Bundeswehr-Team gewinnt „Tank Challenge“ in Grafenwöhr (Nachtrag: Bundeswehr-Video)

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In einem internationalen Vergleichswettkampf von Panzerbesatzungen aus sechs NATO-Mitgliedsländern hat ein Bundeswehr-Team in der zurückliegenden Woche den ersten Platz belegt. Bei der Strong Europe Tank Challenge auf dem US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern setzte sich der Charlie-Zug der dritten Kompanie des Gebirgspanzerbataillons 8 unter Führung von Oberfeldwebel Tim Walter gegen Panzerzüge aus den USA, Italien, Polen, Dänemark und Slowenien durch.

(Korrektur: der im unten verlinkten Video interviewte Oberfeldwebel war wohl nicht der Zugführer; bitte das Missverständnis zu entschuldigen.)

Aus der Mitteilung der U.S. Army Europe, die den ersten Wettbewerb dieser Art seit 25 Jahren gemeinsam mit der Bundeswehr organisierte:

The German platoon took top honors in the Strong Europe Tank Challenge, a three-day competition that tested offensive and defensive operations and mounted orienteering, with Denmark and Poland placing second and third, May 13, 2016.

Seven platoons from six NATO nations took part in the U.S. Army Europe and German Bundeswehr-sponsored competition that was hosted by 7th Army Joint Multinational Training Command, May 10-12, here.
Units that participated included Denmark’s 1st Platoon, 1st Tank Company, 1st Tank Battalion; Germany’s Platoon C, Company 3, Mountain Panzer Battalion 8, Panzer Brigade 12; Italy’s 1st Platoon, 2nd Company, 8th Battalion, 132nd Regiment; Poland’s 11th Lubuska Armoured Cavalry Division, 34th Armoured Cavalry Brigade, 1st Battalion, 1st Company, 1st Platoon; Slovenia’s Wolf Platoon, 45th Center of Tracked Combat Vehicles; and the U.S. Army’s 1st Platoon, D Company and 3rd Platoon, C Company both from 2nd Battalion, 7th Infantry Regiment, 1st Brigade, 3rd Infantry Division.
All platoons brought four tanks each to compete. Poland and Denmark both operated Leopard 2A5 tanks, each with crews of four soldiers. Slovenia competed with M-84 tanks with three people in each. Germany brought four-person crews to man Leopard 2A6 tanks. Italy’s four-person crews operated Ariete tanks. The U.S. had two platoons using M1A2 tanks with four Soldiers in each one.

Ein Leser wies mich darauf hin, dass der Bundeswehr-Zug in diesem Wettbewerb der einzige war, der von einem Portepee-Unteroffizier geführt wurde – und nicht wie die Teams der anderen Nationen von einem Offizier (Danke für den Hinweis; kann das derzeit nicht gegenchecken, aber greife das gerne mal so auf).

Ein paar Videos dazu gibt es von der U.S. Army:


(Direktlink: https://youtu.be/urV_Ilth994)


(Direktlink: https://youtu.be/LuYs7EHb28A)


(Direktlink: https://youtu.be/imTQyFMNhI0)


(Direktlink: https://youtu.be/gP9_1ZTBjv0)


(Direktlink: https://youtu.be/2D2m9qpJB7U)

Nachtrag 19. Mai: Die Bundeswehr hat jetzt ein Video vom Wettbewerb mit einem Kurzinterview mit Zuführer Hauptfeldwebel Andre Lenhard veröffentlicht.

(Foto: Leopard 2A6 bei dem Wettbewerb in Grafenwöhr am 11. Mai 2016 – U.S. Army photo by Pfc. Javon Spence)

91 Kommentare zu „Bundeswehr-Team gewinnt „Tank Challenge“ in Grafenwöhr (Nachtrag: Bundeswehr-Video)“

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 10:40

    Da zeigt doch deutsche Panzerei: wir können’s noch.
    HOCHACHTUNGSVOLL, Panzer hurra.

  • Tasmanian Tiger   |   14. Mai 2016 - 10:46

    Hallo!
    Der Zugführer war nicht der Oberfeldwebel, sondern ein Hauptfeldwebel dessen Namen ich ohne sein Einverständnis hier nicht nennen möchte

  • Tiefstegangart   |   14. Mai 2016 - 10:51

    Glückwunsch an die Gewinner!!
    Besonders wenn man beachtet, dass das GebPzBtl 8 eine teilaktive Einheit ist und mit Reservisten aufgefüllt wird.
    Wäre interessant zu wissen ob in der Wettkampfmannschaft Reservisten drin waren. Dies würde ein sehr starkes Zeichen für unsere Reserve setzen!
    Horrido

  • politisch inkorrekt   |   14. Mai 2016 - 10:52

    @Tasmanian Tiger

    Der Name kommt im Bericht vor.

    pi

  • T.Wiegold   |   14. Mai 2016 - 10:53

    @Tasmanian Tiger

    Danke für den Hinweis – ich hatte das Video so verstanden, dass der Oberfeldwebel der Zugführer war. Korrigiere das; vielleicht mag sich der Zugführer ja auch noch outen ;-)

    @pi

    Sehe keinen Namen in dem Bericht?

  • politisch inkorrekt   |   14. Mai 2016 - 11:08

    @TW

    Sorry mein Fehler. Da hab ich etwas falsch gelesen.

    pi

  • littleMP   |   14. Mai 2016 - 11:09

    Tag Kameraden,

    Glückwunsch an die Gewinner! Für mich als „Nicht-PzMann“ zum Verständnis: War dieser Wettbewerb ein wirklich verwertbarer Vergleich zwischen den teilnehmenden Nationen oder gab es von vorneherein Ungleichgewichte, z.B. technischer Natur o.ä.?
    Man möge mir meine Unwissenheit in diesem Bereich nachsehen!

    LitteMP

  • HVStab USA 3/9   |   14. Mai 2016 - 11:10

    Herzliche Glückwünsche an den erfolgreichen Panzerzug, aber auch an alle,die sich der Herausforderung gestellt haben. Übrigens fand hier in den USA eine Woche zuvor der 2016 Sullivan – Cup statt, an dem sich 16 Pz-Besatzungen, darunter zwei aus Kanada und eine des US – Marine Corps, maßen. Auch hier konnte sich eine Besatzung der Army National Guard aus North Carolina durchsetzen.

  • Sierra Oskar   |   14. Mai 2016 - 11:19

    @Tiefstegangart, die 3./8 ist komplett aktiv. Sie ist die vormalige 5./104. Aber ich bin sicher die Reservisten der 2./8 hätten sich auch nicht verstecken müssen.

  • Hans Schommer   |   14. Mai 2016 - 11:31

    Ja, Glückwunsch auch von mir. Tolle Leistung!
    Aber mit welchem Problem hatten (haben?) die Italiener denn zu kämpfen? Trotz Schleichfahrt haufenweise Fehlschüsse. Mit Masse wohl zu tief. Man könnte bei dem Video auch den Eindruck gewinnen, dass die WSA der ARIETE nicht optimal arbeitet.
    Hans Schommer

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 11:49

    @Hans Schommer
    Hallo Herr Schommer, nur Info/keine Belehrung. Die Zeiten einer WSA sind seit Beginn der Leo-2 Ära vorbei, dürften auch die Italiener mit ihrer „armatura“ gelernt haben.
    WSA= Waffenstabilisierung , d.h.: die Hauptwaffe, also die Gewichts-Masse der BK ist zu stabilisieren, war bis Leo-1 A4 der Fall.
    WNA= Waffennachführanlage (seit Leo-2 und bei 1A5), d.h.: die Optiken sind „primärstabilisiert“, die Waffe wird auf Visierlinie des EMES „nachgeführt“.
    Die Probleme der Italiener sind m.E. hausgemacht, in der Ausbildung.

  • Tasmanian Tiger   |   14. Mai 2016 - 11:57

    Die Italiener sind eigentlich der Anti Terror Zug aus Rom. Die waren vor zwei Jahren das letzte mal auf dem Panzer.
    Die waren nur zum Spaß da. Die Fehlschüsse begründen sich auch mit der eigenwilligen Art die Justierung zu überprüfen…

    Und ob sich die Reservisten hätten nicht verstecken müssen, wage ich hochoffiziell zu bezweifeln.
    Meine persönliche (kein Angriff auf Andere) Meinung zu Reservisten ist dem Begriff des „Just for fun Soldaten“ näher, als dem einer „sinnvollen personellen Ressource“.

  • Mirko   |   14. Mai 2016 - 12:06

    Gratulation, super gemacht !!!

    Da ist man doch mal wieder stolz auf die Bundeswehr und ihre PzTr !!!

  • Sierra Oskar   |   14. Mai 2016 - 12:27

    @Tasmanian Tiger, leider geben manche Reservisten dieses Bild ab. Aber eben nicht alle.

    Als die 2./8 (ausschließlich Reservisten) im letzten Jahr im September in Grafenwöhr das erste Mal nach Neuaufstellung scharf geschossen hat, aben sich alle Schießbahnbediensteten am vierten Tag verwundert die Augen gerieben, als sie nebenbei hörten dass diese Kp ausschließlich aus Reservisten besteht. Und auch der Schießberater aus Munster hat mehrfach erwähnt, dass sowohl bei den Fehlern die gemacht wurden als auch beim Auftritt der Soldaten keine Unterschiede zur aktiven Truppe erkennbar waren.

  • Tiefstegangart   |   14. Mai 2016 - 12:59

    @ Sierra Oskar
    Schade wäre nen super Signal gewesen! Aber schön zu hören das beim GebPzBtl8 die Reservisten so sinnvoll eingesetzt werden! So ne Leistung spricht definitiv für das Bataillon und zeigt, dass das Konzept der teilaktiven Einheiten nach wie vor seine Berechtigung hat.
    Horrido!

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 13:14

    Zu Wehrpflichtzeiten waren Res nach ca. 2 Tagen Anlaufzeit rasch gleich gut und danach tendenziell besser: sie hatten sich einfach Lebenserfahrung um die Nase wehen lassen, was insbesondere den RS und PzKdt zugute kam.

  • AMS   |   14. Mai 2016 - 13:34

    @ Tasmanien Tiger, viele aktive Verbände können den Grundbetrieb nur noch aufrechterhalten, durch die Beorderung von Reservisten. Bei den Reservisten gibt es, wie bei den Aktiven, solche und solche. Defizite bei Reservisten werden vielfach durch entsprechendes Engagement und Motivation ausgeglichen. Aktuell sucht z.B. das PzGrenBtl. 122 aktiv nach Reservisten in allen Laufbahngruppen.

    Ich hatte das Glück die Veranstaltung diese Woche besuchen zu können. Auch mir als Laie ist die Schleichfahrt der Italiener im Angriff und das neg. Schießergebnis aufgefallen. Das positive an Übungen ist aber, dass man aus neg. Erfahrungen lernen kann. Laut Aussage von Gen. Hodges steht – nicht wie früher bei CAT – die Technik/Panzer im Mittelpunkt, sondern das Team. Bsp.: Die US Army hat das Tarnen im Gelände verlernt, bei der BW können sich die US Boys dabei einiges absehen. Dies ist etwas was wieder geübt werden muß.

    Positiv war die hohe Anzahl an offiziellen Beobachtern, ua. aus Kanada, Portugal, Schweden, Österreich. Stimmen: Schade, wir hätte auch gerne teilgenommen aber die Einladung kam leider zu spät, bzw. Budget bereits verplant. Durch die vielen positiven Stimmen, darf man davon ausgehen, dass im kommenden Jahr die Teilnehmeranzahl deutlich steigen wird.
    AMS

  • Forodir   |   14. Mai 2016 - 13:52

    Wenn Reservisten genauso gut sind wie aktive Soldaten zeigt das eher wie schlecht diese aktiven Soldaten beübt werden. Wenn eine aktive Einheit richtig ausgebildet und beübt wird dann ist sie um Meilen besser als Reservisten, das ist kein Angriff auf Reservisten oder deren Engagement sondern einfach durch Realität vorgegeben, Soldat sein ist eben keine Nebenaufgabe, auch nicht bei der Infanterie, Panzer, Fernmelder oder sonstwo.

    Das Reservistenkonzept in der Bundeswehr ist einfach nur ein Mühlstein und hat keinen Mehrwert da gibt es noch einiges was verbessert werden müsste um Reservisten endlich wieder sinnvoll einsetzen zu können.

  • kato   |   14. Mai 2016 - 14:41

    Die Polen sind übrigens die einzigen die zumindest teilweise ihre Punktzahlen und Schießergebnisse veröffentlicht haben. 285 von 350 im offensiven Schießen (erster in Teildisziplin), 277.5 von 350 im defensiven Schießen (zweiter nach Bw). Die Punktzahl orientiert sich überwiegend an der Prozentzahl der getroffenen Ziele.

  • Hans   |   14. Mai 2016 - 15:10

    @ Tasmanian Tiger

    „Die Italiener sind eigentlich der Anti Terror Zug aus Rom. Die waren vor zwei Jahren das letzte mal auf dem Panzer.
    Die waren nur zum Spaß da. Die Fehlschüsse begründen sich auch mit der eigenwilligen Art die Justierung zu überprüfen…“

    Ernsthaft? Warum sind sie denn nicht mit einem richtigen Team angetreten?
    Die Leistung, aber auch die Erklärung ist mir unerklärlich…

  • Hans Schommer   |   14. Mai 2016 - 15:11

    Klaus-Peter Kaikowsky | 14. Mai 2016 – 11:49:
    “ … WSA= Waffenstabilisierung , d.h.: die Hauptwaffe, also die Gewichts-Masse der BK ist zu stabilisieren, war bis Leo-1 A4 der Fall.
    WNA= Waffennachführanlage (seit Leo-2 und bei 1A5), d.h.: die Optiken sind „primärstabilisiert“, die Waffe wird auf Visierlinie des EMES „nachgeführt“. …“
    Danke für den gut gemeinten Hinweis (ist auch so angekommen). Die Unterschiede sind aber auch mir schon bekannt gewesen – hatte mir ja auch immer als Erster in der Dienststelle die S&T „unter den Nagel gerissen“.
    Ich war jedoch bis heute der Meinung, dass beim ARIETE noch die Kanone primärstabilisiert ist. Daher meine falsche Spekulation.
    Und zur WNA – „wer hat’s erfunden“ (oder besser: Wer hatte die als Erster)? Genau – die HFlaTr! Und zwar im FlakPz GEPARD in Form der gyrostabilisierten Periskope von Kdt und RK mit Nachführung der Waffenanlage. Allerdings speziell für die Erdzielbekämpfung aus der Fahrt.
    MkG
    Hans Schommer

  • Retired   |   14. Mai 2016 - 15:22

    Wenn man in die taktische Ebene der Bundeswehr schaut wird man immer wieder feststellen, dass dort hochmotivierte Soldaten eine Superleistung abliefern. Die Soldaten schaffen es mit den geringsten Mitteln und vielen Hürden international immer noch auf höchster Ebene mitzuspielen und lassen die Bw international als schlagkräftige Armee auftreten. Die Bw kann froh sein solch Personal zu besitzen!, denn ohne solche Soldaten wäre die Bw verloren. Leider wird dadurch aber der allgemeine Zustand der Bw sehr verschönt. Für die Führung, Regierung (sofern die das überhaupt interessiert) ist dies die Ausrede für „funktioniert doch!“

  • Memoria   |   14. Mai 2016 - 15:23

    Interessant wäre zu wissen, welche Verdängungseffekte dieser Erfolg hatte.

    Ähnlich wie bei der IlÜ, da wird eine Kompanie komplett personell und materiell aufgefüllt und im Rest des Bataillons ist Fehlanzeige.

    Allein was die uneingeschränkte Verfügbarkeit von KPz und Munition angeht.

    Wettkampfmannschaft eben, aber in der heutigen Zeit eben weitaus aufwendiger.

  • chris   |   14. Mai 2016 - 15:59

    @Retired
    Das ist leider sehr war und auch sehr traurig.

  • Roman   |   14. Mai 2016 - 16:37

    Hm. Wäre das zu kurzschießen mit einem Leo passiert, dann hätte man neben einer Falschjustierung der Anlage oder falsche Temperaturwerte etc. auch Systemunkenntis vermuten können.
    Ein ungewolltes Schießen mit der E1000-Funktion. Denn zumindest die Ziele im Nahbereich (im weiteren Vorgehen) wurden zumindest Zielunterkante getroffen.

    Ist mir mal als RS auch mal passiert, als mich mein schleifender Ausbilder nachts testen wollte. Hab auch noch nen zweiten Schuss gebraucht um das zu checken :-)

    Aber gleich einem ganzen Zug? Und haben die so etwas wie E1000 überhaupt?

    Möglich ist auch, dass die das System WSA (wenn noch vorhanden) nicht verstanden haben. Also wohl angelasert und dann abgefeuert, anstatt die Optik dann nochmal nachzurichten. Aber so was passiert nicht auf 4 Böcken gleichzeitig, oder?

    Auch die Munition wäre ein Faktor. Nicht passende Kalibrierwerte.
    @ Tasmanien Tiger: Woher kam die Munition? Die gleiche für alle oder hat jeder seine eigenen Mumpeln mitgebracht?

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 16:49

    @Roman
    Alles brauchbare Argumente in der Nachbereitung eines ZgGefSch. Nur, wie blöd muss man sein, solche Fehler zu begehen, dann noch in einem Wettbewerb.
    Arrivederci.

  • Pfreimd   |   14. Mai 2016 - 18:25

    Einige Hinweise von jemandem, der dabei war:
    1. Das GebPzBtl 8 ist ein nichtaktiver Verband, dessen 3. Kompanie durch das Panzerbataillon 104 und dessen 4. Kompanie durch das Panzerbataillon 393 geführt wird. Somit besteht die 3./GebPzBtl 8 ausschließlich aus aktiven Soldaten und wird in jeder Hinsicht durch das Panzerbataillon 104 geführt. Kompanie und Bataillon sind am Standort Pfreimd stationiert. Von dort kommen alle Panzer und Besatzungen.
    2. Reservisten haben an diesem Wettbewerb nicht teilgenommen.
    3. Der deutsche Zug wurde von einem HptFw geführt. Alle anderen Züge wurden von einem Offizier geführt.
    4. Der italienische Zug hat am ersten Schießtag auf der SB 117 keine gute Leistung gezeigt. Am zweiten Tag hat er auf der SB 118 das beste Ergebnis alle Teilnehmer geschossen.

  • Willma   |   14. Mai 2016 - 18:59

    Für die Experten: Mir (FschJg) und selbst meiner Frau (Amerikanerin) sind letzte Woche auf dem Weg nach Graf Panzer aufgefallen, die man so dort wohl nur sehr selten sieht. Ich hielt sie für T-80. Kann das sein? Weil der M-84 schaut doch a bisserl anders aus. Leidet kann ich kein Foto posten. Danke für die Aufklärung!!

  • Tasmanian Tiger   |   14. Mai 2016 - 19:18

    Munition war nicht für alle dieselbe. Die Amis, die Dänen und die Polen haben die DM38 (KE Üb alt) geschossen und die Deutschen die DM 48. Die Slowenen hatten gar keine Panzermunition, weil die nur Gefechtsmunition verschießen.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 19:27

    @Willma
    Könnten SLO https://de.m.wikipedia.org/wiki/M-84 auf dem Weg zur Challenge gewesen sein.
    M-84 ist ein Kampfpanzer aus dem ehemaligen Jugoslawien. Der Panzer stellt eine Weiterentwicklung des russischen T-72A dar.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 19:53

    @Pfreimd
    Zur Richtigstellung der Bezeichnung in der taktischen Grundgliederung des Gebirgspanzerbataillons 8 im Frieden:
    Das teilaktive Gebirgspanzerbataillon 8 gliedert sich in
    – einen Stab,
    – eine Stabs- und Versorgungskompanie sowie
    – drei Kampfkompanien. Zwei der drei Kampfkompanien sind aktiv. Sie gehen aus der Umgliederung der Einsatz- und Unterstützungskompanien des Panzerbataillons 104 in Pfreimd und des Panzerbataillons 393 in Bad Frankenhausen hervor. Diesen Bataillonen sind die aktiven Panzerkompanien im Frieden unterstellt.
    – Der Stab, die 1. und 2. Kompanie sind gekadert, das heißt ihr Personal besteht aus Soldaten der Reserve.
    Daher die Bezeichnung teilaktiv; ein nicht aktiver (na) TrTl besteht bis auf mob-vorbereitungs-Personal des FGG1 ausschließlich aus Angehörigen der Res, deren Großgerät eingelagert ist.

  • Hans Schommer   |   14. Mai 2016 - 20:06

    Tasmanian Tiger | 14. Mai 2016 – 19:18:
    „… Die Slowenen hatten gar keine Panzermunition, weil die nur Gefechtsmunition verschießen.“
    ???
    Gefechtsmunition – Übungsmunition – Manövermunition – Exerziermunition – Unterrichtsmunition – Munition für Funktionsüberprüfen der Waffe. So hab ich die Kategorisierung der verschiedenen Munitionssorten für Kanonen mal gelernt (und gelehrt).
    M.E. ist „Panzermunition“ immer der Munitionssorte „Gefechtsmunition“ zuzuordnen. Oder meinten Sie, dass die Slowenen keine Übungsmunition (in der NATO-Austauschnummerbezeichnung zu erkennen an der Ziffer 8 am Ende) verfügbar hatten. Vielleicht gibts die für deren Kanone ja auch nicht.
    Hans Schommer

  • J-P-W   |   14. Mai 2016 - 22:13

    Noch zu der Diskussion um Reservisten: Gibt es überhaupt noch ein Reservistenkonzept in der Bundeswehr, welches dem eigentlichen Zweck einer Reserve Rechnung trägt? Also auf rasche Aufwuchsfähigkeit, lang anhaltende Durchhaltefähigkeit und bessere Verankerung der Streitkräfte in der Gesellschaft abzielt? Ich kann das derzeit nicht erkennen. Zwar mag es einzelne Leuchtturmprojekte geben, aber die leben vor allem davon, daß sie auf Schlüsselpersonal mit viel verfügbarer Zeit bauen. Galt früher der Grundsatz, daß sich die Qualität des Reservisten oftmals umgekehrt proportional zu dessen zeitlicher Verfügbarkeit verhält (Stichwort „sozialer Aufstieg dank Unterhaltssicherungshöchstsatz“), sucht das 41-Stunden-Profi-Unternehmen Bundeswehr den Berufsreservisten, der personelle Engpässe stopft. Zeitgleich glauben viele Reservistenverbandsfunktionäre noch immer, ein Ersatz-THW aufstellen zu müssen. Und insgesamt wachsen seit der Aussetzung der Wehrpflicht auch viel zu wenige Reservisten nach, die Strukturen veraltern zusehends. Beim Reservistenwesen bedarf es eines völligen Neuansatzes!

  • gk jürgen   |   14. Mai 2016 - 22:19

    @KPK bis auf den letzten Satz 1+
    Die na Einheiten (9XX) haben definitiv kein eingelagertes Gerät, sie bekommen es von dem aktiven Coleurverband (z.B. PiBtl 905 vom GebPiBtl 8)

  • Thomas Melber   |   14. Mai 2016 - 22:20

    @J-P-W
    Manche Stäbe müßten ohne RDL ihre Arbeit einstellen. Die meisten RDL rechnen auch nur die Mindestleistung ab, die heuer mit der jeweiligen Besoldungsgruppe in etwa übereinstimmt, was auch i.O. geht, insbesondere bei DP-Vertretungen.

    Und wenn es für den Reservisten wie für den Dienstherrn eine Win-Win-Situation ist – warum nicht.

    http://www.reservisten.bundeswehr.de/portal/a/resarb (insb. die neue Zentralrichtlinie)

  • Thomas Melber   |   14. Mai 2016 - 22:25

    @gk jürgen
    Die meisten na TrT sind ja aufgelöst und die Reservisten in die 5./ übernommen worden, so z.B. bei den Aufklärern.

  • J-P-W   |   14. Mai 2016 - 22:33

    Herr Melber, Sie sehen meinen Punkt wahrscheinlich nicht. Natürlich will ich das Engagement der Reservisten in dem jetzigen System überhaupt nicht kritisieren. (Das Fass, daß die Bundeswehr überhaupt mal mehr Truppe braucht, damit diese durch Reservisten am Leben gehaltenen Stäbe auch mal was zu führen haben und sich nicht den lieben langen Tag damit beschäftigen müssten, wer alles am Verwaltungsprozess zu beteiligen ist – das mache ich mal lieber nicht auf). Was ich kritisiere ist das grundsätzliche Fehlen eines tragfähigen Reservistenkonzeptes, welches die teuer beratene Bundeswehr im Fall der Fälle schnell aufwuchsfähig und durchhaltefähig macht.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 22:35

    @gk jürgen
    Dank für Richtigstellung!
    Ist das Mat des ColeurTrTl deren STAN-Mat (oder wie auch immer dies mittlerweile heißt) bzw handelt es sich um Großgerät der naEinh, dass im CouleursTrTle logistisch versorgt wird.

  • Thomas Melber   |   14. Mai 2016 - 22:51

    @KPK
    Soweit ich weiß ist es das Material des aktiven Verbandes, Geräteeinheiten gibt es nicht mehr.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 22:55

    @AMS
    Wenn der Gen Hodges dies „.. steht – nicht wie früher bei CAT – die Technik/Panzer im Mittelpunkt, sondern das Team“ so gesagt haben sollte, ist es falsch.
    Einzelheiten zu CAT wurden hier bei AG bereits vor Wochen erörtert, Kurzversion: in ersten Jahren Einzelpanzer, dann PzGrp, in letzten Jahren der PzZg in taktischem Szenar bei der der die Leistung des Zuges bewertet wurde.
    Bei Google ist das seitenlang nachzulesen.
    @Pfreimd
    Als Dabeigewesener,
    – wie sah die Vorbereitung des III. Zuges aus,
    – die Betreuung durch GrpSchießBer PzTrS,
    – die Zusammenarbeit mit der Industrie,
    – die Nutzung von Simulatoren,
    – die Nutzung vom Schießsandkasten (zum Drill der Feuerleitung etc.) und
    – wieviel Patronen Vollkaliber standen in der Vorbereitung pro RS zur Verfügung?

  • gk jürgen   |   14. Mai 2016 - 22:56

    @Thomas Melber. Ich weis, 905 nahm jeweils eine Kompanie aus Gera und eine aus Holzminden der aufgelösten 9XX PiBtl, die auch dort verblieben sind und von den dortigen aktiven PiBtl unterstützt werden. Übungen werden aber auch gemeinsam gefahren.Z.B.: Sira, TrpÜbPl Aufenthalt oder Gebirgsausbildung.
    Für die einzelnen Kompanien jeweils am eigenen Standort kleine Ausbildungsvorhaben wie SAN, Schiessen, IGF,/KLF, usw auch nur mit Unterstützung der dortigen aktiven TrpTle

    @KPK nein, es wird das Stan-Mat der Coleurverbände benutzt. Es wird keinerlei MAT extra für die na-Btl eingelagert oder vorgehalten, d. h. die Ausbildungsvorhaben und Dienstleistungen richten sich einzig nach dem zu verfügung gestellten MAT des aktiven TrpTle´s

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Mai 2016 - 23:03

    @gk jürgen
    Nochmals mein Dank. Dann haben die aktiven Verb gut zu tun im Kernbereich, prima so.
    Schmankerl für 2017: 414 nimmt mit zwei Zg teil, einer mit dem DEU EK am Turm, der andere mit der NLD Trikolore?

  • Tasmanian Tiger   |   15. Mai 2016 - 9:57

    @ Hans Schommer:

    Meines Wissens nach existiert für die 125mm Kanone keine Üb-Munition.
    Verzeihen Sie mir die unsachgemäße Ausdrucksweise.
    Die Zuordnung der Muntion über die NATO Bezeichnung ist bei den russischen Kanonen nicht immer möglich.

  • Memoria   |   15. Mai 2016 - 11:02

    @KPK:
    „…um Großgerät der naEinh, dass im CouleursTrTle logistisch versorgt wird.“

    Fehlanzeige – dynamisches Verfugbarkeitsmanagement, Einsatzbereitschaft Großgerät, Struktur PzBtl???

    Willkommen in der Realität.

    Ich frage mich mal wieder wie man derlei hier nicht mitkriegen kann, aber fortlaufend mit einem Vorschriften-Zitat oder sonstigem Wissen aufwartet.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Mai 2016 - 11:14

    @Memoria
    Heilfroh sehen Sie mich, dass ein inzwischen auszusetzendes DynVfgMan zu meiner Zeit nicht mal lexikalisch bekannt war, bin aber dankbar, bei jedem Nachhilfepost. Leider habe ich Dv nicht mehr greifbar, „zitiere“ somit allein, was das Netz so hergibt.
    Ansonsten ist AG meines Wissens nicht ausschließlich Ihnen samt Gleichgesinnten zur Meinungsbildung auserkoren, danke.

  • Memoria   |   15. Mai 2016 - 11:26

    @KPK:
    „Ansonsten ist AG meines Wissens nicht ausschließlich Ihnen samt Gleichgesinnten zur Meinungsbildung auserkoren, danke.“

    Es geht mir auch nicht um Meinungen, sondern um den Bezug zur Realität. Da helfen hier ja immer wieder viele Leute darzulegen wie es wirklich aussieht.

    Umso mehr verstehe ich ihren letzten Absatz nicht.

  • Thomas Melber   |   15. Mai 2016 - 11:31

    Jedenfalls sind die Couleurverbände in der Ustg eher zurückhaltend, eben weil das Material nicht da ist und dies zusätzlich zum Grundbetrieb erfolgen muß.

    Daher auch die Umgliederung und Aufstellung einer „FeldersatzKp“, quasi einem Personalpool, aus dem Vakanzen gefüllt werden können.

  • klabautermann   |   15. Mai 2016 - 11:39

    Immer wieder erstaunlich, wie einzelne Events hier zu Grundsatzdebatten führen. Da hat also unter Führung/Leitung eines HFw ein deutsches Tankplatoon-Team die Panzerschützenkönigskrone „Strong Europe Tank Challenge 2016.“ geholt…..Gratulation, Herr HFw ;-)

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Mai 2016 - 11:41

    @Thomas Melber
    Man(n) oh Man(n), FeldErsKp, ist das wirklich so?
    Heute ist mein Lerntag!
    Gab’s bis HStru5/5N, seit 1956 (!) auch schon.
    Da sind wohl Menschen am Werk mit Sinn in historisch Bewährtem, DynVfgMan in die. Tonne, FeldErsKp beatmen, gut so.
    Fehlt nur noch die beste Heeresstruktur aller Zeiten, HStru 4. Auf geht’s!

  • Thomas Melber   |   15. Mai 2016 - 11:53

    @KPK
    Klar gibt es diese heute in der Form nicht mehr. Aber die 5./ – bis dato Rekruten- / SichKp (in der Aufklärerei) – wurden eben als Personalpool aufgestellt nachdem man die na Btl aufgelöst hat. ‚ist ja auch nicht verkehrt, es müssen / können ja nicht alle RSUler werden.