Snap Drill: Alarmübung für Schwedens Heimwehr

Am Vorabend des (heutigen) Nationalfeiertages 6. Juni hat Schweden in einer unangekündigten Alarmübung seine gesamten Heimatschutztruppen mobilisiert. Erstmals seit mehr als 40 Jahren wurden am (gestrigen) Dienstag alle rund 22.000 Angehörigen der 40 Heimatschutzbataillone (Hemvärnet) aufgerufen, sich freiwilig zu dieser Übung zu melden, wie das schwedische Militär auf seiner Webseite mitteilte.

Bei der Alarmierungsübung wurden alle Reservisten der Heimwehr aufgerufen, sich zum Dienst zu melden und für Bewachungsaufgaben und Patrouillen bereitzustehen. Die Übung diene vor allem dazu, die Alarmierungsketten und die Einsatzbereitschaft zu überprüfen, sagte der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Micael Bydén:

Wir setzen uns dafür ein, die Verteidigung Schwedens zu stärken und unsere operativen Fähigkeiten auszubauen. Dies ist ein Weg, es zu tun. Diese Übung ist in mehrfacher Hinsicht großartig. Wir testen die Notfallkette für fast die Hälfte unserer Einsatzorganisation, was wir seit 1975 nicht mehr getan haben.

(Übersetzung mit Hilfe von Google Translate)

Trotz der Freiwilligkeit der Übung und des Feiertages rechneten die Streitkräfte damit, dass sich ein überwiegender Teil der Heimatschutzeinheiten zum Dienst melden werde.

Schweden gehört der EU, aber nicht der NATO an – dennoch hatte das skandinavische Land in den vergangenen Jahren unter der Wahrnehmung einer russischen Bedrohung engere Kontakte zur Allianz geknüpft. Zudem wurde die 2010 abgeschaffte Wehrpflicht nach dem Vorschlag einer Regierungskommission 2016 für dieses  Jahr wieder eingeführt.

In den vergangenen Wochen hatte Aufsehen erregt, dass die schwedische Regierung eine alte Broschüre zur Vorbereitung der Bevölkerung auf eine Kriegssituation neu auflegte. Die Informationsschrift mit dem Titel Wenn Krise oder Krieg kommt wurde auf Schwedisch und Englisch gedruckt und an alle Haushalte im Land verteilt.

(Die Broschüre zum Download: If Crisis or War Comes)

(Foto: hemvarnet.se)

38 Kommentare zu „Snap Drill: Alarmübung für Schwedens Heimwehr“

  • JMWSt   |   06. Juni 2018 - 9:16

    Sehr interessant! Ich bin gespannt auf die weiteren Informationen: Wie viele Reservisten sind denn wirklich eingerückt? Was wurde gemacht? Wie geht es weiter?
    Darauf werden (hoffentlich) auch die Befürworter der „Landesregimenter“ ein Auge haben. Auch wenn es in der Bw nicht unbedingt Tradition hat, von anderen Armeen zu lernen, was wie geht – und vor allem was nicht. Vielleicht gibt es aber auch noch irgendwo ein paar Blaupausen zum Thema „Heimatschutzverbände“.
    Grundsätzlich habe ich aber den Eindruck, dass in den skandinavischen und baltischen Ländern Fragen der Sicherheit eher inhaltlich-sachlich als primär ideologisch (wie in der Regel bei uns…) diskutiert und verfolgt werden. In diesen Gesellschaften scheint die Maslow-Pyramide noch auf einer breiten Basis zu stehen. Und nicht auf einer wackligen Spitze, wie man in der BRD oft das Gefühl hat.

  • Pio-Fritz   |   06. Juni 2018 - 10:16

    Da man in DEU 2006 den Heimatschutz komplett rasiert hat, wird es Vergleichbares bei uns auf absehbare Zeit nicht geben. Selbst wenn man wollte, es würde der Nachwuchs fehlen.
    Die paar RSU-Kompanien, die wir mittlerweile wieder haben, zeigen es ganz deutlich, es fehlt an Soldaten.
    Mal abgesehen davon, das es schon am Material scheitern würde….

  • JPW   |   06. Juni 2018 - 11:35

    Die Skandinavier machen vieles richtig – eben weil sie vieles nicht so ideologisch sehen. Sie haben die Wehrpflicht nicht nur wieder eingeführt, sondern in einem beispielhaften Akt der Gleichstellung auch auf die Staatsbürgerinnen ausgeweitet. Wäre unsere Sicherheitspolitik vorausschauender, dann würde sie sich nicht auf das Feiern von Gendermainstreaming in den Streitkräften beschränken, sondern unser Grundgesetz entsprechend ändern, um so den Weg grundsätzlich für eine ganzheitliche Landesverteidigung zu bereiten – eine solche, die die Verteidigung unserer Freiheit und Demokratie wieder zur Aufgabe möglichst aller Staatsbürger macht.
    Und noch ein anderer Punkt zum Thema ganzheitliche Verteidigung: Es gibt eine ähnliche (nicht ganz so martialische) Broschüre über Notfallvorsorge für den Krisenfall, und zwar vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die ist durchaus empfehlenswert! Allerdings traut man sich kaum, darauf hinzuweisen, denn in jüngster Zeit scheint man hierzulande zumindest einem Teil derjenigen, die das Raviolidosenhamstern äußerst ernst nehmen (Stichwort „Prepperszene“), zunehmend das Etikett staatsgefährdender Umstürzler anheften zu wollen. Aus meiner Sicht durchaus ein weiterer Beleg für die sicherheitspolitische Konzeptionslosigkeit der Wohlfühlgesellschaft…

  • T.Wiegold   |   06. Juni 2018 - 11:49

    @JPW

    Hm. Artikel 12a Abs 4 des Grundgesetzes

    Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen Lazarettorganisation nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden, so können Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden. Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.

    gehört zu den Grundrechten und ist nicht so schlicht mal eben eine Grundgesetzänderung.

    Aber ich wäre sehr, sehr dankbar, wenn dieser OT „Wehrpflicht auch für Frauen!“ jetzt hier nicht weiter ausgewalzt würde.

    Noch ein Wort zu der Prepper-Anmerkung: Da geht’s ja nicht ums Raviolidosenhamstern, sondern um die Bewaffnung nicht zuletzt mit dem Ziel, einen Umsturz voranzutreiben, insofern wäre da eine Differenzierung zwischen Vorratshaltung und Armaggedon-Szenario wünschenswert… (Auch wenn man das Fehlen des Bewusstseins für die Notwendigkeit von Vorratshaltung als Beleg für eine sicherheitspolitische Konzeptionslosigkeit sehen mag.)

  • gk jürgen   |   06. Juni 2018 - 11:57

    Das Herausgeben dieser Broschüre in ähnlicher Form bei uns, gäbe einen medialen Shitstorm. Da wäre was in FB, Twitter und Co los.
    Ich erinnere mich nur daran, als TdM (Innenminister damals) die neue Broschüre des Katastrophenschutzes herausbrachte. Da fielen Grüne, Linke und was weiß ich nicht noch alles über Ihn her.
    Das was die Schweden da liefern ist ne Hausnummer..die mir persönlich gefällt

  • JPW   |   06. Juni 2018 - 12:15

    @Thomas: Da habe ich mich in Bezug auf die Prepper-Anmerkung wohl zu unverständlich ausgedrückt. Ich sehe die Konzeptionslosigkeit darin, wenn man einerseits die Bevölkerung von der Notwendigkeit der Krisenvorsorge (richtigerweise) überzeugen will und andererseits vor einer (ungenau definierten) Prepperszene warnt. Zur Bewaffnung: Der Wille zur Vorbereitung auf ein Armaggedon gilt nicht als Bedürfnisgrund zur Erteilung einer Waffenbesitzkarte ;-) Umgekehrt sollte man jetzt bitte nicht jeden Jäger und Sportschützen verunsichern, Krisenvorsorge zu betreiben (oder gar dafür zu werben), weil er sich ja sonst verdächtig machen könnte.

  • funker   |   06. Juni 2018 - 14:05

    Russland veranstaltet regelmäßig solche Snap Drills.
    Wäre mal interessant, wie die bei uns aussehen würden.
    Dazu müsste man nicht mal die Reserve bemühen, schon in der aktiven Truppe dürfte es interessante Überraschungen geben.
    Da werden Soldaten als ORF-ready gemeldet, obwohl keine Einsatzvorausbildung vorliegt.
    Woanders sollen Soldaten aus fremden Bataillonen mal schnell bei ner Übung unterstützen und dann stellt sich raus, dass die für NRF gemeldet werden sollen (weil es eine Zertifizierungsübung war).
    SBLs, bei denen Dienstposten gestrichen werden, weil man merkt, dass man sie nicht besetzen kann….SOLL wird dem IST angepasst, ohne die vorherige Begründung des SOLL zu überdenken.

    Vermutlich erwartet man schon desaströse Ergebnisse und will das nicht ganz wahr haben.

    Beim Thema Katastrophenschutz kann man in der Kommunikation in Deutschland scheinbar nichts richtig machen.
    Einerseits wird de Maizière für „das würde sie nur verunsichern“ ausgelacht, andererseits phantasieren beim Thema Vorräte (die Empfehlung wurde nur aktualisiert und bestand vorher schon) wieder einige von Kriegsvorbereitungen.
    Eine moderate Vorbereitung auf Unglücksfälle ist auch das, was die Behörden empfohlen haben. Wenn daraufhin sich einige auf den Weltuntergang vorbereiten, ist das übertrieben aber ungefährlich.
    Erst die, die gezielt Parallelstukturen zum staatlichen Gewaltmonopol aufbauen, sind gefährlich und werden vom Verfassungsschutz beobachtet.
    Dass die Bildzeitung das ihrem Kli­en­tel entsprechen vereinfach heißt ja nicht, dass das die ursprüngliche Aussage des Verfassungsschutzes ist.

  • Küstengang01   |   06. Juni 2018 - 14:15

    Ja, 22.000 Reservetruppe. In Schweden mit 5.000.000 Einwohnern.
    Könnte man hier auch haben sollte dann aber in der Größenordnung von zwei Mech. Div. + SKB, SAN, CYBER sein.
    Wie ganz einfach…. alle SaZ für die dauer des Bezuges von Übergangsgebührnissen zum Reservedienst verpflichten. 30 WÜ Tage im Jahr… müssen ja nur in Bewegung gehalten werden😎. Oder mit Kohle für Kameraden die länger aus der Truppe raus sind. 300€ fix pro Monat Steuerfrei, 500 für Offz und Fw.
    Aber das wird nicht passieren… da macht man ehr Werbung mit Dlogans wie „Kann man auch ohne Waffe dienst an der Waffe leisten.“ Spricht den richtigen Typ Verzeidigungsbeamten an….

  • Alex   |   06. Juni 2018 - 15:09

    @Küstengang01
    Schweden hat 10 Mio Einwohner, Finnland 5,5 Mio.

  • Hannes   |   06. Juni 2018 - 16:19

    Was hat ein Schwedischer Militär noch mal gesagt vor paar Jahren?
    Wir können vielleicht ein paar Stunden einen Vorort von Stockholm verteidigen…

  • T.Wiegold   |   06. Juni 2018 - 16:51

    @all

    So interessant die Debatte über die deutsche Prepper-Szene sein mag: Mit dieser schwedischen Übung hat sie irgendwie gar nichts zu tun… und deshalb ist auch hier nicht der Ort dafür.

  • Küstengang01   |   06. Juni 2018 - 17:23

    Ja, stimmt. Um es ins richtige Verhätnis zu setzen müssten allein in NRW 38.000 beorderte, ausgerüstete und trainierte Resis stationiert sein.
    Habe in Norwegen mal eine Übung der Heimwehr gesehn. Die Jungs kamen mit ihren Privat PKW, voll ausgerüstet (mit Waffe) von zuhause und haben 3 h Waldkampf geübt… danach Wurst und Bier und dann den Sonntag Nachmittag wieder mit der Familie verbracht.
    Auf ganz Deutschland umgelegt müssten wir 180.000 Einsatzbereite Reservisten haben um das schwdische Niveau zu erreichen…. achja soviel aktive Soldaten gibt es ja nicht mal.

  • JPW   |   06. Juni 2018 - 17:24

    Ich persönlich habe das in den skandinavischen Staaten gelebte Heimwehr-Konzept immer als zielführend angesehen – sowohl für den Schutz rückwärtiger Gebiete im Falle eines „klassischen Konfliktes“ als auch bei asymmetrischen Bedrohungslagen im Frieden. Gab es bei der Bundeswehr in Form der Heimatschutzbataillone ebenfalls – wenn auch nicht ganz so intensiv, denn meines Wissens haben die Heimwehr-Leute z. T. ihre persönliche Handwaffe zu Hause. Leider hat es der damalige Inspekteur der Streitkräftebasis sehr eilig gehabt mit der Auflösung der Heimatschutzbataillone. Dazu kam noch der völlig in die Irre wuchernde „Flecktarn-THW-Ansatz“. Hier wäre aus meiner Sicht eine Weiterentwicklung der Reserve in Richtung Heimwehr-Konzept zielführender gewesen.

  • Voodoo   |   06. Juni 2018 - 18:33

    Zusammen mit den Heimwehr-Verbänden in Skandinavien möchte ich hier auch an den TA-Ansatz der britischen Streitkräfte (genauer der British Army) erinnern. Aber Frau vdL hat ja ein neues Konzept angekündigt, nach welchem auch die Reserve umgebaut (?) werden soll – warten wir mal ab, was daraus wird. Immerhin Wir bilden ja schonmal Ungediente in Wochenend-Kursen aus…………. ;-)

  • FPW   |   06. Juni 2018 - 20:07

    Was sollen wir denn mit den mit den in WE-„Kursen“ Ungedienten?
    Die nächste Generation der 3S-Reservisten ausbilden?

  • Tom   |   07. Juni 2018 - 9:28

    Muss man als Kommentator denn jeden Artikel (aus)nutzen, um die deutsche Vorgehensweise negativ zu kommentieren?
    Man kann auch entspannt die aufgezeigten schwedischen Aspekte loben und einordnen.

    So den Wahl des Termins für den SnapDrill. Am Nationalfeiertag, wo aus patriotischen Gesichtspunkten eine höhere Teilnahmequote erwartbar ist. An einem Feiertag statt an einem Arbeitstag, was der Volkswirtschaft weniger schadet. Dennoch nicht an Midsommar. …
    Oder auch die inhaltliche Gestaltung der Broschüre. Wie die Hinweise, dass die Gefahr nicht abstrakt ist, sondern bereits jetzt tagtäglich Abwehrmaßnahmen getroffen werden müssen. Und der Verweis auf die starke Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Kräften – sowohl bei Krise als auch Krieg. Und nicht zuletzt der eindringliche Hinweis, dass man niemals aufgeben werde („If Sweden is attacked by another country, we will never give up. All information to the effect that resistance is to cease is false.“)
    Oder das offene Eingeständnis, dass man in den letzten Jahren die Kriegsvorsorge hat schleifen lassen. Aber dass man nun die Zeichen der Zeit erkannt hat und die notwendigen Maßnahmen wieder einleitet. Aber auch das nicht von jetzt auf gleich gelingt.
    Oder dass die Übung nicht auf irgendwelche Truppenübungsplätze, Kasernen oder Waldgebiete ausgerichtet war. Sondern ganz offen Präsenz in den Städten und Infrastruktureinrichtungen gezeigt wurde. Das war eine vielschichtig wirksame PR-Entscheidung.

    Und wen man will, könnte man als Kommentator dann noch auf vergleichbare deutsche Maßnahmen blicken. Die es durchaus gibt. Siehe die Infoarbeit des BBK, zivil-militärische Übungen, Landeskommandos, …
    Aber das wäre wohl zu wenig rumgebashe.

  • Pio-Fritz   |   07. Juni 2018 - 11:14

    @Tom | 07. Juni 2018 – 9:28

    „Und wen man will, könnte man als Kommentator dann noch auf vergleichbare deutsche Maßnahmen blicken. Die es durchaus gibt. Siehe die Infoarbeit des BBK, zivil-militärische Übungen, Landeskommandos, …
    Aber das wäre wohl zu wenig rumgebashe.“

    Alles richtig, hat aber nichts mit einem militärischen Konflikt oder Bedrohungslage zu tun. Da geht es im Kern um Naturkatastrophen und Großschadenereignisse. Oder meinen Sie, die BVK/KVK mit ihren rund 5.500 Mann bundesweit haben einen militärischen Kampfwert. Und die paar RSU-Kompanien kämpfen um jeden Soldaten.
    Das territoriale Heer ist nur noch in rudimentären Ansätzen vorhanden, und was einmal weg ist, bekommt man so schnell auch nicht wieder neu aufgestellt.

  • Tom   |   07. Juni 2018 - 12:17

    @Pio-Fritz | 07. Juni 2018 – 11:14

    Es ist unstreitig, dass das deutsche Reservistenwesen zu stark heruntergefahren wurde. Auch und vor allem in Aufgaben der Landesverteidigung.

    Aber das ging den Schweden auch so.
    Sie haben mittlerweile gegengesteuert. Auf Grund verschiedenster Faktoren sind sie dabei aktuell weiter vorangekommen als Deutschland. Ohne jedoch den selbstgesetzten Soll-Zustand bereits erreicht zu haben.
    Auch hierzulande tut sich, sehr sehr langsam, was an der Reservistenfront.

    Es gibt aber daneben auch etliche Bereiche, in denen in Deutschland die Trendwende in Bezug auf die Friedensdividende relevant eingeleitet wurde.
    Allein mit Motzen und dem Aufzeigen von Problemfeldern kommt man da jedoch auch nicht voran. Bei der Krisen- und Kriegsvorsorge bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes. Dem wird man nicht gerecht, wenn man über Missstände in Einzelbereichen (hier: Reserveheer) ausgiebigst referiert, aber gleichzeitig alles Positive stiefmütterlich unterschlägt.

    Das hier in den Kommentaren immer wieder hervorstechende negative Rosinenpicken („Glas halb leer“) ermüdet. Und es rückt jede ergebnisorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema von vornherein in die Ecke der unerreichbaren Phantastereien.

  • Boots on the Ground   |   07. Juni 2018 - 13:35

    @Tom   |   07. Juni 2018 – 12:17
    Sind Sie Vertreter des Reservistenverbands, Politiker oder Mitarbeiter im Verteidigungsministerium? Genau so beschönigend klingen nämlich ihre Kommentare, verbunden mit der Aufforderung, doch keine Probleme anzusprechen, sondern alles als Herausforderung zu sehen.
    Ein umfassendes Reservistenkonzept existiert in Deutschland, da gibt es auch überhaupt nichts zu diskutieren. Alle nichtaktiven Truppenteile haben, da sie – von den RSUKp abgesehen – nur als Ergänzungstruppenteile dienen sollen, keine eigene Ausrüstung, noch nicht einmal Handwaffen oder ungepanzerte Transportfahrzeuge (das trifft alles auch auf die RSUKp zu). Von der mangelhaften Ausbildung und den vielen unbesetzten Dienstposten ganz zu schweigen.

    @Küstengang01   |   06. Juni 2018 – 14:15

    Wie ganz einfach…. alle SaZ für die dauer des Bezuges von Übergangsgebührnissen zum Reservedienst verpflichten. 30 WÜ Tage im Jahr… müssen ja nur in Bewegung gehalten werden.

    Das sollte ohnehin selbstverständlich sein. Aber solange die aktive Truppe nur ehemalige Wehrdienstleistende als potentielle Reservisten betrachtet, nicht aber die Zeitsoldaten (zu uncool, zu frustriert?), ändert sich daran nichts.

  • Pio-Fritz   |   07. Juni 2018 - 14:05

    @Tom | 07. Juni 2018 – 12:17

    Wer motzt hier? Und wo sehen Sie Phantastereien?
    das sind schlicht Schilderungen des Alltags und Beschreibung des Ist-Zustandes.

    Hohle Phrasen haben wir uns alle schon mehr als genug angehört. Ihre von der „ergebnisorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema“ gehört mit zu den Klassikern. Auch tolle Konzepte, deren Umsetzung nicht oder nur in Teilen stattgefunden hat, kennen wir zur genüge.
    Man hat einfach „den Kanal voll“ von dem Gesabbel der politischen und militärischen Führung und es ändert sich -nichts.
    Und den Ausfluß daraus, den lesen Sie hier in den Kommentaren, wobei der Hausherr oft genug den Finger in die Wunden legt, weil es nicht zu übersehen ist.

    Die Fach- und Sachkenntnis hier im Forum ist schon sehr fundiert, im aktiven Dienst scheint sie aber der Karriere geopfert zu werden. Anders kann man sich dieses Debakel der letzten Reform nicht erklären.

  • Boots on the Ground   |   07. Juni 2018 - 14:11

    Boots on the Ground   |   07. Juni 2018 – 13:35

    Ein umfassendes Reservistenkonzept existiert in Deutschland nicht, da gibt es auch überhaupt nichts zu diskutieren.

    Da fehlt natürlich das nicht, denn ein Reservisten-/Reservekonzept existiert ja eben nicht.

  • Voodoo   |   07. Juni 2018 - 19:24

    Das hier in den Kommentaren immer wieder hervorstechende negative Rosinenpicken („Glas halb leer“) ermüdet. Und es rückt jede ergebnisorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema von vornherein in die Ecke der unerreichbaren Phantastereien…

    Wenn Sie das Reservisten-Bullshit-Bingo, neuerdings erweitert um „Ungediente“ und „Landesregimenter“, als (Zitat) „ergebnisorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema“ meinen, dann wäre ich tatsächlich erstaunt. Es sei denn, Sie haben ein Amt im Verband inne, dass würde dann wiederum vieles erklären. Ansonsten verweise ich auf den Beitrag von @Boots on the Ground – 13:35. Wenn es etwas wirklich Sinnvolles (!) vorzuweisen gäbe, so würde man es hier an dieser Stelle auch kreditieren bzw. respektieren.

  • Pmichael   |   08. Juni 2018 - 7:32

    Der militärische Wert dieser Heimatschutztruppen dürfte gegen Null tendieren. Man muss nicht immer alles schönreden und kopieren wollen was die Skandinavier so machen – obwohl das immer ein schöner Running Gag in Deutschland ist.

  • Boots on the Ground   |   08. Juni 2018 - 9:15

    Pmichael   |   08. Juni 2018 – 7:32

    Der militärische Wert dieser Heimatschutztruppen dürfte gegen Null tendieren.

    Da bin ich ja mal auf ihre Begründung gespannt. Ich halte den Gefechtswert sowohl für den Schutz rückwärtiger Räume, militärischen Objektschutz und Guerillakampf für mehr als ausreichend, sofern die Soldaten und insb. das Führerkorps adäquat ausgebildet sind und diese mit ihrem Einsatzraum vertraut sind (der ja i.d.R. die Heimatregion ist).

    Um ein militärisches Objekt im rückwärtigen Raum, das von einer Sicherungskompanie geschützt und aus vorbereiteten Stellungen mit Infanteriewaffen verteidigt wird, ist ein massiver Kräfteansatz in Verbandsstärke notwendig. Und diese Kräfte muss der Feind erstmal in den rückwärtigen Raum verbringen.

  • Pio-Fritz   |   08. Juni 2018 - 9:19

    @Pmichael | 08. Juni 2018 – 7:32

    „Der militärische Wert dieser Heimatschutztruppen dürfte gegen Null tendieren. Man muss nicht immer alles schönreden und kopieren wollen was die Skandinavier so machen – obwohl das immer ein schöner Running Gag in Deutschland ist.“

    Wissen Sie das oder haben Sie spekuliert?
    Die Aufgaben sind im Text doch beschrieben. Objektschutz und Patrouillentätigkeit, mehr können unsere RSU-Kompanien auch nicht. Und die Bw hat nur 30 davon mit rd 3.300 Dienstposten.
    Da braucht man die Schweden nicht klein zu reden. Ein reiner Kräftevergleich reicht völlig aus, um Ihre Aussage zu widerlegen.

  • Pmichael   |   08. Juni 2018 - 10:21

    Die Swedish Home Guard hat ganz klar den Auftrag die erste Welle eines Angriffes abzuwehren bis die eigentlich Armee sich mobilisiert hat. Ich halte diesen Auftrag für eine solche Truppe, die nur aus Leichte Infantrie besteht und auch nur 4-8 Tage im Jahr übt, für schlicht nicht erfüllbar.

    Es ist also schön wenn wir hier über den rückwärtigen Raum schwadronieren wenn der Schwerpunkt ganz klar auf schnelle Eingreiftruppe liegen muss für die Zukunft.

  • Tom   |   08. Juni 2018 - 10:23

    @Boots on the Ground & Pio-Fritz & Voodoo:

    q.e.d. ;-)

    Ich habe nicht verschwiegen, dass es beim deutschen Reservewesen deutlichen Verbesserungsbedarf gibt. Sondern, im Gegenteil, darauf explizit verwiesen. Das ging aber, leider vorhersehbar, in der Wahrnehmung unter.
    Denn ich habe mir gleichfalls darauf hinzuweisen erlaubt, dass es neben dem Reserveheer noch andere Elemente der Krisen- und Kriegsvorsorge gibt. In denen Deutschland dann auch mal nicht Bummelletzter ist. Da bin ich natürlich sofort ein Schönredner.

    Hier im Kommentarteil des Blogs wird ‚Sicherheitspolitik‘ sehr gerne auf den uniformierten Streitkräfteteil verkürzt. Und dort auch lang und breit primär auf den unbestreitbaren Missständen herumdiskutiert, obwohl deren Neuigkeitswert nicht mit jeder Wiederholung steigt.
    Und genau das meinte ich mit der Unmöglichmachung einer „ergebnisorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema“. Wenn hier im Kommentarteil überwiegend monozentrisch und beklagend gepostet wird, dann ist das sehr ermüdend. Immer nur das (selbe) Negative anzuführen, ohne den Hausherren oder die Mitleser auf weitere Aspekte hinzuweisen, hat wenig Mehrwert.

    Gerne wird hier das mangelnde Interesse an den Streitkräften beklagt. Aber dann sollte man auch selbst mit gutem Beispiel vorangehen und selbst den Blick über den Tellerrand und auf das große Ganze wagen.

  • DR1948   |   08. Juni 2018 - 10:53

    Zum Gefechtswert von Heimatschutzverbänden, habe ich auf der letzten Übung noch gehört, dass letztes Jahr bei, ich meine, „Red Griffin“ die RSU Schleswig-Holstein und noch irgendwas nicht aktives die 31er im Angriff ganz schön abgebügelt hat.
    Nach alter Schule, aus vorbereiteten Stellungen mit MGs auf Lafette und allem was dazugehört. Der Ausfall lag wohl zwischen 70-90%.

    Und nein, leider habe ich dafür keine Belege und Quellen. Daher kann ich verstehen, wenn es nicht freigeschaltet wird bzw. der Wahrheitsgehalt als nicht sonderlich hoch eingestuft wird.

    Schönes Wochenende & Glück Ab!

    [Na ja, vielleicht findet sich jemand, der aus eigener Kenntnis was Belastbares dazu sagen kann? T.W.]

  • Boots on the Ground   |   08. Juni 2018 - 11:16

    @Pmichael   |   08. Juni 2018 – 10:21
    Wie kommen Sie denn zu diesen Erkenntnissen über die Aufgaben der Heimwehr? Die Homepage der Heimwehr bleibt leider sehr allgemein, aber diese Zusammenfassung trifft es recht gut:

    • Guarding/protection of infrastructure that is most vital for Sweden’s total defense such as power supplies, command and communication systems, communications and other installations to prevent sabotage.
    • Guarding/protection of important installations such as airfields and naval bases against sabotage.
    • Guarding/protection of ammunition and mobilization depots and sensitive entry points against sabotage.
    • Assistance in incident preparedness, surveillance of territory and in civilian disaster/rescue readiness.

    http://www.hhogman.se/homeguard.htm

    @Tom   |   08. Juni 2018 – 10:23

    Denn ich habe mir gleichfalls darauf hinzuweisen erlaubt, dass es neben dem Reserveheer noch andere Elemente der Krisen- und Kriegsvorsorge gibt. In denen Deutschland dann auch mal nicht Bummelletzter ist. […]
    Hier im Kommentarteil des Blogs wird ‚Sicherheitspolitik‘ sehr gerne auf den uniformierten Streitkräfteteil verkürzt.

    Und welche „Elemente der Krisen- und Kriegsvorsorge“ gibt es in Deutschland, in denen Deutschland „nicht Bummelletzter“ ist? Wie kann das der Anspruch sein? Und wie kann das nicht vorhandene militärische Elemente kompensieren?

  • Pio-Fritz   |   08. Juni 2018 - 11:46

    @DR1948 | 08. Juni 2018 – 10:53

    RSU Schleswig-Holstein war schon richtig, der zweite Verband war das Jägerbataillon 1 aus Schwarzenborn, also ein aktiver Truppenteil. Hier ein Bericht dazu:

    https://military-database.de/2017-red-griffin-colibri-50-galerie-pluedemann/

  • Tom   |   08. Juni 2018 - 12:28

    @Boots on the Ground | 08. Juni 2018 – 11:16:

    Die Qualifizierung „nicht vorhanden“ für die militärischen Elemente ist doch mehr als nur leicht überspitzt. Trotz Breite-Tiefe-Irrweg und Wegfall Wehrpflicht und Reservistentum. Es gibt es noch aktive Truppe, Ausbildung und Inübunghaltung, Führungsorganisation, Büdniseinbindung, personelle (Ex-Soldaten) und materielle (umfangreiche Rüstungsindustrie) Aufwuchsfähigkeit, …

    Bei den Streitkräften kommt (gefühlt extrem langsam) eine Rückbesinnung auch auf klassische Tugenden. Nicht plan- und kopflos, sondern top-down. Was beim jahrzehntelang aufgeblähten Behördenaufbau nun mal leider dauert. Jedoch zeigen sich neben einem neuen Mindset bereits erste greifbare Pflänzchen.
    Viele andere westeuropäische Nationen sind uns da nicht voraus. Die haben ebenfalls abgebaut. Oder umgebaut auf Polizeimissionen und innere Terrorabwehr.

    Daneben gibt es den zivilen Vorsorgesektor. Der in den letzten Jahren spürbar vorangebracht wurde.
    Sei es konzeptionell über das BBK. Oder auch greifbar bei THW und KatS/Fw. Die dortigen Maßnahmen sind mitnichten exklusiv auf Hochwasser und Sturmschäden ausgerichtet.
    Auch das ist Teil der Vorsorge für Krise und(!) Krieg.

    Natürlich darf es nicht Anspruch sein, nicht der Schlechteste zu sein. Und der Weg ist noch weit. Aber so grottenschlecht wie gerne dargestellt, ist Deutschland nicht aufgestellt.

  • marvin   |   08. Juni 2018 - 12:44

    @DR1948: Ich weiß nicht von welcher Situation Sie da genau reden. Aber bei Red Griffin haben unter anderem Fallschirmjäger eine von ca 30 RSU-Reservisten verteidigte Radarstation in Eutin angegriffen und die wurden einfach auf einer offenen und von den Verteidigern einsehbaren Wiese angelandet damit die lokalen Medien was zu sehen haben. Auswertung dieses Gefechts kenn ich keine, aber da die Verteidiger die Angreifer so ziemlich von Anfang an unter Feuer nehmen konnten denk ich mir nicht, dass die Fallschirmjäger besonders gut abgeschnitten haben.

  • DR1948   |   08. Juni 2018 - 12:58

    @Pio-Fritz: DANKESCHÖN! Hatte, kurz nach dem absenden, Teile des Jägerbataillon 1 wieder auf dem Schirm. Aber gut. Vielen Dank nochmal für die Quelle!

  • Pio-Fritz   |   08. Juni 2018 - 14:17

    @Tom | 08. Juni 2018 – 12:28

    „Es gibt es noch aktive Truppe, Ausbildung und Inübunghaltung, Führungsorganisation, Büdniseinbindung, personelle (Ex-Soldaten) und materielle (umfangreiche Rüstungsindustrie) Aufwuchsfähigkeit, …“

    Selten so gelacht. Versuchen Sie doch mal, einen ausscheidenden Zeitsoldaten zu überreden, Dienst als beorderter Reservist zu tun, Sie erleben Ihr blaues Wunder, selbst wenn das Ausscheiden schon 3-5 Jahre her ist. Und der „Wert“ unbeorderter Reservisten sinkt von Jahr zu Jahr. Und die Aufwuchsfähigkeit der Industrie – ja wo ist sie denn? Wenn nicht jetzt, wann dann hätte die Industrie gute Chancen, ihre Kapazitäten voll auszulasten.
    Oh, ich vergaß, das liebe Geld….

    Wir reden hier über Verteidigung, da ist der Schutz des zivilen Sektors nur ein kleiner Baustein, aber keiner, den die Bundeswehr sich als Erfolg anheften kann. Denn hier waren Naturkatastrophen und Terror die treibenden Kräfte für ein Umdenken.

    Das andere Nationen genauso leichtsinnig waren kann ja keine Begründung sein. Vor allem, da sie die schwedischen Bemühungen als irrelevant ansehen.
    Halten Sie doch bitte mal die Lupe über Ihre zarten Pflänzchen, damit wir alle wissen, wovon Sie reden.

  • JMWSt   |   08. Juni 2018 - 15:52

    Um mal wieder auf den Ausgangspunkt zu kommen: Gibt es mittlerweile Daten zu der Alarmübung? Wie viele Heimwehrler standen denn auf dem Hof?

  • Tom   |   11. Juni 2018 - 10:17

    Eine Auswertung habe ich bislang noch nicht gefunden. Auch nicht in der schwedischen Presse. Dort gibt es lediglich Einzelberichte über die lokalen Einheiten und wie gut die Stimmung sowie Dienstbereitschaft war.
    Ich bin mir aber nicht sicher, ob man die Zahlen, egal wie sie ausfallen, offen kommunizieren mag.

  • Boots on the Ground   |   11. Juni 2018 - 14:31

    @JMWSt   |   08. Juni 2018 – 15:52 & Tom   |   11. Juni 2018 – 10:17
    Insgesamt wären Ausbildung(-stiefe), Ausrüstung und Gliederung der skandinavischen Heimwehren interessant, aber ich finde nur recht allgemeine Aussagen.

    Pio-Fritz   |   08. Juni 2018 – 11:46

    RSU Schleswig-Holstein war schon richtig, der zweite Verband war das Jägerbataillon 1 aus Schwarzenborn, also ein aktiver Truppenteil. Hier ein Bericht dazu:
    https://military-database.de/2017-red-griffin-colibri-50-galerie-pluedemann/

    Der Bericht – insb. das Eingreifen der Schiedsrichter – spricht auch Bände über diese Großübung. Aber wenn man meint, mit leichter Infanterie im panzergünstigen Gelände (Schleswig-Holstein) gegen mechanisierte Infanterie anzugreifen, braucht man wohl diese Übungskünstlichkeiten, damit man wieder mal Erfolg nach oben melden kann…

  • Mathias   |   11. Juni 2018 - 15:18

    DR1948 | 08. Juni 2018 – 10:53
    „Zum Gefechtswert von Heimatschutzverbänden, habe ich auf der letzten Übung noch gehört, dass letztes Jahr bei, ich meine, „Red Griffin“ die RSU Schleswig-Holstein und noch irgendwas nicht aktives die 31er im Angriff ganz schön abgebügelt hat.
    Nach alter Schule, aus vorbereiteten Stellungen mit MGs auf Lafette und allem was dazugehört. Der Ausfall lag wohl zwischen 70-90%.“

    Richtig. Es gibt in SH, 2 RSUKp. Kp Schleswig und Kp Holstein. Aus beiden Einheiten waren Kameraden beteiligt. Davon die meisten mit Erfahrung und Können aus der guten alten Grenadier- u. Jägerausbildung. Daher auch die Erfolge gegen Einheiten der Fallis. Das weis ich, da selbst Soldat bei den „Holsteinern“. Wenn hier jemand meint, RSUKp taugen nur zum Wache schieben, oder der Erfolg war nur „für die Presse gestellt….

    Es ärgert einfach, wenn von vermeintlich Aktiven aus Stäben und Verwaltungen solche Aussagen kommen. Wer hindert den Gesetzgeber, ehem. SaZ während der BFD Zeit zu Übungen heranzuziehen.

    Ich wäre für 3 Punkte
    – Einführung der allg. Dienstpflicht 2 Jahre
    – ehem. SaZ verpflichten sich im Anschluss zu 5 Jahren Reservistendienst, sonst kein BFD
    – Zahlung der Reservistendienstleistungsprämie (auch ohne RD) ohne Anrechnung von Einkommen, monatlich pauschal bei Beorderten steuerfrei