Neues aus Mali: Anschlag auf UN-Konvoi, malische Soldaten getötet (Nachtrag)

Der gelegentliche (und zu seltene) Blick auf Mali und den internationalen UN-Einsatz, an dem auch die Bundeswehr beteiligt ist: Am (heutigen) Dienstag wurden bei Tessalit im Norden des Landes zwei UN-Soldaten und ein Zivilist durch einen Sprengsatz schwer verwundet. Die Nationalität teilten die Vereinten Nationen nicht mit; nach Angaben der Bundeswehr waren deutsche Soldaten davon nicht betroffen. Südlich von Timbuktu starben vier malische Soldaten, als ihr Camp angegriffen wurde.

Aus der  Meldung der UN-Mission MINUSMA zu beiden Vorfällen (bislang nur auf Französisch):

Bamako, le 18 avril 2017 – Aujourd’hui, vers 04h00, un véhicule de la Force de la MINUSMA a heurté un engin explosif improvisé ou une mine, à environ 30 km au Sud de Tessalit, région de Kidal. Le bilan préliminaire est de trois blessés graves, dont deux casques bleus et un civil. Le véhicule, qui faisait partie d’une escorte d’un convoi logistique, a été endommagé.
Tôt le matin aujourd’hui encore, une attaque terroriste, perpétrée par des hommes armés non identifiés, a ciblé des positions des Forces armées maliennes et la Garde Nationale à Gourma Rharous, située à environ 120 km à l’Est de Tombouctou. La MINUSMA a déployé ses hélicoptères d’attaque sur les lieux en appui aux Forces maliennes et facilite l’évacuation médicale des blessés par voie aérienne.

Und zu dem Angriff auf die malische Armee berichtet AP:

Armed men attacked an army camp in northern Mali, killing at least four soldiers and wounding another, an army spokesman said Tuesday, while the United Nations peacekeeping mission said one of its vehicles hit a land mine in a separate incident, seriously wounding three.
The attack on the army camp in Gourma-Rharous, about 120 kilometers (75 miles) east of Timbuktu, also destroyed a half-dozen vehicles, army spokesman Lt. Col. Diarran Kone said.

Nachtrag: Von der UN-Mitteilung gibt es inzwischen eine englische Fassung:

Early this morning, a vehicle belonging to the peacekeeping mission (MINUSMA) struck an improvised explosive device or mine about 30 kilometres south of Tessalit in the Kidal region, according to a news release issued by the mission. Two peacekeepers and one civilian were seriously injured; the vehicle, part of an escort of a logistics convoy, was damaged.
Also today, unidentified armed men targeted positions of the Malian Armed Forces and the National Guard at Gourma Rharous, located about 120 kilometres east of Timbuktu, according to the mission.
MINUSMA deployed its attack helicopters to the site in support of the Malian Forces and facilitated the medical evacuation of the wounded by air.
“There is hardly a day when reports of abominable acts of terrorism committed by the enemies of peace and the enemies of this country and its people are not received,” said Mahamat Saleh Annadif, the Secretary-General’s Special Representative and head of MINUSMA, calling the attacks “cowardly.”
“Their real target is the failure of the peace process and their goal is to impose the reign of violence and chaos,” he said, adding that the UN remains more committed than ever to support the Malian authorities and the country’s defense and security forces.

(Archivbild Februar 2017: Ein Taktisches CIMIC TEAM der gemischten Aufklärungskompanie des 4. Deutschen Einsatzkontingents MINUSMA auf dem Wochenmarkt in Wabaria nahe Gao/Mali – Bundeswehr/Sebastian Wilke)

30 Kommentare zu „Neues aus Mali: Anschlag auf UN-Konvoi, malische Soldaten getötet (Nachtrag)“

  • Thomas Melber   |   18. April 2017 - 23:13

    Im Süden nichts Neues.

  • audio001   |   19. April 2017 - 7:05

    Offensichtlich hat sich auch die Verfügbarkeit von Gerät im Einsatz in Mali bisher der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit entziehen können (siehe Welt-Online vom heutigen Tagen „Extremklima legt Bundeswehr in Mali lahm“)!

  • closius   |   19. April 2017 - 8:45

    @audio1: Daß trotz Erfahrung in AFG mit Wüste/Hitze die BW Fahrzeuge in Mali nicht funktionieren, und zuwenig Instandsetzung vor Ort ist, spricht für eine Fehlplanung der BW und ist peinlich. Die HIL GmbH lässt grüßen, man sollte die Instandhaltung immer in der Truppe haben und nicht privatisieren.

    Noch peinlicher ist aber, daß die Tiger Kampfhubschrauber wohl nicht Wüstenkriegstauglich sind und bei höheren Temperaturen nicht starten dürfen. Jetzt soll eine Sonderfreigabe erfolgen, damit diese nicht mehr ab 43,26 Grad am Boden bleiben müssen, sondern bis 48,26 Grad fliegen dürfen.

    Ich frage mich nur, wer ist für die Sonderfreigabe zuständig? Das Verteidigungsministerium oder der Hersteller?

  • Zimdarsen   |   19. April 2017 - 8:53

    Warum wohl sind in AFG für uns Hubschrauber sowjetischer Bauart im Einsatz.
    Es wird Zeit, dass wir diese Kisten auch in Mali bekommen. Ukrainische Firmen könnten uns gemeinsam mit deutschen Unternehmen dabei unterstützen. Das wir Personentransport dort auf dem Landweg durchführen ist unverantwortlich.

    Unsere Ausrüstung ist wohl in größerem Umfang nicht einsatztauglich.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   19. April 2017 - 9:00

    SAHARA: Celsius, Staub und steinige Pisten, wer hätte das gedacht (SARC) … setzten den Fahrzeugen zu.
    Dann noch schleppende Ersatzteilversorgung aus Deutschland und die unterdimensionierte FzInst im Camp Castor in Gao.

    Von Seiten der deutschen Kontingents-Führung hieß es, die Auftragserfüllung gegenüber den Vereinten Nationen sei sichergestellt.
    Ehrlicherweise aber: „Die Einsatzbedingungen führen uns aber regelmäßig an die technische Belastungsgrenze.“

    TIGER: Soll – FOC zum 1. Mai, es fehlt noch die Sonderfreigabe zum Flug unter Mali-Temperaturen. Derzeit nur bis 43,26 Grad Celsius. Überstiegen die Temperaturen vor Ort diesen Wert, keine Startfreigabe.
    Beantragt sei eine Sondergenehmigung für den Einsatz bis 48,26 Grad Celsius.
    (Alles frei nach FAZ.net bzw Welt.de)
    Da Wetteraufzeichnungen in MALI leider erst mit Beginn des DEU EInsatzes vorliegen und die Niederländer wegen erheblicher Sprach- und Mentalitätsproblemen zu 2,5 Jahren Flugerfahrung mit CH-47 und APACHE kaum zu befragen waren …. und die Aufzeichnungen von Herrn GFM Rommel verschollen sind —
    NULL Verständnis für die Lagefeststellung.

  • Thomas Melber   |   19. April 2017 - 9:18

    Sehen wir es positiv: es sind base days angesagt … ^^

  • politisch inkorrekt   |   19. April 2017 - 9:28

    Ich schätze mal, das ist wieder ein Problem zwischen den Ohren. Die französischen TIGER fliegen UND schießen schließlich auch…

    pi

  • Cynic2   |   19. April 2017 - 9:34

    @closius
    Grundlage der Kontingentplanung wird einmal mehr die politisch festgesetzte Kontingentobergrenze gewesen sein und nicht die abzubildenden Fähigkeiten. Wenn nur wenig Personal mitgenommen werden darf, aber bestimmte Fähigkeiten verlangt werden, wird schnell bei den logistischen Komponenten gespart. Der Einsatz von zivilen Vertragsnehmern für die Instandsetzung wäre da übrigens sehr attraktiv, denn auch 20 zivile Mechaniker werden nicht auf die Kontingenzahlen angerechnet, sondern nur auf die Kosten.
    Bezüglich des Tigers ist davon auszugehen, dass hier die Flugbestimmungen für den Grundbetrieb angewandt werden und für den konkreten Einsatz Sondergenehmigungen erlassen werden müssen. Fliegt das Gerät auch bei höheren Temperaturen müssen Kontrollen, Wartungsintervalle und eventuell Abnutzungserwartungen angepasst werden, weil das Gerät anders belastet wird.

  • FK70   |   19. April 2017 - 9:34

    @ pi: zwischen den Ohren ist relativ. Es liegt schlicht an der Vorschriftenlage, die bei uns eine andere ist als bei den Franzosen. Ist halt halt jetzt erst aufgefallen ;-)

  • closius   |   19. April 2017 - 9:49

    Die Briten haben ihre Wüstenratten, die Franzosen ihre Fremdenlegion und uns fehlen leider „Wüstenfüchse“ also eine wüstenkriegsfähige Brigade. Vor lauter Begeisterung wieder für die Landes- und Bündnisverteidigung sollte die BW-Führung mal daran denken, eine Brigade zu schaffen, deren gesamtes Material auf den Wüstenkrieg hin optimiert ist, um nicht ständig im Einsatz festzustellen, daß das Material dafür nichts taugt(z.B. Hitzeprobleme des G 36 in der Sonne), keinen Sand verträgt oder nach unsren Vorschriften unsere Hubschrauber in der Hitze nicht fliegen dürfen.

    Das DAK hat wahrscheinlich nur funktioniert, weil sich Rommel nicht so um Vorschriften gekümmert hat.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   19. April 2017 - 9:53

    @closius
    Na na, ein DEU StOffz, der sich nicht um seine DV kümmert, …? EdK und „Kriegs“gericht.

  • Singulativ   |   19. April 2017 - 9:57

    @closius
    LufABw müsste eigentlich die Freigabe erteilen. Da UHT und HAD nicht baugleich sind lassen sich Erfahrungen der Franzosen auch nur begrenzt übertragen. Vermutlich wird der politische Druck zur Meldung der Einsatzbereitschaft schon irgendjemanden zwingen die Freigabe zu erteilen, im Zweifel halt den Inspekteur.

  • Thomas Melber   |   19. April 2017 - 9:58

    @closius
    Zumindest nach Papierlage sollten die GebJg hierzu befähigt sein (ich weiß, es klingt seltsam).

    Deren OpRaum umfaßt grundsätzlich auch aride Zonen (Wüsten), Dschungel und urbanes Gelände, wobei die spezifische Ausbildung natürlich nicht immer möglich ist.

  • klabautermann   |   19. April 2017 - 10:21

    Ja, diese verdammten Halbleiter. Die funktionieren eben nur „korrekt“ bei 60 bis 90 °C Betriebstemperatur. Ab 120° kann es dann zu irreparablen Schäden führen.
    Bei Umweltlufttemperaturen jenseits 40° C muß man also ganz schön viel Aufwand und Energie in die Kühlung stecken, zumal die Dinger ja selber richtig Wärme erzeugen. Und der schwitzende Fahrer plus die Besatzung erzeugt ja auch Wärme. Da fährt man also 5 Stunden bei 40° gut gepanzert und gekühlt durch die Wüste bei brennender Sonne – noch mehr Strahlungswärme – und dann parkt man das Fahrzeug im Feldlager in der prallen Sonne, schaltet die Systeme ab und geht zum Duschen…………und die Kiste fängt an im Hitzerückstau zu glühen und die Halbleiter verglühen. Ausweg: das Gegenteil von Vorwärmung einbauen, also eine Nachkühlung, die ebn auch bei Umwelttemperaturen jenseits 40° C das Verglühen der Chips verhindert. Das dürfte bei den meisten, wenn nicht allen Fahrzeugen der BW kaum durch Nachrüsten möglich sein.

  • Hans Dampf   |   19. April 2017 - 11:12

    @ Singulativ

    Ich möchte nicht in der Haut des Inspekteurs stecken, wenn jemand mit seinem Hubschrauber zu Schaden/Tode kommt, weil eine Freigabe so aus der la main erteilt wurde…

    @ Klabautermann

    Dem Vernehmen nach soll Schimmelbefall auch ein Problem sein, da man ein Gefechtsfahrzeug nie so richtig trocken bekommt…

  • klabautermann   |   19. April 2017 - 11:39

    @Hans Dampf

    Schimmel, Sand, Staub in den Filtern des Sekundärkreislaufs beeinträchtigen natürlich die Betriebstemperaturkurve und natürlich all die winzigen „Undichtigkeiten“, die bei Temperaturen im Grenzbereich auf so myteriöse Art und Weise das flüssige Kühlmittel im Primärkreislauf reduzieren…
    Das dumme bei Halbleitern ist, dass es zwischen garntiert „sicher“ und kaputt einen Temperaturbereich gibt, für den kein Hersteller einen „sicheren“ Betrieb garantieren kann, der Halbleiter funktioniert, aber nicht unbedingt glitch-frei. Also wird die Grenzaußentemperatur „konservativ“ in der Regel niedriger angesetzt als „errechnet“, denn es gibt eben einige Einflußaktoren (siehe oben), die man konstruktiv nicht 100protentig berücksichtigen kann. Nun, Landfahrzeuge und Schiffe bleiben einfach stehen, Flugzeuge fallen vom Himmel….also wird bei Flugzeugen die Grenzaußentemperatur noch konservativer festgelegt als bei Land-/See-Fahrzeugen.
    Und in Deutschland sind die „Aufsichtsbehörden“ nun mal sehr konservativ in Sachen Sicherheit. Bin mal gespannt, ob man für den Tiger in Mali wirklich die Sondergenehmigung für höhere Grenzwerte bekommt. Meiner Auffassung nach ist das ein nicht vertretbares, weil unverhältnismäßiges Risiko in Sachen „Gefahr für Leib und Leben“ mit Blick auf den „Job“, den der Tiger in Mali hat.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   19. April 2017 - 11:39

    Unser derzeitiger Einsatz läuft als „Lead Nation (LN)“, oder (sollte) UN alles selbst im Griff haben?
    Falls „LN“ zutrifft, zur Erinnerung:
    … ist diejenige Nation, die auf Grund politischen Willens, nationaler Kapazitäten und regionalen Einflusses das Forum für politische Konsultationen sowie die militärischen Führungsstrukturen und anerkannte Kompetenz sowohl für Planung als auch für Aufstellen der Kräfte und die Führung der Koalitionsoperationen bereitstellen kann.
    … Verantwortung umfasst Entwicklung und Aufstellung der „exit strategy“.

    Haben wir so alles richtig gut drauf, wie gesehen wird.

    Bei freedictionary.com dazu noch erhellend:
    Lead Nation
    One nation assumes the responsibility for procuring and providing a broad spectrum of logistic support for all or a part of the multinational force and/or headquarters. Compensation and/or reimbursement will then be subject to agreements between the parties involved. The lead nation may also assume the responsibility to coordinate logistics of the other nations within its functional and regional area of responsibility.

    Oder
    1. gilt dies nur in „Coalition Operations“ des Bündnisses?
    Aber
    2. Es existiert aber das Multinational Interoperability Council, dass „The Lead Nation Concept in Coalition Operations“ entwickelt hat in UN OPS.

  • MikeMolto   |   19. April 2017 - 11:40

    @ closius | 19. April 2017 – 9:49
    „Das DAK hat wahrscheinlich nur funktioniert, weil sich Rommel nicht so um Vorschriften gekümmert hat.“

    Sie versuchen eine VW Kaefer 1953 mit einem Golf von 2016 zu verleichen. Bis auf Feldtelefon und Tastfunk hatte das DAK keine Electronics – und die Maenner waren etwas abgehaerteter (in jeder Beziehung) als heute.
    Ausserdem hatte er einen offensiven Auftrag, was fuer die Moral der Truppe sicherlich foerderlicher war als MINUSMA…

  • MikeMolto   |   19. April 2017 - 11:44

    @ klabautermann | 19. April 2017 – 11:39
    „Und in Deutschland sind die „Aufsichtsbehörden“ nun mal sehr konservativ in Sachen Sicherheit. Bin mal gespannt, ob man für den Tiger in Mali wirklich die Sondergenehmigung für höhere Grenzwerte bekommt. Meiner Auffassung nach ist das ein nicht vertretbares, weil unverhältnismäßiges Risiko in Sachen „Gefahr für Leib und Leben“ mit Blick auf den „Job“, den der Tiger in Mali hat.“

    Wie waer’s mit ‚eclusiver Nachtflugerlaubnis?‘ /sarc off

  • Hans Dampf   |   19. April 2017 - 11:51

    @ Klabautermann:

    Sehe ich genauso bezüglich Tiger, ich denke, den Schuh wird sich niemand anziehen wollen – und das ist ja auch im Interesse der Besatzungen, zumal die Sicherheitsvorschriften ja auch ihren Sinn in sich tragen.

  • Hans Dampf   |   19. April 2017 - 12:00

    Ich hoffe, man wirft mir keine Pietätlosigkeit vor, aber als ich die Meldung über unser Material in Mali las, wurde ich unweigerlich an die beiden hier erinnert; ganz offenkundig von zeitloser Relevanz: https://www.youtube.com/watch?v=nohGiQmOxlc

  • Pirat77   |   19. April 2017 - 12:27

    Ich denke der deutsche Amtsschimmel reitet gerade in Gao in vollem Galopp! Mangelnder TD ist die eine Sache, aber Fahrzeuge aus im Einsatz nicht nachvollziehbaren Gründen zu sperren, eine andere. Wenn ich aus dem alten Milanwolf den Rüstsatz Milan rausschraube, erlischt eben die Zulassung, auch wenn das Fahrzeug top i.O. ist. Jeder, der Prüfteams von TMP und §78 erlebt hat, weiß, dass da Leute aus einer ganz anderen Bundeswehr anrücken, die mit der (Kampf)truppe NICHTS zu tun haben! Und da werden dann schnell mal die Fahrzeuge im Einsatz gesperrt (Tut mir ja leid, ich kann da nix machen, ist Vorschrift!)
    In Gao fahren die NLD Kameraden auch mit weichen Wölfen raus und werden nicht gekündigt, wenn man praktischer Weise auch mal hier und da ein MG selbst drangeschraubt hat.
    Und was die GebJgTr betrifft:
    Vor ein paar Jahren sind einzelne Dienstgrade mal zu den Franzosen nach Djibouti auf einen Lehrgang geflogen, ein Heftchen von der Qualität „in der Wüste ist es heiß und schmutzig“ wurde erstellt und das war es.

  • Thomas Melber   |   19. April 2017 - 12:27

    FRA hat innerhalb von 14 Monaten 5.000 Flugstunden zusammenbekommen (Stand Oktober 2015):

    http://www.opex360.com/2015/10/30/les-helicopteres-de-loperation-barkhane-ont-depasse-les-5-000-heures-de-vol/

    Die Intensität mag abgenommen haben, fliegen tun sie aber immer noch.

    Daher hat FRA natürlich auch Erfahrung, in Le Luc wird auch die Bw davon gehört haben:

    http://www.lepoint.fr/monde/mali-les-helicopteres-francais-de-l-operation-barkhane-les-pales-du-desert-02-06-2015-1932966_24.php

  • Zimdarsen   |   19. April 2017 - 12:41

    @Hans Dampf

    „- und das ist ja auch im Interesse der Besatzungen, zumal die Sicherheitsvorschriften ja auch ihren Sinn in sich tragen“

    Deshalb wird es Zeit, dass wir Lfz bekommen welche einsatztauglich sind und auch in Mali im Friedensbetrieb bewegt werden kann und darf.

    In AFG funktionieren die Mil ja auch innerhalb der Zulassungs- und Betriebsvorschriften.

  • klabautermann   |   19. April 2017 - 12:49

    @Pirat77

    Es gibt doch nun keinerlei Rechtfertigung dafür Mensch und Material in Mali „kriegsmäßig“ zu verschleißen. Von daher sind die Vergleiche auch mit Frankreich etwas schief, die Franzosen haben nicht nur einen anderen Auftrag als wir Deutschen, sondern auch andere strategische Interessen in Afrika und die haben auch ganz andere Erfahrungswerte als wir in Sachen „Wüstenkampf“ und Technik/Logistik.“Leute aus einer ganz anderen Bundeswehr“ sind da schon ganz hilfreich, den forschen Elan der „Kampftruppe“ etwas zu zügeln. Das sind keine „Spaßbremser“, aber im Frieden sind ja Stäbe und Ämter und deren Angehörige ein wunderbarer „Feindbildersatz“, gelle ? ;-)

  • Hans Dampf   |   19. April 2017 - 12:52

    Operation Barkhane war/ist ein offensiver Kampfeinsatz, das kann man von der VN-Mission, in der die Bw „tätig“ ist, wohl so nicht behaupten. Insofern ist die Abwägung eine andere, unter welchen Bedingungen man fliegen lässt – oder eben nicht. Wer trotz der entsprechenden Vorschriften, die sich vermutlich nicht einfach so ohne Grund jemand ausgedacht hat, einen Hubschrauber auf eine (vorgeplante) Mission schickt, dieser dabei abschmiert und jemand zu Schaden kommt, wird sich anschließend ggf.l unangenehme Fragen stellen lassen müssen. Vom Vertrauen der Besatzungen in die Verantwortlichen mal ganz zu schweigen.

    @ Pirat77:

    Es gibt auch Beispiele für „Truppenlösungen“, die lebensgefährlich waren.

  • flame   |   19. April 2017 - 13:04

    @ Thomas Melber
    „Daher hat FRA natürlich auch Erfahrung, in Le Luc wird auch die Bw davon gehört haben:“

    Die BW in Fritzlar und Le Luc kennt ganz bestimmt die Probleme der FRA in Mali.

    Sicherlich gibt es auch einen Erfahrungsbericht des Rgt 36 Fritzlar aus Afghanistan und was wurde daraus bisher umgesetzt ?

    Das Problem der BW liegt nicht in Fritzlar oder Le Luc !

  • T.Wiegold   |   19. April 2017 - 13:12

    @all

    Zum Thema Ausrüstung in Mali wurde auch in der Bundespressekonferenz gefragt; dazu gibt es einen neuen Eintrag – bitte das Thema dort weiter debattieren.

  • Pirat77   |   19. April 2017 - 14:34

    @klabautermann, hansdampf
    1. Daher wählte ich als Beispiel den Milanwolf.
    2. Ich habe mit NLD verglichen = Minusma
    3. Ämter und Stäbe sind kein Feindbildersatz, sondern für eine Armee in der BW etwas „überrepräsentiert“
    Falls verfügbar lohnt ein Blick in die neue SBL. Da muss man schon lange scrollen, bis der erste Aufklärer ins Bild kommt.

  • Alf   |   19. April 2017 - 20:41

    @Pirat77

    Da bin ich voll bei Ihnen, habe aktuell Kameraden in Afghanistan und Mali, alle berichten von sehr viel Stab und wenig Schlammzone ;)

    “ Wir brauchen für Alles eine Liste und Powerpoint, dass können nur Stäbe“