Fürs Protokoll: Zwei Grüne bei der Bundeswehr

Vor zwei Tagen haben die Grünen-Abgeordneten Cem Özdemir und Tobias Lindner in der FAZ einen Gastbeitrag unter der Überschrift veröffentlicht Warum grüne Außenpolitik die Bundeswehr braucht (leider hinter Paywall und deshalb nicht frei zugänglich). Jetzt haben die beiden Parlamentarier auch praktisch nachgelegt: Auf Instagram zeigten sie sich am (gestrigen) Donnerstag im Bundeswehr-Flecktarn als Oberleutnante – offensichtlich vorläufiger Dienstgrad – in Munster.

Özdemir schrieb dazu auf seinem Instagram-Account:

Ein Grüner bei der Bundeswehr – passt das zusammen? Ich finde: Ja. Egal ob Grüner oder nicht, als Abgeordnete des Bundestags entscheiden wir darüber, ob wir Soldat*innen in Einsätze schicken, zum Beispiel im Rahmen von EU- und Nato-Missionen. Damit setzen wir auch das Leben der Soldat*innen aufs Spiel. Diese Verantwortung ist einer der schwersten, die wir als Abgeordnete tragen. Es fällt uns niemals leicht, die Bundeswehr in einen Auslandseinsatz zu schicken. Für @tobias.lindner.mdb und mich gehört es daher dazu, eine Woche am Alltag der Truppe teilzunehmen und uns mit den Soldat*innen intensiv auszutauschen.
Für die Zukunft wünsche ich mir eine Bundeswehr mit funktionierender Ausstattung. Eine Bundeswehr, die so vielfältig ist wie unsere Gesellschaft. Eine Bundeswehr, die die Werte unseres Grundgesetzes hochhält. Eine Bundeswehr, die europäisch denkt und handelt und international für Frieden und Sicherheit eintritt.

Auf die Erfahrungsberichte der beiden von dieser Info-Wehrübung, pardon, das heißt jetzt Info-DVAG, bin ich ja gespannt. Und auf eventuelle Folgerungen für die praktische Politik.

Nachtrag: Aus einigen Kommentaren geht hervor, dass der Sinn (und die Umstände) einer solchen Info-DVAG teilweise völlig unbekannt sind. Deshalb zur Ergänzung aus den entsprechenden Infos, hier mal von der Streitkräftebasis (das gilt sinngemäß natürlich für alle Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche):

Die „Dienstliche Veranstaltung zur Information“ dient der Gewinnung von Führungskräften aus dem zivilen Bereich sowie von politischen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern als Multiplikatorinnen / Multiplikatoren für die Unterstützung der sicherheits- und verteidigungspolitischen Aufgaben und Zielsetzungen der Bundeswehr sowie deren Neuausrichtung.
Ziel einer InfoDVag SKB ist es darüber hinaus, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die besonderen Aufgaben und die daraus resultierenden Herausforderungen der Streitkräftebasis als weltweit tätiger Service-Provider für die gesamte Bundeswehr sowie als interessanter Kooperationspartner für Wirtschaft und Behörden, aber auch Regierungsorganisationen und Nicht-Regierungsorganisationen nahe zu bringen. Unmittelbare Eindrücke durch persönliche Teilnahme an ausgewählten Teilen soldatischen Lebens sollen die gewonnenen Erkenntnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abrunden, um so künftig im eigenen Einflussbereich als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Streitkräftebasis wirken zu können.
An einer DVag können folgende Personen teilnehmen:
• Hochrangige zivile Führungskräfte aus Wirtschaft, Öffentlichem Dienst und Wissenschaft, Vertreter von Arbeitgeber-, Arbeitnehmer- und Fachverbänden sowie Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen; hohe Beamtinnen und Beamte außerhalb des Geschäftsbereiches des BMVg, Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Bildung, Forschung und Medien;
• Mitglieder des Deutschen Bundestages, der Länderparlamente und deutsche Abgeordnete des Europäischen Parlamentes sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Abgeordneten und Fraktionen;
• Sonstige herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie andere für die Öffentlichkeitsarbeit in Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik wichtige Meinungsbildnerinnen oder Meinungsbildner.

Nachtrag 2: Die Meldung des Heeres dazu:

Das Ausbildungszentrum Munster begrüßt 46 zivile Führungskräfte
(als pdf-Datei: 20190613_Info-DVAG_Heer_Munster)

(Foto: Screenshot von Özdemirs Instagram-Account)

93 Gedanken zu „Fürs Protokoll: Zwei Grüne bei der Bundeswehr

  1. @T.W.
    „Manche haben den Schaum nicht nur vor dem Mund, sondern sogar vor Augen…Da beklagt sich jemand, dass Lindner sich „kostümieren“ dürfe, obwohl er den Wehrdienst verweigert und Zivildienst geleistet hat. Derjenige hat intellektuell vermutlich gar nicht nachvollziehen können, was das bedeutet…“

    – Kann es sein, dass auch Sie ein wenig „Schaum vor dem Mund“ bei dieser Bewertung hatten?
    – Warum stellen Sie das intellektuelle Leistungsvermögen von Jemandem in Frage, der schreibt: „Tobias Lindner hat den Wehrdienst verweigert“ ? Für mich nicht nachvollziehbar, da dies exakt die Aussage ist, die in dem Artikel der beiden Grünen so von Ihnen selbst zu finden ist. Zitat aus dem Artikel:
    „Einer von uns hatte einst den Wehrdienst verweigert“.

    Lassen Sie mich Folgendes hinzufügen:
    – Auch für mich hat es einen schalen Beigeschmack wenn beim Aufruf zum „Zwangsdienst“ als ganz normaler Wehrpflichtiger diesem aus GEWISSENSGRÜNDEN nicht gefolgt wird und man dann bei einer VIP-Wehrübung gerne die Uniform anzieht. Man kann seine Meinung im Laufe des Lebens natürlich ändern. Ich gehe davon aus, dass das bei dem Abgeordneten der Fall ist.
    – Ich glaube, dass viele Grünen auch im Kalten Krieg – damals gab es ja, im Gegensatz zu heute, eine massive und sichtbare Bedrohung gegen unser Land- nicht aus individuellen Gewissensgründen den Wehrdienst verweigert hatten, sondern eher weil dies quasi der damaligen Parteiposition der Grünen entsprach. Und heute ist es umgekehrt. Als Parlamentsabgeordneter schickt man nun Soldaten in Kriege, obwohl Deutschland nicht bedroht ist. Ist für mich irgendwie schon komisch.

    Doch nun zum wesentlichen Anteil meines Beitrags:

    – In dem Artikel der Abgeordneten (Link bei @K.B.) steht:
    „Damit stellt unser Grundgesetz sicher, dass das Parlament jeden Einsatz umfassend prüft, ein Prinzip, das für uns unantastbar ist…“

    Meine Kommentar dazu:
    – Schöne Worte. Der Kosovokrieg ohne UNO-Mandat – beschlossen durch rot-grün- und auch der jetzige Syrieneinsatz (wederNATO,nochEU,nochUN) sprechen da eine andere Sprache. Ich hatte in früheren Kommentaren bereits darauf hingewiessen, dass auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Syrieneinsatz rechtlich sehr kritisch bewertet hat. Auch der ehemalige Abteilungsleiter Recht des BMVg hatte sich hierzu geäußert:

    „…in einem FAZ-Gastbeitrag fordert Dieter Weingärtner, ehemaliger Leiter der Rechtsabteilung des Bundesverteidigungsministeriums, eine Weiterentwicklung der Wehrverfassung. Grundsätzlich dürfe die Bundeswehr nach Artikel 87a Grundgesetz (GG) nur „zur Verteidigung“ eingesetzt werden. Das Bundesverfassungsgericht habe darüber hinaus aus Artikel 24 Abs. 2 GG die Ermächtigung abgeleitet, auch militärische Maßnahmen innerhalb von internationalen Systemen gegenseitiger kollektiver Sicherheit zu ergreifen. Zu diesen gehörten die Vereinten Nationen, die Nato und die Europäische Union. Die Beteiligung an einem Militäreinsatz in Syrien, wie ihn amerikanische, französische und britische Streitkräfte im April 2018 durchgeführt hätten, sei hiervon indes nicht umfasst. Hierfür seien Verfassungsänderungen oder eine „Neuinterpretation der Verfassung“ nötig. Dies erfordere indes eine „ehrliche, transparente politische Debatte“.
    https://www.lto.de/recht/presseschau/p/presseschau-2018-11-22-sami-a-rueckholung-un-migrationspakt-polen-zwangspensionierung/

    Mein Fazit:
    – Abgeordnete (LEGISLATIVE) sind dafür da Rechtssicherheit für die Soldaten in den entsprechenden Gesetzen zu gewährleisten. Hier gibt es akuten Handlungsbedarf für Herrn Özdemir und Herrn Lindner bei einer Aufgabe, die die Bundeswehr selbst nicht leisten kann.
    – Ein einwöchiges VIP-Praktikum bei der Bundeswehr sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Abgeordnete eine komplett andere Verantwortung für die Bundeswehr und die Soldaten haben als diese selbst.
    – Abgeordnete müssen hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit für die Bundeswehr an IHRER spezifischen Verantwortung als Teil der Legislative gemessen werden und nicht an einem einwöchigen VIP-Praktikum.

    [Der nötige Hinweis auf Ihre Eingangsfrage: Im entsprechenden Kommentar wurde bezweifelt, dass Lindner die Uniform anziehen dürfe – es wurde sogar als „Kostümierung“ herabgewürdigt. Deshalb der Verweis auf die Bestimmungen, aus denen klar hervorgeht, dass Teilnahme an einer solchen Info-DVAG nur nach Rücknahme der Verweigerung möglich ist. Genau das wurde in dem Kommentar nicht berücksichtigt, und wer mit scharfen Worten falsche Behauptungen aufstellt, muss mit einer scharfen Antwort rechnen. T.W.]

  2. @T.W.
    „Im entsprechenden Kommentar wurde bezweifelt, dass Lindner die Uniform anziehen dürfe – es wurde sogar als „Kostümierung“ herabgewürdigt. Deshalb der Verweis auf die Bestimmungen, …“

    Danke, nun verstehe ich Ihren Kommentar.

  3. Ganz ehrlich ?

    Ich finde es auch irgendwie komisch das es auf einer einwöchigen Schnupperwoche überhaupt einen Dienstgrad gibt. Was sage ich denn dem Offz-MilFD Olt mit über 20 Dienstjahren?

    Aber davon abgesehen finde ich das eine tolle Aktion von allen Teilnehmenden sich dieser Woche zu stellen und den eigenen Horizont zu erweitern.

    Ich glaube es hilft ungemein eine Woche in grün zu verbringen, zu „marschieren“, die HiBa zu überwinden, mal den Knallstock auszuprobieren, mit einem Panzer mitfahren etc., um mal einen Einblick zu bekommen was ein Soldat eigentlich für einen Kernauftrag hat und was es heißt diesen auszuführen.

    Und ich glaube spätestens wenn im Gruppenrahmen die HiBa überwunden werden muss, dann wird der ein oder andere auch ein kleines Gefühl für den sonst so abstrakten Begriff der „Kameradschaft“ bekommen.

    Und zum Thema Grüne-Abgeordnete bei der BW: Auch wenn ich politisch nicht mit Ihnen übereinstimmen muss, so rechne ich den beiden MdB‘s hoch an sich zumindest dafür zu interessieren und einen groben Einblick zu bekommen. Damit haben sie der Ministerin einiges voraus. Diese habe ich noch nicht mal ansatzweise in Flecktarn gesehen.

  4. @ Ha-Wa

    Glauben Sie wirklich, dass die Teilnehmer einer Info-DVAG die Hindernisbahn aktiv überwinden ?

  5. Welchen Rang hätten beide denn, wäre sie im V-Fall eingezogen worden?

    Wie problematisch wäre es sie zu integrieren in ihre Funktionen als Schulterglatzen?

  6. @Soldat mit Leidenschaft:
    Ihre Behauptungen, dass der Ausbildungsbetrieb für Wochen still läge und das die Idee der Veranstaltung unzweckmäßig umgesetzt wäre, sind beide falsch.
    Aus meinen persönlichen Erfahrungen in verschiedenen MilOrgBer mit InfoDVag halte ich fest:

    1) Es gibt unterschiedliche Ansätze der Umsetzung, aber alle sind ausgesprochen zweckmäßig – dafür sprechen u.a. das immer hoch positive feedback der Teilnehmer auf der einen und die Begeisterung der durchführenden Soldaten auf der anderen Seite.

    2) In Vorbereitung und Durchführung bringen sich unterschiedliche Bereiche der jeweils verantwortlichen Dienststellen ein, die „Last“ ist auf mehrere Schultern verteilt, ohne dass Ausbildungsbetrieb irgendwelchen Schaden nimmt.

    @Diverse:
    a) Der vorläufig verliehene Dienstgrad Oberleutnant wird von den Teilnehmern zwar angelegt, aber nicht zur Schau getragen und nicht in Einzelbegegnungen mit anderen Soldaten ausgeübt. Er ist mglw. auch Anerkennung und Wertschätzung für die im zivilen erbrachten Leistungen (ich kenne die ursprünglichen Überlegungen zu dieser Regelung nicht), in jedem Fall aber formt er die Teilnehmer, stellt Männer und die zahlreichen Frauen gleich und weckt bei allen das Bemühen, sich wie ein Offizier zu benehmen / der damit übertragenen Verantwortung zu stellen / ihr gerecht zu werden.
    b) Das ein Offizier so heißt, weil er seinen Dienst im Büro versieht, ist erstens falsch übersetztes Latein und viel wichtiger – Ausdruck völliger Ahnungslosigkeit oder, wenn der Verfasser solcher Behauptungen selbst Soldat ist, schlichtweg boshaft.

  7. @ThoDan sagt:
    „Welchen Rang hätten beide denn, wäre sie im V-Fall eingezogen worden?“

    Panzerschütze (da bei Teilnehmer der InfoDVag in Munster waren). Diejenigen, die die InfoDVag in Hammelburg absolviert haben, sind danach Jäger d.R. und die bei der Marine werden zu Matrosen d.R.

  8. @Georg sagt: 15.06.2019 um 13:32 Uhr
    „Glauben Sie wirklich, dass die Teilnehmer einer Info-DVAG die Hindernisbahn aktiv überwinden ?“

    Ja, ist regelmäßig Teil des Dienstplans der InfoDVag. Ob im konkreten Fall in Munster auch, liegt natürlich am diesjährig zuständigen InspChef als Ausbildungsleiter. Vermutlich aber ja.

    @Carnivora sagt: 15.06.2019 um 16:21 Uhr
    „Ihre Behauptungen, dass der Ausbildungsbetrieb für Wochen still läge und das die Idee der Veranstaltung unzweckmäßig umgesetzt wäre, sind beide falsch“
    +1

    Auch meine Erfahrung von durchführender Seite.

    „In Vorbereitung und Durchführung bringen sich unterschiedliche Bereiche der jeweils verantwortlichen Dienststellen ein, die „Last“ ist auf mehrere Schultern verteilt, ohne dass Ausbildungsbetrieb irgendwelchen Schaden nimmt.“

    Naja, das erst (Last auf mehrere Schulter) ist richtig, das zweite (ohne irgendwelchen Schaden) übertrieben.

    Natürlich werden erhebliche Ressourcen in die InfoDVags gesteckt. Und natürlich ist das zu Lasten der Standardlehrgänge.

    Aber angesichts des immensen Mulitplikatorenpotentials, welches in vielen der Teilnehmer steckt ist das nach meiner Wahrnehmung nicht außerhalb der Proportion!

    „Das ein Offizier so heißt, weil er seinen Dienst im Büro versieht, ist erstens falsch übersetztes Latein und viel wichtiger – Ausdruck völliger Ahnungslosigkeit oder, wenn der Verfasser solcher Behauptungen selbst Soldat ist, schlichtweg boshaft.“

    +1

    @alle
    Auch ich habe als ich erstmalig von dem vorläufigen DGrad OLt für die damals noch InfoWÜ benannte Veranstaltung hörte ungläubig gezuckt.

    In der Tat musste ich für meinen Offizierdienstgrad bluten, schwitzen und jahrelang hart arbeiten. Deswegen erschien es mir als äußerst ungerecht.

    Aber angesichts des immensen Potentials dieser Veranstaltung für die Streitkräfte und der beeindruckenden Lebensleistung die die allermeisten Teilnehmer für DEU alle bereits erbracht haben (ansonsten würden sie keine Einladung erhalten), habe ich meinen Widerwillen in der Zwischenzeit abgelegt und finde es angemessen.

    Und nicht vergessen: im Gegensatz zu denjenigen von uns, die sich den Dienstgrad dauerhaft verdient haben, verlieren die Teilnehmer an der InfoDVag den ihrigen nach der Veranstalter wieder und sind danach Jg/PzSchtz/Matr d.R. von daher sollte man hier vielleicht etwas gelassener urteilen ;)

  9. @Soldat mit Leidenschaft
    Ihre Vermutung wurde hier doch bereits mehrfach ins Reich der Legenden verwiesen. Insofern, für @Carnivora absolute Zustimmung.
    In Munster hat eine LehrGrp die Verantwortung, Durchführung eine Inspektion. Mit StabsPers sind ein gutes Dutzend unmittelbar betroffen.

    „Same procedure as last year“, mit Änderungen abgestimmt auf ggf Bedarfe besonderer Teilnehmer und mit Berücksichtigung SiPo nach Tagesaktualität! Der Ausbildungsbetrieb der Truppe, also von L9, bleibt weitestgehehend unangetastet. Betroffene Soldaten gehen mit ausgesprochen Neugier und Vergnügen an den Auftrag heran, weil: Personen, die sonst nur in Medien erlebbar sind, begegnet der Soldat hautnah über mehrere Tage.

    @ Ha-Wa
    Hindernisbahn vergessen Sie bitte! 20 Jahre Offz mil FD und Olt, ja und? Der kennt sich aus und weiß um das Temporäre des Dienstgrades.
    (Siehe 14.06 13:22 Uhr).
    Die Larmoyanz kann getrost aufhören. Im Gegenteil, die Teilnahme aus dem politischen Bereich wirkt ausgesprochen erfrischend und gehört gefördert. Wer einmal dabei war, auch mit ggf kritischer Grundeinstellung, sieht hinterher manches mit mehr Verständnis, besonders wenn im VgAussch die folgende 25 Mio Vorlage der Zustimmung harrt.

  10. @Klaus-Peter Kaikowsky sagt:
    „Ihre Vermutung wurde hier doch bereits mehrfach ins Reich der Legenden verwiesen.“

    Ich bin ja auch ein Verteidiger dieser Veranstaltung, aber hier muss ich Ihnen widersprechen. Die InfoDVag ist mit erheblichem Aufwand für den Lehrgangsbetrieb verbunden und stellt eine Belastung für den Ausbildungsbetrieb dar.

    Eine, angesichts der Reichweite der (potentiellen) Multiplikatoren, aus meiner Sicht vertretbare Belastung, aber nichts desto trotz eine Belastung.

    Und das kann ich bestätigen, weil ich selbst schon die Durchführung in der Nachbarinspektion unterstützen durfte/musste.

    „Hindernisbahn vergessen Sie bitte!“

    Ich hoffe nicht. Als Infanterist traue ich Munster ja viel schlechtes zu ;) , aber hier hat man doch hoffentlich genug Verstand die HiBa nicht zu streichen und an bewährtem festzuhalten.

    Oder sagen Sie etwa, dass in Munster die HiBa noch nie dazu gehört hat?!?! Das wiederum würde mich erschüttern :(

  11. Bei all den Kommentaren bitte ich zu bedenken, dass es schon ein Schritt und vor allem auch ein Zeichen ist, auch und gerade in die eigene Partei, wenn Herr Lindner seine ursprüngliche Verweigerung offiziell zurücknimmt. Diesem Schritt ist sicherlich ein längerer Prozess vorausgegangen. Er ist nun offiziell Soldat und Reservist, wenn auch nur PzSchütze!! Ich bin mir sicher, da kochen einige aus dem „pazifistischen Lager“ der Grünen und der Grünen Parteijugend und sind entsprechend sauer. Alleine darüber freue ich mich ,-)
    Zum Ablauf DVag am Beispiel Luftwaffe: Unterkunft, wie die parallel laufende Grundausbildung in 4er Zimmer (unser Luxus als „Offiziere“ Belegung nur mit je 2 Mann/Frau) – Formalausbildung – Gelöbnis (Mit kleiner Besetzung Musikkorps) – Schießausbildung G36 und Pistole – Marsch mit Gepäck – Hindernisbahn (teilweise dem Alter angepasst und daher wer wollte nur Teile der Bahn) – Lesen Karte/Kompass – Überwinden einer „Schlucht“ (in ca.10m Höhe), mit doppelten und einfachem Seil (in 10m Höhe über ein Seil von Fels zu Fels zu rutschen, dazu gehörte für mich als 50er doch etwas Überwindung dazu), – Abseilen und Seilrutsche – Aufstieg zu einerBerghütte im Allgäu (Biwak Berghütte), Abstieg und im Tal Abholung durch CH53 (bitte jetzt keine Neiddiskussion wegen Flugkosten) – Besuch TaktLwG74 Neuburg – Technisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe, Abt. Süd in Kaufbeuren – Verlegung Köln Wahn mit Transall (Mitflug in einem regulären Transportflug , Flug kam aus Italien !!!) – Schießsimulator AGSHP – Zentrum Luftoperationen (Uedem) – Sicherheitspolitische Vorträge und Bayrischen Abend mit den Ausbildern der LwAusbildungsKp in Roth.
    In Munster an der PzTruppenschule konnte ich 2012 an der InfoDVag teilnehmen. Zum Vergleich: Diese DVag war im Verhältnis zu Lw formaler, disziplinierter, zackiger und militärischer – Unterbringung hier Einzelzimmer – Antreten in Gruppen – Nach dem Frühstück immer Morgenlage mit kurzem Vortrag zu aktuellen Weltpolitik in der Aula der Schule – Gelöbnis mit kompletten Musikkorps – generell mehr Vorträge zum Thema Bundeswehr und Sicherheitspolitik (ua. Erfahrungsberichte Afghanistan) – Leben im Felde – Schießausbildung – Vorstellung Panzertruppe – Aufklärungstruppe… , oblgatorisches Panzerfahren in Munster Nord – Abschluss Feldgottesdienst. Eine Hindernisbahn habe ich in Munster nicht zu sehen bekommen ,-) !!
    Die DVag beim Heer bzw. der SKB dauert 6Tage bei der Lw 10 Tage und somit überein Wochenende (Ich habe hierfür Urlaub genommen, jeder Tag war es mehr als Wert!) Zu meiner Überraschung war ich körperlich bei der Lw auf jeden Fall um ein Vielfaches mehr gefordert.
    Ich kann nur betonen, gerade die Gespräche untereinander und mit den einfachen Soldaten sind echte Mehrwerte. Die Gespräche dauerten in der Regel bis früh in den Morgen. Auffällig, gerade auch durch die gleiche Uniform haben auch die Politiker schnell ihre „Politiker Maske“ fallen gelassen, Dienstgrade und gesellschaftliche Stellung sind dabei verschwommen. Es gab immer sehr offene, auch kritische aber immer interessante Diskussionen. Am Schluss gab es immer ein „WIR Gefühl“, dies kann keiner einfach wieder ablegen. Ich habe heute – auch zu einem Politiker aus dem Bundestag – immer noch Kontakt.
    Anmerken möchte ich noch, dass auch die meisten Teilnehmer sich intensiv im Vorfeld und danach mit dem Thema Bundeswehr beschäftigen müssen. Erklären Sie einmal einer ungläubigen Familie bzw. Freunden und Bekannten, was sie um Himmels Willen, im fortgeschrittenen Alter, mit beiden Beinen im Berufsleben, bei der Bundeswehr wollen. In diese Phase haben sie schon eine positive öffentliche Diskussion zum Thema BW und Sicherheitspolitik begonnen. Gerade auch die genannten Grünen Politiker werden sich vor und nach dieser DVAgv innerhalb ihrer Partei erkören müssen.
    Diese Veranstaltungen sind sicherlich für ALLE ein Mehrwert!
    AS

  12. @CaSiMi sagt: 16.06.2019 um 2:11 Uhr
    „Die DVag beim Heer bzw. der SKB dauert 6Tage bei der Lw 10 Tage und somit überein Wochenende“

    War früher im Heer auch so. Ich vermute die InfoDVag wurde irgendwann gekürzt um es den Teilnehmern einfach zu machen und auch vielleicht mit Rücksicht auf die Ausbilder bzw. die eingesetzten Ressourcen. Ggf. ist die bei der Lw ja in der Zwischenzeit jetzt auch gekürzt…

    HiBa bei der Lw und nicht beim Heer? Peinlich, peinlich :( Und nebenbei auch noch ärgerlich, denn die Hindernisbahn kann positive Reize setzen und wenn im Gruppenrahmen überquert auch Verständnis für Kameradschaft vermitteln. Naja, der Chef/Ausbildungsleiter wird schon seine Gründe gehabt haben…

  13. @Koffer
    Nach 4 Jahren L9 am Stück und 2x 3 Jahre PzTrS bei WE/als HSLtr u.a. ChefLehrg PzJgTr und jährlichen DVAG fehlt jede Erinnerung an Hindernisbahn für zivile Führungskräfte, ich mag mich täuschen, ist schon „etwas“ zurückliegend.
    Zur Belastung in der Durchführungsebene, das halte ich nach wie vor für überschaubar.
    Die 10-Tage Veranstaltung sollte das Heer erneut einführen.
    Die Darstellung von @CaSiMi kann ich wiederum nur unterstreichen.
    Wünschenswert, ein irgendwie geartetes Feedback der Veteranen Özdemir und Lindner. Der Hausherr kann dazu eine Meinung „besorgen“?

  14. @Koffer

    Gemäß dem Onlineauftritt des Deutschen Heeres steht auch „Überwinden von Hindernissen“ auf dem Dienstplan. In der PzTrS liegt unweit der HiBa die Letra-Bahn, vielleicht wird die auch überwunden, dass ändert aber nichts daran das sowas eine „Gruppe“ zusammenschweißt.

    @KPK

    Wieso werfen sie mir Rührseligkeit vor? Alle Teilnehmer werden nach Beendigung der Woche in den niedrigsten DG der Reserve versetzt, in diesem Fall Panzerschütze.

    Ich verstehe die Intention dahinter, muss sie deshalb noch lange nicht gutheißen. Dienstgrade verkörpern weitaus mehr als den „Wohlfühlfaktor“, auch wenn man mit den neuen Mannschaftsdienstgraden diese wieder geschaffen hat.

  15. @Th. Wiegold
    Die „InfoDVag“ ist eine richtige und vernünftige Sache, auch für politische Mandatsträger, um einmal die Bw im „Inner Circle“ kennen zu lernen. Und gerade für die Grünen. Respekt! Nouripour würde Flecktarn auch gut stehen, wenn er es noch nicht gemacht hat. Was mich aber an diesen InfoDVag’s richtig ärgert, und dies kommt in ihrem Beitrag leider nicht aufs Papier, ist die Erteilung von vorläufigen Dienstgraden der Zielgruppe. Es gibt Manche, die durch diesen DG urplötzlich ohne weitere fachliche wie militärische Ausbildung und Lehrgänge Offizier sind und dies dazu benutzen, um weiter als „Pseudoreservist“ die RDL Karriere empor zu klettern. Für andere Reservisten, die sich jedes Jahr bereit erklären, ihr Know How der Bundeswehr freiwillig zur Verfügung zu stellen, die, wie Aktive, sämtliche militärischen sowie fachlichen Lehrgänge absolvieren, um vakante oder nicht besetzte DP 1/1 spiegeln zu können, ist das der blanke
    Hohn. Viele RDL‘er haben als MannschaftsDG angefangen, haben ihre für jede DG Gruppe erforderlichen Lehrgänge in Form einer „Druckbetankung“ absolviert, warten teilweise lange Jahre auf die Beförderung und dann kommen tlw. Ungediente oder Zivildienstabsolventen, machen InfoDVag, bekommen den OLeu. Wenn’s gefällt, weitere RDL und schwupp di wupp wird aus vorläufig endgültig. Irgendwie doch unsachgemäß und stößt manchen gegen den Kopf…

  16. @ CaSiMi

    “ist nun offiziell Soldat und Reservist, wenn auch nur PzSchütze”

    Sie hatten das weiter oben ja schon angesprochen-war mir persönlich wirklich neu, das das auch bei DVags gilt, wieder was gelernt. Hat mich tatsächlich gewundert, dass das so geregelt ist und wirklicher Soldatenstatus hergestellt wird, da ich das als potenziell grosse zusätzliche emotionale Hürde empfinde, über die die Teilnehmer ja erstmal springen müssen, wenn diese vorher nie bei der BW waren.

    Freut mich dass es Ihnen gefallen hat.

    Wird da denn unter den Teilnehmern diskutiert, ob man wirklich im V-Fall Wehrdienst leisten muss? Oder ist das sowieso nicht realistisch weil alle die Altersgrenze als dann Mannschafter alle gerissen haben?

  17. @ Koffer und andere zur Frage, ob diese InfoDvag für die durchführende AusbEinr eine Belastung darstellen:
    Mit der persönlichen Verantwortung für/ Erfahrung aus mehreren InfoDVag in verschiedenen MilOrgBer:
    Nochmals nein, keine erhebliche Belastung o.ä.; diese InfoDvag fallen ja nicht vom Himmel, sondern werden mit mehr als einem Jahr Vorlauf beauftragt und damit zum Gegenstand eines jeden Lehrgangskataloges / der Jahresplanung der AusbEinr. Deswegen fällt kein anderer Lehrgang aus, müssen die eingebundenen Ausbilder auch nicht ersatzlos ihre Freizeit opfern und werden auch keine materiellen Ressourcen verbraucht, die dann später irgendwo fehlen.
    Sie sind einfach ein Auftrag, wie so viele andere auch, die in einer AusbEinr neben der reinen Lehre noch wahrgenommen werden. Für echte insider gilt natürlich der Einwand, dass InfoDvag nicht über die Lehrer-Hörsaal-Bedarfsrechnung (LHBR) erfasst werden und damit nicht dienstpostenbegründend auszuführen sind – aber auch das trifft für viele andere Aufgaben zu… .

  18. @Klaus-Peter Kaikowsky sagt: 16.06.2019 um 9:56 Uhr
    „Nach 4 Jahren L9 am Stück und 2x 3 Jahre PzTrS bei WE/als HSLtr u.a. ChefLehrg PzJgTr und jährlichen DVAG fehlt jede Erinnerung an Hindernisbahn für zivile Führungskräfte“

    Das würde ich für sehr bedauerlich halten, HiBa (Konstanzbahn oder vergleichbar) schaffen eindrucksvolle Erlebnisse über Gruppenzusammenhalt und Selbstüberwindung. Mit Hinweis auf @Ha-Wa 16.06.2019 um 10:23 Uhr habe ich aber Hoffnung, dass Sie Ihre Erinnerung trügt oder man in Munster seit Ihrer Zeit dazu gelernt hat ;)

    „Zur Belastung in der Durchführungsebene, das halte ich nach wie vor für überschaubar.“

    Die Zeiten ggü. früher haben sich geändert. Alleine die Abend- und Wochenendedienste die für die Durchführung der InfoDVag notwendig und die daraus resultierenden Freistellungsansprüche des Stammpersonals gem. SAZV haben nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Regellehrgänge. Und da die InfoDVag (aus guten Gründen) in Hammelburg (und nach meiner Kenntnis auch in Muster) in der I. Insp durchgeführt wird, hat das natürlich wiederum Auswirkungen auf die OffzAusb (z.B. OL3). Denn da hier ja bereits sowieso an der Grenze des stundenmäßig zulässigen gearbeitet wird (um dem Offz-Nachwuchse eine möglichst gute Ausbildung zukommen zu lassen), wirken sich Freistellungen hier umso mehr aus.

    Also, negative Auswirkungen? Ja!
    Hinnehmbar? Mit Blick auf die potentielle Multiplikatorenfunktion des zivilen Führungspersonals – JA!

    „Die 10-Tage Veranstaltung sollte das Heer erneut einführen.“

    Aus Ausbildungsgründen sehe ich das auch so. Der Spannungsbogen lässt sich so viel besser aufbauen und viel mehr in Theorie UND Praxis vermitteln.

    Aber ich vermute es hat gute gründe gegeben zu kürzen… SAZV z.B…

    @Ha-Wa sagt: 16.06.2019 um 10:23 Uhr
    „Gemäß dem Onlineauftritt des Deutschen Heeres steht auch „Überwinden von Hindernissen“ auf dem Dienstplan.“

    Danke für die Info! Ich hatte auch schon begonnen am Heer (bzw. an der AusbZ Munster) zu zweifeln ;)

    @Landmatrose3000 sagt: 16.06.2019 um 14:50 Uhr
    „Sie hatten das weiter oben ja schon angesprochen-war mir persönlich wirklich neu, das das auch bei DVags gilt, wieder was gelernt. Hat mich tatsächlich gewundert, dass das so geregelt ist und wirklicher Soldatenstatus hergestellt wird,“

    War schon früher bei der InfoWÜ (Wehrübung) so und ist es nach meiner Kenntnis und Auswertung des Gesetzes auch heute noch bei der InfoDVag (–> §81 SG: „(2) Zu dienstlichen Veranstaltungen können Personen, die dienstfähig sind und das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, durch das Bundesministerium der Verteidigung oder die von ihm bestimmte Stelle zugezogen werden. Während der Wehrdienstleistung stehen sie in einem Wehrdienstverhältnis.“

    Damit ist die Sache für mich ziemlich klar. Durch die InfoDVag standen die Teilnehmer im Wehrdienstverhältnis. Mit Ende der DVag scheiden Sie (ehrenhaft) aus diesem Wehrdienstverhältnis aus. Damit sind sie aber zu ehemaligen Soldaten geworden und folglich Reservisten im Sinne des Gesetzes. Da sie keinen anderen (endgültigen) Dienstgrad haben sind sie folglich (je nach Durchführungsort der InfoDVag) Jg d.R./PzSchtz d.R./Schtz d.R./Flg d.R./Matr d.R.

    „da ich das als potenziell grosse zusätzliche emotionale Hürde empfinde, über die die Teilnehmer ja erstmal springen müssen, wenn diese vorher nie bei der BW waren“

    Zustimmung! Sosehr mich eine Skepsis ggü. Herrn Özdemir und eine emotionale Ablehnung ggü. Herrn Lindner bewegt, sosehr muss ich bei beiden anerkennen, dass sie diesen Schritt getan haben um die Bw besser zu verstehen (das sie sich dadurch natürlich auch bei gewissen Teilen ihrer Wählerschicht gut darstellen steht hierbei meiner Anerkennung dieses Schrittes nicht entgegen).

  19. @Carnivora sagt: 16.06.2019 um 16:10 Uhr
    „@ Koffer und andere zur Frage, ob diese InfoDvag für die durchführende AusbEinr eine Belastung darstellen:
    Mit der persönlichen Verantwortung für/ Erfahrung aus mehreren InfoDVag in verschiedenen MilOrgBer:
    Nochmals nein, keine erhebliche Belastung o.ä.“

    Tja, da habe ich aber andere Erfahrungen gemacht (und auch persönlich).

    Nur mal ein Beispiel: es wird (ja nach Jahr und Ort) entweder ein komplettes Musikkorps oder zumindest ein Spielmannszug für das Gelöbnis herangeholt.
    Damit erhält irgendein StO mit „echten“ Soldaten keine Zuweisung für diesen Tag. Damit das würdig ist wird das Gelöbnis teilweise auch noch abends gemacht (es soll den Teilnehmern ja kribbeln im Nacken, damit sie verstehen warum ein feierliches Gelöbnis uns als Bw so wichtig ist, also mit gutem (!) Grund ein zusätzlicher Aufwand), damit fallen dann aber gem. SAZV sowohl für die Musiker, als auch für die Fackelträger, die Ehrenformation etc. etc. Stunden an.

    Da es (außer in Munster und bei der Sanität) keine Lehrverbände mehr gibt muss das Personal hierzu aus dem normalen Ausbildungsbetrieb generiert werden und schwupp haben sie eine signifikante, negative Auswirkung auf „echte“ Lehrgänge (es sei denn diese werden tagsüber zuvor vom Dienst frei gestellt, aber dann stehen sie ja für den Lehrbetrieb auch nicht zur Verfügung).

    Ich könnte weitere Beispiel aus der Praxis der InfoDVags anführen, aber belassen wir es einfach mal dabei, dass ich weiss wovon ich rede.

    Und nochmals: Ich halte den Aufwand der betrieben wird im Ergebnis für berechtigt. Die zivilen Führungskräfte sollten es uns wert sein.

    Aber zu behaupten, dass es keine negativen Auswirkungen auf den Lehrgangsbetrieb hätte… Pffff.

  20. An die Oberleutnante Özdemir und Lindner: Weitermachen!

    An die Armen, die wegen der beiden oben genannten OLt ohne Musikkorps in einer Flurecke vereidigt werden müssen: War bei mir auch so. Kann man aushalten. Dienen ist Herzensache!

    @CaSiMir: Schön, dass Sie Ihren Urlaub bei der Bundeswehr verbringen. Probieren Sie auch die Info-DVaG der Marine! Viel Spaß weiterhin! :)

  21. @ Landmatrose
    Was im Rahmen der Veranstaltung gesprochen wurde, lassen wir in dem Raum, wo gesprochen wurde. Ich kann und möchte nichts darüber aussagen. Für mich kann ich sagen, ja ich bin mir,?mit allen Konsequenzen darüber im Klaren, was es bedeutet das Gelöbnis gesprochen zu haben. Ich engagiere mich heute ua. aktiv in einer sehr aktiven RK. Interessant in diesem Zusammenhang ist, als ich die Uniformtrageerlaubnis beantragt habe (habe ich für eine Veranstaltung in der CH benötigt) durfte ich ins Landeskommando kommen und dort erst erklären was die InfoDVag bedeutet, dass man gemustert wurde und ein Gelöbnis abgegeben hat und somit auch Reservist ist ,-).
    Trageerlaubnis offiziell mit Stempel und entsprechender Unterschrift erhalten ;-)

    Auf alle Fälle, ich kenne keinen, der das „WIR Gefühl“ nicht erlebt hat. Ich glaube dies liegt auch daran, das Teilnehmer dieser DVag sich dem Thema BW und Sicherheitspolitik ganz anders gestellt haben, als wenn man als 19 jähriger zwangsweise Wehrdienst leisten musste.
    Ich denke ich bin aber auch nicht typisch, ich habe mich mit 20 „gedrückt“, da ich wegen einem schweren Motorradunfall nur bedingt tauglich war und dies einer damals ins Auge gefassten Verpflichtung im Wege stand. Das Thema Sicherheit und BW hat mich aber immer interessiert. Ich glaube von mir, dass ich heute, zumindest was sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zusammenhänge betrifft, mehr mitreden kann, als mancher Reservist in unserer RK.

    Zum Thema Hindernisbahn: Bei der PzTruSchule wurde bei unserer DVag – anders als bei der Lw – nicht die bekannte, klassische Hindernisbahn überwunden. Richtig ist, wir mussten als Team, quasi als „Schnitzeljagd“, Aufgaben lösen und Hindernisse überwinden (ua. mit Schlauchboot über Gewässer). Nur als Team konnte man die Aufgaben erfolgreich lösen/meistern.
    Alle Teams haben auch ein Thema bekommen, über welches die Gruppen sich Gedanken machen mussten und einen entsprechenden Vortrag dazu, im Rahmen Kameradschaftsabend, vorstellen. Ich erinnere mich, dass unsere Gruppe das Thema „was bedeutet Kameradschaft“ hatte.

    Körperlich war InfoDVag Heer aber, anders als bei Lw, keine Herausforderung. Beim Heer habe ich dafür viel mehr sicherheitspolitische Informationen und Einblick in Aufbau und Struktur der Bw erhalten.
    AS

  22. Ich finde das gut von den beiden. Besonders Herr Lindner hat ja doch relativ oft mit militärischen Fragestellungen zu tun. Da schadet es sicherlich nicht mal die Uniform getragen zu haben!

  23. @hagion pneuma sagt: 16.06.2019 um 20:35 Uhr
    „An die Oberleutnante Özdemir und Lindner: Weitermachen!“

    Sie meinten vermutlich: „An die PzSchtz d.R. Özdemir und Lindner: Weitermachen! Jetzt auch im zivilen: Treu Dienen!“

    Denn die DVag ist ja vorbei…

    „An die Armen, die wegen der beiden oben genannten OLt ohne Musikkorps in einer Flurecke vereidigt werden müssen: War bei mir auch so. Kann man aushalten. Dienen ist Herzensache!“

    Kann man (ging mir auch leider bei meinem eigenen Gelöbnis und meiner eigenen Vereidigung so), sollte man aber nicht.

    So oder so war das hier aber auch gar nicht die Frage. Es ging darum, ob eine DVag Verdrängungseffekte auch „echte“ Lehrgänge die Ausbildung „echter“ Soldaten hat. Und die Antwort ist nun mal ja.

  24. @hagion pneuma
    Leider gab es vor 10 Jahren noch nicht die Möglichkeit als “Ungedienter” über die RSU-Kp. als Quereinsteiger sich zu engagieren und die Grundausbildung – quasi in Freizeit – neben dem Beruf zu absolvieren. Heute würde ich den Weg gehen, auch habe ich in meinem Bekanntenkreis bereits hierzu einen Kameraden geworben. Ich wollte eigentlich nicht Alles offen legen, ja ich habe bereits DREI InfoDvag absolviert (Heer in Munster, Lw in Roth, SKB in Hannover, Feldjägerschule). Jede Veranstaltung hat andere Schwerpunkte und Eindrücke hinterlassen, Lw war mit Abstand am forderndsten und erlebnisreichsten (Fliegen). Die SKB ist aber die Veranstaltung mit dem höchsten, dauerhaften Mehrwert, da der Inspekteur die Teilnehmer jährlich im Rahmen einer “Alumni Veranstaltung” (Freitag/Samstag) zu einer Informationsveranstaltung einlädt. Bei diesen Veranstaltungen sind immer alle Schulkommandeure der SKB anwesend, was den Stellenwert der Veranstaltung aufzeigt.

    Und ja, ich strebe wirklich an – wenn möglich 2020 – auch die Marine kennen zu lernen.

    AS

  25. @Koffer
    Bevor Missverständnisse sich festsetzen: Hindernisbahn selbstverständlich und regelmäßig, nicht aber für DVAG dieser Art.

  26. Suuuper ! Nich nur reden auch tun. Und das sich auch eine zumindest datierbare Verbindung zum 20 Jährigen Jahrestag Beginn des Kosovo Einsatzes herstellen lässt ist natürlich nicht beabsichtigt, zeigt aber die Kontinuität bei den Grünen. Joschka wird begeistert sein, dass seine Außenministertätigkeit in den eigenen Reihen Früchte trägt (Sarkasmus aus).

  27. @CaSiMi

    „Leider gab es vor 10 Jahren noch nicht die Möglichkeit als “Ungedienter” über die RSU-Kp. als Quereinsteiger sich zu engagieren und die Grundausbildung – quasi in Freizeit – neben dem Beruf zu absolvieren.“

    Bei dem festen Wunsch Reservervist der Bundeswehr zu werden, gab es aber die Möglichkeit z.B. mit einer zweijährigen Verpflichtung eine Reserveoffizierausbildung zu absolvieren und damit das minimale und erforderliche Rüstzeug für eine sinnhafte Reservistentätigkeit zu erlangen.

    „… ja ich habe bereits DREI InfoDvag absolviert (Heer in Munster, Lw in Roth, SKB in Hannover, Feldjägerschule)…Und ja, ich strebe wirklich an – wenn möglich 2020 – auch die Marine kennen zu lernen.“

    – Nehmen Sie es mir bitte nicht übel. Das hört sich nicht so an, als würde die Bundeswehr irgendeinen Nutzen davon haben, sondern eher danach als würden Sie einem persönlichen Hobby hinsichtlich Weiterbildung im militärischen Bereich nachgehen.
    – Ich bin ganz offen. Ich halte von diesen VIP-Kurzwehrübungen nichts. Wer dauerhaft Reservist werden möchte, der sollte über ein Ausbildungsprogramm geführt werden das mit einer Prüfung abschließt.
    – Mein Eindruck ist, dass es sich in unserer heutigen Zeit – im Gegensatz zur Zeit des Kalten Krieges- auf der Business Card ganz gut verkaufen läßt wenn man Soldat der Reserve ist. Entgegen aller gegeteiligen Behauptungen ist es wieder positiv – auch für die eigene Karriere- geworden, auch einmal die Soldatenuniform getragen zu haben. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Foto der beiden grünen Abgeordneten :-)) Ob grüne Abgeordnete in den 1980ern ein ähnliche Foto gemacht hätten, bezweifle ich.
    – Ich habe noch heute großen Respekt vor all denjenigen, die sich zu WehrPFLICHTzeiten dem damaligen „Zwangsdienst“ unterworfen hatten obwohl sie weder eine Affinität zur Bundeswehr hatten noch den soldatischen Dienst besonders schätzten. Diese braven Staatsbürger, die damals, trotz persönlicher Härten (z.B.heimatfremde Verwendung) den gesamten Pflichtdienst „brav“ absolvierten, sind es, die den Kalten Krieg zu einem glücklichen und erfolgreichen Ende gebracht haben. Ihnen müssen wir noch heute Respekt zollen!
    – Und, soviel Kritik muss erlaubt sein, diejenigen, die den damaligen Zwangsdienst im Kalten Krieg abgelehnt haben, können dieses Defizit, zumindest in meinen Augen, jetzt eigentlich nicht durch einwöchige VIP-Kurse gleichwertig kompensieren.
    – Es macht schon einen Unterschied, ob man sich unfreiwillig einem langen (12-18 Monate) Zwangsdienst unterwirft oder ob man aus einer hohen gesellschaftlichen Position heraus in einem kurzen VIP- Lehrgang freiwillig mal für eine Woche die Uniform trägt.

    Mit anderen Worten: Zwischen Reservist und Reservist gibt es schon Unterschiede.

  28. @Klaus-Peter Kaikowsky sagt: 17.06.2019 um 0:14 Uhr
    „Bevor Missverständnisse sich festsetzen: Hindernisbahn selbstverständlich und regelmäßig, nicht aber für DVAG dieser Art.“

    Vielleicht sollte man präzisieren: man AusbZ Munster…

    Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass das HAN anders handhabt/gehandhabt hat (und zur Lw hat sich CaSiMi ja bereits geäußert).

  29. Diese Veranstaltungen finden regelmäßig statt – stets auch unter Beteiligung von Abgeordneten und Referenten aus der Politik, Kommunalpolitikern, Interessierten Führungskräften aus der Wirtschaft, usw.

    Für die Bundeswehr ist das in jedem Fall win-win, denn sie gewinnt im besten Falle Multiplikatoren im schlechtesten Falle wird eine vorhandene negative Einstellung in aller Regel erheblich abgemildert. Überdies kann jemand, der nach einer Woche sagen kann „Ich war dabei“ immerhin mit mehr Sachkunde von der Bundeswehr sprechen, als jeder Ungediente, der sein gesamtes Wissen vom Hörensagen hat.

    Mich verbindet mit den Herren Özdemir und Lindner politisch wirklich wenig, aber dass diese bereit sind, sich – selbst in dem hier gebotenen, vergleichsweise bescheidenen Rahmen – sich in Uniform zu begeben, zeigt immerhin eine gewisse Offenheit und steht einer Partei, deren Umfragewerte inzwischen darauf hindeuten, als könne sie demnächst auch über BW hinaus in führende Regierungsverantwortung gelangen, gut zu Gesicht.

    Und dass manche Leute das Barett aufgrund fehlender Kenntnis der Usancen tragen wie Zwiebelverkäufer ihre Baskenmütze… Geschenkt. Wenn man sich darüber ernsthaft erzürnt, könnte man auf den Gedanken kommen: „Wer sonst nichts kann, kann Anzug“. Ich glaube kaum, dass Profis, die sich über so etwas aufregen, unmittelbar nach Diensteintritt samt und sonders ZDV 37/10*-konform vom Himmel gefallen kamen (selbst FSchJg lernen m.W. erstmal am Boden Anzugordnung).

    Warum muss man eigentlich immerzu Leute beschimpfen oder madig machen, die freiwillig Bereitschaft zeigen, sich die Truppe auch mal „von innen“ anzuschauen? Verstehe ich nicht.

    * Jaja, jetzt A1-2630/0-9804

  30. Sorry @Pete. aber sie liegen mit ihrer Kritik an der InfoDVag noch nicht einmal „auf der Scheibe“ – hier geht es keinesfalls um „Reservisten“ oder gar Veteranen.
    Die InfoDVag ist übrigens viel älter als sie glauben. Und wer hat das es mal wieder erfunden ? RICOLA ? Nö, die Marine – Anfang der 90er: https://reunion-marine.de/reunion/

  31. @Klabautermann
    „Sorry @Pete. aber sie liegen mit ihrer Kritik an der InfoDVag noch nicht einmal „auf der Scheibe“ – hier geht es keinesfalls um „Reservisten“ oder gar Veteranen.“

    – Vielen Dank für den Link mit den Hintergrundinformationen.
    – Möglicherweise habe ich das Alles falsch verstanden. Ich lasse mich gerne belehren, aber ich zitiere aus dem Link des Heeres (Artikel@T.W.Nachtrag2):

    „Um 16:15 Uhr wurden die Teilnehmenden durch den Inspektionschef der I. Inspektion des Ausbildungsbereichs Panzertruppen temporär zum Oberleutnant ernannt…Feierlich und emotional wurde es um 20.30 Uhr. Das feierliche Gelöbnis wird den zivilen Führungskräften und Politikern noch sehr lange in Erinnerung bleiben…“

    – Wollen Sie mir im Ernst sagen, dass das „feierliche Gelöbnis“ nur für diese eine Woche abgelegt wurde? Das würde ja einmal mehr die Gründe meiner Infragestellung dieser Veranstaltung bestätigen. Nichts gegen Informationsveranstaltungen für Multiplikatoren, aber warum muss man für die Teilnahme an einer Woche Informationsveranstaltung dann ein Gelöbnis ablegen lassen?

    Meine konkreten Fragen zur Klarstellung sind:
    – Sind die Teilnehmer dieser Veranstaltung nach Abschluß der Veranstaltung Soldaten der Reserve, oder nicht?
    – Steht den Teilnehmern das Veteranenabzeichen zu, oder nicht?

  32. @Klabautermann
    Nachtrag zu meinem vorherigen Kommentar an Sie:

    Dieses Zitat ist von @CaSiMi:

    …durfte ich ins Landeskommando kommen und dort erst erklären was die InfoDVag bedeutet, dass man gemustert wurde und ein Gelöbnis abgegeben hat und somit auch Reservist ist ,-).
    Trageerlaubnis offiziell mit Stempel und entsprechender Unterschrift erhalten ;-)“

    Auf seinen Beitrag habe ich geantwortet. Offensichtlich ist zumindest er Reservist und hat auch Uniformtrageerlaubnis erhalten.

  33. Was langsam sehr irritierend ist: Die dümmlichen Trolle, die auch nach mehr als 80 Kommentaren – und Erläuterungen – glauben, mit dem, haha, Hinweis auf die ‚Amtsanmaßung von Politikern‘ hier Stimmung machen zu können. Geht woanders spielen, lesen könnt ihr ja offensichtlich nicht.

  34. @Klaus-Peter Kaikowsky sagt: 17.06.2019 um 0:14 Uhr
    Korrektur! Streiche HAN, setze HAB (AusbZ Inf war von meiner Seite gemeint).

    @klabautermann sagt: 17.06.2019 um 14:28 Uhr
    „Die InfoDVag ist übrigens viel älter als sie glauben. Und wer hat das es mal wieder erfunden ? RICOLA ? Nö, die Marine – Anfang der 90er: https://reunion-marine.de/reunion/

    Diese Aussage lässt sich mit der von Ihnen angeführten Quelle aber nicht belegen.

    Gem. einer kürzlich erfolgten kleinen Anfrage (bzw. der Antwort der BReg auf die kleine Anfrage) – ich glaube sie war von den Linken) gehen die InfoWÜ von Heer, Lw UND Marine bis in die 70er zurück. Von daher dürfte nicht mehr zu klären sein, welche TSK in den 70er die erste InfoWÜ durchgeführt hat oder ob es für alle drei gleichzeitig angeordnet wurde.

    @Pete sagt: 17.06.2019 um 15:29 Uhr
    „– Wollen Sie mir im Ernst sagen, dass das „feierliche Gelöbnis“ nur für diese eine Woche abgelegt wurde? Das würde ja einmal mehr die Gründe meiner Infragestellung dieser Veranstaltung bestätigen. Nichts gegen Informationsveranstaltungen für Multiplikatoren, aber warum muss man für die Teilnahme an einer Woche Informationsveranstaltung dann ein Gelöbnis ablegen lassen?“

    Ja, es wird nur für die eine (bzw. zwei Wochen je nach Durchführungsort/MilOrgBer) ein Gelöbnis durchgeführt.

    Da es sich bei den Teilnehmern um „in einem Wehrdienstverhältnis stehende Soldaten handelt, ist ein Gelöbnis für diejenigen der Teilnehmer, die (bis dahin) ungedient sind gesetzlich vorgeschrieben.

    Das es als feierliches Gelöbnis durchgeführt wird, ergibt sich aus dem Zweck der InfoDVag, nämlich den zivilen Führungskräften nicht nur Informationen, sondern auch „Verständnis“ zu vermitteln.

    „– Sind die Teilnehmer dieser Veranstaltung nach Abschluß der Veranstaltung Soldaten der Reserve, oder nicht?“

    Im engeren Sinne des Gesetzes sind sie mit Abschluss der InfoDVag „Reservisten“, da sie die Legaldefiniton des §1 des ResG erfüllen („Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr sind 1. frühere Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die ihren Dienstgrad nicht verloren haben…“).

    Sie sind z.B. Jg d.R.

    Da ihnen aufgrund der Dauer und der Zielrichtung der InfoDVag aber keine ATN zuerkannt wurde, sind sie durch die InfoDVag alleine zu nichts einzusetzen.

    Im weiteren (eigentlichen, inhaltlichen) Sinne des Begriffs sind sie also keine „Soldaten der Reserve“

    Wenn die Betroffenen es also wollen, müssen sie an weiteren Maßnahmen teilnehmen, die ihnen tatsächliche Kenntnisse und Befugnisse vermitteln.

    „– Steht den Teilnehmern das Veteranenabzeichen zu, oder nicht?“

    Ja.

  35. Doch noch – gedruckt – gefunden!
    Auszug aus: „Geschichte der Kampftruppenschule Munster“, 1987, Copyright by „Verlag Offizierheimgesellschaft Munster e.V“.
    Zitat: Die Lehrgruppe A führt seit 1970 regelmäßig einen wirklichen „Sonder“lehrgang durch.
    Er heißt: „Informationswehrübung für zivile Führungskräfte“
    Zitat Ende.
    Seit 1970!

  36. https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_85962108/oezdemir-bringt-gruene-fuer-verteidigungsministerium-ins-spiel.html

    „Die Scheu verloren“ Özdemir bringt grüne Verteidigungsministerin ins Spiel 20.06.2019, 18:56 Uhr | dpa, jmt

    Scheue – ich bezeichne das als „Machtgier“, da sind andere ehrlicher, sowohl in die eine wie die andere politische Richtung. Und ich erinnere mich an die Gründungsmitglieder des Landesverbandes Niedersachsen und des Bundesparteitags – fast meine Altersgruppe – und ihren Hass auf die, die die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland in Zeiten des Kalten Krieges sahen und das taten. Meinen Dienstrang mußte ich mir noch mühsam über anderthalb Jahrzehnte erdienen – aber schon zu Zeiten von Wörner galten für Abgeordnete des Bundestages andere Regeln. Ich würde mich jedoch schämen so an einen Offizierdienstgrad zu kommen, wenn auch „nur vorübergehend“. Die Umwandlung habe ich bei Unternehmensführern und Vorstandsvorsitzenden bei den „Freunden des Heeres“ erlebt. Aber seis drum – Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. und das ist meine ehrliche Meinung, aber ich weiß heute auch was ich davon zuhalten habe. Und eines ahne ich – es wird ein böses Ende nehmen und sehr bitterlich werden.

    [Zum einen: Warum nicht das Original-Interview verlinken? (taz geht):

    https://taz.de/Gruene-und-Bundeswehr/!5601987/

    Zum anderen: Ich würde mir bisweilen ne andere Wortwahl wünschen. Zumal Austeilen der hier geübten Art dann gegen die Bundeswehr ja immer mit mimimi-Klagen beantwortet wird. T.W.]

  37. Ich habe 1986/87 gedient – ein Zimmerkamerad erzählte mir damals, sein Vater habe mal eine Übung gemacht und war seitdem Oberleutnant auf dem Papier. Das gab’s also damals schon. Von einer anschließenden Degradierung erzählte er mir nichts – wahrscheinlich hatte sein Vater ihm das nicht erzählt.

  38. @Firmian

    „Degradiert“ ist der falsche Begriff; „zurückgestuft“ trifft es eher. Wird ein vorläufiger DG verliehen gilt dieser nur, wenn ein Dienstverhältnis besteht. Nachdem beide keinen DP haben ist nicht zu erwarten, daß deren DG einmal endgültig festgestellt werden wird, zumal sie dann auch länger – am Stück – üben müßten.

  39. @Thomas Melber sagt: 24.06.2019 um 19:51 Uhr
    „„Degradiert“ ist der falsche Begriff; „zurückgestuft“ trifft es eher. Wird ein vorläufiger DG verliehen gilt dieser nur, wenn ein Dienstverhältnis besteht. Nachdem beide keinen DP haben ist nicht zu erwarten, daß deren DG einmal endgültig festgestellt werden wird, zumal sie dann auch länger – am Stück – üben müßten.“

    Zutreffend.

    Im konkreten Fall dürfte es allerdings noch einfacher/eindeutiger sein, denn der Dienstgrad ist sehr wahrscheinlich nicht „vorläufig“, sondern vielmehr nur „zeitweilig“ verliehen worden. Damit endete der Dienstgrad automatisch mit Ende der DVag. Beide Optionen gehen gem. SLV. aber die letztere dürfte für die InfoDVag eher einschlägig sein.

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