Norwegens Streitkräfte: HK416-Nachbestellung bei Heckler&Koch (m. Nachtrag)

Die norwegischen Streitkräfte, bereits seit Jahren Nutzer des Sturmgewehrs HK416 des Herstellers Heckler&Koch, haben in Oberndorf nachbestellt. Aus einer Mitteilung des Unternehmens am (heutigen) Dienstag:

Heckler & Koch ist vom norwegischen Verteidigungsministerium mit der Lieferung von HK416 Sturmgewehr-Sets für deren Streitkräfte beauftragt worden.
Der Lieferauftrag läuft über 36 Monate, beginnend in 2019 und hat einen Gesamtwert von rund 22 Millionen Euro. Norwegen war der erste Kunde, der das HK416 im Jahr 2007 querschnittlich als Standard-Sturmgewehr seiner Streitkräfte eingeführt hat.

Zur Stückzahl machte das Unternehmen keine Angaben; das sei mit dem Besteller Norwegen so abgesprochen.

Die Meldung ist natürlich interessant vor dem Hintergrund, dass in Deutschland nach wie vor nach einem neuen Standard-Sturmgewehr für die Bundeswehr gesucht wird; als Nachfolger des G36 von Heckler&Koch. Die erste Runde der Ausschreibung verlief aus Sicht des Kunden offensichtlich nicht zufriedenstellend, bis zum 15. Februar sollen neue Angebote abgegeben werden. Unter anderem soll keine der angebotenen Waffen die vorgeschriebenen Leistungen erfüllt haben.

Heckler&Koch sagt zu dem G36-Nachfolge-Verfahren natürlich nichts und  verweist auf Nachfrage nur darauf, dass das Vergabeverfahren noch laufe – hat aber in seiner Pressemitteilung auch eine, nun ja, kleine Spitze eingebracht:

Vor dem Hintergrund der politischen Bestrebungen zur Realisierung einer europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik stattet Heckler & Koch bereits seit Jahrzehnten viele Armeen Europas mit einem Standard-Sturmgewehr aus. Die prominentesten Nutzer sind Deutschland (G36), Frankreich (HK416AIF), Norwegen (HK416), Spanien (G36), Litauen (G36), Lettland (G36) und Großbritannien (SA80A2/A3).

Nachtrag: Das Unternehmen nennt die Zahl der Waffen nicht, aber das norwegische Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung vom 19. Dezember 2018 (danke für den Leserhinweis):

Das Beschaffungsamt hat am 22. November mit Heckler & Koch einen Vertrag über die Lieferung von Handwaffen unterzeichnet. Das Unternehmen soll weitere* 11.000 HK 416 für die Streitkräfte liefern, davon etwa 7.000 für die Heimwehr.

Fürs Archiv:
Die HK-Pressemitteilung als pdf-Datei:
20190108_Heckler_Koch_Norwegen_HK416
Die Pressemitteilung von forsvaret.no als pdf-Datei:
20181219_forsvaret_No_HK416

*Korrektur: Die zuvor verwendete Übersetzung „gut 11.000 Stück“ war falsch.

(Archivbild: Soldat der norwegischen Heimwehr mit HK416 bei einer Übung auf den Lofoten im September 2018 – Jesper Vigander Edwin/ Forsvaret)

32 Gedanken zu „Norwegens Streitkräfte: HK416-Nachbestellung bei Heckler&Koch (m. Nachtrag)

  1. Am 7.1.19 verkündet „Army Recognition“ dass das deutsche KSK/KSM 2000 HK417A7 bis Ende 2019 beschaffen wird:

    „German special operations units to receive HK416A7 designated G95K“,

    Germany’s special ops units – Kommando Spezialkrafte (KSK) and sailors of the Kommando Spezialkrafte Marine (KSM) – will receive a new rifle: the Heckler und Koch HK416 A7, which the Germans have designated the G95K (Gewehr 95 Kurz, Rifle 95 Short). The standing order is for less than 2,000 new rifles, to be fulfilled by the end of 2019, Stavros Atlamazoglu reports on The NewsRep.

    https://www.armyrecognition.com/january_2019_global_defense_security_army_news_industry/german_special_operations_units_to_receive_hk416a_designated_g95k.html

    Also, wenn das HK416 für das KSK gut ist, warum soll es für den Rest der BW nicht geeignet sein?

    [Nur als Hinweis: Das mit dem G95 ist schon länger bekannt und nicht von Army Recognition „verkündet“ …

    https://strategie-technik.blogspot.com/2017/10/aus-hk416a7-soll-g95-werden-das-neue.html

    https://strategie-technik.blogspot.com/2018/12/bundeswehr-sturmgewehr-spezialkrafte.html

    T.W.]

  2. Vielleicht weil die Kollegen von Haenel mit dem MK556 fast das gleiche für weniger Geld können, oder mehr als das HK416 bietet zum jetzt konkurrenzfähigeren Preis z.B. Um das herauszufinden sind Vergabeverfahren nunmal da.

  3. @Frankfurter | 08. Januar 2019 – 16:30:
    Wie Sie selber schreiben, das G95 ist ein „Kurz“-gewehr, sowas wurde früher (also ganz früher) Karabiner genannt. Durch die kurze Rohr- bzw. Lauflänge ist eine solche Waffe sehr führig und vergleichsweise leicht, hat aber deutliche Aussen- und zielballistische Nachteile, besonders am „langen Ende“ der Kampfentfernung, weil die Waffe mit der selben Munition deutlich weniger Mündungsgeschwindigkeit produziert.
    Das mag sich mit den Anforderungen des KSK möglicherweise nicht beißen, durchaus aber z.B mit Anforderungen der Infanterie (und anderer Nutzer).
    Oder anders gesagt „was für das KSK gut ist, kann für andere suboptimal sein“.
    Ein HK416 mit längerem Rohr- bzw. Lauf ist in der Bundeswehr bisher nicht eingeführt. Wäre formal somit ohnehin eine Neubeschaffung, die durch Ausschreibung laufen muss.
    Dann munkelt der Gerüchtewald dass das HK433 deutlich billiger pro Stück wäre…

    Nachtrag: Ich ahne, dass es hier nun zur Diskussion kommt, dass die Aussen- und Zielballistik des G95 überhaupt kein Problem sei, weil niemand nirgends ernsthaft mit einem Sturmgewehr eine maximale Kampfentfernung von mehr als 250 bis 300m braucht und man, wenn erforderlich, dann ja immer das G28 zur Hand hat und her nimmt.
    Hoffentlich nicht…

  4. „Also, wenn das HK416 für das KSK gut ist, warum soll es für den Rest der BW nicht geeignet sein?“

    Kurze Frage: Ist das HK416 überhaupt ein Kandidat für die Nachfolge des G36? Wenn ich mich richtig erinnere, sind momentan wahrscheinlich noch das HK433 und das Haenel CR223, im Rennen, nachdem SIG mit dem MCX und Rheinmetall/Steyr mit dem RS556 ausgestiegen sind. Wobei es dazu meines Wissens auch noch keine offizielle Aussage gibt…

    Aber immerhin scheinen die bisherigen Nutzer ja mit dem 416 zufrieden zu sein

  5. @Frankfurter:
    Zu speziell, offene Visierung, falsches Kaliber,…

    Um festzustellen was geeignet ist gibt’s das CPM. Man muss dabei allerdings die Fähigkeitslücke richtig beschreiben und einen treffenden Forderungskatalog aufstellen.

    „Gefällt mir, nehme ich“ ist eigentlich nicht vorgesehen.

  6. HK ist nicht mit dem 416 angetreten sondern mit dem 433, hat also wohl seine Gründe gemäß Ausschreibung sonst hätten sie es bestimmt getan.

  7. Ich finde das ganze Sturmgewehr Thema mittlerweile sowieso sehr unübersichtlich.
    Ich kenne jede menge Soldaten die das G36 super finden, ich kenne eine ganzen Haufen anderen die ihm furchtbare Eigenschaften zuschreiben.
    Es gibt Studien die ganz klar die 5,56mm Munition favorisieren. Es gibt Erlebnisberichte die ihre Wirkungslosigkeit verglichen mit 7,62mm darstellen.
    Es soll in heißer Umgebung ungenau gewesen sein, aber die anschließenden Vergleichs-Tests wurden mit ganz anderen Kalibern durchgeführt.
    Dann hätte man wohl einfach auf das LMG36 umrüsten können, aber das wollte keiner.
    Dann hat H&K vor Gericht noch eine Richtigstellung erwirkt und jetzt will man das HK433 statt des HK416 anschaffen weil es mal günstiger und mal mehr dem G36 ähnelt.

    Langsam hab ich keine Ahnung warum wir überhaupt ein neues Sturmgewehr brauchten oder wollten und wer an der Sache überhaupt profitiert. Gefühlt nicht der Soldat.

  8. @Frankfurter
    Das HK 416 ist vergleichsweise teuer und das Kaliber ist in einigen Situationen nicht ausreichend. Eigentlich bräuchte man das HK 416 und das HK 417 oder eine Waffe mit einem Kaliber, daß allen aktuellen Gefechtsanforderung entspricht.

    Auf alle Fälle sollte man anderen Handschutz verwenden. Der im Bild gezeigt ist … unbequem.

  9. @Trevor Faith
    Am G36A3 hat man auch Picatinnyschienen aber kann man auch sich einen Sturmgriff dranmachen wenn man ne andere Halteposition will.
    Oder man macht ein paar Picatinnyschienen ab und hat einen beinahe einen A0 Handschutz.

    Und gegen das HK416 für mich persönlich spricht die nicht einklappbare Schulterstütze.
    Im hinteren Kampfraum ist es schon eng genug da ist jeder Zentimeter weniger ein Segen ob jetzt bei MG5 oder G36. Auch wenn das MG5 ein paar andere Mängel hat.
    Und neben MG5 noch 416 und 417 ist ziemlich sportlich.
    Da kann man gleich noch mal die Gewehrtaschen hinten ändern oder komplett rausnehmen.

  10. @Trevor Faith  
    „anderen Handschutz“.
    So wie z.B. das HK416A7 (G95K) beispielsweise einen nach vorne zur Mündung hin verlängerten Handschutz erhält, um dem Soldaten einen stabileren Anschlag zu ermöglichen.

  11. Das HK 417 haben wir ja als G27 bereits, wenn auch nur 600 Stück.

    Was bisher noch nicht bekannt ist afaik, ist was eigentlich aus dem FN SCAR-L wurde, welches ja wohl als einziger der Mitbewerber die Option des Kaliberwechsels böte und im Interner ja als fünfter KAndidat des Wettbewerbs gehandelt wurde.

    Jedenfalls wissen wir jetzt schonmal, dass die Norweger rund 2k € pro HK416 gezahlt haben. Für wieviel gab es das G36 für die Bundeswehr damals, ich habe irgendwas mit 800 € im Kopf? Das könnte erklären, warum HK mit dem 433 angetreten ist. Das 2,5-fache des G36-Preises war sicherlich nicht das Ziel der BAAINBW. Wobei die Stückzahlen von den Norwegern natürlich in völlig anderen Größenordnungen sind.

  12. @ Klaus-Peter Kaikowsky
    Ein vollständiger M-Lok oder Key-Mod Handschutz fühlt sich deutlich besser an. Glauben Sie mir. Die Schiene unterhalb des Handschutz wirkt nach einer Weile wie eine Säge.

    @ W.-Brandt
    Die Schulterstütze bei 416/417 lässt sich in der Länge anpassen bzw. verschieben, was sich wirklich vorteilhaft auf die Ergonomie an der Waffe auswirkt. Soweit ich weiß, kann man den Stock am 416/417 ggf. mit einem Klappschaft ausstatten, was allerdings den Preis nochmals nach oben treiben würde. Ich bezweifel jedoch, daß die Beschaffer bei der Bundeswehr diesen Weg gehen würden. Man bekommt immer „the cheapest stuff that gets the job done“.

  13. @W.-Brandt

    Aber gerade die nicht einklappbare Schulterstütze erkauft einem halt die konstruktionsbedingt geringe länge mit schulterstütze.

  14. Hatte auf einigen Trident Juncture-Fotos Soldaten der Heimwehr mit dem G3 gesehen – sehr interessant!
    Die Norweger setzen bei ihrer Standard-Handwaffe HK416N übrigens auf ein 16.5″-Rohr, haben aber für spezielle Verwendungen auch ein HK416K mit 10″-Rohr im Bestand. Die franzosen setzen demgegenüber beim Standard („S“) auf die „Karabiner-Länge“ (14.5″-Rohr) und beim Commando („C“) auf 11″.
    @FlaOffz: Im Waffenmix der deutschen Spezialkräfte sind ja nicht nur G95K und G28. Da dürfte es durchaus G27 in den Ausführungen K und P geben.

  15. @Trevor Faith
    Beim A3 kann man die Schulterstütze auch in Höhe und Länge anpassen.
    Bei 416 und anderen Modellen wie das Haenel 556 hab ich noch nicht gesehen das man eine einklappbare Schulterstütze hat.
    Auch wirds wohl entweder 433 oder Haenel 556 aber mal sehen was dann im Februar rauskommt.

  16. @Trevor Faith | 08. Januar 2019 – 21:39
    „Die Schiene unterhalb des Handschutz wirkt nach einer Weile wie eine Säge.“

    Das vermeide ich durch das tragen von Handschuhen ;-)

    @TROIA
    „Es soll in heißer Umgebung ungenau gewesen sein, aber die anschließenden Vergleichs-Tests wurden mit ganz anderen Kalibern durchgeführt.“

    Kunststoffe (auch wenn sie Glasfaserverstärkt sind) reagieren nun mal anders auf thermische Belastung als Metalle.
    Diese Definition „ungenau“ ist m.W.n. nie stichhaltig begründet bzw. nachgewiesen worden.
    Aus eigener Erfahrung mit dem G36XYZ (Hohe Schussbelastungen, Temp. >30°C konnten wir selbst bei einem (mit Handschuh) kaum noch anfassbarem Gehäuse/Handschutz, keine Abweichungen (wie von diversen Personen dargestellt) feststellen.
    Das G36 hat seine bekannten Macken. Ähnliches finde ich bei anderen Modellen auch…ich muss nur suchen.
    Ich bleibe bei der Meinung das ohnehin nicht die gesamte Bw ein neues Sturmgewehr als Ordonanzwaffe benötigt. Für die Rückwärtigen Dienste ist das G36 mehr als gut zu gebrauchen.

  17. @0815

    Das die BW sie immer, überall und bedarfsdeckend mit passenden und funktionierenden Schiesshandschuhen ausstattet bedeutet leider nicht das dies für alle gilt.

    Schon alleine die Tatsache, solche Dinge kaputt, verloren gehen können sollte eigentlich selbsterklärend die Notwendigkeit bedeuten solche Problemstellen zu vermeiden.

  18. Sehr geehrte Damen und Herren,

    in die von Ihnen veröffentlichte Übersetzung der norwegischen Pressemitteilung vom 19.12.2018 hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. „ytterligere“ heißt nicht „gut“ (i. S. v. „etwas mehr als“), sondern „weitere“ (d.h. zusätzlich zu den bereits vorhandenen).

    Mit freundlichen Grüßen

    W. Oerter

    [Danke für den Hinweis, wird korrigiert; auch wenn es hier keine Damen und Herren, sondern nur eine Person gibt… T.W.]

  19. „Aber immerhin scheinen die bisherigen Nutzer ja mit dem 416 zufrieden zu sein“

    Das sind die meisten Nutzer augenscheinlich auch mit dem G36. Jedenfalls dann, wenn man nicht plötzlich Eigenschaften vom Gewehr erwartet, die gar nicht im Lastenheft gestanden haben. Und dann auch noch die Chuzpe hat, aus politischen Gründen eine ziemlich aussichtslose Klage gegen den Hersteller zu betreiben.

  20. Metallkopf | 09. Januar 2019 – 15:45

    Naja, die „Affäre G36“ hatten ihrend Grund mMn eher darin, dass sowohl BMVg als auch H&K ihre Öffentlichkeitsarbeit vor eine dicke Mauer gestellt, einen Ziegelstein auf das Gaspedal gelegt, den Raketenantrieb gezündet und dann auf Warp 10 geschaltet habe [/sarc].

    Im Ernst, mit ein wenig vorsichtigerer öffentlicher Kommunikation wäre daraus kein „Skandal“ erwachsen, sondern eine sachliche Diskussion, ob die Bundeswehr nach zwanzig Jahren G36 ein neues Ordonnanzgewehr braucht oder ob das G36 einfach nur ein wenig modernisiert werden muss (neue Visiereinrichtungen, Picatinnyschienen, verstellbare Schulterstützen für alle etc.).
    Jetzt würde mich nicht mal wundern wenn sich die Nachfolgersuche und Neubeschaffung noch Jahre hinauszögert und gleichzeitig vorhandene G36 und G36A1 nicht mehr modernisiert werden.

  21. @Metallkopf

    Ich vertraue schon darauf, dass irgendwas zur Präzision des G 36 im Lastenheft stand. Und solange nicht drinsteht, dass sich das bei Erwärmung wesentlich ändern darf, gilt die Anfangsforderung in jedem Zustand. Mit dem Gedanken kann man dann auch klagen

  22. @Escrimador | 09. Januar 2019 – 16:11
    „Ich vertraue schon darauf, dass irgendwas zur Präzision des G 36 im Lastenheft stand. Und solange nicht drinsteht, dass sich das bei Erwärmung wesentlich ändern darf, gilt die Anfangsforderung in jedem Zustand.“

    Zu 1. Ja. Zu 2 nein.

    Aber das hatten wir hier doch schon mehrfach und es ist zudem auch noch OT

  23. Vom HK416 liest man ja recht viel, hier mal ein Test des HK416-Konkurrenten von Haenel, allerdings in der zivilen Halbautomatik Variante,welche ja wohl die Grundlage für das MK556 bildet:

    [Sorry, wie üblich gilt, dass Links zu deutschen Verlagswebseiten hier i.d.R. nicht stattfinden. T.W.]

  24. Ok, sorry!
    Es existiert eine öffentlich zugänglich Version des Tests. Als Suchbegriffe reichen „TEST & TECHNIK Haenels erstes AR: Kolbenantrieb“

  25. @ThoDan | 09. Januar 2019 – 12:28
    „Das die BW sie immer, überall und bedarfsdeckend…Schießhandschuhe…“
    Wo habe ich das geschrieben? Schießhandschuhe stammt von ihnen.
    Btw auch Handschuhe lassen sich gegen Verlust sichern, aber das Wissen sie ja sicherlich :-)
    Ich trug und trage immer noch Handschuhe im Aussendienst, bei nahezu allen Tätigkeiten. Und vmtl niemand wird aufgrund der „Handschuhdebatte“ eine Waffe nicht testen und beschaffen. Der „Sturmgriff“ ist nur so, variabel (an den Schützen angepasst) adaptierbar. Der Truppenversuch „Gleitschiene“ war eben aus Gründen der Sicheren Befestigung nicht so erfolgreich.

  26. Die U.S. Army hat sich übrigens für das Kaliber 6,8 mm für die Nachfolge von M4/M16 entschieden.

    „The long-awaited replacement to the standard M16/ M4 service weapon and squad level light machine gun is expected to be on the firing line in summer 2019.

    The Next Generation Squad Weapon program has seen rapid changes and a flow of top-tier support that may bring an end to close combat reliance on a weapon system that’s been in service for more than half a century.

    After much public guessing on what caliber the new weapon might fall into, the Army selected 6.8mm for both its M16/M4 and Squad Automatic Weapon replacement.

    The weapon will go primarily to the “close combat 100,000,” which is mostly infantry, cavalry scouts, reconnaissance and some combat engineers.“

    Quelle: Aktuelle Ausgabe Armytimes

    [Die Quelle hätten wir gerne ein wenig präziser. Online ist das so (bislang?) nicht zu finden; bitte den Link – ist ja keine deutsche Verlagswebseite.
    /edit: Nun gefunden, ist allerdings vom 2. Januar und nicht in der „aktuellen Ausgabe“:
    https://www.militarytimes.com/news/your-military/2019/01/02/new-in-2019-the-army-and-marines-will-test-fire-next-gen-weapon-prototypes-this-summer/

    T.W.]

  27. Mit Verlaub, nicht so neu

    Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Oktober 2018 – 11:05

    Die neuerliche Grundsatzdiskussion wird durch die Entscheidung der U.S.-Army für das Kal. 6,8mm zusätzlich befeuert.
    https://www.armytimes.com/news/your-army/2018/10/05/the-armys-saw-and-m4-replacements-will-both-fire-this-more-accurate-and-deadly-round/?utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_campaign=NewCampaign&utm_term=Editorial – Army – Daily News Roundup
    „The Army has selected 6.8mm as the new common round for both its Squad Automatic Weapon and M4 replacement …“
    Die Wettbewerber (1) wurden ausdrücklich ermutigt „… developers were being encouraged to look at requirements in the intermediate caliber range, somewhere between the existing 5.56mm and 7.62mm rounds common to individual, sniper and machine guns in the Army’s inventory.“
    Eine Entscheidung, die Einfluss haben wird, allerdings bei NATO-Logistikern auch Sorge bewirken kann. Es werden künftig drei Kaliber von Assault Rifle bis leMG versorgt sein müssen.

    (1)
    AAI Corporation,Textron Systems, FN America LLC, General Dynamics-OTS Inc, PCP Tactical LLC, Sig Sauer Inc.

  28. Wenn schon die Entscheidung der US-Streitkräfte hier in die Debatte eingeführt wird… der aktuelle Stand. Und es geht längst nicht nur um das Kaliber dabei.

    The service narrowed in on the 6.8mm round, but it has kept how that round is delivered up to industry submissions — they’re looking for weight savings so polymer, cased telescope, and hybrid materials such as stainless steel, are all on the table.
    But while it doesn’t get as much attention as the new round, the fire control system is likely as important to the new system.
    For that, officials are expecting the submission to have three fire control capabilities built into one device — a laser range finder, ballistic computer and disturbed reticle.

    https://www.armytimes.com/news/your-army/2019/01/11/heres-when-the-army-will-pick-three-companies-to-build-the-m16m4-and-saw-replacements-for-soldiers-and-marines

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