Von der Leyen in Illkirch (Audio-Statement; Fotos)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Generalinspekteur Volker Wieker sind am (heutigen) Mittwoch in Illkirch bei Straßburg eingetroffen: Beim Jägerbataillon 291, dem letzten Stationierungsort des festgenommenen Oberleutnants Franco A., will sie sich selbst ein Bild von der Situation machen.

Hier das Audio des Pressestaments der Ministerin und des Generalinspekteurs in Illkirch  zum Nachhören (einen längeren Text voraussichtlich erst nach der Landung in Berlin):

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ExerciseWatch: Deutsche Soldaten bei „Allied Hunter“ in Litauen

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Die Übung Allied Hunter in Litauen ist zwar bereits in der vergangenen Woche zu Ende gegangen – aber um im Blick zu behalten, wo bereits jetzt Bundeswehrsoldaten an der NATO-Ostflanke mehr oder weniger ständig (Persistend Presence) unterwegs sind, ein kurzer Blick darauf. Der Kommandeur des Jägerbataillons 291, Oberstleutnant Marc-Ulrich Cropp, war voller Lob für das multinationale Manöver:

More than 1200 Soldiers from Canada, Germany, Latvia, Lithuania, Poland and the United States participated in Exercise Hunter, May 9-19, at General Silvestras Zukauskas Training Area in Pabrade, Lithuania.
The exercise allowed commanders the opportunity to integrate allied troops into their units to complete joint tasks and various defensive operations. While integrated, allied Soldiers were able to learn each other’s tactics, techniques and procedures.
Throughout Exercise Hunter, the allies trained on anti-tank platforms to include the Javelin, Spike and Carl Gustaf anti-tank weapons.
Lt. Col. Marc-Ulrich Cropp, commander of the German Army’s 291st Infantry Battalion, said the training was beneficial because of Lithuania’s terrain and the opportunity to train with allied troops. weiterlesen

ExerciseWatch: Persistent Presence – Deutsche Jäger in Litauen (mit Korrektur)

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Die Bundeswehr setzt ihre demonstrative Präsenz in den östlichen NATO-Mitgliedsländern fort: Auf dem Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius landeten am (heutigen) Mittwoch die Hauptkräfte einer Kompanie des Jägerbataillons 291, wie das litauische Verteidigungsministerium mitteilte. Sie sollen in den nächsten drei Monaten dem NATO-Partner an der russischen Grenze die Unterstützung (reassurance) der anderen Bündnismitglieder demonstrieren.

Die Entsendung der deutschen Jäger ist Teil von Persistent Presence, einer rotierenden Anwesenheit von Bundeswehrsoldaten in den baltischen Ländern und in Polen. Die Kompanie aus dem Jägerbataillon wird im Juni an der Übung Iron Sword in Litauen teilnehmen. Von Juli bis September werden eine Gebirgsjägerkompanie nach Estland entsandt, und eine Luftwaffen-Sicherungskompanie außerdem ein Deployable Control&Reporting Centre (DCRC), also ein verlegefähiger Gefechtstand zur Führung von Luftfahrzeugen, und ein Radargerät nach Lettland. (Korrektur: meine vorherige Information war veraltet; die Luftwaffen-Sicherungskräfte werden inzwischen in Mali gebraucht.)

Von Oktober bis Dezember sind gepanzerte Kräfte in Polen dabei.

Von der Ankunft der deutschen Kompanie in Litauen gibt’s auch ein Video: weiterlesen

Gemeinsam daheim, getrennt in den Kampf?

Es ist ohne Zweifel ein Meilenstein der deutsch-französischen Zusammenarbeit, und das nicht nur auf militärischem Terrain: Erstmals in der Nachkriegsgeschichte ist heute ein deutscher Kampfverband auf französischem Territorium in Dienst gestellt worden. Der französische Verteidigungsminister Alain Juppé und sein deutscher Kollege Karl-Theodor zu Guttenberg nahmen gemeinsam am (gestrigen) Freitag den Appell des neuen Jägerbataillons 291, Teil der deutsch-französischen Brigade, in Illkirch-Graffenstaden bei Straßburg ab.

(Foto: Bruno Biasutto/defense.gouv.fr)

Die Indienststellung ist aus mehreren Gründen etwas Besonderes – nicht nur wegen des ersten deutschen Kampfverbandes nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich, sondern auch, weil die Bundeswehr damit erstmals seit längerer Zeit ein Infanteriebataillon völlig neu aufstellt. Und es ist mit Sicherheit ein neues Symbol der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Dazu gehört auch, worauf mich ein Leser hinwies, dass das neue Bataillon sich eine Kaserne mit der 2. französischen Panzerbrigade teilt – symbolträchtig deshalb, weil diese Brigade die Nachfolgerin der französischen Einheit ist, die Straßburg am 23.11.1944 von den Nazis befreit hat. weiterlesen