SPD: Papier zur Bundeswehrreform 2013

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl im kommenden Jahr wirft seine Schatten voraus…. Heute hat die Arbeitsgruppe Sicherheits- und Verteidigungspolitik der SPD-Bundestagsfraktion ihr Papier zur Bundeswehrreform 2013 beschlossen – unter der Überschrift De Maizières „Neuausrichtung“ der Bundeswehr muss dringend nachgesteuert werden.

Das Konzept steht auf der Webseite des verteidigungspolitischen Sprechers Rainer Arnold zum Herunterladen bereit. Beim ersten Durchsehen sprang mir ein Satz ins Auge: Fähigkeitserhalt nach dem Motto „Breite vor Tiefe“ ist auf Dauer keine Lösung. Dies führt zu Mittelmäßigkeit in der Aufgabenerfüllung. Je nach Ausgang der Wahl bedeutet das vermutlich: Zurück ans Zeichenbrett?

(Ich bin sicher, die anderen Fraktionen werden auch bestimmt bald mit einem Papier kommen…)

 

62 Gedanken zu „SPD: Papier zur Bundeswehrreform 2013

  1. „Während die moderne Managementlehre behauptet, die Köpfe der Mitarbeiter entschieden über die Zukunft eines Unternehmens, entscheiden die modernen Manager mit Vorliebe über diese Köpfe hinweg.“

    Ist TdM ein moderner Manager?

    „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ und Nachfolgeband „Ich arbeite immer noch in einem Irrenhaus“

    Ist wohl nicht nur in Firmen so, da habe ich in manchen Fällen ein Dechavue :-)

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/martin-wehrle-zeigt-den-buero-irrsinn-deutscher-firmen-a-858216.html

  2. Den Artikel (Ich arbeite in einem Irrenhaus ….) habe ich auch grad gelesen, werde mir die beiden Büchlein mal als Ablenkung und leichte Kost geben … ich vermute, da wird einiges wiederzuerkennen sein.

  3. @diba
    Bei den Amis geht das auch sehr gut
    Da gibt es keine Versorgung BTl mehr dafür unterstützung Btl (in den KampfBrig )
    da sind Mp in Kp form drin
    wenn man die SBK zusammen werfen würde währen es auch nicht viel mehr Brig Zusammen
    US sind aus aufkl Btl +2xKampf Btl + Ari Btl + unterstützung Btl lufftabwehr in den Btl Vorhanden Drohnen in den Ari btl
    Vorteil ist es geht die ganze Brig in den Einsatz
    ausnahme sind die Strayker Brig die haben 3xkampf Btl

  4. Spricht ja nix dagegen, wenn man es SO macht. Dann sind die Brigaden relativ „autark“. Die Diskussion wurde auch bei uns schon vor 10 Jahren geführt.
    Da wir aber die Truppengattung „überflüssige Stabsoffiziere“ haben, müssen wir halt mehr und größere Stäbe haben, damit die überall unterkommen. Und nach Hause schicken wollen die uns ja nicht, aus verschiedensten Gründen, die teilweise nachvollziehbar sind, aber eben den sinnhaften Umbau lähmen.
    Diejenigen, die uns die Mittel kürzen, die uns die Obergrenze definieren legen gleichzeitig fest, dass die zur Erreichung notwendigen Massnahmen nicht durchgeführt werden dürfen. So behelfen wir uns mit den Monsterstäben und haben plötzlich sogar ein Defizit bei manchen Dienstgradgruppen (s.o. „überflüssige Stabsoffiziere“).

  5. Keine Angst der Große umbau kommt bestimmt noch .
    weil der ton aus China die mit russland verbüdet sind immer schärfer werden

    Und jetzt Zeigten die in der Afrika messe ein neue PzH die genau aus dem US FCS stammte die nicht in Serie gebaut wurde weil US ein Neues Prgramm startet
    China biette jetzt die Kopie an ,wie weitere Kopien aus dem westen
    wie kommtt China an die technik

  6. @diba

    Das sind aber alles schon Details :-)

    @Alarich

    …das mit den Ostnachbarn der EU und USA nicht!

  7. @Elahan
    Belgien ist westen und kein Ostnachbar und USA ist Ganz Ganz Westen

    was wolltest du damit sagen ?????

  8. @ Rainer Arnold:
    Wenn Sie – aus meiner Sicht durchaus plausibel – davon ausgehen, dass langanhaltende Stabilisierungseinsätze (wie Afghanistan) nicht mehr politisch gewollt sind, dann ist es mit einer „Nachjustierung“ der sog. Neuausrichtung nicht getan.
    Denn dann gibt es eine andere völlig Zielvorgabe und somit auch eine andere Ausrichtung – insbesondere der Landstreitkräfte.
    Damit verbunden wäre u.a. der Aufbau von wirklichen „Ausbildungshilfe“-Fähigkeiten (die OMLT-Elemente der Brigaden sind das nicht), die Stärkung der Spezialkräfte etc.. Das wäre eine wirkliche Neuausrichtung nach Tiefe vor Breite.

    Wenn dies die (nachvollziehbare) Absicht der SPD sein sollte, dann müsste diese Kernüberlegung aus meiner Sicht auch das gesamte Papier durchdringen – und nicht auf der vierten Seite versteckt sein.

  9. Ich find es schön, dass in diesem Blog sich immer häufiger auch führende Entscheider zu Wort melden. Das wird TW auch gefallen. Überrascht bin ich dann, wie schnell dann einige versuchen, noch schnell ihre eigenen Interessen an den MdB zu bringen :-)) Well done. Leider war ich heute anderweitig gebunden. Jetzt warte ich noch auf den Tag, an dem TdM sich zu Wort meldet :-)

  10. @Memoria

    Das Papier wäre ein Strategiepapier wenn es Antwort auf die Frage Warum liefern wuerde … Leider beantwortet es nur das Wie….

    Zu meinem Kritiker von oben

    Hinsichtlich streitkraeftegemeinsamkeit…..natürlich lebt die Gesamtheit von der Vielheit….aber solange man glaubt, dass man komplexe Probleme mit serieller Stabsarbeit in linearen Systemen zu lösen versucht…..aber dazu haben schon andere geschrieben… U.a Prof Doerner mit
    Logik des Misslingens

    (und allen Unkenrufen zum Trotz… Luftwaffenuniformtraeger im BMVg bleiben Blauröcke…..usw für Heer und Marine … In der SKB ist es halt ein bisschen wie Spagat…) die TSK Gemeinsamkeit bleibt schon im Proporz erhalten…..

  11. @Alarich

    Ich schrieb: Das sind alles schon Details, das mit den Ostnachbarn der EU/USA nicht !(Ostnachbarn der NATO ist China und Russland uvm)

    Die von dir erwähnten Staaten (Russland und China) sind doch im Osten, oder?
    ….und was war mit Belgien, machen die jetzt auch Ärger? :-)

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