US-Truppenabzug aus Deutschland: fast 12.000 sollen gehen, als ’nötige Anpassung‘ in der NATO (m. Transkript)

Die USA wollen fast 12.000 ihrer Soldaten aus Deutschland abziehen, von denen 5.600 an andere Standorte in Europa verlegt werden und 6.400 in die USA zurückkehren sollen. Bedeutsamste Veränderung des seit Wochen angekündigten Abzugs ist die Verlegung des U.S. European Command aus Stuttgart nach Belgien. Das Pentagon bemühte sich bei der Vorstellung der Pläne, die Veränderungen als Stärkung der NATO und der US-Einsatzbereitschaft darzustellen und nicht wie zuvor US-Präsident Donald Trump von einer Bestrafung Deutschlands zu sprechen.

Verteidigungsminister Mark Esper, der stellvertretende Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, Luftwaffengeneral John Hyten, und Luftwaffengeneral Tod Wolters, Befehlshaber des U.S. European Command und militärischer NATO-Oberbefehlshaber, erläuterten das Konzept am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Washington. Das Ziel einer umfassenden Truppenreduzierung in Deutschland von bislang fast 36.000 auf etwa 24.000 sei eine Anpassung an die veränderten Gegebenheiten in Europa, sagte Esper. Sie diene der Abschreckung Russlands, der Stärkung der NATO und der Unterstützung der Verbündeten.

Nach Angaben des Ministers und des Europa-Oberbefehlshabers Wolters wird die Reduzierung um 11.900 Soldaten in Deutschland nach dem derzeitigen Planungsstand vor allem folgende US-Einrichtungen in der Bundesrepublik betreffen:

• Das U.S. European Command und das European Special Operations Command werden von Stuttgart nach Mons in Belgien verlegt. Bei der dort stationierten militärischen NATO-Führung, dem Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE), ist Wolters als NATO-Oberbefehlshaber ebenfalls Chef

• Das 2nd Cavalry Regiment der U.S. Army, derzeit stationiert in Vilseck in Bayern, soll ganz oder in Teilen in die USA zurückkehren

• Ein Geschwader mit F-16-Kampfjets soll aus Deutschland nach Italien verlegt werden – dabei wurde kein Ortsname genannt, es dürfte sich aber um das Geschwader in Spangdahlem handeln

• Mehrere Brigadehauptquartiere werden aus Deutschland nach Belgien und Italien verlegt

• Das Kommando der USA für Einsätze in Afrika, das U.S. Africa Command, soll wie das European Command aus Stuttgart an einen anderen Ort verlegt werden. Wo es künftig stationiert sein soll, sagte Wolters nicht – dabei ist bedeutsam, dass das Africa Command in Stuttgart eingerichtet wurde, weil kein afrikanischer Staat zur Aufnahme bereit war

• Ein Korps-Hauptquartier soll in Polen eingerichtet werden, wenn ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet ist

• Die geplante Verlegung von Tankflugzeugen der U.S. Air Force aus Großbritannien nach Deutschland mit rund 2.500 Soldaten ist abgesagt, die Einheit bleibt in Großbritannien

Die Mehrheit der aus Deutschland abzuziehenden Soldaten, 6.400 der insgesamt 11.900, wird zwar in den USA stationiert, soll aber insbesondere für rotierende Verlegungen in die osteuropäischen Staaten bereitstehen.

Nach Angaben des Pentagon stehen zahlreiche Details für die Umsetzung der Pläne noch nicht fest – dennoch könnten Teile davon, so Esper, sehr schnell bereits in den kommenden Wochen umgesetzt werden. Die Kosten bezifferte Hythen mit voraussichtlich einer einstelligen Milliardensumme – das ist bedeutsam, weil der US-Kongress über die Bewilligung von Mitteln für die Verlegung die Pläne blockieren könnte.

Beim Blick auf die angekündigten Truppenreduzierungen fällt auf, dass einige Einrichtungen, die die USA nicht oder nur unter großem Aufwand verlegen könnten, in Deutschland bleiben werden: Die Luftwaffenbasis in Ramstein ebenso wie das Militärkrankenhaus in Landstuhl und das Trainingszentrum in Grafenwöhr, eines der modernsten der USA weltweit.

Und eine zweite Auffälligkeit: Die osteuropäischen Staaten, insbesondere Polen, profitieren von diesem Abzug nicht wie offensichtlich erhofft – insbesondere die weit reichenden Verlegungen nach Italien sollen offensichtlich eher die Südostflanke der NATO stärken als die Trump-Anhänger in Polen zufriedenstellen.

Der Abzug von European Command und Africa Command hat neben der praktischen Bedeutung für Stuttgart natürlich auch einen hohen Symbolwert: Die beiden Steuerungszentralen der US-Streitkräfte zu verlegen, zeigt mehr als der Abzug von Heereseinheiten und Flugzeugen, dass Deutschland eben doch getroffen werden soll.

Die Pressekonferenz von Esper, Hyten und Wolter – in der Reihenfolge – zum Nachhören:

Pentagon_US-Truppenabzug_DEU_29jul2020     

 

(Transkript der Pressekonferenz siehe unten)

Nachtrag: eine Analyse von einem Profi – einem früheren Kommandeur der U.S. Army Europe (den ganzen Twitter-Thread lesen):

Nachtrag 2: Eine gemeinsame Pressemitteilung von Auswärtigem Amt und Verteidigungsministerium zu diesem Thema bringt wenig neue Informationen:

Zu den US-Ankündigungen hinsichtlich Veränderungen in der Präsenz von US- Truppen in Deutschland unterrichtete die Bundesregierung, vertreten durch den Staatsminister im Auswärtigen Amt Niels Annen sowie den Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung Dr. Peter Tauber, den Deutschen Bundestag sowie ausgewählte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten heute wie folgt:
Den vorliegenden Informationen zufolge plant die US-Regierung, die Präsenz permanent in Deutschland stationierter Soldatinnen und Soldaten auf maximal 25.000 zu verringern. 6.400 Soldatinnen und Soldaten sollen in die USA zurückverlegt werden, zum Teil um von dort im Rahmen von Rotationen wieder in Europa eingesetzt zu werden. 5.600 Soldatinnen und Soldaten sollen dauerhaft innerhalb Europas verlegt werden.
Von den Verlegungen sind nach derzeitigem Stand u.a. folgende Standorte betroffen:
• die derzeit in Stuttgart ansässigen Hauptquartiere USEUCOM und USAFRICOM,
• der Standort Vilseck (zugehörig zu Grafenwöhr) in Bayern sowie
• der Standort Spangdahlem in Rheinland-Pfalz.
Die US-Planungen sind noch nicht abgeschlossen und können weiteren Anpassungen unterliegen. Die Umsetzung einiger Verlegemaßnahmen könnte kurzfristig erfolgen, ein Großteil hingegen einen längeren Zeitvorlauf benötigen.
Die Bundesregierung nimmt diese Entscheidung zur Kenntnis und wird sich mit Blick auf die weitere Umsetzung eng mit den betroffenen Bundesländern, der US-Regierung sowie innerhalb der NATO abstimmen.

Und hier das Transkript der Pressekonferenz (wie vom Pentagon veröffentlicht):

SECRETARY OF DEFENSE MARK T. ESPER: Okay, good morning, everyone, and thank you for joining us today.

Since being sworn into office more than a year ago, I have been consistent in stating that my top priority would be implementing the National Defense Strategy. Over the past year, we’ve done just that.

If you look at my recent message to the Joint Force regarding the progress we’ve made, you will see very clearly how far we have moved over our three lines of effort, which include the first line of effort, building more lethal force, and the second line of effort, strengthen alliances, as well as our 10 subordinate goals.

One important initiative to advance the NDS has been to conduct a review of all the combatant commands to ensure a focus on NDS priorities. This includes optimizing our force presence worldwide; directing our time, money, and manpower toward our highest priorities; implementing our immediate response force, contingency response force, and dynamic force employment enhanced readiness concepts; and moving toward greater use of rotational forces from the United States to enhance our strategic flexibility and operational unpredictability, as we’ve done over the past few months with our bomber task forces.

We are pursuing several other initiatives under this rubric as well. There are currently more than a half-dozen combatant command reviews underway, beginning with U.S. Africa Command, which began late last year, and the most recent being U.S. Space Command.

Today, we want to update you on the status of our U.S. European Command review, which was accelerated with the president’s decision in early June to reduce our footprint in Germany, and our plans to reposition our forces in Europe to be better-situated for great power competition.

It is important to note that in NATO’s 71-year history the size, composition and disposition of U.S. forces in Europe has changed many times. Sometimes this has been a result of changes in the threat, sometimes because of other changes in the international environment, and sometimes simply because the borders between NATO countries and Russia have shifted as new allies have joined.

As we’ve entered a new era of great power competition, we are now at another one of those inflection points in NATO’s history, and I’m confident the alliance will be all the better and stronger for it. Since June, EUCOM has done excellent work in developing a plan that achieves the president’s objective and meets the following five principles that I gave General Wolters as he and his staff began their planning: first, enhanced deterrence of Russia; second, strengthen NATO; third, reassure allies; fourth, improve U.S. strategic flexibility and EUCOM operational flexibility; and fifth, take care of our service members and their families in the process.

The president approved the EUCOM plan in late June, we briefed key members of Congress last week, and the team and I spoke with NATO Secretary General Stoltenberg and directly-affected allies over the past few days. As we share the plan with you, I want to note that this plan is subject to, and likely will change to some degree as it evolves over time.

The current EUCOM plan will reposition approximately 11,900 military personnel from Germany, from roughly 36,000 down to 24,000, in a manner that will strengthen NATO, enhance the deterrence of Russia, and meet the other principles I set forth. Of the 11,900, nearly 5,600 service members will — will be repositioned within NATO countries, and approximately 6,400 will return to the United States, though many of these or similar units will begin conducting rotational deployments back to Europe.

The broad strokes of these moves are as follows. First, various United States headquarters will be consolidated in locations in Europe outside of Germany, including in some cases, co-locating at the same locations as their NATO counterparts in Belgium and Italy. This will strengthen NATO and improve the operational efficiency and readiness of over 2,000 service members in these headquarters.

Second, the nearly 4,500 members of the 2nd Cavalry Regiment will return to the United States as other Stryker units begin continuous rotations farther east in the Black Sea region, giving us a more enduring presence to enhance deterrence and reassure allies along NATO’s southeastern flank.

Third, the 2,500 airmen based in Mildenhall, United Kingdom, who are responsible for aerial refueling and special operations, and who had been scheduled to rebase to Germany, will remain in the United Kingdom, thus ensuring the uninterrupted readiness and responsiveness of these units.

Fourth, a fighter squadron and elements of a fighter wing will be repositioned to Italy, moving them closer to the Black Sea region and better capable of conducting dynamic force employments and rotational deployments to NATO’s southeastern flank.

In addition to these moves and the rotational forces announced by President Trump and Polish President Duda in 2019, we also plan on rotating forward the lead element of the Army’s newly established V Corps headquarters to Poland, once Warsaw signs a defense cooperation agreement and burden-sharing deal, as previously pledged. There are or may be other opportunities as well to move additional forces into Poland and the Baltics.

Our aim is to implement these moves as expeditiously — as expeditiously as possible, consistent with the principles I set forth from the beginning, particularly being fair to and taking care of our service members and their families. We could see some moves begin within weeks, others will take longer.

As anyone could see, the repositioning of our forces in Europe constitutes a major strategic and positive shift wholly in line with the NDS and consistent with other adjustments the United States had made within NATO in previous times.

These changes will achieve the core principles of enhancing U.S. and NATO deterrence of Russia, strengthening NATO, reassuring allies, and improving U.S. strategic flexibility and EUCOM operational flexibility. And of course, at all times, we will prioritize our most importance resource: our service members and their families.

No moves will take place without thorough communication with our people, continued engagement with Congress, and consultation with our allies.

Thank you, and I will now turn it over to the vice chairman of the Joint Chiefs of Staff, General Hyten, and then EUCOM Commander General Wolters.

GENERAL JOHN HYTEN: Thank you, Mr. Secretary.

Good morning, everyone, and thanks for being here today.

Looking back at history, NATO was established more than 70 years ago by 12 countries who signed the North Atlantic Treaty right here in Washington. France, Luxembourg, Belgium and the Netherlands comprised the eastern flank. As other nations joined NATO, the eastern flank shifted to Germany, and has continued to expand further into Eastern Europe, now with 30 countries in NATO. So another rebalance is essential.

One of our primary missions is to prevent another great power war, and to maintain great power peace. The National Defense Strategy, the NDS, guides our efforts to adapt the force, and the EUCOM plan optimizes our force posture in Europe as we seek to deter malign actors there.

This rebalance consistent with the NDS will align NATO and EUCOM capabilities, better distribute forces across Europe, and increase the use of rotational forces, thus bolstering our commitment to Europe. It enhances deterrence and improves operational flexibility.

Repositioning our forces and making consolidations will provide General Wolters, as the commander, increased ability to dynamically employ his force. This effort will increase opportunities to partner with and strengthen our bond with allies and partners in the region. It will also require additional planning and consultation with our allies.

And let me emphasize that point. We have been and we will remain transparent and collaborative as planning and execution moves forward.

I had the opportunity, as the secretary just mentioned, to speak with a number of my military counterparts over the last week to preview the force posture changes in Europe that we’ve outlined. Every day, our allies and partners join us in defending freedom, deterring war, and maintaining the rules which underwrite a free and open international order. This strategic posture realignment in Europe, and other actions INDOPACOM is taking as well, should send a clear, unmistakable message to our competitors: the joint force is committed to acting as opportunities arise to counter malign activities, and we remain positioned to deter military aggression against the U.S. and its — and our allies. While we hope that Russia and China will engage in more productive and cooperative behavior in the future, we are posturing our forces to deter aggression and counter their malign influence.

So the secretary highlighted many of the details. I won’t go into those, but I want to take a brief moment to just touch on the impact to our force and our families.

For almost 40 years, I’ve watched our people and our families sacrifice for this country. It’s remarkable what they’ve done and what they continue to do, and I believe that’s the greatest advantage that we as the United States of America have. It’s our people in the Army, the Navy, the Air Force, Marines, and our families.

The people we have to do this mission are most incredible. We’re going to work closely and communicate frequent — frequently with each of the services on implementing the changes that we move forward, and most importantly, we want to ensure stability for the service members and their families. Service members will be informed of re-stationing decisions well in advance in order to prepare themselves and their families for any moves. The safety and well-being of our service members and their families remains our top priority.

And finally, we’ll continue to work closely with the Congress, and they will be consulted on any movements of units back to the United States, as well as repositioning in Europe.

So I want to close by thanking all our servicemen and women. I want to recognize each and every one of them who are in this fight. The readiness of our military is strong. We’re capable. We’re ready, no matter what the threat. No one doubts the readiness of the United States military to respond and defend the American people if required, and our allies.

With that, I’ll turn it over to General Wolters, whose staff led the effort to develop the plan you heard the secretary describe. We’ll lead further detailed discussions, as well as planning and implementation in the future. Over to you, General Wolters.

GENERAL TOD WOLTERS: Thank you, Secretary Esper, and thank you, Vice Chairman Hyten.

Good morning and good afternoon to all of you from our headquarters here in Mons, Belgium. Our U.S. EUCOM strategy demands ever-increasing speed in all endeavors, and ever-improving posture. We focus on actions inside and outside our area of responsibility, and vigilance with respect to great power competition is an absolute imperative.

As was discussed, this realignment allows us to favorably deter against Russia, assist NATO, strengthen the alliance, improve Secretary Esper’s strategic flexibility and improve EUCOM’s operational flexibility, all the while keeping a close eye on the care and feeding of our families.

As Secretary Esper highlighted, the current plan proposes the repositioning of headquarters at the combatant command, component command and lower levels. Repositioning U.S. EUCOM headquarters and its component, U.S. Special Operations Command Europe from Germany to Belgium co-locates these organizations with SHAPE headquarters. This will improve the speed and clarity of our decision-making and promote greater operational alignment.

Also, there is the potential to reposition U.S. AFRICOM headquarters and its component, U.S. Special Operations Command Africa to a location to be determined. We also intend to reposition three brigade-sized headquarters, an air defense artillery battalion and an engineering battalion to Belgium from Germany, and two smaller support and contracting organizations to Italy. Pending further planning and refinement, we anticipate the 52nd Civil Engineering Squadron could move soonest, at a time to be determined, from Germany to Italy. And as Secretary Esper pointed out, we will propose repositioning an F-16 fighter squadron, its aircraft, its pilots and its jet mechanics from Germany to Italy. We also anticipate the repositioning of two battalions from Germany to Italy to reunite with their parent brigade headquarters, a move that will enhance unity of command.

The proposal to reposition forces back to CONUS, as the secretary mentioned with respect to the 2nd Cav Regiment, will allow those units to regain maximum U.S. at-home-station readiness and more effectively support global contingencies, while still maintaining a keen focus on Europe. The forces repositioned within Europe will better promote and better perform comprehensive defense and shared response. This is in alignment with NATO’s new military strategy, the first strategy document for the military in over six decades. These efforts all increase our opportunity to generate greater peace in Europe and enhance the U.S.’s effectiveness in great power competition.

We look forward to taking your questions.

STAFF: All right, so we’ll go to the phones first, Lita Baldor. I’d just ask everybody to keep it to one question today so we can get through some people. If not, I’ll be forced to reclaim my time. So Lita Baldor.

(Laughter.)

Q: Hi. Thanks.

One question for — just requesting a few details. How much — Mr. Secretary, about how much do you think this will cost? How — what — how many troops do you think can get moved more quickly? You — you mentioned some might be able to be moved within weeks. How many of those do you think could be moved within weeks? And could you just give a little bit more detail on those coming home? Where would they come home to? Thank you.

SEC. ESPER: Okay, I think that’s about three questions, but I’ll — I’ll take a quick swag at them.

Clearly, the costs right now are estimates. It’ll — it’ll take a several billion dollars, I’d say, single digits, but that — that’ll be spread out over time, obviously. But we need to refine that. That’s where a lot of this work will come in in terms of fine-tuning it.

Where the units will go into the States, that’s going to be a — a matter of consultation, of course, with Congress. It’ll be a service responsibility to determine where they should go to enhance the readiness, to make sure we have adequate housing and childcare and hospital care and all that for families. So that’ll be a process that’ll be undertaken by the — by the services.

And with regard to how quickly units will move, like I said, I’ll just say a matter of weeks. It requires diplomacy. We’ve been in touch with State Department, working close with them. They — they — they feel very strongly that this is a positive move, as well. I’ve spoken to Secretary Pompeo, so we need to rely in — in — in good degree on their diplomatic efforts, as well.

But this is something we want to do, we feel very good about. We think it meets all the principles and objectives I outlined, so we want to get there as quickly as possible because of the importance it has to the alliance and to deterring Russia.

STAFF: (inaudible) I’m sorry. Moving back to domestically.

SEC. ESPER: Yeah, the services will handle the domestic piece, so that will take some time.

STAFF: Okay. Lena?

Q: I’m Lena Klimkeit from the German Press Agency, GPA.

As you can imagine, it’s from great importance for Germany, what you’re announcing today, so I would like to — to ask for the specific sites which are affected by the reduction of troops. If you could name the exact locations, that would be great.

SEC. ESPER: Yeah, I’m going to — I can, but I’m going to turn this over to General Wolters to answer because he can give you more comprehensive answer.

General Wolters, did you hear the question?

GEN. WOLTERS: I did, Secretary. And if I could, with respect to the sites of the EUCOM headquarters, as — as you well know, they currently reside, the headquarters, at Patch Barracks in Stuttgart. And we anticipate — again, with more refinement required — to ultimately shift that headquarters into Mons, Belgium, co-located with SHAPE headquarters.

Corresponding with the EUCOM headquarters movement is the Special Operations Command Europe headquarters movement, also in Stuttgart, to Mons, Belgium, located at the same site.

And we have proposals with AFRICOM. And as I mentioned in my opening comments, those discussions have a long ways to go, lots of refinement in front of us and sites to be determined.

And there are other smaller headquarters in much lower numbers that were part of my discussion that also can be located in Belgium at Chievres complex, it’s an aviation complex that we work in and out of. It’s approximately 25 kilometers away from Mons, Belgium. And we anticipate, pending further refinement, to move some smaller headquarters to that location. Thank you.

SEC. ESPER: I’ll just add that probably the area most affected would be the Stuttgart area, and I had a good conversation last week with the German defense minister and laid out some of these in detail. We’ll obviously be engaging the defense ministry in the coming days and weeks with more detail.

STAFF: All right, Nancy?

Q: I had one clarification question, if I could, and then a broader one.

You mentioned cost being in the single-digit billions over a period of time. Over what period of time? Because I imagine there’ll be costs associated with having rotational forces. So if you could give us a better understanding of that, and if it comes out of reprogramming, where those costs would come from?

And then, broadly speaking, can you help us understand. You talked a lot about the goal of deterring Russia. Why, from your perspective, is having forces — the one combat brigade, the 2nd Cav, out of Europe a better form of deterrence than having them in Europe, closer to theater?

SEC. ESPER: Yeah, so I’m going to — I’ll answer both, but then I’m going to turn to General Wolters to let him answer in a little bit more detail.

So you’re right. In terms of cost, it’s going to be a range of things. It’ll be O&M, it’ll be MILCON, you know, it’ll be the PCS transfers. But of course, you know, you have some gains too, if you’re not moving families back and forth to Germany, you have savings on that end.

So it’s going to take a lot of hard work by our comptrollers, by our financial people to work through that, which is why it’s going to take some time. But I think our rough measures — what I told you, based on historical precedent, if you will.

And again, I’ll let General Wolters take that answer — answer your next question.

And I will say this much, the deployment of rotational forces from the United States, we have observed, whether it’s the ABCTs going from the United States to Korea or the ABC to Poland or the Bomber Task Force, we are finding that they are deploying at a much higher level of readiness. And while they are deployed, they are — they are able to sustain a much more fixed focus on their mission and their capabilities. And they — and, third, they can provide a more enduring presence.

So I’ll let General Wolters speak to this to update you. During my time, when I served in Europe, we would deploy for three, four, five, six, seven weeks at a time, but then we came home.

In this case, what you’ll have is a more enduring presence because we will deploy from the United States and able to keep a — units, in this case a Stryker brigade, if you will, or elements of it, in the Black Sea region in a more enduring way, more focused on the mission and not — not constrained, if you will, with knowing that the families are back in Germany. So it gives us a lot more flexibility in that regard, to do that. Plus, we can deploy other type units if we need to as well.

So, General Wolters, over to you to follow up on those two issues.

GEN. WOLTERS: Thank you, Secretary. And you’re exactly right with respect to the flexibility that it affords us.

And in — in the discussion about repositioning forces in a comprehensive fashion, I mentioned in my opening comments that NATO just approved its military strategy and its concept, and it talks about all domains, all regions, from a comprehensive perspective.

With the rotational set that Secretary Esper described, and with us having the opportunity, given this realignment, to reach out to the southeastern flank in Europe, we’ll now be able to rotate units in perpetuity in multiple locations, to include potentially Poland, to include the northeast in the vicinity of the Baltics, to include the southeast in the vicinity of the Black Sea. And, on occasion, back into Germany.

And the flexibility that this affords us certainly complicates a potential enemy against us and it dramatically improves our operational capability to more effectively deter and defend. Thank you.

SEC. ESPER: Talk anything further on the cost piece?

GEN. HYTEN: I’ll — I’ll just real quick —

SEC. ESPER: General Hyten? Okay.

GEN. HYTEN: — jump in on the cost piece. The — the secretary said single-digit billions, but those are rough estimates. The — what we have right now is really a concept, a concept that we’ve shared with our allies, shared with the Congress, and we’ve shared inside the department fairly widely. We now have to turn it into plans.

As you turn it into plans, we have a very structured process involving the Joint Staff, the Office of the Secretary, and the combatant commands and the services, to make sure we understand what those are. Then we’ll lay in the costs.

But we’re starting moving right away, with forces moving right away because we need to actually reach out to the potential locations where these forces are going to move, make sure we understand what is there, what can be there, and then turn those into real cost estimates. And then work with the Congress to get the resources.

Some of those resources can be handled in year of execution, some will be handled out years, especially military construction, which will clearly have to be handled in the out years.

STAFF: Tom Bowman?

Q: Mr. Secretary, you say this is about strategy, but the president has clearly said this is about his grudge with Germany. Just a few weeks ago, he said, „Germany’s been delinquent, of billions of dollars. This is for years, so we’re removing a number down to“ — putting that number down to 25,000 soldiers.

He’s linking this to Germany’s lack of payments to NATO. So how do you reconcile that? You’re saying it’s about strategy, he’s saying it’s about basically sticking it to Germany.

SEC. ESPER: We began this process actually several months ago, when I gave EUCOM direction to begin looking at ways by which we can improve our force disposition in Germany, our composition of — I’m sorry, not Germany. In NATO. Our composition, our size of our forces. He knew it was coming too because I announced it as soon as my hearing last — last year, also.

So the combatant commanders know that we’re doing these reviews. We gave specific guidance months before that to begin this process. And what the president did with his directive in early June, was to accelerate that process.

When you step back and you look at what’s happened — right? — what you’ll see is, we are still retaining a little more than 24,000 troops in Germany, which is still a lot, and I think still more than any other country in Europe.

And then you look at what we’re moving. What we’re doing is, we’re moving the forces — to answer your strategy question — we’re moving forces out of central Europe — Germany, where they had been since the Cold War, since I first traveled there in the early 1980s, and we’re now moving — we’re following, in many ways, the boundary east, where our newest allies are.

So into the Black Sea region, we talked about additional forces into Poland, and I think there are opportunities to put forces into the Baltics. That’s why it’s a strategic laydown that enhances deterrence, strengthens the allies, reassures them. We’ve gotten very positive feedback from several of the countries I mentioned this morning with regard to this move. And so overall, I think it is — again, it meets all those objectives.

Q: I understand what you’re saying, but your boss is saying it’s about Germany being delinquent. He said nothing about strategy.

SEC. ESPER: I’m telling you that this is going to accomplish what the president said with regard to getting us down to a lower numbers in Europe, and it meets those other objectives I outlined with regard to the strategic piece, the principles, assuring the allies, and taking care of our service members and families.

STAFF: All right, we’re going to go to the phones.

Jung Eun Li, from Dong-A Libo?

Q: Hi, thank you for the briefing. About the reduction plan of the U.S. troops in Germany, there are some speculations that some of the troops evacuating in Germany could be redeployed to the Indo-Pacific area later to respond to the Chinese military threat.

So do you have such a plan? Can you elaborate more on the redeployment and assessing plan of the troops from Germany?

SEC. ESPER: Well, in all things, they could be. But because I want to — I want to enhance my strategic flexibility, right? That was principle number four, if you will.

But right now, there are no plans to do so. We’re going to eventually take a look, as we get to the INDOPACOM review, and look at how we can enhance our, again, strategic flexibility, our operational flexibility, if you will, and several of those other principles I outlined as we head into the INDOPACOM review.

But right now, there are no plans to do that. The plan is to begin these rotations back to Europe in a way that, again, enhances my strategic flexibility. But maybe more importantly, enhances General Wolters‘ operational flexibility to deploy them in a more enduring way, where he needs to in the theater — could be this — we’re talking about the southeastern flank, but it could be up into the northeastern flank — to accomplish the objectives that he’s outlined, that I’ve outlined as — as part of our planning.

STAFF: All right, we’re going to go to the phones for one more from Luis Martinez?

Q: Hi, sir, thank you very much for this briefing. Going back to Tom Bowman’s question, President Trump on the South Lawn has once again restated that really this is more about Germany’s payments, or that its GDP payments are not amounting to what he would like. And so he says that everybody should be at 4 percent, and he said that Germany has only paid 1 percent. And he called them being delinquent.

And so how can you reconcile — I know that this process has been going on for quite some time, but is it safe to say it was accelerated by the president’s opinion that Germany is not doing enough with regards to its GDP payments?

SEC. ESPER: Well, first of all, I’d say to President Trump’s credit, under his leadership, we have — we’ve seen an increase in defense spending by NATO. I think it’s over $130 billion over a few years. We have seen a few more countries join — I’ll call the 2 percent club. And that is, countries who have lived up to their Wales commitment — I think it goes back to 2016 under the previous administration — to contribute more to NATO’s collective defense.

Let’s be clear, I think Germany is the wealthiest country in Europe. Germany can and should pay more to its defense. It should certainly meet the 2 percent standard and, I would argue, go above and beyond that. And I’ve said that very publicly, I’ve said that very privately to my counterparts as well, about the importance of NATO, any alliance, sharing the burden so that we can all deter Russia and avoid peace in Europe [editor’s note. Secretary Esper intended to say “avoid conflict in Europe”].

And, again, the president’s directive in June accelerated that, and I think we are — we are excited about where we’re going and what it will mean in terms of our ability to enhance deterrence, strengthen the alliance in the process.

STAFF: All right, guys, thank you very much.

(Archivbild: Former commander of U.S. European Command (EUCOM) Gen. Curtis M. Scaparrotti, left, Secretary of the Army, Dr. Mark T. Esper, center, and in coming commander EUCOM Gen. Tod D. Wolters salute the colors during the official change of command ceremony May 2, 2019 on Patch Barracks, Stuttgart, Germany – U.S. Army photo by Rey Ramon)

72 Gedanken zu „US-Truppenabzug aus Deutschland: fast 12.000 sollen gehen, als ’nötige Anpassung‘ in der NATO (m. Transkript)

  1. Die 1,2 Mrd.€ pro Jahr für die Betriebskosten und Personalkosten der Brigade in Vilseck stelle ich mal in Frage. Das militärische Material wird ja schließlich nicht in der Region gebaut oder gekauft. Überweisen die USA wirklich 1,2 Mrd.€ pro Jahr nach Vilseck? Denn nur der Netto-Finanzfluss ist das, was Deutschland verloren gehen würde.
    Für die Bundeswehr würde das ja bedeuten, dass wir jährlich mehr als 10 Mrd.€ für die Standorte unser Heeresbrigaden ausgeben – ohne die Beschaffungen von Waffen, Munition oder Transportfahrzeugen. Ist dem so?

  2. @ Nachhaltig sagt: 02.08.2020 um 14:31 Uhr
    „Die 1,2 Mrd.€ pro Jahr für die Betriebskosten und Personalkosten der Brigade in Vilseck stelle ich mal in Frage.“

    Das sollten Sie nicht, da bekommen Sie nur Gegenwind und keine brauchbaren Antworten. Fragen Sie lieber nach der Berechnungsbasis und den Daten des Bürgermeisters.
    Wenn dann nur Gegenwind und Geblubber kommt, dann wissen Sie, dass das weder Hand noch Fuß hat. Zahlen sind belastbar, wenn sie das nicht sind, sind sie nichts wert.

  3. Das waren 1,2 Mrd Euro Kaufkraftverlust für Vilseck. Das ist etwas anderes als Personalkosten der Brigade. Da ist die Wertschöpfung von 3000 deutschen Zivilbeschäftigten bei den Amerikanern dabei, die Einnahmen für vermietete Wohnhäuser und die Kaufkraft der Amerikaner in deutschen Geschäften in Vilseck.
    In Coronazeiten hat die deutsche Politik folgenden Vergleich aufgemacht. Um sich 1Mrd Euro Hilfe besser vorstellen zu können, das ist die gesamte Wirtschaftsleistung einer 1000 Einwohner Kommune in einem Jahr. Wenn also dem Ort Vilseck mit 3500 Einwohnern die amerikanische Garnision mit 4500 Soldaten plus Familienangehörige entzogen wird, dann erscheint mir 1,2 Mrd Euro als jährlicher Verlust an Wirtschaftskraft als nicht übertrieben.

  4. @Thomas Melber „Übrigens, im Raum Stuttgart gibt es mindestens vier US Kasernen / Liegenschaften sowie den militärischen Teil des Stuttgarter Flughafens.“

    Die Robinson Barracks sind an sich nur noch Wohnanlage. Dann eben noch Patch, Kelley, Panzerkaserne in Böblingen u. das Airfield. Der Plan würde sich, so er den umgesetzt wird, in meinem beruflichen Alltag deutlich bemerkbar machen. US-Truppen u. deren Angehörige sind mindesten an Montagen u. Samstagen 20-25% meiner Kunden.

    Dem Gros gefällt es hier sehr gut, daher sind die meisten von der Ankündigung nicht sonderlich begeistert. Gibt natürlich auch Fälle, in denen die Kinder hier geboren sind und sich ein ganz gewöhnliches Leben inkl. Job aufgebaut haben. Für die würde es heißen, entweder ein völlig neues Leben in den USA / einem anderen Standort in Europa zu beginnen oder eben damit zu leben, dass die Eltern nun in einem anderen Land leben.
    Denen, die allgemein nur mit +/- 3 Jahren Stationierung hier gerechnet haben, ist es relativ egal. Wobei auch hier die Region Stuttgart allgemein sehr beliebt ist und viele dafür gearbeitet haben herzukommen. Ob das an anderen Standorten ähnlich wäre, ist dann auch eine Frage.

    Fest gerechnet hatte ich mit AFRICOM (Stuttgart war von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht). SOCEUR hat mich dann doch überrascht, da auch viele Offiziere, mit denen ich die letzten Wochen sprach, der Überzeugung waren, dass es wenn, dann nur AFRICOM erwischt. Die Jungs vom 1st BTN 10thSFG plädieren natürlich dafür, dass eine Verlegung in potentielle Einsatzgebiete von Böblingen + Airfield in Stuttgart, eine schnelle und simple Lösung darstellt. Da spielt allerdings auch Geschichte eine Rolle, da dieser Truppenteil ja seit Ewigkeiten in Süddeutschland stationiert ist und die Herren dies nicht so urplötzlich weggesäbelt haben wollen.
    Insgesamt habe ich immer noch die Hoffnung, dass die Sache nach Trumps Abgang stark abgeändert wird. Wenn ich mich nur an meinem Wohnort umschaue, dann dürften das sehr starke Veränderungen sein. Viele unterschätzen, wie groß die Zahl derer ist, die außerhalb der Wohnanlagen / Kasernen leben.

  5. @Georg sagt: 02.08.2020 um 22:34 Uhr
    „Das waren 1,2 Mrd Euro Kaufkraftverlust für Vilseck.“

    Das wären bei 4.500 Soldaten pro Soldat rd. 266.700 Euro, nur, in welchem Zeitraum. Pro Jahr? Halten Sie das für realistisch? Ich habe da so meine Zweifel. Man sollte also dringend den Bürgermeister nach seiner Berechnung fragen und auch danach, wieviel Geld davon tatsächlich in Vilseck landet. Wenn Bauaktivität ist, dann sind ja nicht alle Unternehmen aus der Gemeinde Vilseck.

  6. »Um sich 1Mrd Euro Hilfe besser vorstellen zu können, das ist die gesamte Wirtschaftsleistung einer 1000 Einwohner Kommune in einem Jahr.«

    Die Rechnung hätte ich gerne mal erläutert – Ihnen ist schon klar, was eine Milliarde ist?

  7. Manchmal hilft es, die Diskussion ins Gegenteil zu spiegeln.

    Man stelle sich vor, Trump hätte entschieden 12.000 zusätzliche Soldaten in D zu stationieren.

    -Kriegstreiber
    -….
    -…

    Insofern dürften alle bundesdeutschen Pazifisten und Anti-Militaristen doch dem Gottseibeiuns-Trump dankbar sein.

    Da habe ich noch nicht den ökologischen Fussabdruck jedes GI in D betrachtet.

  8. @Georg sagt: 02.08.2020 um 22:34 Uhr
    „In Coronazeiten hat die deutsche Politik folgenden Vergleich aufgemacht. Um sich 1Mrd Euro Hilfe besser vorstellen zu können, das ist die gesamte Wirtschaftsleistung einer 1000 Einwohner Kommune in einem Jahr.“

    Auch durch Corona haben sich die Begrifflichkeiten nicht geändert. Die Wirtschaftsleistung pro Kopf wird immer noch im BIP (Bruttoinlandsprodukt) gemessen, und das betrug in Deutschland in 2018 US-$ 47.662 pro Einwohner. 1 € = 1,1836 US-$ war der offizielle Umrechnungskurs im Dezember 2018, dann ist das BIP pro Kopf 2018 € 40.268,68 wert. D.h. für 1 Mrd € Wirtschaftsleistung brauchen Sie rd. 25.000 Einwohner. Bei 1.000 Einwohner sind es ansonsten 1.000.000,00 € Wirtschaftsleistung pro Kopf, was völlig utopisch ist.
    Ich mahne zur Vorsicht mit irgendwelchen Aussagen von Politikern zu solchen Themen. Diese neigen massiv zur Übertreibung, auch mangels Sachkenntnis.

  9. @Pio-Fritz: Volle Zustimmung. Ich komme zu ähnlichen Zahlen: Deutschland: 41.357 € pro Kopf BIP in 2019. Bayern: 48.323 € pro Kopf BIP in 2019. Macht bei 1000 Einwohnern 40 Mio. € bis 50 Mio. € pro Jahr. Bei 5000 Einwohnern 200 Mio.€ bis 250 Mio.€ pro Jahr. Das ist weit weg von den genannten 1.200 Mio. € pro Jahr. Weiter ins Detail will ich gar nicht gehen. Es ging mir nur um eine Plausibilitätsbetrachtung und aufgrund dessen habe ich die genannte Zahl von 1,2 Mrd. € pro Jahr in Frage gestellt.

  10. @all: Ich erkenne natürlich schon grundsältzlich den lokalen Kaufkraft-Verlust an und halte dies Standort-nah auch für ein echtes Problem. Deshalb finde ich es auch absolut naheliegend diese Standorte dann in das Standort-Konzept der Bundeswehr einzubeziehen. Schließlich will man sich ja beim Heer in Richtung Vollausstattung von drei Divisionen bewegen und die Führungskapazität von Großverbänden verbessern. Und wenn die US Air Force ein Geschwader F-16 abzieht sollte man auch darüber nachdenken, ob dort nicht wieder ein Geschwader (irgendwas mit 18 ? :)) angesiedelt werden kann.

  11. @Nachhaltig
    Zu Vilseck gehört Grafenwöhr. Der Truppenübungeplatz wurde von Deutschland eingerichtet und den USA kostenlos überlassen. Will die Bundeswehr dort üben, auf eigenem Grund und Boden, muss sie die USA dafür bezahlen! Zusätzlich zu einer knappen Milliarde pro Jahr, die sowieso an die USA dafür bezahlt werden dass die ihre Truppen hier stationieren. Veruntreutes Steuergeld! Gleich doppelt, jetzt wird den inkompetenten Bürgermeistern und ihren Behörden noch Milliardensteuergeld in den Arsch geblasen, Ausgleich des Kaufkraftverlusts, Transformation, weil die über Jahrzehnte unfähig waren mal ein Gewerbegebiet an den Stadtrand zu bauen oder was kleine Kommunen so machen. Es mag die USA, angeblich, ich zweifle das stark an, eine Milliarde kosten ein paar tausend Soldaten zu verlegen, wieviel Milliarden legen deutsche Politiker zuguntsen deutscher Lokalpolitiker noch drauf? Ist mal aufgefallen, dass der vollständige Abzug aller britischen Soldaten Großbritannien kaum was zusätzlich gekostet hat und nichts über das sowieso vorgesehen Militärbudget hinaus?

    Was ist Propaganda, was ist wahr?

    Wie immer wissen Journalisten nichts. Der eine sagt, ein Geschwader wird von Spangdahlem nach Italien verlegt. In Spangdahlem ist aber eine Staffel. Die Staffel umfasst 20. Was ist dann ein Geschwader? 5? Eine Staffel dann 4 Geschwader? gleichzeitg 2.500 von dort weg, da sollen 4.000 sein, eine Staffel dann 2,irgendwas Geschwader? Der andere sagt Spangdahlem wird dicht gemacht, Staffel und Geschwader also gleichgesetzt, alles nach Italien und macht schonmal eine suggestive Umfrage unter der rumstehenden Bevölkerung, um zu zeigen, wie schlimm das alles sein soll. Eine Umfrage von heute zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen froh ist, dass die amerikansichen Truppen abziehen und dass 11.900 noch viel zu wenige sind.

    TW ist ganz vorsichtig, es dürfte sich um Spangdahlem handeln. Wenn F15 abgezogen werden und Spangdahlem der einizge Ort ist, an dem F15 stationiert sind… jo… kann man sich aus dem Fenster lehnen :)

    Es ist nur noch Verlautbarungsjournalismus. Interessant wären neue Informationen gewesen, nicht die allseits verlautbarten mit wechselnden Interpretationen und Suggestionen. Werden Stuttgart, Vilseck, damit auch Grafenwöhr, und Stuttgart aufgelöst? Grafenwöhr und auch Wildflecken werden nämlich auch als aufzulösen gemeldet, was Sinn ergibt, weil Vilseck/Grafenwöhr eng zusammenhängen. Landstuhl bleibt nicht, wie TW verlautbart, wird geschlossen, Neubau ein Stück näher an Ramstein, bezahlt aus deutschem Steuergeld, ist lange im Bau. Auch interessant wäre die Frage gewesen, warum ein paar wenige nach Italien verlegt werden aber keine zum US-Schoßhündchen Großbritannien. Ist politisch nicht durchsetzbar, nachdem eine US-Soldatin oder Geheimdienstlerin, von einem US-Standort kommend, das mit dem Linksverkehr nicht begriffen hat, einen britischen Jungen tot fuhr und dann über diplomatische Immunität schnell in die USA gebracht wurde, statt sich der Mordanklage in Großbritannien zu stellen (es ist Mord, was bei uns Totschlag heißt, heißt da auch Mord). Schon der zweite Fall dieser Art in kurzer Zeit. Gerade massiver Widerstand gegen die US-Truppenpräsenz in Großbritannien.

    Was bedeutet das langfristig? Ist, wie laut Umfragen vom Volk gewünscht, der Komplettabzug der US-Soldaten absehbar? Es sieht eher nach einigeln aus. Ramstein wird beibehalten, extrem wichtig für Kriegsoperationen der USA in Europa und Nahost, Landstuhl wird sogar neu gebaut und rückt näher an Ramstein, Karlsruhe wird ausgebaut, u.a. durch die Verlegung von Miesau nach Karlsruhe, wenn man die Taktik beibehält, wäre die Verlegung von Dülmen nach Karlsruhe zu erwarten, Wiesbaden wird ausgebaut, u.a. durch die Verlegung von Griesheim nach Wiesbaden, Baumholder bleibt auffälligerweise, lässt auf die Erwartung landgebundender Kampfhandlungen in Europa schließen und Büchel wird auffallend totgeschwiegen. Und natürlich der Erholungsstandort in den Alpen, erinnert mich immer an diese Nazi-Offizierserholungshotels, die man immer in Kriegsfilmen sieht, sieht auch ien bisschen so aus.

    Der Abzug von Stuttgart trifft Deutschland nicht. Der Komplettabzug hätte Deutschland auch nicht getroffen. Was sollen diese Behauptungen immer? Was soll die Behauptung der NATO Verbindungen immer? Es gibt NATO Standorte in Deutschland. Vier, wenn ich richtig gezählt habe. Soll man die USA doch auf NATO Standorte begrenzen, wenn das alles NATO-Dinge sind. Dann hat man NATO. Nicht US-Präsenz zu eigenem Nutzen und gegen den Willen des Volkes unter dem Deckmantel des Europa-Schutzes und der NATO.

    [Der Kommentar war im Spamfilter gelanden – und dem Ton nach, den Sie anschlagen, nicht unberechtigt… Ihre Meinung ist Ihre Meinung, am Ton können Sie gut noch arbeiten. T.W.]

  12. Für Polen nimmt es Formen an.
    „Infrastructure for an armored brigade combat team, a combat aviation brigade, and a combat sustainment support battalion“ – erscheint allerdings als das alleinig Handfeste hinsichtlich Kampftruppe. Das Ganze stellt sich dar als „prepositioned stocks, plus“. Permanente Kampftruppe wird nicht genannt, es bleibt demnach beim rotational des 22ndCavReg und der 12 Combat Aviation Brigade aus Vilseck/Ansbach. Aufmerksamkeit erreicht allein das HQ Div.
    Ansonsten
    A command post of the Army’s V Corps headquarters
    A US division headquarters in Poland
    A joint-use Combat Training Center in Drawsko Pomorskie, among other training locations
    Facilities for an Air Force MQ-9 drone squadron
    An aerial port of debarkation to support the movement of forces in and out of the country
    Facilities to support special operations forces so they can conduct air, ground and maritime operations
    https://breakingdefense.com/2020/08/poland-agrees-to-pay-almost-all-costs-of-us-troop-presence/amp/?__twitter_impression=true
    Und Warschau zahlt fast alles.
    https://amp.ft.com/content/43f98b00-1fa5-4a0b-aa85-cc4e8aab29ac?__twitter_impression=true

  13. Hoffentlich erkennt AKK das Potential des Truppenübungsplatz Grafenwöhr/Vilseck. Es handelt sich um einen der modernsten Plätze auf der Welt mit Airfield zur taktischen Verlegung.
    Die BW täte gut daran die Lücke des 2nd Striker Regiments zu schließen…z.B. durch das Kommando Spezialkräfte! Dieses könnte den geforderten Neustart zumindest mit Teilen (z.B. Bereich Ausbildung) unter einsatznahen Trainingsbedingungen in Vilseck wagen.

  14. Gestern bei YouGov:

    >>Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov [Zeitraum: 31.07.-03.08.] im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befürworten 47 Prozent eine Reduzierung der derzeit 36 000 Soldaten. Jeder Vierte (25 Prozent) meint sogar, die US-Streitkräfte sollten Deutschland ganz verlassen. Dagegen ist noch nicht einmal jeder Dritte (32 Prozent) dafür, dass die amerikanischen Truppen in der bisherigen Stärke bleiben (28 Prozent) oder sogar aufgestockt werden (4 Prozent) sollten. 21 Prozent machten keine Angaben.<18 Jahren.

  15. @CRM-Moderator
    In Anbetracht der Tatsache, dass ca. 90% der Bevölkerung keinerlei Interesse an Sipo haben und dementsprechend auch wenig bis gar nicht informiert sind, sind deartige Umfragen nicht wirklich von Bedeutung.

    Zumindest, was den Themenkomplex Sicherheits- u. Verteidigungspolitik angeht, kann man da nicht von Werten reden, die durch gut informierte Bürger zustande kommen. Alleine der Sachverhalt, dass Herr Wiegold, auf sich alleine gestellt, bessere Arbeit leistet als der gesamte Journalismus der Republik spricht da Bände.

  16. @CRM-Moderator @Patrick S
    Die USA werden in der Öffentlichkeit eben immer weniger als Freunde oder Verbündete wahrgenommen: Abhörskandal, das Auftreten von Grenell, angedrohte Sanktionen zu NS2, militärische Interventionen ohne erkennbaren Sinn und Verstand, „Wirtschaftskrieg“ (z.B. Zölle gg. europäische Produkte), Nichtbeachtung internationaler Gepflogenheiten, u.v.m.

    Wobei man sicher recht damit hat, daß Europa deutlich mehr für „Sicherheit“ tun und ausgeben muß.

  17. Jeder Deutsche kann sich umfassend informieren. Wem das Selbststudium via Internet zu mühselig ist, bekommt sogar vom ÖRR gegen Gebühren Infos geliefert. Wenn die Regierung das SiPo Verständnis verbessern will, kann es jederzeit den ÖRR anweisen Schwerpunkte zu setzen.

    Sieha das Thema Libanon. Bis gestern Nischenthema. Jetzt megawichtig (nein, ich beziehe mich nicht auf die Explosion, die ist nur plötzlich der Aufhänger)..

    Wir halten fest: Trump setzt offensichtlich Volkes Wille um. In dem Fall den Deutschen.

  18. Nachtrag:
    „… angedrohte Sanktionen zu NS2 …“

    Ganz aktuell und sehr massiv ggü. der Stadt Saßnitz / Mukran, der Hafengesellschaft und deren (leitende) Mitarbeiter. Pikant: die Stadt gehört zum Wahlkreis von Frau Merkel. S. u.a. WELT Online

    Es wurden ja bereits Sanktionen gegen Behördenmitarbeiter angedroht, die ihren Dienstpflichten nachkommen (z.B. Bauaufsicht).

  19. @ Patrick S sagt:
    06.08.2020 um 13:52 Uhr

    90% der Leute haben von 90% der politischen Themen allgemein keine nähere Ahnung. Das kann man bedauern, das ist aber normal, da ist die Welt doch zu komplex um alles zu überblicken . Demokratie funktioniert aber ja zum Glück nicht so, dass nur die Wissenden und die Experten Rede- und Entscheidungsrecht haben.

    Ich gehe davon aus, dass diese niedrigen Zustimmungsraten in den kommenden Jahren noch weit niedriger werden. Es wird eben auch dem eher in dem Thema uninformierten Bürger klar, dass diese reduzierte US-Präsenz für den direkten „Schutz“ von D nahezu irrelevant ist und überwiegend den US-eigenen Interessen dient. Das bisherige Narrativ der Us-Truppenpräsenz funktioniert dann nicht mehr. Auch ein Biden wird aber kaum ohne sehr dringenden Grund diese Entscheidung wieder ändern, da gibt es so viele wichtigere Themen in den USA. Und ein „Huch, da sind wir wieder“ der USA wird mit D auch nicht funktionieren.

    Es mutet an wie von RUS bestellt und von Trump geliefert.

  20. @Patrick S
    ca. 90% der Bevölkerung keinerlei Interesse an Sipo haben und dementsprechend auch wenig bis gar nicht informiert sind, sind deartige Umfragen nicht wirklich von Bedeutung.

    Sorry, aber so können sie doch nicht argumentieren!

    Jeder Bürger (wenn die Umfrage repräsentativ ist) hat eine Meinung und die hat eine Bedeutung.
    Ganz einfach.
    Diese Meinung mag nicht immer gefallen und in vielen Punkten ist dann auch mehr Aufklärungsarbeit wichtig, aber gerade bei dem Thema US-Soldaten in Deutschland muss man nicht viel mehr aufklären.
    CRM-Moderator hat da genügend zu gesagt und auch Landmatrose3000 kann ich nur unterstützen.

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