DroneWatch: Bundeswehr-Drohnenabwehr nach Belgien (m. Nachtrag)

Die Bundeswehr soll die belgischen Streitkräfte kurzfristig bei der Erkennung und Abwehr von Drohnen unterstützen. In dem Nachbarland waren in den vergangenen Tagen zahlreiche dieser unbemannten Systeme sowohl über dem Flughafen Brüssel als auch über Militärgelände gesichtet worden. Die belgische Regierung beklagte vor diesem Hintergrund mangelnde eigene Kapazitäten bei der Drohnenabwehr.

Aus der Mitteilung des deutschen Verteidigungsministeriums vom (heutigen) Donnerstagabend:

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, haben heute auf Antrag Belgiens entschieden, dass die Bundeswehr unser Nachbarland kurzfristig mit Counter-small Unmanned Aircraft Systems-Fähigkeiten (C-sUAS) unterstützt.
Auslöser des belgischen Unterstützungsantrages waren in der Anzahl signifikant erhöhte Sichtungen von nicht identifizierten unbemannten Luftfahrzeugen auch im Bereich belgischer Militärliegenschaften.
Die Bundeswehr hat sofort erste Maßnahmen eingeleitet, um schnell vor Ort unterstützen zu können. Erste Vorauskräfte der Luftwaffe sind bereits in Belgien eingetroffen, um die Lage zu erkunden und den zeitlich begrenzten Einsatz mit Drohnendetektions- und Drohnenabwehrfähigkeiten mit den belgischen Streitkräften abzustimmen. Die Hauptkräfte werden zeitnah folgen. Die eingesetzten spezialisierten Kräfte der Luftwaffe zur Erkennung und Abwehr kleiner unbemannter Luftfahrzeuge (C-sUAS) beweisen erneut ihre hohe Einsatzbereitschaft und maximale Flexibilität.

Nachtrag: Die Serie der Drohnen-Sichtungen, die zur Schließung von europäischen Flughäfen führen, reisst derweil nicht ab. Am (heutigen) Donnerstagabend wurde deswegen der Flughafen Landvetter der schwedischen Stadt Göteborg vorübergehend geschlossen.