Miese Stimmung in der Truppe

Gleich zwei heute veröffentlichte Umfragen unter Bundeswehrangehörigen belegen: um die Stimmung in der Truppe steht es angesichts der Bundeswehrreform, der Neuausrichtung, nicht zum Besten. Nach einer Umfrage des Bundeswehrverbandes sehen fast 90 Prozent der befragten militärischen Führer vom Kompaniefeldwebel bis zum General dringenden Nachsteuerungsbedarf: Vor allem die zunehmende Belastung der Soldatinnen und Soldaten wird beklagt. Auch nach einer eigenen Umfrage der Bundeswehr durch ihr Sozialwissenschaftliches Institut wird die Reform von vielen Bundeswehrangehörigen negativ gesehen.

Hier zum Reinhören der O-Ton die Bundespressekonferenz am (heutigen) Freitag in Berlin mit den Aussagen des Bundeswehrverbandes:

 

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch, und Prof. Dr. Gerd Strohmeier

DBwV_BPK_20120907.mp3     

Frage und Antwort (Q+A) in der Bundespressekonferenz

DBWV_BPK_QA_20120907.mp3     

 

Die Stimmung in der Bundeswehr brachte der Verbandsvorsitzende Kirsch auf den Punkt: Den Streitkräften droht der Burn-out. Nach der Umfrage liege die Einschätzung nahe: Wenn nicht ganz schnell etwas passiert, wird die Reform kippen.

In der Erhebung des Bundeswehrverbandes, an der sich 1.768 von 3.990 angeschriebenen militärischen Führern beteiligten, kommt zwar die Hälfte der Befragten zu der Einschätzung, dass sich die Reform positiv auf die Einsatzorientierung der Bundeswehr auswirkt – aber zu Lasten der Beschäftigten. 81 Prozent befürchten, dass sich die Neuausrichtung negativ auf ihre Belastung auswirkt, 74 Prozent befürchten negative Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Familie und Dienst. Und etwas mehr als die Hälfte sieht die Motivation der Soldaten beeinträchtigt.

Fehlende Planungssicherheit und eine mangelnde Berufsperspektive – das sind nach den Worten von Kirsch die Probleme, die die Soldaten ganz persönlich empfinden. Und sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen: Jeweils etwa zwei Drittel sind der Meinung, dass sie und die Bundeswehr mit ihren Problemen von der Politik im Allgemeinen und von der Bundesregierung nicht unterstützt würden. Vom Verteidigungsministerium glaubt das interessanterweise (und aus meiner Sicht überraschend) nur ein knappes Viertel.

Das hat natürlich auch finanzielle Gründe: Einsparungen und Neuausrichtung passen nicht zusammen. Neuausrichtung ist Gestaltung, und Gestaltung kostet Geld, sagte der Verbandsvorsitzende und mahnte erneut eine Anschubfinanzierung der Bundeswehrreform an. Zugleich wies er aber auch anderen Bundesressorts eine Mitverantwortung zu: Die Hinzuverdienstgrenze, die zunächst für ausscheidende Berufssoldaten hätte gelten sollen, sei nur gegen den Widerstand des Bundesarbeitsministeriums aus dem Reformbegleitgesetz gestrichen worden.

Mangelhaft sei auch die Balance zwischen den Aufgaben im Einsatz und den Aufgaben im Heimatbetrieb, sagte Kirsch. Im Team Hotel seien die Herausforderungen auch nicht geringer, da aber die Zuwendung nicht so groß. Auch für diese Soldaten müssten die Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet werden, zum Beispiel für zusätzlich geleisteten Dienst.

Die Forderungen, die sich für den Verband aus der Umfrage ergeben, will der Vorsitzende allerdings nicht auf Finanzielles beschränkt wissen. Mehr Rückhalt durch die ganze Bundesregierung; mehr Planungssicherheit für die Menschen, mehr Attraktivität des Dienstes listete Kirsch neben der Forderung nach einer finanziellen Nachsteuerung des Verteidigungshaushalts auf (für die er allerdings vorerst keine konkrete Zahl nennen wollte).

Die schon einige Zeit vorliegende, aber heute offensichtlich als Reaktion auf den Bundeswehrverband veröffentliche Umfrage des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr kommt übrigens zum Teil zu nicht viel besseren Ergebnissen. Rund zwei Drittel kreuzten beim Punkt Bei der Neuausrichtung der Bundeswehr ist klar erkennbar, wohin die Reise gehen wird einfach trifft nicht zu an. Mehr als 60 Prozent schätzten die Stimmungslage zur Reform bei der Mehrheit der Bundeswehrangehörigen als schlecht oder sehr schlecht ein – selbst wenn sie persönlich das positiver einschätzten.

Und mehr als die Hälfte, ein verheerendes Ergebnis, erwartet für sich persönlich langfristig Nachteile der Reform: 17 Prozent sahen fast nur Nachteile, 37 Prozent mehr Nachteile als Vorteile. Und das, wohlgemerkt, bei einer internen Erhebung.

Zum Nachlesen hier noch mal beide Umfragen:

Die Umfrage des Bundeswehrverbandes: DBwV-Umfrage_07-09-2012

Die SoWi-Studie: SoWi_Neuausrichtung_kurz

203 Gedanken zu „Miese Stimmung in der Truppe

  1. @ Mario:
    Dann schreib mal an „unseren“ Vorstandsvorsitzenden…dann darfst vielleicht auch auf die spieß-Tagung ;)

  2. @Interessierter:

    Ein Vorstandsvorsitzender sieht anders aus … bei dem angesprochenen VV (wobei ich noch ganz andere Bedeutungen für VV kenne ;). ) fehlen nur die Ärmelschoner, dann wäre er ein Musterbeamter, der uns verwaltet statt – wie es sein sollte – führt … und uns mitnimmt.
    Aber betteln habe ich nicht nötig. …. Man wird schon sehen was man davon hat. Es soll ja noch eine zweite Studie des DBwV durchgeführt werden, um die „Stimmungsebtwicklung mitzuplotten“ … und wenn es so weitergeht, kann ich eigentlich jetzt schon sagen was dabei rauskommt (mit Toleranzen von +/- 1%).

    … Und vielleicht wird es ja noch einen 2. Teil eines Lesespiels geben ;) … Die Vorlagen liefert das „Hohe Haus“ ja – sozusagen – frei Haus. (Zitat: «Jetzt den Kurs zu wechseln, sich etwas Neues auszudenken, das wäre sicher ganz falsch», sagte der CDU-Politiker (TdM) dem Sender MDR 1 Radio Sachsen. «Sondern wir müssen schnell Sicherheit erzeugen. Die Soldaten und zivilen Mitarbeiter müssen schnell wissen: Wo ist demnächst mein Arbeitsplatz, gibt es einen Arbeitsplatz für mich? Wird meine Beförderungschance verringert oder erhöht?») – – – Da bin ich mal gespannnt wie schnell „schnell“ bei manchen ist … für uns hier wohl 2. Hälfte 2013 ? ! ?

  3. Nun gut, nehmen wir an TdM liest hier mit…. was würde der geneigte Kreis ihm sagen? Was soll er kurz und mittelfristig ändern?

    Schreibt mal, denn wie ich heute im hohen „Haus“ erfahren habe, lesen hier tatsächlich einige aufgeregt mit ;-))

  4. Eine geignete Maßnahme wäre – gemessen an seinem eigenen Zitat beim MDR – dafür Sorge zu tragen, das schnellstmöglichst die SollOrg’s (für Dienstältere heißt das DING immer noch STAN … denn Soll hat man auf dem Konto) festgelegt und veröffentlicht werden … und damit meine ich nicht erst in der 2. Hälfte 2013, sondern noch dieses Jahr (2012). Gleichzeitig muß festgelegt werden, daß verbleibende Dienstposten (in Abhängigkeit von ATN) beim jetzigen Inhaber verbleiben … es sei denn, er WILL weg. Desweiteren fallen Dienstposten weg … und werden gleichzeitig neue geschaffen, sollte die Auswahl zunächst in der jeweiligen Einheit, bei Fehlanzeige dann am Standort … und erst ganz zum Schluß deutschlandweit erfolgen. An meinem Beispiel … InnDstBearb B kann auch StDstFw bzw. StDstBearb etc.

    Ist alles eigentlich ganz einfach … Entscheidungsträger müßten sich nur mal trauen, auch mal zu entscheiden …

  5. @ Arne:

    Die lesen ja nichtmal im Bw-INTERNEN Wiki zur Neuausrichtung mit… Was sollen wir dann HIER breittreten, was intern schon nicht gefruchtet hat… Das müsste man wenn dann in der BILD, FAZ o. SZ abdrucken um den nötigen medialen Druck zu erzeugen…

    @Mario

    Jede jetzt erfolgende Kurskorrektur käme dem Eingeständnis von Fehlentscheidungen in der Reform gleich…von daher glaub Ich da nicht dran. Schließlich ist der „Sack zu“… Ich hoffe nur das mit dieser Führung niemals operative Entscheidungen getroffen werden müssen, denen eine Lageänderung vorausgegangen ist…

  6. War auch nicht anders zu erwarten … die Bw in der Nähe von McDonalds und Starbucks … und da das Dokument aus 04/2012 stammt, dürften wir schon ein wenig dichter dran sein …

    … aber wenigstens bekommen wir bei BurgerKing noch 10% Rabatt – oder war das jetzt schon das Attraktivitätsprogramm für „Bestandssoldaten“ ? ? ?

    Und „Personalgewinnung auf Kontakte und Empfehlungen von Mitarbeitern“ … die Antwort hierauf kann man ja der Studie entnehmen …

  7. @ Interessierter:

    Mich interessiert echt brennend, welcher Politiker die letzte Reform der Bundespolizei vergeigt hat ? ? ? … Ich glaube, daß der uns nicht unbekannt ist …

  8. Vor fünf Wochen habe ich in der Welt am Sonntag das mit „Anregung an alle – Einfach die Arbeit tun!“ titulierte Interview mit Thomas de Maizière gelesen. Da kam zwar schon einiges an kritischen Gedanken auf, aber wenn man heute, nach den Ergebnissen der beiden Studien und nach der Veröffentlichung des DBwV vom 10.09.2012 „De Mazière will Kurs der Bundeswehrreform nicht ändern“ sowie in Kenntnis des hier gegenständlichen Threads, dieses Interview nochmals liest, ist dieses erst jetzt richtig lesenswert geworden
    (… speziell für aufgeregte Gastleser).

  9. @T.W.:
    Haben sie eigentlich schon das Dokument erhalten, dass Prof. Dr. Gerd Strohmeier Ihnen auf der PK in Aussicht gestellt hat?
    Auf seiner Fakultätswebsite und auf der Seite des DBwV ist noch nichts zu finden.
    Auch ich hätte Interesse an einer detaillierten Aufschlüsselung der Befragungsergebnisse.

  10. @ risikoF:

    Gleiches habe ich bereits nachgefragt. Antwort: wird noch eingestellt – Prof. Dr. S. trägt allerdings gerade im Ausland vor, so dass man noch um Geduld bat. Vermute er erklärt, wie man Streitkräfte nicht umstrukturieren soll ;-)

    Das wäre die Idee. Wir lassen dieses Konzept der Neuausrichtung von den Chinesen kopieren! ;-)))

  11. @Klabautermann: À-propos Fern-Uni Hagen und noch was zum aufgeregten Mitlesen, was die „Innere Führung“ anbetrifft:

    Das ’Büchlein’ „Das Flow-Phänomen, Entstehung und Förderung intrinsischer Motivation am Arbeitsplatz“ von Juliane Handschuh „Mobbing, Stress und Burnout und deren pekuniäre Folgen für Unternehmen belegen die oft nicht beachtete Notwendigkeit positiver Emotionen am Arbeitsplatz. Für ihr Erleben gewinnt insbesondere die intrinsische Motivation und …“
    kann man dem BMVg unbedingt und auch der FüAk allenfalls als Pflichtlektüre empfehlen.

    Kurz und „knackig“ geschrieben, nur 72 Seiten Umfang sowie bereits auf dem Cover das Bild eines Aktenkofferträgers. Aber insgesamt wert genug, dass selbst der emeritierte Professor für Psychologie an der University of Chicago Prof. Dr. Mihaly Csikszentmihalyi in „Der Entdecker des Flow-Prinzips erklärt seine Lebensphilosophie“, Frau Dipl. Kfm. J.H. unter insgesamt nur vier Quellenangaben führt.

    Das persönlich bekannte und noch unter ’40-Jahre-junge’ Energiebündel J.H. bringt derzeit als Expertin einer sehr renommierten Deutschen Unternehmens- und Personalberatungs- gesellschaft sowie als anerkannter Coach u.a. die Führungsmannschaft eines großen Automobilkonzerns per Personalqualifizierung auf „Vordermann“.

    Das sollte / könnte auch für einige Herren des BMVg reichen. Aber die brauchen ja keinen Coach, weil über Alles erhaben.

  12. @Vtg-Amtmann

    ich bitte Sie: Frau, Akademiker, unter 40 und ungedient ! Was würde Moltke dazu sagen ?
    Geht ja gar nicht…….,-)

    Toxic Leadership rulez

  13. @Klabautermann: Frau Akademikerin ist zwar ungedient, hat aber auch eine einschlägige Familientradition, sonst würde ich diese – ungeachtet der Attraktivität von J.H. – nicht kennen. Die „Kurzfassung“ des Buches, weil für Nichtwissentschaftler das Buch Manches erklärt und damit umfangreicher ist, sprich die Diplomarbeit von ca. 50 Seiten kann Ihnen per PDF-File übersandt werden. Meine E-Mail Adresse können Sie bei Th. Wiegold gerne anfordern. MfG, Vtg-Amtmann

  14. @Vtg Amtmann youtuben Sie doch mal Daniel Pink und Drive….. Nicht von dem Zeichentrick erschrecken lassen, das unterstützt die Message, …
    .und sein Buch ist billiger als das von Frau Handschuh

  15. @Sönke Marahrens: Klasse Kommentar: Noch besser für das BMVg, die Goldkörnchen liegen also längst für „Zero“ auf dem „Web-Gesteig“ vor dem ‚Bendler-Blog‘ (Block).

  16. Beratung/Coaching der obersten Leitung in Sachen Mitarbeitermotivation?
    Nun werden sie mal nicht albern.
    Als nächstes verlangen sie noch Verständnis von und für Qualitätsmanagement oder vielleicht sogar das mittragen von Verantwortung gemäß eines funktionierenden Controlling-Systems!?

    Alles neumodischer Schnick-Schnack. Sowas brauchen wir hier nicht.

  17. @Arne
    „…. was würde der geneigte Kreis ihm sagen? Was soll er kurz und mittelfristig ändern?“

    Steht alles in den ersten Kommentaren zu diesem Thema :-)

  18. Ironie? Das ist doch auch sowas, was einem irgendwelche Consultants für viel Geld verkaufen, was aber nichts bringt oder?

    Ja, ich meinte das durchaus ironisch.

  19. @risikoF: Junior-Consultants verdienen zwischen 54.000 Euro und 78.000 € jährlich, Senior-Consultants zwischen 84.000 und 96.000 Euro, Partner-Consultants ab 120.000 € aufwärts, enthalten sind neben den fixen Bezügen auch sämtliche variablen Anteile. Unter Einbezug der Operational Expenditures (OpEx) und der Capital Expenditures (CapEx) ergeben sich die vom Kunden zu leistenden Honorarsätze von 600 € bis zu ca. 2.400 € je Manntag. Der geleistete Manntag enthält i.d.R. bis zu 10 Mannstunden und beinhaltet entweder keine Reisezeiten oder diese werden zu deutlich geringeren Sätzen abgerechnet; Leistungen von mehr als 4 Std und weniger als 8 Std werden meist als ½ Manntage abgerechnet. Die Auslagen (z.B. Reisekosten wie Fahrten und Hotel) sind i.d.R. nach Anfall zu erstatten. Bei umfangreicheren Werken (mehrere Consultants im Einsatz) werden zumeist sprungfixe Erstattungssätze (Pauschalen) vereinbart.

    Zum Vergleich: Ein beamteter Staatssekretär (B11) bezieht ca. 170.000 € jährlich, ein parlamentarischer Staatssekretär (MdB) ca. 280.000 €. Letzterer kostet laut Steuerzahlerbund die Steuerzahler jährlich etwa 500.000 € an „Vollkosten“, wenn Amtsgehälter, Sekretariat, Personal, Sachbearbeiter und Dienstwagen eingerechnet werden (Stand 2009). Nicht berücksichtigt ist hierbei, dass laut Bundesministergesetz ein ausgeschiedenes Mitglied der Bundesregierung Anspruch auf ein Ruhegehalt hat, „wenn es der Bundesregierung mindestens zwei Jahre angehört hat; bei einem Mitglied der Bundesregierung wird eine Zeit im Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs berücksichtigt”, auch eine „vorausgegangene Mitgliedschaft in einer Landesregierung”. Derzeit dürften sich ca. 100 Spitzenbeamte im einstweiligen Ruhestand befinden, was jährlich ca. 5 Mio. € an Versorgungsbezügen entspricht.

    Rechnet man die „Vollkosten“ eines Parlamentarischen Staatssekretärs „rückwärts“, 500.000 € ÷ 250 Manntage, ergeben sich 2.000 € / Manntag. Eine externe Beratung kann also durchaus ihren Preis wert sein.

  20. Ist ein „Sekretär“ nicht ein Möbelstück so zum irgendwo hinstellen … und wenn man das Ding nicht mehr braucht, geht es auf den Sperrmüll ? ? ?

  21. Ist das wirklich unser Problem? Staatssekretäre gibt es, wenn ich mir das föderale System in unserem Land anschaue, wie Sand am mehr und eben auch im BMVg. Wir dürfen unsere militärische Führung da nicht vergessen. Wer hat denn die ganzen Stationierungsentscheidungen und Grob- sowie Feinplanungen der politischen Leitung zur Genehmigung vorgelegt? Das waren die s.g. Experten auf dem Berg der Erkenntnis. Also sollten wir dorthin unseren Unmut richten. Die ducken sich leider weg oder verstecken sich hinter dem Primat der Politik. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass dies die Haupterkenntnisse aus den Studien sind. Die militärische Führung, angefangen beim GI, eigentlich zuständig für die Kommunikation innerhalb der Strukturen, hat auf ganzer Linie versagt. Statt dessen werden neue Wörter, wie „Kommunikationsschirm“ kreiert.

  22. @whiskeyecho
    Volle Zustimmung. Der GI schweigt zu allem, dabei hätte er einiges zu sagen. Auch seine Kameraden im Dienstgradgefüge halten sich deutlich zurück. B6+ scheint eine enorme Bürde zu sein.

  23. @Jensen: Die Vögelein zwitschern, diesmal sei der Wehrbeauftragte am Thema voll dran, auch am Komplex § 14 SG.

    Der Wehrbeauftragte beklagte die mangelnde Vermittlung der Veränderungen in die Truppe und erklärte, die Soldaten würden die interne Kommunikation für völlig unzureichend halten. «Sie sind unzufrieden, weil sie sich nicht mitgenommen fühlen – das trifft sowohl auf die Planung der Reform als auch auf die jetzt laufende Umsetzung zu.» Es genüge nicht, den Führungskräften 80 Seiten Gesetze zu schicken und darauf zu vertrauen, dass sie die Sache schon richten. «Das ist eine Überforderung der Truppe. »Bin mal gespannt, was nach dieser erster Stellungnahme und eines offenbar derzeit stillen Anlaufnehmen kommt.

    Anlässe wären genügend da und Gelegenheiten bis Ende September auch. Z.B. Haushaltsdebattenendrunde, Hubschrauberentscheidungspapier, ISAF-Mandatsfrage und damit Koalitionsfrage in Sachen ‚Forward Air MedEvac durch Frau MdB Hoff, etc.!

  24. Zum Glück gehen uns die Themen nicht aus. Eigentlich sollte dieser Blog zur Pflichtlektüre für die Führung werden, anstelle des Morgenpressespiegels würde sich das im Intranet doch gut machen, oder??

  25. @ we: so ist es. Nebenbei, ich hörte nun, dass Angie tatsächlich zur Bw Tagung kommen will. Da dürfen wir gespannt sein;-)

    @ Jensen: ja, der Wb ist noch auffällig ruhig. Vermutlich wartet er nächste Woche die erste Ausschusssitzung ab. Mal sehen. Oder sie haben ihm nach der Aktion 20. Juli einen Maulkorb verpasst. Möglich ist es…

  26. @Jensen: Also bei dem Wehrbeauftragten und FDP-Politiker Königshaus sehe ich noch lange keinen Maulkorb, auch wenn die „Aktion 20. Juli“ ein absolut untaugliches Mittel war, dem Vtg-Minister ans Bein zu ………. .

    In Anbetracht der niederschmetternden Studien der TU Chemnitz (AG DBwV) und des SoWi Instituts (AG BMVg) gehe ich davon aus, dass es noch in diesem September bzw. spätestens bis zur Schlussrunde zum Haushalt einen nächsten und sehr heftigen politischen Eklat um die Entscheidungen bzw. Nichtendscheidungen des BMVg zwischen den Regierungsfraktionen geben wird. Gelb kämpft nicht nur um die 5%-Hürde zu nehmen sondern auch um den „Mit-Regierungsanspruch“ bzw. bis zur Wahl auf „Biegen und Brechen“ um die Sonntagsfrage.

    Man sieht deshalb seitens der FDP (MdB Hoff, MdB Erdel, MdB Schnurr und auch Königshaus) in den Soldaten und BMVg/BW-Bediensteten zunehmend ein weiter zu erschließendes Wählerpotential, auf welches auch die SPD für sich als „neue Soldatenpartei“ und unter erneuter Anknüpfung an Schmidt und Leber Anspruch erhebt.

    Hier werden sich Frau MdB Hoff & Kollegen nicht von Herrn MdB Arnold, Frau MdB Dr. h. c. Kastner & Kollegen die ‚Butter vom Brot holen lassen‘ und Ansatz werden u.a. der gemeinsam mit der CDU/CSU durch den Verteidigungsausschuss und den Haushaltsausschuss gebrachte Forward-Medevac-HS (NH90), der SOF-LUH (Mehrzweckhubschrauber für Spezialkräfte) samt die weiteren offenen Hubschrauberfragen, wie Marine-Hubschrauber, C-SAR-Hubschrauber und Basisschulungshubschrauber sein.

    Dieses wird bekanntermaßen bis zur ISAF-Mandatsfrage forciert werden und könnte derart sogar zur Koalitionsfrage werden, denn Gelb hat nicht mehr viel zu verlieren bzw. kann und muss nur noch dazu gewinnen.

    Und dann kommt Herr Königshaus im exakt richtigen Timing mit seinem „Nachschlag zu den beiden Bundeswehr-Reform-Studien obendrauf“, indem er diese genau zum richtigen Zeitpunkt in der Schlussrunde der Haushaltsdebatten Ende September aus der medialen Versenkung wieder hervorholt und Attacke reitet.

    Wenn dem nicht so sein sollte; darf ich unterstellen, dass Herr Königshaus noch nicht einmal weiss, was ein „Bauernzug in der Eröffnung“ ist (… was in Anbetracht dessen gescheiterter „Vereidungs-Rochade“ ja auch möglich sein könnte).

  27. Na hallo, schon mal alle überlegt, dass durch die „reform“ etliche millionen euro von den bw angehörigen in die wirtschaft gepumpt werden müssen (umzug, pendeln, scheiden… kost alles)? Kann das der wirkliche zweck dieses ganzen dingens sein? Als konkretes beispiel: LL/LTS von oberbayern an die nordsee!
    Noch einen schönen gruß an M. Kaeß. Weiter so!
    Und für alle: Auf, auf zum fröhlichen pendeln. Wir sehn uns dann mal auf der autobahn.

  28. @Vtg-Amtmann,
    Volle Zustimmung, eine präzise politische Analyse. Vielen Dank dafür.
    Die sollten wir allen BT Abgeordneten, die noch einen Funken Zustimmung für uns Soldaten übrig haben übermitteln.

  29. whiskeyecho   |   11. September 2012 – 10:00
    „Das waren die s.g. Experten auf dem Berg der Erkenntnis. Also sollten wir dorthin unseren Unmut richten. Die ducken sich leider weg oder verstecken sich hinter dem Primat der Politik. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass dies die Haupterkenntnisse aus den Studien sind. Die militärische Führung, angefangen beim GI, eigentlich zuständig für die Kommunikation innerhalb der Strukturen, hat auf ganzer Linie versagt. Statt dessen werden neue Wörter, wie “Kommunikationsschirm” kreiert.“

    Volle Zustimmung und wer redet über POKAR? Wer spricht über deren Anteil an den Entscheidungsgrundlagen? Warum werden politische Entscheidungen im Nachhinein militärisch begrundet?

  30. @VtgAmtmann: Touchee, Bravo Zulu.
    Diese Prophezeiung ist für mich ein Deja vu:
    Noch zu frísch ist die aalglitschige Rolle des Mannes im Amt des Wehrbeauftragten während der drei Skandale im Zuge der Erneuerung des AFG-Mandates Ende Jan 2011.
    Statt innerlicher Kündigung habe ich damals mein Vertrauen zur Person (aber zum Glück nicht zum Amt) des Wehrbeauftragten aufgekündigt.
    Schon kurios für eine Parlamentsarmee…

  31. ..und wenn man sich dann den Haushaltsentwurf für 2013 ansieht und denkt man bringt Opfer, damit im EP 14 eingespart werden kann –wenigstens deswegen — dann wird die Stimmung auch nicht besser, denn gespart wir nichts. Aber dafür werden 50 Millionen Euro zusätzlich für Trennungsgeld und Umzugskostenvergütung eingestellt. Ich prognostiziere : auch das wird die Stimmung nicht aufhellen…..

  32. Nicht nur bei den Uniformierten ist die Stimmung schlecht. Auch bei uns. Und besonders in den Dienststellen die geschlossen werden und die Kolleginnen und Kollegen wissen wo sie bleiben sollten.

  33. Um die Stimmung – oder war der Sarkasmuss gemeint – der Truppe zu heben, sollte man sich die Reden des Generalinspekteurs und des ehemaligen Inspekteurs des Heeres anläßlich der Kommandoübergabe und der Aufstellung des Kommandos Heer, wie auf der Web-Page des BMVg heute eingestellt, sorgfältig anhören und an den Realitäten messen. Offenbar stehen auch diese Erfüllungsgehilfen genauso neben den Fakten, wie der Prinzipal?

  34. Das ist genau die Befürchtung die ich habe, dass es nur schwer zu erwarten ist, dass die Ergebnisse der Studien irgendein Umdenken oder zumindest Nachdenken bewirken.
    Es bleibt nur weiter die Trommel bei den politischen Vertretern zu rühren.
    Vielleicht bewirkt ja in diesem Fall das „Primat der Politik“ noch etwas.

  35. Kommt „Primat“ von „Primaten“ … oder habe ich da im Unterricht gerade nicht aufgepaßt.

    Was schert die Politiker unsere 3 oder 4 Wählerstimmen? … Die bringen doch nichts. 20 Millionen Rentner, 8 Millionen Hartz4-Bezieher und -aufstocker … das bringt Stimmen! … Die kalkulieren eiskalt, um auch nach der nächsten Wahl (am besten im Bundestag) ihren Posten inne zu haben, damit sie sich nach 4 oder 8 Jahren mit Mandat auf ihre fette Pension oder einen gut bezahlten Job in der Klüngelwirtschaft der Politik (sie Schröder & Co.) freuen können. … Wir dürfen dafür aber erst frühesten nach 5 Jahren (ich glaub §20a SG war’s) in bestimmten Firmen anfangen, bei denen uns unser Know-How etwas nützen könnte. … In Wirklichkeit interessieren sich die Politik und die Politiker einen (ich nenn’s mal) Rektalhusten um uns. … Wir sind für die nur dann von Interesse wenn einer der feinen Herren Politker dabei einen Vorteil (in welcher Form auch immer) für sich dabei herausschlagen kann … und dabei fängt es wirklich schon ganz oben am Kopf zu stinken an …

  36. Mario Kaeß | 12. September 2012 – 19:05

    “ In Wirklichkeit interessieren sich die Politik und die Politiker einen (ich nenn’s mal) Rektalhusten um uns. … “

    Sie beleidigen mit solch dummen, pauschalen Aussagen auch etliche Soldaten, die ehrenamtlich als Bürgermeister und in Stadt-/Gemeinderäten tätig sind oder sich ander politisch engagieren.
    Hören Sie auf mit dieser Neid-Debatte (Schröder & Co.) … Gehen Sie doch in die „Politik“ und Sie werden schnell lernen, das nicht alles schwarz und weiß ist. Wie oft sprechen Sie eigentlich mit ihren Abgeortneten daheim?

  37. @Heiko Kamann
    Und was haben SIe sonst so zu all den anderen hier geäußerten Punkten so beizutragen? Oder hat Ihnen der von Mario Kaeß gerade am besten gepasst, da Ihr eigener Lebensbereich davon berührt worden ist?
    Und Mario hat hier nicht von den Bürgermeistern und Stadt-/Gemeinderäten und den Ehrenamtlichen gesprochen. Seine Kritik ging ganz klar in Richtung Berlin. Und das er sie auf diese Weise nunmal geäußert hat zeugt von dem Frust und der Enttäuschung die sich in all den Jahren aufgestaut hat.
    Also bitte lassen Sie die Kirche mal im Dorf und beschäftigen sich mit der eigentlichen Diskussion hier, anstatt irgendwelche Täuschkörper Typ Hot Dog in den Orbit zu verschiessen.

    Was ist denn Ihre Meinung zu den Studien?
    Was ist denn Ihre Meinung zu den Äußerungen der politischen und militärischen Führung im BMVg?
    Was ist denn Ihre Meinung zu der hier geäußerten Stimmung in der Truppe? Nicht Ihre Zeit, damals, ganz weit weg….sondern die Realität, hier und jetzt!
    Warum äußern sich die ganzen Kameraden hier so wie sie es gerade tun?

  38. @ Herr Kamann:

    Ich spreche sicherlich nicht von den Politikern, die ihr Amt als Ehrenamt sehen bzw. es neben einem ganz normalen Beruf versehen, sondern ich spreche hier insbesondere die Berufspolitiker an, die jeglichen Bodenkontakt verloren haben.

    Bis 2006 hatte ich regelmäßig Kontakt mit den Abgeordneten des Wahlkreises meines gewählten Wohnsitzes. Doch nunmehr im 7. Jahr der Wanderschaft … nicht auch zuletzt wegen der vergangenen Reformen … gibt es keine Gelegenheit mehr … und es macht derzeit auch keinen Sinn, da ich nur Freitagabends nach Hause komme und Sonntagnahmittags dann schon wieder auf der Autobahn bin … und diese Zeit verbringt mein Sohn bei und mit mir, der ansonsten bei meiner Ex-Frau lebt.

    In die Kommunalpolitik zu gehen, hatte ich schonmal in Erwägung gezogen. Doch leider … wenn auch ungewollt … verhindert dieses mein Dienstherr. Um an meinem Wohnort in die Politik zu gehen fehlt mir schlichtweg die Zeit und Anwesenheit (siehe oben). An meinem Dienstort ist es mir auch nicht möglich, da ich weder das aktive, noch das passive Wahlrecht ausüben kann, denn ich habe wie gesagt meinen Wohnsitz andernorts …

    Was die von Ihnen angesprochene Neiddebatte angeht, kann ich ihnen nur entgegnen, daß der in Pension gehende Stabsfeldwebel … oder der Oberfeldwebel, der eine Nebentätigkeit ausüben möchte, derartigen Restriktionen unterliegen kann, aber andere nehmen sich wieder fein raus. Mein Ansinnen ist es, daß zumindest ein ungefähre Gleichbehandlung stattfinden sollte.

    Wie gesagt, meine Kritik richtet sich nicht gegen ehrenamtliche Politiker, die oftmals ihre Freizeit opfern und teilweise sogar noch „Geld mitbringen müssen“ (Fahrtkosten etc.), sondern gegen Berufspolitiker, denen das wirkliche Leben der einfachen Menschen aus dem Sichtfeld entglitten ist.

    Wie äußerte sich StS Beemelmans sinngemäß? Er meinte, daß derartig starkes Gefühl der Unsicherheit in Anbetracht der großen, aktuellen Reform zu erwarten gewesen sei. (Tenor der Äußerung zur Studie des SoWi). Doch hier wären wir dann auch schon beim „Schwarz-Weiß-Thema“ angekommen. Auch wenn mache bei oberflächlichem Betrachten meinen, daß ich ein Schwarz-Weiß-Denker sei, dann akzeptiere ich das so. Aber ich kann wenigstens noch Schwarz von Weiß unterscheiden, aber andere scheinbar nicht mal mehr das. Denn es ist kein „Gefühl der Unsicherheit“ bei den meisten Angehörigen, sondern es ist eine real existierende Unsicherheit. Warum? Eine Mehrzahl der Bundeswehrangehörigen weiß bis heute nicht … und das sind mittlerweile 2,5 Jahre seit Beginn dieser Reform … ob ihr Dienstposten bleibt oder wegfällt, sollte er wegfallen ob sie am Standort bleiben oder wieder durch die Republik ziehen können. Was aus Familien wird … Pendlerfamilien, Schule der Kinder, Job der Ehefrau etc. … und da helfen auch keine 7,31 € steuerpflichtiges Trennungsgeld pro Tag.

    … Aber hatte uns nicht ein Minister bei Verkündung der Standortentscheidungen versprochen … und das war bereits Oktober 2011 – also auch schon fast wieder ein Jahr her … daß mit eben dieser Verkündung für alle die Zeit der Unsicherheit vorbei sei? … Und was ist aus dem Versprechen geworden? – Genau, nichts. Denn weder ich, noch viele andere wissen bis heute nicht ob eine „Reise“ ansteht oder nicht … und wenn ja wie lange wohin und zu welchen Konditionen. Und speziell in meinem Fall werde ich es frühestens in der 2. Hälfte 2013 zu erfahren bekommen … ganze 3,5 Jahre nach Reformbeginn. Und wenn’s „dumm läuft“ darf ich in weniger als 20 Jahren an meinen 7. Standort wandern … von anderen langen „Reisezeiten“ (Übungen, Lehrgänge, Ausland …) mal ganz abgesehen. Von den Soldaten wird immer alles abverlangt. – Aber die Versprechen unserer Politiker werden einfach immer mehr zu hohlen Phrasen. … Von daher gebe ich auf solche „Versprecher“ nicht mehr allzu viel. … Oder waren es nur „Versprecher“ der Politiker ? ? ? …

  39. Ich denke, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Auch im BT gibt es noch gute, junge, engagierte Abgeordnete, die zuhören und Themen bewegen. Was nützt uns auch eine Pauschalverurteilung. Wir haben keine Besseren. Wir müssen mit denen leben, die an den Schalthebeln der Macht sitzen und die müssen beschissene Entscheidungen treffen, wenn man den Euro betrachtet. Natürlich wäre es einfach die Flinte ins Korn zu werfen und aufzugeben. Aber das bringt uns auch nicht weiter, also heißt es weiter dicke Bretter zu bohren. Und an Mario Kaeß gerichtet: Weiter kritisch sein, Ja-Sager haben wir genug. Vielleicht lohnt einfach mal ein Gespräch mit dem Abgeordneten per Telefon oder ein Kontakt per E-mail. Das kostet nicht viel Zeit. In diesem Sinne…

  40. NMWC | 12. September 2012 – 20:27
    Da ich nicht (mehr) aktiver Soldat bin, werde ich mich zu Ihren Fragen nicht äußern; es betrifft mich nicht ….
    Allerdings stört mich undifferenziertes, pauschales Politikerbashing.
    Das soll reichen, denn Sie hatte ich ja nicht angeschrieben …

  41. @ wiskeyecho

    Momentan bin ich bei einer 60bis80-stunden-woche angekommen, weil viele Dinge immer mehr verkompliziert bzw. einfach nach unten durchgedrückt werden … mittlerweile habe ich in unserer kleinen Einheit auch schon die Besoldungsbearbeitung an der Backe – nicht zuletzt auch, weil man dabei ist, diese „outzusourcen“. Dazwischen gibt es nur noch die Wochenenden mit meinem Sohn.

    Aber wenn ich mal eine ruhige Stunde finde, werde ich sicherlich Entsprechendes an entsprechende Stellen schreiben.

    … Und keine Angst … Ich bleibe weiter kritisch, auch wenn man aus dem BMVg heraus schon versucht hat, mir eine „Maulkorb“ zu verpassen … und das für „firmeninterne Kritik“ im Forum Neugestaltung … sogar der ltd. Rechtsberater des Insp Lw wurde damals involviert … und es war wie gesagt eine Kritik die nach innen und nicht an die Öffentlichkeit gerichtet war.

    … Auch Ja-Sager war ich noch nie … weder zu DDR-Zeiten (auch oder schon wenn während meines 18. Lebensjahres die DDR in Insolvenz gegangen ist), noch heute … mich widern „aalglatte“ Ja-Sager und Wendehälse einfach an …Für mich muß eine Persönlichkeit (im großen Politikgeschehen, aber auch in unseren „kleinen Microwelten“ eine klare Meinung haben, diese … auch wenn man damit aneckt … vertreten können und wollen … und alles, aber auch wirklich alles dafür tun, seine gemachten versprechen zu halten – eben ein Typ Mensch mit Charakter, Ehrlichkeit sowie Ecken und Kanten zu sein … aber daran mangelt es in unserer großen Bundespolitik leider, weil offensichtlich in Wirklichkeit ganz andere Ziele von diesen Personen verfolgt werden …

  42. @Heiko Kamann
    Eine Antwort vom eigentlich angesprochenen haben Sie ja erhalten….
    Betrifft Sie ja bestimmt auch nicht weiter….
    Aber interessieren scheint Sie das Ganze hier ja dann doch irgendwie brennend nicht wahr?
    Gratuliere!

  43. @all
    jetzt sind wir fast bei 200 Kommentaren zu diesem Thema. Wenn ich das aus meiner Erinnerung richtig sehe, die umfangreichste Kommentierung eines Threats hier überhaupt. Das wird wohl seinen Grund haben.
    Was machen wir nun? Putschen?
    Melde mich zwischenzeitlich mal kurz aus dem Kreis, muß umziehen…

  44. @ wiskeyecho

    … im Übrigen hatte ich vorletztes Jahr bei einem Besuch des Landtages Nds in einer Gesprächsstunde mit verschiedenen Politikern (CDU, FDP, SPD darunter auch ein Landesminister) … auch wenn sie „nur Landespolitiker sind, aber ihre Parteien eben auch die Bundespolitik gestalten … auf diese und andere Problematiken (Weihnachtsgeld, „Überstundenvergütung“ etc.) angesprochen … und was kam als Antwort? … Lediglich der Satz vom anwesenden Landesminister „Sie haben recht.“ und die anderen beiden hatten dazu nichts zu sagen … und dann wurden die 3 ruhig und die Gesprächsstunde war plötzlich zu Ende … Noch Fragen?

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