von der Leyen in neuer Rolle: Kommunikativ nicht einfach (Update)

Es ist eher eine Randnotiz, aber sie zeigt, wie plötzlich die Nominierung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als künftige EU-Kommissionspräsidentin über das Ministerium hereingebrochen ist: Nachdem am (heutigen) Mittwochvormittag zwei Accounts mit ihrem Namen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter für Verwirrung sorgten, gibt es jetzt einen weiteren, der immerhin von Twitter selbst authentifiziert ist: @UvdLeyen (Screenshot oben).

Zuvor hatte es zwei vermeintlich echt wirkende gegeben: @VonderLeyenEU (s. Screenshot, inzwischen gesperrt) und @u_vdleyen (gelöscht, nicht gesperrt – also vom Urheber zurückgezogen). Zwischendurch hatte das Ministerium einen als echt bestätigt, was nur zu weiterer Verwirrung führte:

Mal sehen, was jetzt gilt. Zunächst konnte das Verteidigungsministerium die Echtheit des Accounts @UvdLeyen noch nicht bestätigen.

Update: Als wäre das nicht so schon verwirrend genug, wurde jetzt offensichtlich der Account @UvdLeyen in @vonderleyen umbenannt…

Nachtrag 4. Juli: Auf Twitter gibt sich von der Leyen (oder ihr Team?) noch recht zurückhaltend. Dafür war sie am heutigen Donnerstagmorgen erstmals seit Tagen wieder auf Instagram aktiv.

10 Gedanken zu „von der Leyen in neuer Rolle: Kommunikativ nicht einfach (Update)

  1. Die anderen Kandidaten haben ähnliche Erfolgsbilanzen und ähnlich kompetente social media Berater. Von daher ist sie in guter Gesellschaft. Wie immer sind in der Kommission die Besten der Besten der Besten. Eine wahre Elite der Fähigsten.

  2. @Tango
    Ja dann lieber Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales.
    „Auf Twitter sind ohnehin nur Politiker, Journalisten und Psychopathen unterwegs.“

  3. Es sagt etwas über den Zustand der Regierungskoalition aus, wenn der Partner sich darüber beschwert, daß eine Deutsche an die Spitze der EU wechseln soll. Haben nicht auch sozialdemokratische Mitglieder des EU_-Rates an dem einstimmigen Vorschlag mitgewirkt? Erstaunlicher Versuch der Selbstverzwergung. Ob Deutschland so als Führungsnation durchgeht, mag bezweifelt werden. Es ist zwar nicht die Nationalität von Frau von der Leyen ganz so entscheidend für ihre europäische Aufgabe, aber daß eine Deutsche auch von Staaten, die durchaus nationale Außenpolitik betreiben, für Wert befunden wird für die Position, belegt durchaus die Wertschätzung für deutsche Regierungsmitglieder. 74 Jahre nach Kriegsende ist das beruhigend.

  4. Hmm,

    „Mal sehen, was jetzt gilt. Zunächst konnte das Verteidigungsministerium die Echtheit des Accounts @UvdLeyen noch nicht bestätigen.“

    Wie soll ich mir das was jetzt gerade geht rein vom Prozedere her vorstellen ?

    Ist Frau von der Leyen jetzt im Urlaub ?
    Wenn ja, wer führt dann die BW, wenn nein, wie ist das Engagement in Brüssel mit ihrem Ministeramt vereinbar?
    Warum ist das BMVg in den Account von Frau von der Leyen involviert ?
    Ist das nicht eher eine CDU als eine BMVg Angelegenheit ?

    Bin jetzt ehrlich ratlos…

  5. Das wird alles echt nicht wirklich besser… Wenn ich höre, dass ausgerechnet Jens Spahn ihr angeblich im Sessel des IBUK nachfolgen soll…

    [Hm, die Nachfolgedebatte läuft natürlich schon an, aber mal ein Rat zur Vorsicht: Da wird sich noch sehr viel drehen, ehe es eine Entscheidung gibt. Und jetzt im Boulevard-Stil hier alle möglichen und unmöglichen Kandidat*innen durchzuhecheln, bringt uns auch nicht weiter… T.W.]

  6. Angenommen UvdL wird gewählt und unabhängig von der Nachfolger*innen-Diskussion: Wäre es nicht interessant, darüber zu spekulieren, was ein Personalwechsel für die Bundeswehr bedeutet? Agenda Attraktivität? Finanzierung? Rüstungsvorhaben? Strukturen BMVg und nachgeordneter Bereich? Trendwenden? Wie könnte es weitergehen? Welche neuen Impulse braucht die Bw….?

    [Klar wäre das interessant, dann bitte auf den Webseiten, die für Spekulationen zuständig sind, und nicht hier. T.W.]

  7. Lesenswerter Artikel über die administrtiv-logistischen Rahmenbedingungen für einen offitiell nominierten EUKomPraesKanditaten: „Fahrer, Büros, Angestellte – Was von der Leyen jetzt schon zusteht“ (Welt).

  8. Wie schon gesagt: Ich verstehe den Wunsch, über die EU und ihre Institutionen zu debattieren; bitte den aber auf den thematisch passenden Seiten zu führen.

    Hier mache ich die Kommentare zu; zum Thema vdL als Verteidigungsministerin geht gleich ein weiterer Eintrag online, der dann die Debatte über die Verteidigungsministerin ermöglicht.

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