Bundeswehr im Schnee-Einsatz: Jetzt mehr als 1.200 Soldaten

Das Sonntags-Update zum Einsatz der Bundeswehr im Schneechaos in Bayern: Mit Stand Sonntagmorgen waren mehr als 1.200 Soldaten im Einsatz, die meisten von ihnen Gebirgsjäger der Gebirgsjägerbrigade 23. Weitere knapp 270 standen in Bereitschaft, unter anderem Crews und Techniker der NH90-Hubschrauber in Niederstetten.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besuchte die Gebirgsjäger bei ihrem Schnee-Einsatz in Buchenhöhe bei Berchtesgaden (Foto oben)

Die Übersicht der Streitkräftebasis:

und der Info-Flyer vom Sonntagmorgen:

20190113 Infoflyer Nr 4 PIZ SKBBw-Link

(Foto: Jonas Weber/Bundeswehr)

18 Kommentare zu „Bundeswehr im Schnee-Einsatz: Jetzt mehr als 1.200 Soldaten“

  • Loki   |   13. Januar 2019 - 17:00

    Kann mir jemand erklären weshalb die Soldaten den Einsatz in Schneetarn absolvieren?
    Eine gute Erkennbarkeit ist in diesem Einsatz ja nicht unbedingt von Nachteil. Oder gibt es keine adäquate Winterausrüstung in Flecktarn?

    Auf jeden Fall Dank und Anerkennung den eingesetzten Soldaten!

    [Hatten wir schon in einem der vorangegangenen Threads… weil die Schneetarnkleidung auch – besserer? – Wetterschutz ist. T.W.]

  • Closius   |   13. Januar 2019 - 17:09

    Warum kann die Verteidigungsministerin die Selbstdarstellung nicht lassen? Die Soldaten müssen Schnee schippen usw. und haben jetzt doch keine Zeit dafür, die Ministerin durch die Gegend zu fahren, die im Moment selbst doch gar nichts tun kann!

    Ein Besuch – nach dem Winter – wäre sinnvoll, zur Frage, reicht die BW-Ausrüstung aus oder besteht Nachbesserungsbedarf,aber doch nicht jetzt den Einsatz behindern, nur damit die Presse ein paar nette Fotos schießen kann von der Ministerin.

  • Akki   |   13. Januar 2019 - 17:25

    @Closius: Immer mal langsam. Wäre sie nicht da, würde das Mantra der ewig Unzufriedenen lauten: Die Soldaten frieren sich im Schnee einen ab und die Ministerin sitzt in ihrem warmen Büro und interessiert sich nicht für ihre Leute.

  • Max Chavez   |   13. Januar 2019 - 18:06

    Als Betroffener:

    Wir haben im Schneestarn gegraben weil das ein atmungsaktiver nässeschutz ist der uns den Schnee und die Feuchtigkeit vom Körper fernhält! Soll ich im Baumwoll-Feldanzug hüfthoch im Schnee stehen??

    Ich hätte mich natürlich gefreut wenn auf einmal die Ministerin vorbeigeschaut hätte, ist doch eine gute Würdigung.

  • Koffer   |   13. Januar 2019 - 18:56

    @Closius | 13. Januar 2019 – 17:09
    „Warum kann die Verteidigungsministerin die Selbstdarstellung nicht lassen? Die Soldaten müssen Schnee schippen usw. und haben jetzt doch keine Zeit dafür, die Ministerin durch die Gegend zu fahren, die im Moment selbst doch gar nichts tun kann!“

    Sorry, da bin ich nicht bei Ihnen. Ich bin ja beim besten Willen kein vdL-Anhäger, aber der/die IBuK hat sich bei einem so großen Einsatz der Bw sehen zu lassen und das muss auch öffentlich gemacht werden.

    Ich folge da @Akki | 13. Januar 2019 – 17:25

    Das ist ein Zeichen von Respekt ggü. den eingesetzten Soldaten und gleichzeitig ein übliches und angemessenes Mittel der Dienstaufsicht.

  • Delta*Kilo   |   13. Januar 2019 - 18:58

    @Loki
    Der Schneetarn hat -im Gegensatz zum Regenschutz- z.B. einen integrierten Schneefang an der Hüfte, wie man es von zivilen Skijacken kennt.

  • Tom   |   13. Januar 2019 - 19:00

    Die Gebirgsjäger haben Schneetarn an, weil es für „grün“ immernoch die selbe Ausrüstung gibt, wie sie es schon seit jahrzehnten gibt. Nässeschutz und kälteschutz, sonst nichts. Die Frage ist eher, warum ein ganzes Regiment auf bereitschaft zuhause sitzt und die Kameraden da unten bis zur Erschöpfung arbeiten müssen.

  • Invisible Soldier   |   13. Januar 2019 - 19:23

    HSG 64?
    Sagt mir garnichts, kann da einer aushelfen bitte?

    [Ja, der vorangegangene Thread zu dem Thema:

    https://augengeradeaus.net/2019/01/schneechaos-in-bayern-ksk-hubschrauber-im-lawineneinsatz/

    T.W.]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. Januar 2019 - 19:39

    @Tom
    Frage, die in zuständiger OPz beantwortet wird.
    Ansonsten gilt die Notwendigkeit der Bildung von Reserven, bis zu einem Drittel der Kräfte.
    Res schafft Handlungsfreiheit, Schneeräum- und Rettungskräfte sollen doch tatsächlich an mehreren Schauplätzen erforderlich sein, …?

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. Januar 2019 - 19:44

    Das Offizielle.
    Verteidigungsministerin besucht Bundeswehr-Einsatz in Bayern (link: http://dlvr.it/QwbMSM) dlvr.it/QwbMSM

  • Koffer   |   13. Januar 2019 - 19:55

    @Tom | 13. Januar 2019 – 19:00
    „Die Frage ist eher, warum ein ganzes Regiment auf bereitschaft zuhause sitzt und die Kameraden da unten bis zur Erschöpfung arbeiten müssen.“

    Da es sich um ein Heeresfliegerregiment handelt, halte ich diese Entscheidung (aus der Ferne und ohne Detailswissen) für richtig und bei kurzem Nachdenken auch absolut nachvollziehbar!

    Wenn man die Kameraden aus Niederstetten nach Südbayern karrt, damit sie dort beim Schneeschippen helfen, dann ist das sicherlich kein zielführender Einsatz von Spezialfähigkeiten. „Schuster bleib bei Deinen Leisten“ gilt hier wie in vielen anderen Lebenslagen auch :)

  • Reiter   |   13. Januar 2019 - 22:14

    Heeresflieger schippen nicht, Sie arbeiten mit downwash. #NH90 TrspHubschrRgt30

  • Metallkopf   |   14. Januar 2019 - 11:24

    Große Anerkennung für die unermüdliche Arbeit der Kameradinnen und Kameraden.

    Teile auch die (hier überwiegend positive) Auffassung zum Besuch der Ministerin. Geführt wird von vorn! Da muss man sich in einer solchen Situation auch blicken lassen.

    Und die Kameraden vor Ort werden schon nicht für ein „großes Antreten“ ihren Einsatz im Schnee unterbrochen haben.

  • TomT   |   14. Januar 2019 - 12:15

    Mich würde mal interessieren, ob für diesen Einsatz auch die Ergänzungstruppenteile der Gebirgsjäger einberufen wurden? Falls das jemand weiß würde ich mich über eine Antwort freuen.

    Beste Grüße

  • Horst Scharn   |   14. Januar 2019 - 12:33

    @TomT
    Angebote von Reservisten ErgTrTle zur Unterstützung liegen vereinzelt vor. Die praktische Umsetzung scheitert mit Masse jedoch an der Kurzfristigkeit (erforderliche Unterlagen, wie z.B. Dienstführerschein liegen nicht dezentral vor).

  • Georg   |   14. Januar 2019 - 12:56

    @ Tom

    Die 106 Soldaten des TrspHubschrRgt 30 dürften nicht das ganze Regiment sein, sondern lediglich die fliegenden Besatzungen, die Lfz-Warte und das Flugsicherungspersonal, damit die Hubschrauber nach Anforderung in den Einsatz fliegen können.

  • Reiter   |   15. Januar 2019 - 13:09

    Es wird hier immer gemeldet das Niederstetten in „Bereitschaft“ ist??!! Ist den Verantwortlichen entgangen das ein NH90 des Rgt30 am WE im Einsatz war.
    Wundert mich …..da ja sonst immer alles gleich gepostet wird. ..

    [Ein NH90-Einsatz taucht bislang in keiner Meldung auf…? T.W.]

  • Der junge neue   |   15. Januar 2019 - 15:50

    @Reiter
    @TW
    Das mit dem NH90 stimmt. Habe gestern einen Beitrag im ZDF gesehen wie ein NH90 Bäume mit seinem Downwash von der Schneelast befreit.
    Schicke Ihnen mal einen Screenshot.

    MfG