Unfall in Kundus – Bundeswehr nicht beteiligt

Eigentlich wäre das aus deutscher Sicht keine Meldung: In Kundus in Nordafghanistan gab es am (heutigen) Dienstag einen Unfall, an dem ein Fahrzeug der ISAF-Truppen beteiligt war – allerdings kein deutsches. Der Unfallhergang ist offensichtlich noch nicht klar, vermutlich wurde dabei ein Kind verletzt, heißt es vom ISAF-Regionalkommando Nord.

Warum ich das dennoch aufgreife? Weil der (iranische) Sender Press TV meldet:

An Afghan child has been killed and two others wounded as a German tank runs over them in Afghanistan’s northern Kunduz province, Press TV reports.

Daran scheint auf jeden Fall nicht zu stimmen, dass es ein getötetes Kind gibt und dass es ein deutsches Fahrzeug war. Mal sehen, ob es später noch mehr Details gibt.

 

8 Gedanken zu „Unfall in Kundus – Bundeswehr nicht beteiligt

  1. Motorrad stößt mit ziv. PKW zusammen, Passagiere werden abgeworfen, landen auf der Gegenfahrbahn und werden durch US Fahrzeug erfasst. Dabei kommt ein Kind zu Tode.

    Lokale Medien in Kunduz zitieren den Chief of Kunduz Traffic Police. Dieser gibt eindeutig zu verstehen, das ISAF keine Mitschuld an diesem Vorfall trägt.

    Provinzgouverneur bestätigt den Vorgang gegenüber lokaler Presse.

  2. Damit hat dieses noch nicht allzu lang zurückliegendes Ereignis sicher gar nichts zu tun…

    [Link gelöscht – wie bekannt, gibt es hier keine Links zu Webseiten deutscher Printmedien … Können Sie das kurz in ein, zwei eigenen Sätzen sagen? T.W.]

  3. Der Hammer sind die Kommentare zu der Meldung auf PressTV – es geht los bei Nazis, über Zionisten bis hin zu „GO HOME“ – Parolen. Wahnsinn!

  4. Hoppala. Entschuldigen Sie bitte, Herr Wiegold… da schlug ein bisschen alte Gewohnheit durch.

    Zusammenfassung: Laut FTD ist ein iranischer Diplomat vorübergehend unter dem Vorwurf festgehalten worden, eine Zehnjährige angefasst zu haben. Die iranische Regierung halte dies für einen inszenierten Zwischenfall.

  5. Zynisch bemerkt: Die Iraner et al. werden bald Zeit und Gelegenheit bekommen, es besser zu machen…es sei an die Zeit vor OEF/ ISAF erinnert.

    Sachlich bemerkt: Ganz sicher liegt jede Nachrichtenagentur einmal daneben. Hier erscheint mir aber eine Nachrichtenagentur (press-Tv als Verbreitungsmedium von Islamic Republic News Agency-Irna) am Werk, die außerhalb der offiziellen Verlautbarungsvermeldungen der iranischen Administration wenig zitierfähig ist.

    Fazit: Die Bundesrepublik und mit ihr die Bundeswehr benötigt ein wirksames Kommunikationsinstrument. Und sei es „nur“ die ein oder andere Headline in deutschen Gazetten in solchen Sachzusammenhängen gerade rücken zu können.

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