Exercise Watch: Drei Bundeswehr-Soldaten zur Übung in die Ukraine

rapid_trident_2011

An der multinationalen Übung Rapid Trident in der Ukraine, bei der unter US-Führung zahlreiche NATO-Mitglieder, die Ukraine und andere Partnernationen ihre Zusammenarbeit trainieren werden sich drei Bundeswehrsoldaten beteiligen. Am (heutigen) Freitag sei auf Basis der aktuellen Bedrohungslage und der politischen Situation die Entscheidung getroffen worden, die Stabsoffiziere für Übungsauswertung und Logistik zu entsenden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Die drei Deutschen sollen am (morgigen) Samstag nach Yavoriv in die West-Ukraine reisen; Übungsbeginn ist am kommenden Montag.

Die Übungsserie Rapid Trident findet bereits seit mehreren Jahren statt; das Ziel nach Angaben der organisierenden U.S. Army Europe:

Rapid Trident 2014 is a Chairman of the Joint Chiefs of Staff directed, EUCOM scheduled, USAREUR conducted, Ukrainian led Situational and Field Training Exercise held at the International Peace Keeping and Security Center (IPSC) in Yavoriv, Ukraine. The exercise will be conducted September 15-26, 2014.
Rapid Trident supports interoperability among Ukraine, US, NATO and Partnership for Peace member nations. 15 countries are taking part in the exercise with participation of approximately 1,300 personnel. RT14 will consist of a multinational battalion-level field training exercise.
In preparation for the field training exercise, training audiences will undergo one week of situational training exercises that focus on field training exercise key tasks such as countering improvised explosive devices, convoy operations and patrolling. The exercise will feature a combined, internationally staffed battalion focused on peacekeeping and stability operations.
Participating nations‘ forces include Ukraine, Azerbaijan, Bulgaria, Canada, Georgia, Germany, Great Britain, Latvia, Lithuania, Moldova, Norway, Poland, Romania, Spain, and the U.S. The Rapid Trident exercise comes at the explicit request of the Ukrainian government and military.

(Archivbild 2011: A Ukrainian Paratrooper assists Corporal Jonathan Prévost, Parachute Rigger from 3rd Battalion, Royal 22e Régiment, with his AKS-74 Assault Rifle prior to a parachute jump during Exercise Rapid Trident 2011 – Photo by Corporal Jax Kennedy, Canadian Forces Combat Camera © 2011 DND-MDN Canada)

20 Kommentare zu „Exercise Watch: Drei Bundeswehr-Soldaten zur Übung in die Ukraine“

  • Werferfehler   |   12. September 2014 - 17:31

    Ich will mich hier nicht wiederholen,
    aber Übungsauwertung und Logistik können wir wirklich,
    die Kameraden sind sehr gut platziert,
    Werferfehler

  • Mariner   |   12. September 2014 - 18:31

    Aber 3 von 1300 … ist das gemeint, wenn der Bundespräsident und die IBuK von mehr Deutscher Verantwortung sprechen …

  • Thomas Melber   |   12. September 2014 - 18:51

    @Mariner
    Die EX wurde vielleicht schon letztes Jahr geplant, und da hat DEU eben drei Stellen besetzt – die Frage ist auch, was uns angeboten wurde.

    In Masse sollen wohl Osteuropäische Kräfte beübt werden.

    Interessant ist, daß von „US and NATO“ gesprochen wird – zumindest „US and other NATO“ – ich dachte, die USA gehörten mit dazu?

  • califax   |   12. September 2014 - 18:59

    Wenn die 3 Jungs gut sind, hilft das der Ukraine (und uns) mehr als 1300 Leute, die im Lager hocken und sich gegenseitig die Umweltplaketten kontrollieren. :)

  • soldat   |   12. September 2014 - 20:25

    Und dennoch: um die 100 Kräfte aus Seedorf sind alarmiert für eine Verlegung in die Ukraine…

  • T.Wiegold   |   12. September 2014 - 20:40

    @soldat

    Huh? Äh, wofür?

  • califax   |   12. September 2014 - 20:55

    Mein Tip: Logistik.
    Bodenproben, Umweltgutachten, Lärmschutzverordnungsharmonisierung, temporäre Kinderbetreuung mit rechtlichem und fachlichem Gutachten zur Einhaltung aller nötigen Standards, Wartung des Dienstfahrzeugs und sonstiger Ausstattung und natürlich Fotographen für die Bundeswebsite.
    Das alles mit Ersatz für Krankheitsfall.

  • Closius   |   12. September 2014 - 21:20

    Ich dachte es sollten 4 Deutsche Soldaten an dem Manöver teilnehmen? Ist da noch mal um 25 % gekürzt worden die deutsche Beteiligung?

    USA und Nato meint eben, die USA macht fast alles, trägt Kosten und Risiken und der Rest der Nato sind nur die Zaungäste, die Alibi-Verbündeten.

  • Thomas Melber   |   12. September 2014 - 21:23

    Die Amerikaner stellen die Hauptkräfte, wir die Verzögerungskräfte und das Gefechtsfeld …

  • soldat   |   12. September 2014 - 21:56

    Grobe Info war Absicherung von OSZE Mitarbeitern bei Kontrolle der Waffenruhe

  • califax   |   12. September 2014 - 21:57

    @soldat: Klingt nach Selbstmordkommando.

  • soldat   |   12. September 2014 - 22:01

    Ich muss auch ehrlich sagen dass ich zweifelte. Allerdings hatte ich dann ein telefonat das sehr seriös wirkte. Ein betroffener will sich mal melden falls er tatsächlich dort ist

  • Thomas Melber   |   12. September 2014 - 22:06

    Kontrolle meint wohl Überwachung und nicht Durchsetzung. Und: es gibt sicher tolle patches und eine Einsatzmedaille, Gefechtsmedaille je nach ROE, EK für Tapferkeit dann nach Neigung.

  • Thomas Melber   |   12. September 2014 - 22:17

    Ist in Dnjepropetrowsk nicht auch eine? Das wird dann aber eine Herausforderung!

  • markus d.Ä.   |   13. September 2014 - 7:30

    https://twitter.com/tombreadley/status/510502849826926592/photo/1

    mhh angeblich bei lviv … könnte aber überall in mitteleuropa sein. die straße sieht eigentlich zu gut aus für irgendwas in der ukraine ;)

  • politisch inkorrekt   |   13. September 2014 - 8:14

    @Soldat

    1. OpSec!
    2. In Bereitschaft für irgendetwas versetzt zu werden schafft Handlungsfreiheit und Möglichkeiten, mehr nicht.
    3. Es wurden und werden bei Krisen immer wieder Kräfte der Bundeswehr in Bereitschaft versetzt-und nicht nur Fallschirmjäger trifft dieses Schicksal.
    4. Nochmal OpSec

    pi

  • cosmo   |   13. September 2014 - 11:39

    Vielleicht wurden ja mal wieder drei „Arm Chair Warriors“ aus dem Mysterium vom „Heldenklau“ schanghaied damit sie endlich auch ein Stück buntes Blech für die ansonsten nackte Heldenbrust bekommen (soll ja mitunter karrierefördernd sein…) :-)

    Hoffentlich gehen sie auf dem Weg nach UKR nicht verloren…..

    Übungsauswertung und Logistik…. ich lach‘ mich kaputt…..

  • Tomas Aquinas   |   14. September 2014 - 16:17

    Da ist ein Marschkredit auf dem Panzer (29 …irgendwas). Dann ist das Foto definitiv aus Deutschland oder einem anderen NATO-Land und zweitens ist es nicht heute aufgenommen worden, sondern einem 29. irgendeines Monats, irgendeines Jahres. Seltsamer Zufall, dass das Bild zu verpixelt ist, als dass man den Marschkredit lesen kann.

  • Tomas Aquinas   |   14. September 2014 - 17:02

    War ein Manöver in Bayern, 2013. Gerade auf YT gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=Y3Un76NbuBQ&list=UUxVi7INSVSfTy4ZZDej_zdg#t=20