott aufgerufen hätten. Ich find es nicht lustig, wenn hier Kommentare für Verschwörungstheorien missbraucht werden.

  30. @ThoDan:
    Wie bereits der Hausherr dargestellt hat, trifft auch das Beispiel nicht zu.
    Die Bundeswehr hat nicht deswegen zu wenig Material, weil die Industrie nicht kann oder will, sondern weil die Bundeswehr zu wenig und zu langsam bestellt. Dies wiederum ist auf zu wenig Geld und komplizierte Verfahren zurück zu führen.

    Oder was wollen Sie mit all den Beispielen zu angeblichen Problemen bei der Industrie sagen?

  31. @Memoria
    Mit meinem Text weiter oben, verband ich vorallem die Hoffnung, bei Ihnen ein kurzes mentales „Ähh“ zu erzeugen, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde.
    Sorry für das delay. Wichtige Geschäfte!
    Auch ich hatte den Bericht nur überflogen. Info verpaßt.
    Daher Danke für die heutigen Erklärungen. Jetzt habe ich es auch verstanden.
    Als Trost bleibt mir nur, was man über „Dumm“ sagt.

  32. 0815 02.02.2020 um 13:27 Uhr

    „Ein VW oder Opel,Ford,Renault Bus gehört nicht in die taktische Ausbildung -Ende-“

    Da ist Ihre Meinung vielleicht keine Einzelmeinung, aber offensichtlich gibts auch andere. Z.B. die von denen, die die Büsschen genau dort eingesetzt haben.

  33. @ Memoria 02.02.2020 um 19:21 Uhr
    „…weil die Industrie nicht kann oder will,…“

    Die Probleme mit der Einsatzfähigkeit von BOXER und PUMA dürften wesentlich auf Unvermögen und fehlenden Willen der Industrie zurückzuführen sein.
    Da wird denen sogar eine ogistic Support Analysis bezahlt, damit bei Auslieferung Vorschriften, Sonderwerkzeuge und Ersatzteile vorhanden sind und was passiert?
    Ein Baumaschinenhersteller könnte jetzt zumachen.

  34. @Escrimador:
    Es ging in der Diskussion oben vorallem um persönliche Ausrüstung.
    Bei der Einsatzbereitschaft von Großgerät fehlen vorallem weiterhin Ersatzteile.
    Das zeigt sich auch wieder im obigen Jahresbericht und den Berichten des BMVg zur materiellen Einsatzbereitschaft der letzten Jahre (!).

    Ein Bauunternehmen, dass sich nicht um seine Baumaschinen kümmert kann die Schuld auch schlecht auf den Baumaschinenhersteller abschieben.

    Damit meine ich nicht, dass in allen Großprojekten immer alles perfekt läuft.
    Diese prominenten Themen lassen aber aus meiner Sicht keine direkten Rückschlüsse auf die fehlende personliche Ausrüstung und die Einsatzbereitschaft von Material in der Nutzung zu, da diese Themen deutlich anders gelagert sind.

  35. @Herr Wiegold

    Solche Boykottaussagen kam nachdem eine namhafte deutscher Marke von Outdoorausrüstung in Bezug auf ihr Logo sehr enge Maßstäbe bezüglich der Nutzung ähnlicher Logos anlegte.
    Vor Jahren bekam ich mit, wie die Frage in einem Teil der Outdoor Community aufkam ob es ethisch vertretbar ist von einer Marke Produkte zu erwerben, die auch Soldaten der US Army mit IIRC ECWCS ausrüstet.
    Von daher hielt ich es für nicht automatisch auszuschließen, das Hersteller u.a. auch solche Dinge in Betracht ziehen, mehr wollte ich damit nicht andeuten.

    Entschuldigen Sie bitte die späte Antwort

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