DroneWatch: Rheinmetall meldet Kamikazedrohne nach

Fürs Protokoll: In der kommenden Woche soll der Haushaltsausschuss des Bundestages über die Beschaffung von so genannter Loitering Munition, umgangsprachlich Kamikaze-Drohnen, der Hersteller Stark Defence und Helsing entscheiden. Bislang nicht im Rennen schien der Rüstungskonzern Rheinmetall – der aber schnell noch nachmeldete, dass seine Loitering Munition nun auch erfolgreich getestet wurde.

Aus der Mitteilung des Unternehmens vom (heutigen) Donnerstag:

Rheinmetall hat sein neues Loitering Munition System FV-014 erfolgreich einem potentiellen NATO-Kunden vorgeführt. Die Demonstration erfolgte am
18. Februar 2026 am Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in
Cochstedt, Sachsen-Anhalt. Im Rahmen der Vorführung simulierte das Loitering Munition System FV-014 verschiedene Einsatzszenarien und Angriffsflüge. Für Rheinmetall bedeutet die erfolgreiche Erprobung einen weiteren Meilenstein bei seinen Aktivitäten im Bereich der Loitering Munition.
Rheinmetalls hochmodernes Loitering Munition System (LMS) FV-014 ist
ausgelegt für den dynamischen Gefechtsfeldeinsatz auf Entfernungen bis zu
100 Kilometer. Das System verbindet hohe Wirksamkeit gegen gepanzerte und ungepanzerte Ziele mit modernster Sensorik, Netzwerkfähigkeit und
Einsatzoptionen auch in GNSS-gestörten Umgebungen.
Das FV-014 ist als echtes LMS konzipiert und vereint Aufklärung und Wirkung in einem System. Es unterstützt taktische Verbände bei
der Bekämpfung von Hochwert-Punktzielen, etwa Gefechtsfahrzeugen, Artilleriestellungen oder Führungsmittel, über große Distanzen jenseits der Sichtlinie.

Ich könnte mir ja fast vorstellen, dass der potenzielle NATO-Kunde eine deutsche Streitkraft war… Aber das ist müßig, interessant wird es, wenn auch ein Vertrag über die Beschaffung der FV-014 dem Bundestag vorgelegt wird. Warten wir mal ab.

Videomaterial der Kamikaze-Drohne von Rheinmetall gibt es hier.