Bundeswehr-Team gewinnt „Tank Challenge“ in Grafenwöhr (Nachtrag: Bundeswehr-Video)

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In einem internationalen Vergleichswettkampf von Panzerbesatzungen aus sechs NATO-Mitgliedsländern hat ein Bundeswehr-Team in der zurückliegenden Woche den ersten Platz belegt. Bei der Strong Europe Tank Challenge auf dem US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern setzte sich der Charlie-Zug der dritten Kompanie des Gebirgspanzerbataillons 8 unter Führung von Oberfeldwebel Tim Walter gegen Panzerzüge aus den USA, Italien, Polen, Dänemark und Slowenien durch.

(Korrektur: der im unten verlinkten Video interviewte Oberfeldwebel war wohl nicht der Zugführer; bitte das Missverständnis zu entschuldigen.)

Aus der Mitteilung der U.S. Army Europe, die den ersten Wettbewerb dieser Art seit 25 Jahren gemeinsam mit der Bundeswehr organisierte:

The German platoon took top honors in the Strong Europe Tank Challenge, a three-day competition that tested offensive and defensive operations and mounted orienteering, with Denmark and Poland placing second and third, May 13, 2016.

Seven platoons from six NATO nations took part in the U.S. Army Europe and German Bundeswehr-sponsored competition that was hosted by 7th Army Joint Multinational Training Command, May 10-12, here.
Units that participated included Denmark’s 1st Platoon, 1st Tank Company, 1st Tank Battalion; Germany’s Platoon C, Company 3, Mountain Panzer Battalion 8, Panzer Brigade 12; Italy’s 1st Platoon, 2nd Company, 8th Battalion, 132nd Regiment; Poland’s 11th Lubuska Armoured Cavalry Division, 34th Armoured Cavalry Brigade, 1st Battalion, 1st Company, 1st Platoon; Slovenia’s Wolf Platoon, 45th Center of Tracked Combat Vehicles; and the U.S. Army’s 1st Platoon, D Company and 3rd Platoon, C Company both from 2nd Battalion, 7th Infantry Regiment, 1st Brigade, 3rd Infantry Division.
All platoons brought four tanks each to compete. Poland and Denmark both operated Leopard 2A5 tanks, each with crews of four soldiers. Slovenia competed with M-84 tanks with three people in each. Germany brought four-person crews to man Leopard 2A6 tanks. Italy’s four-person crews operated Ariete tanks. The U.S. had two platoons using M1A2 tanks with four Soldiers in each one.

Ein Leser wies mich darauf hin, dass der Bundeswehr-Zug in diesem Wettbewerb der einzige war, der von einem Portepee-Unteroffizier geführt wurde – und nicht wie die Teams der anderen Nationen von einem Offizier (Danke für den Hinweis; kann das derzeit nicht gegenchecken, aber greife das gerne mal so auf).

Ein paar Videos dazu gibt es von der U.S. Army:


(Direktlink: https://youtu.be/urV_Ilth994)


(Direktlink: https://youtu.be/LuYs7EHb28A)


(Direktlink: https://youtu.be/imTQyFMNhI0)


(Direktlink: https://youtu.be/gP9_1ZTBjv0)


(Direktlink: https://youtu.be/2D2m9qpJB7U)

Nachtrag 19. Mai: Die Bundeswehr hat jetzt ein Video vom Wettbewerb mit einem Kurzinterview mit Zuführer Hauptfeldwebel Andre Lenhard veröffentlicht.

(Foto: Leopard 2A6 bei dem Wettbewerb in Grafenwöhr am 11. Mai 2016 – U.S. Army photo by Pfc. Javon Spence)

91 Gedanken zu „Bundeswehr-Team gewinnt „Tank Challenge“ in Grafenwöhr (Nachtrag: Bundeswehr-Video)

  1. @KPK:
    Egal wie man es nennt, Mangelverwaltung bleibt Mangelverwaltung.

    Das dynamische Verfügbarkeitsmanagement ist nur pro forma abgeschafft. In den Kompanien fehlt es weiterhin an allem. Wirkliche Besserung ist frühestens Ende des Jahrzehnts möglich.

  2. @Memoria
    Es soll Kp’n geben die ihre Leute bereitwillig in die Flüchtlingshilfe abgeben, da wegen Materialfehl Ausbildung und Grundbetrieb nicht möglich sind und so wenigstens noch etwas sinnvolles gemacht wird.

  3. @Thomas Melber

    So erklären sich wohl auch die Leih-Infantristen, die bei der Marine durchs Mittelmeer schippern /SCNR

  4. @ klabautermann

    Naja, ein bisschen mehr als „Schützenkönig“ war es dann schon… :-) Insbesondere für die U.S. Army und deren Selbstverständnis dürfte die nächste Woche echt unschön werden.

    Allerdings bin ich auch überrascht, wie sich die Diskussion hier (und auf FB) entwickelt hat. Von einfacher, ehrlicher Gratulation hin zu „Feldwebel-Steiner-Gedächtniskomplexen“ und der Situation um die Reserve. Wow…

  5. @Voodoo

    Ich wollte das auch nicht „klein schreiben“. Ein schöner Erfolg für das Team und für die Panzertruppe des Heeres.
    Wollte nur a bisserl die Perspektive fokussieren ;-)

  6. Ich finde es toll, dass das deutsche Team in diesem fordernden internationalen Vergleichswttkampf als Sieger durchgesetzt hat. Irgendwie ist die Panzerwaffe immer noch eine Domaine des deutschen Heeres und da hatten wir auch einen Ruf zu verteidigen, welchen man weltweit immer mit den Leistungen des deutschen Heeres in Verbindung bringt.

  7. Diese ganze Bundeswehr wurde von den zig unfähigen V-Ministern runtergewirtschaftet. Du hast die Haare schön ist der allergrößte Knaller. Ein dreifaches Panzer Hurra den Kameraden des Panzerzuges und die allerbesten Glückwünsche zu dieser Leistung. Weiterhin viel Soldatenglück und vor allem: Gesundheit. Ein OFw. d.R. und PzZgFhr
    Leop.2 A1-A4 1982 – 1994

    [Hm. Große Bandbreite an Kritik ist hier erwünscht – dieser Ton allerdings nicht so. T.W.]

  8. @Hans

    „Ernsthaft? Warum sind sie denn nicht mit einem richtigen Team angetreten?
    Die Leistung, aber auch die Erklärung ist mir unerklärlich…“

    Falls es wirklich so sein sollte, wie „Tasmanian Tiger“ angedeutet hat, die Leute also 2 Jahre auf keinem Panzer gesessen haben, aber theoretisch eine Panzertruppe sind … … … dann würde es mich nicht erstaunen, wenn die Gründe jenem an eine nationale Öffentlichkeit gerichteten Umfeld entstammten, in dem deutsche Soldaten die Besenstiele für ihre Waffenstationen finden.

    Wenn hier Ausstattungsdefizite oder Konflikte mit der obersten Führungsebene diskutiert werden, liest sich das manchmal so, als könne man sich nicht vorstellen, daß derlei in anderen Armeen nicht unbekannt ist.

  9. Man vergleiche Bw 1996 (2001) und 2016: der Fähigkeitsverlust ist eklatant.

    Wenn das Motto „Friedensdividende“ war ist es es heuer eben „Kriegsinvestition“, bildlich gesprochen.

    Si vis pacem, para bellum.

  10. Forodir schrieb: „Wenn Reservisten genauso gut sind wie aktive Soldaten zeigt das eher wie schlecht diese aktiven Soldaten beübt werden. Wenn eine aktive Einheit richtig ausgebildet und beübt wird dann ist sie um Meilen besser als Reservisten, das ist kein Angriff auf Reservisten oder deren Engagement sondern einfach durch Realität vorgegeben, Soldat sein ist eben keine Nebenaufgabe, auch nicht bei der Infanterie, Panzer, Fernmelder oder sonstwo.“

    Das ist oberflächlich. Reservisten können z.T. jahrelang zusammen üben und ersetzen mit Erfahrung die Vorteile der aktiver Soldaten. Es kommt nicht von ungefähr, dass die US NG Einheiten so gut abschneiden.

    Die interessantere Frage ist, wie man so etwas institutionalisiert.

  11. Memoria | 15. Mai 2016 – 12:37:
    “ … Das dynamische Verfügbarkeitsmanagement ist nur pro forma abgeschafft. In den Kompanien fehlt es weiterhin an allem. Wirkliche Besserung ist frühestens Ende des Jahrzehnts möglich.“
    Letzteres bleibt für mich ein absolutes Unding. Insbesondere, wenn das Fehl bei marktverfügbarem bzw. schon eingeführtem Gerät liegt. Ich hab mich Mitte der 80er bei der Übernahme meiner Batterie tierisch darüber aufgeregt, dass der WuG für zehn P1 noch ein Jahr nach der (durch MatPrfGrp veranlassten) Ablieferung in die DepotInst lediglich Fehlteilzettel vorzuweisen hatte. Aus heutiger Sicht wäre das ja wohl nicht mal der Rede wert (war auch nicht einem „Fehler im System“ geschuldet, sondern reiner Schludrigkeit).
    Bitte das OT zu entschuldigen – aber fehlende Kampfpanzer passen da ja auch rein.
    Hans Schommer

  12. @Hans Schommer:
    Und im BMVg wird sogar behauptet es müsse ja lange brauchen, weil es ja auch lange gebraucht hat dahin zu kommen. So argumentiert sogar der GI.

    Als weitere Ausreden werden dann das Parlament und die Industrie herangezogen. Kürzlich versuchte ein Vertreter aus der Kommandoebene mir zu erklären, dass die Bw für den Munitionsmangel bei Handwaffen nichts kann, reine Schuld der Industrie.

    Auf der Ebene A15+ glaubt man mittlerweile den eigenen Ausreden und Lebenslügen.

    Politik ist offenbar nicht mehr in der Lage diese Trägheit der Apparate zu überwinden (siehe Sachstand Vollaustattung, Einsatzbereitschaft, Infrastruktur, Modernisierung, Personalaufbau). Alles immer langfristig.

  13. Ulenspiegel | 16. Mai 2016 – 10:11:
    “ … Das ist oberflächlich. Reservisten können z.T. jahrelang zusammen üben und ersetzen mit Erfahrung die Vorteile der aktiver Soldaten. Es kommt nicht von ungefähr, dass die US NG Einheiten so gut abschneiden.“
    In der HFlaTr gab es „reinrassige“ Reservisteneinheiten nur in der Grundgliederung der naTrTl (später treffender als ErgTrTl bezeichnet). Einzige Ausnahme bildeten die mit Flak 40L70 ausgestatteten Btl der Fllugabwehr im Objektschutz – und selbst deren Personal wurde kontinuierlich durch Umschulung von GEPARD-Personal (ausscheidende W und SaZ im letzten Dienstquartal) verjüngt.
    In allen anderen Vbd war für den Spannungsfall vorgesehen, die aktiven Stäbe und Einheiten mit den na TrTl zu mischen. Alles andere wäre auch zum Scheitern verurteilt gewesen.
    Und ich meine zu erinnern, dass im Heer gleich welcher Struktur von diesem „Vermischungsgrundsatz“ nur in den Verfügungstruppenkommandos und den Heimatschutzverbänden (dabei auch PzTrTl!) abgewichen wurde. Die bestanden nur aus Reservisten und hatten aktive „Couleur-TrTl“ m.W. nach nur zu Ausbildungs- und Übungszwecken zugewiesen.
    Hans Schommer

  14. @Hans Schommer
    „Damals“ gab es aber auch noch Geräteeinheiten so daß bei Bedarf fast alles auf dem Hof stand ohne der aktiven Truppe etwas wegnehmen zu müssen.

  15. Gratulation an das deutsche Team !

    Nach der Pflicht kommt bekanntlich die Kür

    Um zu beurteilen was diesem ersten Platz in der Claims Wertung tatsächlich wert ist müssen wir jetzt der formalen Einladungen zu den „Olympischen Spielen“ nach Alabino folgen.

    Gibt es den eine Übersicht, wie in den einzelnen Trainingsbereiche die Punkte Verteilung war ?
    Wie sieht die Platzverteilung in der Einzelwertung aus ?

  16. Thomas Melber | 16. Mai 2016 – 13:20:
    „„Damals“ gab es aber auch noch Geräteeinheiten so daß bei Bedarf fast alles auf dem Hof stand ohne der aktiven Truppe etwas wegnehmen zu müssen.“
    Also mein na-Couleurverband (PzFlakBtl (na) 142, Basepohl) hatte sein Gerät schon ab der Aufstellung 1994 vollumfänglich in die Langzeitlagerung gegeben. Da kam keiner mehr ran. Wenn eine Batterie von 142 geübt hat (immer kombinierte TrWÜb Form 1 + 2), hat eine meiner Batterien als „LeitBttr“ die Reservisten aufgenommen, mit ihrem Material ausgestattet, ausgebildet (allgemein und Fla-spezifisch) und für die Abschlussübung (in Gefechtsgliederung im freien Gelände des StOÜbR) personell ergänzt sowie beschiedsrichtert.
    Somit war die Langzeitlagerung nicht zu bemängeln – denn das Material war ja wenigstens vorhanden.
    Hans Schommer

  17. @Ulenspiegel

    das mag für sie oberflächlich klingen ist aber nun mal harte Realität, auch wenn US National Guard gut ist liegt das in erster Linie daran das diese Einheiten fast genauso ausgestattet sind und genauso oft beübt und im Einsatz waren wie die regulären Einheiten, auch die US Army pfeift personal mäßig aus dem letzten loch, diese Reservisten haben aber ganz andere Stehzeiten als unsere ( was dazu führt das auch die Nationalgarde immer unbeliebter wird, das kostet viel Zeit! )
    Vor Zeiten des Golfkrieges war die NG zweite Garde, und es gibt genug Einheiten die das immer noch sind.
    Ein gutes Reservisten Konzept ( was das US Amerikanische auf jeden nahe dran ist ) ermöglicht es Reservisten am Ball zu bleiben und dann im Einsatz entsprechend in kurzer zeit aufzuholen, ist die Einheit dann im Einsatz eine Weile wird sie genauso gut wie Einheiten die das die ganze Zeit gemacht haben, aber das kommt nicht von heute auf morgen, ach ja und das Deutsche Konzept gibt gar nicht davon her.

    Also nochmal zusammengefasst, nur eine Reservisten Einheit die kontinuierlich üben kann kann im Einsatz bestehen und wird erst dann genauso gut wie eine reguläre Einheit werden.

  18. @Hans Schommer:
    Und alldas ist nunmehr seit mehr als 10 Jahren Kriegsgeschichte (Grundlagen: VPR 2003, KdB 2004) – die sog. Transformation der Bundeswehr von Schneiderhan erdacht, von Struck durchgesetzt.

    Dann noch die sog. Neuausrichtung von KTG/ TdM.

    Im Ergebnis ist es für das deutsche Heer schon ein enormer Kraftakt eine Panzerkompanie einsatzbereit zu halten über verstärkte Bataillone braucht man nicht reden.

    Der obige Wettkampf zeigt, dass die Motivation und das Können ab der Basis immer noch groß ist. Aber eben auf einem quantitativ sehr niedrigen Niveau.

    Die Schaufensterpolitik von vdL löst diese Probleme nicht, sondern verstärkt sie noch (5. PzBtl mit schön jetzt zu wenig Panzern).

    Da helfen die Erinnerungen an „früher“ auch nicht wirklich bei den Problemen von heute und morgen.
    Solange man nicht die politische Kraft für eine „Nachrüstung 2.0“ aufbringt – mit der man die Entscheidungen der letzten 15 Jahre revidiert.

    Stattdessen neues Weissbuch und Augenwischerei (Trendwende!) bei Haushalt, Material, Personal und Infrastruktur.

    Aber vdL kommt ja immer noch durch mit dem Produzieren von Schlagzeilen. Der Blick in die kleinen Anfragen der Opposition zeigen, dass nichtmal ansatzweise versucht wird die Ministerin bei ihren Widersprüchen zu stellen.

  19. @ Memoria:

    Die Opposition will doch viel lieber abrüsten. Daher sind Fragen nach der Einsatzbereitschaft oder -fähigkeit nicht erwünscht. Und SPD/CDU/CSU blicken nicht/kaum durch. So ist das mit dem Primat der Politik. Ob das in anderen Politikfeldern ähnlich ist? Ich hoffe nicht :-/

  20. @Zimdarsen:
    Ich empfehle ein Blick in „Das schwarze Barett“.
    Bereits reguläre Aufenthalte von PzKpen im SchÜbZ sind mit dem zugeteilten Mun-Ansatz nicht durchführbar.
    Hier gab es bspw. In einem Fall durch Initiative und persönliche Kontakte (!) eine Unterstützung durch das AusbKdo.

    Inwiefern die Vorbereitung und Durchführung des Wettkanpfes sich auf die Munitionszuweisung der anderen TE des Btls ausgewirkt hat, wäre überaus interessant.

    Ähnlich ist es bei den für die ILÜ vorgesehenen Kompanien.
    Diese absorbieren ein Großteil der Ressourcen (Personal, Großgerät, Munition, Übungsplätze, etc) des jeweiligen Bataillons. Dies würde beim letzten Symposium Panzertruppen sogar vom Stv InspH bestätigt: L93 war gerade so in der Lage eine ILÜ-Kompanie aufzustellen und vorallem auszubilden.

    @FK70:
    Die FDP fehlt offenbar sogar in der Verteidigungspolitik.
    Wär hätte das gedacht?

  21. Memoria | 16. Mai 2016 – 14:28:
    „Und alldas ist nunmehr seit mehr als 10 Jahren Kriegsgeschichte (Grundlagen: VPR 2003, KdB 2004) – die sog. Transformation der Bundeswehr von Schneiderhan erdacht, von Struck durchgesetzt.“
    Die derzeitige Struktur ist komplett „an die Wand gefahren“. Da kann man nur noch verschlimmbessern – also auf zu einem wirklichen Neuanfang! Dazu erlaube ich mir (auch mal) ein „Selbstzitat“ von vor nicht allzu langer Zeit hier im Blog:
    „Da hilft m.E. nur eines: Ganz konsequentes zurückrudern zum zunächst fiktiven „Wiederherstellungspunkt“ Heeresstruktur 4. Von da aus dann ohne Beschreiten der nachfolgenden Irrwege: Schaffung einer den derzeit bestehenden und zukünftig denkbaren Aufgaben der Streitkräfte gerecht werdenden Struktur. Einnahme derselben ASAP. Zugleich Einrichtung eines den Erhalt des Bewährten und die Kontinuität der Weiterentwicklung garantierenden Generalstabes nach preußischem Vorbild.“
    Letzteres erscheint mir der wichtigste Schritt in Richtung einer die unberechenbaren, stetig wechselnden binnenpolitischen Wetterlagen überstehenden, zukunftsfähigen „Militärreform“ in der BR Deutschland zu sein.
    Hans Schommer

  22. @ TW: Ja – Mist. Jetzt sehr weit am Thema vorbei.
    Ich bitte um Vergebung. Nehmen Sie den Beitrag erff. raus.
    Trennung:
    Engpässe bei der Mun sind aber auch bei der Panzerei nix Neues. Nach dem Golfkrieg musste auch schon „rationiert“ werden. Da haben sich die Panzerkameraden gefreut, wenn sie als unsere Gäste der Nachbarschießbahn in Putlos mit dem GEPARD mal richtig „ballern“ durften.
    Hans Schommer

  23. @Hans Schommer
    Rationierung nach Golf I, exakt. Im damaligen PzBtl 523 durfte der Chef 1./, ein gewisser Maj KPK Grund- und TrBel 105 mm aus Lingen zur Verladung an den Golf via Emden transportieren und durch die Erkunder auch noch zwei Wochen lang selbst bewachen.
    Zurück kam keine einzige Patrone.

  24. @Hans Schommer u. KPK:
    Ich mag einfach diese Grundhaltung vieler StOffze:
    War schon immer so.

    Da offenbart sich allzuoft die Anspruchslosigkeit nicht Weniger in der Bundeswehr.

    Im Kern mangelt es der Bw nicht an Geld, sondern an Leuten in den oberen Ebenen, die noch den Anspruch haben die Bundeswehr jeden Tag wieder schlagkräftiger zu machen.

    Zum Thema HStr 4:
    Die Welt hat sich verändert und auch der Krieg.
    Man kann sicherlich auf einer sinnvollen Grundgliederung aufbauen, aber diese genügt nicht. Also notwendig, aber nicht hinreichend.

    Zum Generalstab: Eine weitere Scheindiskussion.
    Notwendig wäre wieder eine echte Auswahl, Ausbildung und Förderung der Generalstabsoffiziere mit der wieder Professionalität im Mittelpunkt steht (Anspruch) und eine Fehlerkultur heranwächst – wie dann das Führungselement heisst ist egal.

  25. Memoria | 16. Mai 2016 – 19:30:
    “ … Zum Generalstab: Eine weitere Scheindiskussion. “
    Vehementer Widerspruch meinerseits, denn Sie haben offensichtlich Zweck und Nutzen eines mil Generalstabes nicht erkannt.
    Ein institutionell etablierter GenSt in DEU hätte gegenüber dem zusammengeschüttelten „Fünferkreis“ u.a. den beständigen Auftrag, der politischen Führung eine aufgaben- und bedrohungsgerechte Struktur der Streitkräfte anzuempfehlen. Und hierbei lautet der Schlüsselbegriff „kontinuierliche, unabhängige Wahrnehmung der Aufgabe“.
    Letzteres macht den Unterschied zu dem Chaos der letzten beiden Jahrzehnte.
    Hans Schommer

  26. @Hans Schommer:
    Diese Aufgabe hat bereits jetzt der GI – unterstützt von der Abteilung Planung (in Teilbereichen FüSK u. SE).
    Mit dem Dresdner Erlass und der neuen Struktur des BMVg hat der GI die Dinge in der Hand. Unabhängig davon ob da Generalstab an der Tür steht.

    Es fehlt an Einstellung, Anspruch, Wahrhaftigkeit und Standhaftigkeit.

  27. Memoria | 16. Mai 2016 – 20:37:
    „Diese Aufgabe hat bereits jetzt der GI – unterstützt von der Abteilung Planung (in Teilbereichen FüSK u. SE).
    Mit dem Dresdner Erlass und der neuen Struktur des BMVg hat der GI die Dinge in der Hand.“
    So isses – und damit haben Sie das Problem beschrieben. Nicht ein OrgBer-paritätisch besetzter Generalstab, sondern ein GI sitzt am „Ende der Fahnenstange“. Und anders als bei einem Generalstab handelt es sich beim GI um eine einzige Person – vermeintlich eine Institution, aber eben nur ein einsames Menschlein. Umgeben von Neidern und Feinden. Mit all den daraus resultierenden Abhängigkeiten und Folgen. Ich erinnere noch gut die Absetzung des Gen von Kirchbach, die letztlich nur möglich war, weil der Karrierist Kujat schon bereitstand, sich Rang und Titel zu holen.
    Hans Schommer

  28. @Hans Schommer:
    Ich habe mich ja nicht nur auf den GI bezogen, sondern auch auf seine Abteilungen. Diese sind milOrg-übergreifend besetzt. Der GI hat die Zügel in der Hand. Zunächst hatten sie ja noch die Dominanz der Inspekteure kritisiert.

    Und wenn Generalstab draußen dran steht gibt es keine Neider und Feinde?

    Tut mir leid, aber das überzeugt mich sachlich nicht.

  29. Jetzt seid ihr bei der Frage, warum es keinen Generalstab gibt? Glückwunsch, bei dem Thema weit gekommen.

  30. @ T.Wiegold | 16. Mai 2016 – 21:12:
    Stimmt – schwerst abgediftet.
    Trennung:
    Zurück zur Frage, wie das Nation-ranking im Detail nach Punkten aussah.
    Gibt’s da Quellen?
    Hans Schommer

  31. @Voodoo

    Werde dann wohl künftig etwas deutlicher werden müssen…

    @all

    Hat schon jemand angemerkt, dass die drei bestplatzierten Teams – Deutschland, Dänemark, Polen – alle mit Leopard2-Panzern angetreten waren?

  32. Das der Leopard 2 eine ordentliche Verbreitung hat liegt ja auch am Panzerdiscount Deutschland (und auch am Panzerdiscount Niederlande)

    Nur sind die Lager mittlerweile leer. Die letzten A4 sollen ja irgendwann mal modernisiert in die Truppe Einzug halten.

    In der Richtung ist außer einigen Überlegungen bisher auch noch nichts passiert.
    Die sollten doch zu Bundeswehr A7 umgerüstet werden?

    Die MBT Revolution Aufrüstung von Rheinmetall, hat wohl wieder das Prinzip „Wir kaufen nicht was uns angeboten wird, wir kaufen was wir brauchen“ getroffen.

    [Ironie] Panzer kommen halt von KMW, die haben den Leopard 2 ja auch quasi ganz alleine entworfen und gebaut! [/Ironie]

  33. The Russian tank biathlon in 2016 will have 4 in a row, very cool show. EU and the US are afraid to take part in it , even though they were invited

    России танковый биатлон будет в 2016 уже 4 по счету, очень крутое зрелище. Ес и сша боятся принять в нем участие, хотя их приглашали.

    [Keine Quellenangabe, kyrillischer Nick, russische Mailadresse…. Sie wollen auch wirklich alle Klischees erfüllen, oder? T.W.]

  34. Forodir schrieb: „Also nochmal zusammengefasst, nur eine Reservisten Einheit die kontinuierlich üben kann kann im Einsatz bestehen und wird erst dann genauso gut wie eine reguläre Einheit werden.“

    Kein Widerspruch. Es sollte in meinen Augen genug Geld für einen sinnvollen Übungsbetrieb da sein. Das ist wichtiger als zu viele neue teure Systeme. Es sollte auch das Reservistenpotential nicht wie im Augenblick verschwendet werden.

  35. Thomas Melber,

    der Generalstab wurde zwar nach 1918 verboten, lief aber unter einem anderen Namen weiter. Das könnte heute genau so wieder gemacht werden. :-)

  36. @pi

    Danke für den Hinweis auf das Video (binde ich oben ein).

    Ja, den Namen wusste ich seit Tagen, aber auf meine Frage, ob der denn veröffentlicht werden könne, habe ich keine Antwort bekommen…

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