Russen stürmen NATO-Schiff

Seit fast vier Jahren ist die NATO, ein klein wenig länger die russische Marine am Horn von Afrika im Einsatz gegen Piraten aus Somalia. Jetzt haben sie mal gemeinsam geübt: Der russische Zerstörer Seweromorsk (Udaloy-Klasse) und das italienische Docklandungsschiff San Marco (San-Giorgio-Klasse) stellten wechselweise das Ziel für die Boardingteams der anderen Seite. So entstand das doch relativ seltene Bild, dass ein russisches Boardingteam das Flaggschiff einer NATO-Operation stürmt…

Mehr dazu hier. (Interessant finde ich ja die Unterschiede in der persönlichen Ausrüstung, so was wie Helme und Schutzbrillen…)

(Foto: NATO)

61 Gedanken zu „Russen stürmen NATO-Schiff

  1. Die 125 an sich ist als Stabilisieriungsfregatte kein Problem, ich bin sicher dass sie mehr als ausgebucht sein wird. Aber bitte mit einem wenigstens kleinen VLS (mit Sea Ceptor oder was auch immer)! Und dann darf das MKS180 bitte nicht einfach eine verkleinerte 125 werden.

  2. @JCR
    @ Maggus
    Danke für die Ausführungen.
    Dat Fass habt ihr jetzt aufgemacht. Ich war das diesmal nicht :)))

    An sich ist VLS ja schön. Aber da ist nichts klein. Das Ding brauch Platz. Sei es nun der Sylver oder MK41. Und beide bringen erstmal zusätzliches Gewicht nach vorne. Und da ist schon die 127mm und dazugehörige MunKammer. Der Generalplan ist da vorne ausgereizt und voll…und Geld kosten die Launcher auch. Von der Änderung Vorschiff und Integration mal ganz abgesehen.
    Die Flugkörper mal außen vor gelassen.
    Nicht das es dann wieder heißt, die böse Industrie macht alles immer so teuer….

  3. Zu Sea Ceptor: Weder Sylver noch MK41 sind notwendig, es gibt Startkanister die an vielen Stellen plaziert werden können, und da „kalt“ gelauncht wird müssen keine heissen Abgase abgeführt werden. Im Gegensatz zu ESSM kann die F125 wohl auch ihr Radar behalten. Der FK muss halt nur auch halten was er verspricht … ;-)

  4. @Ottone
    Das weiß ich auch. :)
    Wollte gestern Abend aber nicht mehr alle Startervarianten, mögliche andere Systeme (warum steht ihr hier alle so auf SeaCeptor???) für kurz bis Mittelstrecke aufzählen und erläutern. Lediglich mal auf ein paar Punkte aus Sicht einer Werft hinweisen.
    Daher auch der Hinweis auf den Generalplan. Und Preise. Denn es kostet Geld, sowas im Nachhinein zu integrieren.
    Und irgendwo integriert werden muss das System. Stand alone ist für so ein großes Schiff eher suboptimal…

  5. Re Sea Ceptor
    Das Ganze ist ja im Prinzip ASRAAM-SL
    Wieso das und nicht IRIS-T SL?
    Ich glaube kaum daß man ein Konkurrenzprodukt zur eigenen Industrie einkaufen würde.

  6. Wenn es danach geht könnte auch der Umkontho (Rheinmetall). Oder MICA? Oder durch Aster? Ausgehend von der Größe der Flugkörper?
    Aber wenn dann sollte man sich auf die gewünschte Reichweite einigen. Also welche Fähigkeit hätte ich denn gerne und dann nach möglichen Systemen schauen. Wir diskutieren hier gerade verschiedene Varianten mt verschiedenen möglichen Reichweiten, ohne richtig zum Ziel zu kommen.

    Oder andersrum gesagt: Dem Systemhaus Werft ist es egal was eingebaut werden soll….

  7. @NMWC: SeaCeptor kommt definitiv und ist wegen seines aktiven Radarsuchkopfes eine passende Ergänzung zu RAM mit den durch den Suchkopf einhergehenden Einschränkungen. Umkontho-R ist bislang vaporware, und für eine navalisierte Variante von IRIS-T SL gibt es noch nicht einmal einen Bezeichnung – ausserdem kommt IRIS-T nur mit Infrarotsuchkopf und ohne Datenlink. Auch MICA hat keinen Datenlink und ist eine halbe Generation älter, während Aster 15 preislich in der schon sehr teuren Grössenordnung von ESSM liegt. Und ja, SeaCeptor ist von der Konkurrenz, und ja, wir leben in einem Europa in dem nicht jeder immer sein eigenes Süppchen kochen muss. Lizenzfertigung ist idR immer drin.

  8. @Ottone
    Wo kommt der SeaCeptor? Bitte erleuchten Sie mich. Ich habe bislang keinen Änderungsantrag dazu gesehen.
    Ich glaube wir reden hier aneinander vorbei, oder der Sperri in mir einfach zu doof….:)
    Auf die Gefahr hin dass ich mich wiederhole:
    Wenn die Deutsche Marine weitere Systeme einrüsten will, dann soll sie das tun. Nur soll dann hinterher keiner schreien, warum das denn so teuer wird.
    Mir ist es egal was eingebaut wird. So lange eine Fähigkeit damit erfüllt wird ( funktional requirement) ist dem Operateur das wie (technical requirement) egal. So lange er ein passendes System mit der entsprechenden ehrlichen Ausbildung dazu bekommt.
    Ich kenne nun fast alle Häuser, die Flugkörpersysteme herstellen. Jedes Haus hat seine Probleme die es mitbringt.

  9. Das Ding wird vom UK eingeführt, das meinte ich mit der Bemerkung, es ist also keine vaporware.

    Zum Thema teuer: Man vergleiche die Preise von ASRAAM, IRIS-T und RAM: ASRAAM liegt bei der Hälfte der beiden anderen (und ja, das ist noch kein SeaCeptor). MICA spielt übrigens in der gleichen Preisklasse von ESSM und Aster 15 im Bereich 1 Mio/FK.

    Nur für die F125 alleine wird man einen solchen FK sicher nicht einführen wollen – aber wer weiss, RBS 15 lebt bislang auch nur auf den Korvetten und wird sich bis auf weiteres weder auf der F125 noch auf dem MKS180 wiederfinden (was die F123 anbetrifft bin ich gerade nicht orientiert).

  10. Aaahh jetzt ja. Nun hab ich es auch verstanden. Ich war momentan auf F125 fixiert.

    RBS-15
    Ist derzeit in der Fähigkeitsanpassung F123 nicht vorgesehen. Nutzungsdauerende für MM38 wird 2014 sein.
    Und bei MKS180 würde ich jetzt erstmal die nächsten Runden mit dem BAAIN abwarten. Nachdem auch die Projektleitung dort ausgetauscht wurde ist gerade vieles im Fluss…bislang war dort auch nur von „fitted for but not with) die Rede.

  11. Die F123 würde dann wohl vorhandene Harpoon erhalten. Gerade nachgelesen: Für MKS180 ist laut einem Artikel von 2012 zur FK Planung der Marine nur ein mittlerer FK für den/die Hubschrauber vorgesehen.

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