RC N Watch: Deutscher Kommandeur erwartet 2014 keine zunehmende Gewalt

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Der deutsche ISAF-Kommandeur in Nordafghanistan, Generalleutnant Generalmajor Jörg Vollmer (Foto oben beim Besuch der Verteidigungsministerin in Masar-i-Scharif) erwartet für 2014 keine zunehmende Gewalt der Aufständischen am Hindukusch. Aus einem Interview Vollmers mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa):

Ich gehe davon aus, dass sich das in etwa auf dem Niveau bewegt wie 2013 auch. Mehr wird es auf keinen Fall sein. Dazu ist der Gegner nicht mehr in der Lage.

Allerdings rechnet der Kommandeur des Regionalkommandos Nord unverändert mit Anschlägen der Taliban und anderer Gruppen:

Was wir erwarten ist, dass die gegnerischen Kräfte versuchen werden, die Präsidentenwahl im April zu stören und damit die afghanische Regierung und die afghanischen Sicherheitskräfte zu diskreditieren“, sagte Vollmer. Zwar seien die Taliban zu schwach, um die einheimischen Sicherheitskräfte im offenen Kampf anzugreifen. „Wozu sie aber in der Lage sind ist, mit Terrormaßnahmen wie Sprengfallen oder Selbstmordattentätern Anschläge auf Repräsentanten des Staates zu verüben.“ Damit rechne er auch im gerade angebrochenen Jahr. „Das werden wir vermutlich öfter erleben müssen.“

Nun ist eine Bewertung der Sicherheitslage von vielen Faktoren geprägt – mich beunruhigt allerdings, wenn Vollmer davon spricht, dass sich die Gewalt in etwa auf dem Niveau bewegt wie 2013 auch. Denn beim Afghanistan Analysts Network lese ich:

2013 has probably been the most violent year since 2001. (…) The number of war dead has increased again, foremost among the civilian population. According to the UN, civilian casualties have increased by ten per cent (to 2,730 dead and 5,169 injured) in the first eleven months of 2013 compared to last year. Most are results of Taleban attacks. Moreover, the Taleban now seem to attack in larger groups more often. They have increasingly attempted to take over district centres, mainly in peripheral areas, and test the power of the Afghan National Security Forces (ANSF) that now operate on their own in most of those area.

Dazu ganz aktuell ein Bericht vom Neujahrstag:

The Taliban-led attacks and conflicts claimed the lives of more than 70 people and wounded over 150 others across Afghanistan last month, according to official data.
A total of 20 major bomb attacks, including five suicide bombings, hit several parts of the war-torn central Asian state in December.

Und das vor dem Hintergrund, dass die internationalen Truppen in den kommenden Monaten deutlich reduziert werden – auch wenn es zu einem amerikanisch-afghanischen Sicherheitsabkommen und damit zu Plänen für eine weitere internationale Präsenz am Hindukusch nach 2014 kommen sollte.

 

 

 

 

 

143 Gedanken zu „RC N Watch: Deutscher Kommandeur erwartet 2014 keine zunehmende Gewalt

  1. @Koffer:
    Zustimmung, mir ging es nur darum zu zeigen, dass Einsatzerfahrungen allein die Dinge nicht ändert.

    Aber auch bei der OLt-Maj bezweifle ich, dass sich hierdurch wirklich ausreichend ändert. Es sind zu wenige mit einer anderen Sichtweise. Man schaue allein nur in die letzten Jahrgänge des LGAN. Ja einige KpChef mit ISAF-Erfahrung 2007-2011 sind dabei. Aber natürlich weiterhin eine Minderheit.

    Da nun am allen Ecken die Grundbetriebsbundeswehr Oberwasser hat, fehlt auch der Schwung die ersten Schritte fortzusetzen.

  2. @Section31:
    Ich sage ja nicht, dass Setzer echte Erfahrung hat, aber er hat aus Sicht des PersManagements ein Alleinstellungsmerkmal.
    Ich sehe es wie sie:
    Man kam in KDZ und in MeS Kdr gewesen sein und trotzdem von der Realität nichts wissen wollen (siehe 14. Ktgt PRT KDZ…)

  3. 2014 spricht auch wenig für eine veränderte Lage, die viel angekündigte „Offensive“ der Taliban läuft schon lange, und an der Strategie hat sich eigentlich nicht viel getan. Interessant wird es dann eher in der Endphase, wenn die meisten Truppen abgezogen sind und das Machtgefüge sich verschiebt: Nimmt die Gewalt zu, ab, oder bleibt sie gleich?

  4. Mein Tip: Sie nimmt kurzfristig zu und flaut dann fix ab, bzw. verlagert sich auf die vor 911 in AFG üblichen „Strafprozesse“.

  5. @Memoria

    Ich glaube auch nicht daran das es sich wirklich in den Köpfen ändert, worauf ich eher hinauswollte ist das nun viele jüngere Offze genervt das Handtuch werfen eben weil sich nichts ändert und somit die Chance vertan wird tatsächlich sich mal mit den Konsequenzen des Soldatenhandwerks auseinanderzusetzen. Ein schönes Beispiel für die Grundbetriebsbundeswehr ist die neue Einheit in die ich versetzt wurde. das ArtLRgt 345. Die erste grössere Übung und was wird umgesetzt? Der kalte Krieg mit Kampf gegen Mechanisierten Kräften ( und das auch noch schlecht! ).
    Daher gehe ich konform mit ihrer aussage das sich da nichts ändert, und ob die Bundeswehr in einem weitern Engagement diesen Ausmasses eingesetzt werden wird darf bezweifelt werden und das wäre die einzige Möglichkeit einen tiefgreifenden Wandel durchzusetzen.
    Aber was erwartet man auch jedes Schwert was nicht genutzt wird wird stumpf.

  6. @Forodir:
    Deckt sich mit meinem Eindruck:
    Mit dem Ende von ISAF setzt kein Nachdenken darüber ein wie die zukünftigen Konflikte aussehen könnten.
    Stattdessen setzt man bei Ausbildung und Übung auf Bewährtes (Mech. Gegner + ein wenig irregulären Gegner).
    Die fehlende Lernfähigkeit wird noch weitere Einsatzerfahrene aller Dienstgradgruppen aus der Bundeswehr treiben.

  7. @ Forodir | 02. Januar 2014 – 8:35
    „Stattdessen setzt man bei Ausbildung und Übung auf Bewährtes (Mech. Gegner + ein wenig irregulären Gegner).“
    Richtig ist, dassß man in AFG nichts, aber auch nichts schönreden darf, dazu ist im thread schon viel gesagt, Stichwort Wahrhaftigkeit. Richtig ist auch das auch, daß Einsatzerfahrungen (strategisch bis taktisch) immer noch sehr schecht ausgewertet und vor allem umgesetzt werden (Doktrin, Vorschriften, Fähigkeitsforderungen an Ausrüstung)
    Ich finde aber, dass man durchaus auf Bewährtes setzen muss. Könnnen wir uns auf Grundsätze einigen? Keiner weiß, wie künftige Konflikte aussehen. Vermutlich werden wir
    COIN in solchen langen Zeiträumen (Jahren) nie mehr durchführen wollen. Die meisten Blogger reden ja auch nicht gerade vom Erfolg in AFG.

  8. @Akamp

    die Wahrscheinlichkeit kleine und begrenzte Operationen und COIN durchzuführen sind aber weitaus höher als der Kampf gegen massierten Feind mit mechanisierten Verbänden. hier geht es nicht darum das man das nicht mehr Üben soll ( wie gesagt die Leistung in dieser Übung war milde gesagt suboptimal ) sondern das man sich alleine (sic!) darauf zurückziehen will.
    Der gesamte Ansatz wie in AFG gekämpft wurde gehört auf dem Prüfstand, auch z.B. für die Artillerie, der Ansatz der „Festungs-Artillerie“ war von vorneherein Quatsch die begrenzten und kurzen Patrouillen ohne Nachhaltigkeit genauso! Es geht also nicht darum altes gegen neues aufzuwiegen sondern überhaupt Möglichkeiten des Handelns zu erstellen. Aber das würde wie schon mehrere Vorposter geschrieben haben-
    erstens: überhaupt eine Auseinandersetzung mit den Erfahrungen und
    zweitens: eine vernüntige Diskussion-und Fehlerkultur voraussetzen.

  9. Auf welt.de ein neuer Bericht zum iranischen Einfluss in AFG („Wie die Mullahs lernten, die Taliban zu lieben“).

    That’s what winning looks like…

    @AKamp:
    Natürlich ist das Beherrschen von Grundsätzen und Bewährtem wichtig – man muss es jedoch mit dem heute und morgen verbinden.

    Das Kriegsbild der Bundeswehr geht jedoch weiterhin implizit davon aus, dass der Gegner dumm ist:

    Entweder er kämpft in klassischer Weise (Kalter Kriegsszenario, siehe Offizierausbildung) oder er nutzt seine Vorteile als Irregulärer nicht (ILÜ-Szenare).

    Auch wenn wir kein COIN mehr machen wollen, wird die Gegenseite am Erfolgsmodell festhalten und es weiterentwickeln (hybride Kriegsformen). Daher kann man eines ziemlich sicher sagen: so wie früher und heute wird es morgen nicht.
    Aber die Bw denkt eben vorallem über gestern und heute nach.
    Die Diskussion gibt es, jedoch mehr oder weniger heftig, in allen NATO-Staaten:
    http://www.nytimes.com/2013/07/21/opinion/sunday/the-pipe-dream-of-easy-war.html?ref=opinion

    Der Anfang des Artikels („A GREAT deal of intelligence can be invested in ignorance when the need for illusion is deep,”) paßt ja auch sehr gut zum Thema dieses Threads.

    Wenn man die Realitäten gar nicht mehr wahrnehmen will, dann kann man sich an diese auch nicht anpassen.
    Daher gibt es bei uns dazu auch keine Diskussion.

  10. @Forodir:
    Schönes Beispiel zur Denkweise in der neuen „Zu Gleich“ (2/2013). Ein BttrChef von 295 sieht beim Einsatz einer vtskArtBttr die Notwendigkeit eines ADLER-Zuganges für den BttrChef – u.a. für Erkundungen etc (soweit so gut).
    Als technische Lösung genügt aus seiner Sicht auch eine ADLER-Kabine auf 2-Tonner.
    Ein Hinweis, dass dies nur eine Notlösung sein kann fehlt völlig.
    In einem realistischen Szenar auf 2-Tonner bei der Erkundung.
    Wenn man in Kategorien von VRV/ FLOT denkt, dann geht das natürlich.

  11. @Memoria

    Ah, auch das neue Jahr beginnt wieder mit einer Vielzahl lustiger Abkürzungen… ;-)

    Ich erneuere deshalb gerne zu Jahresbeginn meine Bitte, nicht ganz so bekannte Abkürzungen zumindest ein Mal auszuschreiben, damit nicht eine nicht ganz unbeachtliche Zahl von Lesern ratlos vor dem VRV/FLOT steht.

  12. @Memoria

    Tja, das ist genau das Problem, blöd nur das die FLET die eigene Autotür ist :P

  13. @ Forodir | 02. Januar 2014 – 10:47 und @ Memoria | 02. Januar 2014 – 10:55
    „erstens: überhaupt eine Auseinandersetzung mit den Erfahrungen und
    zweitens: eine vernüntige Diskussion-und Fehlerkultur voraussetzen.“
    „Wenn man die Realitäten gar nicht mehr wahrnehmen will, dann kann man sich an diese auch nicht anpassen.
    Daher gibt es bei uns dazu auch keine Diskussion.“
    Wenn wir das also nicht machen, was sie beide beschreiben (und andere) das wäre so arm, dass man es sich nicht vorstellen kann!
    Das glauben wir doch nicht im Ernst dass wie M. schreibt: „Aber die Bw denkt eben vorallem über gestern und heute nach.“ Keine strategischen Denkfabriken?, keine Weiterentwicklung modernen operativen Denkens?, keine Zukunftsorientierung bei taktischen Grundsätzen? Sondern die historische Weisheit: Generale gewinnen im Nachgang oft den letzten Krieg.Also Keine moderne Visionen? Wer hat den dann wie die neue Struktur auf welcher Baisis hergeleitet? Lego auf Kassenlage? Wenn es nur im Ansatz so wäre, dann wäre so traurig. Dann sollten wir lieber mal da beginnen und nicht alle linietreu in den Chor „homeoffice“ einstimmen. Streitkräfte haben doch einen AUFTRAG und sollen sich nicht nur mit softfactors beschäftigen, so wichtig die auch sind. Dann verstehe ich nun auch besser, dass wir so erfolgreich sind, in den offiziellen Verlautbahrungen. Dann haben wir ja alles richtig gemacht. Dann geht auch homeoffice und oder persönlicher Aufstieg.

  14. @T.W.:
    Wo sind denn meine guten Vorsätze hin…

    VRV= Vorderer Rand der Verteidigung
    FLOT= Forward Line of own Troops (deutsch: Sicherungslinie)

    Umgangssprachlich: die Front

    Aber in einem Krieg ohne Fronten eben wenig aussagekräftig.

  15. ups ja sorry,..FLET Forward Line of Enemy Troops,…

    @AKamp
    aber das ist doch genau das Problem, wir haben eben keine „Thinktanks“ zumindest keine die wirklich Gewicht haben und auf militärischer Seite ist die Weiterentwicklung über dutzende Stellen verteilt, von strategischem Niveau her ganz zu schweigen da ist die Marine noch am besten aufgestellt,..das Heer kleckert mit taktischem „Leassons learned“ herum. Das Handwerkszeug ist ja da, die ZDv oder HDv sind nicht so nutzlos wie manch einer meint aber es fehlt halt der Bezug zur Realität herzustellen und das wird gerade auf den Führungslehrgängen eben nicht gemacht,

  16. @Forodir:
    Ich empfehle in der „Zu Gleich“ den ausführlichen Artikel über den Hochwassereinsatz von 345 (Autor: S3StOffz).
    Da man bei der Zusammenarbeit mit zivilen Stellen Defizite erkannt hat, soll zukünftig ein Gedankenaustausch mit Hilfsorganisationen im Raum Kusel verstärkt werden.
    Klar trotz einem Kdo TerrAufg, einem Zentrum ZMZ (ehemals CIMIC mit neuem Schwerpunkt ZMZ/I), Landeskommandos, BVK und KVK muß sich eines von noch 4 ArtBtl natürlich auch um ZMZ/I kümmern. Im Bereich des Kernauftrages ist ja dann alles im grünen Bereich.

    Zurück in die Zukunft…. Back to the nineties..

    BVK und KVK= Bezirks- und Kreisverbindungskommando
    Kdo TerrAufg = Kommando territoriale Aufgaben
    ZMZ/I = Zivile militärische Zusammenarbeit im Inland

  17. Hauptproblem ist das wer nicht Konform ist kommt da nicht hoch
    Nestbeschmutzer werden da gar nicht in Ober Ränge gelassen, und dann kommt die Aussage die unsere Regierung will es wird nicht mehr , das wollen alle Hören Medien und Linksparteien , den andersrum könnte heißen sie könnten Material brauchen , das gute ist das DINGO frei geworden sind und deshalb Material da ist aber es könnte Kampfgerät zum Schluss gebraucht werden wie Kampfdrohnen , Mörser Systeme um den Abzug zu schützen zu können , deshalb wird gelogen wenn auch eigene Sterben könnte .
    Wie wurde Oberst Klein der nach alten unbeliebten Ehre handelt der General ist seinen Soldaten Verpflichtet, Medienbericht wurden zurückgehalten wie das eine Anschlagwarnung gab, und es gibt Zweifel das die Zivile Leute ganz unbeteiligt wahren es war nur ein Pro Taliban Dorf beteiligt , aber heute zählt nur ich steh gut da , und alles was nicht gut ist wird nach unten gereicht

  18. @ Halid Bin Velid
    Der Gegner spricht, anders als die Bundeswehr, nicht von “Attraktivität des Dienstes” und begreift seinen Einsatz auch nicht als “Job”, sondern verlangt von seinen Kriegern nichts als Opfer.

    Um das mal gerade aufzugreifen: Naja, das ist deren Propaganda. Tatsächlich entscheidend sind letztlich die lokalen Gruppen, ohne deren (notfalls auch erzwungene) Unterstützung können weder die Regierung noch die Aufständischen viel bewirken.

    Und da gilt glaub immer noch die Faustregel: Wenn man an der einen Seite keine Teilnahme hat, wendet man sich an die andere. Dass die Aufständischen immer noch die vielversprechsendste Opposition sind, weil es mit den demokratischen und rechtssprechenden Strukturen auf Distrikt- und Provinzebene nicht weit her ist, ist doch eine der größten Niederlagen des ganzen Engangements.

    Gerade das ermöglicht den ausländischen Taliban-Akteuren doch überhaupt erst einen Fuß in die Tür zu kriegen.

    Wie es von da an weitergeht wird sich zeigen müssen. 2006 konnten gerade im Süden relativ kleine Taliban-Kader (einige hundert Kämpfer) große Gebiete „erobern“ weil sich ihnen kaum wer in den Weg stellte (ANA gab es damals kaum, und die ehemaligen Mujaheddin waren zerstritten). Ob sich das wiederholt ist letztlich offen – aber was die militärische Stärke angeht ist die „Regierungsseite“ auch ohne ISAF im Norden deutlich besser aufgestellt als „die Taliban“. (Was natürlich wenig bringt, wenn das Militär sich raushält, siehe Bundeswehr.)

    Letztlich sollte man im Kopf halten, dass es sich um den Wettstreit lokaler Akteure handelt, und auch „die Taliban“ nur mit Wasser kochen.

    Auf deren Haben-Seite sieht es da tatsächlich nichtmal so gut aus:
    – Die Bereitschaft Gewalt zur Einschüchterung einzusetzen
    – Eine einheitliche, hierarchische Führung, die weniger für Postenkauf anfällig ist und eher dazu neigt unfähige Anführer auszutauschen
    – Einen Ruf für harsche aber unparteiische Rechtssprechung (was der Realität aber nicht immer standhält)
    – Die „Kampf gegen unislamische Besatzer“-Propaganda (die aber glaub im Norden eher weniger verfängt)

    Im Gegenzug dazu hat/hatte die Regierungsseite mehrere Vorteile:
    – Eine extrem schlagkräftige „militärische Feuerwehr“ durch ISAF *
    – Ein nicht in lokale Machtkämpfe verwickeltes Korrektiv in Form der ausländischen Mentoren (naja, nicht wirklich) *
    – Sehr viel Geld (das auch spürbar in nützliche Projekte wie Schulen und Krankenhäuser fließt) *
    – Mittlerweile viele ausgebildete Kämpfer *
    – Mittlerweile Strukturen bis auf Distrikt-Level
    – Die Taliban sind im Norden extrem unbeliebt

    Und davon wird vieles dummerweise von einem Jahr aufs andere in Frage gestellt (*). Da ist es wenig überraschend, dass sich Unsicherheit und Zukunftsängste breitmachen. Ob „die Taliban“ daraus Profit schlagen können, ob sie an Momentum gewinnen, oder Afghanistan „nur“ mehr zerfällt, das ist glaub noch nicht abzusehen. So oder so dürfte die Zersplitterung zunehmen, und das Leben für die Afghanen wieder schwerer werden.

    Einen Fehler, den man aber nicht tun sollte, wäre so zu tun als kämpften „da die aufrecht an was glaubenden Taliban“ gegen „die opportunischten Regierungs-Afghanen“. Dem ist schlicht nicht so – tatsächlich dürfte gerade im Norden das „Zu kurz gekommen sein“ die treibende Kraft hinter den Aufständischen sein, während sich viele die tatsächlich etwas aufbauen wollen mittlerweile im Regierungslager befinden. Und die ANCOP im Zeit-Artikel „Was von den Deutschen übrig bleibt“ sind da glaub ein sehr anschauliches Beispiel.

    Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss:
    Die BBC hatte 2011 mal über die Kämpfe Abseits von ISAF berichtet:
    „A Battle in Baghlan –
    What going to war against the Taliban in Afghanistan’s troubled north is really like.“

  19. Die “Generation Einsatzerfahrung” hat/wird ebensoviele austauschbare Köpfe hervorbringen wie die Vorgängergenerationen ohne diesen Hintergrund.
    Entscheidend für das Vorankommen war (und ist) nicht die Nähe zur Realität sondern die Fähigkeit sich unfallfrei auf schlüpfrigem Parkett zu bewegen. Spätestens nach Rückkehr auf einen förderlichen Dienstposten in DEU oder EU ist die persönlich erlebte Realität (die auch im Eins nicht immer der tatsächlichen entsprach) oftmals sogar hinderlich – zumindest aber nicht Gradmesser des eigenen Handelns.

  20. Allerdings sollte auch die „Generation Einsatzerfahrung“ nicht vergessen, sich und das Erlebte ständig zu hinterfragen. Leider gibt es einige Kameraden, die – kaum sind sie aus dem Einsatz zurück – kaum noch bereit sind bei z.B. Truppenübungsplatzaufenthalten Ratschläge der Ausbilder anzunehmen, weil sie Ihre im Einsatz gesammelten Eindrücke und Erfahrungen absolut setzen, und dabei vergessen, dass jeder Einsatz mit seinem Feind, landschaftlichen Gegebenheiten, ROEs, etc. unterschiedlich ist. Von daher sind die Grundlagen, also wie Forodir oben schon sagte, die Vorschriften meist gar nicht schlecht. Man muss dann halt in der Lage sein, für das jeweilige Einsatzland die nötigen Schwerpunkte setzen…

  21. @Walserwacht:
    Volle Zustimmung.
    Viel zu oft bleiben beide Seiten gedanklich beim eigenen Erfahrungshorizont stehen. Anstatt die jeweiligen Ansichten zu verbinden.

    Wie sehr eine „haben-wir-im-Einsatz-auch-gebraucht“-Haltung schaden kann erleben derzeit ja auch die Amerikaner:
    Die Einsatzgeneration ist stark von den Rahmenbedingungen eines Stabilisierungseinsatzes geprägt (FOB).
    Der Wechsel zu Eingreifoperationen fällt wohl schwer.

    Die U.S. Army hat daher neue Ausbildungsinhalte definiert (DATE). Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=Yu42YGi85-4

    Im deutschen Heer bietet Obsidian viele Möglichkeiten, aber es fehlt der Richtungsschuss der Führung.

    Dass kann ja aber der baldige GenLt Vollmer dann im Kdo Heer ändern…

  22. Nun der Trend 2014/2015 geht wieder vermehrt in die Richtung „High Intensity“ als Übungsszenar. Dies gilt zumindest für die DEU Grossverbandsebene in Bezug auf Gefechtsstandübungen aller Couleur. OBSIDIA ist da nur ein (durchaus gern genutztes) Vehikel.

  23. @Simulant:
    Also „klassisches“ High-Intensity-Gefecht – mit minimalem irregulären Elementen (wenn überhaupt)?

    Da sehe ich eben den gedanklichen Widerspruch.
    Auf der einen Seite gehtan davon aus, dass wir stets die Luftherrschaft haben (Auflösung Heeresflugabwehrtruppe) und gleichzeitig glaubz an der Gegner tritt ganz traditionell „in Linie“ auf freier Fläche an. Ohne unsere technische Überlegenheit durch irreguläre Methoden zu unterlaufen.

    Damit sollte sich der Inspekteur des Heeres vielleicht mal mehr kümmern als im die Neufassung des Haar- und Barterlasses.

  24. Aus Sicht der verantwortlichen Kommandeure durchaus verständlich:
    Solange als Kernfähigkeiten eines Btl/einer Brig/einer Div nach wie vor die Operation Verbundener Kräfte (also u.a. Angriff, Verteidigung) in die Lastenhefte der Verbände/Grossverbände geschrieben sind, muss man sich nicht wundern, wenn auch entsprechend geübt wird. Dies gilt insbesondere, da in den vergangenen Jahren sehr viel Wissen und Können auf diesem Gebiet verloren gegangen ist. Ab sofort wird also quasi ein Nachholbedarf gedeckt – aus deren Sicht.
    Nur gut, dass unsere vorhandenen Gefechtsübungssimulationssysteme dafür sowieso viel besser geeignet sind…

  25. @Simulant:
    Vielen Dank für die Einschätzung.
    Richtig die Kdr sind hier nur Durch Führungsebene (wenn auch mit Handlungsspielraum).

    Mein Vorwurf richtet sich vielmehr an den GI und die Inspekteure.
    Dort scheint eben auch die Haltung vorzuherrschen:
    Zurück in die Zukunft. In den USA und UK gibt es derzeit gerade auf dieser Ebene erhebliche Diskussionen (siehe AUSA-Herbst-Tagung 2013, RUSI Land Warfare-Konferenz http://www.rusi.org/landwarfare, etc.).
    Wo sind entsprechende Impulse in Deutschland.
    Die Handelsblattkonferenz war ja ein treffendes Beispiel für den hiesigen Diskussionsstand: http://augengeradeaus.net/2013/12/doku-die-inspekteure-mit-alles-zur-bundeswehr/

    Natürlich gibt es in den Grundfertigkeiten der Truppengattungen viel Nachholbedarf. Aber den könnte man auch anhand zukunftsweisender Szenare ausgleichen.

    Und wenn der InspH in der Zukunft hybride Konflikte vorher sieht, dann sollten ja zunächst die Gefechtssimulationssysteme des Heeres (und der Bw insgesamt) dies abdecken.

    Aber das eine wird in Berlin gesagt und das andere in Wildflecken gemacht (wie gesagt kein Vorwurf an die Durchführungsebene).
    Es zeigt einfach nur auf welch wackligen Grund die Neuausrichtung steht.

  26. Memoria | 02. Januar 2014 – 14:32
    Dieser Inspekteur des Heeres? Um Doktrin? Um zielgerichtete Weiterentwicklung? Um Konzeptionelle Fragen? Nun, da sagen meine Kameraden beim Heer aber anderes.
    Neben dem von Ihnen angesprochenen Haar- und Barterlass wird er noch anderes finden, z.B. Homeoffice möglicherweise, operativ-taktische Fragen aber sicher nicht. Ein vor kurzem ausgeschiedener Zeitsoldat sprach doch tatsächlich davon, dass bei Veranstaltungen des Inspekteurs des Heeres vom nun erreichten Zustand des „Weltklasseheeres“ gesprochen werden kann. Eine diesem Inspekteur zugeordnete Wortschöpfung. Ironie ON: Wenn das so gesagt wurde, meine Damen und Herren, dann hat das zustimmen, sonst Karriere Ende im Heer Ironie OFF
    Bei ähnlichen Veranstaltungen Inspekteur des Heeres wird dann wohl schnell mal zu Anzug, Hosengummis übergagangen, da kann man mal alle Erfahrungen konkret machen und junge BtlKdr mit konkreten Vorstellungen beeindrucken.
    Siehe dazu auch Erfolgsmeldungen auf der Internetseite des Heeres/Inspekteur des Heer. Fairerweise muss man seine Schwerpunktsetzung auf Ausbildung als richtig anerkennen.

  27. Na ja – die Worte (des InspH) sind ja durchaus wohl gesetzt, die Analyse in Bezug auf die zukünftigen Anforderungen an das Heer als Haupträger solcher Konflikte durchaus zutreffend. In der Überleitung zur aktuellen Strukturreform wird es dann schnell dünner.
    In der Grundausrichtung (Stärkung der Basis, sprich der Verbände/Grossverbände) immer noch logisch nachvollziehbar, was (noch?) fehlt ist die konzeptionelle Umsetzung als Grundlage für Ausbildung, Übung und Einsatz von Kräften – aber hier greift dann wohl die Unterfinanzierung der Streitkräfte Raum.
    Was ich nicht mit Mitteln hinterlegen kann bleibt auf Dauer nur Wunsch und bestenfalls gutgemeinte Absicht und Vision.

  28. @AKamp:
    Das mit dem Weltklasse-Heer habe ich mehrfach aus seinem Mund so gehört. Er lebt in einer ILÜ-Welt.

    Ausbildung sollte der Schwerpunkt sein, aber eben „vom Einsatz her gedacht“.

    Ich bin gespannt wer sein Nachfolger wird und wie sich andere in seinem Umfeld – evtl. GenMaj Vollmer – auswirken.
    Nur wirkliche Hoffnung habe ich nicht.

  29. @Memoria

    Die US Konferenzen finden aber auch nur als Gegengewicht zur Air Sea Battle (Pazifik) Diskussion statt, ansonsten bejammern die Amis (Army) gerade die Schließung von Brigaden….

  30. Zu Vollmers Kommentar braucht man wohl nix mehr zu ergänzen.
    Der Preis für den 3. Stern ist halt seit Feb 2010 festgelegt auf 12Monate Einsatz. Wenn man diesen bezahlt hat, muss man nur straight bleiben und jeden potenziellen Fehler weit umkreisen.
    Vollmer hat bezahlt und nun will er halt „ernten“. Wird er wohl die letzten Paar Wochen noch schaffen.

    Zum Thema zukünftiger Führungsnachwuchs:
    In den LGAN Jahrgängen 2010-2013 dürfte der Anteil gefechtserfahrener Offiziere im niedrigen 1-stelligen Prozentbereich liegen. Ist zwar nur ein persönliches Erleben und nicht empirisch belegt. Aber allzuweit liegt es nicht davon entfernt.
    Wer also ernsthaft glaubt, die „Generation Einsatz“ wird bald in entscheidende Positionen kommen, irrt deutlich.
    Die deutlich höhere Quote kampferprobter Offiziere trifft man wohl eher in den Kienbaum-Seminaren.

    PS: Ist der Nachfolger Vollmers eigentlich schon öffentlich?

  31. @Soenke Marahrens:
    Klar versucht man dort – recht panisch – ein Gegengewicht zu AirSeaBattle zu bilden.

    Gemeinsam mit USMC und SOCOM hat man ja nun das Office for Strategic Landpower gegründet. Wohl eher eine Verzweiflungstat. Aber zumindest denkt man über die Zukunft nach (auch in UK).

    Und bei uns? Siehe Handelsblatt-Konferenz:
    http://augengeradeaus.net/2013/12/doku-die-inspekteure-mit-alles-zur-bundeswehr/#comment-83438

    Wir hatten das ja schon öfter hier:
    Wir haben noch nicht mal eine geeignete Diskussionsplattform – außer ag.net.

    Das Ergebnis ist ein konzeptionsloses Durchwursteln für 32 Mrd.

  32. Simulant | 02. Januar 2014 – 15:17
    Das ist schon Interessant 2004 Rot/Grün war Pz und PzGren Veraltet alles war nur auf JG Btl gerichtet
    Und jetzt in die Kämpfe erweisen sich die alten Pz Truppen doch als sehr Wichtig, wohl sie immer noch schwer ist
    Im Gegenteil USA testen schon Kettenfahrzeuge als Inf. Einheiten
    Und so ist der Krieg man weiß nicht was gut oder schlecht ist, aber unsere Generäle sagen alles schön wie es die Parteien wollen Voraus und werden immer mehr überrascht wie der Krieg entwickelt
    Ich hoffe das man in Zukunft auf alle Möglichkeiten wieder Vorbereitet und nur in die Vorbereitung für Einsatz kann immer noch so Ausbilden
    Die Frage ist nur ob man bereit ist das Geld dafür auszugeben
    O. Punkt | 02. Januar 2014 – 15:52
    Sehr gut

  33. @O. Punkt:
    Es läuft wohl auf einen der beiden BrigKdr der 1. PzDiv hinaus (L9: BrigGen Wagner, 21: BrigGen Gante).
    L9 sollte ursprünglich das Führungspersonal stellen – ob die Planung mittlerweile angepasst wurde weiß ich nicht.
    Beide Kdr verfügen jedoch über keinerlei ISAF-Erfahrung (abgesehen von Gantes einjähriger Verwendung im BMVg, EinsFüSt, ET AFG).

    Das mit dem Kienbaum-Seminar ist sehr treffend..

  34. @viva:
    Immerhin bekommt dann die AL-Ebene des Kdo Heer nochmal die Chance auf ISAF-Einsatzrealität. Schaden kann es ja nicht.
    Aber entspricht ja auch nicht den Kohäsionsreden des Inspekteurs.

    Hauptsache die Lage bleibt zu seiner Zeit auch so gut wie unter Vollmer…

  35. @Viva:
    Klingt plausibel, als AL Einsatz im Kdo Heer. Er müsste ja bereits in der „Einsatzvorausbildung“ sein.

  36. @viva:
    Dabei sicher eine Einweisung zur allg. Lage und dem Ausblick – durch GenMaj Vollmer…

  37. @Memoria auch bei Doctrine man auf FB ;-), aber ein wirklich guter Artikel, der dort referenzierte Artikel zu Conversation ist auch gut!

  38. @Soenke Marahrens:
    Genau, und es passte hier einfach so gut.
    Stelle mir dabei vor wie GenMaj Vollmer mit dem OCC-P Baghlan oder Kunduz beim Mittagessen Fragen nochmal stellt.

    Denn genau diese Bereiche wurden von V. nämlich allzuoft „links liegen gelassen“.

    Paßt ja dann zu „how winning looks like“.
    Da wollten die Herren aus Kabul (britische und US-Botschaft) ja auch nicht mit dem Polizeimentor reden. Obwohl genug Zeit gewesen war.
    Man begnügte sich mit dem LVU des RC.

  39. @Soenke Marahrens:
    Der Gedankenaustausch zwischen Balck und Boyd ist wirklich interessant. Besonders gut die Antwort zu den Computern…
    Hier noch mehr:
    http://feraljundi.com/5434/building-snowmobiles-general-hermann-balck-the-german-that-inspired-boyd/

    Auch die Klarheit der geäußerten Ansichten zwischen Balck und Model ist bemerkenswert. Auch wenn die Amerikaner dazu tendieren die deutsche Führungskultur zu idealisierten, bestätigt sich doch der bisherige Eindruck auch beim Vergleich zwischen Balck und Vollmer: Wir haben viel verlernt.

    Auszug aus seinen Memoiren („Ordnung im Chaos“)

    „In my position as Inspector of Mobile Troops I could only maintain my authority through fresh experience at the front. This was the official reason I gave when I requested a transfer to the front as commander of a division. The real reason was that I had had enough of the High Command. I have always been a soldier, not a clerk, and I didn’t want to be one in time of war.“

    Das erinnert ja schon an Mattis-Zitate.

    Führung ist eben mehr als die Anwendung von Prozessen.

  40. Naja man hätte auch ein aus der logistischer Reihe schicken gekonnt.
    Kampf lauft eh nicht mehr viel PzH2000 sind weg und schweres Gerät auch Paar Marder und paar Boxer und sonst nach Transporter aber Kämpfend ist nicht mehr zu erreichen.
    Seine Große Aufgabe wird dann eh sein das Licht aus zumachen
    Paar Hände schütteln zu Abschied (Für immer)
    Und das Einhalten zum 31.12.2014 das alles weg ist
    Und nachsteuern Zerstören oder Verkaufen das am 31.12 alles auch weg ist

  41. @Memoria

    Spannende Lektüre, ich muss mir mal das Buch besorgen, aber das übersetzte Gespräch macht auch ein bisschen den Eindruck als ob er allein den Krieg gewonnen hätte ;-), an Understatement leidet er nicht in dem Interview…

  42. @Soenke Marahrens:
    Die beiden Gedanken hatte ich auch.
    Sicher sehr interessante Lektüre, aber preußische Bescheidenheit ist seiner Sache wohl nicht.
    Interessant wäre auch zu hören, wie seine ihm nachgeordneten Kommandeure sein Führungsverhalten bewerten.

    Aber leider hat das MGFA diese Ebene nie so intensiv betrachtet, wie die Amerikaner mit deren Interviewreihen mit Wehrmachtskommandeuren (warum auch immer Balck daran nicht teilnehmen wollte).

    Um den Bogen zum Thema wieder zu schlagen:
    Was sagt uns ein Mann wie Balck über Führungsauswahl und -ausbildung? Oder würde eine solche Persönlichkeit heute das selbe wie Vollmer sagen?

    Ich glaube er wäre schon damals im Friedensbetrieb kein General geworden. Aber heute gibt es noch ähnliche Charakterköpfe, die sind aber auf dem Abstellgleis oder sind vorab gegangen.

  43. Was mir grad noch zum Com RC North aufgefallen ist:
    Schütt wird dann auch der erste Com der nicht mit “seiner Division” und “seinen Männern” runter geht, sondern eben als Stabsdienstler.
    Und auch die 1-Sterner davor waren zumindest daheim immer alle in Führungsverantwortung als Kdr (bzw. 2x als stv Kdr)

    Auch das ist irgendwie sogar in mehrfacher Hinsicht bezeichnend.

  44. @memoria

    “There are two career paths in front of you, and you have to choose which path you will follow. One path leads to promotions, titles, and positions of distinction…. The other path leads to doing things that are truly significant for the Air Force, but the rewards will quite often be a kick in the stomach because you may have to cross swords with the party line on occasion. You can’t go down both paths, you have to choose. Do you want to be a man of distinction or do you want to do things that really influence the shape of the Air Force? To be or to do, that is the question.” Colonel John R. Boyd, USAF 1927-1997

    Klappt auch beim Heer, siehe Clausewitz, Liddel Hart, Lawrence of Arabia …..

  45. @O. Punkt:
    Genau das meinte ich mit Kohäsion.
    Irgendwie seltsam, man wollte doch in der neuen Struktur genau sowas verhindern und Brigaden möglichst geschlossen in den Einsatz bringen. Für ISAF 2014 hat die PzLehrBrig 9 doch (schon) fast alles – zumindest auf der Folie:
    Truppe für NRU, Mentoren aus der Abt. OMLT – und auch nen Kommandeur. Die 1. PzDiv stellt noch Personal aus der Abt. Einsatz.

    Wenn man sich jedoch den Lebenslauf und die kurzen Stehzeiten von BrigGen Schütt anschaut, dann bekomme – zumindest ich – den Eindruck, dass hier jemand gezielt in schneller Taktung durch Pflichttore geschleust wird (Kdr PRT FEY, RefLtr BMVg Fü S III 6 und Fü H/Z (!), Kdr-Verwendung Brigade, Schulkommandeur, Abteilungsleiter Kdo H – vergleichbar zu StAL, nun noch als letzter (!) COM RC N).
    Naja er war ja auch G3 der 14. PzGrenDiv als GenMaj Kaßdorf dort DivKdr war.

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