Nachgetragen: Dauerhafte Zweifel an Einsatzfähigkeit des A400M

Nachgetragen, damit es nicht untergeht: Den neuen Transportflieger Airbus A400M der Luftwaffe plagen nicht nur technische Probleme zum Beispiel mit dem Getriebe. Die Bundeswehr muss vielmehr befürchten, dass einige für den Einsatz wichtige Fähigkeiten nie in das Flugzeug eingerüstet werden, wie Reuters berichtet:

Das Bundesverteidigungsministerium sieht die volle militärische Einsatzfähigkeit des Transport-Flugzeugs A400M wegen anhaltender technischer Probleme und der Vertragsquerelen mit dem Hersteller Airbus gefährdet.
Airbus werde nicht die nötigen Investitionen tätigen, um die erforderlichen Nachbesserungen am A400M auf den Weg zu bringen, schreibt das Ministerium im vertraulichen Teil seines Rüstungsberichts aus dem April, der Reuters am Montag vorlag. Gründe dafür seien die Unterfinanzierung des Programms und die wegen der bisherigen Pannen und Verzögerungen ohnehin erwarteten Entschädigungsforderungen der Nationen. „Die operationelle Verwendbarkeit des Flugzeugs ist damit gefährdet.“

Im Unterschied zu den aufgetretenen technischen Schwierigkeiten betreffen die fehlenden Fähigkeiten die jeweiligen Kundennationen unterschiedlich. So will Deutschland ein anderes Selbstschutzsystem als andere Länder einrüsten; diese Nachrüstung scheint aber gefährdet. Ein weiteres Problem, das allerdings dann vermutlich für alle Nutzer des A400M, ist das Absetzen von Soldaten und Lasten per Fallschirm über die Heckrampe des Flugzeugs – Fallschirmjäger dürfen bislang wegen der Verwirbelungen nur aus einer Seitentür abspringen.

(Archivbild: Ein A400M der Bundeswehr auf der Internationalen Luftfahrtausstellung 2012 in Berlin – Bundeswehr/Ingo Bicker)

68 Gedanken zu „Nachgetragen: Dauerhafte Zweifel an Einsatzfähigkeit des A400M

  1. N24/ Welt schreibt auch, das es 50 Personenstunden dauert, einen Flug am Pc vorzuplanen. Es gäbe viel verschiedene Systeme, die einzeln gefüttert werden müssen.

  2. Es ist mir unverständlich, warum man immer und immer wieder weitere Verzögerungen, Abstriche in der Leistungsfähigkeit und exorbitante Kostensteigerungen durch einen unwilligen Hersteller in Kauf nimmt, statt irgendwann – Industriepolitik und Arbeitsplatzgejammer (irgendwo ist immer gerade eine anstehende Wahl) hin oder her – die Reißleine zu ziehen und das Pleitenprojekt zu beerdigen. Der Hersteller Airbus will das Projekt selbst schon lange nicht mehr, also sollte man auf beiden Seiten ehrlich zu einander sein und sich trennen, anschließend dort kaufen, wo es seit Jahren erprobte und zuverlässige Produkte gibt.

  3. Mal eine Frage an die Experten:
    Will die Bw wieder das goldene Wollmilchei (selbstschutz) oder ist das andere System besser/schlechter?

  4. Na dann, bis 2021 wird sich bestimmt ne Lösung finden .
    Ich schlage vor das MC Kinsey das ganze mal untersucht!!
    Das Absetzen von Fallschirmspringern mit Rundkappe ist eh eine ,,alte Tradition “ die außer viel Kosten nicht mehr Zeitgemäß ist!!
    Sarkasmus Off.

  5. Ich sehe das so: Sich jetzt mit Airbus und den anderen Partnerländern zusammensetzen und überlegen wieviel Geld für die vollständige Einsatzbereitschaft gebraucht wird. Danach muss dieses Geld investiert werden. Der größte Teil wird wohl an denn einzelnen Nationalstaaten hängenbleiben.
    Eine Alternative gibt es meiner Meinung nicht. Das Projekt ist viel zu Weit vorgeschritten um es noch zu Beenden. Die Konsequenzen für die Militärsparte von Airbus und damit für den europäischen Rüstungssektor in diesem Bereich sind sonst verheerend .

  6. @yeay
    Das einzige was verheerend ist, ist die Leistung von Airbus. Auf diese „Leistungsfähigkeit“ könnte ich getrost verzichten.

  7. @Fux

    Ziemlich einfache Antwort denke ich:
    Es läuft so weiter, weil die Politik Airbus um ein Vielfaches mehr pampert als die Truppe.
    Die Bundesregierung würde einen Teufel tun, Arbeitsplätze in der deutschen Hochtechnologieindustrie zu riskieren. Sich auf die andere Seite zu stellen und die Industrie zu zwingen (vertragsgemäß) operationell notwendiges funktionierendes Wehrmaterial zu liefern, ist nach wie vor nicht en vogue!
    Die Industrie ist der Regierung mehr wert als die eigene Truppe! Daher kommt weiter Murks raus. Traurig aber wahr.

  8. @yeay
    Die Folgen für Airbus müssen jetzt verheerend sein, sonst alimentieren wir diesen katastrophalen MilFluggerätebauer noch weitere Jahrzehnte.
    Kohlekonzerne, Stromkonzerne, Waffenhersteller, Flugzeugkonzerne, …… Marktwirtschaft gleich abschaffen?

  9. Yeay hat vollkommen recht. Der Point of no return ist längst überschritten. Das Problem beginnt immer wieder an der gleichen Stelle, wenn ein neues Rüstungsprojekt kielgelegt wird.

    Der Hersteller / Anbieter will den Auftrag und kalkuliert eher knapp. Die Politik scheut sich, dem Wähler den ganzen Umfang offen zu legen. Dazu kommen Verzögerungen, die die Komponentenpreise immer weiter ansteigen lassen.

    Also alles nichts neues. Das einzige was helfen könnte wäre ein Abschied vom Ausschreibungsunsinn, der immer nur dazu führt, daß die Angebote günstig wirken, ohne am Ende auch günstige Beschaffung zu gewährleisten.

  10. Ich bin überrascht, dass hier vom überschrittenen „point of no return“ gesprochen wird, weswegen immer weiter Geld in ein Flugzeug zu stecken sei, für dass keine wirkliche Aussicht besteht, jemals einsatzbereit zu werden.

    Nachdem was Airbus hier an Kompetenz zeigt, kann man als Steuerzahler doch nur hoffen, dass diese Firma möglichst bald und nachhaltig vom Markt verschwindet. Es nützt doch nichts, Arbeitsplätze zu erhalten, die diese Art von „Qualität“ liefern, wie wir sie bei der A400M sehen.

  11. Das Airbus die Fehler am A400M Projekt nicht alleine zu verantworten hat ist bekannt. Bekannt ist aber auch, dass sich Airbus beim A400M zu einem Festpreis-Geschäft überreden hat lassen. Wenn dieses Festpreis-Geschäft jetzt nicht aufgeht, dann ist es nicht in erster Linie die Schuld der Politik, sondern die schlechte Kalkulation von Airbus.

    Wenn Airbus einen Risikozuschlag bei dem Projekt gebraucht hätte, aber darauf verzichtet hat weil sonst der neue Transportflieger event. im Ausland gekauft worden wäre, dann ist dies das Problem von Airbus nicht der Bestellernationen. Genauergesagt das Problem der Aktionäre von Airbus, weil die weniger verdienen werden.

    Wer sind die Aktionäre von Airbus ?

    Zu einem Großteil staatliche oder halbstaatliche Akteure, also werde die Regierungen zahlen, so wie sie es bei der letzten Erpressung von Airbus gegenüber den Bestellernationen auch gemacht haben.

    Und by the way, das automatische Tiefflugfolgesystem des A400M war auch im Festpreis enthalten und ist schon länger aufgegeben worden, damit es keine Preissteigerung am Gesamtpaket gibt.

  12. Hatte man sich nicht 2010 auf eine anteilige Übernahme von Mehrkosten geeinigt? Hatte (zumindest) die Bw nicht auf vereinbarte Fähigkeiten verzichtet (automatischer Tiefflug)? Hat Airbus in den vergangenen Jahren keinen Gewinn abgeworfen?

    Wieso also „Unterfinanzierung“?

  13. @ Roland_09

    Airbus hat bis jetzt min. 1 Mrd Euro bei dem A400M Projekt daraufgezahlt, finanziert mit den Gewinnen auf dem zivilen Airliner Geschäft.

  14. @ Roland_09

    Die Logik von Airbus ist doch relativ leicht nachzuvollziehen. Man zahlt nicht mit den Gewinnen aus dem Zivilgeschäft die Verluste des Militärgeschäfts.

    Wenn man Monopolist in einem staatlichen Markt ist, kann man sich das anscheinend leisten und den Käufer erpressen (zahle einen Mehrpreis oder ich liefere nicht die vereinbaren Leistungen).
    Im Zivilgeschäft würde der Käufer den Hersteller vor Gericht auf Vertragserfüllung verklagen und vermutlich Recht bekommen.

  15. Man sollte die politische Dimension der früheren Entscheidung zur Beschaffung nicht übersehen. Mängel im Vertag zu den Fähigkeiten….
    Erst mal schönrechnen, damit der Auftrag im Haushalt durchläuft. Dann die neuen,vorher angeblich nicht absehbaren Kosten aufgrund von Modifizierungen nachschießen.
    Insgesamt gesehen eine Subvention der Industrie durch die Hintertür aus dem Wehretat. MTU hat z.B. einen neuen Antrieb entwickelt. Alle hoffen auf die großen Folgegeschäfte.
    Immer wieder das Gleiche: NH90und neu die Korvetten.
    Keiner ist es gewesen und wird es je sein.
    Trotzdem ist es aber falsch, nur Airbus zu verdammen und sogar als Steuerzahler den Niedergang zu fordern. Dann ist die gesamte deutsche Luftfahrtindustrie kaputt. Und da geht es auch noch um so einige Milliarden. Das sollte man nicht verkennen.

  16. Hallo, Georg

    Gibt es dafür Beleg das Airbus beim A400M Projekt draufgezahlt hat ?
    Meine These ist genau umgekehrt, mit dem A400M Projekt wird der A380 und A350 unter der Hand unterstützt !

    Ferner hat seinerzeit die frisch gegründete Airbus Military Company in Februar 1999 ein kommerzielles Angebot (Festpreis-Geschäft) den möglichen Kunden unterbreitet.

    Gruss Milliway

  17. Das auffällige bei Airbus ist ja, dass die zivile Sparte funktioniert . Auch funktionieren militarisierungen ziviler Plattformen die Airbus in eigener Verantwortung durchführt. Die Weiterentwicklungen von AS332 bis H225 hat auch gute Ergebnisse zu guten Preisen gebracht.

    Was jedes mal schon im Ansatz nicht funktioniert haben sind politische Neuentwicklungen wie EF, NH90, Tiger, A400m.

    Logische Folge wäre man prüfte mal die politische Seite und das eigene Vergabesystem und Airbus wird für rein militärische Neuentwicklungen erst einmal nicht mehr betrachtet.

  18. ist es aber nicht so das die Bw schon immer mit seinen partnerländern (ENG, ITA, etc.) was „eigenes“ haben wollte?

    Ich denke da mal an den

    – Eurofighter (gab probleme bzgl. radar erkennung durch zu großes leitwerk)
    – Nh90 (Muss man nichts zu sagen!)
    – Drone
    – A400M

    Anstatt das man auf erprobte system setzt, muss immer was neues gebastelt werden. und gebastelt trifft es da ganz gut denk ich :)

    Bzgl. des Abwehrsystems kann ich mir das genau vorstellen warum airbus da ein wenig bockig wird .. auch hier sind ALLE anderen nationen scheinbar auf einem nennen … die Bw scheinbar braucht wieder was spezielles … Keine frage, nichts geht über sicherheit .. aber es würde den zwist ziwschen Airbus verständlicher machen.

    Bitte nehmt mich nicht direkt völlig auseinander wenn ich falsch aussagen getroffen habe oder ich einer derjenigen bin die das ganze etwas oberflächlicher betrachten. :D

  19. Fux | 09. Mai 2017 – 20:15

    Es ist mir unverständlich, warum man immer und immer wieder weitere Verzögerungen, Abstriche in der Leistungsfähigkeit und exorbitante Kostensteigerungen durch einen unwilligen Hersteller in Kauf nimmt

    Neu sind nicht die dort genannten Verzögerungen und Abstriche, davon hatte man in kleinerem Maßstab schon gehört, wenn man wollte. Neu ist nur, dass sie über ein Leak eines Geheimberichts an die große Glocke gehängt werden. Und das ist ja wohl gerade ein Zeichen dafür, dass irgendwer sie nicht in Kauf nimmt. Hintergrund dürfte sein, dass seit einiger Zeit neue Verhandlungen mit Airbus stattfinden, in denen es um Lieferfristen und Strafzahlungen geht.

    @ Milliway | 10. Mai 2017 – 0:16

    Gibt es dafür Beleg das Airbus beim A400M Projekt draufgezahlt hat ?
    Meine These ist genau umgekehrt, mit dem A400M Projekt wird der A380 und A350 unter der Hand unterstützt !

    Ferner hat seinerzeit die frisch gegründete Airbus Military Company in Februar 1999 ein kommerzielles Angebot (Festpreis-Geschäft) den möglichen Kunden unterbreitet.

    http://www.reuters.com/article/us-airbus-results-idUSKBN1610MD

    Bisher sieben Milliarden Euro Verlust aus dem A400M-Programm für Airbus (und nein, Verluste zu machen ist nicht das Ziel einer börsennotierten Aktiengesellschaft).

    https://www.flightglobal.com/news/articles/partners-set-date-for-fla-pre-development-phase-22264/

    Bereits Anfang 1995 forderten die Partnernationen eine Entwicklung nach kaufmännischer Art unter Regie von Airbus („They want the programme to be run along commercial lines“) um die Lenkung durch eine schwerfällige und teure mehrstaatliche Regierungsagentur zu vermeiden („to avoid setting up a cumbersome, and costly, inter-governmental management agency“). Damit hatte man nämlich auch schon genügend schlechte Erfahrungen gemacht.

  20. @ Milliway

    Die Geschichte mit dem 1 Mrd Verlust aus dem Militärgeschäft wurde von Airbus meines Wissens auf der letzten Bilanzpressekonferenz so vorgestellt. Inhaltlich kann ich die Aussage nicht überprüfen. Sie erscheint mir aber logisch, da durch die Nachbesserung für den A400M erhebliche Kosten entstehen. Das diese Kosten oftmals am Beginn eines Projektes nicht kalkulierbar sind, sieht man auch an anderen Großprojekten (Stuttgart 21, Elbphilharmonie, BER usw).

    Ebenfalls beste Grüße

    @ chris

    Zitat:
    „Das auffällige bei Airbus ist ja, dass die zivile Sparte funktioniert . Auch funktionieren militarisierungen ziviler Plattformen die Airbus in eigener Verantwortung durchführt. Die Weiterentwicklungen von AS332 bis H225 hat auch gute Ergebnisse zu guten Preisen gebracht.
    Was jedes mal schon im Ansatz nicht funktioniert haben sind politische Neuentwicklungen wie EF, NH90, Tiger, A400m. “

    Das kann aber auch anders interpretieren. Alle militärischen Projekte waren die Forschungs- und Entwicklungsplattformen für die neuen Technologien, die dann bei den zivilen Produkten zum Einsatz kamen.
    (EF = Verbundwerkstoffe, NH90 Fly by wire für Hubschrauber, Autoenklaven für CFK-Bausweise usw.)

    Einzig bei der Entwicklung des A400M, als großes Transportflugzeug hat man gehofft von der zivilen Kompetenz von Airbus für ein militärisches Projekt zu profitieren. Dies ist so nicht eingetreten, statt dessen hat man über die Airbus Military SL Firma das Projekt genutzt um allerhand Strukturförderung in den Bestellernationen zu betreiben, z.B. die spanische Luftfahrtindustrie weiter zu entwickeln.

  21. Ich denke die BW ist nicht mindern beteiligt am Fehlschlag des A400m. Mal ein Beispiel wie die Amtsebene so tickt:
    Der A400m darf wegen fehlender Selbstschutz-Anlage nicht in Gao/Mali landen sondern nur in Bamako. Wie verlegt man also die Soldaten nach Gao? Richtig mit einer zivilen Firma und deren Flugzeuge welche auch keine Selbstschutz-Anlage haben! Immerhin haben die ja nicht die Vorschriften der BW! Für mich ein Schlag ins Gesicht eines jeden dort stationierten Soldaten! Die Logik der Ämter ist absolut unverständlich!

  22. @Namevergessen

    „Der A400m darf wegen fehlender Selbstschutz-Anlage nicht in Gao/Mali landen sondern nur in Bamako.“

    Ist das so?

    Meines Wissens ist der Platz in Gao nicht für A400M geeignet und Flüge mit dem A400M, voll besetzt, nicht zumutbar (Sitzposition,WC)

  23. @Namevergessen | 10. Mai 2017 – 9:13
    „Ich denke die BW ist nicht mindern beteiligt am Fehlschlag des A400m. Mal ein Beispiel wie die Amtsebene so tickt:“

    Es mag für diese Entscheidung gute oder schlechte Argumente gegeben haben (ich persönlich zweifle ja eher am Sinn dieser Entscheidung), aber was hat das mit der Amtsebene zu tun?

    Im Zusammenhang mit Lfz müsste das dann ja Ihrer Meinung nach vom LufABw gekommen sein. Sind Sie sicher, dass da nicht eher von der Kommando-Seite (als z.B. vom EinsFüKdo oder vom ZentrLuftOp) kommt?!

    „Für mich ein Schlag ins Gesicht eines jeden dort stationierten Soldaten!“

    Wieso sollte das ein „Schlag ins Gesicht“ sein? Ich empfinde das als bürokratisch und geldverschwendend, aber emotional sollte man darüber m.E.n. nicht werden.

  24. Sieht für mich eher nach den ersten Schritten aus, auf den A400M verzichten zu wollen. Man stellt fest, dass die Maschine vielleicht niemals richtig einsatzklar wäre. Vielleicht sind das die Sachmängel, die man gerne hätte, um den Ausstieg aus dem Program einzuleiten – was selbstverständlich ein großer Schritt wäre.

    Seien wir doch ehrlich: mit dem A400M wird weder der Hersteller noch die Kundschaft wirklich glücklich.

  25. @Georg

    Ja so kann man das auch interpretieren aber ändert am Ergebnis nichts. Der Wehretat ist nicht für Wirtschaftssubventionen da. Da muss das Geld dann in andere Ministerien gesteckt werden.

  26. @Namevergessen

    Das sind dann Bereich wo die Betroffenen einfach mal ganz stumpf anfangen müssen Beschwerden und Eingaben raus zu pumpen, da bewusst versucht wird Bw Vorschriften zu umgehen und so Leben der unterstellten Soldaten unnötig und gegen Vorschriften gefährdet wird.
    Leider braucht es das mittlerweile.

  27. Ich vermute eher verhandlungstaktisches Kalkül als einen ernsthaft erwogenen Ausstieg. Das wäre schon ein sehr radikaler Schritt. Für die belesenen: Gibst es Vorbilder für einen Ausstieg aus einem vergleichbaren, so weit fortgeschrittenen Beschaffungsprojekt in der jüngeren (deutschen) Vergangenheit, oder wäre das in dieser Tragweite ein Novum? Allein dass wir hier an prominenter Stelle öffentlichen darüber diskutieren ist eine Hausnummer.

  28. @chris | 10. Mai 2017 – 10:54
    „Das sind dann Bereich wo die Betroffenen einfach mal ganz stumpf anfangen müssen Beschwerden und Eingaben raus zu pumpen, da bewusst versucht wird Bw Vorschriften zu umgehen und so Leben der unterstellten Soldaten unnötig und gegen Vorschriften gefährdet wird.“

    Na, da wir beide nicht die Bedrohungsanalyse und den Gesamtvorgang kennen, würde ich mich an Ihrer Stelle mit einer solchen Bewertung zurück halten.

    Darüber hinaus sind taktisch-operative Entscheidungen grundsätzlich nicht beschwerdefähig.

  29. @AB „Gibst es Vorbilder für einen Ausstieg aus einem vergleichbaren, so weit fortgeschrittenen Beschaffungsprojekt in der jüngeren (deutschen) Vergangenheit“

    ja, Ausstieg aus dem Programm (Aufklärungs-Drohne) „Euro Hawk“ wegen fehlender Zulassung.

  30. „Der Schweizer Hispano-Suiza-Konzern beauftragte als Generalunternehmer die deutschen Unternehmen Hanomag in Hannover, Henschel in Kassel und die British Manufacture and Research Company (BMARC) mit dem Bau der Panzer. Die BMARC mit Sitz in Grantham (Lincolnshire) war eine Hispano-Suiza-Tochter und für den Fahrzeugbau überhaupt nicht ausgerüstet. Sie gab den Auftrag ohne Wissen und Zustimmung Bonns an die Firma Leyland Motors weiter, die bis dahin nur Autobusse hergestellt hatte.
    Am 5. Juli 1956 beschlossen der Verteidigungs- und der Haushaltsausschuss in gemeinsamer Sitzung eine Bindungsermächtigung für die Beschaffung von 10.680 Stück des HS 30 […]. Um die Jahreswende 1957/1958 fanden Probefahrten mit den ersten HS 30 statt, bei denen sich erhebliche technische Mängel zeigten. Es kam zu langen Verzögerungen bei den Auslieferungen, die Bundeswehr erhielt schließlich 2.176 Panzer für 517 Millionen DM zwischen September 1959 und Februar 1962. […] Da das Fahrzeug insgesamt den Anforderungen an einen echten Schützenpanzer nicht gerecht wurde […], wurde es nach gut zehnjähriger Truppenverwendung ab 1971 durch den Schützenpanzer Marder abgelöst.“ (Quelle: Wikipedia)

    Ein grober (historischer) Anhalt, wie so etwas ablaufen kann ;-)

  31. Der EH ist kein vergleichbares Projekt.
    Der A400M wird von vielen Nationen als Transporter betrieben und wir benötigen Transporter auch von gesichertem Flugplatz zu gesichertem Flugplatz. Es ist wahrscheinlicher, dass der A400M durch taktischen Transporter noch stärker ergänzt wird.
    Evtl nicht nur mit FR zusammen.

    Der A400M kommt ……….ggf nur evtl noch später ;-)

  32. @Zimdarsen | 10. Mai 2017 – 11:50
    „Der A400M wird von vielen Nationen als Transporter betrieben und wir benötigen Transporter auch von gesichertem Flugplatz zu gesichertem Flugplatz. Es ist wahrscheinlicher, dass der A400M durch taktischen Transporter noch stärker ergänzt wird.“

    Ehrlich gesagt, wäre das im Ergebnis dann vielleicht auch keine Katastrophe…

    Wenn wir noch einige C-130 mehr für den taktischen Transport kaufen würden und weiterhin Teil einer multinationalen strategischen Transportkomponente bleiben würden, dann wäre der A400 als mittlere Option, sozusagen als „Rückgrat“ des militärischen Lufttransports ja auch zumindest hinreichend geeignet.

    Sicherlich nicht die optimale Lösung und sicherlich viel zu spät, aber insgesamt vielleicht trotzdem tragfähig (erst recht, wenn man ernsthafte Schritte in Richtung 1,5%+ unternimmt)…

  33. @Koffer

    Natürlich hängt sowas immer von den Details ab deshalb auch die Aussage, dass es die machen müssten die eben diese Detailkenntnis haben.

    „Darüber hinaus sind taktisch-operative Entscheidungen grundsätzlich nicht beschwerdefähig.“

    Ja aber nicht alles was mit Einsatz zutun hat sind taktisch-operative Entscheidungen. Planungen des Logzentrums z.B. Fallen da nicht drunter. Wenn es geltende Vorschriften gibt sind die anzuwenden.

  34. @chris | 10. Mai 2017 – 12:53
    „Natürlich hängt sowas immer von den Details ab deshalb auch die Aussage, dass es die machen müssten die eben diese Detailkenntnis haben.“

    Aber es treffen doch diejenigen die Entscheidung, die diese Kenntnisse haben. Wo ist denn das Problem?

    „Ja aber nicht alles was mit Einsatz zutun hat sind taktisch-operative Entscheidungen.“

    Die Wahl eines Transportmittels im Rahmen eines Auslandseinsatzes im Rahmen einer Bedrohungsanalyse ist natürlich eine taktisch-operative Entscheidung. Was soll sie bitte sonst sein?

    „Wenn es geltende Vorschriften gibt sind die anzuwenden.“

    Vorschriften sind grundsätzlich einzuhalten. Aber natürlich gibt es (berechtigterweise) fast immer Öffnungsklauseln. Und die hierzu befugten Stellen haben auch die notwendigen Kenntnisse um diese Bestimmungen anzuwenden.

    Aber wieder zurück zu ihrer ursprünglichen, emotionalen Aussage. Wo ist denn jetzt hier der „Schlag ins Gesicht“?!

  35. “ Also sollte man […] sich trennen, anschließend dort kaufen, wo es seit Jahren erprobte und zuverlässige Produkte gibt.“
    Und wo sollte das sein? Bislang hat noch jedes militärische Flugzeug egal von welchem Hersteller technische Probleme gehabt und erfüllte nicht alle Anforderungen die ursprünglich gestellt wurden.
    Erprobt bedeutet daher: techhnisch nicht aktuell und somit nicht konform mit aktuellen Anforderungen. Zuverlässig gibt es auch erst, wenn das System erprobt ist und man alle Problemfelder kennt und beherrscht. Ist bei keinem Hersteller anders. Wird auch beim A400M nicht anders laufen und der Abgesang ist reichlich verfrüht.

    Und die bisher über 7 Milliarden Euro Verlust wird Airbus nicht einfach so ohne Perspektive abschreiben, ebensowenig die Bundeswehr ihren zweistelligen Milliardenbetrag für die bisherige Entwicklung. Es gäbe ja in der Größenklasse mit dem Anforderugsprofil auch keine Alternative von einem anderen Hersteller.
    Also wird man sich einigen, was sicherlich mit der einen oder anderen Preiseanpassung/Zugeständnis einhergeht. Die Bundeswehr will ja z.B. sicherlich nicht ein 10 jahre altes DASS zum damaligen Festpreis haben, sondern aktuelle Technik.

    Und verglichen mit der F35 sind die technischen Probleme ja noch fast harmlos.

  36. @Steve | 10. Mai 2017 – 15:13
    „Und verglichen mit der F35 sind die technischen Probleme ja noch fast harmlos.“

    Ja, aber der Unterschied ist, F35 ist eine Zukunftswaffe. Die US Air Force funktioniert noch einige Jahre ohne diese gegen 95% aller möglichen Gegner.

    Taktisch, operativer und strategischer Lufttransport für die Bw ist keine Zukunftsfrage, sondern eine Gegenwartsfrage und mit Wegbrechen der Transall haben wir nicht eine 5% Leistungslücke (wie die US Air Force), sondern eine 95% Lücke :(

  37. Zimdarsen | 10. Mai 2017 – 9:40
    @Namevergessen

    „Der A400m darf wegen fehlender Selbstschutz-Anlage nicht in Gao/Mali landen sondern nur in Bamako.“

    Ist das so?

    Meines Wissens ist der Platz in Gao nicht für A400M geeignet und Flüge mit dem A400M, voll besetzt, nicht zumutbar (Sitzposition,WC)“

    Er ist nicht zumutbar JA, und Gao wird angeflogen durch FRA A400 und C17 !
    Selbstschutz ist wohl das finale Argument …
    Somit mit nackten UN Flächen ohne Selbstschutz rein weil es sinnvoll ist nicht wahr ?

    Die Nachrichten aus dem Einsatz zeichnen ein völlig desolates Bild, und der A400 wird niemals ein inhaltleer „hinreichendes“ Gefährt sein …

  38. @SER

    „Er ist nicht zumutbar JA, und Gao wird angeflogen durch FRA A400 und C17“

    C17 hat eine andere Bestuhlung auf Langstrecke, FR fliegt wann, wie oft, von wo, wie lange, mit wieviel Pax (m/w) nach Gao? Wer fliegt für FR in Niger mit Trall?

  39. Sorry Herr Wiegold,

    mal kurz OT, da es ja leider schon seit Monaten kein Bällebad mehr gibt. :(
    Warum eigentlich nicht mehr? :(

    Vom H145M scheint es neue Nachrichten zu geben. Zumindest habe ich gerade die ersten Fotos von einem H145M mit Gatling Gun gesehen.
    Aufgenommen von einem Planespotter.
    https://www.instagram.com/p/BT60uz0A21T/?taken-by=jg71wittmund
    Scheint ja voran zu gehen mit dem Chopper ;)

    Mehr wollte ich

  40. @Steve 15:13

    „Erprobt bedeutet daher: technisch nicht aktuell und somit nicht konform mit aktuellen Anforderungen.“

    Das ist eine Frage der gestellten „Anforderungen“ und diese stellt der Bedarfsträger. Der muss sich aber fragen lassen, ob sich seine „Anforderungen“ so drastisch geändert haben, dass es nicht auch bewährte / modernisierte Technik von vor 5 oder 10 Jahren auch für die nächsten 20 Jahre noch tut. Wenn ich natürlich immer „das Neuste vom Neuen“ gefordert wird, so erhöht sich das Risiko sowohl der zeitlichen, als auch qualitativen und finanziellen Realisierung. Und hier ist eine saubere Risikoanalyse notwendig.
    Was ist gewonnen, wenn ich heute das noch zu entwickelnde High-End-Geräte fordere, was bei seiner Realisierung selbst schon ewig technisch wieder überholt holt ist? Ich dafür deutlich mehr zahle und damit die Amortisationsdauer deutlich länger ist, bis ich mir wieder „technisch aktuelleres“ zulegen könnte?

  41. @Der Junge Neue | 10. Mai 2017 – 19:05
    …ich hoffe darauf das man dabei auf die „bestens bewährte“ DILON AERO M134 setzt!
    Mich würde aber auch nicht wundern, wenn es nicht so wäre :-\

    @SER | 10. Mai 2017 – 15:24
    Teilweise sind auch die weichen UN „Flugapparaturen“ in keinem Vertrauen erweckenden Zustand!
    Da ganze erinnert mich an die anfänglichen „Omnibus“ Truppen-Transporte auf dem Balkan und Afghanistan. Traurig ist, das vmtl. immer erst etwas passieren muss….

  42. Die F-22 musste auch irgendwann dran glauben, die Zumwalt Klasse hat es auch getroffen.

    Beide Projekte haben selbst den USA zuviel Geld verbrannt und nicht geliefert was verlangt wurde. In beiden Projekten wurden die Fähigkeiten der Systeme dabei schon massiv zusammengestrichen.

    Schmerzgrenzen gibt es immer.
    Lediglich die Ford Klasse ist davon wohl befreit, kostet der Träger halt 14 oder 15 Mrd Dollar, es gibt keine Alternative.

    Auch bei uns sieht es mit den Alternativen mau aus. Embraer KC-390 und Kawasaki C-2 sind beide noch nicht fertig, bei der C-17 ist schon die Produktionsstätte ausgeschlachtet worden.
    Turbofans sind auch keine besonders großen Freunde von staubigen Pisten.
    Die C-130 ist halt ist halt auch nicht gerade ’neu‘.

    @Koffer
    „Ja, aber der Unterschied ist, F35 ist eine Zukunftswaffe.“

    Ne. Die F-35 hat schon Probleme mit der Aerodynamik der Gegenwart ;-)

    Gripen NG und F-18 Super Hornet Block III holen mächtig auf, bei einem Bruchteil der Kosten. Beiden fehlt zwar die geringere Radarsignatur aber bei der Vernetzung ziehen beide nach. Der Waffenmix ist um ein vielfaches größer.
    Vieles was in der F-35 steckt war vor 15 Jahren mal neu und schick und soll bald schon auf dem Schrott landen.

    Die ersten F-35, also die ersten PAAR HUNDERT könnten wie der Eurofighter Tranche 1 enden.

    Die Frage beim A400M ist ja genau wie bei der F-35, was wird es kosten die bisher produzierten Gurken einsatzbereit zu bekommen UND muss man Abstriche wegen Fehlplanungen im jetzigen Design hinnehmen?

  43. @SvD | 10. Mai 2017 – 22:03
    Wir können jetzt gerne über den Nutzen (oder Nicht-Nutzen) des F-35 diskutieren. Aber ehrlich gesagt geht es darum doch gar nicht.

    Meine Aussage war doch eine ganz andere: Ob der F-35 heute oder in fünf Jahren oder in 10 Jahren funktionieren wird (oder ob das Programm eingestellt wird), kann der US Air Force zwar nicht egal sein, aber da sich selbst bei einem vollständigen Desaster auf zahlreiche Jahre hinaus kein Unterlegenheitsproblem mit potentiellen Gegner ergibt, geht die Welt so oder so militärisch nicht unter.

    Beim A400M ist das aber anders. Wenn wir bis Anfang der 2020er Jahre kein Lösung haben, geht bei uns der militärische LTrsp den Bach hinunter.

    Konklusion: wir benötigen SCHNELL eine Lösung. Entweder muss der A400M umfänglich nutzbar gemacht werden oder wir benötigen einen Abschied von er Ein-Typ-Flotten-Politik und die Einleitung der Beschaffung taktischer und strategischer Flugzeuge…

  44. SvD | 10. Mai 2017 – 22:03
    „Die ersten F-35, also die ersten PAAR HUNDERT könnten wie der Eurofighter Tranche 1 enden.“

    Konkret?

  45. Muss es nicht von Anfang an konkrete rote Linien geben, wann ein Projekt gescheitet ist? Es wäre unverantwortlich für ein Unternehmen bei einem Projekt dieser Größenordnung, bei der Projektplanung auf Sicht zu fahren.
    Es geht ja darum, dass nicht nur Probleme beim Design aufgetaucht sind, sondern auch bei der Herstellung (hinsichtlich Qualität und Output) und Integration von Komponenten.
    Der Wille, diese beiden Punkte zu lösen, muss da sein oder man sollte das Projekt beenden.
    Wir sind schon weit dreistellig im Millionenbereich.

  46. @Udo

    Probleme mit der Flugzelle und den neuen Komponenten könnten unwirtschaftliche Umbauten nötig machen. Dazu wird die Liste der zu ersetzenden Komponenten immer länger.

    Die F-35 leidet an Überhitzung, Vibrationen und vielen Teilen, die unzuverlässig sind und neu konstruiert werden müssen. Darunter sind auch Teile der Flugzelle, die von Rissen heimgesucht werden.

    Die F-35 kühlt sich selbst von innen mit Treibstoff und um den Effekt zu verstärken benutzt man weiß lackierte Tanklaster, die kühleren Treibstoff bereitstellen als Tanklaster die sich in der Sonne aufheizen.
    Und ja, da gehen tatsächlich überall Treibstoffleitungen durch den Flieger und eine Brandunterdrückung oder selbstdichtende Tanks hat er leider nicht! Das passte platz -und gewichtsmäßig nicht mehr rein…

    Zusätzlich fliegt man zur weiteren Kühlung einfach alle paar Minuten mit offenen Waffenschächten und nein, ’stealth‘ sind die nicht. Am Boden muss so auch regelmäßig ventiliert werden.
    Neue Computer müssen wesentlich Leistungsfähiger sein um den ganzen Network Warfare Bereich dauerhaft leisten zu können. In der bisherigen Software funktioniert nie alles gleichzeitig. Wesentlich mehr Leistung uns wesentlich weniger Abwärme geht aber nicht beides zugleich. Die F-35 musste schon bei der dritten Generation der Computersysteme angekommen sein.
    Der Nato Link-16 reicht auch bei weitem nicht für die Datenflut aus, die eine F-35 produzieren könnte. Wie das überhaupt funktionieren soll ist also fraglich.

    Die Vibrationen sind teilweise so schlimm, das die Waffen in den Waffenschächten arg mitgenommen werden. Die Lebenszeit einer AIM-120D und anderer Smart Munition wird sich entsprechend verkürzen, da die Toleranzen deutlich überschritten werden.

    Die Flugzelle nochmal zu überarbeiten geht aber nicht. Die Zelle wurde schon etliche male verändert und immer klobiger, was weder der Aerodynamik noch den Radareigenschaften gut getan hätte. Das sieht man, wenn man die X-35 mal mit der F-35 vergleicht. Mit Spoilern kam man bisher auch nicht weiter.

    Die Abteilung die sich um die einfache Aufrüstbarkeit kümmern sollte wurde erst vor 2 oder 3 Jahren gegründet, da lief die Produktion schon… die 200 Vorseriengurken sind schon überschritten und durch die sich im Wochentakt ändernden Rüststände ist quasi jede F-35 ein Unikat. Die 3 Varianten werden übrigens auf einer Linie gebaut, bringt Abwechslung in den Alltag, da die Varianten nur noch zu ~25% baugleich sind.

    Es tauchen pro Monat dutzende neue Probleme auf und adressiert werden sie wo es nötig wird, so das sich die 25% noch reduzieren werden.

    Lockheed kommt nicht mehr hinterher und fällt jedes Jahr mehrere Monate hinter den Zeitplan. Hunderte Testpunkte bleiben offen, die Produktion schleppt sich weiter. Lot 9 und 10 wurde einfach ohne Vertrag gebaut und das Pentagon hat einfach überwiesen. Der Vertrag wurde dann rückwirkend geschlossen.

    Das Triebwerk macht noch Probleme, großer und schwerer darf es aber auf keinen Fall werden. Es muss allerdings ordentlich funktionieren, sonst geht es gen Boden.
    Die hoch gelobte Selbstdiagnose funktioniert auch noch nicht richtig, das betrifft eben auch das einzige Triebwerk an Board.
    Die F-35B bräuchte dringend mehr Leistung, sonst kommt diese überschwere Hummel bei höheren Temperaturen nicht vollbeladen vom Deck oder Boden. Das wird wohl nicht mehr umzusetzbar sein.

    Das Bugfahrwerk der F-35C (Navy) ist Schrott, so dass die Flieger beim Katapultstart hoppeln, was so manchen Piloten fast K.O. setzt und andere zumindest arg mitnimmt und die Orientierung bis zu 30 Sekunden beeinträchtigt.
    Die Flügel können keine SIdewinder an den Außenstationen tragen ohne Schaden zu nehmen, die Nachbesserung wird auch wieder was wiegen.

    Für manche dieser Probleme müsste man zurück zum Design, das ist aber schon fix.

    Nach US Recht dürfte auch keine Serienproduktion stattfinden, bevor das Basistestprogramm nicht abgeschlossen ist, das läuft aber noch.
    Trotzdem redet man schon ewig von einem „Blockbuy“ im dreistelligen Bereich um die Kosten zu senken. Das diese Flieger alle wieder in die Werft zum Umbau müssten, darüber redet irgendwie keiner.

    Deshalb hatte ich auch schon immer beim A400M, NH90 und anderen Experimenten meine Bedenken. Politiker sehen das „ES“ irgendwie fliegt, also muss man ja fast fertig sein. Ein gefährlicher Trugschluss. Und dann baut man sich mit der Serienproduktion selbst ein Gefägnis aus dem man nicht mehr ausbrechen kann.

    Bei der Boeing P-8, die auch in Produktion und Einsatz ist obwohl noch an bestimmten Fähigkeiten gewerkelt, ist es relativ wurscht was später kommt.
    Platz-, Gewichts-, Energie- und Kühlreserven gibt es genug, da passt auch noch eine Kindertagesstätte ala von der Leyen rein. Die Kritik daran ist etwas überzogen.

    Bei anderen Designs ist halt weder Platz, noch sind Gewichtsreserven vorhanden, die Kühlung und Energieversorgung ist oft am Limit oder schon darüber.

    Der Amtmann war auch nie verlegen darum dieses Mantra runter zu beten aber manche wollen es einfach nicht verstehen.

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