Bundeswehr meldet Zuschauer-Rekord bei YouTube-Nachwuchswerbung

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Für ihre Nachwuchswerbung auf dem YouTube-Kanal Die Rekruten meldet die Bundeswehr Rekord-Zuschauerzahlen. Teilweise wurden einzelne Clips mit Szenen aus der Grundausbildung neuer Soldaten mehr als eine halbe Million mal angeklickt. In den zwei Wochen seit dem Serienstart am 1. November hätten über 200.000 Nutzer den Youtube-Kanal abonniert, teilte das Verteidigungsministerium am (heutigen) Mittwoch mit:

Die kontrovers diskutierte Serie ist damit eines der erfolgreichsten Social Media Projekte in Deutschland. (…)
„Mit der Serie „Die Rekruten“ über die Grundausbildung auf YouTube haben wir offenbar einen Nerv getroffen. Ich finde auch die Debatte um die Serie wichtig. Denn die Bundeswehr mit ihrem grundgesetzlichen Auftrag ist ein Teil dieser Gesellschaft“, so Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin der Verteidigung.

Nach Angaben des zuständigen Sales Directors von Google Deutschland, Markus Hinz, ist das Angebot einer der am schnellsten wachsenden Branded Channels der letzten Jahre – übrigens getrennt von bisherigen Bundeswehr-Videoangebot auf dieser Plattform. Laut Verteidigungsministerium gab es bislang mehr als 40.000 Kommentare, täglich knapp eine Million Views und einen regelmäßigen Spitzenplatz der täglich neu eingestellten Videos in den YouTube Trends.

(Foto: Screenshot aus dem „Die Rekruten“-Video vom 15.11.2016)

144 Gedanken zu „Bundeswehr meldet Zuschauer-Rekord bei YouTube-Nachwuchswerbung

  1. @Klo-Diskussion
    Eigentlich wollte ich mich ja enthalten, aber das gleitet jetzt doch zu stark ab.
    1. Bei der Marine heißt es nicht Stuben- und Revierreinigung sondern ReinSCHIFF. Und das tut es, weil man ein Schiff/Boot sauber hält.
    2. Da mir keine Reinigungsfirma auf dieser Welt bekannt ist, welche über einen Helikopterservice auf allen Weltmeeren verfüg, sind seegehende Einheiten auch weiterhin durch die Truppe zu reinigen. Und das schließt ausdrücklich Naßzellen (Waschräume und Klos) mit ein.
    3. Wer an Bord zum Reinigen von Naßzellen abgeteilt ist, hat normalerweise ein berechtigtes Interesse daran, dass diese auch sauber sind. Er muss sie nämlich zusammen mit 23 anderen verwenden.
    4. Ernsthaft Leute? Die Art und Weise wie hier über Kameraden hergezogen wird ist eigentlich schon ein derart grober Verstoß gegen §12 SG, dass es mir schaudert.

  2. Liest hier auch jemand mit Marketing und Werbesachverstand mit? Ist die Quote von 200.000 Abonnenten (und 25.000 Facebookfans) vor dem Hintergrund von 6 Millionen Euro für die Werbung? Ich hätte das für einen guten organischen Wert gehalten, also alleine durch liken, teilen, weiter sagen und das Medienecho. Aber grob gerechnet hat jeder Abonnent nun 30 Euro gekostet, was mir für Social Media schon recht hoch erscheint.

  3. @Ferdifuchs

    Kommt darauf an ob die Zielgruppe erreicht wurde und wie viele von diesen durch die Serie nachhaltig gewonnen werden können. Die meisten Zuschauer waren wohl aktive Soldaten/Bw-Angehörige und deren Bekannte/Verwandte ;-)

    Wir hatten mal eine Kampagne Offz 2000 die kostete auch viele Mio DM und es konnten dadurch angeblich nur im unteren zweistelligen Bereich nachhaltig Offze gewonnen werden.

    Hätten wir das Geld in Flugsportgruppen (wurden kurz vorher abgeschafft), Segel- oder andere Vereine mit der Möglichkeit zur Begeisterung und Schnuppern in die Bw, verwendet, dann ………

  4. Heute Morgen an der Haltestelle. Eine Gruppe etwa 16jähriger Jungs diskutiert über die Folge von gestern. Bemängelt wird, dass der wahrscheinlich erfolgte Anschiss durch Hauptstabsgefreiten (so von den Jungs tituliert – ich habe es nicht geprüft) Neubert für die letzten Plätze des Tests nicht gezeigt wurde. Ich glaube die Serie kommt in der Zielgruppe an.

  5. Zimdarsen | 18. November 2016 – 8:58
    Zustimmung zu ihren Vorschlägen; mit diesen Sportgruppen/Vereinen, würden und wurden zukünftige Interessierte besser, weil längerfristig angesprochen.

  6. @ klabautermann | 18. November 2016 – 5:11
    Dann habe ich nicht richtig gelesen bzw. verstanden. Bitte um Vergebung. Ansonsten teile ich natürlich Ihre Beschreibung der Anforderungen an die behelfsmäßige Unterkunft unter Gefechtsbedingungen uneingeschränkt.
    Hans Schommer

  7. @ Zimdarsen

    Den Vorschlag mit den Flugsportgruppen der Bw zur Nachwuchsförderung finde ich super. Der würde mindestens so viele qualifizierte Bewerber der Lw bringen, wie manche vergangene Werbekampagne.

    Allerdings ist er nicht so ganz neu, denn habe ich mal schon vor Jahren bei einer Personalratssitzung gehört…..

  8. @Hans Schommer

    Alles klar, kein Stress ;-)
    Da ich eben beide Welten (Land/See) recht intesnsiv kennen gelernt habe, auch in der Ausbildung, bin ich da vielleicht a bisserl zu „befangen“ reingegrätscht.
    In der AGA geht es natürlich in erster Linie um Individuelle Grundfertigkeiten, körperliche Leistungsfähigkeit. und soziale Kompetenz = Leben in der Gemeinschaft. Das hat natürlich sehr viel mit formaler Disziplin zu tun, allerdings kommt mir imho bei der einen oder anderen Folge die funktionale Seite von Disziplin etwas zu kurz, insbesondere im maritimen Kontext.. Aber wie schon geschrieben wurde, der Köder soll ja in erster Linie der Zielgruppe schmecken, zu der ich definitiv nicht mehr gehöre.

  9. Georg | 18. November 2016 – 13:45
    „Den Vorschlag mit den Flugsportgruppen der Bw zur Nachwuchsförderung finde ich super.“

    Mal ne praktische Frage: Wie soll das funktionieren?

    Air Cadets wie in GB werden in Deutschland kaum durchsetzbar sein, auch bei von der Bundeswehr gesponserten (Segel-)Flug-Vereinen sehe ich keine große Zustimmung. Segelflieger fangen typischerweise mit 14-15 an. Die Akafliegs an den Unis sind dann eine Fortsetzung für Studenten. Mit 18, 19 habe die meisten dann doch ihre Entscheidung getroffen (oder schon vorher).

  10. @Anna Nym

    Welcher Flugsportverein wird von der Bundeswehr gesponserten?

    Es kommt darauf an was man will und welche Altersgruppe man ansprechen möchte.
    In jedem Fall könnte die Bw Angebote vor der Grundausbildung und während des Dienstes anbieten.

  11. @Ferdifuchs

    Für ein „Unternehmen“ was einen gesellschaftlichen Wert für die deutsche Bevölkerung gleich neben Kaffeefahrtveranstalter besitzt, sind 210000 Abonnenten für seine Serie die gerade mal 14 Tage läuft ein herausragender Wert.

    Stellen sie sich mal vor ein absolut fremdenfeindliche gesellschaftlich fragwürdige Partei fährt eine absolut populistische Agenda und wird in zb. Deutschland auf einmal bejubelt, und mit relativ hohen % gewählt. Das ist doch ein super Erfolg, zum Glück nicht in Deutschland möglich aber….. Ohhhh wait….

    Und weil sie ja so auf Marketing schielen, mal eine kleine Zahl die ihre krude Marketing These in 0,0002 sekunden in Staub zerfallen lässt:

    202.116 Abonnenten • 84.475.078 Aufrufe
    Beitritt am 17.07.2006

    212.497 Abonnenten • 14.020.722 Aufrufe
    Beitritt am 11.08.2016

    Raten sie mal wer der Bundeswehr Kanal ist, und der von den Rekruten.

    So, wie war das nochmal mit Erfolg?

  12. Um noch eine Ergänzung hinzufügen zu können.

    ich lese hier öfters, dass jemand mitbekommen hat wie er an der Bushaltestelle die Jugend über Die Rekruten philosophieren gehört hat. Merkt das keiner? Ich meine sowas gab es selbst zu meiner Zeit mit Wehrpflicht nicht, dass sich irgendwelche Schüler über eine Werbekampagne der Bundeswehr unterhalten haben.

    Gute Kampagnen zünden nicht immer direkt, manches braucht seine Zeit. Gerade am Anfang muss man Aufmerksamkeit generieren, das Thema muss sich weiter rumsprechen.
    Aber schon jetzt kann man deutlich an meinen oben gezeigten Zahlen erkennen, dass man in kürzester Zeit eine Question Mark zum Stars in der BCG-Matrix gemacht hat, wenn wir schon bei Marketing sind ;-)

  13. @Chuck: Habs im Bus tatsächlich mitbekommen… und nu? Aber endlich mal einer, der Statistiken Hinterfragt… ;)

  14. Hi,
    mir fällt angesichts der Diskussion die NCIS Folge Boot Camp Babe´s ein…..
    Das wäre bestimmt auch super.
    ;-)

  15. @ Anna Nym

    Die Flugsportgruppen gab es ja in der Bw ca. 30 Jahre lang bis Ende der 70er Jahre. Dann mussten sie in private Vereine überführt werden und die dienstliche Unterstützung wurde eingestellt.

    So ist das halt, wenn man eine Luftwaffe aufbauen will, dann muss flugbegeisterten Soldaten, jungen Männern etwas bieten, wenn sie aufgebaut ist, dann kommt die Neiddiskussion, dass die Soldaten event. eine Vergünstigung auf Kosten der Steuerzahler haben, die der normale sagen wir, Finanzbeamte des Landes nicht hat.

    Fest steht auf jeden Fall, dass diese Flugsportgruppen an Standorten der Lw eine unheimliche Anziehungskraft an flugbegeisterte junge Männer im Umkreis ausgeübt haben. Die sind damals gern als sie als Wehrpflichtiger oder SaZ zur Bw gekommen sind, von dem zivilen Luftsportverein zum dienstlich unterstützten militärischen Luftsportverein gewechselt, da war halt mehr los als beim zivilen Verein und billiger war es außerdem.

  16. „AoR | 18. November 2016 – 16:23
    @Chuck: Habs im Bus tatsächlich mitbekommen… und nu?“

    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich wollte damit nur Aufzeigen, dass dieses Format in wirklich sehr sehr kurzer Zeit sämtlich vergangene Werbekampagnen (Wir.Dienen.Deutschland; Ich wars…etc,) in gut 2 Wochen Zahlentechnisch pulverisiert hat.
    Hinzu kommt eine großer Diskussionsbedarf unter der Zielgruppe. Schauen wir uns die Abonnenten in 30 Tagen noch mal an. Dann werden wir sehen ob es stabile Werte gibt, oder ob der Markt immer noch nicht gesättigt ist.

  17. @Chuck

    ich möchte ihre Punkte noch etwas untermauern:

    -abonnements erfordern ein aktives Handeln und die Anmeldung bei Youtube. Daher ist für den deutschsprachigen Raum so eine Zahl mehr als bemerkenswert. Zumal für so ein Thema.

    – View Zahlen: Puh schwierig. Einer der größten Schwächen von Youtube ist deren Viewcount – Facebook sei Dank.

    Zuallererst sollte man festhalten, dass tatsächliche Zuschauerzahlen bei YT immer höher liegen, als die Zahl im Video angibt. Der Grund: YT hat einen selektiven Zählrhytmus. Der gleiche (angemeldete) User schaut das Video 2mal oder mehr in kürzester Zeit? no count

    Das Video ist in einem Facebookpost embedded ? no view count at all! (und keine monetization – aber das macht die BW ja eh nicht)

    Jetzt muss man sich überlegen welches Konsumverhalten die Zielgruppe pflegt. Gehen die direkt, selbstständig auf YT und geben „die Rekuten“ ein oder haben sie es garnicht auf dem Schirm und kommen über den „#feelfly #nurdiehartenkommeningarten #krassbeimBund😂😂😂👍👍👍✌✌😎“ Link bei Facebook dahin?

    Ich denke letzteres spielt hier eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Daher die Zahlen nicht all zu genau nehmen.

    …Btw 200.000 Abos und 14.000.000Views? Davon leben viele in der Branche (und das nicht schlecht)

  18. Auch wenn ich mir die Serie nicht ansehe (ich krieg bei BW PR zu leicht nesselnden Ausschlag ;)) … Sogar die Washington Post hat mittlerweile einen Bericht über das gebracht, allerdings mit den üblichen „Slogans“ und Stereotypen (von wegen „patriotism“ etc). Manchmal möchte man auch der ausländischen Presse das Stereotypenlexikon aus der Hand schlagen. ;)

  19. @Heiko Kamann

    DIE undeswehr- Flugsportvereinigung ist ein Verein e.V. und Flugsportgruppen der Bundeswehr gibt es nicht mehr.

    Die Bundeswehr-Flugsportvereinigung ist ein Dachverband aller flugsporttreibenden aktiven und im Ruhestand befindlichen Soldaten, Reservisten und Zivilbeschäftigten der Bundeswehr und vertritt deren ideellen, sportlichen, technischen und wissenschaftlichen Belange gegenüber der Bundeswehr, staatlichen sowie kommunalen und sonstigen öffentlichen Institutionen, gegenüber dem Deutschen Aero Club e.V. und ausländischen militärischen Luftsportorganisationen.

    Ein Konzept zur Nachwuchsgewinnung und ordentliche finanzielle Unterstützung gibt es m.W. nicht. Vielen Vereinen welche aus den Flugsportgruppen hervorgingen wurden Lfz zur Nutzung überlassen, Besitzer ist aber noch die Bw. Im Rahmen der Sportförderung und Offz-Ausbildung Lw (private Flugschule) gibt es die Möglichkeit zum Segelfliegen.

  20. Zimdarsen | 18. November 2016 – 18:47
    Es soll hier ja nicht OT werden; darum ganz kurz.
    Diese Flugportvereinigungen k ö n n t e n neben anderen Dingen auch, bei Jugendlichen Interesse an der Bundeswehr wecken.
    Aber das ist ja nicht gewollt.

  21. @Heiko Kamann

    Ja, so ist es und was früher Segelfliegen war ist heute UL, Gleitschirm und Fallschirm.
    Die Rheinarmee flog öfters mit Gleitschirmen an Winde in unseren Liegenschaften.

  22. Sehr interessant – und sicher nicht nur von mir nicht wahrgenommen: Statement eines renommierten DEU SiPo-Journalisten zur Bw-Rekrutendoku. Zur Anfangsphase. Hoffe, der Link ist erlaubt:
    http://tinyurl.com/hkhwbga
    Kommt m.E. sehr gut rüber – und nicht nur deshalb freu ich mich, dass ich in diesem Blog „mitwirken“ darf.
    Hans Schommer

  23. Zimdarsen | 18. November 2016 – 15:05
    „@Anna Nym: Welcher Flugsportverein wird von der Bundeswehr gesponserten?“

    Och, wir haben (in den 80ern) während der Segelflieger-Sommerlager auf dem Flugplatz unsere täglichen warmen Mahlzeiten aus einer örtlichen Kasernenküche bekommen. Inklusive Hartkekse, mjam. Inwiefern das offiziell war, kann ich nicht sagen :-).

    Georg | 18. November 2016 – 16:34
    „@ Anna Nym: Die Flugsportgruppen gab es ja in der Bw ca. 30 Jahre lang bis Ende der 70er Jahre. (…)“

    Vielen Dank, da hatte ich noch nie von gehört. Wieder was gelernt.

  24. Interessant finde ich die Frage ob das „Olli“ Format auf dem Hauptkanal nur pausiert oder still und leise beerdigt wurde.

  25. @Ungedienter: in den Kommentaren des BW-Channel wurde mehrmals geschrieben,dass sie wegen Hardwareprobleme eine Menge Filmmaterial verloren haben und noch versuchen, das irgendwie zu retten und schon gefilmtes Olli-Material zu veröffentlichen (KSK war ja schon im Kasten usw…)

  26. Chuck | 18. November 2016 – 16:35
    „Schauen wir uns die Abonnenten in 30 Tagen noch mal an. Dann werden wir sehen ob es stabile Werte gibt, oder ob der Markt immer noch nicht gesättigt ist.“

    Genau. Das kann dann ganz anders aussehen. Nicht unbedingt die Zahl der Abonnenten, sondern der Views. Gute Traktoren Kanäle haben mit Videos aus der Maiskampagne auch tolle Zahlen ;)
    Ist ne schnelllebige Zeit, und das sich junge Menschen jetzt darüber unterhalten würde ich nicht überbewerten.
    Mal sehen wie die realen Bewerberzahlen dann letztendlich aussehen.

    Interessant ist allerdings das es die Bundeswehr anscheinend geschafft hat innerhalb kürzester Zeit vollkommen aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden. Und das trotz medialer Dauerpräsenz durch die Einsätze.

  27. @ht_ | 19. November 2016 – 19:01
    Sorry, aber das ist Unfug. Typisches „wir reden uns selbst schlecht und ertrinken im Selbstmitleid“!

    Die Bw ist bei den Arbeitgebererhebungen der letzten Jahre in der jungen Zielgruppe (also dort wo es für uns abseits der Fachkräfteproblematik am wichtigsten ist!) konstant in der Spitzengruppe der besten fünf Arbeitgeber in ganz DEU!

    Vorschlag: weniger Schlechtreden und mehr auf Fakten schauen…

  28. @Koffer:

    „Die Bw ist bei den Arbeitgebererhebungen der letzten Jahre in der jungen Zielgruppe (also dort wo es für uns abseits der Fachkräfteproblematik am wichtigsten ist!) konstant in der Spitzengruppe der besten fünf Arbeitgeber in ganz DEU!“

    Dann ist es diesen jungen hoch begeisterten Soldaten anscheinend aber nicht gelungen Ihr Umfeld für diesen Beruf zu begeistern.

  29. @ht_ | 19. November 2016 – 22:45
    „Dann ist es diesen jungen hoch begeisterten Soldaten anscheinend aber nicht gelungen Ihr Umfeld für diesen Beruf zu begeistern.“

    Interessante Aussage (darüber ließe sich sogar trefflich streiten), aber das ist nicht die Antwort auf meinen Hinweis.

    Sie haben gesagt: Die Bw habe es „geschafft“ aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden.

    Ich habe dem entgegen gehalten, dass dies nachweisbar nicht der Fall ist.

  30. Aber dennoch klafft ja eine Lücke zwischen Bekanntheit und „Beliebtheit“ des „Jobs“ und der Zahl derer, die dann schlussendlich den Gefechtshelm aufzusetzen. Auf dem Weg zum Bahnhof sah ich letztens „Kein Beruf wie jeder andere.“ Werbung der Deutschen Bahn. Kurz, auf den Punkt gebracht. Die Bundeswehr postuliert seit Jahrzehnten das Gegenteil – was völliger Humbug ist.

  31. @ Hans Dampf

    Ich stimme Ihnen hier zu. Der Soldatenberuf, wenn man ihn so bezeichnen mag, ist kein beruf wie jeder andere.

    Die Auswirkungen dieser Werbung durch die Bundeswehr lässt sich m.E.n bis über die Ebene Einheitsführer hinaus erkennen – wenn mann denn möchte oder kann – und über Jahre auf die Bundeswehr auswirken.

  32. @MA
    Lange nicht mehr gehört, aber immer wieder gern aufgegriffen – in deutscher Diskussion – zum „ewigen“ Thema „wozu (deutsche) Streitkräfte(?)“.
    Früher der Saulus, in 60 Jahren zum Paulus entwickelt, daher aber immer wieder verunsichert hinsichtlich SELBSTverständnis und FREMDverständnis? Wobei ich als FREMDverständnis die Haltung DER (!) Deutschen verstanden wissen will, die nicht Uniform tragen/trugen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sui_generis
    „In der militärpolitischen und militärsoziologischen Diskussion ist umstritten, ob der Soldaten­beruf ein Beruf sui generis ist. Für diese These wird angeführt, dass besondere physische und psychische Anforderungen an einen Soldaten gestellt würden und dass militärische Strukturen nicht mit zivilen zu vergleichen seien (Befehl und Gehorsam auf der einen Seite, das arbeitsvertragliche Weisungsrecht auf der anderen)“. – Gem. Wiki –

    GenLt Albert Schmerz 1970 „Soldat sein ist ‚eine Aufgabe sui generis und nicht ein Beruf wie jeder anderer‘, …“ (Dazu http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-45226146.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=https://www.google.de/) 01/1970
    Hintergrund des damaligen Spiegel-Titels:
    Im Dezember 1969 wurde eine geheime, von Schnez in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel „Gedanken zur Verbesserung der inneren Ordnung des Heeres“ bekannt. Sie wurde hiernach als „Schnez-Studie“ bekannt, die noch vom vormaligen Verteidigungsminister Gerhard Schröder in Auftrag gegeben worden war.
    Sie wurde als Manifest einer traditionsfixierten Offiziergeneration wahrgenommen, die den gesellschaftlichen Wandel in der Bundesrepublik und die Prinzipien der Inneren Führung weitgehend ablehnte.
    Schnez schied am 30.09.1971 als InspH altersgemäß aus, seine Thesen blieben umstritten diskutiert; sui generis ja/nein erhielt mit der Unterscheidung von „Aufgabe“ und „Beruf“ mehr als nur eine semantische Pointierung, da Aufgabe und Auftrag – der Streitkräfte – unmittelbar konnotiert zu betrachten sind.

  33. @Hans Dampf | 20. November 2016 – 12:20
    „Aber dennoch klafft ja eine Lücke zwischen Bekanntheit und „Beliebtheit“ des „Jobs“ und der Zahl derer, die dann schlussendlich den Gefechtshelm aufzusetzen.“

    In der Tat, hier besteht noch deutliches Verbesserungspotenzial.

    „Die Bundeswehr postuliert seit Jahrzehnten das Gegenteil – was völliger Humbug ist.“

    Auch hier: +1
    Leider :(

  34. Ich hab mir die Dolgen mal angeschaut. Mein Fazit:
    Ziel: Es sollen unter- und übertriebene Erwartungen/Ängste vor der GA abgebaut und die Normalität dargestellt werden.
    Der Zuschauer lernt: Da muss man die Arschbacken zusammenknefen, aber es ist schaffbar.
    Athmosphäre: Respektvoller Umgang mit den Protagonisten. Niederlagen werden gezeigt aber nicht showmässig ausgeschlachtet. z.B. der Kamerad, der Gewicht verlieren musste um dienstfähig zu sein. Und vielleicht wurde die 2sec-Frau von einem Ausbilder zur Seite genommen und mit ihr ein trainingskonzept entwickelt und wir sehen sie in 4 Wochen mit deutlich besseren Werten.
    Stilmittel: youtube-typisch, Referenzen an bekannte Formate (outfit of the day)

    Solange die Protagonisten keinen tragischen Lebenslauf haben, kann die Serie ja online bleiben. Die Werber können langfristig daraufhinweisen. Ich plädiere dafür, dass nicht zu kurzfristig zu sehen.

    Irgendwie hab ich das Zeltbauen verpasst. An welchem Tag war das?

  35. Weil es hier gefragt wurde. Mit Olli wirds wohl nix neues geben. Quelle leg ich aber an der Stelle nicht offen

  36. @Ungedienter | 18. November 2016 – 22:42 und @Stefan | 21. November 2016 – 17:54
    Bevor hier jetzt etwas in den falschen Hals kommt.
    1. Olli war ÖA und nicht Nachwuchsgewinnung. A ersetzt also nicht B.
    2. was man sobald der RedBw hörte, war das Ende von Olli bereits lange vor DieRekruten beschlossen..,

  37. Interessant ist das die „normalen“ BW Video’s, trotz fast gleicher Abo’s, nicht mal im Ansatz die Views erzielen wie die der Rekruten.
    Für mich ein Indiz das es den meisten Zuschauern eher nicht um den Job bei der BW geht, sondern einfach nur um die „Unterhaltung“ die die Sendung mit sich bringt.

    Wie gesagt, würde das alles nicht überbewerten. Zukünftige Zahlen werden Klarheit schaffen.

  38. Auch interessant: Gestern wurde das aktuellste Video als Gesponsortes Video veröffentlicht. Zack… Knapp an die 1 Million Views in 13 Stunden. Also doppelt bis dreifach so viel wie alle anderen Videos davor.
    Wird sind jetzt bei 240000 Abonnements.

    Aber weil es mir jetzt echt auffällt und unangenehm wird. Wird das „deutliche“ Sprechen so beigebracht, dass man so klingt als hätte man Ausspracheprobleme? Diese lang gezogenen Wörter sind massivst störend. Hier muss man echt mal nachsteuern. Mir persönlich wurde es den Eindruck vermitteln der Vorgesetzte hält mich für besonders bescheuert. Ich denke das wäre mal ein Auftrag für unsere Kaderschmieden in Appen, Hammelburg und Co. Endlich Rhetoriktraining für Vorgesetzte einzuführen.

  39. der erste Protagonist hat aufgegeben.
    Und das Thema Waffe wird sehr ausführlich behandelt.

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