Exercise Watch: USA verlegen zusätzliche Kampfjets für ‘Atlantic Resolve’

A-10s refuel over Europe, maintain forward presence

Im Rahmen ihrer Operation Atlantic Resolve, der verstärkten Unterstützung vor allem der osteuropäischen NATO-Verbündeten, haben die USA zusätzliche Kampfflugzeuge nach Europa verlegt. Zwölf Jagdflugzeuge des Typs F-15 wurden zunächst in Deutschland offensichtlich in den Niederlanden stationiert und sollen später nach Bulgarien verlegt werden, wie die U.S. Air Force am (heutigen) Freitag mitteilte:

The U.S. Air Force deployed 12 F-15 Eagle fighter aircraft and approximately 200 Airmen as the first Air National Guard theater security package in Europe to support Operation Atlantic Resolve this week. weiterlesen

Die Europa-Armee aus polnischer Sicht: Macht Deutschland es sich zu einfach?

Zu der lebhaften Debatte über das Thema Europa-Armee (in der es auf Augen geradeaus! schon hier und hier hoch herging) eine Stimme aus polnischer Sicht: Die Wissenschaftlerin Justyna Gotkowska vom Centre for Eastern Studies (OSW) in Warschau wirft dem großen Nachbarn Deutschland vor, sich seinen Umgang mit dieser Idee doch ein bisschen arg einfach zu machen. Verkürzt gesagt: Die Deutschen finden die Europa-Armee gut, weil sie hoffen, dass ihnen andere die Struktur der Streitkräfte bezahlen und die deutsche Industrie subventionieren, denken aber nicht an mögliche Einsätze solcher europäischen Streitkräfte.

So verstehe ich jedenfalls diesen Teil der Analyse:

The main problem with Germany’s ideas for enhancing military co-operation in Europe is that they are focused on the integration and creation of military structures rather than on using them operationally. weiterlesen

Südafrikanisch-deutsches Seemanöver: Fischerboot fast versenkt (mit Korrektur)

Beim Artillerieschießen während des gemeinsamen südafrikanisch-deutschen Seemanövers Good Hope vor der Küste Südafrikas ist ein Fischerboot fast versenkt worden. Offensichtlich war das gut acht Meter lange Boot mit einer der ferngesteuerten Überwasserdrohnen verwechselt worden, die zur Zieldarstellung verwendet werden. Nach Angaben der Deutschen Marine ist bislang unklar, ob die fehlgeleiteten Schüsse von einem deutschen Schiff oder einem Schiff der südafrikanischen Marine abgegeben wurden. (Korrektur nach neuen Angaben:)Das Schießen wurde nach Angaben der Deutschen Marine nur von den deutschen Einheiten veranstaltet; südafrikanische Schiffe waren daran nicht beteiligt.

Im Rahmen des deutschen Einsatz- und Ausbildungsverbandes nahmen die Fregatten Hessen (Foto oben) und Karlsruhe an der Übung teil, die am (heutigen) Freitag zu Ende geht.

Über die Schüsse auf das Fischerboot am vergangenen Mittwoch hatte der Kapitän der Arctic südafrikanischen Medien ausführlich berichtet:

Skipper Anthony Day said he believed the warship thought his 28-foot ski boat was one of the small radio-controlled vessels taking part and which are blown up in the naval exercise. (…) weiterlesen

Kampf gegen ISIS: US-Luftangriffe zur Unterstützung Iraks – und Iran-naher Milizen?

Tikrit_Luftangriff_25mar2015

Angesichts der Entwicklung im Jemen ist eine andere Entwicklung der vergangenen Nacht in der Region in den Hintergrund getreten: Im Kampf gegen die islamistischen ISIS-Milizen im Irak hat die US-geführte Koalition zur Unterstützung von irakischen Einheiten vor Tikrit Luftangriffe geflogen – und damit praktisch auch Milizen unterstützt, die dem Iran nahestehen.

Die offizielle Bestätigung der US-Angriffe war in der Nacht zum Donnerstag zunächst vom Pentagon und dann vom Außenministerium in Washington gekommen:

At the request of Prime Minister Haider al-Abadi, the Coalition today launched airstrikes in and around Tikrit in support of Iraqi Security Forces ground operations. In a statement to the press, Department Spokesperson Jen Psaki said:”These strikes were designed to destroy ISIL strongholds with precision — protecting innocent Iraqis by minimizing damage to infrastructure, and enabling Iraqi forces under Iraqi command to continue offensive operations against ISIL in the vicinity of Tikrit. All strikes were coordinated with the Government of Iraq and Iraqi Security Forces through our Joint Operation Center in Baghdad.

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Die NATO-Bedrohung – aus russischer Sicht

Gruschko_BR_mar2015

Das Interview, dass der Bayerische Rundfunk für die Sendung Report München mit dem russischen NATO-Botschafter Alexander Gruschko geführt hat, scheint mir ein interessantes Dokument der Zeitgeschichte: ausführlich erläutert Gruschko die russische Sicht auf die mögliche Bedrohung aus dem Westen. Zum Beispiel, warum er die – nach der NATO-Russland-Grundakte zulässigen – rotierenden Übungen von NATO-Truppen an der russischen Westgrenze für bedrohlicher hält als die – nach der NATO-Russland-Grundakte nicht mögliche – dauerhafte Stationierung von Kampftruppen.

Teile des Interviews wurden am 24. März in der Report München-Sendung ausgestrahlt; das komplette Video des Interview gibt es hier beim BR zum Nachschauen – noch dazu auf Englisch. (Allerdings wird so was von den öffentlich-rechtlichen Sendern ja irgendwann depubliziert; vielleicht hat’s bis dahin jemand gesichert, Audio würde ja reichen. Veröffentlichen darf man das dann allerdings nicht. Obwohl, eine Abschrift… )

(Foto: Screenshot aus dem Interview)

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