Ausrüstungshilfe für die Kurden – der erste Dingo schon angesprengt?

Dingo_Kurden_Rudaw

Zusammen mit Sturmgewehren, Panzerfäusten und Milan-Lenkraketen hat die Bundeswehr auch fünf geschützte Dingo-Transporter an die kurdischen Peshmerga für ihren Kampf gegen die islamistischen ISIS-Milizen geliefert. Nun sieht es so aus, als habe einer dieser Dingos die erste Bewährungsprobe bestanden – als ein Pehsmerga-Konvoi auf ein IED (Improvised Explosive Device) fuhr.

Das legt jedenfalls ein Video des kurdischen Nachrichtenportals Rudaw nahe. Die Bildqualität ist leider nicht so gut, dass für mich alle Zweifel beseitigt wären (außerdem liegt leider das Wasserzeichen des Urhebers drüber). Vielleicht kennt ja jemand eine bessere Quelle dafür, oder kann auf diesem Video genaueres erkennen: weiterlesen

Erinnerungsspiel an den “Weihnachtsfrieden” 1914: UK-Deutschland 1:0

Game of Truce between British Army & Bundeswehr

Ob das legendäre Fußballspiel zwischen deutschen und britischen Soldaten im Jahr 1914 während des Weihnachtsfriedens an der Westfront des 1. Weltkrieges, tatsächlich stattgefunden hat – historisch belegt ist das nicht. Dennoch wird die Erinnerung an diese Versöhnung zwischen den Schützengräben hoch gehalten. Zum Beispiel bei einem Fußballspiel deutscher und britischer Soldaten am (gestrigen) Mittwochabend in Aldershot. Die Briten gewannen übrigens 1:0.

Den (Spiel)Bericht des britischen Guardian gibt es hier: Christmas truce: a mythical football match revisited 100 years later weiterlesen

Kabinett bringt Ausbildungsmission im Nord-Irak auf den Weg

Das Bundeskabinett hat am (heutigen) Mittwoch wie geplant die Ausbildungsmission der Bundeswehr im Nordirak auf den Weg gebracht. Die Minister verabschiedeten das Mandat für bis zu 100 Soldatinnen und Soldaten, die in Erbil im Nord-Irak kurdische Kämpfer für das Zurückdrängen der islamistischen ISIS-Terrormilizen ausbilden sollen. Hier geht es nicht um einen Kapmfauftrag, hier geht es um Ausbildungsleistungen, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach der Kabinettsentscheidung.

Der Beschluss geht jetzt an den Bundestag und wird voraussichtlich Ende Januar verabschiedet.

Zum Mandat (und seiner interessanten rechtlichen Grundlage) hatte ich hier schon einiges geschrieben, außerdem hier zur Einschätzung Steinmeiers.

Zur Ergänzung:

Mitteilung der Bundesregierung

Mitteilung des Verteidigungsministeriums

O-Ton (Audio) von Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen

 

 

 

(Foto:  Beginn der theoretischen Einweisung in die von Deutschland an die Peschmerga gelieferten Waffen in einer Ausbildungsstätte nahe Erbil, Nordirak am 01.10.2014 – Bundeswehr/Sebastian Wilke)

 

 

Ausbildungsmission Irak: Bundesregierung stützt Mandat auf indirekte UN-Zustimmung

Das Bundeskabinett will am (morgigen) Mittwoch ein Mandat für einen Ausbildungseinsatz deutscher Soldaten im Irak beschließen und dem Bundestag zur Billigung vorliegen. Die grundsätzlichen Überlegungen dazu hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier bereits am (gestrigen) Montag seiner SPD-Bundestagsfraktion schriftlich erläutert. Interessant ist ein Blick in den Mandatstext und die Begründung: Die Bundesregierung interpretiert die (grund)gesetzlichen Vorgaben für den bewaffneten Einsatz deutscher Streitkräfte ein wenig anders als bisher. Und: Die bereits abgeschlossenen Waffenlieferungen an die kurdischen Peshmerga-Kämpfer könnten, auch das legt der Mandatstext nahe, wieder aufgenommen werden.

In der vorgesehenen Ausbildungsmission sollen rund 100 Bundeswehrsoldaten, zusammen mit Soldaten verbündeter Nationen, die Kurden für ihren Kampf gegen die islamistischen ISIS-Terrormilizen schulen. Das Mandat ist zunächst auf ein Jahr befristet, bis Januar 2016 – allerdings ist die vom Außenminister genannte Beschränkung auf ein halbes Jahr nicht ausdrücklich im Text erwähnt.

Die verfassungs- und völkerrechtliche Grundlage, nach Ausführung der Bundesregierung: weiterlesen

Die Kosten der USA für den Krieg in Afghanistan: Fast eine Billion $

Die Zahl muss man zumindest mal erwähnen: Fast eine Billion US-Dollar haben die USA für den Krieg in Afghanistan ausgegeben. Allerdings, so merkwürdig das klingt: Das war noch deutlich weniger als die 1,7 Billionen für den Irak-Krieg.

Zu dieser Berechnung kommt die Financial Times zusammen mit externen Experten, und da der FT-Bericht hinter einer Paywall steckt, hier der Verweis auf einen anderen Bericht darüber:

The war in Afghanistan has cost the United States nearly $1 trillion, according to a report published Monday.
The calculation was by the Financial Times and independent researchers. They found that the war has cost nearly $1 trillion, and that most of that was spent under President Obama, who escalated the number of U.S. troops in Afghanistan upon taking office.
The war in Iraq, by contrast, cost the U.S. $1.7 trillion, according to a Costs of War Project conducted by Brown University’s Watson Institute for International Studies.

Um der Zahlen-Verwirrung wenigstens ein bisschen vorzubeugen… zur Klärung das von Wikipedia: weiterlesen

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