Der Tiger fliegt

Der Tiger nach der Ankunft in Masar-i-Scharif (Foto: ISAF RC North PAO)

For the record: Der Tiger hat am (heutigen) Mittwoch seinen ersten Probeflug in Afghanistan absolviert. Das bestätigte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Die ersten beiden der Kampfhubschrauber wurden in der vergangenen Woche nach Masar-i-Scharif geflogen.

Die volle Einsatzbereitschaft von dann vier Tigern wird nach wie vor für Ende Februar kommenden Jahres angestrebt.

21 Kommentare zu „Der Tiger fliegt“

  • schleppi   |   19. Dezember 2012 - 20:12

    Andere sprechen von FOC Anfang April.

  • Pionier   |   19. Dezember 2012 - 20:18

    Alles abhängig von vielen Dingen. Vor Ort heisst es, Januar und Februar “üben” und bis spätestens Ende Februar FOC. Hoffen wir, dass so ein Ding nicht so schnell runter fällt. Das war es das mit der Erprobung im Einsatz.

  • Orontes   |   19. Dezember 2012 - 20:44

    Endlich wird der Bedrohung durch die Kampfpanzer der Aufständischen mit einem dafür geeigneten Waffensystem begegnet.

  • ChrisB   |   19. Dezember 2012 - 21:07

    Kann das Ding denn garnichts gegen “Infanteristen”?

  • Niklas   |   19. Dezember 2012 - 21:14

    @ Orontes

    Die talibanschen Panzerspitzen vor Kundus haben mir schon Sorgen gemacht…

    Ist die Sache mit den Kabeln denn jetzt eigentlich geklärt? Also kann der Tiger denn nun auch fliegen, ohne dass man Angst haben muss?

  • Roman   |   19. Dezember 2012 - 21:20

    Schon, aber ob es das darf? Immerhin sind die verbleibenden Waffen eher solche mit großer Streuwirkung (wobei die Bordkanone natürlich auch kein Präzisionsgewehr gewesen wäre). Und um sich möglicherweise wehrende Talibs mit ihren PK mit der 12,7 zu bekämpfen, erfordert je nach Situation auch ordentlich dicke Eier.

  • chris76   |   19. Dezember 2012 - 21:39

    Bei jedem Tiger-topic die gleiche Leier…langsam wird es ein wenig albern.

  • Charles   |   19. Dezember 2012 - 22:07

    Nur fliegen, bloß nicht feuern!

  • Stefan H.   |   19. Dezember 2012 - 23:21

    @Orontes
    Na ja – bei CAS von einem Predator oder Reaper kann nur eine Hellfire kommen und das funktioniert einwandfrei. Ich hab mich auch noch nie über einen B1 beschwert und da hat man keine Bordkanonenoption. Warten wir mal FOC ab und dann werden wir sehen ob noch Kinderkrankheiten im System sind. Sich da etwas mehr Zeit zu nehmen macht m.E. durchaus Sinn. Januar/Februar sind Vegitations- und Witterungsbedingt eh nicht die Monate in denen man ein echtes Problem hat. Ab Mitte/Ende März wird das interessanter.

  • MFG   |   20. Dezember 2012 - 1:02

    Wäre auch traurig gewesen, wenn der Rotor-Zusammenbau + Flugwerk-NPF länger gedauert hätten.

  • crosswinds   |   20. Dezember 2012 - 8:44

    Endlich! Wer hätte es geglaubt… Sehr schön. Ich schließe mich da Stefan H. an!
    Allein schon das Wissen, dass meine Armee etwas in der Luft hat was mich als Mann an der Grasnarbe unterstützt steigert den Einsatzwert. Der symbolische Wert, auch auf der gegnerischen Seite, ist hierbei nicht zu unterschätzen – wenn er denn eingesetzt wird. Die lahme, beschnittene Flugente (Mandatsbedingt ) “Tornado” welche ein bisschen kartographieren durfte, ist zwar nicht vergleichbar mit dem Tiger, hatte als Negativsymbol “Luftunterstützung für ISAF-Soldaten” für deutlich mehr Unverständnis in der Truppe gesorgt…

  • Orontes   |   20. Dezember 2012 - 9:41

    @chris76
    “Bei jedem Tiger-topic die gleiche Leier…langsam wird es ein wenig albern.”

    Das das ein Fehler der Diskussion oder ein Fehler der Bundeswehr, die trotz bekannter Mängel nicht nachbessert?

    @Stefan H., crosswinds:

    Selbst wenn die technischen Beschränkungen nicht vorhanden wären, so vermute ich stark, dass man den Tiger ohnehin nicht gegen Aufständische einsetzen wird. Es könnte ja jemand von denen verletzt werden, woraufhin der Verantwortliche über Jahre mit dem außergerichtlichen Urteil unserer überaus anständigen Gesellschaft leben müsste.

  • jetflyer   |   20. Dezember 2012 - 10:05

    Ganz gleich welche technischen Herausforderungen noch zu bewältigen sind und ob in AFG feindliche Panzer fahren oder nicht, in meinen Augen war es ein sehr wichtiger Schritt den TIGER ins Einsatzland zu verlegen.
    Zum einen war die Ankündigung der Verlegung eine klare Ansage an die Industrie und alle beteiligten Stellen und zum anderen muss man die “Teststrecke” auch mal verlassen!
    Ein weiterer Punkt ist für mich, dass man im Einsatz ganz andere Möglichkeiten/Druckmittel hat, evtl. oder auch ganz sicher notwendige Dinge am TIGER zu “fixen”.
    Auch für die Besatzungen wird es eine notwendige “Feuerprobe”.

    Und völlig richtig Stefan,völlig “Banane” welches Kaliber oder “payload” Hilfe leistet….

  • MK   |   20. Dezember 2012 - 12:57

    @ Orontes

    Und worauf stützen Sie Ihre Vermutung? Man könnte fast meinen, dass manch einer hier die Zukunft im Kaffeesatz liest. Daran ist dann natürlich nichts mehr zu rütteln, gell?

    chris76 hat völlig Recht. Immer wieder dieselbe, sinnlose Diskussion.

  • Trabantfahrer   |   20. Dezember 2012 - 17:02

    @ Memoria

    nur dass DAS nicht das Foto des Erstfluges ist… ;-)

  • T.Wiegold   |   20. Dezember 2012 - 17:10

    @Trabantfahrer

    Die Bundeswehr schreibt allerdings auf ihrer Webseite genau das unter das Foto…. gibt’s ein anderes?

  • Trabantfahrer   |   20. Dezember 2012 - 18:16

    …weil der Tiger heute mit einer Blackhawk für Pressearbeit fliegen sollte :-) Gestern wars nur eine CH 53, die mit dem Tiger ein paar Kreise gedreht hat.

  • Memoria   |   20. Dezember 2012 - 18:28

    @Trabantfahrer:
    Versteh ich nicht. Erstflug ist es doch auch bei einer Platzrunde.
    Ist ja aber auch nicht so wichtig.

  • Maggus   |   20. Dezember 2012 - 22:26

    Ich weiss nicht was dieses Gerede von der Bewaffnung immer soll. Nachdem die äußeren Waffenstationen nun ebenfalls für Raketen und MG-Pods verkabelt werden oder schon sind, ist die Bewaffnung doch wirklich mehr als ausreichend.

    Die Bundeswehr kann bei Bedarf immer noch MK-Pods mit großem Kaliber nachbeschaffen. Dennoch denke ich, dass die MG-Pods mit Spreng-/Brandmunition ausreichen sollten. Die Reichweite der MG-Pods beträgt immerhin bis zu 3000m, also braucht man da auch keine “Eier”.

  • Memoria   |   20. Dezember 2012 - 23:22

    @Maggus:
    Die bisherigen MG-Pods (12,7 mm) haben keine Spreng/Brand, da das BMVg die Rechtslage – einmal mehr – sehr eng auslegt.