Neues vom Puma: Millionen-Nachrüstung für die VJTF

Der Schützenpanzer Puma, nach Bundeswehr-Eigeneinschätzung der modernste Schützenpanzer der Welt, muss vor seinem geplanten ersten tatsächlichen Einsatz in fünf Jahren noch kräftig nachgerüstet werden – vor allem mit Kommunikationstechnik. Für die geplante Beteiligung an der NATO-Speerspitze, der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF), im Jahr 2023 werden für diese Modernisierung voraussichtlich 500 Millionen Euro fällig. Für 40 (kein Schreibfehler) Fahrzeuge.

Die Kollegin Sabine Siebold von Reuters hat das alles mal aufgeschrieben; ihr Hintergrundbericht findet sich zum Beispiel bei n-tv:

„Puma“-Aufrüstung kostet 500 Millionen

(Archivbild: Puma im Februar 2016 bei der Ausbildung auf der Schießbahn in Bergen – Bundeswehr/Daniel Dinnebier)

76 Gedanken zu „Neues vom Puma: Millionen-Nachrüstung für die VJTF

  1. Besser eine ausgefallene Elektronik als ein Totalverlust der Besatzung + Fahrzeug. Letzteres wird bei einem LFK Treffer und bei jedem anderen SPZ nämlich eher die Regel sein als die Ausnahme. Deshalb ist auch dieses Argument „Lieber weniger Schutz, aber dafür X“ nicht logisch. In Syrien rennt inzwischen auch die mieseste Miliz mit ATGMs durch die Gegend. Alle aktuellen Konflikte haben darüber hinaus bewiesen, dass ATGMS eine vernichtende Waffe gegen mechanisierte Kräfte sind. IEDs und Minen bleiben auch in Zukunft die Mittel der Wahl, wenn das darum geht einen mechanisierten Gegner in seiner Bewegung zu hemmen.

    Ich habe manchmal das Gefühl, hier wimmelt es von Kalten Kriegern, die sich nach der mechanisierten Massenschlacht an der polnischen Grenze sehnen. Diese wird es aber niemals geben, weil:
    1. Auch die Russen keine massenhaften Verluste mehr vertragen können.
    2. Die Waffentechnik sich weiterentwickelt hat.

  2. @Bang50: so ausgefallen ist aber die Elektronik vom Puma nicht. Das Puma verfügt zwar grundsätzlich über das Soft Kill System MUSS, aber dies kann nur lasergelenkte bzw. drahtgelenkte Panzerabwehrwaffen abwehren, aber keine primitiven Panzerfäuste wie RPG 7.

    Wer einen wirklichen Schutz will, der braucht ein Hard Kill System, oder wenigstens eine Käfigpanzerung, um auch einfache Panzerfäuste abwehren zu können.

    Das Problem ist also in Wirklichkeit, daß alle deutschen Panzer veraltet sind, weil außer dem Puma bisher keine Panzer über ein Soft Kill System verfügen, und weil man vor allem bisher vergessen hat, ,ein Hard Kill System in den Leopard einzubauen.

    Es ist damit technisch oder durch Käfigpanzerung möglich, einen mechanisierte Streitkraft unempfindlich gegen ATGMS zu machen.

  3. @Pio-Fritz

    Wo wollen sie denn all die Soldaten für all diese Vakanzen hergeholt haben?

    Den Eindruck nicht zu erzielen, hat sich die BW so vor über 25 Jahren keine Mühe bei mir gegeben.

  4. @Bang50
    Es geht nicht darum auf sinnvolle Schutzmaßnahmen zu verzichten. Allerdings gibt es eine Abwägung zwischen passivem Schutz und aktiven Schutz – Beweglichkeit.

    Und überkomplexe WaSys sind kein Garant für das Überleben wenn im Falle eines Falles das Fahrzeug die Beweglichkeit durch Elektronik- / Softwareausfall einbüßt.

    Wie behebt man im Gefecht eigentlich Störungen an der Waffenanlage?

    Aber das Gute: RUS folgt uns auf dem Weg, die werden die gleichen Herausforderungen haben.

  5. @ Koffer…

    ‚Und (und das muss man auch mal sagen) wir sind wesentlich professioneller geworden…‘

    Also ich hatte (nach langer Zeit) gerade Gelegenheit in einen Bw-Verband von innen kennen zu lernen. Die Bw ist nach meinem Eindruck professioneller geworden im: Paper-pushing, PC-handeln, Elternzeit – und Schwangerschaftszeiten zu gewaehren , Personalvorgaenge dokumentieren und Arbeitszeiten aufzuschreiben.

    Sorry, aber der Umfang Ihrer Loyalitaet ist nur noch mit der Toenung Ihrer rosa Brille zu vergleichen….

  6. Einmal eine Frage in die Runde zum Puma. Wurde eigentlich die Luftverlastbarkeit mit A400 schon einmal getestet? Soweit ich mich erinnern kann, war das ja eine wichtige Grundanforderung an das Transportflugzeug. Wäre interessant, hier den aktuellen Sachstand zu kennen.

  7. @Anonymer_Typ | 28. Januar 2018 – 13:43 u. Elahan | 28. Januar 2018 – 15:10
    „Die Bundeswehr des Kalten Krieges hatte mit einem Fingerschnippen 12 Divisionen einsatzbereit, heute schaffen wir es kaum mehr, ein paar hundert Mann mit monatelanger Anlaufzeit ins Baltikum zu bekommen!“

    Zweifelsohne hätte man Ende der 80er in kürzester Zeit ein Massenheer von mehr oder weniger gut ausgebildeten Wehrpflichtigen in den Krieg schicken können.

    Aber heute haben wir besser ausgebildete Mannschaften in einem hochtechnologischen Kriegsszenario, welches sich damals noch nicht einmal manche Sci-Fi Anhänger vorstellen hätten können.

    Nehmen Sie nur mal die Infanterie. 1988 eine „Allerwelts-Truppengattung“ zwar physisch und psychisch fit, aber schnelle und einfache Ausbildung.

    Heute? Hochwertpersonal mit längerer und intensiverer Ausbildung als manche ehemalige „technische“ Truppengattung. Bei unveränderten Anforderungen an Physis und Psyche.

    Also: bevor man alles schlecht redet, sollte man vielleicht mal reflektieren wo wir in der Zwischenzeit stehen :(

    @Pio-Fritz | 28. Januar 2018 – 15:33
    „Hm. Und diese Aussage von Ihnen, wo Sie doch regelmäßig darauf pochen, das man seine Erfahrungen von vor dreißig Jahren auf heute nicht übertragen kann?“

    Ich poche regelmäßig darauf, dass man seine persönlichen Einzelfallerfahrungen von damals nicht auf konkrete Einzelfallfragen von heute übertragen kann.

    Noch deutlicher widerspreche ich vor allem einer Haltung à la „früher war alles besser, meine Grundausbildung war die härteste und meine Gummistiefel waren zwar aus Holz, aber ich war trotzdem schneller als die Olympioniken heute“!

    Niemals würde ich aber behaupten, dass man von früher nicht für heute lernen könnte.

    Wenn jemand also in einen differenzierten und von übergeordneter Fachwissen auf breiter beruflichen Basis getragenen Diskurs einsteigen möchte, dann bin ich der erste der dabei wäre!

    „Und jetzt wollen Sie der Bundeswehr vor 1995 auch noch mangelnde Professionalität attestieren?“

    Lesen Sie erneut!

    „Es wurden schlicht zehn Jahre verschlafen, die man jetzt nicht im Handumdrehen aufholen kann. Ich hoffe, es passiert die nächsten zehn Jahre nichts gravierendes. Und die reichen nur, wenn man jetzt Vollgas gibt.“

    Da bin ich allerdings bei Ihnen und die 10 Jahre sind noch sehr enthusiastisch kalkuliert. Rüstung ist teuer Rüstung braucht Zeit :(

    Und für Ausbildung auf neuem Gerät gilt das gleiche!

  8. @ Bang50

    Sie vergessen, dass es gar keiner „mechanisierten Massenschlacht“ mehr bedarf, da selbst ein kleines Gefecht vom potentiellen Gegner gewonnen würde, bevor „die Kavallerie“ überhaupt da wäre. Wir können froh sein, dass, wer auch immer, die derzeitige (und auch noch auf absehbare Zeit vorhandene) militärische Schwäche des bevölkerungsreichsten und wirtschaftlich potentesten Landes Mittel- und Westeuropas bzw. der europäischen NATO-Staaten insgesamt nicht geradezu als Einladung zur Invasion ansieht.
    Die Briten haben seinerzeit auch gedacht, ein neuerlicher Konflikt würde mindestens 10 Jahre Vorwarnzeit haben; das Ergebnis ist bekannt (Dünkirchen). Nur mit Glück kam man da mit einem blauen Auge davon. Immerhin hatte man mit dem Ärmelkanal und der Royal Air Force zwei Trümpfe in der Hand – ähnliches haben wir nicht vorzuweisen.
    Die 500 Millionen Euro für 40 SPz wären in meinen Augen vertretbar, wenn damit ein Konstruktionsstand gefunden wäre, der für die bummelig 200 noch zu beschaffenden SPz gefunden wäre und dann zu einem niedrigeren Stückpreis führen würde…

  9. @closius

    „Wer einen wirklichen Schutz will, der braucht ein Hard Kill System, oder wenigstens eine Käfigpanzerung, um auch einfache Panzerfäuste abwehren zu können.“

    Moment sie sagen der Puma der über ERA verfügt die um Welten besser gegen Hohlladungen wirkt und am Heck Käfigpanzerung hat bräuchte Kafigpanzerung zum Schutz vor Panzerfäusten?

    Ich würde lieber die Käfigpanzerung hinten runterreißen und Staukästen hinpacken die die selbe Wirkung haben man damit aber im Fahrzeug mehr Wasser hat als der Soldat in der Trinkblase mit sich rum trägt.

  10. @Koffer
    „Und (und das muss man auch mal sagen) wir sind wesentlich professioneller geworden als die Massen-Bundeswehr der 80er und 90er und können im kleinen einer möglichen russischen Bedrohung wesentlich mehr entgegen setzen.“

    Sorry (und das muss man mal auch mal sagen) , aber da geht mir gelinde gesagt die Hutschnur hoch. Die „Massen-Bundeswehr“ war zu *ihren* Zeiten mit Sicherheit nicht weniger professionell, und verglichen mit dem aktuellen Zustand unserer BW war die damals sogar auch noch verteidigungsfähig !

  11. Weitere Denkansätze
    Vielleicht sind in den 500 Mio auch die 40 Panzer an sich beinhaltet :-P
    so das man insgesamt dann 390 Puma hätte!?
    Oder
    man hat ausreichend Munition und FK für Training mit einkalkuliert (400 Spike kosten auch 40-80 Mio)

    Allgemein: vielleicht sollte die Bundeswehr ihr Geld auch intelligenter ausgeben…ein Nachfolger Tornado kostet mal schnell 10-15 Mrd € …vielleicht sollte man hier einfach eine Eurofighter tranche 3b mit nur 40-60 Maschinen (statt F35) nehmen und das gesparte Geld (8 Mrd) reicht dann um eine komplette Division mit neuen Fahrzeugen auszurüsten …da hat man am Ende des Tages vielleicht mehr davon

  12. @MikeMolto | 28. Januar 2018 – 16:08
    „Die Bw ist nach meinem Eindruck professioneller geworden im: Paper-pushing, PC-handeln, Elternzeit – und Schwangerschaftszeiten zu gewaehren , Personalvorgaenge dokumentieren und Arbeitszeiten aufzuschreiben.“

    Ja, das lässt sich leider (auch) nicht bestreiten. So sehr wir in bestimmten Dingen besser geworden sind, so sehr haben wir uns von anderen Aspekten soldatischer Professionalität entfernt :(

    Und das leider schon eine ganze Weile. Unsere aktuelle IBuK hat das sicherlich noch eine Schippe drauf gepackt, aber der diesbezügliche Prozess geht schon sehr viel länger :(

    Aber Ihre Kritik und meine ursprüngliche Aussage stehen nach meiner Bewertung nicht in Widerspruch, sondern beschreiben nur zwei unterschiedliche, parallel existierende Fakten.

    „Sorry, aber der Umfang Ihrer Loyalitaet ist nur noch mit der Toenung Ihrer rosa Brille zu vergleichen….“

    Das erste nehme ich, das zweite weise ich entschieden zurück! Nur weil ich kein Defätist bin und das ständige Rumnörgeln mancher Kameraden und auch von Mitkommentatoren hier im Blog kritisiere heisst das noch lange nicht, dass ich nicht auch die Mängel sehe.

    Aber ich bin bereit differenzierter zu betrachten und zu schreiben.

    Denken Sie mal darüber nach…

    @Karl-Heinz | 28. Januar 2018 – 19:41
    „Sorry (und das muss man mal auch mal sagen) , aber da geht mir gelinde gesagt die Hutschnur hoch.“

    Das sollte sie nicht. Man sollte immer sachlich und differenziert diskutieren, oder?

    „Die „Massen-Bundeswehr“ war zu *ihren* Zeiten mit Sicherheit nicht weniger professionell“

    Hmm… Wer in der Massen-Bundeswehr? Die Offiziere und längerdienenden UmP? Ja, Zustimmung!

    Die Mannschaften? Nein, definitiv nicht.

    Die Armee hat sich verändert und ist nun einmal nicht mehr eine Wehrpflichtigen-Armee, die sich auf den vagen Ernstfall vorbereitet und das jedes Jahr mit Einziehung neuer Wehrpflichtiger erneut bei null anfangend.

    Vielmehr qualifizieren wir unsere langdienenden Mannschaften heute für den realen, gefährlichen Einsatz überall auf der Welt.

    „und verglichen mit dem aktuellen Zustand unserer BW war die damals sogar auch noch verteidigungsfähig“

    Diesbezüglich könnte ich Ihnen sogar zustimmen… Die aktuelle Struktur ist nicht LV/BV-optimiert und würde in einem solchen Szenario sicherlich keine hinreichenden Ergebnisse erzielen.

    Ich hoffe, dass mit dem Nachjustieren unter der (hoffentlich) bald stehenden, neuen Bundesregierung da in den nächsten 10 Jahren deutliche Schritte zurück zu kampfkräftigeren Strukturen gemacht werden.

    Aber das kostet natürlich Geld. Viel Geld. Mal sehen ob das bereit gestellt werden wird…

  13. @Obibiber | 28. Januar 2018 – 19:58
    „reicht dann um eine komplette Division mit neuen Fahrzeugen auszurüsten …da hat man am Ende des Tages vielleicht mehr davon“

    Vielleicht brauchen wir auch beides?! (Wobei ich jetzt nicht zwingend die F35 propagiere… aber es geht ums Prinzip).

  14. @Koffer

    Was die Professionalisierung der Mannschaften betrifft gebe ich ihnen zu 100% recht.
    Doch die Schlagkraft der Bw zur Abschreckung und LV/BV hängt im Wesentlichen von der Verfügbarkeit der Waffensysteme im Einsatzgebiet ab und da sieht es bei der Bw sehr schlecht aus.

    Im Moment haben wir durch die laufenden Abenteuereinsätze den Rest der noch verfügbaren Systeme (Boote, Schiffe,, Jets, Drehflügler, Patriot uvm) gegen die Wand gefahren.

    Wer behauptet wir sind am Anschlag, hat sich täuschen lassen. Wir haben den Anschlag gleich mit zertrümmert.

  15. @Elahan | 28. Januar 2018 – 21:50
    „Was die Professionalisierung der Mannschaften betrifft gebe ich ihnen zu 100% recht.
    Doch die Schlagkraft der Bw zur Abschreckung und LV/BV hängt im Wesentlichen von der Verfügbarkeit der Waffensysteme im Einsatzgebiet ab und da sieht es bei der Bw sehr schlecht aus.“

    Da stimme ich Ihnen (leider) zu! Wir haben uns einfach in den letzten Jahren am Material totgespaart :(

    In einem LV/BV-Szenario bringt uns die professionellere Armee zunächst einmal gar nichts, wenn die Landser keine Panzer haben, die ihrer auch bedürfen!

  16. @Koffer

    Stimmt manch Sci-Fi Anhänger nicht, andere waren schon vor WWII weiter.

    @Karl-Heinz

    Ich hatte eine teilweise Berufsnahe Verwendung und unsere Ausbilder waren so professionell ausgebildet, ich hätte sie nur als Hilfsarbeiter unter Aufsicht haben wollen.

  17. Das ist jetzt nicht wirklich dicht dran am Ursprungsposting, aber da sich die Diskussion in diese Richtung entwickelt hat:
    IMHO (und ich bin nicht mehr insider, da die Dienstzeit doch schon im letzten Jahrhundert geendet hat) ist die Bundeswehr derzeit eine der am wenigsten leistungsfähigen militärischen Formationen, die es in der Geschichte der deutschen Staaten gab. Das ist wirklich ein Drama für diejenigen, die an ihrem Platz mit hoher Motivation + hohem Engagement jeden Tag ihren Dienst verrichten, und von denen es viele gibt.
    Aber seit 25 Jahren wird umstrukturiert, gestrichen, gestreckt, geschönt, aus sachfremden Gründen an den Strukturen gedreht, vieles aus Mangel an Zeit, politischem Willen und Ressourcen gar nicht richtig umgesetzt …
    Was geblieben ist, sind mehrere Torsi, die jeder für sich die gesteckten Ziele nicht erfüllen können (ein paar Cluster für Auslandseinsätze, für Streitkräftebasis, für das mechanisierte Gefecht), und die von einer intransparenten, hochbürokratisierten, teuren Struktur irgendwie und ohne erkennbare Linie geführt werden. Das ganze unter der argwöhnischen Beobachtung von Politik und Medien.
    Diese Armee besitzt nicht die Einsatzmittel (nicht in ausreichender Stückzahl und nicht in einsetzbarem Zustand) um in irgendeinen sinnvollen Einsatz gegen einen Gegner zu gehen, der stärkere Kräfte als das österreichische Bundesheer aufbieten kann. Und ich bezweifle stark, das der Klarstand des Grossgeräts und die vielfältigen administrativen Auflagen eine wirklich hochwertige Ausbildung der Truppe im Gefecht der verbundenen Waffen vorstellbar macht.
    In diesem Zusammenhang ist die Absicht, > 0,5 Milliarden Euro in die Ausrüstung von 40 hochkomplexen SPz zu stecken, nur ein weiterer schwankender Schritt in eine unklare Zukunft. Was bitte sollen 40 Puma bewirken? Ohne einen Plan, wie man wieder zu einer einsatzbereiten Bodentruppe kommt, ist das nur wieder ein Leuchtturmprojekt, das nicht hilft.

  18. @ThoDan

    Ja, wer benötigt schon die gesamte Fähigkeit eines Soldaten im ziv Bereich.
    Ist halt wieder Äpfel mit Birnen.

  19. Wie sieht es denn mit den Pumas unserer Verbündeten aus?
    Haben sie die selben Probleme?

    P.S.: Zustand der Bundeswehr alarmiert Verbündete, siehe Artikel „Washington Post“ in ihrer Online-Ausgabe
    Afraid of a major conflict? The German military is currently unavailable.
    By Rick Noack

  20. @Bang50:
    Den „Kalten Kriegern“ ist schon mal alles mögliche erzählt worden, was nie passieren wird und warum. Keine Bw wo schon mal die Wehrmacht war etc.

    Wir werden sehen, was alles noch so kommt im bunten Vielfaltswirrwarr der NATO-EU-Geschlechtergerechten Sofort-und-Überall-Einsatzkräfte der Wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-nass-Streitkräfte mit Berufsausbildungsqualifikationssoezialfähigkeiten und „Deckung geht vor Wirkung“-Familienfreundlichkeit.

  21. Es geht nicht nur um Funk/Datentransfer!

    „ein Drittel der Kosten (…) auf die Weiterentwicklung des Panzers

    (…)weiteres Drittel auf Funkgeräte und Software (…)

    Rest auf Ersatzteile, Reparaturen und Wartung.

    Die „produzierte“ Nachricht ist da für mich etwas aufgebauscht. Von wegen „veraltet“ und so….

  22. „Die Bandbreite müsse es zulassen, all diese Daten zu einem Lagebild zu verschmelzen und mit GPS-Koordinaten versehen an einen Kampfjet weiterzuleiten, der ein Ziel dann aus der Luft präzise bekämpfen könne“
    Die Aussage überrascht. Schließlich gibt es dazu die JFST und JFCT Anteile, gestellt durch die Artillerie.
    Oder ist das auch Altes Denken?

  23. WASHINGTON — The U.S. Army has experienced schedule slippages of roughly six to eight months to qualify active protection systems that protect its Stryker combat and Bradley fighting vehicles from missile fire. (Defense News)

  24. @ThoDan | 28. Januar 2018 – 23:08
    Weis der Kuckuck wie Berufsnah sie eingesetzt waren und wie professionell ihre „Hilfsausbilder“ denn tatsächlich waren. Irgendwie habe ich mittlerweile den Eindruck das egal bei was, sie immer noch eine Schippe mehr drauf packen konnten oder noch können. Davor ziehe ich den Hut, denn soviel geballte ,Breit und Tief gefächerte Kompetenz erleb(t)e ich sehr selten.

    @Karl Mohr | 30. Januar 2018 – 12:30
    Altes denken oder nicht. Nicht umsonst haben wir die Komponenten JointFires in all ihren Ausprägungen. Ich denke ab auch an die Überforderung des Kommandanten der den Kampf und sein System auf und abgesessen beherrschen muss. Komplexe Technik muss da nicht noch zusätzliche Kräfte des Kdt am Rechner o.ä binden.

  25. „elahan | 29. Januar 2018 – 9:38
    Wie sieht es denn mit den Pumas unserer Verbündeten aus?
    Haben sie die selben Probleme?“

    Psst, wir sind der einzige Kunde! In Australien läuft ein Beschaffungsprogramm, an dem Rheinmetall mit Puma und Lnyx teilnimmt (sicher ist sicher…) und in Tschechien hat man wohl Interesse, dort soll der Puma die beste Treffsicherheit gezeigt haben.

    Die Digitalisierung der Bundeswehr läuft wie die des restlichen Landes, gar nicht.
    In diesem Land wird nur noch verwaltet oder abgebaut.
    Die Weltwirtschaft saugt deutsche Waren auf, unsere Arbeitslosen gehen in Rente und ein Großteil der Experten und Wähler tut so, als wäre das eine große Leistung unserer Politiker. Manche tun gerade so, als hätte Merkel Flachbildfernseher, Smartphones und Netflix erfunden.

    Heute wird in der Politik nicht mehr gestaltet, es gibt keinen Plan, keine Vision.
    Die 2% vom BIP würden da nicht helfen, da keiner der 2% Idioten jemals einen Plan vorgelegt hat, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Wie kann man als Politiker 2% fordern und nicht wissen wofür?! Der Investitionsstau in unserer Infrastruktur beträgt mehre hundert Mrd. Euro. Für die goldene Gießkanne im Verteidigungsetat sehe ich da keinen Grund, die sollen den Laden erstmal zum Laufen bekommen.
    Dafür müsste man aber direkt oder zumindest indirekt zugeben, das man ihn selbst zerstört hat.

    Wer aber MEADS und K130 bestellt, sollte nicht einen Euro ausgeben dürfen!

    Wir sind jetzt vom Eisenschwein Marder auf den Puma gesprungen, weil dazwischen der Marder 2 und jede andere Neuerung fehlte. 12 Jahre Verteidigung unter der Union und nichts ist passiert. Der letzte große Wurf war wohl die Mitarbeit an Link 22.
    In den Marder einen Computer einzubauen wäre ein leichtes gewesen, auch der Turm hätte getauscht werden können. Es war ja absehbar, das der Puma noch lange brauchen wird. Am Marder hätte man dann erste Erfahrungen sammeln können.

    Schöner Nebeneffekt, diese Marder hätte man an andere Natopartner, vornehmlich im ärmeren Osten, günstig abgeben können. Neben dem Kukaturm vor 25 Jahren gab es vor einigen Jahren (2012?) ja noch den Marder Evolution, den Rheinmetall alleine ausgearbeitet hat.
    http://www.military-today.com/apc/marder_evolution.htm

    Das wäre nötig gewesen, was nicht nötig war, war die 500 Millionen für die museumsreifen P-3 der Marine, weil es da marktverfügbar Neues gibt.

    Das soll erstmal jemand verstehen, dass es Nutzungsdauerverlängerungen und Kampfwertsteigerungen für Material gibt, welches schon lange hätte ersetzt werden können und anderes Material was man noch nicht ersetzen kann einfach ignoriert wird.

    Dem Leopard 2 wird wohl ähnliches drohen, da man dort ja auch die Forschung vor 20 Jahren eingestellt hat. Das beste wäre Rheinmetall den A7V mit seinen Systemen dekorieren zu lassen und A8 drauf zu schreiben, bis wir mal in die Gänge kommen.
    https://www.youtube.com/watch?v=k98RJuJ_MwA

    Die Waffenstation erinnert mich an diese hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=1xs65VEvLA8

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