Tegel schließt, die Bundeswehr bleibt (jedenfalls die Hubschrauber)

Die geplante Schließung des Berliner Flughafens Tegel zum 15. Juni wird sich für die Bundeswehr nur zum Teil auswirken: Die Jets der Flugbereitschaft werden zwar künftig vom Flughafen Schönefeld abheben. Der militärische Teil Tegels bleibt aber der Bundeswehr erhalten und dient als Basis wie als Start- und Landepunkt der Hubschrauber.

Die Gesellschafter der Berliner Flughäfen, neben den Bundesländern Berlin und Brandenburg auch der Bund, hatten am (heutigen) Mittwoch die zunächst vorläufige Schließung des Flughafens Tegel zu Mitte Juni beschlossen. Unabhängig von einer möglichen Betriebspause, die auf den Rückgang der Passagierzahlen in der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist, sollte Tegel nach Eröffnung des neuen Hauptstadflughafens BER Ende Oktober ohnehin dauerhaft stillgelegt werden.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums werden bei einer Schließung Tegels im Juni die Regierungsflüge mit den Airbus-Maschinen der Flugbereitschaft am Flughafen Schönefeld starten und landen. Das dafür vorgesehene so genannte Regierungsterminal am BER, der direkt benachbart ist, sollte nach bisheriger Planung zum 31. Oktober betriebsbereit sein; derzeit werde daran gearbeitet, es früher funktionsfähig zu machen.

Die Passagierjets der Flugbereitschaft sind ohnehin derzeit am Flughafen Köln/Bonn stationiert und werden zur Abholung ihrer Passagiere, der Mitglieder der Bundesregierung oder Parlamentariern, schon jetzt jeweils nach Berlin geflogen – an dieser Praxis wird sich vorerst nichts ändern.

Die drei Cougar-Hubschrauber der Flugbereitschaft sollen dagegen noch für fast ein Jahrzehnt in Tegel bleiben, wie es sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet hatte. Der militärische Teil des Flughafens (in der Karte oben markiert) kann als eigenständiger Bereich weiter betrieben werden; für Start und Landung sind die Helikopter nicht auf die – dann stillgelegte – Startbahn des Flughafens angewiesen. Auch die Hallen für Unterbringung und Wartung der Hubschrauber in Tegel können so weiter genutzt werden, voraussichtlich bis 2029.

(Archivbild Dezember 2019 und demnächst nicht mehr zu sehen: Eine Global 6000 der Luftwaffe auf dem Flughafen Tegel; Karte: OpenStreetMap)

 

30 Gedanken zu „Tegel schließt, die Bundeswehr bleibt (jedenfalls die Hubschrauber)

  1. Die interessante Frage ist doch, ob die Mitfliegenden jetzt den Weg nach Schönefeld mit Auto/Bahn nehmen oder ob man mit dem Heli von Tegel nach Schönefeld fliegt, um dann umzusteigen.
    Würde mich nicht wundern, wenn Zweiteres zutrifft.

  2. Warum die Jets von Schönefeld und die Hubschrauber aus Tegel? Sind dass nicht doppelte Kosten? Bei mir im Plattenbau in Schönefeld fliegt ständig ein Rettungshubschrauber ec 135 rüber. Warum kann man die 3 SuperPuma nicht auch verlegen? Was spricht dagegen?

  3. Schwarze Zahlen schreiben, muss die Flugbereitschaft auf jeden Fall nicht. Nicht mal ansatzweise. Ich hoffe deren „Betriebskosten“ laufen auch nicht über den EP 14?
    Berlin ist ja nun auch schon 20 Jahre Hauptstadt. Wann werden denn die ganzen „Übergangserleichterungen“ zurückgefahren?

    [Nein, bitte keine Berlin-Bonn-Debatte an dieser Stelle. T.W.]

  4. In Sxf ist seit mehr als einem Jahr alles fertig für den Bund. Es fehlen nur Hangars.
    Die Hangars für sie 3 Hubschrauber könne man direkt daneben oder eine anderen stelle Temporär aufbauen. So wie beim ausweichen des ADAC Hubschraubers .
    Und der ist wieder weg. Wenn man gewollt hätte seitens Bund könnte das ganze Bmvg komplett in Sxf sein. So verschwenden wir wieder Steuergelder weil 3 Hubschrauber mit Pers./ Wartung in TXL bleiben.

  5. @Dante sagt: 20.05.2020 um 13:54 Uhr
    „Warum die Jets von Schönefeld und die Hubschrauber aus Tegel? Sind dass nicht doppelte Kosten? Bei mir im Plattenbau in Schönefeld fliegt ständig ein Rettungshubschrauber ec 135 rüber. Warum kann man die 3 SuperPuma nicht auch verlegen? Was spricht dagegen?“

    Die Logistik, die Hallen, die Dienstgebäude.

    Die Jets hingegen (und das schrieb der Hausherr auch in seinem Artikel) sind b.a.w. in Köln stationiert und müssen deswegen so oder so rüberkommen.

    @O.Punkt sagt: 20.05.2020 um 13:33 Uhr
    „Die interessante Frage ist doch, ob die Mitfliegenden jetzt den Weg nach Schönefeld mit Auto/Bahn nehmen oder ob man mit dem Heli von Tegel nach Schönefeld fliegt, um dann umzusteigen.
    Würde mich nicht wundern, wenn Zweiteres zutrifft.“

    Höchstens BPr, BK und IBuK und die werden auch heute bereits im Ausnahmefall (!) direkt an ihren jeweiligen Amtssitzen abgeholt.

    Die anderen Anspruchsberechtigten (normale Minister, Staatssekretäre und besondere Abgeordnete etc.) werden höchstwahrscheinlich von den jeweiligen Fahrbereitschaften nach Schönefeld gebracht. Warum auch nicht. Boarding etc. muss eh in Schönefeld laufen und da wäre eine Fahrt z.B. vom Werderschen Markt erst nach Tegel und dann Flug nach Schönefeld nicht nur Geldverschwendung, sondern auch zeitlich nicht hilfreich.

  6. @O.Punkt:
    Das würde ich stark bezweifeln. Es wäre ein erheblicher Mehraufwand. Check In für ~40 Personen in TXL, dann Flug rüber wo der Rest eh Check In machen muss, mehr Personal verbraucht, Gepäck umladen, mehr Unsicherheiten etc.

    @dante: die gelbe EC135 ist regulär am KH Charité Benjamin Franklin Stationiert. Die Rot-Weiße H145 am UKB Berlin Marzahn.

  7. @Bundesbürger sagt: 20.05.2020 um 15:24 Uhr
    „Schwarze Zahlen schreiben, muss die Flugbereitschaft auf jeden Fall nicht. Nicht mal ansatzweise. Ich hoffe deren „Betriebskosten“ laufen auch nicht über den EP 14?“

    Doch. Und ehrlich gesagt finde ich es bei den „Betriebskosten“ auch i.O., denn da die Flugbereitschaft ja eben kein Wirtschaftsunternehmen ist sind es keine „Betriebskosten“ im eigentlichen Sinne, sondern weitüberwiegend sog. „eh-da Kosten“. Ein Soldat wird besoldet egal ob er in Köln wartet oder die IBuK nach MeS fliegt (Trennungsgeld, Mehrarbeitsvergütung etc. jetzt mal außen vor).

    Ärgerlicher sind die Beschaffungskosten für Fluggerät, die grundsätzlich auch auf den EP 14 rechnen. Und das ist in Zeiten von Sparzwängen (z.B. nach Finanzkrise) äußerst ärgerlich für den EP 14 gewesen. Aber das hat sich konkret im letzten Jahren verbessert, als man die Flugzeuge „zusätzlich“ gekauft hat.

  8. @ mitflieger Mag sein. Die fliegen dennoch ständig von Schönefeld nach mitte. Ne andere Frage ist warum und woher mindestes einmal die Woche ne Ec 155 über meinen Plattenbau. (Schönefeld) von ost nach west fliegt.

  9. EC155 betreibt die Bundespolizei, sonst fällt mir nichts ein in der Region.
    Genug OT. :)

  10. @mitflieger Den gelben hubi habe ich alle 2Tage bei mir in schönefeld fasst auf dem Balkon. Und das bilde ich mir nicht ein. In schönefeld ist dank corona genug platz für die 3 pumas. Fahren sie mal hin.

  11. Wieso geht man nicht nach Blumberg/Ahrensfelde am Berliner Stadtrand, ca. auf halber Strecke zwischen Bendler-Block und Strausberg, wo Bundespolizei-Fliegerstaffel, Polizei Berlin und Polizei Brandenburg in einem sehr modernen Heliport ca. 20 Helos betreiben, zum Teil gemeinsam, mit mehreren Super Pumas, die ja nun den Cougars der BW seeehr ähnlich sind?

  12. @Landmatrose3000 sagt: 20.05.2020 um 22:12 Uhr
    „Wieso geht man nicht nach Blumberg/Ahrensfelde am Berliner Stadtrand, ca. auf halber Strecke zwischen Bendler-Block und Strausberg, wo Bundespolizei-Fliegerstaffel, Polizei Berlin und Polizei Brandenburg in einem sehr modernen Heliport ca. 20 Helos betreiben, zum Teil gemeinsam, mit mehreren Super Pumas, die ja nun den Cougars der BW seeehr ähnlich sind?“

    Wieso sollte man?

    In Tegel gibt es bundeseigene genau passende Einrichtungen. In 10 Jahren wird in Schönefeld dann ein komplett neuer Komplex für Jets UND Hubschrauber entstehen und bis dahin sind die Hubschrauber in Tegel gut aufgehoben. Ein Umzug wäre vermutlich schlicht unnötig.

  13. Leute, hat schon jemand auf die verlinkte Karte oben geschaut ?

    Falls Ja, wird man feststellen, das Tegel und der zukünftig abgetrennte Teil des Regierungsflughafen direkt neben einer Kaserne liegt und zwar neben der Julius-Leber Kaserne. Die Lw-Angehörigen, Mechaniker usw. die dann spät abends von irgendwelchen Regierungsflugaufträgen zurückkommen, haben dann eine Übernachtungs- und Betreuungsstation vor Ort, können abends die Maschinen für den nächsten Tag in der Spätschicht klar machen und wenn dann um 24:00 Uhr oder später Dienstschluss ist, ist die Kaserne nur 15 – 20 Min entfernt. Und wenn mal vor einem wichtigen Flug mit Aussenwirkung plötzlich ein Knopf der Ausgehuniform fehlt, dann hat man eine Kleiderkammer vor Ort und dies alles in einer Entfernung, dass man eine Stunde vor „Take Off“, dies noch erledigen kann !

    Wenn die Möglichkeit besteht den Regierungsflughafen in den Tegel für die Hubschrauberflotte weiter zu nutzen, dann wäre es sehr ungeschickt (um nicht zu sagen doof) diese günstige Lokalität aufzugeben.

  14. @georg dass ist sicher ein Argument. Es geht aber um genau 3 Hubschrauber und nicht um 30. Warum kann man die nicht in Schönefeld in einer Blechhalle daneben stellen? Und die Piloten und Techniker müssen halt pendeln. Dafür eine komplette Logistik in Tegel offen zu halten halte ich für teuer und unnötig. (Privatmeinung). Im übrigen ist in Schönefeld genug Platz.

  15. @georg Die Dinger fliegen 200 kmh in marschfahrt. Es ist wurst wo die stehen. Punkt ist nur den kompletten logistig Rattenschwanz für 3 Hubis zu machen wenn es billiger und effizienter geht.

  16. @Dante sagt: 21.05.2020 um 11:21 Uhr
    „Warum kann man die nicht in Schönefeld in einer Blechhalle daneben stellen? Und die Piloten und Techniker müssen halt pendeln. Dafür eine komplette Logistik in Tegel offen zu halten halte ich für teuer und unnötig. (Privatmeinung). Im übrigen ist in Schönefeld genug Platz.“

    Warum sollte man das Geld ausgeben?

    Es gibt ein bestehenden Standort, der gut geeignet ist und ohne Einschränkungen Weiterbetrieben werden kann.

    Es wird in 10 Jahren einen neuen Standort geben, der bis dahin für Hubschrauber und Jets ausgebaut werden wird.

    Warum sollte man auch nur einen Euro vorgezogen für einen weniger gut geeigneten Standort ausgeben?

  17. @Dante sagt: 21.05.2020 um 18:26 Uhr
    „Aber nicht für 3 Hubis. Wenn in der Nähe eh ein Standort der B Polizei ist.“

    Wieso? Derzeit haben wir einen eigenen gut ausgebauten StO, mit Logistik und allem.

    In 10 Jahren werden wir wieder einen gut ausgebauten StO mit Logistik und allem haben.

    Warum sollten wir zwischenzeitlich umziehen und ein Provisorium beziehen (mit möglichen Baumaßnahmen, auf jeden Fall aber mit ressortübergreifenden Abhängigkeiten, Zahlungen etc. etc.).

    Ich sehe schlicht keinen Grund für so ein Vorgehen.

  18. @ Felix sagt:
    22.05.2020 um 12:14 Uhr

    Danke. Ich formuliere meine o.g. Frage um: Wozu brauch die BW diese Staffel in Tegel überhaupt? Für im Schnitt 5,5 Anforderungen pro Monat…

    Die Masse der VIP-Flüge der BuReg macht doch sowieso die BuPo mit deren Super Pumas. Die ausserdem in der Lage ist die Staffel in Ahrensfelde mit so 17Lfz mit ca. 130 Mann/Frau Personal zu betreiben.

  19. Zitat aus der verlinkten Anfrage an die Bundesregierung:

    „Zudem wurden durch die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg GmbH die Fertigstellungszeitpunkte für den Regierungsflughafen BER schrittweise ver-schoben, was eine abschließende Alternativplanung nicht ermöglichte.“

    Na das sagt doch alles. Der Regierungsflughafen in Schönefeld soll in 10 Jahren (geplant) fertig gestellt sein. Wenn das so läuft wie beim BER Flughafen, dann war es eine sehr gute Entscheidung die Hubschrauber in Tegel-Nord, in unmittelbarer Nähe zur Julius Leber Kaserne zu belassen !

  20. @Landmatrose3000 sagt: 22.05.2020 um 21:55 Uhr
    „Danke. Ich formuliere meine o.g. Frage um: Wozu brauch die BW diese Staffel in Tegel überhaupt? Für im Schnitt 5,5 Anforderungen pro Monat…“

    Es ist keine Frage wozu die Bw diese Staffel braucht, sondern wozu das BMVg, die BReg und die anderen Verfassungsorgane diese Staffel brauchen.

    Es wurde ja schon mehrfach überlegt die Flugbereitschaft ganz oder teilweise aus der Bw rauszulösen und andere Betriebsmodelle zu finden.

    Ob das für die Bw von Vorteil wäre, wäre davon abhängig ob wir die bisher für die Flugbereitschaft vorgesehenen Gelder aus dem EP 14 umwidmen dürften.

    Von daher ist das ein Streit um Kaisers Bart. Wir sind nicht (bei weitem nicht) die Hauptnutzer, aber wir sind auch diesbezüglich nicht die Entscheider.

    Aber ehrlich gesagt kann ich die Forderung der Politik verstehen, dass auch die Bw entsprechende Kapazitäten vorhält. Redundanzen und so.

  21. @ Koffer sagt:
    23.05.2020 um 11:00 Uhr

    Da haben Sie natürlich grundsätzlich recht. Ich hoffe dann nur, dass die Staffelmitglieder in Tegel sich dann auf dem zukünftigen kleinen Heliport sinnvoll eingesetzt fühlen und Freude an Ihrer Tätigkeit haben.
    Per Zufall gefunden: In 2017 und 2018 war man offenbar bei 25 bzw. 29 Anforderungen der Cougar pro Jahr: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/100/1910045.pdf

  22. @Landmatrose3000 sagt: 23.05.2020 um 13:43 Uhr
    „Da haben Sie natürlich grundsätzlich recht. Ich hoffe dann nur, dass die Staffelmitglieder in Tegel sich dann auf dem zukünftigen kleinen Heliport sinnvoll eingesetzt fühlen und Freude an Ihrer Tätigkeit haben.“

    Eine berechtigte Sorge. Bis man mit dem Rest der Flugbereitschaft in 9 Jahren wiedervereinigt werden wird, könnte es für die Kameraden doch recht ruhig/einsam werden…

  23. @Landmatrose3000

    Interessante Informationen in der PDF (Kleine Anfrage)
    Ich bin da ein wenig schockiert.

    1. Zahlen vor 2017 gibt es nicht wegen Aufbewahrungsfristen.
    Ich hoffe doch, dass zumindest der Bund der Steuerzahler oder der Bundesrechnungshof die Zahlen zumindest noch hat.
    So kann man ja niemals nachträglich etwas überprüfen.
    2. Ganz schön wenig Flüge für die Hubschrauber
    Da kann man sich schon die Frage stellen, wieso so wenig?
    An den Kosten wird es bestimmt nicht scheitern, denn wie man ja in den Tabellen sieht – Der Großteil der Kosten geht für Abschreibungen der Flieger drauf (kann man gut überschlagen) und Personalkosten, die ich aber sowieso vorhalte.
    Da muss man sogar schon ins Grübeln kommen, ob nicht mehr Trainingsstunden der Hubschrauberbesatzungen erflogen werden, als Einsätze.
    Irgendwie muss man ja in Übung bleiben.

    Vielleicht täuscht mich meine Erinnerung (Zahlen gibt es ja leider nicht), aber früher habe ich die Hubschrauber auch mehr gesehen als heute.
    So als Laie denkt man sich doch:
    Alle Ziele über 250 km Luftlinie und unter 450 km Luftlinie von Berlin entfernt und alle entfernten Ziele an denen der nächste Flughafen sehr weit weg ist, ist doch der ideale Einsatzzweck für die Hubschrauber.
    Wenn man dann mal einen Kreis um Berlin zieht, hat da schon halb Deutschland drin Platz.

    Wieso werden die Hubschrauber denn so wenig eingesetzt?
    So als reiner BWLer könnte man wirklich auf den Gedanken kommen, dass man keine neuen Hubschrauber mehr kauft und stattdessen die von der Bundespolizei nimmt.

  24. @Luftikus sagt: 24.05.2020 um 11:28 Uhr
    „Wieso werden die Hubschrauber denn so wenig eingesetzt?“

    Eine berechtigte Frage. Wenn ich mal in die Vergangenheit schaue, dann wurde früher auch regelmäßig auf ***, ** und *-Ebene geflogen.

    Aber in den letzten Jahren, wenn ich mich recht entsinne, sind die Regeln immer weiter verschärft worden, was dann vermutlich zu der aktuellen Lage führt.

    [Äh, nein. Die *, **, ***-Generalsebene ist niemals regelmäßig mit der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung geflogen. T.W.]

  25. @T.W.
    [Äh, nein. Die *, **, ***-Generalsebene ist niemals regelmäßig mit der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung geflogen. T.W.]

    Richtig. Aber mit den Verbindungshubschraubern (VBH). Und diese sind weggefallen. Und die Nutzungsbestimmungen für die Flugbereitschaft sind meines Wissens nach in den letzten Jahren außerdem verschärft worden.

    [Hier geht es aber um die Flugbereitschaft, nicht um VBH – und schon ist auch dieser OT beendet… T.W.]

  26. Guten Morgen zusammen,

    eine Erklärung der geringen Nutzung könnten auch die Nutzungseinschränkungen der gesamten Puma/Super Puma-Flotte seit dem Absturz in Norwegen 2017 in Verbindung mit dem Vertrauensverlust in diesem Hubschrauber liegen.
    Der Platz in Tegel ist doch für die Nutzung derzeit ideal – alles da was man braucht, also wieso in ein Provisorium wechseln?

  27. @T.W.
    [Äh, nein. Die *, **, ***-Generalsebene ist niemals regelmäßig mit der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung geflogen. T.W.]

    Das ist soooo in dieser Absolutheit nicht ganz korrekt.

    Es sei in diesem Zusammenhang u.a. an den medialen Aufschrei aus dem September 2017 erinnert, welcher die Nutzung der VIP-Lfz der Flugbereitschaft durch Generale der Bundeswehr (u.a. des damaligen Inspekteur der Luftwaffe) unter dem Label „Trainingsflüge“ für eigene Dienstreisen als skandalträchtig thematisierte.

    Die Flugbereitschaft BMVg ist zunächst ein militärischer Verband der Bundeswehr, welcher mit seinen Luftfahrzeugen einen wesentlichen Beitrag zu den Transportkapazitäten der Bundeswehr leistet und [Zitat vom Auftritt der Flugbereitschaft auf bundeswehr.de] „…die auch durch den parlamentarischen Bereich genutzt wird. Durch die Flotte wird der VIP-, Personal- und Materialtransport weltweit sichergestellt.“

    Die Nutzung durch den politisch-parlamentarischen Bereich stellt eine Sondernutzung der Flugbereitschaft dar, für welche es entsprechend Anforderungsberechtigte gibt. Geregelt in den Richtlinien für den Einsatz von Luftfahrzeugen der Flugbereitschaft BMVg zur Beförderung von Personen des politischen und parlamentarischen Bereichs vom 1. April 1998 (geändert am 19. Dez. 2001 und noch einmal im März 2019 – Stichworte Reservemaschine und Priorität bei der Zuteilung, siehe auch Ihr Blog-Beitrag vom 08.03.2019 ).

    Abs. 1 S. 2 der Richtlinien führt für die Sondernutzung durch den politisch-parlamentarischen Bereich aus „… können… sofern militärische Belange nicht beeinträchtigt werden.“

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