Der deutsche Veteran: Ex-Soldat mit Einsatzmedaille

Die Diskussion über den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit Veteranen der Bundeswehr läuft ja schon eine Weile – und sowohl Verteidigungsminister Thomas de Maizière und der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus haben diese Debatte engagiert mit angeschoben.

Allerdings war bislang immer offen geblieben (oder besser gesagt: von niemandem so richtig definiert worden), was in Deutschland heutzutage unter einem Veteranen zu verstehen ist. Das hat der Minister gestern mit einer Definition zu klären versucht, über die es sicherlich auch noch eine Debatte geben wird: Veteranen im heutigen deutschen Sinne seien ehemalige Soldaten mit Einsatzbezug, also in der Regel mit Einsatzmedaille.

Das wird natürlich zu der Situation führen (und das sieht auch de Maizière), dass der 28-jährige ausgeschiedene Zeitsoldat nach einem Auslandseinsatz als Veteran angesehen wird, der Berufssoldat auch nach dem sechsten Einsatz noch nicht – so lange er noch aktiv ist. Ob das zu einem umstrittenen Punkt führt, wird natürlich davon abhängen, was es künftig bedeutet, als Veteran angesehen zu werden.

Zur Dokumentation die Rede de Maizières am (gestrigen) Mittwochabend beim Jahresempfang des Wehrbeauftragten (zuvor hatte der Minister, so höre ich, sich in ähnlicher Form vor dem Verteidigungsausschuss geäußert):

 

de_Maiziere_Veteranen_20121017.mp3     

 

(Vielen Dank an den Kollegen, der mir den Mitschnitt zur Verfügung gestellt hat – ich war da technisch etwas desorganisiert.)