Lagebeobachtung Kundus: Es bleibt unübersichtlich

Gut einen Tag nach dem erneuten Angriff der Taliban auf die afghanische Provinzhauptstadt Kundus bleibt die Lage unübersichtlich. Die afghanischen Sicherheitskräfte melden die Stadt weitgehend unter ihrer Kontrolle; Berichte aus der Stadt deuten dagegen auf anhaltende Scharmützel hin – vor allem, weil die Aufständischen sich offensichtlich nach wie vor in Wohngebieten verschanzt haben.

Aus der Übersicht von Al Jazeera und AFP:

Afghan forces say they have regained control of Kunduz city centre from the Taliban, but heavy fighting continued in and around the provincial capital for a second day.

Mohammad Qasim Jangalbagh, Kunduz’s police chief, told the AFP news agency on Tuesday that hundreds of Taliban fighters were killed in the clashes and that the group was „cleared“ from the centre of the city. (…)
Al Jazeera’s Jennifer Glasse, reporting from Kabul, said one major problem facing Afghan forces was that Taliban fighters had infiltrated „residential areas and in many cases homes, making it difficult to distinguish between civilians and the Taliban“.

In dem Zusammenhang lässt eine Meldung aufhorchen, für die allerdings bislang keine Bestätigung zu finden ist:

Im Gegensatz zu gestern zeigen inzwischen Fotos, dass die afghanischen Sicherheitskräfte zentrale Plätze kontrollieren:

Am (gestrigen) Montag hatte der deutsche Brigadegeneral Hartmut Renk, Kommandeur des Resolute Support-Kommandos in Masar-i-Scharif, in der ARD auf die zahlenmäßige Unterlegenheit der Aufständischen verwiesen, aber auch auf ihre Taktik, die Bevölkerung als Schutzschild zu nutzen:

“Wir haben Kämpfe an allen vier Stadträndern. Wir haben aber auch eine kleine Gruppe in der Stadt”, sagte er. In der Gesamtzahl handle es sich bei den Taliban-Kämpfern um eine kleine Gruppe, aber “die geht in Zwei- oder Drei-Mann-Formationen” vor. Die Taliban sind laut Renk nur leichtbewaffnet und dadurch extrem mobil. Die Gesamtlage in der Stadt würden sie zwar nicht gefährden, aber “sie verbreiten in der Bevölkerung Angst und Schrecken”.

Weiter dann wieder nach Entwicklung.

29 Gedanken zu „Lagebeobachtung Kundus: Es bleibt unübersichtlich

  1. Mittlerweile sind die Angaben der offiziellen Sicherheitskräfte und Regierungsvertreter genauso verlässlich wie die der Taliban.. ..that hundreds of Taliban fighters were killed in the clashes..

  2. Strategisch und taktisch beherrschen die Taliban offenbar auch den Propagandakrieg besser als die Regierung – die wissen eben, dass bei ca. 70% Analpabeten (auch bei den Streitkräften/Polizei) die Macht der Bilder/Video mit Tonspur viel größer ist als irgendwelche Twitter-Messages oder Al Jazeera/AFP-Artikel.
    Die StratCom der Regierung erreicht allenfalls „die Freunde Afghanistans“, die StratCom der Taliban erreicht die Bevölkerung und die „Freunde“. Die message an die „Freunde“ lautet: ihr könnt noch so viel Geld, Ausbildung und Waffen nach Kabul karren, es wird alles in der Korruption versickern und wir können jederzeit und überall in Afghanistan eskalieren – also laßt es bleiben und geht/bleibt nach/zu Hause. Die message an die afghanische Bevölkerung lautet: die Regierung kann euch selbst in den Städten nicht wirklich schützen und falls ihr zu den Freunden flieht, dann schicken die euch zurück, denn ihr flieht ja aus einem sicheren Herkunftsland; nur wir Taliban können für eure Sicherheit sorgen.

  3. Die Angaben von BrigGen H. Renk, Kdr RSM in Mazar geben das Ergebnis einer realistischen, nüchternem BdL wider.
    Leider wurde die Aussage weder in weiteren Medien gebracht, noch bewertet. Vielmehr wird dem nicht beurteilungsfähigen Zuseher/Leser vermittelt, „im Norden geht alles den Bach runter“.
    Denn, von einem Überrennen der Stadt durch Taliban, fluchtartigem Verlassen der Regierungstruppen, kann keine Rede sein.
    Neutrale faktenorientiert, nüchterne Berichterstattung/Kommentierung ist das beileibe nicht.
    Da Vorgehen der Insurgents stellt vielmehr Beleg für deren Schwäche dar. Aufständische, die was drauf haben, spielen ihre Fähigkeiten bei günstiger Gelegenhiet auch aus und treten mithin kampfkräftiger auf.
    Die Aktionen des Wochenendes machen nur dann Sinn, wenn die eingesetzten leichten Kräfte als quasi „Aufklärung durch Kampf“ zu verstehen sind und die Haupkräfte unmittelbar folgen, Verwirrung, das Momentum ausnutzend
    Da dies bislang nicht der Fall ist, – inzwischen auch zu spät – , ist neben ungewollter Darstellung eigener Schwäche nur ein politisches Zeichen in Zusammenhang mit der Geberkonferenz beabsichtigt sein.

  4. @KPK & all

    Kurze Anmerkung zu „Leider wurde die Aussage weder in weiteren Medien gebracht, noch bewertet“: Es waren Aussagen Renks gegenüber einer ARD-Reporterin, die zufällig vor Ort war, sonst hat das eben kein anderes Medium. In der Tat stellt sich die Frage, warum es von RS/Bundeswehr nicht offensiv klarere öffentliche Aussagen gibt…

    /edit: Oder anders gesagt, und anknüpfend an @klabautermann oben: Die Aufständischen haben raus, wie sie ihre Nachricht erfolgreich verbreiten (und das sowohl örtlich als auch international; nicht ohne Grund twittern die auch auf Englisch). Die Gegenseite – afghanische Regierung, Resolute Support und auch die Bundeswehr – haben dem informativ offensichtlich nichts entgegenzusetzen. Jedenfalls tun sie’s nicht.

  5. @TW
    Für die Sicherheitslage sind AFG Kr verantwortlich, von daher hält man sich seitens Bw mit offiziellen Stellungnahmen zurück, denke ich („Afghan face bzw. voice“).

  6. @T.W.

    Ja, was soll denn RS/BW an „offensiv klarere öffentliche Aussagen“ treffen ?
    Ja, die Taliban verbreiten in Kunduz Angst und Schrecken, das öffentliche Leben in Kunduz findet zZt nicht statt – der Unterricht an der Mädchenschule fällt bis auf weiteres aus/SCNR Und nein, wir wissen nicht, ob die Regierung die Lage unter Kontrolle hat, bzw. wann das der Fall sein wird.(???).

  7. Als verantwortlicher Presseoffizier lautet mein Vorschlag an den Kdr dem BMVg eine Stellungnahme aus berufenem Munde, also dem von BrigGen Renk, auf der BPK darzustellen.
    Und, um tatsächlich nicht vorhandenene „Angst und Schrecken“ (die Bilder geben nichts dergleichen her!) zu unterlaufen, zusätzlich als Sofortmaßnahme inhaltsgleich an alle DEU Medien auf den Weg zu bringen, mit klarer Bewertung des tatsächlichen Auftretens der Taliban.
    Beredtes Schweigen seitens RSM stützt die Medienarbeit der Taliban.

  8. @Thomas Melber
    “ … seitens Bw mit offiziellen Stellungnahmen zurück (halten), .. ist grundfalsch.

    In den Augen der DEU Bevölkerung (= soweit interessiert) ist KUNDUS = DEU Verantwortungsbereich, zudem stehen DEU Kräfte vor Ort in TAA-Funktion.
    Und, die paar Hanseln in Kundus haben Angehörige zuhause, da gehört es sich, Stellung zu nehmen.

  9. @klabautermann

    Ich hätte mir schon vorstellen können, dass die etwas differenzierteren Aussagen von Renk auch von der Bw öffentlich verbreitet werden könnten…

  10. Strukturell stehen wir vor einem Paradoxon.

    Die Taliban-Kämpfer wissen, dass sie ihre Tet-Offensiven militärisch nicht gewinnen können und viele Kämpfer als Märtyrer in den Tod gehen. Das ist aber einkalkuliert.
    Beim Kampf um die Herzen und Köpfe müssen die Taliban nur vermitteln, dass die Zentralregierung sie nicht schützen kann. Weil Taliban bei Machtübernahme jeden Zentralregierungsanhänger dahinmetzeln, die Zentralregierung das umgekehrt aber nicht tut, schlägt man sich zwecks dominanter Überlebensstrategie auf die Seite der Taliban. So erodiert Schritt für Schritt die Machtbasis der westlich orientierten Zentralregierung und in ein paar Monaten/Jahren kollabiert der westliche Einfluss von allein. Übernehmen wir aber die dominante Gewaltstrategie des Gegners, verstoßen wir gegen die uns selbst gegebenen Normen und Werte. Catch 22

    Ergebnis: Mit unserer aktuellen Strategie werden wir verlieren.

    Mindestens propagandistisch muss die Zentralregierung also anders agieren.
    Als gedankliche Anregung könnten wir geschichtlich in unserem Mittelalter suchen, wie mit religiösen Fanatikern umgegangen und ihre Bewegung gestoppt wurde.

    Münster als Stadt des westfälischen Friedens könnte hier Anregungen bieten, auch wenn die damalige Vorgehensweise sicherlich mit unserem heutigen humanitären Völkerrecht kollidiert.

    Als beispielsweise in den 1530er Jahren die Widertäufer ihr Täuferreich von Münster errichteten, wurde die Stadt nach eineinhalb Jahren am 24. Juni 1535 zurückerobert. Ein Blutbad beendete das Täuferreich. Rund 650 Verteidiger wurden getötet, die Frauen aus der Stadt vertrieben. In den folgenden Wochen wurden die noch lebenden Täufer beiderlei Geschlechts, mit Ausnahme von Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling, hingerichtet.

    Die drei verbliebenen Oberhäupter der Täufer wurden zunächst ein halbes Jahr lang im Stift herumgezeigt und mit und ohne Folter zu ihren Vergehen befragt. Am 6. Januar 1536 wurden sie in Wolbeck zum Tode verurteilt und am 22. Januar zu Füßen der Lambertikirche, auf dem Prinzipalmarkt, zu Tode gefoltert. Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling wurden mit glühenden Zangen die Zungen ausgerissen, ihre Körper zerfetzt und nach vier Stunden erdolcht. Ihre Leichen wurden in eigentlich für den Gefangenentransport bestimmten eisernen Körben am Turm der Lambertikirche aufgehängt zur Schau gestellt, „daß sie allen unruhigen Geistern zur Warnung und zum Schrecken dienten, dass sie nicht etwas Ähnliches in Zukunft versuchten oder wagten“. Die Täuferkörbe hängen noch heute an der Kirche. Die Folterinstrumente befinden sich im Stadtmuseum Münster. (Quelle: Wikipedia)

    Strukturell wird man sich in Nordafghanistan ähnliche Formen der Kommunikation mit der Bevölkerung überlegen müssen, denn weiter als Mittelalter ist man dort mental noch nicht. Wenn schon Schüler im kollektiven Narrativ im Religionsunterricht lernen, dass man als Taliban zu Tode gefoltert im Käfig als Vogelfutter am Minarett landet, erschwert das den Rekrutierern der Taliban die Arbeit. Für Drittklässler ist dann der Besuch im Stadtmuseum sehr prägend, da man die Folterwerkzeuge nie am eigenen Leib erleben will.

  11. Wir hatten vor einigen Wochen einen einzelnen Amokläufer in München und es dauerte über einen halben Tag bis die Lage durch exzellente bayerische Sicherheitskräfte aufgeklärt war. Hat der Amokläufer deswegen München erobert? Wohl eher nicht.

    Ähnlich sehe ich das auch in Kunduz, sachlich liegt eine unsichere Lage vor, keine gesicherter Kontrollverlust. Eine 48 stündige Unsicherheit bei 20-100 Angreifern ist wohl kaum ein Verlust der Stadt. Da helfen auch Bilder von verlassenen Verkehrskontrollposten mit eingeschlagenen Scheiben als Beweis.

  12. Eine interessante Geschichte ganz am Rande des Afghanistan-Einsatzes, als Merkposten: Österreichische Gebirgsjäger sollen als Ausbilder nach MeS, meldet die österreichische Nachrichtenagentur APA:

    Das österreichische Bundesheer hält ungeachtet der Taliban-Großoffensive an der Aufstockung seines Afghanistan-Engagements fest. Zehn Gebirgsjäger sollen am 17. Oktober ins nordafghanische Mazar-i-Sharif entsandt werden, um an einer von Deutschland geführten Ausbildungs- und Trainingsmission für die afghanische Armee mitzuwirken, sagte Ministeriumssprecher Stefan Hirsch am Dienstag. (…)
    Laut Hirsch hat die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen das Bundesheer um die Entsendung von Gebirgskampfexperten gebeten, weil die österreichischen Gebirgsjäger europaweit führend auf ihrem Gebiet seien. Für Österreich ist der Einsatz auch im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise wichtig, wie Hirsch erläuterte.

  13. @T.Wiegold
    Da sieht man, wohin die hanebüchenen Meldung in DEU Mediendschungel und die lähmende Medienarbeit BMVg führen: jetzt handelt es sich schon um eine „Großoffensive“ (sic), nicht zu glauben. (Dabei sollte Österreich Erfahrungen in Großoffensiven haben!)
    … und welchen Ausbildungsauftrag sollen angeblich angeforderte „Gebirgskampfexperten“ im hochalpinen Raum von Mazar nochmal erfüllen, …?

  14. http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-konferenz-deutschland-zahlt-weitere-milliarden-a-1115036.html

    „…..Erst kam der Krieg, dann der mühsame Wiederaufbau: Seit fast 14 Jahren versucht die internationale Gemeinschaft, die Situation in Afghanistan zu verbessern, geschätzte 500 Milliarden Dollar flossen bisher in das Land. Doch die Erfolge sind bescheiden: Noch immer lebt rund ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, zwei Drittel können weder lesen noch schreiben. Die Korruption ist enorm, größter Wirtschaftsfaktor bleibt der Opiumanbau, der unter anderem die radikalislamischen Taliban mit Geld versorgt……..“

    Aber natürlich hat „man“ klare Bedingungen an Kabul gestellt, damit die Zahlungen weiter laufen……..

  15. Zitat aus dem Spiegel-Bericht:
    “ … 80.000 davon könnten demnächst zurückgeschickt werden …“
    Wer will denn wie 80TSD Menschen – i.d.R. gegen deren passiven und aktiven Widerstand – nach AFG zurückschicken?! Nach allem, was die dort erwarten wird bzw. könnte und auch nach allem, was diese Menschen auf sich genommen haben, um diesem Land zu entfliehen.
    Diesen Schwachsinn liest man immer wieder. Für wie blöde hält die Politik mich eigentlich?
    Hans Schommer

  16. @ans Schommer
    „Diesen Schwachsinn liest man immer wieder“. … was daran liegt, dass noch kein Schreiberling „non-cooperative repatriation“ hat exerzieren müssen.

  17. Wenn ich mir überlege das die Ausbildung von einigermaßen ausgestatteten „Soldaten“, sprich koordiniert und geführt zu agieren, nicht mehrere Jahre dauert (denn wir reden hier ja auch nicht vom SAS auf afghanischer Seite) … Dann sind entweder die betreffenden Personen hochgradig vergesslich und unwillig, oder aber man muß in Betracht ziehen es handele sich um eine Taktik !
    Soll der Westen wohl so im Land gehalten werden ?
    Ich kann mir nicht vorstellen das bei recht guter Ausbildung eines oder mehrerer ANA-Bataillone 20-100 Talebs eine ernsthafte Bedrohung darstellen können ….
    Ich vereinfache bewußt und kenne die Taktik der menschlichen Schilde und die Herausforderungen beim Häuserkampf …

  18. @SER

    Eine Gefahr ist jeder bewaffnete Kämpfer, egal ob er alleine gegen Millionen oder mit tausenden gegen tausende steht. Einzig kann man diskutieren ob er eine grosse Gefahr ist.

    Eine kleine Gruppe Kämpfer die sich als neutrale Zivilisten oder gegnerische Sicherheitskräfte tarnt kann zwar keine Staatsgewalt übernehmen aber ein Gebiet über mehrere Tage so weit verunsichern dass die Sicherheitskräfte zur Vermeidung unnötiger Verluste nur langsam vorgehen können. Das hat nichts mit Stärke der Angreifer oder Schwäche der Verteidiger zu tun sondern mit einem Himmelfahrtskommando dem man den Blutzoll verweigert.

    Das ist schliesslich nicht die Marine (jedes Schiff kann Minen räumen – einmal)

  19. Nach wie vor gibt es kein einheitliches Lagebild – und wenn dieses, nicht verifizierte, Video korrekt betitelt ist, dann gibt es wirklich noch Probleme:

  20. Weiß denn jemand, wie dieser Achmed Yar überhaupt einzuordnen ist? Wenn ich die Info überlesen habe – tschuldigung.
    Hans Schommer

  21. @TW
    Hatte die Bw vor Ort sich nicht zur Lage geäußert? War das voreilig, eine Falschmeldung?

  22. @Thomas Melber

    Die Bw-Äußerung vom General im TAAC-N war von gestern. Heute kam nix. Und irgendwie kommt weiterhin nichts, was man richtig zuordnen könnte..

    /edit: die jüngste Zusammenfassung der New York Times zeigt das in aller Widersprüchlichkeit:

    Afghan officials said on Tuesday that their commando forces had reclaimed the main city square in Kunduz from the Taliban and were making gains elsewhere in the vital provincial capital, where the insurgents overran central neighborhoods on Monday.
    Residents and local police officers reached by telephone said that clashes were continuing, with the insurgents focusing on the police headquarters and the governor’s compound.
    Ahmad Javed Salim, a spokesman for the Afghan Army special forces in Kunduz, said a small team of American forces was on the ground near the governor’s compound to guide airstrikes if necessary. (…)
    Brig. Gen. Charles H. Cleveland, a spokesman for the United States forces in Afghanistan, said he could not provide details on “the current disposition of enabler and train, advise and assist forces” because the operation was still underway.

    So bleibt z.B. vorerst unklar, welche Art von Luftangriffen es wo in Kundus gab.

  23. @Thomas Melber
    Die „Bw vor Ort“, wer wäre das?
    BrigGen Renk, aktueller Kdr RSM in Masar hatte sich mehr zufällig der Tagesschau gegenüber geäußert. Seitdem herrscht Bw-Mediales Schweigen, – verordnet?
    Ich hoffe auf intensive Fragen -und erwarte nur gewundene Antworten zum Thema auf nächstfolgender BPK.
    Andererseits, das Thema ist in der Tat zu klein (weil Taliban, Allah sei dank, zu schwach), nachhaltig die Öffentlichkeit zu beunruhigen.
    Oder gibt’s irgendeinen blog etc, in dem Kundus auch nur annähernd vergleichbar thematisiert wird?
    Da kommt nicht mehr viel.

  24. @KPK .. für die große breite Masse der deutschen Bevölkerung ist die Bw doch (medial mental verkauft) seit nun fast 2 Jahren „gar nicht mehr in Afghanistan“ .. wie soll man sich da plötzlich in Funk&Presse prominent positionieren

  25. @All / @KPK
    Ich wollte keinen Kameraden direkt benennen, zumal es selbst für einen General manchmal schwierig ist, aus dem Stegreif militärisch korrekte und zivil nicht mißverständliche Aussagen bei unklarem Lagebild zu machen. Und sagen mußte Gen. Renk ja etwas.

  26. Nachtrag: Bw intern gibt es natürlich aussagekräftige und bewertete Meldungen aus KDZ (z.B. Early Owl).

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