Grünes Licht für modernisierte Raketenwerfer, Bergepanzer und neue Sattelschlepper

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am (heutigen) Mittwoch nicht nur, als größtes Vorhaben an diesem Tag, der Beschaffung neuer Hubschrauber für den Such- und Rettungsdienst (SAR) zugestimmt. Die Abgeordneten billigten nach Angaben aus Teilnehmerkreisen auch die Modernisierung weiterer Raketenwerfer für die Artillerie sowie von Bergepanzern, die Beschaffung neuer Schwerlasttransporter und die Verlängerung der Verträge für den Betrieb der Heron-Drohnen in Afghanistan und Mali.Die Projekte der so genannten 25-Millionen-Vorlagen (so genannt, weil jedes Vorhaben von mehr als 25 Millionen Euro Volumen im Verteidigungsetat gesondert von dem Parlamentsauschuss gebillit werden muss):

• Raketenwerfer MARS II: 18 weitere Raketenwerfer des Mittleren Artillerie-Raketensystems (MARS) sollen auf den Stand MARS II umgerüstet werden. 22 der Systeme waren bereits in den Jahren 2008 bis 2013 umgerüstet worden, 18 wurden eingelagert und sollen von 2020 bis 2022 modernisiert werden, vor allem mit dem europäischen Feuerleitsystem ECFS, elektrischen statt hydraulischer Richtantriebe und einer Stickstoff-Feuerlöschanlage. Die Modernisierung soll rund 42 Millionen Euro kosten.

• Bergepanzer 3: Für rund 30 Millionen Euro sollen von 2020 bis 2024 weitere Bergepanzer mit so genannten Gefechtsfeldbergeeinrichtungen und Universaltransportplattformen ausgerüstet werden.

• Sattelzugmaschine 70 Tonnen: In einem Rahmenvertrag mit Rheinmetall MAN Military Vehicles sollen zunächst für rund 28 Millionen Euro 31 ungeschützte Sattelzugmaschinen 70 Tonnen in einer militarisierten Version beschafft werden. Der Gesamtbedarf bis 2030 ist mit 137 dieser Fahrzeuge und 155 entsprechenden Anhängern vorgesehen.

•Heron-Drohnen: Die unbewaffneten Aufklärungsdrohnen des israelischen Typs Heron 1, die die Bundeswehr in Afghanistan und Mali einsetzt, werden von einer Airbus-Tochtergesellschaft betrieben. Das Unternehmen garantiert bei dieser Leasing-Lösung die Bereitschaft von Drohnen rund um die Uhr, die Wartung und eine festgelegte Zahl an Flugstunden. Für den Einsatz in Mali ist in der jetzt gebilligten Vertragsverlängerung auch die Satellitenkommunikation enthalten. Für die Jahre 2019 und 2020 kostet diese Betreiberlösung rund 56 Millionen Euro.

(Foto: MARS II-Raketenwerfer bei der Übung Trident Juncture im Oktober 2018 in Norwegen – Torsten Kraatz/Bundeswehr)

 

34 Kommentare zu „Grünes Licht für modernisierte Raketenwerfer, Bergepanzer und neue Sattelschlepper“

  • Arno Kohlert   |   29. November 2018 - 7:05

    Wie sieht es denn bei der Rohrartillerie aus? Gibt es da keine Zuwächse?

  • MFG   |   29. November 2018 - 7:33

    Ist eigentlich geplant, für MARS II die neue M30A1 mit dem „Alternate Warhead“ zu beschaffen, und weiß jemand, wie die Wirkung im Vergleich zur alten M26 mit DPICM aussieht?

  • SvenS   |   29. November 2018 - 8:36

    Gibt es eigentlich Zahlen wieviel eine eigene UAV Lösung für einen Zeitrum von 2 Jahren kosten würde?

  • Thomas Melber   |   29. November 2018 - 9:22

    Too little, too late … wird man hoffentlich in zehn bis fünfzehn Jahren nicht sagen müssen.

  • chris   |   29. November 2018 - 10:23

    @MFG
    „und weiß jemand, wie die Wirkung im Vergleich zur alten M26 mit DPICM aussieht?“

    gegen gepanzerte Flächenziele und das ist ja eigentlich der Schwerpunkt gewesen überhaupt nicht gut aber es ist ja auch nur ein besserer Splittergefechtskopf.

    Und wo wir bei MARS Munition sind. Gibt es irgendwelche Bestrebungen vielleicht mehr nutzten aus dem System zu ziehen als es im Moment mit lediglich 2 Munitionssorten (GMLRS Unitary von der wir wenig haben und nur für sehr spezielle Ziele geeignet ist und AT2 Minen Rake) der Fall ist?

  • obibiber   |   29. November 2018 - 10:29

    interessant wäre es für MARS II neue Munition zu beschaffen… hier gibt es ja diverse interessante Lösungen (u.a. mit SDB II)
    Rohrartillerie wird es vermutlich irgendwann auf Boxer Basis neue RCHs geben… die die PZH2000 ergänzen…

    die richtig großen Vorhaben fehlen in der Liste oben leider…
    weitere PUMA?
    weitere Boxer?
    weitere Fuchs Upgrades?
    Munition?
    ich denke man ist hier im Ministerium vielleicht noch in der Findungsphase bzgl neuer Plan-Zahlen (wobei diese ja bis Ende 2018 stehen sollten!?)…. hoffe da kommt 2019 dann viel mehr…

    für VJTF 2023 ist hier auch recht wenig zu finden…

    die Entscheidung bzgl H145M als SAR Heli ist natürlich gut…
    ich denke 7 Helis sind als SAR auch ganz gut… aufgrund der sehr hohen Verfügbarkeit des H145M
    hier müssen in den nächsten Jahren weitere H145M als LUH/Light Scout/Attack Heli folgen… auch in größeren Stückzahlen…

  • Snpsht   |   29. November 2018 - 10:33

    18 wurden eingelagert und sollen von 2020 bis 2022 modernisiert werden, vor allem mit dem europäischen Feuerleitsystem ECFS, elektrischen statt hydraulischer Richtantriebe und einer Stickstoff-Feuerlöschanlage

    Respekt, das klingt nicht nur nach Kleinigkeiten, auch wenn die Anzahl der Waffensysteme nicht besonders hoch ist… Aber alleine eine Umrüstung von Hydraulik auf elektrischen Antrieb klingt für mich als Nicht-Dipl.-Ing. jetzt nicht unbedingt trivial. Gibt es dafür einen besonderen technischen Hintergrund?

  • Pio-Fritz   |   29. November 2018 - 11:01

    @Arno Kohlert | 29. November 2018 – 7:05 und @MFG | 29. November 2018 – 7:33

    Der Hausherr hat den Inhalt und Umfang der gebilligten Vorlagen doch ausführlich beschrieben. Und Sie fragen nach etwas ganz anderem, um das es gar nicht ging, das zerfasert doch von vorneherein die Diskussion.

    @SvenS | 29. November 2018 – 8:36

    Die Frage wurde hier schon ausführlich diskutiert. Kernpunkt für diese Lösung ist die politische Durchsetzbarkeit bei der Beschaffung eigener Drohnen. Und ob eigene Drohnen wirklich günstiger zu betreiben wären, ist zweifelhaft.

  • Sierrafox   |   29. November 2018 - 11:37

    Wie sieht es aus mit Standardisierter Instandsetzungs- Leistungsvertrag SILV für NH-90?
    Oder wurde der schon beschlossen?

  • Voodoo   |   29. November 2018 - 12:55

    Ich kann @ Pio-Fritz nur beipflichten: Die Projekte der Vorlage wurden oben durch den Hausherren aufgelistet – danach dann nach etwas komplett anderem zu fragen, ist irgendwie… sinnfrei?!

    Was die BPz betrifft: Ich frage mich, ob da jetzt neue Panzer beschafft werden sollen (?) oder ob es nur um eine Auf-/Umrüstung der bereits vorhandenen Fz geht. Denn wenn eines derzeit tatsächlich fehlt, dann sind das im dt. Heer nicht die Kampfpanzer, sondern eben die Bergewannen (was oftmals ein richtiger showstopper beim Üben/Schießen werden kann).

    [Ich habe das so verstanden, dass es um die Aufrüstung der bereits vorhanden Bergepanzer geht. T.W.]

  • Dante   |   29. November 2018 - 14:16

    interessant ist ja auch in welcher frequenz neue Ziele agepeielt werden können. Wenn ich dass so sehe dass pro werfer 12 verschiedene ziele auf 60 km in recht hoher schussfolge metergenau bekämpft weden können, halte ich die Anzahl wenn man das System als präzisionswaffe betrachtet für gahnicht soo wenig. Wäre natürlich die frage welche Kandenz bei 2 systemen und fortlaufenden wechselseitigen nachladen erreicht wird.

  • chris   |   29. November 2018 - 15:17

    @Dante

    Zumindest theoretisch interessant nur dass man halt einmal 7 Fahrzeuge mit GMLRS U voll machen kann und dann kann man mal schauen wie viel Minenraketen man hat weil wenn man nicht klaut gibts dann nicht viel nachzuladen.

  • Memoria   |   29. November 2018 - 15:36

    @obibiber:
    Zusätzliche Puma oder Boxer sind nicht kurzfristig zu erwarten.

    Erstmal sollen SPz Puma für die VJTF 2023 umgerüstet werden – hat die Ministerin zum Abschluss der Haushaltsberatungen angekündigt.

    Aber ich weise nochmal darauf hin es hilft wenig Einzelprojekte herauszugreifen. Man muss die VJTF 2023 insgesamt betrachten, um zu erkennen wo welche Lücken bestehen.

    Der BPz 3 ist da nur ein weiteres Beispiel.
    Die weitere Liste notwendiger zu beschaffender Ausrüstung und Munition dürfte recht lang sein.

    Der wirklich große Sprung hin zur VJTF 2023 ist weiterhin nicht erkennbar – teilweise ist es dafür aber bereits jetzt schlichtweg zu spät. Die Gründe dafür hatte ich mit Blick auf die Haushaltsberatungen bereits versucht darzustellen.

  • Dante   |   29. November 2018 - 16:31

    @chris
    ich ging auch von einem szenario mit einer begrenzten Anzahl von Werfern aber einer (prizipiell) unbegrenzten menge an präzisions mun aus die ja duraus schnell nachgekauft werden kann (sollte der politische Wille da sein). Frage @ all.
    Wer fertigt die raketen für den werfer? Gibt es da europäische Lizenzfertigung oder wird die Mun im original aus USA beschafft?

  • Memoria   |   29. November 2018 - 19:38

    Vielleicht nochmal ein Blick des Heeres auf weitere Beschaffungen im Bereich STF: http://www.fkhev.de/fileadmin/user_upload/daten/infobriefheer/InfobriefHeer__3_2017.pdf, S. 12.

    Dort wird nochmal deutlich, dass die Einführung neuer Munition für MARS kurzfristig nicht vorgesehen ist. Es wird auch der Umfang der Unitary-Munition mit 600 angegeben.

    Erst mittel- und langfristig soll eine Reichweitenerhöhung der RakArt angestrebt werden.

  • chris   |   29. November 2018 - 20:07

    @Memoria
    „Es wird auch der Umfang der Unitary-Munition mit 600 angegeben.“

    Das ist so falsch. Es gibt eine Finanzierungszusagen für 600 GMLRS U. Das bedeutet nicht dass ein Vertrag geschlossen wurde, sie in Produktion oder ausgeliefert sind.

  • Memoria   |   29. November 2018 - 20:32

    @Chris:
    Die Beschaffung der GMLRS Unitary wurde im Sommer 2017 parlamentarisch gebilligt (https://www.hartpunkt.de/korvetten-und-nachtsichtgeraete-koennen-kommen/).
    Damit sind alle Voraussetzungen für einen Vertragsschluss gegeben.

    Die Einsatzprüfung ist ebenfalls abgeschlossen:
    https://youtu.be/IYtv75Efg5s

  • Memoria   |   29. November 2018 - 22:38

    @T.W.:
    Die SZ berichtet über Zwischenergebnisse zur Neuordnung der Beschaffungsorganisation („Durchschnittliche Lieferverzögerung: 54 Monate“).

    Mit Blick auf weitere 25 Mio-Vorlagen auch interessant.
    Wobei hier aus meiner Sicht erneut recht einseitig die Schuld in Koblenz gesucht wird.

    Die SPD hat sich ja recht eindeutig positioniert.
    Mal sehen wieviel politischen Sprengstoff das Thema noch birgt.

  • MFG   |   30. November 2018 - 7:16

    @voodoo
    Ich finde die Fragen, ob, welche und wieviel Munition es für die Raketenwerfer gibt, durchaus interessant. Und die Antworten bewerte ich durchaus so, dass das Geld in der Beschaffung von Raketen sinnvoller ausgegeben würde.

  • Chris   |   30. November 2018 - 12:15

    @Memoria

    Aber auch die Einsatzprüfung der seit Jahren vorhanden Bestände hat nichts mit dem Vortschrit einer Nachbarschaftsunfall zutun.

    Das spannende ist wann es dann endlich Mal zum Vertragsschluss kommt und über wieviele Jahre dann die Lieferung gestaffelt wird.

  • Memoria   |   30. November 2018 - 12:38

    @Chris:
    Vielleicht haben Sie ja den ersten link übersehen:
    Die Ergänzungsbeschaffung wurde parlamentarisch gebilligt.
    Voraussetzung hierfür ist nach der Finanzierungszusage die Vorlage eines endverhandelten Vertrages. Üblicherweise wird dieser dann unmittelbar nach der Billigung unterschrieben.

    Lockheed Martin gab bekannt, daß die Bestellungen mehrerer Länder bis Mitte 2019 abgeschlossen sind:
    http://www.defenseworld.net/news/19587/France__Germany__Singapore_To_Receive_Lockheed_Martin_GMLRS_Alternative_warhead#.XAEgpLe1I0M

    Dabei bitte nicht von der Überschrift irritieren lassen es geht bei Deutschland nicht um die Alternate Munition.

    Ich hoffe das hilft schonmal weiter.

  • Werferfehler   |   30. November 2018 - 13:51

    @Snpsht:
    Die alte Richtanlage war zum einen sehr langsam. Weiterhin konnte sie nur in der Seite oder in der Höhe schwenken. Die neue ist m. W. n. erstens schneller und kann gleichzeitig in der Höhe und zur Seite schwenken, was einen weiteren Geschwindigkeitsvorteil mit sich bringt.
    Werferfehler

  • Nachhaltig   |   30. November 2018 - 13:54

    Ich finde der Rahmenvertrag zu den Sattelzugmaschinen 70 Tonnen wichtig. Wenn die Bundeswehr mobiler werden will, ist das ein wesentlicher Schritt. Schließlich müssen unsere alle der über 300 Leos mit dieser Klasse transportiert werden, wenn längere Strecken notwendig sind. Und im Alarmfall kommt man dann schneller bis in den östlichen Teil Polens…

  • Memoria   |   30. November 2018 - 16:19

    @Nachhaltig:
    Das ist zweifellos sinnvoll, ebenso die Modernisierung der BPz.
    Das gilt auch für die neuen Panzerschnellbrücken Leguan.

    Jedoch ist alldas immer nur ein Ausschnitt.
    Ich empfehle einen Blick in den aktuellen Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft (www.dbwv.de/fileadmin/user_upload/Mediabilder/DBwV_Info_Portal/Politik_Verband/2018/Bericht_Einsatzbereitschaft.pdf) – dort wird auch nur für einen Teil des Großgerätes klar wie groß die Bindewirkung für die VJTF bis 2020 ist.
    Dabei noch nicht betrachtet sind eine Vielzahl von anderen Themen (Bekleidung, Schutzaustattung, Rucksäcke, Schlafsäcke, Zelte, Funk, Bewaffnung, Munition, Nachtsicht/ Nachtkampf, etc).

    Da gibt es allzuoft (noch) kein grünes Licht oder erste Schritte hin zu einer aufgabenorientierten Ausstattung.

    Das erkennt man wiederum an den zusätzlichen RakWf MARS II – diese sind sind seit Jahren geplant und sollen die vorhandenen Strukturen materiell hinterlegen.

  • Memoria   |   30. November 2018 - 16:31

    Noch ein Hinweis auf einen Aufreger der letzten Monate:
    Das Heer hat die Untersuchungen zur Größenbegrenzung der Besatzung des SPz Puma abgeschlossen (Quelle: https://tinyurl.com/yaro54vm).

    Besser spät als nie.

    [Hatte schon jemand im aktuellen Personal-Thread verlinkt – aber jetzt bitte auch nicht hier diese Debatte, weil ziemlich OT. T.W.]

  • Hans Dampf   |   30. November 2018 - 20:10

    Anfang der 90er wurden 154 RakWf MARS beschafft. Und nun machen wir Klimmzüge für 40 Werfer. Dolle Wurst.

  • Memoria   |   02. Dezember 2018 - 15:42

    Neben den aktuell genehmigten 25 Mio-Vorlagen kommt das BMVg bezüglich Beraterleistungen und nun auch aufgrund der Finanzlage der BWI zunehmend unter Druck. Nach Informationen der BILD hat die BWI erhebliche Liquiditätsprobleme, dies wird jedoch öffentlich vom BMVg negiert (https://twitter.com/BamsLeaks/status/1069147655450832896).

    Mit einem solchen Vorgehen wird man wohl kaum das Vertrauen des Haushaltsausschusses gewinnen in dem es schon jetzt verbreitete Skepsis über den Umgang des BMVg mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln gibt.

    Politisch bringt dies die Leitung des BMVg ebenso in die Defensive. Alles keine guten Randbedingungen für die Vorbereitungen auf den Haushalt 2020.

  • Memoria   |   05. Dezember 2018 - 12:53

    Mit Blick auf die MARS-Werfer ist vielleicht noch der internationale Vergleich interessant.
    Die schon länger geplante Beschaffung von HiMARS in Polen wird nun konkret, einschließlich der alternativen zu Streumunition und der möglichen Beschaffung von ATACMS-Munition. Das ist natürlich noch keine Beauftragung, sondern nur die grundsätzliche Genehmigung der Liefermöglichkeit.
    Jedoch zeigt dies bereits eine Richtung.

    Rumänien hat HiMARS bereits beschafft und dazu mehr Unitary-Munition beschafft als aktuell in Deutschland beschafft wird.

    Insbesondere die Aktivitäten in Rumänien sind interessant, da Rumänien sich ja immer stärker an das deutsche Heer anlehnen will. Mit Blick auf die VJTF 2023 verfügen somit diese Verbündeten in dem stark an Bedeutung gewinnenden Bereich der RakArt auf absehbare Zeit über moderne, schnell verlegbare Plattformen und Wirkmittel als das deutsche Heer.

    Mehr Details hier:
    https://www.defence24.com/the-us-gives-green-light-to-homar-phase-i-himars-squadron-without-an-offset

  • obibiber   |   05. Dezember 2018 - 14:43

    das Projekt Digitalisierung des Heeres und somit der Masterplan Heer 2032 wurde heute offiziell gestartet… Quelle http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/start/aktuell/nachrichten/jahr2018/dezember2018/!ut/p/z1/hY9fC4IwFMW_kXcT_9SjIomUElor9xLDDVvYJmNJD334JoFv0n04cM-593e5QOEKVLFJ9sxKrdjg-pZGt2gbFLnfoDL3zwlKSH3ak7LCiIRA4PJvhLoYrVSCoOECWseI1xg58qEBCpQLr9NK2FmtUFY67Q2z2nijNnaYk5cxLvEkhxbhLEXhcgp_0jg4lCT0cVak9Qx8sIm9l13WzU9De2eKD-Kou-RnjM_dpqrC_guzJwQk/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_694IG2S0MG2UA0AVRTKVMN1G02

    „Mit Beginn des Herbstes macht das Heer das, was es am besten kann: Es geht in die Offensive und nimmt sich initiativ des Themas Digitalisierung an. Das Heer beginnt mit der Aufstellung von Test- und Versuchsstrukturen in Munster und setzt damit erste Schritte des Plans Heer um. Es geht um die Vollausstattung und Digitalisierung der Teilstreitkraft. Ziel ist es, bis zum Jahr 2032 drei vollausgestattete Divisionen einsatzbereit zu haben.

    [Zum einen ist der offizielle „Startschuss“ morgen, der von Ihnen verlinkte Text trägt das Datum von gestern – wo Sie das „heute offiziell gestartet“ hergenommen haben, will ich gar nicht wissen. Zum anderen ist es ziemlich sinnlos, quasi kommentarlos einfach drei Absätze von einer verlinkten Webseite hier rüberzukopieren. Habe zwei davon weggeschmissen. T.W.]

  • Memoria   |   05. Dezember 2018 - 15:38

    @Obiber:
    Mal sehen was da morgen noch an weiteren Überlegungen aufgezeigt wird. Ein Hinweis von mir hierzu an anderer Stelle ging in der Vielzahl anderer Themen unter (https://augengeradeaus.net/2018/11/sammler-kuenstliche-intelligenz-und-autonome-waffensysteme/#comment-304703).

    Im Schwerpunkt geht es wohl zunächst darum die Führungsfähigkeit (Funk und BMS) für die VJTF 2023 zu verbessern.
    Die anderen Themen scheinen eher Zukunftsmusik (smart data) zu sein. Trotzdem ist die Aufstellung des Testverbandes sicherlich ein großer Fortschritt, um learning by doing zu ermöglichen. Das Ganze ist ja auch mit Blick auf die Beschaffungsprozesse Neuland, da das Heer in einer frühen Phase in einer Pilotfunktion eine Art Marktsichtung vornimmt.

    Nach der morgigen Veranstaltung wird es sicher mehr Einzelheiten geben.

    Klar ist aber bereits jetzt:
    Mehr Geld ist weiterhin nicht verfügbar, Startschuss hin oder her.

  • Thomas Melber   |   05. Dezember 2018 - 16:09

    Fragt sich nur, wo die Fahrzeuge herkommen – diese stehen dann ja wohl für andere Aufgaben nicht mehr zur Verfügung, da „verbandsgebunden“.

    In der Liste fehlt der BOXER. Interessant, daß der MARDER noch mit betrachtet wird. Eigentlich müßten alle Fahrzeuge mit eingebunden werden, so auch FENNEK, FUCHS und PzH 2000.

  • Ex-Inst   |   05. Dezember 2018 - 16:42

    @Snpsht:
    Wie Werferfehler schon geschrieben ist elektrisches Richten schneller und dazu auch genauer. Gleichzeitige Höhen/Seiten Richten ist bei Hydraulischen Systemen durch die beschränkte Pumpenleistung und Druckverläufe in den Leitungen nicht möglich.
    Dazu kommt natürlich das hydraulische System in Wartung (versprödunge/Dichtigkeitsprügung der Leitunge/Schläuche etc), Instandsetzung ( Hochdruckleitungen/Dichtunge darf nicht jeder dran). Sicherheit ( Öl &Umwelt ) etc nachteilig sind.

  • Memoria   |   05. Dezember 2018 - 18:26

    @Thomas Melber:
    Wenn man die genannte Gesamtanzahl der Fahrzeuge mit den Beispielen vergleicht, dann fällt ja auf, dass es noch weitere Fahrzeuge geben wird.

    Die Berücksichtigung des SPz Marder ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll, da 4 PzGrenBtl bis auf weiteres diesen SPz nutzen und dies ggf. auch bei der VJTF 2023 tun werden. Ein zweites Los Puma ist noch in der Frühphase. Gerade mit Blick auf die Stückzahlen bedeutet dies, dass der SPz Marder noch mindestens bis 2025 in Nutzung bleibt.

    Ich gehe auch davon aus, dass der Testverband GTK Boxer in der FüFu-Variante bekommt. FENNEK sind halt jetzt schon Mangelware.

    Insgesamt ist es aber ein sehr gutes Signal, dass dieser Verband jetzt aufgestellt wird. Mehr Informationen wird es dazu sicher in den nächsten Tagen geben.

  • Memoria   |   11. Dezember 2018 - 9:29

    Kleiner Hinweis zu den morgen anstehenden 25 Mio-Vorlagen in der letzten regulären Sitzung des Verteidigungsausschusses:

    – Verlängerung des Betriebes des GÜZ
    – Anpassung BWI-Vertrag
    – Simulator (PSTS) für den Eurofighter

    Quelle:
    http://www.bundestag.de/blob/582976/2605234033bc83ede65922acaf64540d/to_22-sitzung-12-12-2018-data.pdf

    Mal sehen welche Themen dann wirklich im neuen Jahr bis dorthin kommen. Die Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Ideen der einzelnen milOrgBer wird wohl nochmals erheblich zunehmen (Ersatz Eurofighter T1, TLVS, MKS180, VJTF 2023, Digitalisierung, etc).

    [Hm, da es morgen – auch? – um die Beraterverträge gehen wird, bin ich eher skeptisch, was 25Mio-Vorlagen angeht… T.W.]