Bundeswehr-Personalstärke März 2016 – Wieder weniger Soldaten

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Wie in den vergangenen Monaten hat die Bundeswehr ihre aktuelle Personalstärke mit einiger Verzögerung veröffentlicht (diesmal am 20. des Folgemonats), und wieder unter dem gleichen, stets aktualisierten Link (was den Vergleich zu den vorherigen Zahlen erschwert). Aber genau deshalb stelle ich diese Zahlen ja auch hier ein.

Der jüngste veröffentlichte Stand:

177.077 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt:

Bundesministerium der Verteidigung: 952
Streitkräftebasis: 41.771
Zentraler Sanitätsdienst: 19.671
Heer: 59.263
Luftwaffe: 28.268
Marine: 16.016
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen: 944
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung: 1.773
Bereich Personal: 6.943, davon 4.188 Studierende an den Bw-Universitäten
Sonstige: 1.476

Die Bundeswehr umfasst aktuell 167.310 Berufs- und Zeitsoldaten und 9.767 Freiwillig Wehrdienstleistende (Durchschnitt Januar bis März: 10.315).

Zur Bundeswehr gehören 19.372 Soldatinnen.

Stand: 31. März 2016

Damit ist die Gesamtstärke im Vergleich zum Februar 2016 (178.171) wieder zurückgegangen; ebenso die Zahl der Zeit- und Berufssoldaten (im Februar 167.670).

Die früheren Zahlen:

Februar 2016

Januar 2016

Januar 2013 bis Dezember 2015

 

 

61 Kommentare zu „Bundeswehr-Personalstärke März 2016 – Wieder weniger Soldaten“

  • Flieger 99   |   26. April 2016 - 13:53

    Die Bundeswehr startet die Mission 170.000➕. Jetzt sollen seitens BAPersBw gezielt SaZ und BS angesprochen werden um freiwillig zu verlängern. Auch diejenigen die dieses Jahr noch in Pension gehen. Bin mal gespannt wer da alles angesprochen wird und wieviele dankend ablehnen…

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   26. April 2016 - 13:57

    Früher, in anderen Zeiten und TSK hätte PersABw das vermutlich in der Unterabteilung „SCHANGHAI“ abarbeiten lassen.
    Nicht mal mehr peinlich berührt!

  • TomCat   |   26. April 2016 - 14:15

    Und das bei einer negativen demografischen Entwicklung, die beschleunigt Fahrt aufnimmt.
    Das wird wohl das Koppeltragegestell gegen Rollator getauscht werden müssen.

  • IstEgal   |   26. April 2016 - 14:57

    Mit Galgenhumor könnte man sich glatt an den 18 Oktober 1944 erinnert fühlen.

  • Ziethen   |   26. April 2016 - 15:14

    @IstEgal:

    Ob der Etat die Finanzierung der entsprechenden Armbinden noch hergibt? /sarcasm off

  • Roman   |   26. April 2016 - 15:23

    Wird schon klappen. Man kann die Armbinden in einem der zahlreichen Internetshops bestellen und dann die Bezahlung verschleppen.

    Interessant fand ich folgendes Zitat dazu bei „wikipedia.de“

    „Statt einer Sollstärke von 75.000 Maschinengewehren waren nur 181 verfügbar. Waffen- und Schießausbildung waren mangels Waffen und Munition wenig sinnvoll.“

  • Ziethen   |   26. April 2016 - 15:29

    So sähe der Realitätstest für das „Dynamisches Verfügbarkeitsmanagement“ aus. Alles im Einsatz + keine Reserven = nix zum üben :))

  • Kerveros   |   27. April 2016 - 11:05

    @Flieger99

    etzt sollen seitens BAPersBw gezielt SaZ und BS angesprochen werden um freiwillig zu verlängern. Auch diejenigen die dieses Jahr noch in Pension gehen.

    Das ist in den Mangelbereichen schon seit Jahren gängige Praxis und bringt regelmäßig bei den BS meist noch ein gutes Feedback, weil diese nur gewinnen können (Versetzungsschutz und gleichbleibende Tätigkeit).

    Bei den SAZ hantiert man da gerne mit dem Angebot SaZ 20/25 – und das ist oft genug ein Ladenhüter.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass die Personalführung in der jetzigen Form eine wesentliche Ursache der Personalprobleme der Bundeswehr darstellt und sich daran auch absehbar nichts ändern wird, weil man nichts ändern will.

    In einem Laden, in dem in Zeiten von SAP Personalplanung noch in Excellisten gehandhabt wird, muss man sich über viele Problemstellungen einfach nicht wundern…

  • Flieger 99   |   27. April 2016 - 12:07

    @Kerveros

    Ich hatte ja auch nur den GI zitiert.
    Er selbst macht ja auch länger als er muss. Und jetzt eben auch der Rest.

  • Kerveros   |   27. April 2016 - 12:12

    @Flieger99

    Ich hatte ja auch nur den GI zitiert.
    Er selbst macht ja auch länger als er muss. Und jetzt eben auch der Rest.

    Der GI ist ein Thema für sich. Der hat seinen Posten in der Vergangenheit schon wiederholt zur Disposition gestellt und sich als Bauernopfer angeboten – und sich trotzdem zur Verlängerung überreden lassen. Konsequenz sieht anders aus ;)

    Aber wie gesagt, nicht unbedingt ‚eben jetzt auch der Rest‘, da die Thematik wirklich nicht neu ist, sondern seit Jahren praktiziert wird.

  • SilentSpace   |   27. April 2016 - 13:24

    Ich frage mich, warum man dann die Soldaten mit 50 vorzeitig in den Ruhestand schickt, aber andrerseits zu wenig Personal hat. Zugleich machen viele dieser Ruheständler nach einem Jahr Wartezeit bereits wieder Wehrübungen. Ein Konzept, dass man als Steuerzahl beleuchten sollte!

    Zugleich sollte man die besondere Altersgrenze überdenken. Im Grundbetrieb gilt für die Soldaten jetzt die Soldatenarbeitszeitverordnung. Wodurch rechtfertig sich eigentlich noch die besondere Altersgrenze? Daher sollte diese reformiert werden und andere Kriterien für den früheren Eintritt in den Ruhestand greifen, die für alle Statusgruppen (Reservisten, FWDL, SaZ und BS) greift. Das würde die Attraktivität, außer BS, sicherlich steigern.