Geplant: Vier deutsche Soldaten zum Manöver in die Ukraine

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Das ursprünglich bereits für Mai geplante Manöver Rapid Trident von zahlreichen NATO-Staaten und der Ukraine selbst in der West-Ukraine soll nun vom 11. bis 28 September stattfinden – vermutlich mit Beteiligung von vier Soldaten der Bundeswehr. Deutschland beabsichtige, mit vier Stabsoffizieren für Übungsauswertung und Logistik an dieser Übung teilzunehmen, bestätigte ein Sprecher des Berliner Verteidigungsministeriums auf Anfrage von Augen geradeaus! am (heutigen) Mittwoch entsprechende Angaben des polnischen Verteidigungsministeriums. Über die endgültige Teilnahme der Bundeswehrsoldaten werde allerdings erst kurz zuvor auf Basis der Bedrohungslage und der politischen Situation entschieden.

Die Manöverserie Rapid Trident läuft bereits seit Jahren unter Führung der U.S. Army Europe  im Raum Lwiv (Lemberg) in der West-Ukraine und soll die Kooperation der NATO mit der Ukraine und anderen Partnerstaaten stärken. Bereits im Mai hatte Deutschland eine Beteiligung geplant; die Übung war damals aufgrund der Lage in der Ukraine verschoben worden.

An Rapid Trident nehmen rund 1.200 Soldaten teil; die meisten kommen aus NATO-Mitgliedsländern. Diese Übung zeige die Geschlossenheit des Bündnisses, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Berlin. Selbstverständlich sei Russland vorab über diese lange geplante Übung informiert worden.

(Archivbild: YAVORIV, Ukraine — Paratroopers from Attack Company, 1st Battalion, 503rd Infantry Regiment, 173rd Infantry Brigade Combat Team (Airborne) provide security during movement on a training lane as part of exercise Rapid Trident 2013, July 9 – U.S. Army photo by Sgt. Daniel Cole)

43 Kommentare zu „Geplant: Vier deutsche Soldaten zum Manöver in die Ukraine“

  • MikeMolto   |   03. September 2014 - 17:55

    Was hat denn ein lange geplantes NATO Manoever mit der Bedrohungslage zu tun?

    Wer in der NATO soll denn bedroht sein?

  • Enpi   |   03. September 2014 - 17:56

    Wow 4 ganze Soldaten? Das ist dann wohl gelebte deutsche Solidarität. Und wenn einmal Polen attackiert wird, schickt ihr geschwind ein paar hundert Schutzwesten rüber? Na hoffentlich schickt Euch die NATO falls mal ein paar tausend T72 vor Berlin stehen und Ihr nicht wißt wie ihr sie mit Euren 3 mickrigen schlecht ausgerüsteten Divisionen abwehren sollt, nicht nur einen Obstkorb.

  • T.Wiegold   |   03. September 2014 - 17:56

    @MM

    Ich hab’s nur zitiert… (wortgleich übrigens SpOn)

  • Werferfehler   |   03. September 2014 - 18:11

    Na,
    da werden die sich doch über die Beteiligung deutscher Soldaten freuen,
    Weil gerade im Bereich „Übungsauswertung und Logistik“ sind wir sehr gefragt, da kann uns keiner was.
    Werferfehler

  • xyz   |   03. September 2014 - 18:12

    Gut, dass es uns an Stabsoffizieren nicht mangelt.

  • KeLaBe   |   03. September 2014 - 18:13

    Ich ringe noch sehr mit mir, ob ich eine Nato-Übung (und sei sie noch so unbedeutend) auf ukrainischem Boden zum jetzigen Zeitpunkt als politisch klug bewerten soll. Okay, sie demonstriert den Willen, die Ukraine nicht allein zu lassen und gegenüber der russischen Aggression nicht klein beizugeben. Andererseits ist es Wasser auf Putins propagandistische Mühlen und bestätigt seine Paranoia. Eine weitere zeitliche Verschiebung (nicht Absage!), sozusagen als „Good-Will-Aktion“, verbunden mit der Erwartung einer Deeskalation auf russischer Seite, schiene mir unter dem Strich fast vernünftiger. So kriegt man jedenfalls die Russen nicht mehr so leicht aus der Süd- und Ost-Ukraine heraus.

  • Enpi   |   03. September 2014 - 18:23

    @Kalebe: Das Manöver ist grundvernünftig. Der Putler kann nur mit entschlossenen Aktionen in seine Schranken gewiesen werden. Dieses ständige Beschwichtigungsgeschwafel seitens des Westens um ihn „ja nicht zu provozieren“ ist ja unerträglich. Noch ist die NATO im konventionellen Bereich, trotz der unzähligen Mängel, überlegen, warum also sollten wir kuschen vor dem Despoten?

    Im Gegenteil, das Manöver ist eine notwendige Geste der Solidarität, auch der moralisch gebeutelten Ukraine gegenüber und ein Signal an den kleinen komplexbehafteten Mistkerl – er sollte aufhören den Westen ständig zu provozieren und das sofort.

  • P. Runge   |   03. September 2014 - 18:46

    und laut medien will Frankreich einen für Russland gebauten Hubschrauberträger der „Mistral“-Klasse nun doch nicht ausliefern, da die „Bedingungen“ aktuell nicht gegeben seien….also wohin mit dem ding ? NATO, EU, BW ??

  • Florian   |   03. September 2014 - 18:58

    Ich kann nicht nachvollziehen wieso auf dem Gipfel in Wales noch mehr Abschreckung geschaffen werden soll. Allein im September hat die NATO ca. 10.000 Mann auf Übungen u.a. in Ukraine, Norwegen und im Schwarzen Meer (Rapid Trident, Noble Ledger, See Breeze) – der nächste Abschreckungsschritt kann eigentlich nur noch der echte Militäreinsatz sein …..Kommt das alles nur weil die NATO wieder eine Daseinsberechtigung nach ISAF braucht?

  • Frank   |   03. September 2014 - 19:12

    „Okay, sie demonstriert den Willen, die Ukraine nicht allein zu lassen und gegenüber der russischen Aggression nicht klein beizugeben“

    Falsch, der Deutsche Anteil demonstriert bewusst genau das Gegenteil.

    Neben der Nichtbeitligung Deutschlands an der britisch geführten Response Force der eine 2. Situation in der sich Deutschland bewusst neutral verhalten möchte,

    Das gute an genau 4 Soldaten ist, innerhalb Deutschland ist sowas höchst medienwirksam, denn es geht ums Prinzip des Totalen Pazifismus, einige schreien wahrscheinlich schon allein dafür nach einem BT Mandat und gleichzeitig ist die Wahrnehmung bei Russland genau umgekehrt, die zählen nämlich 4=0. Innerhalb der NATO muss man sich dann auch nicht in seinen Fähigkeiten vergleichen, bei 4 Soldaten fallen dann z.B. keinerlei Ausrüstungsmängel auf, bis auf die abgetragene Uniform. Damit sind alle glücklich. Die aktuellen Meldungen zeigen, egal was von politischem Führungspersonal an strategischen Änderungen verlautbart wird, es kommt nicht in der Truppe an, es wird gar von Ihr abgeschmettert. Genau wie ein Kind welches mehrere Klassenarbeiten nacheinander verhauen hat und sich nun seiner Unfähigkeit bewusst wird und deshalb Prüfungstermine schwänzt. Während es zu Hause erzählt vor lauter Angst andere zu enttäuschen und damit Zuspruch zu verlieren: „ich habe ein Gutes Gefühl“(was dann meistens auch noch geglaubt wird), aber mit dem schmerzhaften Hintergedanken im Kopf, nicht nur in der schulischen Praxis total versagt zu haben, sondern auch moralisch alle vollkommen zu enttäuschen. Auch die Sicherheitspolitischen Verantwortlichen dieses Landes befinden Sich in dieser Situation, befinden sich in diesem Luftschloss des Schreckens in der eine Bröcklige Fassade nur einen totale Fähigkeitsruine kaschiert. In beiden Fällen schafft nur die totale öffentliche Entblößung geistige Befreiung und praktische Handlungsspielräume.
    Der große Unterschied, bei dem Schuljungen geht es um einmal Sitzen bleiben, im politische Äquivalent steht aber die Sicherheit unsere Bündnisses auf dem Spiel und damit das Wohl u. die Freiheit vieler Menschen.

  • Closius   |   03. September 2014 - 19:33

    1.200 Soldaten sind viel zu wenig für eine tatsächliche Botschaft. Lässt sich aber gut von Russland ausschlachten. Zur Abschreckung müssten es schon 10.000 Soldaten sein.

    4 Deutsche Soldaten ist natürlich ein schlechter Witz, zumal Deuschland heute wieder nur als Bremser auftritt, indem die Kanzlerin öffentlich verkündet, keine Kündigung des Parterschaftsabkommens zu wollen, und damit die Nato und EU von Deutschland lächerlich gemacht wird, durch den deutschen Kriecherkurs vor Putin. Nur eine dauerhafte Truppenstationierung kann abschrecken. Alles andere ist nur Kosmetik ohne Wert.

    Das einzige was Putin treffen wird ist, daß er doch jetzt vorläufig erst mal keine Französichen Landungsschiffe Mistral bekommen soll,

  • Enpi   |   03. September 2014 - 19:41

    1200 sind ok, finde ich. Zumal exakt diese Stärke ja auch geplant war. Zu reagieren und von der Planung abzuweichen wäre Schwäche. Viel wichtiger ist das eindeutige Zeichen an die moralisch niedergebeutelten Ukrainer, daß sie vorerst mal assoziierte Mitglieder beim Club sind.

  • Hohenstaufen   |   03. September 2014 - 19:52

    Will man sich nicht eingestehen, dass das Pseudokonzept „Deeskalation“ bei Putin nicht verfängt ?
    Erinnert mich irgendwie an: „Die Gegner haben nicht mit meiner großen Entschlußkraft gerechnet. Unsere Gegner sind kleine Würmchen.“

  • mwk   |   03. September 2014 - 19:57

    … eigentlich wollte ich fragen, ob denn schon irgend welche Äusserungen zu einer, wie auch immer gearteten Änderung bei der Bundeswehr Reform gefallen sind, aber bei diesen symbolischen Beitrag von v-i-e-r Soldaten hat sich dies erübrigt

  • TomCat   |   03. September 2014 - 20:06

    Finde das bischen üppig, die Hälfte hätte auch gereicht … zum blamieren allemal.

  • M.B.   |   03. September 2014 - 20:11

    Ich verstehe die Aufregung über die Zahl Vier nicht. Die Übung läuft seit Jahren mit geringer deutscher Beteiligung, und beübt werden Nicht-Nato-Staaten. Warum soll man da auf Teufel komm‘ raus z.B. eine deutsche Kompanie (oder so) in ein langfristig geplantes Übungsvorhaben einpflegen? Würde sagen: Geht gar nicht, und Sinn ergibt’s erst recht nicht. Insofern: Empörung ist da nicht so angebracht.

  • Herlyn   |   03. September 2014 - 20:54

    Haben wir und unsere Verbuendete nichts Besseres zu tun als in einem kriegfuehrenden Land, dessen Soldaten fallen ,PfP durchzufuehren. Die Solidaritaet mit der UKR sollten wir anders darstellen. Medivac fuer die Schwervereundeten waere ein moegliches Beispiel….Nur ein Denkanstoss!

  • Nepomuk   |   03. September 2014 - 21:50

    @ Closius
    „Das einzige was Putin treffen wird ist, daß er doch jetzt vorläufig erst mal keine Französichen Landungsschiffe Mistral bekommen soll,“

    Wieso sollte den das treffen?
    Nach Berlin kann er doch die T72 nehmen ;-)

    Spass beiseite.
    Die NATO faselt doch dauernd von bis zu 50.000 Soldaten an der russisch-ukrainischen Grenze. Da sind 4 Soldaten genauso provokativ/lächerlich wie 4000.
    Es würde mich aber nicht wundern, wenn es bei der Übung zu einem „Zwischenfall“ kommt, der ein härteres Vorgehen des Westens erfordert.

    Politisch spielt die Veranstaltung keine Rolle. Wer sich schon so weit herabgelassen hat, offen die rechten Verbrecherbanden zu unterstützen, kann auch ruhig mit ihnen üben. Als neutraler Vermittler hat sich der Westen sowieso unmöglich gemacht.

  • ht_   |   03. September 2014 - 21:58

    Ich freue mich jetzt schon auf den entsprechenden Facebook Artikel…. Die wirken immer so besonders wichtig.

  • Ops   |   03. September 2014 - 22:22

    Apparate, spieziell die uniformierten, wollen halt beschäftigt werden und ihren Teil beitragen, ob er nützt oder nicht. Da auch dies eine verbindende Gemeinsamkeit von Ost und West ist, und dank der sparsamen Beteiligung, bleibt die Hoffnung, dass das Auswärtige Amt die Kuh trotzdem vom Eis kriegt. Dann mal eine schöne Klassenfahrt und frohe Abschreckung.

  • Thomas Melber, Stuttgart   |   03. September 2014 - 22:26

    Wie ich sagte: Sparta …

  • b   |   03. September 2014 - 22:48

    „Der Putler kann nur mit entschlossenen Aktionen in seine Schranken gewiesen werden.“

    Der gewählte Präsident der Russischen Föderation Putin macht mit 80% Volksunterstützung in den Meinungsumfragen genau das was im vitalen Interesse der Russischen Föderation ist.

    Was glauben die Kommentatoren hier was in den USA loswäre wenn in Mexiko ein Putsch mit chinesischer und russicher Hilfe stattfindet und Mexiko danach den „Wunsch äußert“ in die SCO aufgenommen zu werden?

    Würden die USA und der Herr Enpi dann auch die „Selbstbestimmung“ der Mexikaner und ihre „freie Wahl“ unterstützen?

    Würde man die USA dann mit „entschlossenen Aktionen“ von Maßnahmen gegen die Putschregierung abhalten können?

    Die Ukraine ist Russlands Vorland durch das mehrfach Feinde Russland in Richtung Moskau gestürmt sind um den russischen Staat und das Volk zu vernichten.

    Dieses Vorland kann und wird sich Russland nicht nehmen lassen! Die „entschlossenen Maßnahmen“ die zu einer Änderung Russlands Haltung in dieser Frage führen würden würden auch das Leben auf diesem Planeten vernichten.

    Aber dazu schient man im „Westen“, angetrieben von amerikanischem Größenwahn, ja bereit zu sein.

    Wenn inzwischen selbst ein Lech Walesa jetzt vor dem Atomkrieg um die Ukraine warnt sollten doch auch hier so langsam die Lichter aufgehen.

  • Voodoo   |   03. September 2014 - 22:56

    Auch wenn ich den obigen Inhalt nicht unbedingt verkehrt finde, nervt ihr antiimperialistischer Unterton gegen den amerikanischen Klassenfeind, b.

  • Klaus   |   03. September 2014 - 22:56

    Wenn ich dem Link von T.W. zu Rapid Trident folge und dann lese, dass 2013 bei diesem Manöver 1300 Soldaten aus 17 Ländern beteiligt waren, dann sind das rund 76 Soldaten pro Land im Schnitt. Das ist auch nicht gerade eine ’stolze‘ Zahl.

    Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das sowieso keine NATO Veranstaltung ist, sondern eine amerikanische Veranstaltung.
    Von daher habe ich mit der ‚ominösen‘ Zahl 4 keine Probleme.

  • mwk   |   04. September 2014 - 9:05

    Und für Herrn Arnold braucht es nicht mehr Mittel, es lange eine intelligentere Nutzung des Etats.
    Kindergarten! Die streiten sich über den zweiten Schritt, ohne den ersten definiert zu haben !! Man sollte sich darüber im Klaren sein, was man will – und nicht das Pferd von hinten aufzäumen.

  • T.Wiegold   |   04. September 2014 - 10:33

    @all

    Es geht mal wieder munter durcheinander – jeder schreibt irgendwas irgendwohin, egal ob es sich um den NATO-Gipfel, das Rapid-Trident-Manöver oder einen Debattenbeitrag zur Ukraine handelt… habe mal ein bisschen aufgeräumt; es wäre aber nett, wenn wir bei den thematischen Zuordnungen bleiben könnten.

  • klabautermann   |   04. September 2014 - 10:43

    @T.W.

    Da alles zusammenhängt, ist das natürlich ein wenig verwirrend, wenn man nicht 24 Std on-line ist ;-)

  • f28   |   04. September 2014 - 10:45

    ist aber auch schwierig, bei der aktuellen Krisenlage noch den Überblick zu behalten ;-( Hoffe, die Profis haben mehr Überblick. Nicht, daß die für Irak bestimmten Tralls hinterher noch aus Versehen in die Ukraine fliegen. Oder nach Mali.

  • klabautermann   |   04. September 2014 - 11:14

    Nun ja, die Übung ist ganz „in the spirit of PfP“, also gibt es für Rußland keinerlei Grund sich aufzuregen. Allerdings sollte die NATO aufpassen, dass die Übung nicht politisch instrumentalisiert wird. Aber da ja jetzt ein deutscher General COS bei USAREUR ist, kann ja nix schief gehen ;-)

  • Redshirt   |   04. September 2014 - 13:19

    @b
    Es ist bemerkenswert wie einige Leute noch immer glauben das bestimmte Länder ein unantastbares Vorrecht auf Pufferzonen haben während andere Länder gefälligst mit ihren Status als Vassal zufrieden zu sein haben. Das die Ukraine mehrfach Teil der Stoßrichtung von Russland feindlich gesinnter Kräfte war ist bekannt, aber für die heutige Situation einer im Bezug auf Europa vollkommen defensiv ausgerichteten NATO komplett irrelevant. Mit der gleichen Begründung könnte nahezu jedes Land auf der Welt seinen unabdingbare Dominanz gegenüber den Nachbarn begründen. Das ein Großteil der Russen angeblich hinter der derzeitigen Regierung steht kann sein, rechtfertigt aber keinesfalls die Agression der vergangenen Monate. Ihre Behauptungen über amerikanisch gestützte Putschregierungen sind, ebenso wie ihr Mexiko Vergleich ( nach der Angliederung Texas wurde Mexikos territoriale Integrität nie mehr ernsthaft von den USA in Frage gestellt ) unsinnig und unbewiesen, im Besonderem da die derzeitige, frei gewählte, Regierung selbst von der RF anerkannt wird. Der einzige Größenwahn den ich sehen kann ist der eines offensichtlich noch immer nicht vollständig über seine Vergangenheit hinweggekommenen Schwellenlandes, dessen Führung sich nach verblichener Größe zu sehnen scheint

  • Edgar Lefgrün   |   04. September 2014 - 14:34

    @klabautermann

    Und wie sollte das Aufpasssen aussehen, wie durchgeführt?

  • klabautermann   |   04. September 2014 - 14:48

    @Edgar Lefgrün

    Nun, z.Bsp. indem die NATO die Berichterstattung über die Übung in den internationalen Medien pro-aktiv mit-gestaltet, überwacht und ggflls.“korrigiert“.

  • Closius   |   04. September 2014 - 15:36

    Die Wahrheit ist doch, wenn dies der großen Pro-Russenfraktion nicht gefallen mag, daß ein Putsch der Roten Armee zum Ende der UdSSR geführt hat. Nicht Gorbatschow, sondern der Putsch der Roten Armee hat dazu geführt, das Jelzin zur Verteidigung gegen diesen Putsch 1991 auf die RF stützten musste, um diesen Putsch niederzuschlagen.

    Ich bin überzeugt, daß die UdSSR zwar vielleicht die asiatsischen Randrepubliken verloren hätte und das Baltikum, aber das Russland(UdSSR) heute noch mindestens aus Russland, Weißrussland und der Ukraine bestehen würde, wenn die Rote Armee nicht gegen Gorbatschow geputscht hätte.

    Und Russland hatte auch danach genug Gelegenheit die Ex-Sowjetrepubliken durch die GUS an sich zu binden. Aber mit Gashahn abdrehen und ähnlichen Erpressungen konnte dies nicht gut gehen.

    Eine kluge Hegemonialmacht spielt ihre Stärke möglichst sanft und zurückhaltend aus. Auch wenn mir als Beispiele dafür nur Preußen im Deutschen Kaiserreich und teilweise die USA einfallen(dies sich nicht immer daran hält).

  • Patrick Horstmann   |   04. September 2014 - 17:47

    @ M.B. | 03. September 2014 – 20:11

    Sehr zutreffend! Aber die Aufregung erklärt sich, wenn man sich im Blog anschaut, WER sich über die „Zahl vier“ aufregt. Meist die „üblichen Verdächtigen“.

    Unbestreitbar gibt es eine Menge in der deutschen Sicherheitspolitik zu kritisieren. Mängel bei der Bundeswehr, sei es in der Führung, der Ausrüstung oder Finanzierung sind greifbar. Da leistet dieser Blog auch eine Menge, um darauf hinzuweisen.
    Aber man muss sich wirklich nicht über ALLES aufregen, wie es einige Kommentatoren hier andauernd tun. Standardaufregungen (wie: „Nein, ist das peinlich“, „Die können es nicht“, „Die Bundeswehr schafft sich ab“, „Die Bundeswehrführung ist inkompetent, Politiker sowieso“) ersetzen keine Analyse.

    Man kann die Bundeswehr kaputtsparen oder kaputtorgansieren – man kann sie aber auch kaputtreden.

  • KeLaBe   |   04. September 2014 - 19:06

    @ Redshirt

    Sehr treffend.

    @ Closius

    Vorschlag: Nehmen Sie sich ein Beispiel an dieser Argumentation. Oder noch besser: Lassen Sie sich ins Kaiserreich zurückbeamen. ;-)

  • Daniel   |   04. September 2014 - 19:14

    Redshirt | 04. September 2014 – 13:19

    „Es ist bemerkenswert wie einige Leute noch immer glauben das bestimmte Länder ein unantastbares Vorrecht auf Pufferzonen haben während andere Länder gefälligst mit ihren Status als Vassal zufrieden zu sein haben. “

    Russland hat einen Vertrag mit der NATO, dass diese sich nicht Richtung Russland ausweitet. Wenn Russland auf Einhaltung dieser Verträge besteht, dann gegenüber der NATO, nicht gegenüber den „Pufferstaaten“.

    Wenn jemand diese Staaten zu Vasallenstaaten degradiert hat, dann war es die NATO.
    Wird dieser Vertrag gebrochen, oder wurde er schon mit dem Hintergedanken ihn nicht zu erfüllen, geschlossen, ist das das logische Ende der NATO.
    Wird dieser Sicherheitsvertrag ohne Not aufgekündigt, kann sich kein NATO-Mitglied mehr darauf verlassen, im Notfall Beistand geleistet zu bekommen.

    „die heutige Situation einer im Bezug auf Europa vollkommen defensiv ausgerichteten NATO komplett irrelevant.“

    Das Auftreten gegenüber Russland ist alles andere als defensiv.
    Nicht nur die derzeitige Kriegsrethorik, sondern auch die aggresive Osterweiterung
    müssen aus neutraler Sicht als aggressives Vorgehen betrachtet werden.

    „Mit der gleichen Begründung könnte nahezu jedes Land auf der Welt seinen unabdingbare Dominanz gegenüber den Nachbarn begründen.“

    Genau damit begründen viele Länder ihr (deutlich schlechteres) Verhalten gegenüber Nachbarländern.

    „Ihre Behauptungen über amerikanisch gestützte Putschregierungen sind, …unsinnig und unbewiesen“

    Dass die letzte, entsprechend der ukrainischen Verfassung gewählte Regierung aus dem Amt geputscht wurde ist ebenso bewiesen, wie auch die Unterstützung der Amerikaner für die derzeitige (Wunsch-)Regierung. Ob man von freien demokratischen Wahlen sprechen kann, wenn diese im Bürgerkrieg stattfinden und im Vorfeld Parteien verboten wurden, braucht man nicht mal mehr diskutieren, wenn man sieht, dass das Ergebnis der Wahlen die von den USA gewünschte Regierung ist.

    „Der einzige Größenwahn den ich sehen kann ist der eines offensichtlich noch immer nicht vollständig über seine Vergangenheit hinweggekommenen Schwellenlandes, dessen Führung sich nach verblichener Größe zu sehnen scheint“

    Ich habe den Eindruck, dass Sie es sind, der hier über etwas nicht hinweg gekommen ist.

  • T.Wiegold   |   04. September 2014 - 19:18

    Oh weh. Ich ahne wieder eine verbale Auseinandersetzung hier, die nicht sein müsste….

    Allerdings, inhaltlich @Daniel: Die Aussage, die NATO habe mit der Osterweiterung einen Vertrag gebrochen, ist hier im Blog schon zigmal durchdiskutiert worden und wird mit erneuter Behauptung nicht richtiger – bitte nachlesen. Wir müssen nicht alle Debatten der vergangenen Jahre zum x-ten Mal in gleicher Form führen.

  • Thomas Melber, Stuttgart   |   04. September 2014 - 19:33

    Eigentlich ist die NATO-Mitgliedschaft der UKR doch gar nicht notwendig, ist sie doch beim Programm PfP mit dabei (Rußland übrigens auch).

  • Gerolf von Larfitz   |   04. September 2014 - 20:45

    Man muss es positiv sehen. Wenn nun überlegt wird, die Truppe über 24 Stunden einzusetzen, dann wird Verstärkung notwendig sein. Dann kann die Schlagzeile lauten: „Bundeswehr stockt Beteiligung um 100 % auf!“ Das ist doch Klasse! Wenn nun sogar 10 Soldaten dabei sind, Mann, mein Gehirn taumelt im Angesicht dieser Rechnung!

  • b   |   04. September 2014 - 22:18

    „einer im Bezug auf Europa vollkommen defensiv ausgerichteten NATO“

    Es wäre natürlich in Bezug auf Amerika auch „vollkommen defensiv“ wenn die SCO (Russland, China etc) auf Kuba eine Raketenabwehr gegen die akute Bedrohung ihrer Länder durch das Nuklearprogram Honduras errichtet …

    Kommt ja vielleicht demnächst wieder da einige offensichtlich den damaligen Konflikt um die Jupiter Raketen in der Türkei bis heute noch nicht begriffen haben.

  • Jan   |   05. September 2014 - 1:39

    Wahnsinn, dass überhaupt nur ein deutscher Soldat an solch einer Übung teil nimmt.
    Wessen Interessen werden da vertreten?
    Was sind es für Interessen, die dazu führen, das wir Faschisten unterstützen?
    Sowohl die Russen als auch die USA (Nato etc.) agieren hier wohl gleich gut oder schlecht. Aber von einer passiven Nato zu sprechen halte ich für menschenverachtend.
    Warum lässt sich Deutschland überhaupt instrumentalisieren?

  • snowparrot   |   05. September 2014 - 8:42

    1. Wenn Mexiko eine Raketenabwehr installieren würde, würde man sich in USA die Frage stellen, wieso Mexiko die Seiten gewechselt hätte. Die Raketenabwehr ist selber gegen Russland nutzlos, sie beschneidet Russlands Erstachlagskapazität (leider) nicht.

    2. Die Usa haben nicht reihenweiße Länder besetzt, um sie dan in einen halbkolonialen Status zu verwahren, oder dem eigenen Staatsgebiet hinzufügen. Dagegen ist das Verhalten Russlands immer so gewesen und dieses Land hat sich keine Mühe gegeben, diesen Eindruck zu verbessern. Keine Wunder, dass Staaten wie Polen, Rumänien, die baltischen Staaten in die NATO wollten oder Georgien und die Ukraine in die NATO will. (weshalb es keine „aggressive Ostexpansion“ gab)

  • Roman   |   05. September 2014 - 12:14

    @ Snowparrot

    Naja, Punkt 2 trifft für die USA auch zu. Gerade was „ihren Hinterhof“ betrifft.